MS Artemis geht an Phoenix Seereisen

 

P&O Cruises hat die MS Artemis an MS Artania Shipping verkauft. Das Schiff wird bis Mitte April 2011 weiterhin für P&O Cruises fahren und soll dann an den deutschen Reiseveranstalter Phoenix Seereisen verchartert werden.

Die 230 m lange und 29 m breite MS Artemis wurde bereits 1984 im finnischen Helsinki gebaut. Ursprünglicher Eigentümer der MS Artemis war die Princess Tours Ltd., die das Schiff unter dem Namen Royal Princess anbot. Mit dem Eigentümerwechsel im Jahre 2005 zu P&O Cruises wurde das Schiff in den heutigen Namen MS Artemis umgetauft.

Die 1200 Passagiere, die auf der MS Artemis Platz finden, verteilen sich auf genau 600 Kabinen und werden acomplia dosage von einer 518-Mann-Besatzung betreut.

Dialye und Kreuzfahrten

 

Die Dialyse-Schiffsreisen besitzen alle ein integriertes Dialysezentrum, ausgestattet mit  den Generatoren 4008 S und mit Uniponctionssystem. Das Material, von Fresenius Medical Care, ist auf den einmal Gebrauch ausgestellt und werden nach jeder Dialysesitzung desinfiziert. Das internationale Ärzteteam, besteht aus einem Nephrologen und auf die Dialyse spezialisierte Krankenpfleger. Die Dialysesitzungen sind in Funktion des Kreuzfahrtenprogramms abgestimmt, welches Ihnen ermöglicht an den meisten Landausflügen teilzunehmen.

Die Dialysesitzungen werden den Passagieren vor Abfahrt bekannt gegeben, damit sie die Gruppe, welche sich am Besten an die gewöhnlichen Sitzungen anpasst, auswählen können.
Der Nephrologe an Bord behält sich allerdings das Recht , die Uhrzeiten der Dialysesitzungen zu ändern, wenn es medizinisch nötig ist.

MS Europa,  MS Deutschland, Delphin Voyager, Costa Luminosa und MS Astor stellen sich auf Dialyse-Patienten ein und haben ein Dialyse-Zentrum an Bord.

In Zusammenarbeit mit renomierten Kreuzfahrtgesellschaften und erfahrenen Ärzten bieten wir Kreuzfahrten für Dialysepatienten an.
Dabei übernehmen wir den touristischen Teil und beraten Sie in allen Fragen zum Schiff, der Reiseroute u.ä. Gemeint ist DER KREUZFAHRER, der in seiner Broschüre nachstehend aufgeführte Fragen stellt und die kompetenten Antworten gibt.

  Was ist eine „Kreuzfahrt für Dialysepatienten“?

Eigentlich nichts Ungewöhnliches, denn es gibt keinen Unterschied zu anderen Kreuzfahrten – außer dass das Schiff ein Dialysezentrum an Bord besitzt. Ansonsten stehen den Dialysepatienten die gleichen Angebote wie den anderen Passagieren zur Verfügung.

Warum eine Kreuzfahrt ?

Eine Kreuzfahrt ist für Dialysepatienten eine optimale Möglichkeit,  ferne Länder zu entdecken. Jeden Tag an einem anderen Ziel – ohne Koffer zu packen, zudem die Behandlung durch deutsche Ärzte in gewohnt hohem Standard, egal wohin die Reise geht.

Wer betreut die Dialysepatienten?

Die Kreuzfahrt wird, zusätzlich zur normalen Versorgung an Bord, von einem spezialisierten medizinischem Team begleitet. Es handelt sich um einen deutschsprachigem Nephrologen und speziell ausgebildeten Krankenschwestern.

Wie verläuft meine Behandlung ?

Das medizinische Team nimmt Kontakt mit dem Nephrologen zu Hause auf und weiß bereits vor der Ankunft an Bord alles Notwendige. Es kennt damit die Besonderheiten für die individuelle Behandlung und Ihre Gewohnheiten.

Wann wird dialysiert?

Die Dialysesitzungen wird der Route und dem Reiseprogramm angepasst. Vorzugsweise wird die Behandlung an den Seetagen beziehungsweise vor oder nach den Landausflügen durch-geführt. Nach Möglichkeit sind Hafenaufenthalte dialysefreie Zeit, so dass der Dialysepatient in der Wahl Ihrer Ausflüge keine Einschränkung hinnehmen muss.

Wie ist die Dialysestation an Bord ausgestattet?

Die Dialysestationen sind auf allen Schiffen mit Maschinen des Typs Fresenius 4008 B ausgestattet. Separate Wasserauf-bereitung und Notstromaggregat sorgen für den höchsten Dialysestandard. Auf den meisten Schiffen stehen sowohl Einzel- als auch Mehrbettzimmer zur Verfügung.
Der Dialysepatient muss also, auch in den entlegensten Gebieten, nicht auf den gewohnt hohen technischen und medizinischen Standard verzichten.

Wer übernimmt die Kosten der Dialysesitzungen an Bord?

Eine Kostenübernahme für die Behandlung an Bord durch die Krankenkasse ist möglich und muss vor Reiseantritt geregelt werden.

Was muss der Dialysepatient bei der Urlaubsplanung beachten?

Wie gesagt, es gibt keinen Unterschied zu anderen Kreuzfahrten, außer dass unsere Angebote zusätzlich für alle Nierenpatienten, deren Familie und Freunde verfügbar sind. Der Dialysepatient bereitet sich wie auf eine normale Seereise vor und sucht sich die schönste Route aus. Bemerkenswerterweise werden auch die teilweise sehr langen Fernflüge zu den Einschiffungshäfen von den Patienten gut vertragen, wenn sie entsprechend vorbereitet sind. Parallel dazu muss bei der Klärung der Kostenübernahme durch die Krankenkasse geklärt werden.

Was ist, wenn ein Dialysepatien auf der Warteliste „Transplantation“ steht?

Falls ein Dialysepatient auf einer Warteliste zur Nieren-transplantation steht, sollte er sich für eine Kreuzfahrt entscheiden, die zulässt, dass er innerhalb einer gewissen Zeit das Transplantationszentrum erreicht; daher ist die Route der Reise ein wichtiges Kriterium.

In einigen Fällen ist die Mitgliedschaft in einer Organisation empfehlenswert, die den Dialysepatienten im Falle eines Transplantationsangebotes zurückholt. Dies kann auch aufgrund einer plötzlich eintretenden Erkrankung sinnvoll sein. Da nicht jede Reisekrankenversicherung diese Leistung erbringt sollte der Dialysepatient dies vorher abklären.  “

 

Nachstehend aufgeführt sind einige Dialyse-Kreuzfahrt-Reisedaten für das Kreuzfahrtschiff „Costa Luminosa“.

