Natalie Prinz taufte die neue „ MS Aurelia“

 

Aurelia ist ein typischer Mädchenname, und da bekanntlich Schiffe einen „weiblichen“ Namen tragen, hat die Tochter des langjährigen Phoenix-Kreuzfahrtdirektors, Natalie Prinz, die neue Errungenschaft der Phoenix-Schiffsflotte auf den Namen „Aurelia“ in Köln getauft. Mit bis zu 158 Passagieren ist für den Bonner Veranstalter Phoenix Reisen die „Aurelia“ auf Rhein, Main und Donau unterwegs. Das nagelneue 110 Meter lange Schiff der Komfortklasse wurde in Holland gebaut und besticht durch helle, freundliche Farben und großzügige Kabinen.

Neu bei Phoenix Reisen ist „All inclusive“ auf der Donau  mit einem attraktiven Komplettpaket. Hinter „all inclusive“ verbirgt sich Vollpension mit reichhaltigem Frühstück, mehrgängigen Mittag- und Abendessen, no rx acomplia nachmittags Tee/Kaffee und Mitternachtssnack. Gute europäische Küche und vegetarisches Essen sind selbstverständlich. Hauswein, Bier, Softdrinks wie Cola, Limonade, Säfte und Mineralwasser als auch Kaffee und Tee gehören zum Angebot.

Phoenix Reisen hat auch auf der „ MS Aurelia“ den Nichtraucherschutz eingeführt. Das Rauchen von Zigaretten, Zigarren und Pfeifen ist nur auf dem Sonnendeck gestattet. Tagsüber wird an Bord legere Kleidung bevorzugt, aber zum Kapitänsabend wird bei den Herrn mindestens ein Anzug, bei den Damen ein festliches Kleid erwartet.

 

Kurz mal weg nach Kopenhagen und Oslo

 

Die Reedereien DFDS Seaways und Scandlines bieten eine Minicruise nach Kopenhagen und Oslo an. Das Fährpaket umfasst die Überfahrt mit dem reductil to buy Bus auf der Strecke Puttgarden-Rødby-Puttgarden oder alternativ Rostock-Gedser-Rostock mit Scandline

Die Fährfahrt beinhaltet die Unterbringung in der Kabine sowie 2x Frühstücks- und 2x Dinnerbuffet. Das Angebot ist gültig vom 01.07.2009 – 31.12.2010.

Mit der Minicruise erleben Reisende gleich zwei skandinavische Hauptstädte auf einmal. Nachmittags um 17:00 Uhr legen die Fähren im dänischen Kopenhagen ab. Zuvor kann der Gast einige Highlights erleben wie die kleine Meerjungfrau, die Flaniermeile „Strøget“, das Tivoli, Schloss Amalienborg, die neue Oper oder auch der alternative Stadtteil Christiania. Über Nacht geht es dann im Anschluss bequem nach Oslo. Ankunft in der norwegischen Hauptstadt ist um 09:30 Uhr.

Bis zur Rückreise um 17:00 Uhr kann der Gast  für Stadtrundfahrten, Shopping und Sightseeing nutzen. Highlights einer Oslo-Tour sind die Besichtigungen der Vigeland-Skulpturenpark, der Festung Akershus, der Skisprunganlage Holmenkollen, des Edvard Munch Museums und derneuen Oper.

Neu bei Phoenix Reisen: „All inclusive“ auf der Donau

 

Der Bonner Anbieter Phoenix Reisen folgt dem allgemeinen Trend und bietet aufgrund der steigenden Anfrage nunmehr auch All incluive – Flussreisen an. Auf diversen Donaukreuz-fahrten bietet Phoenix ein attraktives Komplettpaket acomplia to buy auf den neuen Phoenixschiffen MS Aurelia und MS Switzerland an.

„All inclusive“ bedeutet bei Phoenix Reisen: Vollpension mit reichhaltigem Frühstück, mehrgängigen Mittag- und Abendessen, nachmittags Tee/Kaffee und Mitternachtssnack. Hauswein, Bier, Softdrinks wie Cola, Limonade, Säfte und Mineralwasser als auch Kaffee und Tee .

Mit Viking auf den Wasserstraßen der Zaren

 

Ein straffes Programm ist in aller Regel angesagt, wenn Politiker auf Auslandsreise gehen. Denn neben zahlreichen Besprechungen, Pressekonferenzen, Fototerminen, dem Repräsentieren und Dinieren bleibt nur sehr wenig Zeit, um Land und Leute kennenzulernen. So mag es jüngst US-Präsident Barack Obama in Russland ergangen sein. Dabei ist das größte Land der Erde einen ausführlichen Besuch allemal wert!

In das Land der vielen Kontraste locken insbesondere atemberaubende Landschaften und weltberühmte Städte, und komfortabler als mit einem Flusskreuzfahrtenschiff lässt sich dieses faszinierende Land nicht bereisen.

Heute bieten wir Ihnen die 13-tägige Reise „Die Wasserwege der Zaren“ mit der „Viking Peterhof“ einmalig zum halben Preis an! Sie reisen dabei durch das Herz des Landes: über Newa, Swir, Wolga und die zwei größten Binnenseen Europas von St. Petersburg nach Moskau oder umgekehrt. Lassen Sie sich dabei an Bord so richtig verwöhnen!

Reisehöhepunkte:

St. Petersburg (3 Tage)•Newa•Swir•Mandrogi•

Kishi•Goritzy •Jaroslawl•Uglitsch•Moskau(3Tage)

Preise und Termine: Jetzt mit 50% Rabatt!

Peter der Große schuf den Plan einer Wasserstraße zwischen Moskau und St. Petersburg – doch erst 1937 war das titanische Werk vollendet. Ganz im Sinne der russischen Wirtschaft, aber auch zum Vorteil aller Kreuzfahrer, die heute mit uns diese einzigartige Route befahren können. Erleben Sie die pulsierenden Metropolen Moskau und St. Petersburg mit ihren unermesslichen Kunstschätzen, die bezaubernden Landschaften an Wolga, Swir und Newa und die unendlichen Weiten des Onega- und des Ladogasees.

 

Viking-Leistungen:

–        12 Übernachtungen in der gebuchten Kabinenkategorie

–        Vollpension mit Frühstück sowie mehrgängigen Mittag- und Abendmenüs (jeweils Menüwahl)

–        Kapitänsempfang und –dinner

–        Kostenlosen Kaffee und Tee

–        Mineralwasser ind er Kabine

–        Tägliche Bordunterhaltung: u.a.

–        Kochvorführung russischer Spezialitäten

–        Russische Teestunde

–        Wodka-Verkostung (gegen Gebürh)

–        Mehrere Vorträge zur Landeskultur und Landesgeschichte

–        Deutschsprachige Reiseleitung und Gästebetreuung

–        Viking-Service-Garantie

–        Viking-Reiseführer

–        Viking-Audio-System, das die Vorträge Ihres Reiseleiters live auf Ihren persönlcihen Kopfhörer überträgt

–        Reise-Rücktrittskosten-Versicherung

–        Im Komplettangebot („Preiostipp“) zusätzlich inklusive: attraktives  Paket an Landausflügen

–      An-/Abreise per    Linienflug und die lokalen Transfers zum/vom Schiff

 Quelle: viking-newsletter

Fähre – das war gestern

 

Die Schiffe, die Gäste von Deutschland nach Skandinavien bringen, lassen sich längst nicht mehr mit dem Begriff „Fähre“ bezeichnen. Die meisten sind als Cruiseferry konzipiert und bieten praktisch einen Kurzurlaub mit Kreuzfahrtambiente. Längst vorbei ist auch der Streit, als Fährleute und Kreuzfahrtreedereien darüber stritten, ob und wann von einer Kreuzfahrt gesprochen werden kann.

Stena Line bringt seit Jahrzehnten ihre Gäste täglich über Nacht von Kiel nach Göteborg und von Göteborg nach Kiel. Gestartet wird immer um 19 Uhr, Ankunft ist stets 9 Uhr. So  kann der Passagier bei der An- bzw. Abreise auf den  Schiffen den Komfort genießen, ohne dass Urlaubszeit dabei verloren geht.

An Bord erwartet die Gäste ein großes kulinarisches Angebot, und der Gast kann entscheiden,, ob er sich im Büffet-Restaurant selbst die Speisen aussucht oder ob er in einem anderen Restaurant à la carte isst. Das Frühstück wird in Büffet-Form angeboten, und der Gast kann vor Aufbruch noch eine Lunchbox bestellen.

Während der Fahrt ist für gute Unterhaltung gesorgt. Im Sommer gibt es ein Kinderprogramm. Die Metropolitan-Bar begeistert mit Live-Musik, und es gibt eine C-View-Diskothek mit Themenpartys, in der am Wochenende ein DJ auflegt oder teilweise Live-Musik gespielt wird. In unserem Kino laufen internationale Spielfilme, und in dem Shop findet der Gast eine Weinbar, an der er die Weine vor dem Kauf probieren kann. Spieltische für Roulette und Black Jack, Geldspielautomaten und eine Internet-Corner sind vorhanden.

 

Entdeckt mit mir die Welt!

 

Liebe Kreuzfahrer-Fans,

„Hey, wie im Traum einer Märchenwelt..“, so hat man über mich einen Song komponiert. Mit mir könnt Ihr ganz persönliches Paradies entdecken.  Da ich lediglich 120 Meter lang und 17 Meter breit bin könnt Ihr mich zu den ungewöhnlichen Zielen begleiten, so zur Themse bis London, durch den Kanal von Korinth, in die Paradiesbucht in der Antarktis, in den Magdalenenfjord in Spitzbergen und, und, und … Da ich körperlich ideal gebaut bin, kann ich auch Orte ansteuern, die meine größeren Kolleginnen nicht erreichen können. Wird es aber wirklich einmal zu eng fürs Anlanden, da helfen mir die wendigen Expeditionsschlauchboote, die Euch dann zu den Sehenswürdigkeiten der Erde bringen.

Wer ich bin? Ich heiße MS Vistamar, bin vor zwanzig Jahren geboren und werde mich zu meinem 20. Geburtstag völlig umstylen lassen. Danach werde ich am 20. Dezember 2009 über Weihnachten und Silvester in die Antarktis aufbrechen und ab 20. Februar 2010 zur Expedition zum Amazonas aufbrechen.

Ihr wollt mich begleiten? Dann solltet Ihr mich aber zuerst einmal besser kennenlernen. Leider kann ich nur 150 Kabinen anbieten, doch die reichen lässig für 290 Personen aus. Wer mich begleitet, braucht aufs Rauchen nicht zu verzichten, muss aber seine Leidenschaft in speziell gekennzeichneten Raucherzonen frönen. Eigentlich bin ich ja ein „Spanier“, und meine „Bremer Eltern“, die Plantours&Partner, schicken mich alljährlich auf märchenhafte Touren in die Antarktis, nach Grönland und auf den Amazonas. Obwohl Ihr bei einem Besuch zwanzig Nationalitäten antreffen könnt, gibt es kein Sprachgewirr, denn meine Sprache ist Deutsch.

Auf meinen vorderen Aufbauten ist durch Plexiglasscheiben ein Teil abgetrennt, so dass Ihr auch bei windigem Wetter geschützt die Umgebung beobachten könnt. Für die Sportler unter Euch haben sich meine Erzeuger etwas Besonderes einfallen lassen. Ohne Treppen steigen zu müssen, könnt Ihr mich umrunden und ein wenig Fitness trainieren, denn mein Boss in der Küche legt sich ständig und ganz gewaltig ins Zeug, um Euch mit kulinarischen Köstlichkeiten zu verwöhnen. Wenn Ihr also nach Rückkehr nicht umgehend den Schneider aufsuchen wollt, nutzt dieses Angebot. Die Mahlzeiten schmecken dann umso besser, und Ihr könnt Euch ohne Gewissensbisse den Köstlichkeiten der Küche zuwenden. Mit Schwimmen könnt Ihr die angesetzten Pfunde auch etwas abtrainieren, wenn auch mein Pool verhältnismäßig klein ist.  Wenn Ihr Euch nach den Mahlzeiten etwas ausruhen wollt, könnt Ihr dies ohne Weiteres auf meinen Stockwerken tun, denn die Vibrationen und die Maschinengeräusche sind sehr gering.

