Traumschiff-Urlaub wird immer billiger

 

Wenn neue Kreuzfahrtschiffe getauft werden, überbieten sich die Reedereien mit besonderen, spektakulären Events. Hart wird um jeden Passagier gekämpft, und die allseitige Konkurrenz führt dazu, dass immer größere Luxusliner mit besserer Ausstattung und vielseitigsten Angeboten auf den Markt kommen.

Der Kreuzfahrtfan erinnert sich, als im April d.J. die AIDA Luna im Hafen von Palma de Mallorca durch die Taufpatin Franziska Knuppe und der Moderatorin Barbara Schöneberger getauft wurde und nach Starauftritten des Weltklassegeigers David Garrett und den beiden Pop-Bands Pur und Marquess ein faszinierendes Feuerwerk die Bucht von Palma illuminierte.

Ebenso ist den Kreuzfahrtliebhabern die Taufe von „Mein Schiff“ vor der Kulisse des Hamburger Fischmarkts in Erinnerung, als die Sängerin und Schauspielerin Ira Müller den Hebel umlegte, der eine Champagnerflasche an den Bug des „Neulings“ schmetterte.

Es wird in diesem Jahr nicht der letzte Tauf-Event sein. Insgesamt zehn neue Kreuzfahrtriesen werden 2009 weltweit in Dienst gestellt. Einerseits wächst kaum ein touristisches Segment so stark wie die Kreuzfahrtbranche, aber die steigenden Treibstoffpreise, Überkapazitäten und eine sinkende Nachfrage werden – so meinen Experten – auf die Margen drücken. Und ein letztes ABER: Der Traumschiff-Urlaub wird immer billiger, zum Liedwesen der Anbieter, aber sehr zur Freude der Urlauber.

„Könnte ich weinen, das Meer würde überlaufen“

Ein Märchen endet als Schildbürgerstreich

Es war einmal  … Ja, meine lieben Fans, so begann auch mein Märchen. Im Jahre 1969 erblickte ich als „Weiße Lady“ das Wasser der Weltmeere. In meiner Jugend wurde ich ziemlich herumgeschubst, hatte mehrere Eltern und bekam  immer wieder einen neuen Namen. Doch am besten gefiel mir mein letzter Namen „Maxim Gorki“, den ich 1974 erhielt und seither von meinen Fans nur noch „Maxi“ genannt wurde, die mir als Stammpassagiere stets die Treue hielten.

Ich will angesichts meiner aufregenden Vita ja nicht angeberisch wirken, doch meine Erfolge kann mir niemand nehmen. Ich war ein voll klimatisiertes modernes Schiff mit gehobenem Komfort. Meine Pools wurden ebenso geschätzt wie die verschiedenen Salons, das anspruchsvolle Entertainment, die windgeschützten Sonnendecks die vorzügliche Organisation, die Shopping-Arkade, der Fotoshop, die Boutiquen, die sieben Bars, meine Wintergärten, der abendliche Tanz, die Nacht-Disko, die stets anspruchsvolle Küche, und, und, und … Eigentlich bräuchte ich all meine Vorzüge gar nicht aufzuzählen, viele von meinen Fans kehrten alljährlich zu mir zurück, und  die Aller-treuesten konnten sogar auf vielfältige  Weltumrundungen  zurückblicken, denn ich war wohl ein Kreuzfahrtschiff mit den meisten Weltumrundungen.

Ich lebte, wie im Märchen, es gab schlechte Zeiten, böse Ereignisse wie die Havarie mit einem Eisberg, aber die schönen und denkwürdigen Ereignisse füllten mein Tagebuch. Eine Meldung schreckte alle meine Fans und ehemaligen Mitreisenden sowie die treue Crew auf: „Aus für die Maxim Gorki“. Doch kampflos wollten mich meine Freunde nicht meinem unausweichlichen Schicksal überlassen. Auf meiner letzten Reise blieben mir die vielen Aktionen, Anteilnahmen, Berichte, Stellungnahmen, Kommentare und Bitten im Gedächtnis. Einige sind in meinem Lebensbuch für die Nachwelt fest eingetragen