5. August 2009 und 29. August 2009

Kopenhagen / Norden Venedigs auf 14 Inseln zwischen dem Mälarsee und dem baltischen Meer /  Helsinki /Sankt Petersburg/ Tallin / Bornholm

9. September 2009

Reise rund um Westeuropa / Schatzkammern der iberischen Halbinsel / wundersame Paläste / Pilger auf dem Weg nach Santiago de Compostela / „white cliffs of Dover

18. und 29. September 2009, 10. Oktober 2009

die Meeresenge von Gibraltar / Reiz der Nordafrikanischen Küste / Casablanca / Teneriffa / Nationalpark von Teide /Lanzerote / Madeira / Barcelona

 

Dialyse-Kreuzfahrten mit Kreuzfahrtschiffen

 

MS Delphin: 12 Tage England / Bremerhaven – Kiel

08. 08. 2009

MS Delphin: 13 Tage rund um die Ostsee / Kiel – Kile

19. 08. 2009

MS Deutschland: 13 Tage Picadilly und Penny Lane

10. 09. 2009

MS Delphin: 15 Tage Schwarzes Meer / Nizza – Venedig

24. 09. 2009

MS Delphin: 17 Tage Antarktis mit Magellan / Buenos Aires – Ushuaia

05. 11. 2009

MS Delphin: 17 Tage Antarktis, Südgeorgien, Argentinien / Ushuaia – Buenos Aires

02. 02. 2010

 

Dialyse-Kreuzfahrten auf MS »Astor« im Winter 2009/10

06.11. – 20.11.2009 Kanarische Inseln
27.11. – 20.12.2009 Ägypten, Jemen, Indien, Malediven
19.12. – 09.01.2010 Malaysia, Kambodscha, Vietnam
07.01. – 31.01.2010 Vietnam, Sabah, Australien
28.01. – 17.02.2010 Australien, Neuseeland
14.02. – 12.03.2010 Südsee
12.03. – 27.03.2010 Mexiko, Costa Rica, Karibik
26.03. – 18.04.2010 USA, Kanada

 

Neue Entertainment-Ära auf See mit der Blue Man Group

 

Nicht nur bei Freizeitaktivitäten zeigt sie NCL Epic eine Vielfalt. In der Saison 2010/2011 konzentriert sich die Reederei auch auf Europa und preis als Highlight des neuen Programms erstmalig Kreuzfahrten mit der Norwegian Gem ab/bis Venedig an. Im wöchentlichen Wechsel wird die Norwegian Gem ihre Passagiere ab der Lagunenstadt ins Östliche Mittelmeer oder zu den Griechischen Inseln schippern.

Die Norwegian Jade wird sich ebenfalls ganzjährig auf Europa konzentrieren und ab Barcelonaeinwöchige Kreuzfahrten ins Westliche Mittelmeer anbieten. Für neun- bzw. zwölfnächtige Kreuzfahrten sind die Kanaren und das Östliche Mittelmeer das Ziel.

Der dritte Luxusliner der NCL-Flotte, die Norwegian Sun, wird von Dover aus in die Ostsee starten und die Ostseemetropolen Tallinn, St. Petersburg, Helsinki und Stockholm besuchen.

Wie schon im Kreuzfahrten-Blog berichtet, befindet sich auf der Norwegian Epic die erste Röhrenrutsche, der erste Squash-Platz, eine Kletter- und Abseilwand sowie sechs Bowling-Bahnen.

Neue Wege betritt NCL auch beim Show-Programm. Mit der Verpflichtung der Blue Man Group  setzt NCL neue Maßstäbe auf dem Unterhaltungssektor der Kreuzfahrtreisen.

 

Sechs Städte, ein Orchester und viel Meer und Musik

 

TUI Cruises bietet alljährliche besondere Events auf ihren Kreuzfahrten an. Im Jahre 2010 wartet TUI Cruises mit einem besonderen musikalischen Highlight auf. In der Zeit vom 7. bis 17. Juli 2010 gehen die berühmten Wiener Philharmoniker an Bord der „Mein Schiff“ auf eine Ostsee-Tournee.

Mit hochkarätigen Dirigenten und Solokünstlern gibt das Wiener Orchester exklusive Konzerte, so das Jubiläumskonzert in Königsberg und weitere Konzerte in den Zwischenhäfen. Besonders erfreut dürfen alle Passagiere auf dieser Krezfahrt sein, denn sie dürfen den öffentlichen Proben der Wiener Philharmoniker kostenlos beiwohnen.

Auf dieser Kreuzfahrt wird „Mein Schiff“ das Orchester und alle Gäste zu den traditionsreichen Städten Stockholm, Tallinn, St. Petersburg und Helsinki bringen. Diese musikalische Reise findet im russischen Königsberg den musikalischen Höhepunkt. Ausgewählt wurde Königsberg für ein Jubiläumskonzert aus Anlass des 200 Geburtstages des Gründers der Wiener Philharmoniker, Carl Otto Ehrenfried Nicolai.

Eine besondere Attraktivität versprechen auch die weiteren Konzerte im Mariinsky Theater in St. Petersburg, in der Finlandia Hall in Helsinki und im Stockholmer Konserthuset.

Die Gäste werden von den Proben und öffentlichen Konzerten des Wiener Klankörpers, der auf eine 166-jährige Tradition zurückblickt, begeistert sein, denn die Wiener Philharmoniker genießen aufgrund der Vielzahl an genialen Komponisten und Interpreten in ihrer künstlerischen Bedeutung Weltruf.

Kostenloser Shuttle-Service bei „Mein Schiff“

 

Bei „Mein Schiff“ ist wirklich alles inklusiv, auch die Individualität. In den Häfen ihrer Baltikum-Routen bietet TUI Cruises allen Passagieren, die nicht gemeinsam mit anderen Passagieren einen Landausflug bzw. eine Städtetour unternehmen, sondern allein, ganz individuell nach eigenen Wünsche und Vorstellungen die Metropolen der Ostsee erkunden wollen, einen kostenlosen Shuttle-Service vom Schiff zu den Stadtzentren und wieder zurück an. Aus Erfahrung weiß die Reederei, dass manche Gäste einen geruhsamen Stadt- und/oder Shoppingbummel unternehmen, einen Kaffee trinken, die Sehenswürdigkeiten der Städte erkunden, das Treiben auf den Straßen und Plätzen beobachten und auch genügend Zeit zum Fotografieren haben wollen.

Bisweilen legt „Mein Schiff“ weiter vom Stadtkern an, und die Passagiere sind darauf angewiesen, wiederum einen kostenlosen Service in Anspruch nehmen zu können. TUI Cruises hat diese Erwartungshaltung erkannt und bietet daher in den Ostseemetropolen Stockholm, Helsinki, Tallin und Kopenhagen diesen kostenlosen Busshuttle an, der von den Gästen auch recht gerne angenommen wird. Die Gäste müssen allerdings darauf achten, dass sie wieder rechtzeitig vor Ablegen von „Mein Schiff“ an Bord sind. Die aktuellen Verkehrszeiten werden an die jeweiligen Liegezeiten des Luxusliners angepasst und werden rechtzeitig im Tagesprogramm an Bord veröffentlicht.

