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Kreuzfahrten

Mit der 362 Meter langen und 66 Meter breiten „Harmony of the Seas“ ist Mitte Mai 2016 das derzeit größte Kreuzfahrtschiff der Welt in See gestochen. An dem 120.00 – Tonnen Giganten ist alles riesig: Ausmaße, Ausstattung, Passagierzahl (6360!), Anzahl der Besatzungsmitglieder (2100!), Angebote, Unterhaltung, virtuelle Balkone, 20 Speisesäle, 23 Pools, Park mit 12.000 Pflanzen, Wasserrutschen, … Gebaut wurde der „Klassenprimus“ im französischen Saint-Nazzaire für die US-Reederei Royal Caribbean Cruises. .

Der maritime Riese wurde für den US-Markt gebaut, und die amerikanischen Passagiere stellen ganz andere Erwartungen an ein Kreuzfahrtschiff als beispielsweise die deutschen Gäste. Für die US-Gäste gilt das Motto „Das Schiff ist die Destination!“, und die deutschen Kreuzfahrtgäste wollen mit dem Kreuzfahrtschiff andere Länder und Kulturen entdecken.

Wer als Kreuzfahrt-Neuling unvorbereitet eine Kreuzfahrt auf einem dieser Meeresgiganten, die eigentlich diesen Namen gar nicht verdient hat, bucht, sieht sich an Bord fast unüberwindbaren Hindernissen ausgesetzt. Da muss der deutsche Gast schon die „Fremdsprache“ beherrschen, wenn er die vorwiegend in Englisch gehaltenen Informationen verstehen will. Gut zu Fuß muss der Gast ebenfalls sein; denn es gilt weite Wege zu den verschiedensten Schiffsdestinationen zurückzulegen.

Bis er beispielsweise „sein“ Restaurant gefunden hat, ist ihm vielleicht bereits der Hunger vergangen. An Bord werden dem Gast zwar vielfältige Hilfen angeboten, um auch alle anvisierten Schiffsziele zu finden, doch er muss jeweils Zeit investieren und Übersicht bewahren können. Die vielfältigsten Angebote „erschlagen“ den deutschen Gast förmlich, und mit dem Slogan „Das Schiff ist die Destination“ auf dieser „maritimen Kleinstadt“ kann er sich kaum anfreunden. Statt „Harmony“ ist der Alltag des deutschen Kreuzfahrt-Neulings sicherlich stärker von einer „Disharmony“ geprägt. Zu groß sind die Herausforderungen an einen Kreuzfahrt-Neuling!

Immer mehr Angebote für Kreuzfahrten und Flussreisen haben sich im schnelllebigen Internet angesiedelt. Die Kreuzfahrt-Profis kennen sich sicherlich aus und wissen die zum Teil unübersichtlichen Angebote richtig einzuschätzen. Doch für den Kreuzfahrt-Neuling bergen diese Internetangebot bisweilen richtige „Fallen“. Der Teufel steckt nämlich im Detail vorwiegend auch im Kleingedruckten. Die „Verwirrung“ beginnt bereits darin, dass das kleine Wörtchen „ab“ übersehen wird. Der Kunde weicht der gesamten Problematik dadurch am besten aus, dass er ein Reisebüro seines Vertrauens aufsucht und sich objektiv beraten lässt; denn die Reisebüromitarbeiter sind ständig unterwegs, kennen die Destinationen und die allermeisten Schiffe aus persönlicher Erfahrung und können daher den Kunden objektive Beratung angedeihen lassen.

Der Kunde sollte nicht dem Vorurteil erliegen, dass eine Buchung im Internet stets günstiger als eine Buchung im Reisebüro ist. Mit wenigen Klicks ist es auf keinen Fall getan. Wer als Kunde keine unliebsamen Überraschu8negn erleben möchte, muss absichern, dass bei allen Internet-Auftritten der ganz verschiedenen Anbieter sicher gestellt ist, wer die angebotene Reiseleistung erbringt und auch für eventuellle Mängel haftet.

Die Stiftung Warentest, die erst vor kurzem wieder ein gutes Dutzend Portale geprüft hat, kommt zu dem Ergebnis, dass die Anbieter zwar telefonisch oder per E-Mail schnell erreichbar seien, aber oft selbst einfache Nachfragen nicht beantworten könnten. Was geschieht aber, wenn der Internet-Bucher einen Flug umbuchen möchte, wenn er vor Ort in eine Notlage gerät und umgehend Hilfe benötigt? Wo ist dann der kompetente Ansprechpartner?