Ich bin so übersichtlich gebaut, dass Ihr Euch auch als „Neulinge“ nicht verlaufen könnt. Meine Planer haben ein Farbsystem entwickelt, welches das Zurechtfinden wesentlich erleichtert. Im Atrium könnt Ihr Euch treffen, und auch Eure Augen werden sich an meinem Outfit erfreuen. Die meisten meiner Einrichtungen und öffentlichen Räumen könnt Ihr von den Galerien des Foyers aus leicht erreichen. In meiner Bibliothek könnt Ihr schmökern oder Euch in meinem Fitnesscenter austoben. Wenn Ihr noch stärker zum Schwitzen kommen wollt, besucht mich einfach in der Sauna.

Auf meinen Reisen gelangen wir zu höchst interessanten Sehenswürdigkeiten, und auch an Bord gibt es häufig Gelegenheiten, um diese Momente im Bild festzuhalten. Ich habe daher einen Profi-Fotografen zur Seite, der unauffällig und stets freundlich aufnimmt und später dann diese Bilder zum Verkauf bei günstigen Preisen anbietet. Lasst Euch keine grauen Haare wachsen, wenn Ihr etwas vergessen habt. In meiner Boutique könnt Ihr die Artikel des täglichen Lebens erstehen.

Liebe geht bekanntlich ja durch den Magen. Und meine Köche lieben Euch so sehr, dass sie jeden Tag als eine besondere Herausforderung ansehen, Euch ihre Liebe zu beweisen, beim gut sortierten Frühstücksbuffet, bei den Hauptmahlzeiten mit kostenlosem Tischwein, bei den köstlichen Vorspeisen ebenso wie bei den leckeren Desserts. Wer´s nicht „regional“ möchte, kann auch auf die perfekt zubereiteten urdeutschen Gerichte zurückgreifen. Falls Ihr wollt, müsst Ihr auf den täglichen Mitternachtsimbiss oder auf das Gala-Buffet nicht verzichten.

Am Abend trefft Ihr Euch bei Don Fernando, so heißt der Musiksalon.  Internationale Künstler werden dafür sorgen, dass keine Langeweile aufkommt und Ihr beste Unterhaltung genießen könnt. Das Tanzbein könnt Ihr oft genug schwingen. Nur Mut, und last Euch auch auf der Tanzfläche sehen!

Bekannte Lektorenhalten die grauen Zellen fit, und nach den verschiedenen Vorträgen von Biologen, Zoologen, Kartografen und Historikern werdet Ihr bei den Landgängen die Umgebung bewusster aufnehmen und verstehen können. In Sachen Landgänge ist mein Ausflugs-Team äußerst flexibel, und die Freundlichkeit der gesamten Crew steckt an. Dass meine Expeditionsschlauchboote mein Operationsgebiet beträchtlich erhöhen, habe ich ja bereits erwähnt.

Jetzt habe ich aber genug theoretisiert. Besucht mich einfach und lasst Euch von meinen Vorzügen überzeugen. Meine nächsten Reisen sind: 

16.07.2009

10 Tage

Britische Inseln

26.07.2009

11 Tage

Ostsee Kreuzfahrt

17.08.2009

12 Tage

Britische Inseln

29.08.2009

11 Tage

Ostsee Kreuzfahrt

09.09.2009

12 Tage

Westeuropa Kreuzfahrt (inkl. Flug)

12.10.2009

15 Tage

Mittelmeer und Schwarzes Meer (inkl. Flug)

06.12.2009

16 Tage

Transatlantik: Kapverden, Brasilien, Argentinien (inkl. Flug)

06.12.2009

32 Tage

Von den Kap Verden ins ewige Eis (inkl. Flug)

20.12.2009

18 Tage

Naturparadiese am Ende der Welt (inkl. Flug)

05.01.2010

17 Tage

Naturwunder Antarktis (inkl. Flug)

20.01.2010

16 Tage

Von den Gletschern bis zum Zuckerhut (inkl. Flug)

20.01.2010

32 Tage

Von Patagonien zum Amazonas (inkl. Flug)

03.02.2010

18 Tage

Von Rio de Janeiro auf den Amazonas (inkl. Flug)

20.02.2010

13 Tage

Geheimnisvoller Amazonas (inkl. Flug)

04.03.2010

13 Tage

Südamerika und die Karibik (inkl. Flug)

16.03.2010

11 Tage

Kreuzfahrt in der Karibik (inkl. Flug)

16.03.2010

24 Tage

Karibische Sonne und Frühling auf den Kanaren (inkl. Flug)

26.03.2010

14 Tage

Transatlantik: Guadeloupe, Grenadinen, Barbados, Kanaren (inkl. Flug)

09.04.2010

14 Tage

Von den Kanaren nach Griechenland (inkl. Flug)

  

Zögert nicht, ich freue mich auf Euren Besuch und grüße Euch

Eure

MS Vistamar

 

 

Exklusiver Inclusiv-Reisepreis bei „Mein Schiff“

 

Inclusiv bedeutet nicht auf allen Kreuzfahrtschiffen wirklich inclusiv. Manch versteckte Nebenkosten und nicht vorher-sehbare Ausgaben spiegeln sich dann in der Endabrechnung wider. Doch die Gäste, welche dem Versprechen von „Mein Schiff“ Glauben schenkten, sahen sich in keiner Weise getäuscht, im Gegenteil: Bei „Mein Schiff“ bedeutet „Inclusiv“ wirklich „INCLUSIV“. Und die Gäste berichten, dass sie sich ganz auf ihren Urlaub konzentrieren konnten, da sie ihre Reisekosten fest im Griff hatten und keine Bange haben mussten, dass trotz des Versprechens doch noch Kosten anfielen.

Die Tischgetränke –Tischwein, Bier, Softdrinks, Wasser und Kaffee – sind im Buffet-Restaurant Anckelmannplatz und im Menü-Restaurant Atlantik zu den Hauptmahlzeiten inkludiert, ebenso die Angebote in Bistros und Bars wie im Italia-Bistro La Vela und am Cliff 24 Grill. Wenn der Gast Fischspezialitäten von Gosch Sylt, mediterrane Häppchen im Tappas y Mas oder Sushi in der Blauen Welt Bar genießen möchte, bekommt er diese Angebote durch das immer freundliche Service-Team: 

k o s t e n l o s!

 

Über das kostenlose Wasserangebot an den vielen Stationen zeigt sich der Gast ebenso erfreut wie an der Nepresso-Maschine auf seiner Kabine. Zum Wachwerden kann sich der Gast täglich noch vor dem Frühstück einen köstlichen Kaffee oder Espresso gönnen. Fall er weitere Kapseln benötigt, wendet er sich einfach an seinen Kabinensteward.

Die Auflistung eines individuellen und kostenlosen Services ist längst nicht erschöpft: 

  • Badetücher und Handtücher stehen dem Gast in der Kabine sowie am Pool-Kiosk zur Verfügung. Ein weiterer Kostenfaktor entfällt ebenfalls auf „Mein Schiff“.
  • Dem Gast wird keine Trinkgeldpauschale von seinem Bordkonto abgebucht, denn die Trinkgelder für das Bordpersonal sind ebenfalls im Reisepreis enthalten.
  • Für die Ein- und Ausschiffung fallen keinerlei Gebühren an.
  • Auch für die  Benutzung des öffentlichen Fitness- und Spabereiches fallen keine Kosten an.
  • Bis zum vollendeten zweiten Lebensjahr fahren Kleinkinder auf den „Mein Schiff“-Kreuzfahrten kostenfrei mit, ebenso Kinder als dritte, vierte oder fünfte Person in der Kabine der Eltern bis einschließlich 14 Jahren.

Die stets abwechslungsreiche kulinarisch aufregende Vollpension muss der Gast nicht bezahlen, falls er aber bisweilen dem Küchenchef nicht widerstehen kann und auch den Fitnessbereich links liegen lässt, wird er sicherlich nach seiner Heimkehr den Schneider aufsuchen müssen, leider nicht kostenlos!

Norwegens schönste Fjode und Nordkap

 

Teil 3/3

Mittwoch, 09. Juni

Die Sonne ist schon sehr früh um 3.45 Uhr aufgegangen und hüllt die schneebedeckten Berggipfel mit einem rosa Mantel ein. Ab 4 Uhr hält uns nichts mehr in den Betten. Wir haben das Fenster geöffnet, denn wir wollen uns auf keinen Fall diese Fjordlandschaft entgehen lassen. Und außerdem sind die Fensterscheiben dicht mit Wassertropfen übersät.

Und bald informiert uns der Bordsprecher über die Einfahrt in den Geirangerfjord und begleitet diese besondere Wegstrecke mit interessanten Informationen. Kaum einer kann es fassen, dass nach der angekündigten Schlechtwetterfront uns ein „Kaiserwetter“ begleitet und auch nicht mehr so schnell verlässt. Kurz bevor unser Schiff den Anker setzt, wird unser Kreuzfahrtschiff vom Ufer aus mit drei Böllerschüssen willkommen geheißen. Und unser Kapitän erwidert diesen Willkommensgruß mit dreimaligem Sirenengeheul.

Zügig beginnt das Tendern bei glatter See. Schon um 8.30 Uhr sind wir an Land und besteigen den Bus, der uns über 48 Haarnadelkurven zum 1500 Meter hohen Dalsnibba bringt. Alle Versprechungen der verschiedenen Reiseführer erfüllen sich. Die Majestät der Bergwelt liegt uns zu Füßen. Das „Yakee-Wetter“ hält nach wie vor an. 16° herrschen draußen. Die Guides der Maxim Gorki können es nicht fassen, mit welchem Wetter unsere Gruppe gesegnet ist.

Wenke ist die örtliche Reiseführerin. Sie erzählt uns während der Fahrt über die Schwierigkeiten beim Bau des Straßensystems, bei dem 300 Arbeiter ganze neun Jahre zur Vollendung benötigten – bei einem Tageslohn von umgerechnet 63 €-Cent. 17 km ist heute diese Hochstraße lang. Beträchtliche Schneemassen lassen im Winter jeglichen Verkehr zum Erliegen kommen. Mächtige Schneeberge türmen sich heutzutage auf, wenn drei Männer in zehn Tagen das Straßensystem maschinell geräumt haben.

Bald lässt Menke den Bus halten. Wir haben Flydalsjuvet mit dem bekannten Blick über die Schlucht erreicht. Jeder versucht, das Ansichtskartenmotiv von Geiranger zu verewigen. Nach dem ersten Fotostopp bringt uns der Bus zur Aussichtsplattform des Dalsnibba auf 1500 Meter.

Der Blick über Gletscher, Hochgebirgsgipfel, die Straßenkehren, Geröllhalden und den im Tal liegenden Fjord ist beeindruckend. Kaum kann einer verstehen, weshalb wir hoch oben in dieser Märchenlandschaft zur Eile angetrieben werden. Lediglich 15 Minuten stehen uns zur Verfügung. Die Zeit gerade noch, um über ein Schneefeld zu huschen, die „Adlerschwingen“ auszufahren, wenn auch der harte Schnee sich einen Weg in die Unterwäsche sucht.