Fechten lernen auf „Mein Schiff“

 

Bei TUI Cruises geht es sportlich zu. Nach dem mehr theoretischen Ausflug ins Fußballleben mit Reiner Calmunds Autobiographie „fußballbekloppt!“ auf der Nordland-Tour im Juni/Juli d.JU. bietet TUI Cruises auf „Mein Schiff“ in der Zeit vom 8. bis 18. August 2009 während der Ostsee-Tour „Baltische Impressionen & Kopenhagen“ ein Sportprogramm der besonderen Art an. Die dreimalige Goldmedaillen-Gewinnerin und Olympiasiegerin Anja Fichtel wird an fünf Tagen die jungen Passagieren in die hohe Kunst des Fechtens einführen.

Sportinteressierte erinnern sich gerne an die zehnfache Deutsche Meisterin und 14-malige Medaillengewinnerin bei Olympischen Spielen, die zu den erfolgreichsten Fechterinnen weltweit zählt. Am ersten Seetag wird Anja Fichtel die jungen Sportler aber auch interessierte Erwachsene testen. Das Angebot wendet sich aber an Kids und Teenager bis zum Alter von 14 Jahren. Ein Anfängerkurs wird die jungen Teilnehmer bei spielerischen Übungen in den  Umgang mit dem  Florett einführen. Während der gesamten Kreuzfahrt wird Anja Fichtel die verschiedenen Übungseinheiten anbieten. Das Training findet seinen sportlichen Abschluss mit einem Spaßturnier am letzten Trainingstag.

„Baltischen Impressionen & Kopenhagen“ widmet sich diese Kreuzfahrt von „Mein Schiff“, und auf dieser Entdeckertour entlang der Seefahrtsrouten der alten Hanse spielen die Gegensätze eine Hauptrolle. Der Luxusliner „Mein Schiff“, am 15. Mai 2009 von der Sängerin Ina Müller am Hamburger Fischmarkt getauft und nach einem feierlichen Konzert der Künstler Udo Lindenberg und Jan Delay zur Jungfernfahrt verabschiedet, weist imposante Dimensionen aus: 263,9 m lang, 32,2 m breit, 8,3 m Tiefgang, 962 Kabinen und 780 Personen Schiffscrew.

„Mein Schiff“ startet am 8. August in Kiel und nimmt Kurs auf Schwedens Metropole Stockholm, die auch „Die Schöne auf dem Wasser“ genannt wird. Bei der Schiffsreise nach Stockholm wir dem Gast dieses Attribut vor Augengeführt, den erst nach Durchfahrt des Schärengartens mit rund 14 000 kleinen Inseln erreicht „Mein Schiff“ die malerisch zwischen Ostsee und Mälersee gelegene Hauptstadt Schwedens. Die größte Stadt in Skandinavien ist Residenz des Königspaares, Sitz des schwedischen Parlaments und der schwedischen Regierung. Bei einem Stadtbummel wird der Gast die vielfältigsten Sehenswürdigkeiten kennen lernen und sich an den grünen Hinterhöfen, dem mittelalterlichen Klostergewölbe, originellen Kunstläden und Boutiquen erfreuen können. Die Schiffsliebhaber wird es aber in das Vasa Museum ziehen und dort das älteste, fast vollständig restaurierte Kriegsschiff der Welt bestaunen.

Ein weiteres Highlight dieser Ostsee-Kreuzfahrt ist St. Petersburg mit einer schier endlosen Anzahl von besonderen und berühmten Sehenswürdigkeiten wie die Peter-Paul-Festung, die Isaaks-Kathedrale, die Blutskirche, die Eremitage und Newski-Prosekt. Die Städtetour vorbei an den imposanten Palästen entlang des Flussufers der Newa wird sich tief in die Erinnerung der Gäste einprägen.

Viel zu erkunden gilt es auch in der Hauptstadt Estlands. Tallinn bezaubert die Gäste von „Mein Schiff“ mit den liebevoll restaurierten Häusern, mit den zahlreichen Kirchen, mit der ältesten Apotheke des Baltikums und einer massiven Stadtmauer mit neunzehn Wachtürmen, um nur einige der vielen Sehenswürdigkeiten zu benennen.

Ein weiterer Glanzpunkt auf der Erkundungsliste dieser Kreuzfahrt ist ein Besuch von Danzig, die seit einigen Jahren in neuem Glanz erstrahlt. Nicht allein dem berühmten Krantor gilt die Aufmerksamkeit der Gäste. Und die Reiseleiterin wird die Besucher aus dem fernen Deutschland sicherlich auch in die Wirkungsweise dieses Baudenkmals einweisen:  In seinem Innern sind zwei Paar Trommeln angebracht, die Lasten von bis zu vier Tonnen hoben. Die Trommeln haben Durchmesser von 6 m und 6,5 m. Vier Arbeiter setzten die Hebevorrichtung durch Steigbewegungen in Gang. Über eine Übersetzung konnten Waren in 11 m und sogar in 27 m Höhe gehoben werden. Letzteres war geeignet zum Einsetzen von Schiffsmasten.

1945 brannte die hölzerne Konstruktion des Krantors ab und die steinernen Elemente wurden beschädigt. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebäude rekonstruiert und dient seitdem als Teil des Schifffahrtsmuseums.

Die Gäste werden aber auch die Frauengasse mit ihren schmalen und reich geschmückten Bürgerhäusern bewundern.

Was wären „Baltische Impressionen“ ohne die Ergänzung Kopenhagen! Kopenhagen, Dänemarks Hauptstadt und kulturelles und wirtschaftlichen Zentrum des Landes,  gehört zu den bedeutendsten Metropolen Nordeuropas und zählt dort zu den meistbesuchten Städten. Kopenhagen ist nicht nur die Hauptstadt Dänemarks, sondern auch die facettenreichste Großstadt in Skandinavien. Ein Viertel aller Dänen leben im Großraum Kopenhagen doch ist Mit der gewaltigen Brückenverbindung über den Øresund hinüber nach Schweden kommt Kopenhagen im neuen Jahrtausend eine noch größere Bedeutung als Drehscheibe in Skandinavien zu. Besucher aus aller Welt kommen nach Kopenhagen, um sich im Tivoli zu amüsieren, um die Meerjungfrau zu sehen, die Wachablösung vor dem Schloss der Königin zu beobachten.