Der Leser spürt bereits, dass das Herz des Autors fürs Reisebüro schlägt, weil er die Vorteile nicht mehr missen möchte. Der Kreuzfahrer-Neuling, aber nicht nur dieser Personenkreis, sollte im besuchten Reisebüro nachfragen, ob der betreffende Mitarbeiter mit der Materie bestens bewandert ist und über einen erforderlichen persönlichen Erfahrungsschatz verfügt und somit auch stets auf dem neusten Stand ist. Ein gutes Reisebüro weiß und vertraut darauf, dass eine fundierte und optimale Beratung Dreh- und Angelpunkt jeden Erfolges ist und aus Kreuzfahrt-Neulingen auch Kreuzfahrt-Wiederholer schafft.

Welches sind nun u.a. die ganz besonderen Vorteile einer Reisebüro-Beratung?

  • Die Mitarbeiter kennen den besten Buchungszeitpunkt.

  • Aufgrund ihrer Erfahrung können die Reiseprofis Auskunft darüber geben, ob sich ein angebotener Ausflug rentiert oder ob die Destination auch auf eigene Faust erkundet werden kann.

  • Die Reisebüros erledigen die Formalitäten einer günstigen An- und Abreise zu/von dem Ein-/Ausstiegshafen.

  • Die Reiseprofis beraten über die Wichtigkeit einer Reiserücktrittsversicherung und ggf. auch einer Auslandskrankenversicherung, kennen die einzelnen Tarife und Konditionen.

  • Aus persönlicher Kenntnis der Kunden kann der Reiseprofi auch darüber beraten, ob sich für diesen Kunden Getränke- oder auch Ausflugspakete rentieren.

  • Gerade aber auch für ältere Kunden ist der Weg zum Reisebüro unverzichtbar. Dort erhalten sie beispielsweise auch gezielte Informationen über Lage und Ausstattung der Kabinen.

  • Die Reiseprofis können auch bereits am Buchungstag Kosmetik- und Massagetermine vereinbaren und somit diesem Kundenkreis bereits vor Ort behilflich sein.

  • Die Reiseprofis geben gezielte Auskunft darüber, ob es sich bei dem zunächst gewünschten Kreuzfahrtschiff um ein Fun-Schiff handelt oder ob bei dem Seeurlaub ein breiter Raum für Erholung, Entspannung und Relaxen gegeben ist.

  • Gezielte Auskunft erteilen die Reiseprofis auch über Sport- und Wellnessangebote an Bord, über Freizeitaktivitäten, Entertainment, ärztliche Betreuung, kulinarischer Versorgung und Verwöhnung. Diese Informationen geben die Reisebüros aufgrund persönlicher Erfahrung, und der Kunde muss sich nicht auf die die schriftlichen Ausführungen der Kataloge verlassen.

  • Im persönlichen Gespräch mit dem Kunden kann der Reisebüro die allermeisten Vorurteile gegenüber Kreuzfahrten ausräumen.

Und die Sichtweise des kompetenten Reisebüros? Wer nicht nur ein schnelles Geschäft abwickeln möchte, sondern bei allen Beratungen auch das Ziel Stammkundschaft vor Augen hat, wird sich durch objektive Beratung als zuverlässiger Berater auszeichnen und den Kunden ein eine optimale Kreuzfahrt ermöglichen. Ziel der Reisebüros ist es auch, alle Kunden vor schlechten Erfahrungen zu schützen. Kommt es an Bord des ausgewählten und empfohlenen Kreuzfahrtschiffes dennoch zu Problemen, die sich an Bord nicht umgehend ausräumen lassen, hat der Kunde in seinem Reisebüro einen verbindlichen Helfer bei der Durchsetzung berechtigter Ansprüche.

Gerade ältere Personen machen sich Gedanke, wie sie nach Buchung einer Kreuzfahrt zum Abfahrtshafen kommen. Da kreisen die Gedanken bei den schweren Gepäckstücken, dem Verkehr und den Jahreszeiten, vorwiegend bei winterlichen Beeinträchtigungen. Die Aussage „Die Kreuzfahrt beginnt bereits zu Hause“ ist kein aufbauschender Werbeslogan, sondern durchaus Realität.

