1 AVista Reisen – Hochwasser stoppt Rhône-Flussreise

Eine Flussreise für alle Sinne durch Südfrankreich erleben, alte Kulturen bestaunen und wunderschöne Landschaften genießen sowie sich an Bord der MS Maribelle verwöhnen lassen sind die Motivation von Gästen, die in der Zeit vom 17. bis 24. Mai 2013 ab/bis Lyon eine Woche Südfrankreich auf dem komfortablen Flussschiff MS Maribelle, das 1 AVista von TransOcean Flusskreuzfahrten für zwei Flussreisen im Vollcharter haben, ab/bis Lyon unternehmen. Doch bereits nach der ersten Nachtfahrt von Lyon nach Viviers erleben die nahezu 100 Flussreisen-Gäste am eigenen Leib die Anmerkungen des Reiseveranstalters, dass „in seltenen Fällen“ der Reiseverlauf aufgrund widriger Witterungsbedingungen den aktuellen Gegebenheiten kurzfristig angepasst werden muss.

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Dauerregen verspricht nichts Gutes. Hochwasser bremst die geplante Reiseroute aus. Die 110 Meter lange und 11.4 Meter breite MS Maribelle kann nicht die Flussreise ins Saône-Tal Richtung Mâcon und Tournus antreten, sondern muss den Gegebenheiten des Hochwassers weichen und in Richtung Süden zur faszinierenden mittelalterlichen Stadt Viviers aufbrechen, die am frühen Morgen mit einer unversehrten Oberstadt eindrucksvoll an das Mittelalter erinnert und die Ausflugsgäste zu einer Erkundung durch enge Gassen zur Zitadelle und der imposanten und berühmten Kathedrale von St. Vincent einlädt. Strömender Regen kann die wenigsten Gäste von dieser kulturellen Begegnung abhalten.

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Es wird nicht die einzige Überraschung bleiben, dass die gebuchten Ausflüge mit dem Begleitbus der Firma Hunau nicht per Karte, sondern bar bezahlt werden müssen. Doch nicht jeder Gast führt bei eienr Flussreise entsprechendes Bargeld mit sich. Zunächst aber steht der höchst interessante Ausflug zu den berühmten Ardèche-Schluchten an, und die Gäste, die in einem zweiten kurzfristig gebuchten Kleinbus zur Entdeckung aufbrechen, haben doppeltes Glück. Zum einen erweist sich die geringe Fahrzeuglänge als besonderen Vorteil, zum anderen wird die kleinere Reisegruppe von Reiseleiter Jonas begleitet, der in ganz besonderer Art und Weise den Gästen die unvergleichliche landschaftliche Vielfalt mit felsigen Steilhängen, Basaltschichten, Steilhängen, Hochtäler, Felsportale, Burgruinen, befestigte Bergdörfer, bizarre Erosionsformen und Schluchten lebendig schildert, auf geografische Besonderheiten ebenso eingeht wie auch sich als Kenner der heimischen pflanzlichen Lebensvielfalt offenbart. Der kleine Reisebus macht´s möglich, dass ein Halt in der Nähe des imposantesten Naturdenkmals der 30 Kilometer langen Georges de l´Ardèche eine Stippvisite des Pont d´Arc ermöglicht.

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Pont d´Arc! Diese riesige, natürliche Felsenbrücke überspannt die Ardèche in 34 Meter Höhe und 59 Meter breite und zählt sicherlich zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Ardèche-Schlucht. Jonas erklärt vor Ort die Entstehung dieser Felsenbrücke als verhältnismäßig jungen Durchstich der gigantischen Arbeit des Wassers und leitet die Reisegruppe über die faszinierende Höhenstraße Haute Corniche zu eindrucksvollen Aussichtspunkten mit Blick auf die Flusswindungen der Ardèche, verschiedeneAusgrabungen und felsige Steilhänge. Die bekannte Kalksteinhöhle, die Grotte Chauvet, mit frühsteinzeitlichen Höhlenmalereien von enormer Plastizität und Ausdruckskraft ist allerdings für den Publikumsverkehr nicht freigegeben, sondern der prähistorische Kunstschatz bleibt zum Schutz der eindrucksvollen Wandzeichnungen und Wandmalereien lediglich einem kleinen Forscherteam vorbehalten. Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass der Höhleneingang durch einen herabgefallenen Felsen 20 000 Jahre lang verschlossen war und die große Vielfalt und Schönheit der abgebildeten 420 Tiere in hervorragendem Zustand erhalten haben.