Dann fahren wir zum Dorf Geiranger zurück. Um abermals einen anderen Teil der Fjordberge zu besuchen. Lediglich 11 Haarnadelkurven muss der sichere Busfahrer bewältigen, aber er gönnt uns in 625 Meter Höhe einen längeren Aufenthalt. Die Meisten nutzen ihn für weitere Fotos auf unser Kreuzfahrtschiff und die umliegenden Wasserfälle. Andere, die im Tal nicht die Toilette aufsuchen konnten, suchen ein stilles Örtchen im Freien. Auf der Rückfahrt müssen wir uns neidlos eingestehen, dass kein anderer Fjord dem Geirangerfjord das Wasser reichen kann, was Ausstrahlung, Eindrücke und Naturschönheit betrifft. Auch wir erkennen, dass diese Aussicht in den von Schneegipfeln gesäumten Fjord in der Rangliste der Fotomotive ganz oben steht.

Der „Böllermann“ verabschiedet uns wieder mit dreifachem Salut, und später gesteht Isolde, dass sie auf der Kom-mandobrücke den letzten Signalton abgeben durfte.

Auch auf der Rückfahrt aus dem Geirangerfjord juckt mein fotohungriger Finger, und ich fange nun von Bord aus weitere Fotomotive ein, so auch eine Stelle auf der Backbordseite, wo Schiffe auf der 500 Meter senkrecht aufsteigenden Felswand ihre Namen eingraviert haben. Leider zieht sich aber am Nachmittag der Himmel zu, und auch die Temperaturen sinken ab. Dennoch hoffen wir, dass das Wetter auch noch am letzten Ausflugstag hält.

Nach dem Abendessen teilt sich die Gruppe wieder auf. Während die einen einer Show der Illusionen mit dem österreichischen Staatsmeister der Magie zusehen, bevorzugen andere das klassische Konzert mit Musik des norwegischen Komponisten Grieg.

Die erwartete „Große Disco-Nacht“ fällt der allgemeinen Müdigkeit zum Opfer, und auch das Motto „Verschieben Sie Ihr Diät-Programm auf Zuhause“ lässt uns nahezu kalt, lediglich einige Naschkatzen unserer Gruppe können dem angepriesenen Kaiserschmarren nicht widerstehen. Der Wind pfeift ums Schiff und die hohen Wellenberge verbreiten doch ein wenig Unbehagen, als wir kurz nach Mitternacht in unsere Kabinen zurückkehren.

Donnerstag,10. Juni

Heute küsst uns Lutz musikalisch mit der Erkennungsmelodie wach. Während der Nacht hat der hohe Wellengang angehalten. Nicht jeder konnte die Nachtruhe genießen. Zu sehr hat unser Schiff geschaukelt. Die Wolkendecke ist nicht aufgerissen, was wir uns so sehr gewünscht haben. Erstmals können wir die Sonne am frühen Morgen nicht sehen. Werden wir wirklich einen Regentag erdulden müssen? So gehen wir aber zunächst einmal zum Frühstück. Das Wetter können wir ohnehin nicht beeinflussen.

Lutz beschwört nochmals mit dem Song „Guten Morgen, Sonnenschein“ das Wetter und „ermahnt“ uns mit dem Tagesspruch:„Wer nicht genießen kann, wird ungenießbar.“

Um 8.30 Uhr haben wir in Bergen festgemacht. Eine dichte Regendecke legt sich über die Stadt. Die Meisten unserer Gruppe haben sich für den Tagesausflug zum Hardangerfjord entschieden. Zunächst fahren wir durch Bergens Innenstadt. Der örtliche Reiseleiter Martin Henze gestaltet eine sehr einfühlsame, anregende und informative Stadtführung per Bus, und dabei vergessen wir zunächst das Tief, das sich in der Region bergen festgesetzt hat. Die Fahrt führt an der Festhalle vorbei, dem Rest der ehemaligen Hansahäuser, dem aus dem 13. Jahrhundert stammenden pittoresken Fischmarkt, den wir allerdings erst nach Beendigung der Tagesfahrt besuchen wollen.

Wir schauen auf „Die Mauer“, das erste Wohnhaus, das aus Stein gebaut wurde, hören die Informationen über die besonders schweren Explosions- und Brandunglücke, die das heutige „Tor zu den norwegischen Fjorden“ heimsuchten.

Henze macht uns auch auf die Regenschirmautomaten aufmerksam, die derzeit in Bergen wie die Pilze aus dem Boden schießen, verständlich, wenn wir erfahren, dass Bergen die regenreichste Stadt Norwegens ist. Das Aquarium, so eine Art Unterwasserzoo, wird vornehmlich von der norwegischen Stammbevölkerung besucht. Als bedeutendstes Jugendstil-gebäude Skandinaviens  stellt uns der Reiseführer das Theater vor. Der in den 60er Jahren einsetzende Ölboom hat wesentlich zur Verbesserung der Infrastruktur beigetragen. Dem Hoch-technologiezentrum ist es zu verdanken, dass deren Forschungsergebnisse die Ausbeute bei der Ölförderung nahezu verdoppelt haben. Auch die Heilsarmee, so Henze weiter, unterhält in allen größeren Ortschaften einen Secondhand-Laden mit verbilligten Waren vorwiegend für Ruheständler. Auch die „amerikanische Botschaft“, ein Mc Donald, liegt am Weg, bevor wir die Stadt in südlicher Richtung verlassen und lediglich zu einem kurzen Fotostopp an den Ruinen des geschleiften Lyseklosters anhalten.

Unsere besondere Aufmerksamkeit nehmen die blühenden Rhododendron-Büsche in Anspruch. Kurz vor 11 Uhr überqueren wir bei strömendem Regen mit der Fähre den Samnanger-Fjord.  Das schlechte Wetter nutz unser örtlicher Reiseführer, uns über das Gastgeberland Norwegen zu informieren:

„ Norwegen ist das Land mit der höchsten Lebensqualität. Bei 42 Wochenarbeitsstunden erreichen die Norweger das Rentenalter erst mit 67 Jahren. Sie haben weit weniger Urlaub als deutsche Beschäftigte, ebenfalls weniger Feiertage. Die Lebenskosten sind allerdings doppelt so hoch. Ab 16 Jahren müssen die Zahnbehandlungen privat getragen werden. Der Krankenhausaufenthalt ist kostenlos und dauert immer nur wenige Tage. Die Patienten werden sehr rasch in die Obhut des Hausarztes zurückgegeben. 80% der Wohnungen sind in privater Hand.

Die Lebenserwartung liegt bei Frauen bei 82 Jahren, bei Männern durchschnittlich bei 79 Jahren. Ein enormer Druck geht auf junge Beziehungen aus. 50% der Paare leben ohne Trauschein. Von den restlichen 50% werden durchschnittlich wieder 46% der Ehen wieder geschieden.

Der Staat zeigt sich sehr kinderfreundlich. Frauen mit einem Kind können sich entscheiden, ob sie ein Jahr nach der Entbindung mit einer Vergütung von 80% des letzten Nettolohnes leben wollen oder dem Modell acht Monate bei 100% den Vorzug geben. Kinder werden schon mit einem Lebensjahr betreut, so dass auch die Mütter wieder ihren reservierten Arbeitsplatz einnehmen können.  Die Arbeitslosigkeit liegt bei 3,5 – 4,5%, wobei diese Arbeitslosigkeit zu 10% aus einer Unterqualifizierung resultiert. Der Ausländeranteil liegt bei 4,5%. Davon sind aber nur die Hälfte Nichteuropäer.“

Um 12.15 Uhr kommen wir am Hardangerfjord an. Es regnet immer noch. Er ist durchschnittlich 10 km breit und weist eine Tiefe von 800 Meter auf. Gegen Mittag erreichen wir die Ortschaft Norheimsund, wo für uns ein Mittagessen vorbereitet ist und zwar im gleichen Hotel Sandvern, wo schon Kaiser Wilhelm das erste Essen auf norwegischem Boden einnahm. Alle sind vom warmen und kalten Buffet begeistert und greifen auch mächtig zu.

Um 14.45 Uhr treten wir die Heimfahrt an. Der mächtige Steindalfossen-Wasserfall zieht uns bald in seinen Bann. Er ist der einzige seiner Art, hinter dem man auf die mächtigen Wassermassen blicken kann, die 20 Meter im freien Fall ins Tal stürzen. Die Fahrstraße führt danach durch die Takapille-Schlucht mit einem guten Dutzend Tunnels. Auch am Kvamskogen-Wasserfall drängen die Fotografen nach draußen.

Nach höchst interessanter Fahrt kehren wir nach Bergen zurück. Wir haben noch genügend Zeit bis zum Ablegen der Maxim Gorki. Der Busfahrer fährt die zehn „Unermüdlichen“ zum traditionellen Fischmarkt zurück, einem Anziehungspunkt, dem kaum ein Tourist widerstehen kann. Den 1,5 km langen Rückweg werden wir zu Fuß bewältigen. Um 18 Uhr sind wir schon wieder zurück, nehmen das Nachtessen ein und vereinbaren unseren zweiten Info-Treff.

Freitag, 11. Juni

Die Sonne ist zwar aufgegangen, aber vor lauter Müdigkeit und einer dichten Wolkenschicht konnten wir die Sonne nicht ausmachen. Gegen 7 Uhr, informiert uns der Bordsprecher, sind wir bereits in den Lysefjord eingefahren. Diese Einfahrt haben die Wenigsten mitbekommen. Unser Körper brauchte endlich einmal etwas Ruhe. Doch nach dem Frühstück werden wir putzmunter, als uns der Bordsprecher auf die Felsenkanzel Preikestolen aufmerksam macht, die 600 Meter senkrecht aus dem Fjord aufsteigt. Die Fjordlandschaft hat sich zwar verschleiert, doch im richtigen Augenblick haben wir freie Sicht auf diese Naturschönheit.

Nach dem Frühstück wollen wir unseren eigenen Fototermin realisieren. Leider hat unser Reisebegleiter vergessen, uns auf die Mitnahme der „Yakee travel – Mütze“ hinzuweisen, so müssen einige wieder zu den Kabinen zurückkehren. Aber für ein gutes, zudem billiges Foto, sind doch fast alle bereit, den Weg zur Kabine nochmals zu gehen. Zwei verschiedene Stellen haben wir ausgesucht: mit Blick auf den markanten Schornstein und mit Blick auf die offene See.

Kurz danach setzt die „Zitterpartie“ ein. Unser Reisebegleiter will den Videofilm über diese Nordlandreise mit kleinen Statements aller Gruppenmitglieder beenden. Es gibt kein richtiges Interview, und die Beiträge fallen recht unter-schiedlich aus. Peter will keinerlei Änderungen oder Abstriche vornehmen, und so sind alle schon auf die erste Vorführung gespannt, die allerdings einige Zeit auf sich warten lassen wird.

Den gestern noch erwünschten Sekt-Frühschoppen lassen wir ausfallen, reagieren flexibel auf die vorgebrachten Wünsche. Die gestrige Schnapsrunde war vielleicht doch zu viel, und wir wollen die heutigen Aktivitäten nochmals in vollen Zügen genießen.  Mit zwei besonderen Geschenken wartet die Reisegruppe für die beiden Reibegleiter auf. Die CD „The Best of Grieg“ wird bei der Vertonung der Video-Dokumentation beste Verwendung finden, und Irmgards Steinmännchen bekommt in der Vitrine einen Ehrenplatz.

Dann hat jeder große Mühe, die vielen Termine noch unter einen Hut zu bekommen:

10.00 Abholung der Reisepässe

10.15 Abholung der bestellten Bilder

10.30 Videofilm Nordkapreise

11.00 Abschiedsfrühschoppen

12.30 Mittagessen

15.30 Filmdokumentation

16.00 Kaffeestunde

17.30 ökumenischer Gottesdienst

19.00 Abschiedscocktail

19.30 Abschiedsessen

21.30 Do Swidanja

Langeweile kam auch an diesem Tag nicht auf, und am Nachmittag kam auch noch die Sonne durch. Nach der Abschiedsshow treffen wir uns nochmals im geblumten Separée und lassen gereimt die besonderen Ereignisse an uns vorüber ziehen.Der harte Kern will nicht vor Mitternacht die Kabinen aufsuchen, sondern wagt im Captains Club noch ein Tänzchen und genießt einen abschließenden Pfefferwodka. Die Koffer müssen spätestens um 4 Uhr vor der Kabine stehen. Die restliche Zeit reicht uns noch spielend.