  • „Wenn die MAXIM weinen könnte, das Meer würde überlaufen.“
  • „Wir weinen immer noch, Trauer, Wut, Hilflosigkeit. Aber vergessen werden wir dieses ganz besondere Schiff nie und auch nicht, was hier alles abgelaufen ist.“
  • „Es ist traurig, dass ein Stück Hamburger Geschichte verschrottet wird.“
  • „Es ist schlimm, mit anzusehen, wie Politiker Arbeitsplätze vernichten und zusätzlich ein Stück Hamburger Geschichte verloren geht.“
  • „Selbst eine Entschuldigung der Verantwortlichen, die eigentlich jeder erwarten könnte, kann nicht gut machen, was passiert ist.“
  • „Ich hoffe, dass die durchaus vermeidbar gewesenen Ereignisse dazu führen, jene Leute aus Amt und „Würden“ zu entfernen, die für das Scheitern des Projekts verantwortlich sind.“
  • „Dieses edle Schiff mit seinen 35 Weltumrundungen ist mehrere Male als Kreuzfahrtschiff des Jahres gekürt worden. Und nun: der vorsätzliche Mord!“
  • „Wie kann es sein, dass das Schiff zum weltweit schlimmsten Abwracker nach Indien gelassen wird, wo bei jedem abzuwrackenden Schiff etliche Menschen den Tod finden?“
  • „Die vielen Hürden, die den Initiatoren zur Rückholung der Maxim Gorki in den Weg gelegt wurden, waren nicht zu überwinden.“
  • „Ein Schiff, das Geschichte geschrieben hat. Und das durch mutigen Einsatz der Besatzung einst aus dem Eismeer gerettet wurde, und nun hat eine Hafenstadt dazu beigetragen, dass wir so etwas Wunderbares und so eine einmalige Chance für den Hafen zerstört haben. Wie pervers.“
  • „Eine Schande für Hamburg.“
  • „Politiker sind echt das letzte. Pfuideibel.“
  • „Teeren, federn und aus der Stadt jagen wäre für die Mörder der Hamburg, die bei uns in den Behörden sitzen, nicht angemessen genug.“

Meine lieben Fans, die Ihr alle Euch für mich eingesetzt, für mich gekämpft habt, die Ihr doch alle so enttäuscht wurdet. Ich danke Euch. Leider wurde Euer Einsatz nicht belohnt. Am 25. Februar 2009 wurde ich in Alang (Indien) auf den Strand gesetzt und dem Abwracker Mehta ausgeliefert.

Meine Tränen sind versiegt, und da ich meinen Tod nicht abzuwenden vermag, habe ich nur noch die Hoffnung, dass nicht wieder manche Inder beim Anwracken meines Körpers selbst zu Tode kommen. Vergesst mich nicht!

 

 

 

Ostsee soll kein Kreuzfahrt-Klo bleiben

 

Schiffsabwässer sollen künftighin nicht mehr in der Ostsee entsorgt werden. Die Kreuzfahrtreedereien wollen auf eine unsachgemäße und umweltschädigende Abwasserentsorgung verzichten, wenn die Ostseehäfen zukünftig adäquate Entsorgungsmöglichkeiten anbieten, ohne dafür noch einmal zusätzliche Abwassergebühren zu erheben. Die WWF begrüßt diese Ankündigung des Europäischen Kreuzfahrtschiffs-verbands. Bleibt zu hoffen, dass die Hafenbetreiber endlich für die nötige Anbindung der Häfen an die Kläranlagen sorgen und der deutsche Nachholbedarf baldmöglichst eine wesentliche Besserung erfährt und der Kampf gegen die Überdüngung fortschreitet und somit die Bildung von sauerstoffarmen Todeszonen verhindert wird. Die WWF beziffert die Anzahl der jährlichen Klospülungen auf 100 Millionen. Hinzu kommen noch große Mengen Schmutzwasser von Kreuzfahrt- und Fährschiffen.

Dresscode für Kreuzfahrer

 

Früher galt die klassische Kreuzfahrt als eine Veranstaltung für die eher gehobene Gesellschaft, und Smoking beim Abendessen war Pflicht. Doch keine Angst, heute ist alles viel entspannter. Dennoch: Die Frage aller Fragen ist sicherlich die nach der Abendgarderobe. Die Damen sind in dieser Beziehung eigentlich nur dem Druck unterworfen, den sie sich selbst machen. Die meisten Reedereien haben lockere Vorschriften in Bezug auf eine „Kleiderordnung an Bord“, die deutschen Kreuzfahrtschiffe verzichten völlig auf einen Dresscode.