Die Ausflugszeit reicht leider nicht aus, um wenigstens der „Grotte de la Madeleine“ einen Besuch abzustatten, die für ihre Vielfalt an unterschiedlichsten Kalksinterformen berühmt ist. So bleiben an diesem Ausflugstag den Gästen die Sintervorhänge von gewaltiger Schönheit, die filigranen und wild wuchernden Tropfsteine und die Kalkkristalle verborgen.

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Nach diesen überraschenden Naturgegebenheiten wartet auf die Gäste nach Rückkehr zur MS Maribelle die nächste Überraschung. Der Ausflugsbus hat die Gäste nicht nach Viviers zurückgebracht, sondern die MS Maribelle ist noch ein Stückchen Rhône abwärts gefahren und liegt nun für einige Tage an der einsamen Anlegestelle Chateauneuf du Pape fest. Die geplante Rhône-Flussreise wird durch aufgrund der widrigen Witterungseinflüsse zur Busrundreise umfunktioniert, denn durch das Hochwasser sind die weiteren Schleusen geschlossen und die MS Maribelle wird an die Kette gelegt. Nun sind Reiseleiter Alex Gottschalk und Kapitän Michel Berthomier mit der weiteren geänderten Reiseplanung gefragt.

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Für den Sonntag ist eine Reisegruppe für den Stadtrundgang in Avignon eingeladen, die größere Reisegruppe entscheidet sich für den vorgezogenen Ausflug „Pont-du-Gard mit Weinprobe und Nîmes“. Nun reiht sich aber eine Enttäuschung an die andere. Die für beide Ausflüge gebuchte Reiseleiterin stellt sich kaum auf das Alter der Reisegruppen ein, erweist sich als „sprechende Enzyklopädie“, die ohne Luft zu holen so viele, allerdings meist nicht akustisch wahrzunehmende Wörter formulieren kann, ihre Gehgeschwindigkeit nicht an das Alter der Gruppe anzupassen weiß, kaum die jeweilige Vollständigkeit der Gruppe kontrolliert und die Gruppen mehr mit zeitintensiven geschichtlichen Fakten eindeckt als notwendige und dringend gewünschte Freizeiten zur individuellen Besichtigung und Fotostopps einzuräumen.

Die Reiseleitung ist vermutlich darüber informiert, dass das wichtigste Volksfest in Nîmes die alljährliche Pfingst-Feria nach spanischem Vorbild mit Stierkämpfen ist. Dennoch nimmt der Reisebus am Pfingstsonntag Fahrt in Richtung der französischen Stadt Nîmes auf, und Busfahrer Frank muss sehr bald vor den beidseitig zugeparkten Straßen, den Tausenden Festbesuchern, den engen Gassen, den mit Festbesuchern überquellenden Bereichen „kapitulieren“ und als weitere Programmänderung – auch im Hinblick auf eine Entlastung des Busfahrers – wird als Alternative Uzés als erste Anlaufstation gewählt. Nach einer phantastischen Strecke durch die Schlucht der Gardon wird die auf einem Hügel gelegene Stadt Uzés, auch „Klein St. Tropez“genannt, mit den elegant schlichten Hausfassaden erreicht. Bei einer Kurzbesichtigung kommen die Gäste u.a. auch an der katholische Kirche Saint Étienne vorbei, und nach einem kurzen Bummel der mit Boutiquen angereicherten Kleinstadt wird zum nächsten Reiseziel aufgebrochen. Informiert werden die Gäste darüber, wie die Bewohner Nîmes während der Römerzeit über ein Aquädukt aus der Quelle Eure mit Trinkwasser versorgt wurde.

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Besonderes Highlight des Busausflugs ist in der Nähe von Nîmes die seit 1985 zum Weltkulturdenkmal zählende PONT DU GARD. Nachstehende Besonderheiten dieser berühmten Brücke erfahren die 1 Avista-Gäste u.a.:

 

  • Der Pont du Gard entstand gegen Ende des ersten Jahrhunderts.