Helsinki ist das politische, wirtschaftliche, geistige, wissen-schaftliche und kulturelle Zentrum Finnlands. Der Gast bräuchte Tage, um all den interessanten Sehenswürdigkeiten einen Besuch abstatten zu könne. Doch einige dieser Highlights seien hier aufgeführt:

Suomenlinna, die größte Seefestung der Welt; Olympiastadion; Konzert- und Kongressgebäude Finlandia-Halle; Hauptbahnhof; Nationaltheater; Parlament; Alte Markthalle; Finnische Nationaloper; Kirchen, Klöster, Moscheeen, Synagogen; der  Botanische Garten Kaisaniemi und der städtische Wintergarten; prächtige Parkanlagen und der Zoo Korkeasaari.

Sie sind alle herzlich eingeladen, diese besondere „All-inclusiv-Kreuzfahrt“ zu erleben. „Mein Schiff“ hält das Versprechen: Inclusiv bedeutet für TUI Cruises auch inclusiv, ohne Wenn und Aber.

Spezialtarif für Kurzentschlossene bei TUI Cruises

 

Wer hat nicht schon einmal davon geträumt, seinen Koffer zu packen, zum Flughafen zu fahren, kurz entschlossen eine Reise zu buchen und sich überraschen zu lassen. TUI Cruises erfüllt in abgewandelter Form einen solchen Traum, wobei sich die Passagiere letztlich nur auf den Reisezeitraum, nicht aber auf die Destinationen festlegen.

Mit einem Spezialtarif lockt TUI Cruises Kurzentschlossene mit dem Angebot „Unbedingt Mein Schiff“ für die drei Abfahrten am 7,. 18. und 29. Juli 2009 auf den Luxusliner „Mein Schiff“. Die genaue Reiseroute sowie den genauen Reisetermin erfährt der Gast erst zwei Tage nach seiner Buchung.

Drei Reisevarianten bietet TUI Cruises an. Entweder erhält der Gast die Reise zur Ostsee  mit Häfen wie Stockholm, Helsinki, St. Petersburg und Tallin oder er wird seine Kreuzfahrt entlang der norwegischen Küste bis zum Nordkap antreten oder der Zuspruch fällt auf die norwegischen Fjorde mit Besuchen der Städte Oslo und Bergen.

 

Verlockung der Woche: Mittelmeer, Nordamerika und Ostsee für Entdecker

 

Jede Woche verlocken wir Sie auf´s Neue mit drei reizvollen Angeboten. Aber nur bis zur nächsten Woche, denn dann gibt es wieder eine neue interessante Angebotsvielfalt, bei der Sie vor Traumpreisen nur so in die Luft springen.

Buchen Sie bis zum 02.07.09 folgende Traumziele: 

7 Tage Westliches Mittelmeer:

05.09.2009 bis 12.09.2009 mit AIDAbella

 
Von Mallorca aus nimmt AIDA Sie mit auf eine fantastische Reise zu den spannendsten Metropolen am Mittelmeer. Tauchen Sie ein in die unglaubliche Welt des alten Pompeji. Bewundern Sie die antiken Schätze Roms. Bunt und lebendig erwartet Sie Marseille. Charmante, kleine Straßencafes und der wunderschöne Yachthafen versprühen ein wunderbares mediterranes Flair.

10Tage Ostsee:

31.07.2009 10.08.2009 mit AIDAluna

Gehen Sie mit AIDA auf Entdeckungstour ins Baltikum. Lassen Sie sich vom Charme Stockholms, dem prunkvollen St. Petersburg und der finnischen Metropole Helsinki begeistern. Malerische Altstädte, die meisterhaft restaurierten Kirchen und Paläste oder das prächtige Bernsteinzimmer warten auf Ihren Besuch. Besonders die Fahrt durch den berühmten Schärengarten von Stockholm lässt diese Route einzigartig werden.

10Tage Nordamerika:

23.09.2009 bis 03.10.2009 mit AIDAaura

Die Vielfalt, die Sie an der amerikanischen Ostküste erwartet, lässt Entdeckerherzen höher schlagen. Allein New York City verspricht eine Hülle von Eindrücken. In Boston können Sie auf den Spuren der amerikanischen Unabhängigkeitsbewegung wandeln und am Sankt-Lorenz-Strom die schönsten Städte Kanadas erobern. Dazu das unvergleichliche Farbenspiel des Indian Summer in den grandiosen Nationalparks von Maine und Neuschottland.

Quelle: AIDA Newsletter

Höhepunkte der Ostsee – Teil 3/3

9. Tag

Wer ließe sich morgens nicht gerne wachküssen! Musikalisch besorgt dies um 7.30 Uhr unser Bordwecker, doch nicht uns, denn bereits ab 6,15 Uhr sind wir in die Schärenlandschaft Schwedens eingefahren und genießen diese Landschaft. Wir widmen uns nach dem Aufstehen dem Frühstücksbuffet und haben dann noch genügend Zeit, bis uns die örtliche Reiseleiterin zur Stadtrundfahrt verbunden mit einem Altstadtrundgang abholt. Erstmals erleben wir leider eine völlig inkompetente Botschafterin ihres Landes. Doch wir haben uns glücklicherweise vorinformiert und können dennoch bei der unverständlichen Hektik mit nur einem Fotostopp Schwedens Metropole kennen  lernen. In eindrucksvoller Lage, dort, wo sich das Kobaltblau des Mälarsees mit den dunkleren Ostseewassern mischt, breitet sich die Stadt mit über 14 Inseln aus, die 40 Brücken miteinander verbinden. Die verschiedenen Eilande gleichen sich oft so wenig, dass sie wie eine Reihe nur entfernt miteinander verwandter Miniaturstädte wirken.

Jeder Teil hat seinen eigenen Charakter. In der auf Inseln erbauten Metropole ist Wasser nie weit weg. Vor dem Schloss entlassen wir uns selbst und unternehmen einen Spaziergang durch die Altstadt. Die Sträßchen mit Kopfsteinpflaster und verwinkelten Gassen folgen dem mittelalterlichen Bauplan und sind so eng, dass die Hausgiebel fast zusammenstoßen. Den nördlichen Teil der Altstadt beherrscht das Königsschloss. Erstmals geben wir der örtlichen Reiseleiterin kein Trinkgeld, wir sind zu sehr enttäuscht von ihrer „Leistung“.

Auch am 9. Tag unserer Kreuzfahrt ist die Sonne unser ständiger Begleiter. Erst um 16.00 Uhr erreicht das Verwöhnprogramm unseres Luxusliners an der Bar bei Waffeln einen ersten Tageshöhepunkt. Und um 18.00 Uhr dürfen wir das Gala-Buffet kurz fotografieren. Wir sind in der zweiten Gruppe zum Gala-Dinner bestellt, und auch wir bestaunen den vollendeten kulinarischen Zauber. Nahtlos reiht sich der nächste Termin ein: Gala-Show-Express mit den Bordkünstlern und dem Showorchester. Die Künstler servieren einen Unterhaltungscocktail mit Musik, Tanz und Humor. Wir machen zwar noch lange nicht schlapp, hören aber auf unserer Körper, der sich nach Ruhe und Entspannung sehnt.

