Kreuzfahrten: Norwegen schließt Fjorde für Kreuzfahrtschiffe

Der seit 2005 zum UNESCO-Weltnaturerbe gekürte norwegische Geirangerfjord ist ca. 15 km lang und ist von majestätischen und schneebedeckten Berggipfeln umgeben. Nicht nur die wilden Wasserfälle locken seit Jahrzehnten Kreuzfahrer aus aller Welt an, und eine Nordlandreise ohne Besuch des Geirangerfjords ist derzeit noch kaum denkbar.

Doch nun schreckt eine Meldung des norwegischen Umweltministers Kreuzfahrer und Reedereien gleichermaßen auf; denn der norwegische Umweltminister Vidar Helgesen will fünf bekannte Fjorde – so auch den Geirangerfjord – für Kreuzfahrtschiffe sperren, die nicht modernsten Umweltanforderungen entsprechen. Umweltminister Vidar Helgesen hat das Seefahrtsamt aufgefordert, bis Ende 2018 ein entsprechendes Regelwerk auszuarbeiten. Ziel der geplanten Maßnahme ist es, den Ausstoß von Stockoxid und Schwefel zu verringern und das Leeren von Toilettenabfällen zu verbieten.

Viele der jährlich den Geirangerfjord besuchenden Kreuzfahrtschiffe wurden vor dem Jahr 2000 gebaut und genügen nicht mehr den heutigen Umweltanforderungen. Die Reedereien, die auch künftig nicht auf den Besuch des Geirangerfjords verzichten wollen, werden wohl ihre Kreuzfahrtschiffe auswechseln und somit ihren Gästen den Besuch des sehenswerten Geirangerfjord auch weiterhin ermöglichen; denn es bleibt bei den Erfahrungen: Der Besuch des Geirangerfjord zählt ausnahmslos zu den Höhepunkten einer Nordlandreise.

Autor: Peter

alter Seebär und Kreuzfahrer

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