Kölner Lichter verpasst gestern? Wie wäre es mit Rhein in Flammen?

Feuerwerk auf dem Rhein erleben bei einer Flusskreuzfahrt.

Skyline von Köln bei Nacht

Gestern war es wieder soweit. Eins der größten Feuerwerke Deutschlands hat am Rheinufer von Köln stattgefunden: die Kölner Lichter.

Für dieses spezielle Event sind die Ausflugsschiffe schon Monate im Voraus ausgebucht und auch „an Land“ kämpft man um den besten Platz und die beste Sicht. Dichtgedrängt zwischen Menschenmassen zu stehen kann einem schon mal ein bisschen die Freude über das doch so beeindruckende Ereignis trüben.

Wäre es nicht viel schöner, wenn man so etwas total entspannt vom Flusskreuzfahrtschiff aus erleben und genießen könnte, ganz gemütlich an Deck ohne Menschenmassen?

Zugegeben, die Kölner Lichter sind für dieses Jahr vorbei, aber wir haben noch einen tollen Tipp für alle Feuerwerkfans: Rhein in Flammen.

Hier gibt es an ausgewählten Terminen im August und September 2019 noch die Möglichkeit, grandiose Feuerwerke in wunderschöner Kulisse entlang des Mittelrheins zu genießen. Stellen Sie sich vor, Sie fahren den Rhein entlang an wundervoll angestrahlten Burgen, vorbei an der weltberühmten Loreley, umrahmt von passender Musik und das Ganze dann noch gekrönt von einzigartigen Feuerwerkshows – das wird sicherlich ein unvergessliches Erlebnis! Übrigens fahren die Schiffe passend zu dem besonderen Anlass im Konvoi, was an sich schon beeindruckend ist.

Wann und wo ist Rhein in Flammen?

10.August 2019 in Koblenz
14. September 2019 in Oberwesel
21. September 2019 in St. Goar / St. Goarshausen

Welche Schiffe fahren bei Rhein in Flammen?

Es gibt zahlreiche Schiffe und Anbieter, die Flusskreuzfahrten auf dem Rhein zu diesen Terminen im Programm haben. So zum Beispiel Arosa oder auch die MS Rheinprinzessin von Phoenix Reisen. Aber auch 1AVista als Anbieter oder die MS Rhein Melodie von Nicko Cruises.

Hier Flussreise „Rhein in Flammen“ buchen!

Kreuzfahrtrecht und die Würzburger Tabelle

Reklamationen nach einer Kreuzfahrt – gewusst wie!

Geldsack gezeichnet
Reklamation nach Kreuzfahrt

So schön eine Kreuzfahrt meistens auch ist, kann es dennoch sein, dass es Grund zur Reklamation gibt. Die Kabine entspricht nicht der Ausschreibung, die Reiseleitung bei den Ausflügen war nicht so professionell wie erwartet, das Schiff konnte an verschiedenen Häfen nicht anlegen oder die Anreise hat nicht wie geplant geklappt.

Gründe für eine Reklamation nach einer Kreuzfahrt kann es also viele geben. Zu den häufigsten Gründen die zu einer Beschwerde oder Klage zählen, gehören Routen-Änderungen, Hygienemängel, Lärm und, seltsamerweise, Probleme mit der Verpflegung.

Gefühlt nehmen Reklamationen nach Kreuzfahrten zu. In Wirklichkeit liegt es jedoch eher daran, dass es heute viel mehr Schiffe und damit auch Kreuzfahrer gibt. Kommt es auf einem Schiff beispielsweise zu einem Hygienemangel, sind gleich Tausende von Menschen betroffen, die dann nach der Reise reklamieren.

Kay P. Rodegra ist Experte für Kreuzfahrtrecht und Verfasser der Würzburger Tabelle. Wir stellen die Würzburger Tabelle für Kreuzfahrtrecht von Kay P. Rodegra (Experte für Kreuzfahrtrecht und Verfasser der Würzburger Tabelle) hier zur Verfügung

Eine absolute Empfehlung für jeden Kreuzfahrer ist auch das Buch „Mein Recht bei Kreuzfahrten“. Hier werden alle Fragen rund um das Recht auf hoher See vom Experten beantwortet. Zusätzlich gibt es Tipps für Reklamationsschreiben, Entschädigungsansprüchen, Reiseversicherungen und Mängelprotokolle.