Samstag, 12. Juni

Das heutige Tagesprogramm steht ganz auf Abschied. Auf der Vorderseite haben die verantwortlichen das schottische Abschiedslied  „Nehmt Abschied, Brüder, ungewiss ist alle Wiederkehr“ abgedruckt. Kommt da nicht ein bisschen Wehmut auf, wenn wir die recht angenehme Zeit auf der Maxim Gorki   Revue passieren lassen?

Dann lesen wir aber auch eine chinesische Spruchweisheit:

„Leuchtende Tage, nicht weinen, dass sie vergangen,

lächeln, dass sie gewesen, denn Ihr habt sie gelebt!“

Jeder mag sich daran erinnern, was er gerade am letzten Tag gefühlt hat.

Äußerst interessant finden wir aber die Aufstellung über die zurückgelegte Reisestrecke und die Mengen des Verzehrs.  Unser Kreuzfahrtschiff hat auf dieser Reise „Nordkap und Norwegens schönste Fjorde“ eine Strecke von 3282 Seemeilen zurückgelegt. Dies entspricht einer Entfernung von 6078 Kilometern.

Überrascht sind wir , was auf dieser Reise verbraucht wurde:

Fisch 2350 kg; Fleisch 6140 kg; Gemüse 10200 kg; Obst 16350 kg; Speiseeis 1850 Liter; Eier 28650; Rotwein 2650 Liter; Weißwein 2540 Liter, Wodka 576 Liter; Fassbier 1380 Liter; Flaschenbier 1155.

 

Norwegens schönste Fjorde und Nordkap

 

Teil 2/3

Sonntag, 05. Juni

Heute rüttelt uns Paula wach und informiert uns über Kanal 2 über die Tagesaktivitäten, die gegen 1.30 Uhr mit einer „Deftigen Erbsensuppe und Spaghetti Carbonara“  für die „hungrigen Heimkehrer“ vom Nordkap ein sättigendes Ende nehmen werden. Nicht alle hören dem Bordwecker zu. Längst haben sie die Duschen verlassen, stürzen sich in den Außenpool oder beginnen mit Patric den Kampf gegen die überflüssigen Kreuzfahrtpfunde. Vor dem Frühstück schauen wir an der Rezeption vorbei und drucken uns die verschiedenen Stempel in unser Tagebuch. Von wegen freier Sonntag! Die individuelle Planung fällt bei dem Riesenangebot an Gestaltungsmöglich-keiten nicht leicht. Noch 127 Seemeilen gilt es noch bis Honningsvag zu bewältigen. Gegen 17.30 Uhr werden wir  das Nordkap passieren. Und der Bordsprecher weist auf die heutigen Highlights hin:

10.30 Uhr: Festliche Tafeldekoration mit Maitre d´Hotel Maritta

11.30 Uhr: Phantastisches aus Eis mit dem philippinischen Küchenartisten Juan

14.00 Uhr: Gemüseschnitzereien mit Juan

15.30 Uhr: Dia-Show „ Der nicht ganz nördlichste Punkt Europas“

17.30 Uhr: Nordkap

Das Glockenspiel ruft uns zum Mittagessen, das heute mit kleinen Verwirrungen verläuft.: Bestellungen werden falsch verstanden, die Steaks müssen nachgerichtet werden. Doch zur Gemüseschnitzerei reicht es immer noch, und wir können sehen, wie Juan mit wenigen Handgriffen aus Obst eine Ente, einen Pinguin und einen Hasen zaubert. Konditorin Roberta möchte dann noch Marzipan-Figürchen modellieren und ruft die Zuschauer an ihren Arbeitstisch. Doch hat sie wenig über die Folgen nachgedacht, denn bald versperrt eine dichte Menschen-traube jegliche Sicht auf ihre Arbeit und die Produkte.

Danach freuen wir uns wieder auf die Vortragsreihe mit Georg Hahn: „Von Tromsö zum Nordkap – eine Begegnung mit dem Land der Mitternachtssonne“. Mit geschliffener und prägnanter Sprache begleitet Hahn seine Diashow und macht uns richtig heiß auf die Begegnung mit dem Nordkap. Lediglich einige Stichworte seiner exzellenten  Ausführungen möchten wir hier wiedergeben, die uns an seinen Vortrag erinnern lassen:

Schlachtschiff Tirpitz, Paris des Nordens, Pforte zum Eismeer, Eismeerkathedrale, Finanzierungssystem verschiedener Projekte, Ausgangspunkt mehrerer Expeditionen, Skischanzen, mildes Klima, Seilbahn zum Aussichtsplateau Storsteinen,  Nomaden. Rentier, zerklüftete Küstenlinie, Nordkapplateau, falscher Berechnungspunkt, Auswirkung der deutschen Besatzung.

Kaum ist dieser Vortrag zu Ende, stürmt die Masse zur Kuchentheke, was ja verständlich ist, zumal das Mittagessen wiederum sooooo knapp bemessen war. Kurz nach 17 Uhr ruft uns der Kapitän an Deck. In einer Viertelstunde wird das Nordkap in Sicht kommen. In einem geringen Abstand wird die Maxim Gorki an dem Felsenmassiv vorbeifahren. Erwartungsvoll gehen wir an Deck. Es ist bitterkalt. Der Sturm und auch der Regen lassen kaum Besichtigungsfreude aufkommen. Das Felsenmassiv liegt unter einer dichten Dunstwand. Kaum können wir das Observatorium und die Meridiankugel ausmachen.

Das kann heute keine Fotoausbeute geben. Enttäuschung macht sich breit. Sollte der Traum, am Nordkap zu stehen, die Mitternachtssonne zu genießen und einen herrlichen Blick von Europas Nordspitze aufs Meer wirklich peitschendem Regen zum Opfer fallen? Wir haben kaum noch Hoffnung, vertrauen aber immer noch – wenn auch fast aussichtslos erscheinend – auf unsere „Yakee-Travel_Wetterformel“.

Ernüchtert kehren wir dem Deck den Rücken. Die Damen haben sich zwischenzeitlich selbst in Stress gebracht. Mit „Strahlend leuchtenden Augen“ wollen sie nach einer Einmalbehandlung die Männerwelt betören.  Auch da ist berechtigter Zweifel angesagt. Doch das kostenlose Gesichtsseminar mit einer Gesichtsmassage lässt bei den Damen kein Zweifeln zu. Die Männer jedoch bleiben in der Zuversicht zurück, die so „Behan-delten“ am Abend doch wieder zu erkennen.

Unser Reisebegleiter hat durch die Außenaufnahmen kalte Hände bekommen.. Nach zwei Tobis kehrt eine angenehme Wärme in die abgekühlten Gliedmaßen zurück. Nach dem Abendessen gibt es wieder die ersten Landgangsinformationen. Tatsächlich erreichen wir um 21 Uhr Honningsvag, und 20 Minuten später am Pier fest gemacht. Der Landgang richtet sich nach der Farbe der Landgangskarte. Unsere Reisegruppe ist an 1. und 3. Stelle. Bei 3° und anhaltendem Regen sind warme Kleidung und Regenschutz angesagt. Wir haben die Hoffnung immer noch nicht aufgegeben, dass sich die Wetterlage noch bessert und wir den erhofften Höhepunkt dieser Reise auch genießen können. Zuerst gibt es aber Schneeregen. Dann keimt doch noch ein Hoffnungsschimmer auf. Die Sonne bricht durch. Mit Yakee travel unterwegs, da muss es einfach schön sein! Und die Fahrt in den Bussen beginnt tatsächlich mit Sonnenschein. Unser Wetter hat sich durchgesetzt. Die Faszination dieser nördlichsten Landmasse hält uns so lange gefangen, bis wir endlich den grauschwarzen, von tiefen Rissen durchfurchten Schieferklotz erreichen, und zunächst noch fest eingehüllt gelangen wir zur Meridiankugel, die 1978 hier aufgestellt wurde und seitdem zum Symbol des Nordkaps wurde.

Unterwegs legen wir aber noch eine kleine Pause bei einer Nomadenfamilie ein, die uns in ihrer rotblauen, farbig-bestickten Tracht empfangen. Geduldig stellt sich das Familienoberhaupt  mit seinem „Polarhirsch“ dem Blitzlichtgewitter.  Und es ist gar nicht so einfach, ein Foto zu schießen, da die allermeisten Gäste ohne Augen und ohne Gefühl für die Mitreisenden den Fotografen ständig vor die Linse rennen.

Dann haben wir es aber nach einer Fahrt über das sonnendurchflutete Hochland geschafft. Um 22 Uhr stehen wir auf dem Plateau mit nur spärlichem Bewuchs. Zum Meer fällt der Schieferklotz abrupt ab. Die Menschenmassen jagen zum Globus, erklimmen das Monument und lassen sich vorwiegend im Gegenlicht ablichten. Stille, Einsamkeit und mächtige Natur kann man hier oben kaum genießen.

Das Denkmal „Kinder dieser Erde“ aus dem Jahre 1989, von sieben Kindern aus verschiedenen Teilen der Erde gestaltet, weckt ebenfalls unser Interesse. Und eine Gedenktafel erklärt, dass diese „Räder“ die grenzenlose Gemeinschaft, Freundschaft, Hoffnung und Freude symbolisieren.

Leider haben wir – wie so oft an bedeutenden Stellen –  zu wenig Zeit, um heute die Mitternachtssonne zu genießen, zumal uns auch alle Verantwortlichen immer wieder erklären, selten einen solch schönen Tag hier oben erlebt zu haben. Doch schon ruft wieder der Bus. Um 0.30 Uhr sind wir auf der Maxim Gorki zurück. Ins Bett will noch niemand gehen. Zu sehr hat uns dieses Ereignis aufgewühlt. Wir überschlagen uns in Superlativen: diese Sonne, diese Aussicht, dieses Wetter, diese Einmaligkeit …!

Wir nutzen erstmals das Angebot der Küche für die „hungrigen Heimkehrer vom Nordkap“. Bei einem kühlen Bier legt sich allmählich die Aufregung. Leider kehren die einzelnen Gruppen wieder zu unterschiedlichen Zeiten zurück, so dass wir lediglich in Kleingruppen unsere Gedanken und Empfindungen austauschen können. Problemlos legt die Maxim Gorki aber wieder ab und verabschiedet sich von Honningsvag. Mittlerweile ist es schon längst Sonntag geworden.

Sonntag, 06. Juni

Auf der Weiterfahrt durch die norwegische Fjordenwelt nach Tromsö nutzt unser Kapitän die ruhige Innenpassage.. Nach 178 sm werden wir gegen 14.30 Uhr in Tromsö ankommen. So können wir endlich mal wieder ausschlafen, zumal wir so spät ins Bett gekommen sind. „Grau in Grau“ heißt der erste Kommentar nach einem Blick aus dem Bullauge. Thomas hat es aber doch wieder geschafft, um 7.30 Uhr alle zum Aufstehen zu bewegen. Das angekündigte Tagesprogramm verspricht wieder einen ausgefüllten Tag. Wieder nichts mit Ausschlafen! Langsam kommen wir nach fünf Stunden Schlaf zu uns und können über den Tagesspruch nachdenken:

„ Klug ist, wer nur die Hälfte von dem glaubt, was er hört. Noch klüger ist, wer erkennt, welche Hälfte die richtige ist.“

Heute müssen wir die Temperatur in der Kabine erhöhen. Es ist kalt geworden, und der wenige Schlaf verstärkt noch unser Kälteempfinden. Um 9 Uhr schneit es sogar. Doch schon eine Stunde später meldet sich die Sonne zurück.