  • Jeder Gast kann völlig sorglos von zu Hause aus ohne Stress zum Abfahrtshafen anreisen. Bei privater Anreise mit der Bahn beispielsweise hat der Gast die Möglichkeit, sein Gepäck durch die Firma TEfra Travel Logistics GmbH von zu Hause zum Schiff und auch wieder zurück gegen eine Gebühr befördern zu lassen. Der Preis je Strecke nach Hamburg und Bremerhaven beträgt derzeit 39 Euro je Gepäckstück und Strecke. Ohne Gepäck kann der Gast auch zu den Abfahrtshäfen Genua, Venedig, Nizza, Monaco, Marseille und Amsterdam reisen. Dann beträgt die Gepäckgebühr allerdings 65 Euro. Gerade zur Winterzeit nehmen viele Gäste, die mit der Bahn anreisen, diesen Gepäckservice in Anspruch, im Besonderen auch dann, wenn sie bei der Bahn-Anreise noch umsteigen müssen. Wer unbeschwert in die schönste Zeit des Jahres startet möchte, nutzt diese Gepäckservice.

  • Wer mit dem eigenen PKW zu den deutschen Häfen anreisen möchte, muss sich nicht mehr um die Pkw-Unterstellung kümmern. Die Firma Kuehne+Nagel übernimmt den Pkw vor dem Kreuzfahrtschiff und bringt ihn in einer trockenen Halle sicher unter. Da ausreichende Platzkapazität zur Verfügung steht, ist eine langfristige Reservierung nicht notwendig. Nach Rückkehr stellt die gleiche Firma den Pkw wieder vor der Einschiffungshalle zur Abfahrt bereit.

  • Ebenfalls stressfrei kann der Gast bei schnellen und komfortablen Reisemöglichkeiten mit der Bahn zum Einschiffungshafen anreisen. Viele Reedereien bieten dem Gast RIT-Fahrkarten ab ICE-, EC- und IC-Bahnhöfen bei Schiffsabfahrten und Schiffsankünften in Deutschland an. Die RIT-Fahrkarte hat einen maximalen Gültigkeitszeitraum von 30 Tagen und gilt am Tag vor der Einschiffung, am Einschiffungstag selbst und auch am Ausschiffungstag sowie am Tag danach. Dauert die Kreuzfahrt allerdings länger, muss der Gast zwei einfache Fahrten buchen.

  • Auch per Bus kann der Gast bequem, stressfrei und ohne Kofferschleppen im modernen Nichtraucher-Fernreisebus zum Einschiffungshafen gelangen. Die Reedereien bieten verstärkt diesen Service an.Die Fahrzeiten sind speziell auf die jeweilige Kreuzfahrt abgestimmt. Der Gast gibt am Bus sein Gepäck ab und findet es dann wieder vor oder auch in seiner Kabine des Kreuzfahrtschiffes vor. Viele Gäste nutzen die direkte Gepäckzustellung bis zur Kabine. Sollte sich dieser Reisebus verspäten, braucht sich der Gast ebenfalls keine Gedanken zu machen. Das Kreuzfahrtschiff wartet bei solchen Situationen auf alle Gäste. Bei der Rückreise stellt der Gast in der Nacht vor der Abreise sein Gepäck wieder vor die Kabinentür, nachdem er einen im Kreuzfahrtschiff erhaltenen speziellen Anhänger ausgefüllt und am Gepäckstück befestigt hat. Das Serviceteam bringt dann das Gepäck von der Kabine zum Bus. Vor dem Einsteigen muss sich aber der Gast aber versichern, dass sein Gepäck auch vor dem richtigen Bus zum Verladen bereit steht.

  • Die verschiedenen Reedereien bieten An- und Abreise als Komplettpaket an. Es gibt die verschiedensten Alternativen, egal ob der Gast mit der Bahn oder dem Bus zum Einschiffungshafen anreisen möchte. Bei den meisten Reedereien ist der Bustransfer vom Bahnhof zu Kreuzfahrtschiff im Reisepreis inkludiert. Bei Buchung muss sich der Gast ausführlich über alle Gegebenheiten und Bedingungen in seinem Reisebüro informieren lassen. Vorteile dieser Komplettpakete sind u.a. die freie Zugwahl, keine Zugbindung,bequeme An- und Abreise ohne Stau.

