All inclusive

Nach einer sechsjährigen Pause hat der Auitor nachfolgenden Beitrags erneut die höchst interessante und abwechslungsreiche Flussreise Passau – Donaudelta angetreten und nach Rückkehr ein Resumee gezogen. Nach wie vor herrscht anscheinend auf den Flussschiffen einmal die VERLOCKUING und zum andern die vor.

Verlockend ist das breitgefächerte Angebot an Speisen und Getränken, zumal mit der Werbung „All iunclusive“ anscheinend jegliche Hemmungen bei manchen Reisenden fallen. Panische Angst, das vielfältige Angebot könnte nicht für alle Gäste ausreichen, treibt auch die betagten Gäste – die Mehrheit der Flussreisenden gehörte zum Alter 70+ – nicht nur mehrfach zum Buffet, sondern auch die Portionen auf den Tellern erreichen das Format „Hochhaus“.

So konnte der Autor eine fast schon ausgeprägte „Fresssucht“ insofern beobachten, als einzelne Gäste bereits zum Frühstück neben einem georteten Omelett, danach eine Riesenportion Rührei, nochmals einen Teller mit Würstschen und gebratenem Speck, einen weiteren Teller mit Wurst- und Schinkensorten, nicht zu vergessen einen weiteren Teller mit ganz verschiedenen Käsesorten, dazu mehrere Scheiben Brot, einige Brötchen und auch Croisons in sich hinein stopften. Zur Beobachtung gehört ebenfalls noch einen reichlich mit Obst gefüllten Teller, sowie eine große Schale mit Obt und Yoghurt. Auch mehrfach gefüllte Gläser mit verschiedenen Säften sowie zum Nachtisch nochmals frisches Obst fanden reißenden Absatz bei einzelnen Personen.

Doch den beobachtetetn Personen muss der Autor zugestehen, dass sie sich nach allen Mahlzeiten bemühten, auch ein bisschen Sport durch einige Bahnen auf der 134 Meter langen Umlaufstrecke zu betreiben. Doch was sollte diese Bewegung nützen, wenn auf das Frühstück das Mittagessen, der Nachmittagskaffe und schließlich auch noch das Abvendessen folgte.

Bei den Hauptmahlzeiten bot die excellente Küche auf einem seperatem Tisch noch ganz verschiedene Salate und nach dem Essen auch noch einen umfangreiches Käseangebgot an. Die benannetn Personen ließen sich auch diese „Zusätze“ keinesfalls entgehen. Mit dem „“ müssen diese Gäste aber sehr wohl leben, denn neben den Speisen ist auch die unvermeidbare Gewichtszunahme „“. Durch vorgenannte Beobachtungen wurde die „Annahme“, dass die sog. „grünen Männchen“ in der Nacht sich der Kleidung der Gäste bemächtigen und diese enger nähen, mehr als widerlegt.

Die Unsitte, dass sich Gäste das Recht herausnehmen, Liegestühle auf dem Sonnendeck zu reservieren und für die Nutzung durch Mitreisende zu blockieren, fand der Autor auch auf dieser Flussreise bestätigt. Mit der Werbung „All inclusive“ verbinden anscheinend – diesmal viele Gäste – das Recht, einen Liegestuhl ohne Rücksicht auf andere Gäste für lange Zeiten zu reservieren. Diese Flussreisenden unterstreichen ihr „Anrecht“ auf einen Liegestuhl damit, dass sie aus der Truhe auf dem Swonnendeck eine Decke entnehmen – auch eigene aus der Kabine mitbringen, falls die Truhe nach dem Ansturm leer ist – und „ihren“ Liegestuhl damit markieren. So rühmen sich einige Gäste sogar damit, dass sie in aller Frühe kurz anch sechs Uhr neben „ihren“ Liegestuhl noch einige weitere Liegestühle für Bekannte reservieren, sich danach nochsmals in die Kabine zurückkehren und bis zum Frühstück weiterschlafen.

An die Mitreisenden, besonders aber auch an den Personenkreis mit einigen körperlichen Beeinträchtigungen, wird dabei kein Gedanke verschwendet. Die Verantwortlichen auf dem Flussschiff, aber auch in den Reedereien bzw. Verkaufsbüros kennen diese Unsitte und sollten sich auf alle Fälle bemühen, diesem Fehlverhalten einzelöner Gäste einen effektiven Riegel vorzuschieben. Eine Anti-Reservierungskampagne auf den Flussschiffen könnte nur begrüßt werden.

Sicherlichwird die Frage,wie einer solchen Liegestuhl-Reservierungssucht effektiv begegnet werden kann, bisweilen kontrovers diskutiert. Neben vielfältigen – leider aber immer wieder uneffektiven Überlegungen – könnte m.E. Folgende Strategie eine Abkehr von dieser Reservierungssucht brinegn:

Der Gast kann gegen eine Leihgebühr einen Liegestuhl ausleihen, wobei diese Leihgebüren der allegemeinen Crwekasse zugeführt werden. Die Liegestühle sind nummeriert und in eine Liste werden der Name des Entleihers und die Nummer des betreffenden Liegestuhls eingetragen. Mit dieser Maßnahme erreicht die Schiffsleitung, dass jeder Gast sich für seinen Liegestuhl verantwortlich zeigt und ihn auch nicht ungenutzt an einem Platz stehen lässt. Sollte ein Liegestuhl trotz dieser Maßnahme von der Stelle entfernt werden, kann dem neuen „Besitzer“ durchaus seine Verfehlung bewiesen werden. Wichtig ist, dass die Schiffsleitung diese Maßnahme zur Sicherung der Liegestühle wiederholt im Tagesprogramm publiziert.

Autor: Peter

alter Seebär und Kreuzfahrer

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