„Kirchweih“ an Deck ab 11 Uhr! Die Vorbereitungen sind in vollem Gange. Das Promenadendeck wird zur Schausteller-Attraktion. „Sportlich“ wird es bald hier zugehen. Jeder kann seine Geschicklichkeit unter Beweis stellen, und mit Belohnungen will die Crew nicht sparen. Auch für das leibliche Wohl ist vortrefflich gesorgt. Und wer die vielen aktiven Eindrücke noch mit der phantastischen Inselwelt bereichern möchte, der heftet seinen Blick auf das gemächlich vorbeiziehende Panorama.

Unbemerkt von vielen Gästen hat unser Kreuzfahrtschiff während des Mittagessens Tromsö erreicht und mit der Backbordseite am Pier festgemacht.  Die meisten unserer Reisegruppe haben sich für den Ausflug „Storsteinen“ entschieden. Aber zunächst werden wir mit einem abenteuerlichen Wetter begrüßt. Ein heftiger Schneeregen hat die Gegend eingezuckert.  So erinnern wir uns zunächst an die Informationen, die wir über diese Stadt erhalten haben:

„ Die größte Stadt Nordnorwegens liegt auf einer kleinen Insel, die mit dem Festland durch eine 1036 m lange und 43 m hohe Brücke verbunden ist. Tromsö war und ist ein Ausgangspunkt für Expeditionen in die Arktis. Sehenswert ist die architektonisch interessante Tromsdalen-Kirche ( Eismeerkathedrale, 1965 erbaut ). Im Volkspark liegt das Tromsö-Museum mit natur- und völkerkundlichen Sammlungen und Gebäuden aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Nahebei liegt das dazugehörige Seeaquarium Am Stortorget liegt die nördlichste katholische Kirche. Eine Besonderheit der Flora  ist die bis zu zwei Meter hoch werdende Tromsö-Palme

Die Reisebeschreibungen lügen nicht. Wir können uns von der besonderen Lage auf der Insel sowie von den umgebenden Schneegipfeln überzeugen. Den ersten Stopp legt unsere Gruppe bei der Eismeerkathedrale ein. Der örtliche Guide kennt sich glücklicherweise gut aus.

Er erklärt uns:

Der 7. Dezember 1955 war ein wichtiger Meilenstein. An diesem Tag beschloss der Gemeinderat von Tromsö den besonderen Kirchenbau und beauftragte den Architekten Inge Hovig mit der Planung. Die Bauarbeiten begannen aber erst am 1. April 1964. Eismeerkathedrale heißt die Kirche im Volksmund. Die Vorderseite ist 35 Meter hoch. Das Dach besteht aus Betonplatten, die bis zum Erdboden reichen und mit lackiertem, perlgrauem Aluminium beschichtet sind. Leuchtröhren an den Fenstern strahlen die Platten von außen an und geben dem Kircheninneren gleichzeitig Licht. Das Glasmosaik wurde 1972 geweiht. Es ist 23 Meter hoch und bedeckt eine Fläche von 140 m². Seine Dreieckform füllt die gesamte Ostwand der Kirche. Hauptmotiv des Mosaiks ist Christi Wiederkehr in Herrlichkeit.“

Über die 1036 m lange Brücke gelangen wir zur Fjellheisen-Bergbahn, deren Kabinen uns in wenigen Minuten zu dem 420 m ü.M. gelegenen Aussichtspunkt „Storsteinen“ bringen.  An der Talstation macht sich bei der letzten Gruppe Unmut breit. Plötzlich hüllt eine dichte Nebelwand die Bergstation völlig ein. Das war´s wohl mit der prophezeiten fantastischen Aussicht auf die „eingebettete“ Stadt.

Die erste Gruppe hat weit mehr Glück und kann den Zauber der Aussicht noch genießen, bevor auch sie in das warme Bergrestaurant flieht und die bekannte Waffel-Delikatesse versucht. Erst nach Rückkehr in die Stadt verzieht sich das Schneetreiben.

Nach dem Besuch des natur- und völkerkundlichen Museums, in dem man uns im Besonderen die Lebensweise der Samen erklärt, kehren wir zum Kreuzfahrtschiff zurück und verlassen pünktlich um 19 Uhr Tromsö in Richtung Leknes auf den Lofoten.

Noch über zwei Stunden bleiben uns, bis uns die russische und ukrainische Besatzung mit einem ausgewogenen Unter–haltungsprogramm  überraschen wird. Elizaveta führt durchs Programm. Die Kabinenstewardess Olga hat die Hauptlast des Abends zu tragen.  Dieser Abend mit Musik, Gesang und Tänzen aus der Heimat der Laienkünstler kommt bei allen Gästen gut an. Noch vor Mitternacht kommen wir ausnahmsweise in unsere Kabinen zurück.

Das Meer ist unruhig geworden. Dem Schwanken müssen wir unsere Gehweise anpassen. Der Pfefferwodka kann auch kein Gegengewicht bringen. Niemand kommt zu Schaden und findet auch seine Kabine. Wir schlafen mit dem Wunsch ein, dass auf dem Rest der 316 sm langen Passage zu den Lofoten Neptun beruhigend auf sein Element einwirkt.

Montag, 07. Juni

„Nimm den Frauen das letzte Wort und erinnere die Männer an ihr erstes“. Mit diesem Part eines alten Gebets weckt uns der fröhliche Bordwecker Güli. Das Meer ist nahezu glatt, und die Sonne wird die momentane Außentemperatur von 5° noch anheben können, bis wir gegen 14 Uhr die schroff aus dem Meer aufragenden Lofoten erreichen und mit den Tenderbooten bei Leknes an Land gebracht werden.  Und falls das gute Wetter anhält, werden uns die gezackten, jäh aus dem Meer bis in eine Höhe von 1000 m emporragenden Gipfel ein Naturschauspiel vom Feinsten anbieten.

Doch lesen wir zunächst, wie der Reiseveranstalter das heutige Reiseziel beschreibt:

„ Die Lofoten bestehen aus einer durch den Vesrfjord vom Festland getrennten bergigen Inselkette, die fast 150 km lang ist und sich von Nordosten nach Südwesten in den Ozean hinauszieht.

 Die vier großen Inseln Austvagoy, Vestvagoy, Moskanesoy und Flakstadoy sowie einige mittelgroße Inseln schließen sich so nahe aneinander an, dass sie aus der Ferne den Eindruck eines lang gestreckten Gebirgskammes erwecken. Den Haupterwerbszweig bilden der Fischfang und die damit verbundene Industrie. Daneben wird stellenweise noch etwas Schafzucht betrieben. Der Fremdenverkehr spielt auf den Inseln zu allen Jahreszeiten eine große Rolle.“

Nach dem Frühstück wird dann noch Georg Hahn einen spannenden Diavortrag „Die Lofoten und ein Inselparadies im Polarmeer“ halten und uns dann mit diesem Wissen in die Realität entlassen. Auch über diesen Vortrag halten wir die wichtigsten Stichwörter fest:

Gemäßigtes Klima, Name bedeutet Luchsfuß, steinzeitliche Besiedlung, Asphaltschafe, Stützpunkt der Wikinger, Dorschsaison, derzeit nur noch 4000 Fischer, Unterwassertunnel, Boote in den Kirchen, Stockfisch.

Die Sonne hat uns heute wieder lieb. Auf Deck suchen wir nach den windgeschützten Stellen, um diese erneute Sonnengabe nutzen zu können.

Mit dem Fotoshop konnte ich einen Termin für ein professionelles Gruppenfoto vereinbaren. Die Bordband SKIFS trifft den vollen Geschmack vieler Gäste, die sich zum Frühschoppen um 11 Uhr mit Leberkäse und Kartoffelsalat an der Neptun-Bar eingefunden haben und wenig später das Mittagessen nicht verschmähen.

Unser Kreuzfahrtschiff ist sehr gut vorangekommen, muss daher eine ganze Weile vor den Lofoten kreuzen, bis der Lotse an Bord kommt und sie nach Leknes leitet. Auch wir müssen uns noch ein wenig gedulden, bis wir vor Reede liegen und die Tenderboote uns an Land bringen dürfen.

Unser Tagesausflug beginnt zwar mit einer Stunde Verspätung, bringt uns aber durch eine landschaftlich wunderschöne Umgebung. Erste Attraktion ist der 1800 m lange Tunnel unter dem Nappstrom hindurch. Die Fahrbahn befindet sich nunmehr 65 Meter unter der Wasseroberfläche und 30 Meter unter dem Meeresboden. Bei der Ausfahrt auf die Insel Flakstadoy erwartet uns bei strahlendem Sonnenschein ein beein-druckendes Landschaftsbild. Bizarr ragen die Bergzinnen bis nahezu 1000 Meter in den Himmel, die Hänge sind teilweise tief durchfurcht, teilweise glatt wie poliert. Grüne Täler und tiefblaue Bergseen wechseln einander ab. Die Berghänge sind teilweise mit gedrungenen Bergkiefern und Birken bewaldet. Auffällig sind auch die zahllosen Findlinge, hinter und auf denen sich bisweilen kleinere Schafherden verbergen. Bisweilen treten die Bergflanken auch zur Seite und geben den Blick auf das offene Meer und bei Ramberg sogar auf einen einzigartigen weißen Sandstrand frei.

Unsere Reiseführerin Karina ist der deutschen Sprache mächtig und schiebt auf dieser Erkundungsfahrt immer wieder Stopps für die Fotografen ein. Und neben den bereits aufgezeigten landschaftlichen Besonderheiten fällt unser Blick auch auf die mit Wollgras übersäten Wiesenflächen.

In Sund besichtigen wir eine Kunstschmiede, und einige suchen auch das Museum heim. Andere zieht es über die Bergkuppe mit Blick auf die rot gestrichenen Holzhäuser – meist auf Stelzen errichtet. Karina erklärt uns auch, weshalb hier die Bewohner in Holzhäusern leben und für Heizung und Licht Elektrizität eingespeist wird. Besonders fallen uns aber auch die mit Gras bewachsenen Häuser auf, die manchmal Ziegen einen willkommenen Futterplatz bieten. Allerdings können wir uns kaum erklären, wie diese Tiere auf die hohen Dächer gelangen konnten. Das wechselhafte Wetter kann uns auch heute nichts anhaben. Nach allen Stopps erreichen wir trocken unseren Reisebus. Der nächste Stopp ist von besonderem Interesse. Auf einer freien Wiesenfläche steht die Flakstad-Kirche, die – wie uns Karina erläutert – 1780 in Blockbauweise erstellt wurde. Im letzten Jahrhundert wurde diese Kirche stark verändert. Man baute Emporen ein, versetzte den Kirchturm und wählte eine andere Farbe zur Bemalung.

Auch die Flakstad-Kirche hat als typisches Kennzeichen den über dem Kreuz erbauten, zwiebelförmigen, spitzen Turm. Im Chor steht der Altar. Das Hauptbild aus dem Jahre 1765 ist dem Abendmahl gewidmet. Es wird flankiert von Moses und Aaron, während das darüber platzierte Bild Christi Himmelfahrt darstellt.