In den Reiseinformationen der Kreuzfahrt-Kataloge sind die oftmals ganz verschiedenen Modalitäten der einzelnen Reedereien ausführlich dargelegt. Es spricht daher auch aus diesem Grund für den Besuch eines fachkundigen Reisebüros und die entsprechenden Informationen und Beratungen in Bezug auf An- und Abreise zum Einschiffungs- und ab Ausschiffungshafen. Auch in dieser Frage sollte der Gast dem Reisebüro gegenüber dem Internet den Vorzug geben.

Wie in den allermeisten Bereichen des täglichen Lebens muss eine Antwort auf die Frage, ob eine Kreuzfahrt im Reisebüro oder im Internet gebucht werden sollte, aus der persönlichen Erfahrung gefunden werden. Nahezu jeder tummelt sich im Internet und verbringt auch täglich eine nicht zu unterschätzende Zeit im Internet. Was liegt daher auch naher, eine geplante Kreuzfahrt auch über das Internet zu buchen!

Nun, als Viel-Kreuzfahrer kann ich ganz gewiss auf meine persönlichen Erfahrungen zählen, und meine persönliche Entscheidung, in dem mir bekannten und persönliche geschätzten Reisebüro eine Kreuzfahrt zu buchen, deckt sich mit den Erfahrungen meiner Bekannten und Freunde, die nach dem Ausweichen aufs Internet nun wieder zu ihrem Reisebüro zurückgekehrt sind.

Was spricht nun aber für eine Buchung der geplanten Kreuzfahrt im Reisebüro. Da kann ich lediglich zunächst meine persönlichen Erfahrungen einbringen. In „meinem“ Reisebüro habe ich stets den mir bekannten und versierten Ansprechpartner. Die Chefin meines Reisebüros lässt alle ihre Angestellten jährlich auf mehrfachen Kreuzfahrten persönliche Erfahrungen sammeln und wertet dies dann mit allen Angestellten aus. Sie achtet darauf, dass ihre Angestellten mit ganz verschiedenen Reedereien, auf verschiedenen Kreuzfahrtschiffen und auch auf verschiedenen Routen unterwegs sind. Dadurch verfügt „mein“ Reisebüro über einen differenzierten Erfahrungs- und Beratungsschatz. Diese Erfahrungen kommen dann nicht nur mir als Kunden zugute.

Nicht nur ich habe durch meinen persönlichen Ansprechpartner im Reisebüro auch dann einen Ansprechpartner, der meine Kundentreue hoch einschätzt und sich ganz besonders einsetzt, wenn mal etwas schief geht. Wen sollte ich im Bedarfsfalle im Internet ansprechen können, die den „Kunden“ lediglich zu einer Telefon-Hotline abschieben? Wer kümmert sich um den Kunden, wenn während der Reise etwas geschieht? Das Internet?

Zu behaupten, eine Kreuzfahrt-Buchung sein stets wesentlich billiger als die Buchung der gleichen Kreuzfahrt im Reisebüro, ist auf alle Fälle haltlos. Mein Reisebüro verfügt über Buchungssysteme, die ständig die tagesaktuellen Preise liefern und somit dem Kunden die günstige Kreuzfahrt bieten können. Mein Reisebüro kennt nicht nur seine Stammkunden und Kreuzfahrt-Wiederholer, sie kennt auch die Unsicherheit der Kreuzfahrtneulinge, weiß, welche Informationen vor der Buchung nötig sind und kann dem Kunden zu der Sicherheit verhelfen, die dann beim Kunden auch die Vorfreude auf die Kreuzfahrt verstärkt. Bei den Kunden-Beratungsgesprächen gehen die Mitarbeiter meines Reisebüros auf die persönlichen Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden ein, beraten sie ausführlich, nehmen sich für die Beratung auch ausreichend Zeit und finden dann auch das Kreuzfahrtschiff, das den Bedürfnissen des jeweiligen Kunden entspricht.

Das von mir erwähnte Reisebüro ist nicht an einen Veranstalter oder nur an wenige Anbieter gebunden. Auch diese Tatsache kommt den Kunden zugute. Die Angestellten „meines“ Reisebüros können nicht nur auf eigene Erfahrungen zurückgreifen, sondern profitieren durch die wöchentlich fundierten „hausinternen“ Fortbildungsmaßnahmen.