10. Tag

Heute ist Seetag. Unser Bordwecker lockt uns schon um 7.30 Uhr gut gelaunt aus den Träumen. Beim Studium des Tagesprogramms können wir uns nicht sogleich entscheiden, welche Termine wir wahrnehmen wollen. Zu viele Angebote erwarten uns:

10.00 Uhr Blick auf die eigenen Urlaubsfotos
10.15 Uhr Premiere des 1. Teils der Filmdokumentation „Höhepunkte der Ostsee“
10.30 Uhr Phantastisches aus Eis: Der philippinische Küchenartist zeigt, wie aus einem Eisblock bezaubernde Eisfiguren entstehen.
11.00 Uhr Frühschoppen mit Weißwurst und Brezel
12.00 Uhr VIP-Sprechstunde
12.30 Uhr Mittagessen
14.00 Uhr Gemüse-Schnitzereien und Marzipan-Figürchen

Aber auch das Sportprogramm ist verlockend:

9.30 Uhr Fat-Burner mit der Sportlehrerin
10.30 Uhr Bauch-pur-Gymnastik
15.30 Uhr Bauch-Beine-Po-Gymnastik
17.30 Uhr Stretching
17.30 Uhr Walk a mile

Den Auswirkungen des Gala-Buffets kann jeder nach Herzenslust zu Leibe rücken, und außerdem steht ja auch noch der Fitnessraum jedem zur Verfügung. „Sportlich“ nehmen wir auch die Durchsicht der Bilderflut über das Gala-Buffet.

Glutrot verabschiedet sich die Sonne um 19.00 Uhr. Und nach dem Abendessen treffen wir uns noch in gemütlicher Runde an der „Lästerpromenade“. Doch noch können wir nicht unsere Kabine aufsuchen. Schon um 20.30 Uhr ist unser Kreuzfahrtschiff in den Großen Belt eingefahren. Um 23.30 Uhr soll unser Schiff die Storebelt-Brücke passieren. Doch bereits eine Viertelstunde vor „Termin“ erreichen wir die zweitgrößte Hängebrücke zwischen Sproge und Halskov. Nun erst geben wir unserer Müdigkeit nach.

11.Tag

Seit Stockholm bis Kopenhagen musste unser Schiff eine Strecke von 664 Seemeilen zurücklegen. Um 6.00 Uhr passieren wir die engste Stelle im Sund zwischen Helsinger (Dänemark) und Helsingborg (Schweden). Um 6.30 Uhr holt uns unser Bordwecker aus den Federn und verspricht uns ein Frühstück mit Butterzopf und Tatar. Mit dem Frühstück müssen wir uns heute beeilen, denn die Landausflüge beginnen bereits um 8.20 Uhr. Einem Fährschiff müssen wir den Vorrang lassen, und so verspätet sich auch die Ankunft in Kopenhagen. Gespannt sind wir auf „Die kleine Meerjungfrau“. Sie gilt als das Wahrzeichen Kopenhagens. Die 1913 geschaffene Skulptur wurde mehrmals Opfer von Anschlägen. Mehrmals schlug man ihr den Kopf ab, ein anderes Mal verlor sie einen Arm. Da jedoch die Originalformen aufbewahrt werden, waren Nach-bildungen einzelner Teile jederzeit möglich.

Unsere Reiseleiterin zeigt sich umgehend als versierte Botschafterin Dänemarks. Nach dem Besuch der erhofften Sehenswürdigkeit gibt sie uns einen Überblick über ihre Heimatstadt ebenso wie in die sozialen Verhältnisse ihrer Bewohner. Mehrfach legt sie Fotostopps ein, so dass wir mit einer reichen Ausbeute aufs Schiff zurückkehren können. Der Gefion-Brunnen stellt die Sage der nordischen Göttin Gefion dar, die ihre vier Söhne in Ochsen verwandelte, um mit ihnen die Insel Seeland aus Schweden herauszupflügen.Ein weiteres Highlight bietet das Schloss Amalienborg der Königsfamilie an einem achteckigen gepflasterten Platz. Im Mittelpunkt dieser herrlichen Rokoko-Anlage steht ein vorzügliches Reiterdenkmal für König Frederik V. Wir haben Glück. Anne hat die Besich-tigungsabfolge bestens eingeteilt und wir können der Wachablösung vor dem Schloss beiwohnen.

Am Rathausplatz verlassen wir den Bus, nicht ohne unsere Reiseführerin für ihre vorzüglichen Erklärungen und Planungen mit einem Trinkgeld belohnt zu haben. Unser Spaziergang bringt uns in Kopenhagens berühmte Fußgängerzone Strøget mit ihren zahlreichen Straßencafés, Bars und Läden. Leider sind am Sonntag die meisten Geschäfte geschlossen! Den Rückweg finden wir allein, vorbei am Straßenknotenpunkt mit dem Reiterstandbild von König Christian V. und  dem Königlichen Theater.

Ein herausragendes Ereignis am Abend ist eine Travestie-Show.

Es gelingt eine tolle Performance, die mit einem schier endlos anhaltenden Beifall belohnt wird. In unserem Treff hinter der Bar müssen wir noch lange über diese Glanzleistung reden, und es wird wiederum Mitternacht, bis wir in unsere Kabinen zurückkehren.

12. Tag

Um 6.30 Uhr weckt uns unser fröhlicher Bordwecker. Das norwegische Arandal in Sicht? Nein, dichter Nebel behindert den gesamten Schiffsverkehr. Der Hafen ist geschlossen.  Um 8.00 Uhr will der Kapitän einen weiteren Versuch starten, um dennoch am Kai festmachen zu können. Unser „Yakee-Wetter“ lässt uns auch am letzten Ausflugstag nicht im Stich. Gegen 8.00 Uhr lichtet sich der Nebel. Und die Hafenbehörde gibt ihr Okay. Das Morgenprogramm kann wie geplant starten. Wir legen am Kai neben den drei deutschen Kriegsschiffen Main, Ammersee und Feeman an.

Die malerische Hafenstadt breitet sich auf sieben Inseln aus. Ein Spaziergang bringt uns durch die Altstadt, vorbei am Marktplatz mit dem eindrucksvollen Rathaus. Leider nehmen die Geschäfte keine Euro. Lediglich der Schokoladenbäcker hat sich auf deutsche Kunden eingestellt. Unseren Blick gefangen hält die Dreifaltigkeitskirche mit ihrem 85 m hohen Kirchturm, der die Altstadt überragt.

Die Auslaufparty verbinden wir mit dem Frühschoppen an der Außen-Bar. Zur Stärkung werden Nürnberger Bratwürste und Sauerkraut gereicht. Zum Mittagessen gönnen wir uns deswegen lediglich Kalamarisringe. Nach der alkoholischen Einstimmung an der Bar und den obligatorischen zwei Gläschen Tischwein rufen die Bettfedern. Aber lange können wir uns diese Ruhephase nicht gönnen. Sporttermine und der zweite Teil der Filmdokumentation warten auf uns. Bis zum Abschiedscocktail verkürzt das „Kofferpacken“ die Wartezeit.