Mit dem Besuch des Fischerdorfes Nusfjord betreten wir Boden und Region, die auf der UNESCO-Liste für erhaltungswürdiges Kulturerbe steht. Nirgends in Nordnorwegen hat sich die Atmosphäre eines Fischerdorfes so authentisch erhalten. Die scharfen Schreie der Möwen begleiten uns auf unserem Rundgang, und auf einer Tafel entdecke ich folgenden Text:

„ Nusfjord besteht aus einer Ansammlung gut erhaltener alter Häuser aus der Zeit, als die „Dorfkönige“ auf den Lofoten herrschten. Im Architekturschutzjahr 1975 war Nusfjord ein Pilotprojekt, und das Fischerdorf steht auf der UNESCO-Liste über erhaltene Baumilieus.“

Kaum biegen wir um die Ecke, begrüßen uns getrocknete Fischköpfe  und machen auf die Bedeutung des Fischfangs aufmerksam. Karina erläutert die Zusammenhänge:

„ Die gilt dem arktischen Dorsch ( jungen Kabeljau ), der zwischen Januar und April zum Laichen aus der Barentsee in den Vestfjord kommt, während der Küstendorsch das ganze Jahr über gefangen wird. Getrocknet als Trockenfisch war der Dorsch lange Zeit Exportartikel, der besonders in die Mittelmeerländer verkauft wurde. Die Zahl der Fischer und auch der Fangquoten haben erheblich abgenommen, und mit dieser Entwicklung wuchs die Bedeutung der Fischzucht.“

Wir haben Glück. Auf einer kleinen Anhöhe entdecken wir die Gestelle mit Hunderten getrockneter Fischköpfe, die später zu Fischmehl verarbeitet werden. Der unverkennbare Geruch vermischt sich mit dem des Meeres und Tangs. Ebenso beeindruckend sind die zahlreichen Fischkutter, die im Hafen liegen, und die blutrot gestrichenen Fischerhütten auf Stelzen ( Rorbuer), die allerdings nun ihrem ureigenen Zweck entfremdet den Touristen als Unterkunft dienen.

Noch rechtzeitig vor Regenbeginn erreichen wir wieder unseren Bus. Doch an der Anlegestelle erwartet uns wieder Sonnenschein. Mit den Tenderbooten kehren wir an Bord der zurück. Viel Freizeit bleibt uns nicht. Das Abendessen beginnt. Eigentlich wollten wir ja anschließend Manuels Zaubershow ansehen, doch durch die verschiedenen Ankunftszeiten der Ausflügler verschiebt sich nicht nur der Beginn. Als wir uns in der Rossia-Lounge einfinden, bekommt unsere Gruppe keinen Platz mehr. Lange brauchen wir nicht zu überlegen. Wir siedeln auf das Promenadendeck um. In aller Ruhe lassen wir diesen ereignisreichen Tag ausklingen. Doch für mich ist es schon wieder 1.30 Uhr geworden, bis der laufende Tagesbericht ergänzt und aktualisiert ist. Nun heißt es wieder schnell zu schlafen, bis der Seetag, der längst angebrochen ist, wiederum mit vielfältigen Aktivitäten aufwartet. 

Dienstag, 08. Juni

Da heute Seetag ist und keine Eile besteht, hat Joe die Aufgabe übernommen, uns heute aus den Federn zu locken. Aber er hat ein leichtes Spiel, denn die Devise „Fit in den Tag beim Frühsport mit Patric“ haben sich einige Reiseteilnehmer längst auf ihre Fahnen geschrieben. Andere haben das „Wellenbad“ entdeckt und verwöhnen ihren Körper im 32° warmen Element.

Unbemerkt haben wir um 5 Uhr wieder den Polarkreis überquert, die Temperaturen haben wieder zugenommen und für 23.37 Uhr ist wieder Sonnenuntergang angekündigt, eine gute Nachricht für diejenigen, denen bei Tageslicht das Schlafvermögen etwas abhanden gekommen ist.

Joe geht mit uns den Tagesplan durch, und trotz „Ruhetag“ sind wir sicher, dass es bei manchen zu terminlichen Überschnei-dungen kommen wird. Nur ein Termin ist heute für die Gruppe zunächst verbindlich: 12.15 Uhr Gruppenfoto.

Zum Serviettenfalten treffen sich um 10.30 Uhr einige Reiseteilnehmer im Restaurant Odessa. Maritta hat aber mit diesem Zuspruch nicht gerechnet. Glücklicherweise kann sie auf zwei Helferinnen zurückgreifen, die vor Ort unterstützend eingreifen und zum Gelingen beitragen. Um 11 Uhr wollen wir die Plauderstunde mit dem Kreuzfahrtdirektor nicht verpassen.

Problemlos können wir nun aber dem Fototermin entgegen sehen. Der Bordfotograf ist sehr pünktlich. Wegen des regnerischen Wetters will er eine Innenaufnahme  als Gruppenbild gestalten.  Er geleitet uns in den Club Zhiguli und drapiert uns um die große Weltkugel. Kaum sind die Fotos geschossen, ruft uns das Glockenspiel zum Mittagessen.

Eine weitere Veranstaltung wartet auf uns. Im Fernsehen wird die Dokumentation „Die schwersten Stunden der Maxim im Eismeer“ über die Kollision im Eismeer im Jahre 1989 gezeigt. Uns kann dies glücklicherweise nicht passieren!

Georg Hahn ruft uns um 15.30 Uhr in die Realität zurück. Mit seinem Vortrag „Eine Fjordlandexpedition – der Geirangerfjord und sein Umland“ stimmt er uns bestens auf den morgigen Ausflug ein und versorgt uns mit dem erforderlichen Grundwissen über diese beeindruckende Destination. Ab 16.15 Uhr fiebern wir der großen Tombola mit Preisen aus den Schiffsboutiquen entgegen. Vielleicht hat heute Margit wieder eine glückliche Hand. Schon gestern hatte sie beim Ratespiel den einzigen Preis, ein geschmiedetes Blatt, gewonnen. Und? Margit ist wieder bei den Gewinnern. Die anderen werden von der Moderatorin, die mit viel Witz, Charme und sprachlichen Holpersteinen die Verlosung leitet, am Schluss dieser Veranstaltung damit getröstet, dass sie vielleicht Pech beim Spiel aber umso mehr „Gluck in die Liebe“ haben werden.

Noch um 17.30 Uhr ist es auf Deck recht warm. Der Wind hat sich gelegt. Wir genießen die wärmenden Sonnenstrahlen, und vorwiegend die Damen walken wieder eine Meile.

Dann dürfen wir das Gala-Buffet fotografieren und filmen. Die Köche haben wieder ein glänzendes Ergebnis abgeliefert. Die Gäste geraten ins Schwärmen und überlegen dabei, welche Dekorationen sie zu Hause bei eigenen Festlichkeiten nachahmen könnten.

Beim Essen sind wir für die zweite Gruppe eingeteilt. Die „Schlacht“ beginnt bei uns erst später um 20.30 Uhr. Besonders geben wir Acht, dass die Augen nicht größer als der Magen sind, picken uns Leckerbissen aus dem Angebot heraus und haben schließlich doch wieder viel zu viel gegessen. Nun würde uns Bewegung überhaupt nicht schaden, doch wir steigen in den Gala-Show-Express und anerkennen die wesentliche Steigerung der Künstlerdarbietungen gegenüber der Eröffnungsshow. Mittlerweile ist es 23 Uhr geworden. Die Sonne hat den ganzen Tag durchgehalten und wird uns erst um 23.37 Uhr verlassen, um aber bereits wieder um 3.45 Uhr uns aus dem Schlaf zu rütteln. Ab 6.30 Uhr soll es schon Frühstück geben, damit wir gegen 7 Uhr nicht die Einfahrt in den Geirangerfjord verpassen. Das Tendern zu den Landausflügen ist bereits auf 8.15 Uhr festgesetzt.   Wir rufen vor dem Schlafengehen uns nochmals die Informationen zurück, die wir am Nachmittag bei der Diashow erhalten haben, und hoffen auf ein beständiges Sonnenwetter.

In der Info-Schrift steht:

„Der Geirangerfjord ist der südlichste Arm des Storfjords und zählt mit der ihn umgebenden Landschaft zu den größten Naturschönheiten Norwegens. Über dem ca 16 km langen Fjord steigt eine riesige Felswand auf, von der imposante Wasserfälle herunterstürzen, darunter „die sieben Schwestern“, „der Freier“ und „die Brautschleier“.“

Und wir erinnern uns auch an den Vortrag von Georg Hahn. Er meinte u.a.:

„ Der lange, tiefe und steilwandige Geirangerfjord bietet die ganze landschaftliche Pracht, die Norwegen berühmt gemacht hat. Das Schauspiel beginnt schon draußen auf offener See, wo die Kreuzfahrtschiffe in der Nähe des Runde-Felsens einen Lotsen an Bord holen. In diesem Naturschutzgebiet nisten über 70 Vogelarten. Hunderttausende von Seevögeln kann man hier beobachten, wie sie auf den Klippen sitzen oder wie Schneeflocken über dem dunklen Wasser wirbeln…

Ab Stranda werden die Fjordwände immer steiler, und nach einer starken Linkskurve können Sie die ganze Pracht norwegischer Landschaften „geballt“ bewundern: senkrechte Felswände, Wasserfälle im Gegenlicht, Fjordbauernhöfe im Briefmarkenformat, die verwegen an den Felswänden kleben.“

 

Teil 3 des Reiseberichtes „Norwegens schönste Fjorde und Nordkap“ folgt.

 

Norwegens schönste Fjorde und Nordkap

 

Teil 1/3

Montag, 31. Mai

Die schönsten Fjorde Norwegens und das Nordkap sind Ziel unserer gemeinsamen Nordlandtour. Unser Kreuzfahrtschiff haben wir bereits per Video kennen gelernt, und mit Hilfe diverser schriftlicher Informationen konnten wir uns auf diese besondere Reise vorbereiten. Unsicherheiten blieben aber dennoch, weil wir das Wetter nicht einschätzen konnten. Noch vor unserem Treff wiesen die „Wetterfrösche“ auf Tempera-turen um 5° hin, und auch die heute noch kurzfristig abgeru-fenen Wetterinformationen gaben zwar für den Süden Norwegens 18° an, allerdings hielten die kalten Temperaturen im Norden an. So konnten wir die Probleme beim Packen nicht beseitigen: Sommer- und Winterkleidung mussten mitgenom-men werden. Die letzten Plätzchen im Koffer waren ausgefüllt. Aber wir mussten die Koffer ja nicht schleppen. Der angebotene Service stimmte uns froh. Heute Abend können wir bei unseren Reisebegleitern die Koffer bereits einstellen, morgen fährt Fa Schneider unser Gepäck nach Karlsruhe, und wir brauchen uns weiterhin um unser Gepäck nicht mehr zu kümmern. Wir sehen es erst wieder in unserer Kabine. Alle wichtigen Unterlagen haben wir mehrfach kontrolliert, und nun können wir uns beruhigt zurücklehnen. Um 3.30 Uhr müssen wir aufstehen. Das wird eine kurze Nacht werden.

Unsere Gedanken beschäftigen sich nun noch mehr damit, was uns diese Reise bieten wird; auf alle Fälle einen Farbrausch der Natur und Wechselspiele des Lichts. „Ja, wir lieben dieses Land … „, so beginnt die norwegische Nationalhymne. Und die meisten von uns sind sich heute schon sicher, dass dieses faszinierende Land uns in seinen Bann schlagen wird und dass auch wir uns diesem „Urteil“ anschließen werden.

Dienstag, 01. Juni

Der Reisetag ist angebrochen: ein besonderer Tag, nicht nur wegen der Werbegags von Mediamarkt „Wenn Deutschland Europameister wird, erhalten alle Käufer, die am 1. Juni  einen TV erwerben, den vollen Kaufpreis zurück“. Wenig Schlaf war uns vergönnt. Die ersten Teilnehmer kommen bereits um 4 Uhr. Die „Kofferausstellung“ steht bald auf der Straße, und unser Transferdienst ist ebenfalls wie gewohnt pünktlich. Er kümmert sich allein um das Verladen des Gepäcks, und wir machen uns auf den Weg zur Straßenbahnhaltestelle. Alles klappt wie am Schnürchen. Um 5.08 Uhr kommen wir am Karlsruher Hauptbahnhof an, und wir durchqueren in wenigen Minuten die Bahnhofshalle. Unsere Plätze finden wir im „Oberdeck“. Pünktlich um 5.30 Uhr starten wir, begleitet von einem Sonnenaufgang. Dies wird sich hoffentlich als gutes Omen für unsere Reise erweisen!