Kostenloses WLAN bei Princess Cruises in der Karibik

Freies Internet mit großer Bandbreite aber nur in der Karibik

Wimpel auf See
Wimpel an Bord

Für viele ist ein funktionierender Internetzugang auch im Urlaub Pflicht und bisher konnte das ziemlich teuer werden oder aufgrund fehlender Bandbreite auch nervtötend. Bei Royal Princess Cruises gibt es nun auf Karibik Routen das Internet kostenlos für einen bestimmten Zeitraum kostenlos.

Anbieter ist Medallion-Net, nach Aussagen von Princess Cruises der schnellste Internetprovider auf See. Es sollen Download-Geschwindigkeiten von 100 Mbits und eine Bandbreite von 1,5 GB zur Verfügung stehen um das gleichzeitige Surfen von bis zu 6000 Passagieren bzw. die Nutzung von Streamingdiensten für 1500 Passagiere zu ermöglichen.

Das kostenfreie Internet wird nur auf ausgewählten Routen in der Karibik auf der Sky, Regal und der Caribbean Princess angeboten.  Das Angebot gilt nur bei Buchung bis 9. September 2019, die Abfahrten müssen zwischen dem 1. Dezember 2019 und dem 18. Juli 2020 stattfinden.

Die Schlacht am Kreuzfahrt- Buffet und was davon übrig bleibt

Wohin mit den ganzen Essensresten?

Geschnitzte Melone
Melonen Deko von Hand geschnitzt

Zugegeben, Essen und Trinken zählt auf Kreuzfahrten unbestritten zu den beliebtesten Beschäftigungen. Essen rund um die Uhr, was man möchte, wieviel man möchte und wann man möchte. Schon ehe die Türen zu den Restaurants geöffnet werden, sieht man bereits Schlangen vor den Eingängen stehen. Fast so, als hätte es schon lange nichts mehr zum Essen gegeben.

Aber mal Hand aufs Herz, geht es den meisten von uns nicht auch so? Je größer das Angebot, umso mehr wächst auch die Lust am Essen. Essen ist ja nicht nur Aufnahme von Nahrung, sondern auch ein gesellschaftliches, zwischenmenschliches Highlight.

Denkt man jedoch über die Verschwendung an Lebensmitteln auf Kreuzfahrten nach, da kommt schon das schlechte Gewissen hoch. Man kann es nicht leugnen, wo es so viel Fülle gibt, wird auch viel weggeworfen. Und wenn Verschwendung einen Namen hätte, dann wohl „all inklusive“. Es gilt die Regel: Was einmal auf dem Buffet angeboten wird, wird nicht mehr aufgetragen.

Unfassbar aber wahr: 3500 Kreuzfahrer verursachen pro Woche 16 Tonnen an Lebensmittelmüll. Was wir hier als Müll bezeichnen, sind einwandfreie Nahrungsmittel, die aus rein hygienischen Gründen nicht mehr angeboten werden dürfen. (Quelle: TUI Cruises, Stichprobenmessung Juli 2017)

Was passiert aber mit so viel Essensabfällen?

Die Antwort ist einfach: Sie werden größtenteils zu Fischfutter. Ab einer Entfernung von 12 Meilen von der Küste, dürfen Essensreste verkleinert im Meer entsorgt werden. An Bord der TUI Cruises Schiffe gibt es einen Umweltoffizier, der sich nicht nur um Müll, sondern auch um Wasseraufbereitung und die Abgassysteme kümmert

Es geht aber auch anders. Costa Kreuzfahrten wirft gute Lebensmittel nicht in den Müll sondern verschenkt sie z.B. in Barcelona, Marseille und anderen Mittelmehrhäfen an Hilfsorganisationen. Hunderte von Bedürftigen erhalten so jeden Tag eine Mahlzeit mit 3 Gängen. Verschenkt wird alles, fertig zubereitete aber übrig gebliebene Speisen genauso wie frische Lebensmittel. Costa möchte dieses Projekt noch in die Karibik ausdehnen. In Deutschland ist dies jedoch nicht möglich, das deutsche Lebensmittelrecht verhindert dies.