Das Abschiedsdinner wird in festlicher Atmosphäre um 19.30 Uhr serviert. Die Männer mögen ja wegen des Anzugszwangs gestöhnt haben, den Frauen kam die Kleiderordnung aber recht. Endlich, und dies zum letzten Male, können sie ihre Gala-Garderobe ausführen. Und nach dem Festessen erinnern wir uns an eine Aussage einer berühmten Persönlichkeit: Es ist besser, Genossenes zu bereuen, als zu bereuen, dass man nichts genossen hat.

Zum letzten Mal treffen sich alle Gäste im Salon zur Abschiedsparty. Do Swidanja! Nun heißt es Abschied nehmen vom Reiseleiter-Team, vom Kreuzfahrtdirektor und von allen Künstlern. Und vor Mitternacht gehen die Bedienungen mit kleinen Appetithäppchen auf großen Platten durch alle Räumlichkeiten. Mit einem Hefenweizenbier sorgen wir für die nötige Bettschwere. Nur noch einen Termin müssen wir erfüllen. Bis spätestens 4.00 Uhr müssen unsere Koffer vor der Kabinentür stehen. Da sind kleinere Pannen vorprogrammiert. Der Schlafanzug ist längst im Koffer eingepackt! Uns passiert glücklicherweise nicht ein berichtetes Malheur, dass auch die gesamte Kleidung im Koffer liegt und dieses Versäumnis erst dann bemerkt wird, als die Koffer längst abgeholt sind. Lediglich ein Kabinenschlüssel befindet sich in dem bereits gepackten Koffer. Doch dieses Missgeschick wird noch rechtzeitig erkannt.

13. Tag

„Time to say goodbye!“ Anja bleibt es vorbehalten, uns zum letzten Male zu wecken. Und zum Frühstück fallen die Massen ein und stürzen sich aufs Buffet. Mehrmals gehen die Angebote zur Neige, doch satt wird jeder. Um 9.00 Uhr legt die unser „schwimmendes Hotel“ am Kolumbuskaje an. Es wird dauern, bis alles Gepäck zu den wartenden Bussen gebracht wird. Wir nutzen diese Zeit, um die freundlicherweise zur Verfügung gestellten Daten und Auflistungen zu studieren.

Auf der Kreuzfahrt „Höhepunkte der Ostsee“ hat unser Kreuzfahrtschiff Gorki eine Strecke von 2842 Seemeilen, das sind 5264 km, zurückgelegt. Die größte Teilstrecke war die Entfernung von Stockholm nach Kopenhagen mit 123o km, die kleinste von St. Petersburg nach Helsinki mit 333 km.

Interessant ist auch der Verbrauch an Lebensmitteln während dieser Reise.

Fisch

5.560 kg

Fleisch

8.650 kg

Gemüse

11.890 kg

Obst

15.800 kg

Speiseeis

1.600 Liter

Eier

22.150 Stück

Kuchenstücke

33.700 Stücke

Tischwein rot

2.700 Liter

Tischwein weiß

1.690 Liter

Wodka

209 Liter

Fassbier

1.350 Liter

Flaschenbier

1.247 Flaschen

Mahlzeiten

38.800 Stück

Wir können uns dem Dank des Kreuzfahrtdirektors und des Kapitäns nur anschließen. Wir haben eine ereignisreiche, abwechslungsreiche, harmonische und interessante Reise erlebt. Gerne nehmen wir die chinesische Spruchweisheit aus China in uns auf:

Leuchtende Tage, nicht weinen,
dass sie vergangen,
lächeln, dass sie gewesen,
denn Ihr habt sie erlebt.

Höhepunkte der Ostsee – Teil 2/3

5. Tag

Der Bordwecker holt uns um 7.30 Uhr schwungvoll aus den Federn. Sein Motto heißt „Jeden Tag ein Lächeln verändert die Welt“. Und wir haben allen Grund zu lachen. Wir erleben eine wunderschöne Reise zu den Höhenpunkten der Ostsee. Mit ihren Beiträgen betreibt sie eine lebendige Morgengymnastik für die Seele. Der Bordpfarrer hat herzlich zu einer ökumeni-schen Morgenandacht eingeladen. Keinem wird es an diesem langweilig. Die Bordband gestaltet heute einen  „Singenden Frühschoppen“. Neben musikalischen Beiträgen hat auch das Küchenteam Extras vorbereitet: Leberkäse und Kartoffelsalat. Das Mittagessen könnten wir ja ausfallen lassen! Aber …

Um 15.15 Uhr wird unser Ausflug „Tallinn und Freilichtmuseum Rocca al Mare aufgerufen. Die Reiseleiterin stellt uns während der Busfahrt ihr Land vor. Die Stadt Tallinn, so erfahren wir, besteht aus drei Städten: dem Domberg mit der Oberstadt, der Unterstadt und jenseits eines Grüngürtels und der Mauern, die noch zu einem Großteil erhalten sind, die Neustadt. Das frühere Reval liegt am Finnischen Meerbusen. Von der Burg auf dem Kalksteinhügel des Dombergs überblicken wir das faszinierende Gewirr von mittelalterlichen Dächern und Pflasterstraßen, aus dem hier und da schlanke Kirch- und trutzige Wehrtürme ragen. Auffällig sind auch die prächtig gestalteten Wetterfahnen, sichtbares Zeichen von Macht und Anerkennung. Die UNESCO hat 1997 die sanierte Altstadt mit dem Bollwerk als Weltkulturerbe gewürdigt. Estland, so versichert uns die örtliche Reiseleiterin, hat den Aufbruch aus der sozialistischen Eiszeit gemeistert.

Und die Esten sind stolz auf ihre Fortschrittlichkeit. Allerdings gelten die ehemaligen russischen Bewohner als Esten zweiter Klasse, die teilweise verarmt sind, ausgegrenzt sind, lediglich ihre russische Sprache verstehen und heimatlos im Lande sind, da sie keinen estischen Pass erhalten. Das moderne Estland ist das Land der 1000 Stimmen. Seit der „singenden Revolution“ in den 80er Jahren, als 200 000 Esten das verbotene Volkslied „Estland – meine Heimat“ sangen, richtet Estland  bedeutende und viel beachtete  Sängerfeste aus. Und zur Mittsommernacht geraten die Esten völlig aus dem Häuschen. Dann sind die Schatten der Vergangenheit ebenso vergessen wie die Sorgen der Zukunft. Und überdeutlich drückt Maria immer wieder ihren Hohn gegenüber den einstigen Machthabern aus. Die sowje-tischen Plattenbauten tituliert sie als Trotzkisten. Und ein Denkmal beschreibt sie folgendermaßen: He, Taxi, mein Mann ist besoffen, mein Kind ist müde, ich will nach Hause. Und gar beim Straßenbau muss alles Sozialistische weg, damit die Autos nicht so hopsen müssen.

