1 AVista Reisen – 224 Pfoten auf Hundekreuzfahrt 4

Fotoalbum Teil 4

4. – 6. Reisetag

4. Reisetag: 19. 10. 2011

Wieder mitten in der Nacht gegen 3.00 Uhr legt die MS Rigoletto von Heusden Richtung Nijmegen ab. Die auf einem Höhenrücken an den Ufern der Waal gelegene Stadt erreicht die MS Rigoletto pünktlich um 8.00 Uhr. Allen Gästen bleibt noch genügend Zeit, um sich nach dem reichhaltigen Frühstück auf den Ausflug vorzubereiten. Aber auch Regen hält die 40 Mitreisenden nicht davon ab, mit dem örtlichen Reiseleiter Jan, der erstmals eine Stadtführung mit Hundebegleitung durchführt, eine Stadt zu besuchen, die mitten in der Natur liegt, mit viel Wasser und Grün. Die Waalkade und die Silhouette der Innenstadt bilden eine imposante Einheit. Nach einem treppenreichen Aufgang trotzen die Mitreisenden mit ihren geduldigen Begleitern dem Regen und der Kälte. Über die Prachtbauten an der einstigen Via Romana gelangt die Besuchergruppe schließlich zur Altstadt, die allerdings in der jetzigen Form erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist. Glücklicherweise klart das Wetter noch auf, doch die gesamte Reisegruppe muss auf zwei Nachzügler warten, die unverständlicherweise 40 Minuten nach vereinbartem letztem Einschiffungstermin zur MS Rigoletto zurückkehren und den weiteren Ablauf der Flussreise erheblich beeinträchtigen.

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Die Weiterfahrt nach Wesel gestaltet ich dennoch unterhaltsam. Zum einen ist es die beeindruckende Natur der angrenzenden Flusslandschaften. Fauna und Flora dieser Landschaftsteile nehmen jeden Beobachter in Beschlag, seien es Wasservögel, die in Schwärmen die MS Rigoletto umfliegen oder am Ufer und auf den Buhnen sitzen, seien es die verästelten Wasserläufe mit einer Artenvielfalt an Pflanzen, seien es die vielen Buhnen, Sandstrände, Pappelalleen, die weiten Wiesenflächen mit grasenden Rindern und Pferden, seien es die Schafsherden an den Uferbezirken, seien es aber auch Begegnungen mit dem fließenden Schiffsverkehr und auch der Aussicht auf die angrenzenden Orte sowie die Erläuterungen von Reiseleiterin Anke und des Kapitäns Marco Bergsma:

  • Bei Kilometerstand 884 beginnt die imaginäre Grenze zwischen Deutschland und Holland.

  • Auf Grund des durch ein Zuspätkommen verursachten Zeitverlustes wird die MS Rigoletto bei voller Fahrt betankt.

  • Um 14.30 Uhr lenkt die MS Rigoletto von der Waal in den Rijn ein.

  • Bei Kilometerstand 865 ist links Holland, rechts Deutschland.

  • Nach Passieren der ehemaligen Zollstation Lobith herrscht auf dem Fluss wieder Rechtsverkehr.

  • Die geplante Destination Xanten wird in Wesel abgeändert, die lediglich 9 km von Xanten entfernt liegt.

  • Bei Kilometerstand 858 heißt es „Willkommen in Deutschland!“.

  • Bei Emmerich (km 853) bestaunen die Gäste Europas längste Hängebrücke,

  • bei km-Stand 842 den Reaktorkomplex Kalka, der allerdings niemals ans Netz ging und mit Hilfe von einflussreichen Investoren in einen Vergnügungspark umgewandelt wurde. Das Kernkraftwerk Kalkar wurde zwar 1985 fertig gestellt, wurde aber aber wegen sicherheitstechnischer und politischer Bedenken 1991 eingestellt.

  • Bei der ältesten Stadt Rees am Niederrhein fallen zunächst die hohen Uferbefestigungen auf. Bisweilen erreichen die Aufschichtungen der Eisschollen drei Meter. Beim Vorbeigleiten erkennen die Beobachter die Rheinpromenade mit zahlreichen Cafés. Bekannt ist dieser Ort auch wegen der Bronze-Statue „Zwiegespräch“. Der "Rhinkieker" ist eine vom Bildhauer und Künstler Dieter von Levetzow geschaffene Skulptur, die auf den vorbeifließenden Rhein blickt.

Die Sonne meint es gut mit den Flusskreuzfahrern. Immer wieder durchbricht sie die aufgezogenen Wolkenbänke. Vor dem Abendessen können Mensch und Tier noch einen ausgedehnten Spaziergang unternehmen. Am Abend heißt es dann „Eben noch im Dienst, nun auf der Showbühne!“ Die Besatzung hat eine Überraschung vorbereitet und bietet eine lustige Show mit einem Matrosen- und Reinigungschor, einem Seiltänzer, einem Putzbalett, einer Mupped-Show, der musikalischen Inszenierung der „Glocken von Rom“ sowie dem Auftritt der Rigoletto-Nonnen für die Flusskreuzfahrer zusammengestellt, die mit viel Beifall mit lautstarker Unterstützung aller Vierbeiner bedacht werden, und Hotelmanager und „holländische Nachtigall“ Aloys Hoogveld muss sein Gesangstalent gleich viermal unter Beweis stellen.