Was die Reedereien gegen so viel Essensmüll tun

Fast jede Reederei hat das Thema Essenmüll auf dem Plan. Essensreste werden bei vielen gewogen, es wird festgehalten was in die Tonne kommt und wieviel davon. So können Speisepläne noch mehr optimiert werden.

Eingespart werden kann beispielsweise bei der Deko. Wer hat nicht schon die von Hand geschnitzten Melonen auf dem Buffet bewundert? Gegessen werden die jedoch nicht. Genau so wenig wie all die andere Dekorationen die kunstvoll aus Lebensmitteln geformt werden. Unzählige Töpfe mit Kräutern, frische Ananas, Butter und vieles mehr landet einfach in der Tonne. Einige Reedereien haben daher entschieden, Dekoration nicht mehr aus verderblichen Lebensmitteln herzustellen sondern kreative Ideen ohne Nahrungsmittel zu verwirklichen.

Kleinere Platten und Schalen sind auch eine Möglichkeit, übrig gebliebenes zu reduzieren. Besonders am Ende der Essenszeit ist dies eine gute Möglichkeit. Zwar ist noch alles da, das Angebot wird aber etwas verknappt. Letztlich muss so am Ende weniger weggeworfen werden.

Aber auch der Kreuzfahrt-Gast selbst kann etwas tun. Wirklich nur soviel vom Buffet nehmen, wie er auch essen kann und keine Berge von Essensresten auf dem Teller hinterlassen. Da immer genügend angeboten wird, sollte zunächst eine kleine Portion probiert und dann erst nachgeholt werden.

Außenkabinen-Urteil: Kein malerischer Ausblick ist kein Reisemangel

Wenn aus Meerblick Enttäuschung wird!

Promenadendeck Postschiff
Magische Ausblicke vom Promenadendeck

Eine Kreuzfahrt ist noch immer eine besondere Art zu reisen. Zwar sind Seereisen heute nicht mehr ganz so unerschwinglich wie früher einmal, doch immer noch ein Highlight.

Angefangen von der Wahl des Schiffes, der Route und schließlich die Entscheidung, welche Kabine möchten wir uns gönnen, ist bereits die Vorbereitung Vorfreude auf die Reise. Wer sich eine Außenkabine leistet, legt in der Regel mehr Geld auf den Tisch, freut sich dann aber auch auf besonders auf die Aussicht, den Meerblick, das Gefühl von Freiheit und Unendlichkeit. Den Blick schon beim die Augen aufmachen, ganz weit schweifen lassen und das Meer vor Augen haben.

Die Enttäuschung: Außenkabine mit malerischem Meerblick

So geschehen bei einem der Schiffe der Hurtigruten. Eine Superior Außenkabine mit malerischem Meerblick auf den oberen Decks wurde beworben und von einem Ehepaar für einen Aufpreis von satten 700 Euro gebucht.

Groß war die Enttäuschung, dass es sich zwar um eine Superior-Außenkabine handelte, sich die Kabine des Postrutenschiffes aber auf dem Promenadendeck befand, auf dem die Mitreisenden das Schiff umrunden konnten. Dazu befand sich auch noch die Reling aus Metall auf Augenhöhe der Passagiere der Außenkabine.

Ehepaar klagt auf Differenz zur Standard-Außenkabine

Das enttäuschte Ehepaar klagte und forderte die Differenz zu einer Standard-Außenkabine ein. Überraschenderweise entschied das Gericht gegen die Kreuzfahrer und begründete unter anderem, dass es üblich sei, dass sich bei den oberen Decks Promenadendecks befänden. Ein malerischer Meerblick verpflichte auch nicht zu jeder Zeit einen uneingeschränkten Blick

So kann man Fehler bei der Wahl der Kabine vermeiden

Sicher, die Frustration des Ehepaars ist nachvollziehbar. Wer sich auf Meerblick freut, ist verständlicherweise enttäuscht, wenn dieser beeinträchtigt wird. Oftmals werden, um Enttäuschungen vorzubeugen, Kabinen mit Sichtbehinderung angeboten. Wer großen Wert auf den uneingeschränkten Meerblick legt, sollte von der Buchung einer solchen Kabine Abstand nehmen. Wer schon einmal ein riesiges Rettungsboot vor dem Kabinenfenster hängen hatte, wird dies bestätigen.