Das Freilichtmuseum Rocca al Mare, an der Küste 10 km westlich der Stadt gelegen, bietet mit originalgetreu wieder aufgebauten Fischerkaten, Windmühlen und Bauernhöfen einen guten Einblick in das estnische Landleben der letzten 150 Jahre.

Den interessanten Ausflug in die estnische Geschichte beschließt eine Volkstanzgruppe.

Nach dem Abendessen genießen wir ein russisches klassisches Konzert „Polowetzer Tänze“. Dieses Konzert bleibt uns in Erinnerung, da sind wir sicher. Virtuos beherrschen alle drei Künstler ihre Instrumente. Und dieser Abend zählt auf unserer Reise zu den besonderen Erlebnissen. Es fällt zwar schwer, nach diesem Konzert wieder auf den Boden zurückzukehren, aber die „Late night spezial“ im Captain´s Club reizt uns dennoch.  Heute haben wir es lange ausgehalten. Um 2.00 Uhr beginnt endlich die Nachtruhe.

6. Tag

Der „fröhlicheBordwecker“ rüttelt uns nach kurzem Schlaf um 7.30 Uhr musikalisch wach. Eigentlich, meint sie, sei bei der Nebelsuppe kein Grund aufzustehen. Doch wir sind nicht zum Schlafen aufgebrochen. Kaum hat sich der Nebel gelichtet, passiert unsere Kreuzfahrtschiff um 9.30 Uhr die Befestigung Kronstadt auf der Insel Kotlin vor den Toren der Stadt zum Schutz vom Sankt Petersburg. Von den Nachfolgern Peter I. wurden die Pläne für den Bau einer Befestigungsanlage weiter fortgesetzt, so dass sich Kotlin in der Mitte des 18. Jahrhunderts zum wichtigsten russischen Flottenstützpunkt entwickelte. Die „traurigen“ Überbleibsel können wir bei der Vorbeifahrt erkennen.

Erst nach dem Mittagessen erreichen wir um 13.00 Uhr St. Petersburg. Der Ausflugsplan sieht für uns am Nachmittag die Besichtigung des Palastes Peterhof vor, am Abend dann einen Galaabend im Jusupovpalast. Eine Hafenband begrüßt uns mit forscher Musik. Danach heißt es: Abfahrt zum ältesten Zarensitz. Der Peterhof liegt 30 km westlich von St. Petersburg. Für Peter den Großen von Jean-Babtiste Leblond, dem Architekten Ludwigs XIV., errichtet, wurde die Anlage später von Rastrelli erweitert.

Peterhof war, so unsere russische Reileleiterin, eine Sommer-residenz der russischen Zaren, ein grandioses Park- und Schlossensemble am Ufer des Finnischen Meerbusen. Damit die Böden geschont werden, müssen alle Gäste in Überschuhe schlüpfen. Peter der Große wollte daraus eine Art Denkmal für den Sieg Russlands über die Schweden machen. So versinnlicht beispielsweise die Fontäne „Samson reißt dem Löwen den Rachen auf“ den Sieg bei Poltawa im Jahre 1709. Bevor wir uns aber m Park umsehen, werden wir durch die prunkvollen Räumlichkeiten des Peterhofes geleitet. Danach nimmt aber das prächtige Schauspiel der Großen Kaskade mit dem Samsonbrunnen im Zentrum unsere Aufmerksamkeit in Anspruch. Staunend verharren wir.

Wir kehren rechtzeitig um 18.00 Uhr an Bord zurück, bevor wir nach dem Essen um 19.30 Uhr zum Jusupovpalast aufbrechen. Olga übernimmt die Führung durch diesen Palast. Auf der großzügigen Freitreppe werden wir „standesgemäß“ von in Rokokokostümen gekleideten „Lakaien“ begrüßt. Das Palais der Fürsten Jusupov widerspiegelt den Glanz seiner Zeit. Olga geleitet uns durch die Prunksäle und verweilt im Zimmer des „Wunderheilers“ Rasputin, der zunehmend Einfluss auf die Zarin gewonnen hatte. Olga zeigt uns auch den Ort, wo der vermeintliche Wunderheiler und Zarenberater im Dezember 1916 von Angehörigen der Hofgesellschaft ermordet wurde. Unklar blieb lange Zeit der tatsächliche Hergang der Ermordung Rasputins. Zunächst reichte man Rasputin mit Zyankali vergifteten Kuchen, den er aber genussvoll vor der angekündigten Audienz bei der Zarin  verzehrte, ohne dass die gewünschte Wirkung eintrat. Die Verschwörer schossen danach kopflos auf Rasputin, und als er immer noch nicht sterben wollte, warf man ihn schließlich in ein Eisloch eines Nebenkanals der Mojka.

Nach einer kleinen Pause bringt uns Olga zum Sektempfang im großen Saal und danach zum kleinen Theater, wo unter der Leitung von Michael Winogradow  die Solosänger vom St. Petersburger Theater für Oper und Ballett ein Gala-Konzert für die Gäste der Maxim Gorki zelebrieren von hoher Qualität, begeisternder Stimmführung und Ausstrahlung. Ohne die Qualität der Künstler schmälern zu wollen, bleiben die Auftritte der Nina Arsentjrva mit „Sizilianische Vesper“ und „Nachtigall“ in besonderer Erinnerung.

7. Tag

Was zwitschert denn da in unserer Kabine? Liegen wir wirklich im Bett? Wir sind doch erst vor ein paar Minuten zu Bett gegangen! Ein Blick auf die Uhr belehrt uns eines Besseren. Es ist zwar erst 6.30 Uhr, und der „Störenfried“ ist wieder unser Bordwecker, der uns aus den Träumen und Federn lockt. Ein ereignisreicher zweite Tag in St. Petersburg erwartet uns: die große ganztägige Stadtrundfahrt ab 8.45 Uhr.

Wir sind die Ersten, die heute die prächtigen Gebäude, u.a. auch die Eremitage und die 47 m hohe Alexandersäule, die an den russischen Sieg über Napoleon erinnern soll, bewundern dürfen. Wie Venedig und Amsterdam ist St. Petersburg eine Wasserstadt, kreuz und quer von 65 Kanälen durchzogen und von Hunderten von Brücken zusammengehalten. Die bedeutendste Wasserstraße ist die Newa, die sich in den Finnischen Meerbusen ergießt. Innerhalb von St. Petersburg wurde sie durch Granitufer eingedämmt. Der Zauber der Stadt geht von der Anordnung der im 18. Jahrhundert entstandenen Plätzen, Parkanlagen, Paläste und Monumente aus.

