Nadelöhr des Welthandels blockiert

Zuvorderst bedeutet die Nachricht, dass das 400 Meter lange und 59 Meter breite Containerschiff MV Ever Given sich im Suezkanal festgefahren infolge der schlechten Sicht durch einen Sandsturm hat und schief steht, einen riesigen Schaden für den Welthandel, denn jährlich passieren ca. 15.000 Schiff das 163 Kilometer lange Nadelöhr des Welthandels. Nun bleibt diese höchst bedeutende Wasserstraße gesperrt und bringt für jedes Schiff in der Warteschlange mindestens 100.000 Dollar Schaden pro Tag.

Aber auch die Kreuzfahrt nutzt gerne den Suezkanal – die Verbindung des Roten Meers mit dem Mittelmeer – vornehmlich bei Weltreisen. Derzeit bleibt der Kreuzfahrtbranche wegen der Pandemie einerseits ein solcher Schaden erspart, andererseits haben aber auch Kreuzfahrtunternehmen diese Wasserstraße nicht für Weltreisen genutzt, zumal pro Durchfahrt mit einer Viertelmillion Euro anfällt.

Bislang ist es Schleppern nicht gelungen, das Containerschiff aus dieser misslichen Lage z befreien. Nach wie vor steckt es im Suezkanal fest und blockiert alle Schiffe aus beiden Richtungen, die nunmehr mit erheblichen Verspätungen rechnen müssen. Derzeit warten ca. 100 Schiffe auf die Weiterfahrt. Außerdem kommt es durch diese besondere Situation zu starkem Aufkommen an beiden Kanalenden. Die Verantwortlichen setzen zwar alle Hebel in Bewegung, um diese Blockade aufzulösen, bislang allerdings ohne Erfolg.

Frachter rammt das Expeditionsschiff Hanseatic Inspiration

Auch Kreuzfahrtschiffe bleiben von Unfällen nicht verschont. Das können Brände auf Kreuzfahrtschiffen ebenso sein wie Grundberührungen und auch Havarien. So kam es vor kurzem zu einem unbeabsichtigten Zusammentreffen eines Containerschiffes und eines Kreuzfahrtschiffes im Hamburger Hafen. Bei der Einfahrt in die Nordelbe rammte das Containerschiff „CSCL Star“ den Bug des Expeditionsschiffes „Hanseatic Inspiration“ der Reederei Hapag Lloyd.

Derzeit ermittelt die Wasserpolizei wie bei einem Wendemanöver dieser Zusammenstoß geschehen konnte, obwohl an Bord des Containerschiffes ein Lotse an Bord war und dieser Frachter von einem Schlepper gezogen wurde.

Glücklicherweise wurde bei diesem Touchieren keine Person verletzt und auch keine Betriebsstoffe traten aus, so dass durchaus von Glück im Unglück gesprochen werden kann. Nach ersten Untersuchungen sind die eingetretenen Schäden gering und die Seetauglichkeit beider Schiffe wurde nicht beeinträchtigt.

Auftragsbücher der Werften sind gut gefüllt

Die Corona-Krise hat auch die Reedereien hart getroffen, und es wird sich in naher Zukunft zeigen, wie die einzelnen Reedereien sich aus den Liquiditätsengpässen befreien können. Einerseits wird in den Medien davon berichtet, wie einzelne Reedereien ihre „alten“ Schiffe abstoßen bzw. bereits zur Verschrottung gebracht haben. Andererseits wird berichtet, dass in den nächsten sechs Jahren nahezu 40 neue Luxusliner in den Dienst gestellt werden.

Nicht alle Kreuzfahrt-Fans waren über die Entwicklung der letzten Jahre begeistert, wenn neue Kreuzfahrtschiffe, die die maritime Bühne betraten, Passagierzahlen aufwiesen, die bereits die 6000-Marke überschritten. Mancher meldete seine zweifel an, ob dieser maritime Massentourismus tatsächlich noch das richtige und individuelle Kreuzfahrterlebnis bieten könne.

