Einblick in die Welt der Kosaken

 

Alljährlich entdecken vornehmlich die deutschen Gäste ihre engere Heimat und begeben sich auf Flusskreuzfahrtschiffe, um auf dem Rhein, dem Main, der Mosel einen erholsamen Urlaub zu verbringen. Aber auch die Donau erschließt ihren Besuchern eine fremde, doch bald auch vertraute Landschaft und besondere Sehenswürdigkeiten in den angrenzenden Städten und Metropolen. Aber auch außereuropäische Flüsse erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, und so zieht es in jedem Jahr Tausende Besucher nach Ägypten, um eine Kreuzfahrt auf Afrikas längstem Fluss zu erleben. Aber auch der asiatische Raum hat einen ständig wachsenden Besucherstrom auf den Flüssen zu verzeichnen, voran der chinesische Jangtse. Aber auch Vietnam, Kambodscha und auch Indien laden zu Entdeckungs- und Abenteuerreisen auf den heimischen Flüssen ein.

In den letzten Jahren sind die russischen Ströme in das Blickfeld der Flusstouristen geraten. Gut bekannt und auch frequentiert sind die Klassiker auf der Wolga zwischen Moskau und St. Petersburg und umgekehrt. Seit einigen Jahren hat sich auch der Dnjepr-Klassiker etabliert. Flussaufwärts dauert diese Flusskreuzfahrt von Kiew nach Odessa  elf Tage, flussabwärts zwölf Tage. Das Besondere dieser Flusskreuzfahrt ist, dass diese Fahrten durch einige weitgehend unerkundete Ländern führt, deren Kultur und Geschichte es zu entdecken gilt.

Über 2200 Kilometer fließt der Dnjepr  von seiner Quelle in den russischen Waidahöhen westlich von Moskau bis ins Schwarze Meer. Doch bereits vor hundert Jahren haben die Ukrainer die Lebensader ihres Landes durch Stauseen nutzbar gemacht und damit aber auch die ursprüngliche Flusslandschaft wesentlich verändert.  Eine Flusskreuzfahrt auf dem Dnjepr ist eine Reise auf einem Fluss-Meer. Bisweilen reiht sich Stausee an Stausee, und die Flusskreuzfahrt gleicht eher einer Seereise. Doch einige Teilstrecken blieben in ihrer Ursprünglichkeit erhalten. Dort, wo der Strom noch in seinem alten bett fließt, passiert der Flusskreuzer schilfbestandene Ufer mit Laubwäldern, Terrassen, Sandstränden und malerischen Inselchen. Und hier lohnt auch der Besuch der Besuch des Kosakenmuseums auf der Insel Chortiza. An die vergangene wechselvolle Zeit der Kosaken sollen dann bei Vorführungen die Reiterspiele erinnern, wenn die Nachfahren der Kosaken in Pluderhosen und Stiefeln wie die Teufel reiten und akrobatische Kunststücke vorführen. Die Romantiker unter den Gästen kommen zwar nicht immer auf ihre Kosten, doch bisweilen bieten Flusslandschaften mit kleinen Nebenflüssen und Inseln einen Einblick in eine ursprüngliche Landschaft, vorbei an Orten mit kunterbunten Häusern, Feldern und Obstplantagen.

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