Der Busfahrer erklärt wichtige Verhaltensregeln im Bus. Kaffee wird bereits zubereitet. 6.20 Uhr haben wir Heidelberg erreicht. Einige Reisegäste steigen hier zu. Um 8.00 Uhr kommen wir am Frankfurter Flughafen an. Weitere Reisegäste füllen allmählich unseren Reisebus. In Kirchheim wird „Die Reisekutsche“ die letzten Gäste aus München aufnehmen. Um 10 Uhr trifft der Zubringer ein. Als wir diese Gruppe erstmals sehen, beginnt eine Vorahnung zu keimen: Für die nächsten beiden Wochen wird unser Kreuzfahrtschiff zum „schwimmenden Altersheim“. Ab 11.30 Uhr verdichtet sich die Bewölkung, die Sonne duckt sich, aber kein Regen fällt, wenigstens vorerst nicht. Doch bereits eine Stunde später nimmt uns der Regen fast die Sicht. Zügig kommen unsere Fahrer voran, legen Pausen ein und auch die Schlangen vor den „Dufthöhlen“ werden immer länger. Als wir noch 100 km von Bremerhaven entfernt sind, lässt sich die Sonne wieder sehen. Um 16.30 Uhr hält unser Bus am Kolumbuskai.

Glücklicherweise müssen wir uns wirklich nicht um unser Gepäck kümmern. Der Weitertransport ist durchorganisiert. Wir werden bereits erwartet. Thomas geleitet uns  problemlos durch den Zoll, und an Bord übernehmen uns zwei Stewardessen. Sie geleitet uns sicher zu unserer Kabine.

Erste Unsicherheiten machen sich breit. Peter wird sich um die Tischreservierung kümmern. Wir erhalten die Tische 33, 34 und 35 im Odessa-Restaurant. Schon bald aber ist unsere Vereinbarung wieder vergessen, als einzelne Reiseteilnehmer ebenfalls zum Oberdeck geschickt werden, um die Tische im Restaurant zu buchen. So müssen bald Doppelreservierungen rückgängig gemacht werden. Das Telefon bei unseren Reisebegleitern steht nicht mehr still. Doch nicht alle werden in ihren Kabinen angetroffen und können auch nicht umgehend darüber informiert werden, dass ein Glas Sekt sie am Oberdeck erwartet. Um 19 Uhr können wir dann im Odessa-Restaurant unsere zugewiesenen Plätze einnehmen. Unsere Kellnerinnen heißen Elena, Olga und Larisa. Das Abendessen ist vielseitig, und die mehrfachen Auswahlmöglichkeiten machen die kleinen Portionen wieder wett. Getränke erhalten wir gegen Beleg, der Wein aber ist kostenlos.

Der erste Bordtag hat  es in sich. Beim Auslaufen regnet es. Und dann werden auch schon die ersten „Klagen“ laut: Wie kann man die Klimaanlagen abschalten? Wo finde ich den Hauptschalter für das Kabinenlicht? Wie funktioniert der Tresor? Wie erhalte ich fehlende Handtücher? Wann und wo gibt es das Frühstück? Wo buche ich den ersten Ausflug? Da heißt es wieder einmal: Ruhe bewahren! Morgen sieht die Welt wieder anders aus. Auch alle Probleme werden dann auch ausgeräumt sein.

Nach dem Nachtessen unternehmen wir einen kleinen Rundgang. An Deck erfreuen wir uns an der kühlen Brise. Wir entdecken die Einkaufsmeile auf dem Promenadendeck. An der Rezeption lassen sich sogleich auch einige Fragen klären. In der Bildergalerie werden bereits die Begrüßungsbilder präsentiert. Obwohl uns der Anreisetag doch ziemlich belastet hat, bringen wir noch die Kabine in Ordnung und machen uns mit dem Tagesprogramm des nächsten Tages vertraut. Gegen 23 Uhr aber unterbrechen wir unsere Aktivitäten und suchen die Nachtruhe bei hoffentlich ruhiger See.

Mittwoch, 02. Juni

Mitten im Schlaf – trotz harter Unterlage – spürt der Körper eine Veränderung. Als wir die Augen öffnen, dringt Helligkeit in unsere Kabine. Es ist kurz nach 5 Uhr. Die Sonne ist um 4.55 Uhr aufgegangen. Am fernen Horizont grüßt ein glühend roter Ball und sendet seine Strahlen wie wärmende Boten über das Meer direkt in unsere Kabine. Wir haben die Bullaugen-Fenster geöffnet und genießen die angenehme Frische. Trotz gestriger Anstrengungen fällt das Aufstehen nicht schwer. Erste Wolken ziehen am Himmel auf. Hoffentlich bleiben wir vom Regen verschont!

Um 7.30 Uhr meldet sich der fröhliche Bordwecker . Er zeigt sich über die ruhige See ganz begeistert. Dies sei für diese Gegend völlig ungewöhnlich. Die Temperatur der Luft beträgt 12°, der Außenpool ist mit 32° warmem Wasser gefüllt worden.

Heute ist auch Buchungsschluss für die Ausflüge. Man empfiehlt uns aber dringend, erst dem Diavortrag über alle Ausflugsmöglichkeiten zu folgen  und danach erst eine Entscheidung zu treffen. Nach einer sehr informativen Dia-Show treffen wir uns auf dem Sonnendeck, um  über die diversen Destinationen zu beraten. Wir haben glücklicherweise noch ausreichend Zeit bis zur endgültigen Entscheidung.

Der Tagesplan lässt heute kaum längere Pausen zu. Schon ruft das Mittagessen: vielseitig und Häppchenportionen!  Lange können wir uns heute ohnehin nicht im Restaurant aufhalten. Der obligatorische Übungsalarm steht bevor.

Kaum haben wir die Rettungswesten übergestreift, werden wir vor der Kabine abgeholt und zum Hauptgang geleitet.  Durch eine Generaldurchsage werden wir mit den verschiedenen Rettungseinrichtungen vertraut gemacht. Danach – der Sitz der Rettungsweste wurde bei jedem kontrolliert – führt man uns zum ausgewiesenen Borddeck. Die Übung ist kurz, und jeder hofft, dass er hoffentlich niemals mit einer ernsten Situation konfrontiert wird.

In der Kabine studieren wir erneut den Tagesplan. Bereits in einer Stunde beginnt der Diavortrag „Durch den Sognefjord nach Flam“, mit dem uns Georg Hahn auf das erste Ausflugsziel unserer Reise einstimmt. Eine Stunde später informiert uns Kreuzfahrtdirektor umfassend über den Gesamtablauf der Reise und gibt uns wichtige Informationen.

Bei der Weitläufigkeit des Schiffes ist es nicht leicht, die Gruppe zusammenzuhalten, so wird telefonisch zunächst ein-mal ein weiterer Treff vereinbart, wann wir uns zur ersten Abendveranstaltung treffen wollen.

Bald reihen wir uns in die lange Schlange der „Begrüßungswilligen“ ein, stehen uns die Beine fast in den Bauch, bevor sich die Menschentraube verjüngt und wir den Kapitän und den Kreuzfahrtdirektor persönlich begrüßen dür-fen. Der Musiksalon – für ca 380 Gäste konzipiert – platzt aus allen Nähten, muss er doch alle 600 Gäste aufnehmen. Der angekündigte Begrüßungscocktail ist in reiner Sektlaune. Nach Vorstellung aller Verantwortlichen bringt der Kapitän die Erwartung an die Kreuzfahrt auf den Punkt: „Wenn wir dabei die Daumen drücken, kommt alles bestimmt.“ Der meiste Beifall brandet allerdings bei der Vorstellung des Chefkochs auf.

Noch eine ganze Weile müssen wir es noch in unserer „Gala-Uniform“ aushalten. Beim Kapitäns-Dinner ist sogar der Kapitän persönlich anwesend und sitzt in unserer unmittelbaren Nähe an gesondertem Tisch, mit „ausgewählten“ Gästen, bei beson-derem Gedeck, Service und Ablauf. Für alle Reiseteilnehmer ist die heutige Menükarte besonders lang.

Auf der anschließenden Eröffnungs-Bühnen-Show stellt uns Bärbel Reif die Künstler vor. Das erwartete Feuerwerk bleibt aber am Boden. Die Darbietungen können kaum überzeugen. Doch wir sind höfliche Menschen und halten bis zum Schluss durch. Gefallen hat uns schon die Ballettgruppe „Advance“, doch den ehemaligen Tenor Sergej Rybin werden wir uns nicht weiterhin „gönnen“. Den angebotenen Mitternachtssnack verweigern wir, gehen lieber noch ein bißchen an die frische Luft, während andere ihre Fußballleidenschaft beim Testspiel der Deutschen Nationalmannschaft gegen die Schweiz befriedigen können. Mittlerweile ist es 23 Uhr. Die Sonne ist endlich untergegangen. Morgen steht die Fahrt mit der Flambahn an. Erstmals werden wir morgen norwegischen Boden betreten.

Donnerstag, 03. Juni

Obwohl ich erst durch das Berichteschreiben kurz nach Mitternacht zum Schlafen gekommen bin, werde ich um 4 Uhr hellwach. Die Sonne geht auf und taucht den „Königsfjord“ in eine warme, leuchtende Szenerie. Strahlend blauer Himmel signalisiert einen heiteren und trockenen Tag. Langsam gleitet die Maxim Gorki den „König der Fjorde“ entlang und gibt den Blick frei auf „verschlafene“ Dörfer, kleine Wasserfälle und schneebedeckte Bergregionen.

Nur allmählich erreicht die Sonne das grün schimmernde Schmelzwasser. Die Berghänge präsentieren sich allerdings noch im Halbschatten. Die bizarren Felsformationen sind zum Greifen nahe. Die ersten Möwen begleiten uns.

Gegen 8 Uhr werden wir Flam erreichen. Doch zuvor genießen wir das Farbenspiel, das uns die Sonne aufs Fjordwasser zaubert. Immer wieder stürzen Wassermassen in die Tiefe und nähren den Fjord. Unser Blick wandert immer wieder vom Fuß der Bergtäler bis hínauf in die höchsten Schneeregionen.

Mit zunehmender Tagdauer erreicht das Sonnenlicht nun auch die gesamte Wasseroberfläche und gibt in doppelten Bildern die Fjordlandschaft preis.  Kurz nach 6 Uhr verlangsamt unser Kreuzfahrtschiff seine Fahrt und biegt in einen Seitenarm, den Aurlandfjord, ein. Möwen machen kreischend auf ihre Flugvorführungen aufmerksam. Das Anlegemanöver dauert, doch es kommt keinerlei Hektik auf.

Gemächlich lassen wir den Tag angehen. Wir könnten zwar alle noch schlafen, da wir erst um 10 Uhr die Flambahn zur 866 m hoch gelegenen Bahnstation Myrdal nehmen, doch der heutige ereignisreiche Tag lässt alle Schlafspuren hinter sich, und um 9 Uhr verlassen wir bereits unser Schiff bei strahlendem „Yakee“- Wetter.

Eine Übersichtskarte hilft uns bei der Orientierung. Sie gibt uns auch Aufschluss über die besonderen Gegebenheiten auf der 20,200 km langen Strecke, die die Flambahn in knapp einer Stunde – die höchste 20%ige Steigung mit eingerechnet – bewältigt. Ein örtlicher Guide macht uns auf die 1667 erbaute Flamkirche ebenso aufmerksam wie auf den prächtigen Wasserfall Rjoandefossen, der senkrecht 140 Meter den Berg hinabstürzt. An der Einfahrt des Baklitunnels hält der Zug an, und wir begeben uns zu Fuß zum Wasserfall Kjosfossen.

