Costa Kreuzfahrten – Mehr Kapazitäten durch Mega-Kreuzfahrtschiff-Neubau

Seit der Havarie der Costa Concordia am 13. Januar 2012 ist Europas führende Kreuzfahrtreederei Costa Crociere nicht – wie befürchtet – vom Kreuzfahrtmarkt verschwunden, sondern ist durch außerordentliche Maßnahmen auf dem besten Weg, das Vertrauen der Kunden zurückzugewinnen. Bei der italienischen Werft Fincantieri haben die Italiener den Bau eines neuen Kreuzfahrtschiffs in Auftrag gegeben, das mit einer Kapazität von fast 5000 Gästen das größte italienische Kreuzfahrtschiff sein wird und voraussichtlich im Oktober 2014 ausgeliefert wird.
 
Doch allein mit Neubauten allein kann das Vertrauen der einstigen Kunden nicht zurückgewonnen werden. So hat Costa Kreuzfahrten sieben neue Maßnahmen für noch mehr Sicherheit an Bord eingeführt:
 
  • Künftig findet die Seenotrettungsübung noch im Hafen statt. Jeder Gast ist verpflichtet, an dieser SNRÜ teilzunehmen. Schiffsoffiziere sind während der SNRÜ zugegen und beantworten gerne die Fragen der Passagiere.
  • Jeder Gast muss bei der SNRÜ seine persönliche Emergency Drill Card zum Einscannen abgeben, damit sichergestellt ist, dass auch jeder Gast an der SNRÜ teilnimmt. Abwesende Passagiere werden dann nochmals gesondert zur Unterweisung am Folgetag aufgefordert.
  • Auf ihrer Webseite macht Costa Kreuzfahrten die Sicherheitspläne, die Sicherheitsinspektionen sowie die Sicherheitsausbildung der Crew transparent.
  • Künftig kann kein Kapitän von der vorgeschriebenen Fahrtroute abweichen. Costa Kreuzfahrten kontrolliert alle Schiffe ihrer Flotte mit dem Echtzeit-Routen-Überwachungssystem.
  • Nach einem neuen Brücken-Kommando-Modelle werden alle Costa-Offiziere geschult, das stärker auf teamorientierten Entscheidungsprozessen basiert.
  • Kapitän und Team tauschen sich vermehrt aus. Das neu eingeführte Briefing vor dem Ablegen des Kreuzfahrtschiffes und auch während anderer Manöver sorgen für eine spezielle Navigationsüberwachung.
  • Letztlich beschränkt Costa Kreuzfahrten noch stärker den Zugang zur Brücke, um von vornherein jegliche Ablenkung zu minimieren.

Autor: Peter

alter Seebär und Kreuzfahrer

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