Vorsicht auch mit dem Begriff „Außenkabine“. Auf den Megaschiffen gibt es mittlerweile auch Innenhöfe. Da zeigt das Kabinenfenster zwar nach „außen“, man blickt jedoch auf den Innenhof des Kreuzfahrtschiffes.

Daher, nur eine „Außenkabine mit Meerblick“ bietet auch wirklich Meerblick!

Ansonsten gilt es, Deckpläne zu studieren und die Kabinennummer möglichst vorab festzulegen. Sparfüchse, die nur eine Kategorie buchen, aber auf die Wahl der Kabine verzichten, sollten mit einer Enttäuschung rechnen und sich freuen, wenn diese nicht eintritt.

Auch das Lesen auf Bewertungsportalen kann hilfreich sein, hier gibt es oftmals Tipps zur Kabinenwahl. Auch der klassische Gang ins Reisebüro kann helfen, dass die Kreuzfahrt ein Erfolg wird. Die Mitarbeiter kennen oftmals die Schiffe und deren Tücken.

Wer all diese Punkte beachtet, wird zumindest von seiner Kabine nicht enttäuscht sein!

Plantours Kreuzfahrten: Unterzeichnung eines Neubauauftrags mit der holländischen Werft TEAMCO

Plantours Kreuzfahrten: Unterzeichnung eines Neubauauftrags mit der holländischen Werft TEAMCO

Der Breemr Kreuzfahrt-Veranstalter Platours Kreuzfahrten nimmt nunmehr mit diesem Großauftrag Kurs auf die Zukunft. Mit der Unterzeichnugn des Neubauauftrags sichert sich Plantours Kreuzfahtrten gleichzeitig Optionen auf weitere Neubauten.Was wird den ersten Neubau auszeichnen? Das 135 Meter lange Flusschiff wird maximal 172 Gästen Platz bieten,die in 91 Kabinen mit französischen Balkonen reisen können.


Nicko Cruises: World Explorer wird erstes Hochseekreuzfahrtschiff

Nicko Cruises: World Explorer wird erstes Hochseekreuzfahrtschiff

Nicko Cruises bietet ihren Gästen ein neues Segment an. Bislang erfreuten sich die Gäöste auf Flussreisen auf Donau, Rhein, Douro und Wolga. Nun wir der 126 Meter lange Neubau World Explorer auch auf den Weltmeeren unterwegs sein und Routen anbieten, die anderen Hochseeschiffen versagt bleiben.

Nicko Cruises vertraut auf die bisherige Praxis; nicht das Bordleben und ein vielfältiges Entertainment stehen im Vordergrund, sodnern die vielfältigen und interessanten Reiseziele entlang der Reisestrecken.

Untergebracht sind die maximal 200 Gtäste in 17 bis 41 m² großen Kabinen des Expeditionssschiffes mit Eisklasse 1b. Bewusst bietet Nicko Cruises auf dem kleinen Expeditionsschiff Expeditionskreuzfahrten als Gegentrend zum Massenurlaub auf den „schwimmenden Kleinstädten“ an.

MSC Kreuzfahrten: Urlaubsort im Einklang mit der Natur

MSC Kreuzfahrten: Urlaubsort im Einklang mit der Natur

Mit der „Ocean Cay MSC Marine Reserve“ hat MSC Kreuzfahrten aus einer ehemaligen Sandinsel eine einzigartige Erholungs- und Erlebnisinsel gechaffen, die ab Mitte November 2019 den ersten Kreuzfahrtgästen für einen exklusiven Urlaub zur Verfügung stehen wird. Die einzigartige Insel gehört zur Bimini-Inselgruppe der West-Bahamas.