Auf halber Höhe betört „Hilda“ mit anmutigem Gesang die Gäste. Ebenfalls auf der linken Seite blicken wir auf der Weiterfahrt auf den wunderschön gelegenen See Reinungavatnet, und schließlich erreichen wir pünktlich den Verkehrsknotenpunkt Myrdal an dem Streckenabzweig nach Oslo. Leider sind uns nur 8 Minuten Aufenthalt „genehmigt“ worden, und statt der erhofften Kaffeepause erhält jeder Fahrgast eine Vergütung von 5 €. Dennoch haben wir eine unvergessliche Eisenbahnfahrt erlebt, die Jahr für Jahr Menschen aus aller Herren Länder anlockt und zu den eindruckvollsten Touristenattraktionen Norwegens zählt. Besonders beeindruckt sind wir durch die Tatsache, dass der Fluss Flam durch Tunnels unter die Bahnlinie hindurch geleitet wird, demnach keine Brücken für die Flambahn erforderlich waren.

Auf unser Kreuzfahrtschiff zurückgekehrt, dauert es fast eine Stunde, bis unser Kreuzfahrtschiff gewendet hat. Auf der Rückfahrt können wir nochmals das atemberaubende Panorama mit den wilden Bergregionen bewundern. Dennoch müssen wir uns kurz vor 14 Uhr von den tiefen Schluchten, den Wasserfällen, den schroffen Felshängen und den schnee-bedeckten Bergen losreißen: Das Mittagessen beginnt. Danach müssen wir die restlichen Tickets für die Ausflüge abholen. In die Kabine zurückgekehrt, finden wir endlich Zeit, das Tagesprogramm zu studieren, in dem u.a. eine Beschreibung des Tageshighlights angefügt ist:

 

„Der Sognefjord, auch ´König der Fjorde ` genannt, liegt am Fuße der höchsten norwegischen Gebirgsgipfel und des größten festlandeuropäischen Gletschers ( Jostedalsbreen ) und ist ein Fjord der Superlative – breit und karg an seinem Ausgang, wild und dramatisch im Innern. Hauptattraktion der kleinen Ortschaft Flam, die am innersten Ende des Aurlandfjordes gelegen ist, ist die Flambahn, die sich auf einer Strecke von nur 20 km durch das enge und steile Flamstal hinauf nach Myrdal windet, das in einer Höhe von 867 m liegt. Das größte Streckengefälle beträgt ca 20% ( die Bahn ist mit fünf voneinander unabhängigen Bremssystemen ausgestattet, die jedes für sich in der Lage sein sollen, den Zug zum Stehen zu bringen ). Die Flambahn wurde bereits gegen Ende des 19. Jhs. geplant, Baubeginn war dann aber erst Mitte der 20er Jahre. Der Bau des Streckennetzes dauerte 20 Jahre, die erste Fahrt fand am 1. August 1940 statt. Inzwischen zählt die Bahnfahrt, die durch 20 Tunnels führt, zu den meistbesuchten Touristenattraktionen des Fjordlandes.“

Der Sognefjord nimmt zusehends an Breite zu. Bald sind die steilen Felspartien verschwunden. Ortschaften schmiegen sich nun an die schmalen Küstenstreifen. Die Sonnenhungrigen haben ein ideales Plätzchen gesucht, andere bevorzugen den Bordkaffee, wieder andere widmen sich Bordaktivitäten wie Sprachkurs und „Walk a mile“ mit Patric, der sich allerdings zunächst wieder nicht am vereinbarten Treffpunkt einfindet. Als auch eine Suche nach dem „Fitnesstrainer“ erfolglos verläuft, stürzen sich einige in den offiziellen Fitnessraum.

Es dauert noch eine Weile, bis unsere „schwimmende Wohnung“   die Rückfahrt durch den Sognefjord bis ins offene Meer bewältigt hat. Um 19 Uhr ist es geschafft.

Zum gleichen Zeitpunkt ist Nachtessen angesagt. Es gibt allerhand zu berichten. Das Wasser im Außenpool ist ziemlich dunkel. Keiner vermag die geäußerten Vermutungen bestätigen. Und nach der „russischen Reinigungsmethode“ gibt Larisa, nachdem sie Peter die Himbeersoße auf die Hosen gekippt hat, den Tipp: „Wasser ist in Clo.“ Der guten Stimmung tut dies aber keinen Abbruch. Nach dem Essen finden wir Platz zum „Neck“-Tar-Treff im Blumenkabinett neben der Neptun-Bar. Kredenzt werden Schlehe, Topi und Zwetschgenwasser Margarete überrascht noch mit einer Flasche Sekt, doch den heben wir uns für einen anderen Anlass auf.  Es will heute nicht Nacht werden. Noch um 23.30 Uhr ist es draußen taghell. Wie soll man da schlafen können! Doch die Müdigkeit holt uns ein.

Freitag, 04. Juni

Ab 1 Uhr wird es kalt und kälter. Durch das offene Fester zieht kalter Wind herein. Nun müssen wir im abgeschlossenen Raum den Schlaf versuchen. Es gelingt. Um 3.40 Uhr hüllt sich das Firmament mit einem roten bizarren Mantel ein. Eine nahezu geschlossene Wolkendecke hindert die Sonnestrahlen, bis zu unserem Kreuzfahrtschiff zu gelangen. Genüsslich können wir uns in unserem Bett räkeln und noch eine Mütze Schlaf nehmen, bis der Außenpool mit einer Temperatur von 34°  – die Luft ist erst 12° warm – ruft. Die ganz Sportlichen hat das „Patric-Fieber“  gepackt, und sie drehen auf Deck ihre Runden. Eine Meile ist aber schon Pflicht!

Mit dem fast Einzigen, was hier an Bord noch fehlt, einem angenehmem Vogelgezwitscher, werden wir von Kerstin, dem heutigen Bordwecker, in den frischen Tag geführt. Heute ist zwar Seetag, dennoch gilt es eine Menge „Termine“ zu erfüllen.

Sportlich kann es den ganzen Tag zugehen: Frühsport ab 8.00 Uhr, Dartturnier ab 9.00 Uhr.  Weiteren  Aufschluss über die möglichen Tagesaktivitäten gibt wieder die Bordzeitung. Doch wir lassen uns in keinen „Date“-Zwang bringen, sondern werden uns erst einmal beim Frühstück auf die vielseitigen Angebote einstimmen.  So geht nach dem lukullischen Morgenstart jeder seinen persönlichen Interessen nach.

Der Wind hat zwischenzeitlich aufgefrischt. Seit Flam hat unser Schiff 370 Seemeilen zurückgelegt, doch bis Honningsvag sind es noch 585 sm. Gegen 16.15 Uhr, lautet die Prognose, werden wir den Polarkreis überqueren. Dann gibt es für einige Tage keinen Sonnenaufgang und auch keinen Sonnenuntergang mehr. Wir sehen rasch in der Bordzeitung an, wie am heutigen Tag diese Polartaufe angekündigt wird:

„Neptung, die Hoheit der Meere, und sein Gefolge kommen heute an Bord. Alle vom irdischen Staub Beschmutzten werden untersucht, gestempelt und mit lauterem Wasser gereinigt und in sein eisiges Reich eingelassen, sofern sie für würdig gefunden… Im Anschluss an die Polartaufe können sich alle Gäste im Lido-Café bei einem Glühwein von dem Schrecken erholen.“

Als wir uns im Musiksalon einfinden, wissen wir immer noch nichts über den Verlauf dieser Zeremonie. Der gesamte Boden ist mit blauer Folie ausgelegt. Da schießen doch Passagen der Vorankündigung uns in den Kopf: „Eisig“  „gereinigt“! Was da auf uns zukommt! Bald ist es soweit. Die Massen sind geströmt. Kein Platz ist im Musiksalon mehr frei. Neptun zieht mit Gefolge unter lauter „Musik“ ein und nimmt auf seinem Thron Platz. Nachdem sich die Schiffscrew unterwürfig unter die Herrschaft der Meereshoheit gestellt hat, erhält sie den Goldenen Schlüssel zum Überqueren des Polarkreises. Neptun wendet sich dann an alle Neulinge, zwingt zunächst eine Vertreterin der Reiseleitung zur Erfüllung der vorgeschriebenen Weihungszeremonie und lässt dann sein Gefolge alle Neulinge einfangen und vor den Thron schleppen. Nach Erfüllung der Reinigungszeremonie – ist nicht jedermanns Geschmack – werden dann die Prüflinge mit dem Meeressiegel entlassen.

Es geht recht turbulent zu. Auch Irmgard und Anita geraten in den Sog der „Willigen“. Auch sie werden eingeseift, müssen Fisch und den Fuß der Meeresjungfrau küssen, erhalten den Stempel und werden schließlich von Käthe noch ins rechte Bild gesetzt. Nach diesem Spektakel gibt´s manches zu bereden. Doch wir haben Termin beim Kapitän auf der navigatorischen Kommandozentrale. Die meisten Informationen sind nicht nur akustisch nicht zu verstehen, sondern wir sind eher von der ausgeführten Technik und der Vielfalt der Geräte verwirrt.

Was darf´s am Nachmittag sein: ein Vortrag über Lachs und Grieg, Bingo oder Russischunterricht, eine Weinprobe oder Bilderausstellung? Die Möglichkeiten reißen nicht ab. Die Entscheidung, ein Sonnenbad zu nehmen, scheitert allerdings am Wind. Doch jeder findet eine individuelle Lösung und genießt für sich den eigenen Nachmittag bis zum gemein-samen Abendessen um 19 Uhr.

So ist es auch nicht leicht, die Gruppe am Nachmittag aufzuspüren. Einen erneuten Versuch starten die Reisebegleiter dann zur Kaffeestunde. Ganz stolz sind wir, dass wir dabei zehn Teilnehmer unserer Gruppe im Musiksalon antreffen bzw. „vereinen“ können. Da ja alle, wie wir wissen, extrem schlank sind, kommen die süßen Stückchen gerade recht. Und anschließend lernen wir erstmals Bingo kennen. Käthe und Irmgard sind aber leider nicht bei den Gewinnern.

Um 18.30 Uhr sind wir wieder in der Kabine, um auf Kanal 1 des Russischen TV-Studios die Landganginformationen über Honningsvag zu bekommen:

Heimat der Trolle, imposante Wasserfälle, Reich des Nordlichts, zauberhafte Landschaft, Fahrt zum Nordkap, alte samische Lebensweise, Meridiankugel, 71°10´21´´, Mitternachtssonne! Allein diese Ankündigung verspricht einen besonders erlebnisreichen und interessanten Ausflug.

Nach dem Abendessen nutzt jeder wieder seine Entscheidungsfreiheit. Die Reisebegleiter sehen sich im Theater den Film „Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins“  an, der allerdings 166 Minuten dauert und erhebliche Konzentration und Ausdauer verlangt. Andere gehen zur Black&White-Party.

Das Zauberwort „Mitternachtssonne“ liegt in der Luft. Doch wir können sie an Steuerbord nicht sehen. Doch ein Blick auf die Lofoten, deren Schneegipfel ein rosa Kleid angelegt haben, lassen uns mit der Kamera nach Backbord eilen. Phantastisch! 

Die Mitternachtssonne taucht Schiff, Wasser und die Inselgruppe in ein noch nie gesehenes Gold. Viele Gäste sind trotz eisiger Kälte an Deck geeilt, haben ihre Fotoapparate gezückt und halten dieses Naturschauspiel fest. Gerne hätten wir an Deck noch länger verweilt, doch der durch den Fahrtwind noch verstärke Wind und eine Außentemperatur von kaum 4° reißen uns aus der Betrachtung und schicken uns in die geschlossene Wärme zurück.

Aber auch von der Kabine aus schweift unser Blick nochmals über die faszinierende Partie der lang gestreckten Lofoten-Inselgruppe im Atlantik, bevor wir schließlich nach 1.30 Uhr das Bett aufsuchen. Da wir unsere anderen Teilnehmer nirgends finden konnten, hoffen wir, dass alle anderen dieses Naturereignis auch zu Gesicht bekamen. Morgen beim Frühstück werden wir sie befragen.

 

Teil 2 des Reiseberichtes „Norwegens schönste Fjorde und Nordkap“ folgt.