Unser Reiseleiter hat ein Herz für die Fotografen. An bedeutenden Stellen lässt er den Bus anhalten und Fotostopps einschieben. Nördlich der Newa beherrscht die Peter-Pauls-Festung die Szenerie. Dieses Bollwerk, das die Flussschifffahrt überwachen sollte, wurde 1703 mit Mauern aus Holz und Lehm begonnen, danach aber beeindruckende Schutzwälle aus rotem Backstein gebaut. Das dominierende Gebäude innerhalb der Festung ist die Peter-Pauls-Kathedrale. Die zierliche vergoldete Spitze des Glockenturms trägt einen Engel mit Kreuz.  Einen weiteren Fotostopp legen wir am Ende des Petrogradskaja-Kais ein. Hier liegt der Panzerkreuzer Aurora vor Anker, der 1917 mit einem Schuss das Zeichen zum Angriff auf den Winterpalast gab. Bewundern können wir auch ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, den Turm der Admiralität mit seiner goldenen Spitze, die in einer Wetterfahne in Bootsform endet.

Charakteristisch für die Silhouette der Stadt ist auch die 1858 vollendete Isaac-Kathedrale mit ihrer riesigen, von Engelsfiguren umgebenen Goldkuppel.  Die Paläste, erklärt uns unser Reiseleiter, sind vorwiegend in Privatbesitz. Mit einem Kaufvertrag haben sich die neuen Besitzer verpflichtet, die Ge-bäude zu renovieren. Uns fällt vornehmlich die dichte Bebauung auf – Gebäude reiht sich ohne Zwischenraum an das nächste Gebäude – und unser Guide berichtet, dass allein in St. Petersburg 40000 Häuser renovierungsbedürftig sind. Unser versierter Reiseleiter versteht es, seine Gäste zu unterhalten. Er fragt uns: Warum klauen die Russen in Deutschland zwei Autos? Antwort: Sie müssen noch durch Polen. Weiterhin fällt uns auf, dass wir keine Radfahrer zu Gesicht bekommen.

Das Mittagessen nehmen wir in einem Restaurant des Katharinenpalastes ein. Welche Pracht empfängt uns an diesem Ort! Nach dem gewöhnungsbedürftigen Mahl betreten wir die Parkanlage durch ein goldenes Tor. Und wiederum schlüpfen wir in leichte Überzieher, bevor uns unser Guide durch alle dem Publikum zugängigen Räumlichkeiten führt. Besondere Beachtung findet freilich das Bernsteinzimmer, das wir leider nicht fotografieren dürfen. Aber auch die Außenanlage besticht durch Eleganz und Formschönheit. Glücklicherweise müssen wir uns nicht einer höfischen Steife unterwerfen und dürfen uns frei bewegen, bis unsere Gruppe zur Besichtigung aufgerufen wird.

Fast geblendet von diesem Prunk kehren wir zu unserem Kreuzfahrtschiff zurück. Einen schwungvollen Abend gestaltet das Showballett „Vom Tango bis Kalinka“. Seit unserer ersten Begegnung mit diesem jungen Ensemble können wir einen mächtigen Fortschritt bei der Wahl der Kostüme und der Tanztechnik erkennen. Dem Angebot „Kaiserschmarren“ können heute beim Mitternachtssnack nicht alle widerstehen und lassen sich zu später Stunde noch verwöhnen. Beim obligatorischen Hefenweizenbier beschließen wir den Abend im Separee hinter der Bar. Die Uhr wird heute eine Stunde zurückgestellt, so dass wir noch vor Mitternacht ins Bett kommen.

8. Tag

Für die Strecke von St.Petersburg bis nach Helsinki muss unser Kreuzfahrtschiff 180 Seemeilen zurücklegen. Schon um 6.30 Uhr ruft unser Bordwecker den neuen Tag aus. Nur 13° beträgt die Außentemperatur. Dichter Nebel verhindert jegliche Sicht. Wir haben uns dazu entschlossen, nach dem Frühstück ab 9.00 Uhr die finnische Metropole auf eigene Faust zu erkunden. Entgegen unserer Erstplanung „Fußweg“ bringt und ein Shuttlebus ins Zentrum der Stadt. Die Haltestelle liegt dicht am Tagesmarkt, auf dem neben Gemüse und Obst auch Kunstprodukte des Landes angeboten werden. Doch nicht zu lange halten wir uns hier auf, besichtigen die Uspenski-Kathedrale und machen uns dann auf den Weg zum prächtigen Dom. Den klassizistische Dom (Entwurf:Carl Ludwig Engel ), mit nur einer Kuppel geplant, doch ab 1840 durch vier kleine Kuppeln mit vergoldeten Sternen erweitert, besichtigen wir, nachdem wir eine großzügige Außentreppe bestiegen haben. Der Fries ist mit Kopien der Kathedrale von Kopenhagen geschmückt. Das Innere des lutheranischen Gotteshauses ist schlicht und nüchtern, enthält aber Statuen von Luther, Melanchton und Agricola.

Bei der Stadterkundung treffen wir auf Aktivitäten des Roten Kreuzes und auf einen Aktionstag der Europaunion. Über die elegante Einkaufsstraße Esplanadi gelangen wir zum Konzerthaus Filandia, lassen unsere mit einer Visitenkarte versehenen Luftballone in den blauen Himmel steigen. Den Weg zum Sibelius-Park schaffen wir aber nicht mehr, kehren um und füttern am Hafen die zahlreichen Möven, die uns umschwirren und nach Futter betteln.

Pünktlich kehren wir in unser schwimmendes Hotel zurück, und um 16.00 Uhr verabschiedet sich unser Schiff von Helsinki und nimmt Kurs auf Stockholm. Erstmals gerät unser Kreuzfahrtschiff beim Ablegen in Schwierigkeiten. Der starke Wind treibt den Luxusliner immer wieder an die Kaimauer zurück. Ein Schlepper bietet seine Dienste an.

Da wir das Mittagessen ausfallen ließen, finden wir uns ausnahmsweise in der Lounge zur Tee- und Kaffeestunde ein. Wir halten uns aber bei der Kuchenwahl zurück, denn bereits drei Stunden später wird das internationale Abendessen serviert. Am Abend wartet wieder eine besondere musikalische Attraktion im Musiksalon auf uns. Andy Bünger nimmt uns auf eine „Musikalische Weltreise“ mit und stellt seine vielseitige musikalische Begabung auf Marimbaphon, Panflöte, Hawaii-Gitarre, Schlagzeug, Trompete und Saxophon unter Beweis. Nach dem Konzert wollen wir im Captain´s Club bei der Dance-Night mit unserer Lieblingskellnerin ein Tänzchen wagen. Doch sieist zu beschäftigt und ausgepowert, um sich noch Dienstschluss den Gästen widmen zu können. Dafür haben wir Verständnis, zumal wir uns davon überzeugen können, dass ihre Augen am Morgen „noch schlafen“. Entschädigt werden wir aber dann noch in der Lounge mit einer Tanzeinlage des Reiseleitungsteams.