Tagsüber braucht sich kein Passagier Gedanken über die passende Kleidung zu machen, da es an Deck meist recht ungezwungen zugeht. Empfehlenswert sind sportliche Kleidung, rutschfeste Schuhe und ausreichend Badekleidung, damit der Gast immer trockene Badekleidung zur Hand hat. Grundsätzlich gilt auch, dass T-Shirts, kurze Hosen und Bachfreies in den Restaurants nichts zu suchen haben.

Die Wahl der richtigen Kleidung hängt immer vom gewählten Schiff ab. Um keine unliebsamen Überraschungen an Bord zu erleben, wird jedem Gast geraten, falls er unsicher in Sachen Bordkleidung ist, rechtzeitig vor Beginn seiner Kreuzfahrt im Reisebüro gezielt nachzufragen. Beim Kofferpacken wird der Gast in Sachen Kleiderwahl auch auf die jeweilige Region achten, die von seinem Liner bereist wird. Von vornherein kann die – falls vorhandene – Unsicherheit ausgeräumt werden, da der Gast von jeder Reederei vorab bei der Buchung oder spätestens mit den Reiseunterlagen nützliche Tipps und auch Informationen zum geltenden Dresscode an Bord erhält. Auch das Tagesprogramm auf dem Schiff hilft bei der täglichen Kleiderfrage weiter.

Aus der Fülle dieser Anregungen werden einige Beispiele herausgegriffen:

Norwegian Majesty

Die lockere Atmosphäre an Bord ist eher für jüngere Gäste geeignet, die klassische Kreuzfahrten mit Dresscodes ablehnen.

Norwegian Jewel

Einmal pro Woche gibt es einen Galaabend, an dem man sich so richtig in Schale werfen  k a n n, wenn man möchte.

Norwegian Cruise Line

„Das innovative Konzept für eine Kreuzfahrt heißt Freestyle Cruising. Ob formeller Abend mit „Captain´s Cocktail“ und anschließendem festlichen Dinner oder ein legerer Abend ohne Krawatte und Kragen – Sie entscheiden.

Unser Dress-Code: Tragen Sie das, worauf Sie Lust haben. Was, bleibt dabei Ihnen überlassen. Bei uns heißt das Zauberwort „Resort Casual“. Wir zwängen Sie jedenfalls nicht in einen Anzug, wenn Sie das nicht möchten.“

Hurtigruten

Auf allen Schiffen der Hurtigruten herrscht eine lockere Atmosphäre und es gibt keinen Dresscode.

AIDA

Auch diese Reederei verzichtet auf einen Dresscode.

„Für das Bordleben und während der Landausflüge empfiehlt sich den Temperaturen angepasste, legere Naturfaser-bekleidung, welche an den Kulturkreis des Zielgebiets ange-passt ist. Restaurants und Bars sollten dem Anlass ent-sprechend nicht in Bade- bzw. Sportkleidung besucht werden. Abends empfehlen wir sport6lich elegante Kleidung. Smoking oder Abendkleid können Sie ruhig zu Hause lassen.“

Hapag Lloyd

Jedes Schiff hat einen ganz eigenen Charakter, so dass angeraten wird, sich vor Antritt der Kreuzfahrt die gewünschten Informationen einzuholen.

TUI Cruises

Bei TUI Cruises gibt es keinen formellen Dresscode. Mit klassisch-legerer Kleidung oder sommerlicher Eleganz liegt der Gast auf jeden Fall richtig.

Transocean Tours

Nur für kurze Zeit – die letzte Weltreise der Astoria – führt Transocean Tours eine Kleiderordnung ein, denn beim Besuch des Hafens Jeddah in Saudi Arabien müssen die männlichen Reisenden lange Hosen und die Damen einen Umhang (eine Abaya) tragen (wird vom Schiff kostenlos gestellt).