Glücklicherweise hat sich nun aber auch ein Umdenken eingestellt. Die Fans der kleinen Kreuzfahrtschiffe dürfen sich freuen. Die Zahl der vorgenannten Neubauten beinhaltet auch eine überraschende Anzahl an Kreuzfahrtschiffe im dreistelligen Passagierbereich. Der Vorteil der kleineren Kreuzfahrtschiffe liegt auf der Hand. Die Reisen auf den „Großen“ sind zwar bisweilen weitaus günstiger, aber die „Kleinen“ bieten auch ganze besondere Routen an, die den „Großen“ verborgen bleiben.

Spanischkurse an Bord der Mein Schiff 1

Es gibt wohl wenige Orte, an denen so viel Abwechslung und Unterhaltungsangebote angeboten werden wie auf Kreuzfahrtschiffen. Bei den meisten kann sich der Gast aber gemütlich zurücklehnen und die ganz verschiedenen Angebote genießen. Doch es gibt auch Reedereien, die neben den vielfältigen „passiven“ Angeboten auch ihre Gäste „aktiv“ mit einbeziehen, beispielsweise den Gästen die Möglichkeit anbieten, während einer Kreuzfahrt sich die Grundkenntnisse der Sprache des Zielhafens anzueignen.

Wenn das Kreuzfahrtschiff Mein Schiff 1 von TUI Cruises am 4. März 2011 zu den schönsten Kreuzfahrtzielen wie Spanien und vielen weiteren traumhaften Destinationen aufbricht, können die Gäste zwei verschiedene Spanischkurse mit unterschiedlichen Ausgangslagen und Vorkenntnissen belegen. Geleitet werden beide Spanischkurse von der Fremdsprachenkorrespondentin Sabine Hoch.

Die biden Kurse „Spanisch für Beginner ohne Vorkenntnisse“ und „Spanisch für Beginner mit Vorkenntnissen“ beinhalten jeweils fünf Lerneinheiten zu je 45 Minuten. Die Kursgebühren belaufen sich auf jeweils 79 Euro.

Der erste Kurs „Empecamos“ (Wir starten) vermittelt in Gruppen zu maximal acht Personen die Grundkenntnisse der spanischen Sprache. Die Kursleitern wird vornehmlich in der Lernsprache sprechen, reale Lernsituationen darstellen, damit die Kurteilnehmer die erlernte Sprache in einfachen Alltagssituationen anwenden können.

Ziel des zweiten Kurses „Hablamos espaňol y nos divirtimos juntos“ (Wir sprechen Spanisch und haben Spaß) ist es, die Konversationsfähigkeit der Teilnehmer zu erweitern.

Crystal Cruises erweitert sein Hygiene- und Sicherheitskonzept

Nach Ausbruch der weltweiten Pandemie haben die Reedereien versucht, mit detaillierten Hygiene- und Sicherheitskonzepte die Durchführung von Kreuzfahrten zu ermöglichen. Diese Planung ging nur bedingt auf, so dass sich nunmehr bereits einige Reedereien dazu entschlossen, in Zukunft nur noch geimpften Passageren eine Kreuzfahrt zu garantieren. Die Liste der Reedereien, die sich zu diesen erweiterten Maßnahmen entschlossen, wird nun immer länger.

Crystal Cruises ist nunmehr bereits der vierte Kreuzfahrtanbieter, der sich zu diesen drastischen Maßnahmen entschlossen und damit mit der IMPDPFLICHT das bisherige Hygiene- und Sicherheitskonzept erweitert hat. Passagiere müssen daher mindestens zwei Wochen vor Antritt der Kreuzfahrt bereits mit der zweiten Impfdose geimpft worden sein.

Die neuen Maßnahmen greifen allerdings noch nicht, da die Impfstoff-Verfügbarkeit nicht in allen Heimatländern der Passagiere, aber auch der Besatzungsmitglieder gewährleistet ist. Doch die Hoffnung bleibt, dass Kreuzfahrten wieder Mitte des Jahres wieder aufgenommen werden können.

