Kreuzfahrten: Gefahrengut an Bord schmuggeln

 

Die Sicherheit an Bord ist auf Kreuzfahrtschiffen erste Priorität. Dies darf auch der Gast erwarten, der einen maritimen Urlaub bucht, auch dann, wenn die Kreuzfahrten immer preiswerter geworden sind. Doch mit der „Masse“ mehren sich auch die Gefährdungen.

Jeder Kreuzfahrer weiß beispielsweise, dass die Reisebedingungen bei den Kreuzfahrtgesellschaften die Mitnahme von Alkohol an Bord ausschließen. Wer beispielsweise eine Flasche Hochprozentiges als Mitbringsel von einer Karibik-Insel an Bord mitbringen möchte, muss sie beim Betreten des Kreuzfahrtschiffes abgeben und erhält sie erst wieder am Ende der Kreuzfahrt zurück. Spirituosen-Einkäufe im bordeigenen Duty-Free-Shop werden zunächst ebenfalls konfisziert und dann am Abend vor der Abreise wieder auf die Kabine geliefert.

Immer wieder haben es Reporter versucht, Alkohol an Bord zu schmuggeln, mit Erfolg, wie in einer Ausstrahlung des ZDF vor Tagen berichtet wurde. Da wurde hochprozentiger reiner Alkohol in farblose Wasserflaschen umgefüllt und konnte ohne Probleme durch die Kontrolle geschmuggelt werden. Dieser Versuch wurde zwar nur bei einem Kreuzfahrtschiff einer Reederei erfolgreich durchgeführt, ist daher auch kein Beleg für das Schmuggeln von auf . In der gleichen Ausstrahlung konnte der Reporter auch problemlos Pfefferspray an Bord schmuggeln.

Die einzelnen Reedereien kennen die verschiedenen Tricks, doch aus Personal- und Zeitmangel werden – leider – die entsprechenden und doch auch erforderlichen Kontrollen nicht konsequent durchgeführt, so dass sich an Bord auch niemand völlig sicher sein kann, ob nicht irgendeine Person gefährliche Ware an Bord mitgebracht hat.

Die Kreuzfahrtbranche muss auf solche Fernseh-Belegen konsequent reagieren, damit sie ihrer eigenen Verpflichtung, die Sicherheit aller Passagiere an Bord zu gewährleisten, auch nachkommen kann.

Autor: Peter

alter Seebär und Kreuzfahrer

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