Die Schweizer Reederei hat intensiv und verantwortungsbewusst mit bamahaischen Umweltexperten zusammengearbeitet, um diese Sandinsel in ein blühendes Naturparadies zu verwandeln, das im Einklang mit dem lokalen Ökosystem steht. Auf dem neuen Urlaubsparadies können dann die Gäste die Schönheit der Natur intensiv erleben und erhalten noch die Möglichkeit, sich mit dem Schutz der Ozane und der Korallenriffe zu informieren.

Zweifellos wird die Unterwasserwelt ein ganz besonderes Highlight der neuen MSC-Privatinsel sein; denn die Insel ist umgeben von einem 64km² großen Korallen-Aufzucht. Die Verantwortlichen rechnen damit, dass baldmöglichst nach der Sandgewinnung und den umfangreichen und intensiven Renaturierungsmaßmahmen die einstigen Meeresbewohner wieder in das geschützte Paradies zurückkehren werden.

Hapag-Lloyd Cruises: Moderne Umwelttechnologie und umweltbewusstes Handeln

Hapag-Lloyd Cruises: Moderne Umwelttechnologie und umweltbewusstes Handeln

Für Hapag-Lloyd Cruises hat der Schutz der Umwelt höchste Priorität. So werden beispielsweise auf alles Routen der Hanseatic Nature, der Hanseatic Inspiration und der Bremen ab Mitte des kommenden Jahres 2020 ausschließlich das schadstoffarme Marine Gasöl verwendet. Auch die Hanseatic Spirit, die ab die Hapag-Lloyd-Flotte verstärken wird, wird das MGO auf allen Kreuzfahrten verwenden.

Den hohen Standard in Bezug auf ein umweltbewusstes und nachhaltiges Handeln gelingt u.a. mit ganz unterschiedlichen Maßnahmen wie die Ausstattung mit SCR-Katalysatoren. Die Hapag-Lloyd-Kreuzfahrtschiffe verfügen mittlerweile über einen TBT-freien Unterwasseranstrich, eine Meerwasser-Entsalzungsanlage und eine biologische Kläranlage für Abwasser. Der Stromverbrauch wird an Bord durch den Einsatz von Energiesparlampen und LEDs gesenkt.

Hapag-Lloyd-Cruises verzichtet auch bewusst auf eine wesentliche Reduzierung der möglichen Höchstgeschwindigkeit und senkt dadurch den Kraftstoffverbrauch und auch die Emissionen um ca. ein Drittel.

Die Landausflüge der Hapag-Lloyd-Flotte werden stets so geplant, damit die örtliche Fauna und Flora geschont wird. Bewusst nehmen die Verantwortlichen die Kreuzfahrt-Gäste in die Pflicht, verstärkten durch Aktionen das Bewusstsein der Gäste für einen schonenden Umgang mit der Umwelt.

Kreuzfahrten: Buffet an Bord schafft Probleme

Kreuzfahrten: Buffet an Bord schafft Probleme

Lange wurden die Kreuzfahrtschiffe als Dreckschleudern angeprangert. Inzwischen bemühen sich diverse Reedereien, die Umweltverschmutzung durch andere Antriebsmöglichkeiten zu reduzieren. Doch ein Problem lässt sich nicht so leicht verbannen. Die Passagiere lieben auf den Kreuzfahrtschiffen das reich bestückte Buffet. Essen ist auf den Kreuzfahrtschiffen ein ganz besonderes Erlebnis und damit auch ein äußerst wichtiger Erfolgsfaktor. Jeder Kreuzfahrtgast weiß, dass er mit einer Gewichtszunahme während den mehrtägigen Kreuzfahrten rechnen muss, und kaum ein Gast tröstet sich mit der witzigen „Feststellung“, dass nicht das Essen die Ursache für eine Gewichtsbelastung darstellt, sondern auf den allermeisten Kreuzfahrtschiffen die kleinen „grünen Männchen“ den Passagieren einen Schabernack spielen, indem sie während der Nächte unbemerkt die Kleidung der Gäste enger nähen.