PHOENIX Reisen

„Die meisten Gäste an Bord bevorzugen legere Kleidung. Zum Abendessen trägt der Herr ein Jackett (auch ohne Krawatte), zu Gala-Abenden dagegen dunklen Anzug, Smoking oder Dinnerjackett. Für die Damen wird Abendgarderobe empfohlen.“

Premicon Queen

„An Bord gibt es keinen speziellen Dresscode. Tagsüber herrscht eine sportlich-legere Atmosphäre, abends überwiegt mit Jackett und entsprechender Garderobe legerer Chic. Zum Captain´s Dinner empfehlen wir festlich-elegante Kleidung.“

MSC Kreuzfahrten

„Für die Zeit an Bord wird sportliche Kleidung empfohlen. Bei Festen und Gala-Abenden empfehlen wir Herren einen dunklen Anzug und Damen ein Cocktail- oder Abendkleid bzw. Hosenanzug. An den informellen Abenden empfehlen wir ein Sakko für die Herren und für die Damen entsprechend.“

Costa Kreuzfahrten

„Für das Leben an Bord empfehlen wir leichte sportliche Kleidung und bequeme Schuhe. Wir bitten Sie, in den Hauptre4atsurants und Salons keine Badebekleidung zu tragen. Zum Frühstück und Mittagessen in den Buffet-Restaurants können Sie jedoch Bermuda-Shorts tragen. Es gibt keinen verbindlichen Dresscode für den Abend, aber im Tages-programm jedes Tages finden Sie eine Kleiderempfehlung. Auf jeder Kreuzfahrt findet eine oder mehrere Gala-Abende statt, für die Sie ein eleganteres Kleidungsstück mitnehmen sollten.“

Generell wird der internationale Dresscode an Bord der Kreuzfahrtschiffe wie folgt geregelt:

Casual

Zwanglose Abende; Ensemble aus Hose und Top oder Rock und Bluse bei den Damen; legere Kombination aus Hemd  und Hose für die Herren, schönes Polohemd zur Stoffhose, kein Krawat-tenzwang

Informal

Kleid oder Hosenanzug für die Damen, Kostüm oder Blazer; für die Herren ein einfacher Anzug, Sportjackett oder Blazer

Formal

Bei festlichen Abenden (Welcome-Dinner, Farewell-Dinner, Captain´s Dinner ) ist elegante Kleidung geboten; Cocktail- oder Abendkleid für die Damen; dunkler Anzug mit Krawatte bzw. Smoking oder Dinnerjackett für die Herren.

In 115 Tagen um die Welt

 

Ei9ne internationale Jury aus Filmproduzenten und Medienexperten zeichnete auf dem World Media Festival in Hamburg den 48-jährigen Filmemacher und Fernsehmoderator Rainer Wälde mit dem Internationalen Medienpreis für seine 40-teilige Sendereihe „Leben mit Stil – in 115 Tagen um die Welt“ aus.

Die prämierte Filmreihe mit der MS Amadea (PHOENIX) beginnt Rainer Wälde diese höchst interessante Reise in Rio de Janeiro, die ihn rund um Südamerika führt, danach packend die Südsee einfängt und danach über Japan, China, Taiwan, Vietnam, Indien und Arabien bis nach Venedig bringt.

Wäldes Lebensmotto heißt:“Authentisch zu sein, das ist mir wichtig.“ Der Internationale Medienpreis findet weltweit bei den Kommunikationsprofis besondere Beachtung.

Als kostenloser Download (www.lebenmitstil.de)oder als DVD kann der Interessent diese preisgekrönte Filmreihe mit der MS Amadea erwerben.

In seinem „Abenteuer Amazonas“ – Reise über den Atlantik bis Manaus – hat Rainer Wälde diese Folgen produziert:

  • Les Miserables auf Guernsey
  • Wie entsteht das Azoren-Hoch?
  • Meine erste Transatlantik-Tour
  • Das Badezimmer der Karibik
  • Gewitter im tropischen Regenwal
  • Der Rhum von Martinique
  • Einmal volltanken in Caracas
  • Schokoladenträume auf Grenada
  • Piraten-Insel Tobago
  • Die Teufelsinsel der Verdammten
  • Belem – Marktplatz des Amazonas
  • Land der 10 000 Flüsse
  • Das tränende Holz der Indianer
  • Im Paris der Tropen
  • Die ungewöhnlichste Oper der Welt

Sicherheit von Kreuzfahrtschiffen

 

Jedes Jahr gestalten Millionen von Urlaubern ihre schönste Jahreszeit als Kreuzfahrt. Zahlreiche Berichte über Unfälle und Straftaten an Bord und auch auf Landgängen könnten den Schluss nahelegen, als habe die Kreuzschiffahrt-Branche ein besonderes Problem. Dem ist aber sicherlich nicht so. Nach wie vor ist eine Kreuzfahrt immer noch sicherer als andere Urlaubsformen.