Für mich kann ich nur sagen: Medikamente kaufe ich in der mir bekannten Apotheke, die mich beispielsweise auch stets über Dosierungen, Wechselwirkungen und Verträglichkeiten informiert. Kreuzfahrten buche ich in „meinem“ Reisebüro, das sich stets für mich Zeit nimmt, mich stets freundlich und auch zeitintensiv berät.

Am 28. Januar 1991 begann mit der AUUSTA VICRORIA ein neues Kapitel des Reisens. Vor 125 Jahren war die erste Ausfahrt, die 57 Tag, 11 Stunden und 3 Minuten dauerte, nur reichen Abenteurern möglich, begleitet von dem Hamburger Reeder Albert Ballin. Für diese erste Abenteuerfahrt mussten die reichen 214 Gäste einen Betrag von 1.600 bis 2.00 Goldmark (heute ca. 28.500€ bis 42.800 €) investieren. 14 Häfen lief damals die Augusta Victoria an, und die Passagiere konnten auf 13 Landausflügen Häfen und Ländereien ums Mittelmeer besuchen.

Die Idee einer höchst luxuriösen Vergnügungsreise wurde später zur boomenden Kreuzfahrtbranche. Nachdem das Hapag-Flaggschiff nach Cuxhaven zurückgekehrt war, wurden Kreuzfahrten zum beständigen Angebot der Reederei. Hapa stellte 1900 das erste reine Kreuzfahrtschiff, die Prinzessin Victoria Luise, in Dienst.Was vor 125 Jahren lediglich wenigen Reichen möglich war, ist heutzutage auch Urlaubssuchenden mit schmalerem Geldbeutel möglich. Ständig wurde die Kreuzfahrt neu erfunden, und Jahr für Jahr wurden Kreuzfahrten mit Innovationen zum festen Reiseangebot. Die Reisebranche bietet Seereisen zum erschwinglichen Preis an, und die Reedereien kämpfen stets um neue Marktanteile.

Nahezu 2 Millionen deutsche Urlauber nutzen derzeit das Angebot Kreuzfahrten. Für jeden Geschmack bietet die boomende Reisebranche ein spezielles Kreuzfahrtschiff. Das Angebot reicht vom klassischen Kreuzfahrtschiff bis zu den Massenschiffen, die heute bereits die 6.000-Marke übersprungen haben. Gestiegen ist die Vielzahl der Schiffe ebenso wie die Destinations-Vielfalt, die Ausstattung, Größe, Dauer einer Kreuzfahrt, die von mehrtägigen Schnupperreisen bis zu Weltreisen mit einer Dauer bis über 100 Tagen reicht.

Sicherlich trugen auch das TRAUMSCHIFF und Fernsehserien wie „Verrückt nach Meer“ zum Anstieg der Kreuzfahrer bei. Die Vorurteile gegenüber Kreuzfahrten, die anscheinend lediglich einem kleinen Kreis betuchter Gäste vorbehalten war, sind längst gefallen. AIDA machte Kreuzfahrten in den 1990er Jahren lockerer. Pauschalurlauber wurden zu Kreuzfahrtgästen, die davon überzeugt wurde, dass eine Kreuzfahrt gegenüber einem Landurlaub gewisse Vorteile hat.

Die Konkurrenz aus dem Ausland ist groß. Längst bieten u.a. Norwegian Cruise Line, MSC Kreuzfahrten, Costa Crociere und auch Royal Caribbean International Kreuzfahrten für deutsche Urlauber an, so dass es kaum einen Urlaubswunsch gibt, den Kreuzfahrtschiffe nicht erfüllen könnten.

 

Das 825. Hamburger Hafenfest hat erneut die große Bedeutung des Hamburger Hafens, nicht nur für die Kreuzfahrtbranche, eingehend unterstrichen. Für die Hansestadt ist der jährliche Hafengeburtstag zu einem weiteren wichtigen Standbei9n geworden. Die maritime Groß0veranstaltung lockt jährlich Hunderttausende an die Elbe, und auch in diesem Jahr wurde die Millionengrenze der Besucher über das vier Tage dauernde Hafenfest geknackt. Dass bei diesem maritimes Volksfest auch immer wieder Kreuzfahrtträume geweckt werden, ist nicht zu übersehen.