Kreuzfahrten nur für geimpfte Gäste

Tagtäglich werden Informationen publiziert, inwieweit in den einzelnen Nationen der Welt die Bevölkerung gegen das Corona-Virus geimpft wird. Auch die Reedereien stellen sich dieser Problematik und zeigen ganz unterschiedliche Entscheidungen. Mit der britischen SAGA CRUISES hat sich die erste Reederei dazu entscheiden, mit einem Restart eine Impflicht für Passagiere und Crewmitglieder zu verbinden. Sowohl die Passagiere als auch die Crewmitglieder müssen vor Beginn einer Kreuzfahrt den Nachweis erbringen, dass sie beide Impfdosen erhalten haben, d.h. Vollständig geimpft worden sind. Auch die beiden Reedereien American Queen Steamboat Company und die Victory Cruise Line werden ab dem 1. Juli 2021 nur noch Gäste befördern, die bis zu diesem Zeitpunkt erfolgreich beide Impfdosen erhalten haben. Es ist schon davon auszugehen, dass auch andere Reedereien die Impflicht für Passagiere und Besatzung einführen, sobald entsprechende Impfkapazitäten gesichert sind.

TUI, MSC, Costa und Aida haben sich bislang noch zu keiner verbindlichen Impfpflicht entschieden. Diese Reedereien befinden sich noch in der Planungsphase, denn es bleibt abzuwarten, inwieweit in Europa ausreichend Impfdosen zur Verfügung stehen und damit die Bevölkerung durchgeimpft werden kann.

Reisestopp statt feierlichen Taufen und Jungfernfahrten

Reisestopp statt feierlichen Taufen und Jungfernfahrten

2020 und 2021 hätten ganz besondere Highlights der Kreuzfahrt werden sollen. Doch auch die gesamte Branche wurde von der Pandemie ausgebremst. Neue moderne Kreuzfahrtschiffe waren bestellt und sollten den Dienst aufnehmen, doch mittlerweile befinden sie sich noch auf den Werften oder die Fertigstellung wurde hinausgezögert.

AIDA Cruises wollte mit der AIDA COSMA das zweite LNG-Kreuzfahrtschiff in Betrieb nehmen, doch die Fertigstellung ist verschoben. Auch TUI Cruises musste den Neubau weiterer Kreuzfahrtschiffe verschieben. Aber nicht alle Reedereien mussten ihre Planungen komplett überarbeiten. So hat MSC Kreuzfahrten mit der MSC Virtuosa und der MSC Seashore zwei neue Kreuzfahrtschiffe in Dienst stellen können.

Carnival Cruise Line wird noch im laufenden Monat mit der MARDI GRAS ein Riesen-Kreuzfahrtschiff mit Platz für 5200 Passagieren präsentieren, das komplett mit Flüssiggas (LNG) angetrieben wird. Nicko Cruises wird mit der WORLD VOYAGER ein zweites Hochsee-Expeditionsschiff in Betrieb nehmen.

Weitere Kreuzfahrtschiffe sind angekündigt. Doch viele Kreuzfahrtschiffe lassen wegen der Corona-Pandemie auf sich warten. Verschiedene Reedereien verschieben die geplanten Premieren und feierlichen Taufen ihrer Neubauten und warten mit Ankündigungen ab, bis ein endgültiger Termin sicher ist.

Luxuriöse Fahrten der Celebrity Eclipse nach Down Under

Celebrity Cruises hat für die Saison September 2022 bis April 2023 die Rückkehr nach Australien und Neuseeland angekündigt. Gesundheits- und Sicherheitsprotokolle, Verhaltensregeln für Gäste und regionale Reisebeschränkungen werden allerdings je nach Schiff und Reiseziel ohne vorherige Ankündigung geändert werden. Immerhin: Diese Ankündigung von Celebrity Cruises ist nicht kurz gefasst, nährt daher auch die Hoffnung, dass bis zu diesem Zeitraum die weltweite Pandemie abgeflacht ist und Kreuzfahrten wieder möglich werden.

Angedacht sind 5- bis 18-Nächte-Touren, auf den die Passagiere wieder erneut in die Naturwunder, die bezaubernden Küstenlandschaften und auch in die reizenden tropischen Ziele des Südpazifiks eintauchen können.

Besondere Highlights der Saison 2022-2023 sind u.a. eine Übernachtung in Cairns auf einem privaten Ponton, eine Verkostung der berühmtesten regionalen Weine, Übernachtungsmöglichkeiten in Hobart, Cairns, und Adelaide, längere Hafenaufenthalte sowie auch die Rückkehr nach Fidschi.