Die Sicherheit von Kreuzfahrtschiffen tangiert ganz verschiedene Bereiche: die Sicherheit an Bord und den Schutz gegen Kriminalität.

Ganz einfache Verhaltensweisen muss der Passagier an Bord beachten, damit auch für ihn die Sicherheitsmaßnahmen greifen.  Bereits vor Beginn einer Kreuzfahrt ist es ratsam, von den Ausweispapieren zwei Kopien zu fertigen, eine davon zu Hause zu lassen und die zweite mit auf die Kreuzfahrt zu nehmen und bei Landgängen bei sich zu führen. Auf den Schiffen gibt es auf alle Fälle Safes. Darin sollte der Gast alle wichtigen Papiere, Tickets, Geldbeträge, Kr3editkarten und wertvollen Schmuck aufbewahren. Diese einfachen Handgriffe bedeuten aber effektive Vorkehrungen zum Schutz des persönlichen Eigentums.

Nach diesen mehr sachlichen Erwägungen ist es wichtig, dass sich jeder Passagier mit seinem Schiff vertraut macht, einen Bordplan studiert und sich den Fluchtweg zum Rettungsboot einprägt. Jeder Passagier ist außerdem verpflichtet, an der obligatorischen Rettungsübung teilzunehmen und das Anlegen der Schwimmweste zu üben.

Bei den Landgängen ist es wenig ratsam,in fremden Ländern den kostbaren Schmuck präsentieren zu wollen und damit Diebe zum Diebstahl einzuladen. Geldbörsen sollten sicher am Körper getragen werden, nicht beispielsweise bei den Damen in Handtaschen verstaut sein.

„Safety First“ gilt auf allen Kreuzfahrtlinern.  Seit dem Jahre 2002 haben die Hochsee tüchtigen Kreuzfahrtschiffe eine Blackbox an Bord. Rauchmelder und Feueralarmmelder sind bei allen Kreuzfahrtschiffen in allen öffentlichen Räumen, Passa-gierkabinen,in den Fluren und den Treppenhäusern Pflicht.

Trotz aller Vorsichts- und Vorbeugungsmaßnahmen, trotz erheblicher Sicherheitsbestimmungen kommt es aber dennoch vor, dass Kreuzfahrtschiffe in Unfälle verwickelt sind und es zu Havarien kommt, die bislang nur zu erheblichen Sachschaden führten, aber keine menschlichen Opfer forderten.

1989

Havarie der Maxim Gorki im Eis des Nordpolarmeeres; alle Passagiere und Besatzungsmitglieder werden gerettet und von anderen Schiffen in Sicherheit gebracht.

1993

Kollision des US-Kreuzfahrtschiffes Yorktown Clipper vor Alaska mit einem Felsen;die 134 Passagiere werden von einem Kutter,einem Hubschrauber und einem anderen Kreuzfahrtschiff übernommen.

1995

Star Princess läuft infolge eines Navigationsfehlers auf einen Felsen in Südalaska. Alle 1600 Passagiere  werden unbeschadet ausgebootet.

2001

Das Kreisfahrtschiff Arkona rammt die Kaimauer auf der Baleareninsel Menorca. Die 300 Gäste werden in ihre Heimat zurückgeflogen.

2007

Das Kreuzfahrtschiff Empress of the North rammt im seichten Küstenwasser ein felsiges Riff. 50Boote der Küstenwache eilen den 248 Passagieren zu Hilfe und bringen sie in Sicherheit.

2007

Die Explorer rammt im Morgengrauen vor der argentinischen Küste einen Eisberg und schlägt leck, Die Passageire und die Besatzung werden gerettet. Das Kreuzfahrtschiff sinkt allerdings nach 15 Stunden.

2007

Auf Grund fehlerhafter Seekarten läuft die Sea Diamond in der Bucht von Santorin auf ein Riff. Die 1547 Passagiere und auch die gesamte Crew werden von Fischer und Ausflugsbooten sicher an Land gebracht. Zwei fanzösische Staatsbürger bleiben vermisst.