Worin besteht das tatsächliche Problem? Tatsache ist doch, wo viel angeboten wird, wird auch viel weggeworfen. Wegen der strengen Hygienevorschriften auf Kreuzfahrtschiffen fällt während er Reisen besonders viel Lebensmittelabfall an, in den Küchen, Restaurants, Bars und auch den Personalkantinen. Da fallen schon tonnenweise Lebensmittelabfälle an. Di9e Reedereien haben dieses Problem längst erkannt und bemühen sich, durch geeignete Maßnahmen zur Minderung der Lebensmittelabfälle beizutragen. Vollständiges Vermeiden von Lebensmittelabfällen lässt sich nie erreichen. Die Menge der Lebnsmittelabfälle ist sicherlich auch abhängig vom Publikum und auch vom Fahrgebiet.

Die ganz verschiedenen Ansätze zur Essensabfall-Minimierung hängt aber auch ganz besonders vom Verhalten der Passagiere und der Akzeptanz der eingeleiteten Maßnahmen ab. Werfen wir einmal den Blick auf die ernsthaften Bemühungen diverser Reedereien.

Die Kreuzfahrtgäste lieben die große Auswahl am Buffet, daher bleiben aber auch mehr Reste automatisch übrig als beim À-la-carte-Essen. Hier kann die Küchencrew auf die besonderen Bedürfnisse der Gäste eingehen. So essen die Senioren beispielsweise eher den Teller leer, weil sie u.a. auch eine Seniorenportion bestellen. Es ist eine Erfahrungstatsache: Je höher der Altersdurchschnitt der Passagiere an Bord ist, desto weniger „Tellerrückläufer“ sind zu verzeichnen.

Ganz einfache Maßnahmen können aber auch schon ganz viel bewirken. So bieten Reedereien bereits etwas kleinere Schalen an, füllen zwar stets das vielfältige Angebot in den Buffet auf, reduzieren aber die Größe der schalen.

Manche Reederei bietet auch keinen Mitternachtsbuffet an, sondern reduziert das Angebot auf ein wesentliche geringeres Käsebuffet, was bei den Gästen ebenso guten Anklang findet.

Verschwendung lässt sich auch dadurch etwas reduzieren, als das Essverhalten, die Menge der anfallenden Essensreste pro Teller erfasst werden und die Küche sich auf – besonders in anderen Urlaubsregionen – auf die Akzeptanz der Gäste einstellt.

Eine enorme Verschwendung fällt auch durch die Deko mit Obst und Gemüse sowie durch die kunstvollen Obstschnitzereien an.

Der Kuchen kann reduziert werden, und auch mit kleineren Kuchenstückchen wird der Lebensmittelverschwendung entgegen gewirkt. Müssen aber immer auch an den Nachmittagen ganz Kuchen und Torten dargereicht werden? Reichen nicht auch halbe Kuchen?

Die Brotkörbchen müssen auch gegen Ende der Buffetzeiten nicht wieder randvoll aufgefüllt werden. Lieber öfter mit kleineren Mengen nachfüllen, als volle Körbchen am Ende der Buffetzeit entsorgen zu müssen. Sparsames Verhalten nutzt nicht nur der Umwelt. Die Kreuzfahrtgäste zeigen sich sehr wohl einsichtig, wenn ihnen die Ausmaße der täglichen Verschwendung vorgeführt wird.

Es kommt sicherlich auch auf die Zusammensetzung der Passagiere an. Der Küchenchef muss wissen, dass deutsche Passagiere eher zu den Kartoffeln greifen, Italiener aber sich viel mehr zur Pasta entscheiden.

Es muss doch erschrecken, dass beispielsweise 3500 Passagiere an Bord in einer Woche mehr als 16 Tonnen Essensabfälle verursachen. Mäßigung statt hemmungsloser Genuss? Die Reedereien sind sich dieses Konfliktes bewusst. So kommt es doch im wesentlichen darauf an, die Gäste zur aktiven Bereitschaft an den eingeleiteten Maßnahmen zur Reduzierung der Essensabfälle zu gewinnen. Die Gäste sind viel einsichtiger als bislang angenommen. Dies erkennen die Reedereien immer stärker, wenn sie durch ganz verschiedene Maßnahmen die Essensverschwendung reduzieren, ohne dass der Gast unter diesen Maßnahmenart leiden müsste.