Kreuzfahrten: Gefahrengut an Bord schmuggeln

 

Die Sicherheit an Bord ist auf Kreuzfahrtschiffen erste Priorität. Dies darf auch der Gast erwarten, der einen maritimen Urlaub bucht, auch dann, wenn die Kreuzfahrten immer preiswerter geworden sind. Doch mit der „Masse“ mehren sich auch die Gefährdungen.

Jeder Kreuzfahrer weiß beispielsweise, dass die Reisebedingungen bei den Kreuzfahrtgesellschaften die Mitnahme von Alkohol an Bord ausschließen. Wer beispielsweise eine Flasche Hochprozentiges als Mitbringsel von einer Karibik-Insel an Bord mitbringen möchte, muss sie beim Betreten des Kreuzfahrtschiffes abgeben und erhält sie erst wieder am Ende der Kreuzfahrt zurück. Spirituosen-Einkäufe im bordeigenen Duty-Free-Shop werden zunächst ebenfalls konfisziert und dann am Abend vor der Abreise wieder auf die Kabine geliefert.

Immer wieder haben es Reporter versucht, Alkohol an Bord zu schmuggeln, mit Erfolg, wie in einer Ausstrahlung des ZDF vor Tagen berichtet wurde. Da wurde hochprozentiger reiner Alkohol in farblose Wasserflaschen umgefüllt und konnte ohne Probleme durch die Kontrolle geschmuggelt werden. Dieser Versuch wurde zwar nur bei einem Kreuzfahrtschiff einer Reederei erfolgreich durchgeführt, ist daher auch kein Beleg für das Schmuggeln von Gefahrengut auf Kreuzfahrtschiffe. In der gleichen Ausstrahlung konnte der Reporter auch problemlos Pfefferspray an Bord schmuggeln.

Die einzelnen Reedereien kennen die verschiedenen Tricks, doch aus Personal- und Zeitmangel werden – leider – die entsprechenden und doch auch erforderlichen Kontrollen nicht konsequent durchgeführt, so dass sich an Bord auch niemand völlig sicher sein kann, ob nicht irgendeine Person gefährliche Ware an Bord mitgebracht hat.

Die Kreuzfahrtbranche muss auf solche Fernseh-Belegen konsequent reagieren, damit sie ihrer eigenen Verpflichtung, die Sicherheit aller Passagiere an Bord zu gewährleisten, auch nachkommen kann.

Kreuzfahrten: Keine Nische für betuchte Ruheständler

Derzeit sind ca. 300 Kreuzfahrtschiffe auf den Weltmeeren unterwegs, und Jahr für Jahr betreten weitere innovative Neubauten die maritime Seebühne. Das Angebot an ganz verschiedenen Kreuzfahrtschiffen, Passagieranzahlen, Ausstattungen und Destinationen ist riesig. Für den Kreuzfahrtneuling ist es gar nicht einfach, das für ihn geeignete Kreuzfahrtschiff für einen Urlaub auf dem Meer zu finden. Doch das Internet, Kataloge und vor allem auch die ganz persönliche Beratung des favorisierten Reisebüros helfen bei der Auswahl.

Wenn jedes Jahr mehr als 2 Millionen Deutsche sich einem Kreuzfahrtschiff anvertrauen, muss es eben für jeden Geschmack, für jede Eigenart des Passagiers und für dessen Erwartungshaltungen das jeweils geeignete Kreuzfahrtschiff geben. Auch der Kreuzfahrtneuling muss wissen, dass auf allen Kreuzfahrtschiffen die Sicherheit der Passagiere und der Crew oberstes Gebot ist.

Derzeit beherrscht der Trend zu neuen Kreuzfahrtschiffen mit Balkonen die Kreuzfahrtszene. Kreuzfahrtschiffe mit 2000 bis 3000 Passagieren werden vornehmlich von Familien gebucht. Bei der AIDA-Flotte buchen sich vorwiegend Gäste jüngeren Alters ein. Kleinere Kreuzfahrtschiffe zeichnen sich vorwiegend auch durch die familiäre Atmosphäre an Bord sowie die Möglichkeit aus, noch Destinationen anzulaufen, die den größeren Luxuslinern verwehrt bleiben. Die großen Kreuzfahrtschiffe, die längst die 6000er-Marke geknackt haben, bestechen u.a. durch ein ausgefallenes Design, ein vielfältiges Angebot an Unterhaltung, Kabinen und einer Vielzahl an aktiven Beschäftigungsangeboten. Bei den GROSSEN ist das Schiff selbst die Destination, und der Gast hat Mühe, während seines zweiwöchiges Aufenthalts an Bord das Kreuzfahrtschiff tatsächlich einigermaßen kennenzulernen und die Übersicht nicht zu verlieren. Doch der Gast muss auch wissen, dass viele Angebote an Bord im Reisepreis nicht inkludiert sind.