2008

Im ewigen Eis der Antarktis rammt die Ushuaia einen Felsen und schlägt leck. Die chilenische Marine rettet die 89 Passagiere.

2008

Die Mona Lisa läuft vor der lettischen Küste durch einen Manövrierfehler auf Grund. Die651 Passagiere   werden zum Hafen von Ventspils ausgeschifft.

2009

Die in der Antarktis auf Grund gelaufene Ocean Nova kann bei Hochwasser wieder Fahrt aufnehmen. Alle 65 Passagiere bleiben unverletzt, werden aber vorsorglich auf das zu Hilfe geeilte Kreuzfahrtschiff Clipper Adventure evakuiert.

 

 

 

 

Toxische Zeitbombe wird entschärft

  

Am 5. April 2007 schreckte eine Meldung alle Kreuzfahrt-Liebhaber auf. Bei der Einfahrt in die Bucht von Santorin war die 22400 Bruttoregistertonnen große und 142 Meter lange „Sea Diamond“ auf ein Riff gelaufen und leck geschlagen. Dem Kapitän Giannis Marinos war es noch gelungen, die Sicherheitsschleusen rechtzeitig zu schließen und einen unmittelbaren Untergang des Kreuzfahrtschiffes abzuwenden. Die 1547 Passagiere an Bord und auch die Besatzungsmitglieder war von Fischer- und Ausflugsbooten in Sicherheit gebracht worden. Allerdings blieben ein 45-jähriger Franzose und seine 16 Jahre alte Tochter vermisst.

Zu diesem Unglück war es auf Grund einer fehlerhaften Seekarte der griechischen Marine gekommen. Das Riff war auf dieser Karte in 58 Metern vor der Küste eingezeichnet,die tatsächliche Entfernung betrug aber 113 Meter. Die gleiche fehlerhafte Karte wies an der Unglücksstelle eine Wassertiefe von 20 Metern aus, tatsächlich sind es aber lediglich fünf Meter.

Nach 15 Stunden sank die „Sea Diamond“ und liegt nun in starker Schieflage auf einem Unterwasser-Steilhang in ca. 100 Meter Tiefe. Experten haben immer wieder die Befürchtung ausgesprochen, dass das Wrack bei Bergungsversuchen in eine Tiefe von 1500 Metern abrutschen könnte.

Während der letzten beiden Jahre hatte sich die zyprische Reederei Louis Cruises , der das Schiff gehörte, dagegen gesträubt, das Schwer- und Dieselöl abpumpen zu lassen. Doch nunmehr ist glücklicherweise eine Wende eingetreten, und die 13 000 Einwohner der griechischen Kykladeninsel Santorin und auch Hunderttausende Touristen, die auf Santorin jährlich ihren Urlaub verbringen, können wieder hoffen, dass die toxische Zeitbombe entschärft wird, die Bucht nicht verseucht und die Strände nicht verpestet werden.

Eine gewaltige Operation ist nunmehr angelaufen. Zwölf Bergungsschiffe, die von einem 70 Meter langen Kommandoschiff gesteuert werden, sind an der „Operation Sea Diamond“ beteiligt.  Drei ferngesteuerte Tauchroboter sollen am Rumpf des Wracks andocken, sich mit Spezialbohrern zu den Treibstofftanks vorarbeiten und danach mit Sonden die noch geschätzten 250 Tonnen Treibstoff absaugen und in Spezialschiffe leiten. Das gesamte Operationsgebiet ist durch eine tausend Meter lange schwimmende Barriere geschützt. Was die Rettungsaktion betrifft, ist es bereits fünf nach zwölf! Schätzungen zufolge steigt etwa eine Tonne Öl täglich an die Oberfläche mit verheerenden Folgen für die Meeresfauna.

 

An Bord rauchen nur noch die Schlote der Schornsteine

 

Das Dauer-Streitthema „Nichtraucherschutz“ beschäftigt auch die Kreuzfahrtreedereien. Pauschal lässt sich die Frage, ob künftighin alle Kreuzfahrtschiffe rauchfrei sind, nicht beantworten, wobei allerdings die Tendenz eindeutig in Richtung Nichtraucherschutz geht.