Die Kreuzfahrtbranche boomt nach wie vor. Längst ist noch nicht der Höhepunkt erreicht. Im vergangenen Jahr konnte der Hamburger Hafen 177 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen mit mehr als 500.000 Gästen verzeichnen, die in den beiden Kreuzfahrtterminals in Altona und der Hafen City abgefertigt wurden. Für das neue Jahr wurden bereits 191 Anläufe angemeldet, so dass sich die Passagierzahlen jenseits der 600.000 bewegen dürften.

Die Forderung nach einem dritten Kreuzfahrtterminal scheint reale Züge anzunehmen. Vom Jahre 2016 soll das bestehende Provisorium in der Hafen City durch einen größeren Neubau ersetzt werden. Eine Fertigstellung soll für das Jahr 2018 geplant sein, zumal die Verantwortlichen bis 20121 mit mehr als einer Million Kreuzfahrtreisenden rechnen.

 

 

Wer eine Kreuzfahrt buchen möchte, hat viele Möglichkeiten. Das Internet spielt dabei eine immer größere Rolle.  Eine Kreuzfahrt im Internet oder auch beim Discounter  zu buchen nimmt heutzutage einen wesentlichen Prozentsatz aller Kreuzfahrt-Buchungen ein. Früher war es für den Kreuzfahrt-Interessierten wirklich einfach. Er ging ins Reisebüro, weil dort die Experten saßen, die Zugang zu allen wichtigen Informationen hatten.

Heute kann der Kreuzfahrt-Interessierte allerdings alle wichtigen Informationen selbst im Netz abrufen. Suchmaschinen vergleichen zahlreiche Angebote und bieten dem Kunden nach seinen Vorgaben die entsprechende Kreuzfahrt an. Das Online-Geschäft boomt, und unbestritten geraten die Reisebüros in harte Konkurrenz zum Netz.

Der Trend geht unverkennbar in Richtung mobiler Anwendungen. Bisweilen sucht der Kreuzfahrt-Interessierte zunächst entsprechende Informationen im Netz und wendet sich nach der Online-Suche doch noch an das Reisebüro. Die Kreuzfahrtplanung mit Web und App  hat wesentlich zugenommen. Nach Aussage von Reisebüro-Mitarbeitern kommen manche Kunden mit ihrem Smartphone ins Reisebüro und „verhandeln“ mit Hilfe ihrer eigenen Recherchen mit dem Reisebüro.

Nicht nur Kreuzfahrtanbieter reagieren auf diesen Trend. Die Informationstechnologie ist dabei, die Apps auszubauen und weitere wichtige Informationswege und -angebote auszubauen. Immer mehr Kreuzfahrt-Fans  werden das Internet für Reisetipps und Preisvergleiche nutzen. Doch bei der Buchung gehen doch die Kunden ins vertraute Reisebüro. Und es gibt gute Gründe, warum es sich nach wie vor lohnt, im guten Reisebüro eine Kreuzfahrt zu buchen. Der kompetente Reisebüromitarbeiter kennt seine Kunden, berät sie sachkundig, ist an den Kunden interessiert.

Die Betonung liegt auf GUT, denn leider gibt es auch schlechte Reisebüros! Der allerwichtigste Grund, im Reisebüro zu buchen, liegt darin, dass das Reisebüro dann verbindlich und schnell hilft, wenn auf einer Kreuzfahrt irgendetwas schief geht. Bei einer Online-Buchung dagegen ist der Kunde meist ganz allein auf sich selbst angewiesen. Bei einem guten Reisebüro hat der Kunde einen kompetenten Ansprechpartner, der in Notfällen umgehend und individuelle reagiert und dem Kunden bei einer  Notlage – beispielsweise bei Insolvenz des Kreuzfahrtanbieters, Brand auf Kreuzfahrtschiffen, Maschinenschaden, Streiks, Krankheit  … –  auf die Schnelle hilft.

 

Viele Reedereien beschäftigen gerne Philippinos, da sie freundlich sind und stets zuverlässig arbeiten. Aber sie sind auch billige Crewmitglieder, was für die Reedereien ebenfalls ein kräftiges Argument ist. Im Vergleich zu ihrem Heimatland verdienen die Philippinos aber ein Vielfaches mehr als was sie zu Hause verdienen könnten.