  • Sie ist das Prachtstück einer 50 km langen römischen Wasserleitung.

  • Am Bau haben 800 bis 1000 Menschen mehr als drei Jahre gearbeitet.Der Pont du8 Gard ist 48 Meter hoch und 275 Meter lang.

  • Die erste und zweite Ebene sind jeweils aus sechs und elf übereinander angeordneten Bögen gebildet, deren Breite von 15,50 m bis 24,5 m variiert.

  • Jeder Brückenbogen ist aus einer Struktur aus drei unabhängigen Bögen, die separat montiert und danach aneinandergereiht wurden, gebildet.

  • Auf der dritten , 490 Meter langen und aus 47 Bögen gebildeten Ebene fließt der Kanal.

  • Der Wasserkanal misst 1,90 m auf 1,40 m.

  • Der Pont-du-Gard wurde in „Fertigbauweise“ erstellt und gilt als Musterbeispiel römischer Ingenieurkunst.

  • Die gesamte Brücke wurde ohne Bindemittel gebaut, und die erreichte Stabilität grenzt schon an ein Wunder.

 

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Abgerundet wird dieser Landausflug durch eine Weinprobe in Chateauneuf-du-Pape, einem der bekanntesten Weinanbaugebiete zwischen Avignon und Orange. Während der Fahrt gibt es Vorinformationen zu dem Besuch des Gewölbekellers der Domaines Mousset im Chateau des Fines Roches:

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  • In der Region werden 70% der französischen Weine produziert.

  • Sie zählt zur größten zusammenhängenden Weinanbaufläche der Welt.

  • Der Wein Chateauneuf-du-Pape stammt aus einer eigenständigen Appellation in der Weinanbauregion Rhône.

  • Für die Herstellung von rotem Chateauneuf-du-Pape werden bis zu 13 verschiedene Rebsorten verwendet, getrennt geerntet, vinifiziert und schließlich zu einer Cuvée komponiert.

  • Mit 300 Sonnentagen pro Jahr bringt die Region günstigste Voraussetzungen zur Weinproduktion.

  • Noch vor einigen Jahrzehnten tranken die Franzosen mehrere hundert Liter Wein pro Jahr und Kopf.

  • Die Franzosen werden zwar nicht zu Weinverächtern, doch der Weinverbrauch der Franzosen hat stark abgenommen. Der durchschnittliche Jahreskonsum pro Kopf sank von 1995 bis zum Jahr 2010 um über 100 Liter und liegt derzeit bei nur noch knapp 57 Litern pro Bürger.

Die eigentliche Weinprobe vor Ort verspricht viel, hält aber wenig. Mit drei winzigen Proben werden die Gäste abgespeist, als „Zwischendurch“ gibt es ein paar Oliven und einige wenige Cracker, und die eigentlichen Erläuterungen zu dieser Degustation fallen vorwiegend dem Redebedürfnis der Reiseleiterin zum Opfer. Mit einigem Murren kehren die Gäste nach diesem doch mit 68 Euro belasteten Ausflug auf die MS Maribelle zurück. Auch das für den Abend angesetzte Entertainment-Programm BINGO zieht keine Massen an.

Die Pfingstmontag beginnt mit einem partiellen Wasserausfall an Bord der MS Maribelle. Auch an diesem Tag ist an keine Weiterfahrt zu denken, denn die Schleusen bleiben wegen des Hochwassers geschlossen. Um alle Gäste bei Laune zu halten, bietet 1AVista Reisen einen kostenlosen Ganztagesausflug für alle Gäste nach Arles und in die Camargue an.

Viele mittelalterliche Gebäude zeugen von dem Reichtum und der Vitalität der Stadt ARLES. Auf dem Rundgang präsentiert sich besonders die Altstadt in besonderem Charme. In aller Kürze nachstehend einige der besuchten Higlights:

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  • Primatiale Saint-Trophime, Kathedrale aus dem 12. und 15. Jahrhundert mit der prachtvollen romanischen Portalanlage in Form eines antiken Triumphbogens, welche die Geschichte der Menschheit symbolisiert.