Doch muss festgestellt werden, dass es an Bord internationaler Kreuzfahrtschiffe erhebliche Unterschiede in Sachen „Raucher/Nichtraucher“ gibt.  Um auf allen Fluss- und Hochseekreuzfahrtschiffen ein generelles Rauchverbot durchzusetzen, müsste eine übereinstimmende gesetzliche Regelung in all den Ländern realisiert werden, in den ein Kreuzfahrtschiff registriert ist. Ein Großteil der internationalen Kreuzfahrtschiffsflotte hat aber auch exotische Heimathäfen, wodurch kaum eine einheitliche Gesetzesregelung erreicht werden kann; denn die Unterschiede in den Kulturen und Gewohnheiten der Heimatländer von Kreuzfahrtschiffen ist zu groß.

So bleibt zunächst noch der Wunsch, dass für alle Reedereien eine einvernehmliche Regelung gefunden wird, welche auf die Wünsche und Belange aller Passagiere eingeht. Nach wie vor werden von den einzelnen Kreuzfahrtschiffen die Vorschriften an Bord individuell gehandhabt. Notwendig ist aber auf alle Fälle ein flexibler und situationsbedingter Umgang mit dieser Thematik. Durchgesetzt hat sich bislang schon das Rauchverbot in allen öffentlichen Bereichen mit Ausnahme der Bars und Lounges. 

Ist das Rauchen an Bord erlaubt, so gilt dies vorwiegend lediglich für Zigaretten. Die Liebhaber von Zigarren und Pfeifen müssen sich, falls vorhanden, in besonders hierfür kenntlich gemachten Raucherbereichen (Zigarren-Lounges) zurückziehen.

Welche Regelungen haben nun aber die einzelnen Reedereien getroffen, die nach eigenem Ermessen handeln?

AIDA Cruises

Schon seit 2006 sind die Bord-Restaurants, die Theater, die Kabinengänge, die Sport- und Wellnesszonen und auch alle Kinderspielbereiche der Clubschiffe rauchfrei. Sukzessiv sollen aber die Nichtraucherzonen weiter ausgeweitet werden.

Costa Crociere

Sämtliche Restaurants sind komplett rauchfrei. Lediglich an Deck können die Passagiere noch ihrer Raucher-Lust frönen. Alle Kabinen sind Nichtraucherkabinen.

Cunard

Auf allen Luxuslinern hat die Reederei ausgewiesene Nichtraucherkabinen. Frische Luft dürfen die Passagiere auch in allen öffentlichen Räumlichkeiten atmen. Zigaretten- und Zigarrenraucher können sich aber in bestimmte Bars zurückziehen.

Hapag-Lloyd Kreuzfahrten

Auch diese Reederei hat alle Restaurants zu Nichtraucherzonen erklärt und achtet auf eine strikte Einhaltung. Gestattet wird das Rauchen allerdings in den Kabinen, wobei die Kreuzfahrtreederei an einen freiwilligen Verzicht appelliert.

MSC Kreuzfahrten

In allen Bord-Restaurants und in allen öffentlichen Räumen ist das Rauchen absolut verboten.  Nur in manchen Bars darf noch geraucht werden. Die Anzahl der Nichtraucherkabinen überwiegt auf diesen Kreuzfahrtschiffen. Auch an Deck wird das Rauchen wesentlich eingeschränkt. Den Rauchern bleiben lediglich einige speziell ausgewiesene Raucherbereiche.

Transocean Tours

Auch auf diesen Schiffen sind alle Restaurants nikotinfrei. Den Rauchern kommt die Reederei insofern noch entgegen, als sie das Rauchen in den Bars und den Salons auf der Steuerbordseite erlaubt. Der Appell, in den Kabinen nicht mehr zu rauchen, obwohl es ausdrücklich nicht verboten ist, findet immer mehr Zuspruch bei den Gästen.

Peter  Deilmann

Kabinen und alle anderen Innenräume bleiben für die Raucherlust tabu.  Lediglich in einigen ausgewiesenen Zonen in den Bord-Restaurants und Lounges und ebenso noch in den Außenbereichen darf noch geraucht werden.

