Costa Kreuzfahrten – Irritation über Auszeichnung SEEFAHRER DES JAHRES

Wer erinnert sich in der Kreuzfahrt6branche nicht an den 13. Januar 2012! Die Costa Concordia mit über 4000 Personen an Bord war zu nahe an die italienische Insel Giglio herangefahren, hatte bei diesem Manöver einen Felsen gerammt und war daraufhin gekentert. 32 Personen fanden bei dieser Havarie den Tod. Die Medien überschlugen sich mit Berichten über einen höchst fahrlässigen Kapitän, der frühzeitig sein Schiff verlassen u8nd die Passagiere und die Crew im Stich gelassen hatte. Bemängelt wurden fast täglich sowohl die Besatzungsmitglieder, die nicht ausreichend auf einen solchen Notfall vorbereitet gewesen seien, die chaotischen Zustände während der Evakuierung und auch die mangelhafte Sprachkommunikation zwischen Kapitän und dem indonesischen Steuermann.
 
Nun irritiert die Tatsache, dass die Mannschaft der Costa Concordia in London vom internationalen Fachmagazin der maritimen Frachtbranche als „Seefahrer des Jahres“ ausgezeichnet wurde. In der Begründung der Jury heißt es:
 
Als das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia am 13. Januar vor der Insel Giglio auf ein Riff fuhr, konzentrierte sich die internationale Aufmerksamkeit zwangsläufig auf den Kapitän. Was hingegen vernachlässigt wurde, waren die aufrechten Beispiele für die Tapferkeit und die Professionalität. Welche die Mannschaft an den Tag legte. Als sich das tragische Unglück ereignete, befanden sich 4229 Menschen an Bord, von denen einige ums Leben kamen. Es sollte dabei aber nicht vergessen werden, dass ohne die professionelle Reaktion der meisten Crewmitglieder die Zahl der Toten viel höher hätte ausfallen können.“
 

Autor: Peter

alter Seebär und Kreuzfahrer

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