(*) Der Abend begann mit ´ner tollen Show,
kein Augen blieb trocken, wow – wow -wow.
Man bot uns Tanz und Glockenspiel.
Für uns Hundeohren zwar ziemlich viel.
Doch den Menschen wurde viel geboten:
Ballett, Klamauk, so manche Zoten.
Hotelmanager war unser Sängerheld
und verzauberte die Damenwelt.
Die Crew brachte viel mit Tam und Tam:
ein super geiles Abendprogramm.
Ich als Hund muss dies mal sagen:
So viel Schön´s ist fast nicht zu ertragen.

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Im Anschluss an diese mitreißende Crew-Show werden noch die Gewinne der Tombola gezogen und ausgegeben und der Hauptpreis springt aus der Kiste!

 

5. Reisetag: 20. 10. 2011

Während der letzten Nacht haben die Gäste weniger Schlaf gefunden. Nach der Crewshow gab´s noch viel zu bereden, und mancher verfolgte noch die Abfahrt der MS Rigoletto um 3.30 Uhr in Richtung Krefeld. Ab 8.30 Uhr bis 11.00 Uhr hatten die großen und kleinen Mitreisenden wieder festen Boden unter den Beinen und konnten nach der Ankunft in Krefeld-Uerdingen einen ausgedehnten Spaziergang im angrenzenden Park unternehmen.

Zu den Ausschiffungsinformationen im Salon fanden sich alle Reisenden wieder pünktlich ein, und mit dem beliebten Kreuzfahrtspiel BINGO überbrückte Reiseleiterin die Zeit bis zum Mittagessen. Den Hauptgewinn stiftete die Gewinnerin der Crew. Chapeau!

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Gegen 13.30 Uhr machte die MS Rigoletto im Dusiburger Hafen fest. Nach kurzer Stipvisite der völlig überfüllten Innenstadt Düsseldorf zogen es aber die allermeisten Hundebesitzer vor, mit ihren Lieblingen einen ausgedehnten Spaziergang am Rheinufer zwischen den Rheinbrücken zu unternehmen und gerne das Pflasterareal gegen eine weitläufige Wiese eintauschten.

Mit einem Kapitäns-Dinner verabschiedete sich Kapitän Marco Bergsma von allen Mitreisenden, fand Dankesworte vor allem für Reiseleiterin Anke Braun und die gesamte Crew, die sich erneut bestens auf dieser Flusskreuzfahrt bewährt hatte, für den zweiten Kapitän Jaap Lamme und die gute Zusammenarbeit mit Hotelmanager Aloys Hoogveld. Und auch Anke Braun revanchierte sich mit einem Geschenk für die harmonische, freundliche und zuvorkommende Zusammenarbeit.

(*) Zum Kapitäns-Dinner geh auch ich.
Mein Platz ist leider unterm Tisch.
Dort reicht man mir oft kleine Happen,
die größten könnt´ man oben ergattern.
Doch Frauchen und Herrchen passen schön auf,
sonst platz´ ich und bekomm´ einen Bauch.


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Und was gab´s zum Dinner?

Thunfischsalat – Ochsenschwanzsuppe – gegrillte Ananas mit Rahmkäse – erfrischendes Melonensorbet -gebratenes Schweinsfilet in Madeira-Weinsauce an einem Gemüsebouquet und Schlosskartoffeln – Eisparade „MS Rigoletto“.

Im Anschluss gab´s noch viel zu bereden, Gedanken und Eindrücke auszutauschen. Jeder Mitreisende konnte diese Kreuzfahrt auf ganz verschiedene Weise erleben und genießen. Da wurden Erlebnisse aus dem Vierbeinerleben ausgetauscht, Hundeschicksale besprochen, Futter- und Fress- und Kleidungstipps ausgetauscht. So entwickelte sich diese Kreuzfahrt „Vier Pfoten auf Kreuzfahrt“ zu einer vielseitigen Börse . Unfassbar schöne Tage verachten die Flusskreuzfahrer an Bord der MS Rigoletto, und als Dank für die tierisch gute Zusammenarbeit fanden die Mitreisenden für ihre Lieblinge in der Kabine ein reichhaltiges Futtergeschenk von Royal Canin mit vielen Anregungen und Tipps vor. Streicheln war auf der MS Rigoletto nicht verboten, im Gegenteil die einzelnen Crewmitglieder hatten sich ihre eigenen Lieblinge aus der gesamten Hundeschar erkoren und wetteiferten mit Zuwendungen.

6. Reisetag: 21. 10. 2011

Mitten in der Nacht reiste die MS Rigoletto um 2.00 Uhr nach Köln ab. Die einzelnen Regularien für die Abreise waren am Vorabend geklärt, so dass die Abreise aller 96 Erwachsenen problemlos verlief. Alle Mitglieder der Crew legten Hand an, damit die einzelnen vor die Kabinentür abgestellten Koffer und Gepäckstücke auch richtig zugeordnet und zum Abtransport sortiert wurden.

Ein Schlusswort wird auch dem imaginären Bordhund gewidmet, der seine Eindrücke so in Worte fasst:

(*) Viel Neues konnte man erschnuppern,
2-Beiner hatten sehr Gutes zu futtern.
Gesehen haben Land und Leute,
Frauchen und Herrchen und Hundemeute.
Dank sag´ ich in aller Namen,
die zum Gelingen beigetragen.
Mit spitzer Feder, das ist klar,
schrieb nicht ich, sondern ANGELIKA.

Ab 8.30 Uhr traten die begeisterten Hunde-Flusskreuzfahrer die Heimreise an und dachten noch lange an die mitgegebene Aussage nach:

„Schöne Stunden – sei nicht traurig, dass sie vorüber,

sondern glücklich, dass sie gewesen sind.“

 

 

 

 

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Autor: Peter

alter Seebär und Kreuzfahrer

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