Die Philippinos ernähren mit ihrem Verdienst ihre kompletten Großfamilien und sorgen sich im Besonderen um die Ausbildung ihrer Kinder. Daher ist der Job an Bord eines Kreuzfahrtschiffes auch stets begehrt. Aber der Verdienst an Bord reicht zur Erfüllung aller Belastungen im Heimatland kaum aus. Deshalb sind diese Crewmitglieder auch auf das Trinkgeld angewiesen, das die Passagiere am Ende einer Kreuzfahrt reichlich geben sollten.

Der Gast, der einen angenehmen, abwechslungsreichen und relaxten Urlaub auf See verbringen durfte, leistet mit seinem Trinkgeld für alle Beteiligten einen wichtigen Beitrag:

 

  • für die Philippinos, dass sie zu Hause ihre Familien ernähren und eine gute Schulausbildung ihrer Kinder finanzieren können,
  • für das Schiffsmanagement, da sie mit den Philippinos zuverlässige und stets freundliche Mitarbeiter haben,
  • und schließlich für alle Passagiere, da ohne das Trinkgeld der Gäste eine Kreuzfahrt teurer wäre.

 

 

 

 

 

Von unserem Betrag „Verhaltensregeln für Besucher5 der Antarktis“ vom 07.04.2014 angeregt, übersandte uns Kreuzfahrerin Silvia nachstehende Geschichte, die wir gerne publizieren.

Auf meiner Nordlandkreuzfahrt besuchten wir auch Spitzbergen. Vor einem Landgang hatte uns erfahrene Lektoren und auch die Reiseleitung ausdrücklich eingeschärft, respektvoll mit den an Land brütenden Vogelkolonien umzugehen, deren Territorium zu achten, angemessenen Abstand von den am Boden brütenden Vögeln einzuhalten , auf den Wegen zu bleiben und jegliche Hektik zu vermeiden.

Unsere Besuchergruppe bummelte geruhsam die vorgezeichneten Wege entlang und schoss viele Bilder von der brütenden Vogelschar, ohne sie durch Lärm oder hektische Bewegungen bei ihrem Brutgeschäf6t zu störten. Lediglich eine Mitreisende scherte alsbald aus der Gruppe aus, eilte voran, verließ den vorgeschriebenen Weg, näherte sich bis auf einen halben Meter einem brütenden Vogel  und wollte unbedingt eine Nahaufnahme mit nach Hause nehmen, ohne sich an die Lektoren-Vorgaben zu halten.

Doch mit den Reaktionen der gefiederten Einheimischen hatte sie nicht gerechnet. Das brütenden Vogelweibchen schreckte auf, erhob sich mit wütendem Gekreische in die Luft, während ihr umgehend weitere Artgenossen zu Hilfe kamen. Unsere Gruppe blieb umgehend stehen und beobachtete, wie sich die Vogelschar gegen diesen Eindringling zur Wehr setzte.  Mit anhaltendem Gekreische umflatterten einige Exemplare den Störenfried und bedrohten mit ihren spitzigen Schnäbeln den Eindringling. Immer mehr Artgenossen formierten sich zu dieser „Abwehrschlacht“. Einige Vögel stürzten sich im Sturzflug auf den ungebetenen Gast, und ein Vogel erwischte mit seinem spitzigen Schnabel die Kopfbedeckung, ließ sie aber nach wenigen Metern wieder fallen.

Keineswegs ruhig verließ die unvorsichtige Besucherin das Terrain, rannte schreiend davon, und die siegreiche Vogelschar jagte noch eine ganze Weile hinterher. Eine besonders attraktive Nahaufnahme hatte die Kreuzfahrerin allerdings nicht geschossen. Die besten Aufnahmen konnten aber die Teilnehmer unserer Gruppe machen, als sich die Vögel auf den uneinsichtigen Eindringling stürzten und attackierten.“

Wer sich 2014 für eine Kreuzfahrt entscheidet, hat auf alle Fälle die Qual der Wahl.  Die Produktpalette der Kreuzfahrtanbieter unterscheidet sich heutzutage ganz erheblich von Kreuzfahrten der Vergangenheit. Viel „alten Zöpfe“ wurden abgeschnitten, und mit ständigen Innovationen wird um einen neuen Kundenstamm geworben.