Die Kenner der Szene wissen, dass Celebrity Cruises mit dem Einsatz von Sonnenkollektoren, dem Verzicht auf Plastik-Wasserflaschen, der ersten amerikanischen Kapitänin auf einem Kreuzfahrtschiff Pionierarbeit geleistet hat.

Corona-Pandemie trifft hart die Kreuzfahrtbranche

Exakte Zahlen liegen noch nicht vor, wie tief die Kreuzfahrtkonzerne in die roten Zahlen geraten sind. Sicherlich sind die Verluste bereits in mehrstellige Milliarden-Beträge angestiegen, und ein Ende ist keinesfalls abzusehen. Die Regierungen haben zwar die gesamte Kreuzfahrtindustrie noch nicht abgeschrieben, aber insgesamt halten sich nicht nur die Deutschen bei Urlaubsbuchungen zurück, so dass es nicht nur beim Faktor Kreuzfahrt, sondern insgesamt bei der Tourismusbranche einschneidende Veränderungen anbahnen.

Bereits ein Jahr ist vergangen, seit das Corona-Virus der Kreuzfahrtindustrie zunächst erhebliche Probleme bescherte, dann aber mit folgenden Monaten in erhebliche Notlage stürzte. Durch Terminverlegungen, Routenänderungen, Schiffs-Verkäufe, detaillierte Sicherheits- und Hygienesysteme und Quarantäne-Maßnahmen konnten die Reedereien und Konzerne allerdings die finanziellen Probleme nicht verhindern, stürzten immer stärker in die finanzielle Krise. Die gesamte Branche steckt in der Kritik und in kaum vorstellbarer Not.

In mehrerer Hinsicht ist die Kreuzfahrtbranche in Not geraten. Der weltweite Lockdown bracht das Kreuzfahrtgeschäft zum Erliegen, doch die Fixkosten bleiben weiterhin bestehen. Auch das Image der Kreuzfahrt wurde erheblich angekratzt. Der Eindruck, dass Kreuzfahrtschiffe ein idealer Nährboden für Infektionen sei, konnte auch durch detaillierte Informationen nicht gänzlich ausgeräumt werden. Auch Sonderangebote mit Schnäppchenpreise konnten die entstandenen Bedenken gegen eine Kreuzfahrt nicht wesentlich einschränken.

Wie lange die pandemiebedingte Pause noch anhalten wird, kann niemand voraussehen. Die Hoffnungen klammern sich an die Impfstrategie der einzelnen Länder, doch Lieferschwierigkeiten versetzen den Hoffnungen immer wieder einen beachtlichen Dämpfer.

Reise-Stillstand durch Virus-Mutationen

Nicht nur Reisen, im besonderen auch Kreuzfahrten, können nunmehr noch zu einem größeren Problem werden, bedingt durch die Corona-Mutationen. Deutsche Politiker plädieren bereits, die Reisen nach Deutschland einzuschränken bzw. ganz auszusetzen, da befürchtet werden muss, dass Reisende aus anderen Ländern das Coronavirus auf diesem Weg nach Deutschland einschleppen. Daher steht auch die Forderung im Raum, drastische Maßnahmen zu überprüfen, damit der neuen Gefährdungslage, die von den Virus-Mutationen ausgeht, mit schärferen Grenzkontrollen, strengeren Corona-Regeln und auch eine Testpflicht bei Einreise wirksam begegnet werden kann.

Bislang wurden Reisen in Deutschland weder verboten noch im größeren Stil unterbunden, aber darauf geachtet, dass Reisen für die Kunden umständlicher und daher auch etwas unattraktiver wurden. Bekannt wurden aber auch, dass Kreuzfahrten zu den Kanaren zwar erfolgten, die Passagiere aber bei der Rückreise sich der jeweiligen Test- und Quarantänepflicht der einzelnen Bundesländer stellen mussten.

Wird nun im Hinblick auf die Virus-Mutationen in Deutschland durch die Politik ein Reise-Stillstand erzwungen, wären insbesondere die Reedereien betroffen, die sich auf den deutschen Markt konzentrieren.