Wer gerne auf Entdeckungsreise gehen möchte, ist auf einem der großen Kreuzfahrtschiffe bestens aufgehoben, doch die täglichen Expeditionen finden an Bord statt. Da gibt es Kreuzfahrtschiffe mit 2000 m² Echtrasen, einer Parklandschaft mit echten Bäumen, mit Eisbahnen, mit Großraumrutschen etc. Dem Einfallsreichtum der Planer sind keinerlei Grenzen mehr gesetzt. Kunden, die sich für solche innovativen Kreuzfahrtschiffe entscheiden, wollen kaum noch von Bord gehen, denn an Bord ist die Vielzahl und Vielfältigkeit der Angebote so enorm, dass der Passagier auch alle Möglichkeiten ausschöpfen möchte. Dies betrifft die persönlichen Aktivitäten und Erwartungen ebenso wie die kulinarischen Gelegenheiten.

Manche Kreuzfahrtschiffe werden damit, dass der Gast seinen Tagesablauf völlig selbst bestimmen kann und in keiner Weise in seinem Urlaub auf dem Meer eingeengt wird. Manche Gäste erkunden bei Landgängen Land und Leute eigenständig, andere vertrauen sich den geführten Ausflügen an. Schiffe , Angebote, Ausstattungen Routen sind ebenso vielfältig wie die Eigenarten und Erwartungshaltungen der Gäste. So liegt es am Gast, durch intensive Vorbereitung das Kreuzfahrtschiff auszuwählen, das zu ihm passt.

 

 

 

Kreuzfahrten – Balkonkabine ist wie das Salz in der Suppe

Die allermeisten Reedereien bieten eine Vielfalt von Kabinen auf ihren Kreuzfahrtschiffen an. Das berühmte Tüppelchen auf dem „i“ ist jedoch die Balkonkabine, gemeint ist hierbei nicht die Ausstattung der Flussschiffe mit einem sog. Französischem Balkon, sondern die wirklichen, geräumigen Balkone auf den Kreuzfahrtschiffen.

Aus vielerlei Hinsicht bietet die Seereise auf dem gebuchten Balkon recht luxuriöse, spannende, abwechslungsreiche und bisweilen auch überraschende Perspektiven und Genüsse.

Mancher Kreuzfahrer liebt es, in aller Ruhe, gemeinsam mit seinem Partner beispielsweise das Frühstück oder einen Snack auf seinem Balkon einzunehmen. Kein Problem! Der Roomservice macht´s möglich, dass der Gast jenseits der Touristenmassen und des Geräuschepegels in den Restaurants sich dem gebotenen Genuss hingeben kann.

Der Gast kann in aller Ruhe, ungestört und ohne abgedrängt zu werden, den Blick auf vorüberziehende Landschaften genießen und auch sorgfältig die Perspektiven mit seinem Foto einfangen.

Wer sich als Gast nicht einem abendlichen Dresscode beugen möchte, bestellt durch den Roomservice seine Mahlzeit und genießt sie in legerer Bekleidung auf seinem Balkon.

Manche Reedereien erlauben das rauchen auf besonders ausgewiesenen Plätzen und auch auf dem Balkon. Wer dann einige Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt, keine Asche über Bord schnippt und auch keine Kippen oder Zigarrenstummel über Bord wirft, kann ungeniert und ohne weitere Belästigung und der Anmache von eingeschworenen Nichtrauchern seinem Laster frönen.

Manche Gäste lieben es sogar, Nähte auf dem Balkon zu verbringen, sich vom Rauschen der Wellen in den Schlaf wiegen zu lassen und die stets frische Luft einzusaugen. Manche schleppen sogar die Bettmatratze auf den Balkon und schlafen dann unter dem freien und bisweilen sternenklaren Himmel; denn das Rauschen des Meeres wirkt äußerst beruhigend.

Allerdings sollten die Balkonfans aber auch auf ihre Mitreisenden achten, und allen Freizeitbeschäftigungen zu zweit in aller Ruhe pflegen. Ungebührliche Geräuschbelästigungen muss der Gast auf alle Fälle unterlassen, damit kein Balkonnachbar sich gestört fühlt und bei der Rezeption vorstellig wird.

Letztlich, und dies ist ein äußerst wichtiger Tipp,muss sich der Gast, bevor er sich auf seinem Balkon aufhält, mit der Technik der Balkontür vertraut machen. Kaum vorstellbar, was passiert, wenn die Balkontür ins Schloss fällt und von außen nicht mehr zu öffnen ist. Der Bordklatsch wäre kaum aufzuhalten