Vornehmlich das jüngere Klientel begrüßt die Lockerungen auf einem Kreuzfahrtschiff. So ist auf den meisten Kreuzfahrtschiffen längst der Dress-Code abgeschafft, Büfett- und Snackbars ergänzen die Menü-Restaurants, Captains´s Dinner weicht ganz besonderen Sport- und Fitnessangeboten und letztlich kommt die Preiskalkulation einem möglichen Jahresurlaub entgegen.

Jahr für Jahr präsentieren Reedereien immer größere, modernere, innovativere Kreuzfahrtschiffe, doch viele Gäste bevorzugen nach wie vor die kleineren, familiären Kreuzfahrtschiffe, die außergewöhnliche Häfen und Routen fahren können.

Wer eine Kreuzfahrt unternehmen will, muss sich von vornherein klar darüber sein, ob beispielsweise die Destinationen  und die damit verbundenen Natur- und Tiererlebnisse im Fokus stehen oder ob der Gast an dem Kreuzfahrtschiff mit seinen umfassenden Innovationen und Angeboten interessiert ist.

Der Gast kann sich sicher darüber sein, dass es auf alle Fälle ein Kreuzfahrtschiff gibt, das auf die Bedürfnisse und Wünsche des Gastes ausgerichtet ist. Die Angebotspalette ist immens, vielseitig und wächst stetig, so dass der Gast sich für eine Kreuzfahrt entscheidet, weile r gegenüber einem Badeurlaub mehrere Destinationen zu sehen bekommt, weil der nervige Hotelwechsel und auch die langen Bustouren entfallen und weil jeder Gast ein Kreuzfahrtschiff für seinen Geschmack finden kann.

Wer eine Kreuzfahrt macht, der kann zwar auf alle Fälle nicht nur etwas erzählen, der muss sich zunächst mit den Gegebenheiten an Bord zurechtfinden und anfreunden. Nach erstem Aufsuchen seiner Kabine und der für alle Passagiere verbindlichen Seenotrettungsübung sollte jeder Gast die Zeit nutzen, um „sein“ Schiff zu erkunden. Mit Sicherheit kann er sich dabei verlaufen, doch er begegnet an Bord anderen Mitreisenden, die ihm wieder einen Tipp geben können, wie er den Weg zum Restaurant, zur Spa-Abteilung, zur Rezeption, zur Shopping-Meile, zur Fitness- und Wellnessabteilung  … finden kann.

Auf alle Fälle sollte der Gast diese ersten Erkundungstouren nicht als Belastung und Einschränkung seiner Individualität sehen, sondern sich mit Spaß und Entdeckerlaune auf den Weg machen. Spaß steht im Vordergrund einer Kreuzfahrt, und wer sich mit Spaß an eine Sache heranwagt, der gelingt auch jegliches Vorhaben. Dass der Gast bei diesen Exkursionen manche Überraschung erleben kann, ist gewollt. Auch Überraschungen bringen Spaß und bedeuten gleichzeitig Motivation für weiteres Vorgehen.

Überraschung ist DAS Stichwort für eine Kreuzfahrt.  Damit sich der Gast jeden Tag darauf freuen kann, womit ihn die Schiffs- und Reiseleitung überraschen möchte, erhält jeder Gast am Vortag des nächsten Reisetages ein Tagesprogramm, jeden Tag neu, neue Informationen, neue Hinweise, neue Empfehlungen, neue Tipps.

Doch das Tagesprogramm ist keinesfalls eine Liste, die ein Gast abarbeiten muss. Kein Gast kann das gesamte Angebot eines Tages abarbeiten, sonst wäre er – wenn überhaupt durch Terminüberschreitungen möglich – am Ende einer Kreuzfahrt erholungsbedürftig, erschöpft, ausgepowert, völlig überarbeitet.

Das Tagesprogramm listet alle Angebote mit Zeitangaben und Örtlichkeiten exakt auf. Der Gast sollte sich auf das Angebot „Freestyle-Cruising“ besinnen und lediglich die Punkte für sich auswählen, die ihm zusagen, die ihm Freude und Spaß bereiten, die ihn von seinem Alltagsstress ablenken und wesentlich zu seiner Erholung und inneren  Erbauung beisteuern können.  Der Gst muss nicht die Angebote des Tagesprogramms nutzen, er darf, wenn er will. Mithilfe des Tagesprogramms kann der Gast eine Auswahl treffen und sich überraschen lassen; denn, wie gesagt, Überraschungen bringen Spaß und Spaß bringt Erholung.