  • Die Ruinen des um 90 nach Christus erbauten Amphitheaters; das Amphitheater bestand ursprünglich aus drei Geschossen mit je 60 Arkaden und bot etwa 25.000 Zuschauern Platz; 1840 offizielle als nationales Baudenkmal qualifiziert, seit 1981 auch als Welterbe im Sinn der UNESCO; heute dient das Gebäude unter anderem als Ort des nur in Südfrankreich zugelassenen Stierkampfes, aber auch von Theater- und musikalischen Aufführungen.

Auf dieser ganztägigen Camargue-Rundfahrt gibt es in der Hafen- und Festungsstadt Aigues-Mortes im Restaurant „Le ventre blue“ das gut organisierte Mittagessen. Beim anschließenden individuellen Rundgang durch das mit einer umgebenden Stadtmauer befestigte Zentrum erhalten die Gäste einen Einblick in die mittelalterliche Stadtgeschichte. König Louis IX – Ludwig der Heilige – schiffte 1270 während des 8. Kreuzzuges erneut in Aigues-Mortes ein und starb kurz danach an Typhus. Im Herzen der Stadt , auf dem Platz Saint-Louis, steht das Denkmal des als Kreuzritter gekleideten Herrschers.

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Die Weiterfahrt lernen alle Gäste der MS Maribelle die Camargue, das Gebiet zwischen den beiden Mündungsarmen der Rhône, die sich nördlich von Arles teilt, kennen. Auch über diese besondere Besichtigungsfahrt werden die charakteristischen Begebenheiten nachstehend erwähnt:

  • Die Camargue ist mit 930 km² das größte Flussdelta Europas.

  • Die Region ist von kaum berührter Heide- und Marschlandschaften geprägt.

  • Die in der Nähe von Aigues-Mortes gelegenen „Salins du Midi“ sind ein Hauptort für Frankreichs Meersalzgewinnung.

  • Nur wenige besondere Pflanzen gedeihen hier und machen die Fächen zum Weidegrund für Pferde und Stiere.

  • Auf diesen Weiden wird die besondere Rasse der Camargue-Rinder, die berühmten weißen Camargue-Pferde sowie die ausgesprochenen spanischen Kampfstiere der Rasse „Brave“. und gezüchtet. Der reine Camargue-Stier hat ein fast schwarzes Fell und seine Hörner haben die Form einer Lyra.

  • Zu den eindrucksvollsten Tieren der Camargue zählen die Flamingos mit ihrer graziösen Haltung und der Schönheit ihres Federkleides.

 

Busfahrer Frank hält an „ergiebigen“ Stellen an und bietet den Fotografen reichliche Fotomotive.

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Der Ganztagesausflug wird schließlich noch mit einem Kurzbesuch der Stadt Saintes-Maries-de-la-Mer abgerundet. Das Mekka der Zigeuner ist von Sintis und Romas aus ganz Europa „angefüllt“, die sich Jahr für Jahr zur Missionierungswoche in Saintes-Maries-de-la-Mer treffen. Nicht nur Menschenmassen füllen Straßen, Gässchen und Plätze, die Stadt quillt auch vom weggeworfenen und durch den Wind zerstreuten Müll über. Für alle Gäste gibt es aber auf dieser Fahrt auch die erlösende Mitteilung: Die MS Maribelle durfte ohne Passagiere weiterfahren und erwartet die 1 AVista-Gäste in Avignon.

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AVIGNON! Endlich angekommen! Bereits am Abend des Pfingstmontags können die allermeisten Gäste erstmals die Stadt beschnuppern. Wirklich Zeit zur ausgedehnten und intensiven Erkundung wird den Gästen am Dienstag nach Pfingsten eingeräumt. Der Vormittag steht zur freien Verfügung, und die Gäste machen sich auf eine eigene individuelle Besichtigungstour. Schon allein der Name AVIGNON löst ein Summen des allseits bekannten Liedes „Sur le pont d´Avignon“ aus, und da der Kapitän die MS Maribelle unweit der berühmten Brücke geparkt hat, lassen sich sowohl die Brücke und auch der Papstpalast, die beide zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen, besuchen. Der Autor hat nicht nur das vor Jahrzehnten in der Schule gelernten Lieds auf den Lippen, sondern steht nach kurzer Bummel nicht nur vor, sondern mitten auf der berühmten Brücke Pont St. Bénézet. Nächstes Ziel des kulturellen Spazierganges ist der auf einem Felsen ruhende Papstpalast, einem der beeindruckenden Bauwerke des 14. und 15. Jahrhunderts. Auch die Kathedrale Notre Dame ist ein Besuch ebenso wert wie die wunderschöne Gartenanlage am Rocher des Doms. Solange die Beine noch tragen, wird auch der belebte Place d´Horloge mit ihrem Glockenturm sowie das monumentale Rathaus in die Erkundung einbezogen.