 

Alle Nichtraucher hoffen, dass sich der Nichtraucherschutz auf allen Kreuzfahrtschiffen etabliert. Gegen den mega-dicken Qualm kommen auch die besten Klima-Anlagen nicht an. Appelliert wird weiterhin auf einen freiwilligen Verzicht, und wer ein Empfinden für die Mitreisenden hat und selbst auch bereit ist, an sich selbst zu arbeiten, der wird auch den Versuch zum Verzicht während des Urlaubs unternehmen und sicherlich auch feststellen können, dass auch er bereit sein kann, vom Raucher zum Nichtraucher zu werden. Das Argument, dass den Rauchern der Dunst und üble Geruch an der Kleidung haftet und der Nachbar bei Begegnungen sich gestört fühlen muss, kann mit dem Recht auf eigene Lebensgestaltung eines passionierten Rauchers nicht beiseite geschafft werden.

Der Autor selbst ist begeisterter Pfeifenraucher. Doch auf allen Kreuzfahrten bleibt die Pfeife zu Hause. Bislang hat der freiwillige Verzicht aufs Rauchen während des Urlaubs keinen Schaden hinterlassen, und der Autor fühlte sich durch das Nichtrauchergebot auf den Kreuzfahrtschiffen in seiner persönlichen Freiheit nicht eingeschränkt.

 

„Statements“ zu Kreuzfahrten – einmal anders

Gerd macht eine Kreuzfahrt und  bewundert die vielen Möwen, die das Schiff umschwärmen. Wissbegierig fragt er einen Steward.

„Woher kommen eigentlich die Möwen?“

„Ja, wissen Sie“, antwortet der vorsichtig, „ich glaube aus Eiern.“ 

Das Ehepaar Kunz unternimmt eine Kreuzfahrt. Nach einer Woche werfen sie eine Flasche ins Meer.

Sie seuft: „Hoffentlich ist diese Flaschenpost nicht zu lange unterwegs!“

„Wieso?“ fragt ihr Mann.

Tante Gerda ist doch immer gleich eingeschnappt, wenn sie keinen Urlaubsgruß bekommt.“

Ein Mann betritt ein Reisebüro.

„Buchen Sie bitte eine Kreuzfahrt für mich und meine Frau!“

„Haben Sie besondere Wünsche, mein Herr?“

 „Getrennte Kabinen, getrennte Betten und getrennte Schiffe!“

 Eine Kundin kommt ins Reisebüro und erkundigt sich nach einer besonderen Kreuzfahrt.

„Darf ich Ihnen „Mein Schiff“ buchen?“ fragt die Reisebüroangestellte.

Kundin: „Nein danke, ich fahr´lieber mit der TUI.“

„On the Road to Mandalay“

Frank Sinatra nahm „On the Road to Mandalay“ (Gedicht von Rudyard Kipling) am 01.10.1957 mit Billy May Arrangement in Los Angeles auf.  Passagiere, die eine faszinierende Flusskreuzfahrt auf dem Irriwaddy gebucht haben,  wird oftmals dieses Gedicht des bekannten und berühmten Poeten und Schriftstellers vorgetragen. Auch in der Doku über das Traumschiff “ Road of Mandalay“ wurde mehrfach auf dieses Gedicht hingewiesen.

Übersetzung: Auf der Straße nach Mandalay

Auf der alten Moulmein-Pagode,
ostwärts zum Meer blickend,
sitzt ein Burma-Mädchen
und ich weiß: Sie denkt an mich.
Der Wind weht durch die Palmen,
und die Tempelglocken sagen:
„Komm zurück, Britischer Soldat,
komm zurück nach Mandalay,
komm zurück nach Mandalay!
Komm zurück nach Mandalay,
wo die alte Flotille lag!
Hörst du nicht ihre Ruder platschen
von Rangoon bis nach Mandalay?
Auf der Straße nach Mandalay,
wo die fliegenden Fische spielen
und die Dämmerung wie ein Donner
von China her über die Bucht hereinbricht.
Bringt mich irgendwo hin östlich von Suez,
wo das Beste dem Schlechtesten gleich ist,
wo es keine Zehn Gebote gibt
und ein Kerl die Begierde wecken kann.
Denn diese verrückten Glocken läuten,
und ich möchte genau dort sein
auf der alten Moulmein-Pagode:
faul zur See blicken –
faul zur See blicken.
Komm zurück nach Mandalay,
wo die alte Flotille lag!
Hörst du nicht ihre Ruder platschen
von Rangoon bis nach Mandalay

Auf der Straße nach Mandalay,
wo die fliegenden Fische spielen
und die Dämmerung wie ein Donner hereinbricht.