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Der optimal angebotene Ausflug nach Aix-en-Provence wird lediglich von einem kleinen Teil der Gäste genutzt.Unvergesslich bleibt der 21. Mai 2013 auch wegen des Piratenessens im Restaurant der MS Mirabelle sowie der den Tag beschließenden lustigen Crewshow . Manche Gäste statten in der lauen Sommernacht der Papststadt nochmals einen Kurzbesuch ab oder genießen von Bord aus den Blick auf die beleuchtete Innenstadt, allem voran auf den Hügel krönenden Papstpalast.

Den fünften Reisetag begrüßen Wind und dicke schwarze Wolken. Nunmehr wird die bisherige Busrundfahrt mit der „schwimmenden Hotelunterkunft“ in eine lang ersehnt Rhône-Flussreise münden, wenn auch nur ab Avignon bis zum Startpunkt Lyon, und die Gäste freuen sich auf einen phantastischen Abschluss der Reise. Rund 250 Flusskilometer wird die MS Maribelle zurücklegen, um Lyon zu erreichen. Die zahlreichen Schleusen entlassen gewaltige Wassermassen in die Rhône. Burgruinen und zahlreiche Brücken säumen die nordwärts gehende Flussstrecke. Die Uferseiten sind mit Schwemmholz belegt. Die Gäste trotzen dick verhüllt dem starken Wind und bedauern außerordentlich, dass seitens der Reiseleitung keinerlei Informationen über den Bordlautsprecher verbreitet werden und die Gäste mit landschaftlichen Zuordnungen auf sich allein gestellt sind. Mit einer Tombola wird der 22. Mai 2013 abgeschlossen.

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Auch der vorletzte Reisetag beginnt mit einer Beeinträchtigung. Wegen der gewaltigen Gegenströmung wird sich die Ankunft der MS Maribelle in Lyon um Stunden verschieben. Noch vor dem Mittagessen werden die Gäste in der Lounge über die Abreisemodalitäten informiert, aber um 14.45 Uhr beginnt für 43 Teilnehmer die Stadtrundfahrt Lyon. Die örtliche Stadtführerin trifft alle Erwartungen der Gäste. Moderat stellt sie die drittgrößte Stadt Frankreichs vor, überprüft immer wieder die Gruppe auf Vollständigkeit, stellt sich beim Erkundungsgang auf das Alter der Reisegruppe ein und unternimmt nach der Kurzbesichtigung der weithin sichtbaren Kirche Notre-Dame de Fourvière verschiedene verwirrende Traboules – in Lyon gibt ca. 400 – durch die Hausdurchgänge von einer Gasse zur anderen. Besonderes Anliegen der Stadtführerin ist es auch, den Gästen aus Deutschland den Flair von Vieux Lyon nahezubringen, den Gästen ein ausgewogenes Maß an Informationen zu vermitteln und bei einer abschließenden Stadtrundfahrt den Spuren der Zeit zu begegnen

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Ende gut, alles gut! Mit der einzigen Tages-Flussreisen-Strecke von Avignon nach Lyon, der bezaubernden Stadtrundfahrt, dem abschließenden Abschiedscocktail und dem Gala-Abschiedsessen findet die einwöchige Rhône-“Flussreise“ einen besänftigenden Abschluss. Diese als Kreuzfahrt geplante Reise wird den Gästen noch lange in Erinnerung bleiben, und die erlebten Pannen bleiben auf der acht- bzw. zwölfstündigen Busheimreise nach Mannheim bzw. Köln weiterhin ein Gesprächsthema.

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Autor: Peter

alter Seebär und Kreuzfahrer

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