Kreuzfahrtschiffe im Trend zum Gigantismus

 

Im vergangenen Jahr haben zehn neue Kreuzfahrtschiffe ihre Jungfernfahrt angetreten. Die „Neulinge“ warten mit attraktiven Neuerungen, gigantischen Ausstattungen und Ausmaßen sowie mit äußerst ungewöhnlichen Attraktionen auf. Der Trend zum Gigantismus ist ungebrochen. Bei den neuen Kreisfahrtschiffen beherrschen die Attribute wie  „Schwimmende Kleinstadt“, „Meeresoase“, „Giga-Luxusliner“ die Kreuzfahrtbranche.

Schiffsname Länge Breite Gäste
AIDAbella 252,0 m 32,2 m 2050
Ventura 290,0 m 36,0 m 3092
Independence of the Seas 339,0 m 56,0 m 3600
Carnival Splendor 290,0 m 32,2 m 3006
MSC Fantasia 333,3 m 37,9 m 3274
Celebrity Solstice 315,0 m 36,8 m 2850
Ruby Princess 290,o m 36,0 m 3070
Princess Albert II 108,0 m 15,8 m   132
Eurodam 290,0 m 32,2 m 2044
MSC Poesia 293,0 m 32,2 m 2550

 

Äußere Kennzeichen der „Neulinge“ sind mehrere Decks mit Balkonen.

Für das Jahr 2009 waren weitere zwölf Neubauten angekündigt. Einige der „Neulinge“ wurden bereits getauft und befinden sich auf hoher See.

Die Neuen heißen:

AIDAluna, Carnival Dream, Costa Luminosa, Costa Pacifica, Celebrity Equinox, MSC Splendida, MSC Magnifica, Oasis of the Seas, Seabourn Odyssey, Silver Spirit und zwei Schiffe von Pearl Sea Cruises und Norwegian Cruise Line.

Der Trend zu weiteren Großbauten hält unvermindert an. Im Jahre 2010 werden insgesamt 19 Neubauten folgen, 2011 nochmals zwölf und schließlich 2012 acht weitere Kreuzfahrtschiffe.

Maritime Geburtstagskinder

 

Die nachfolgenden Schiffe kreuzen nun schon im zehnten Jahr die Meere.

Schiffsname 1. Jungfernfahrt Länge Gäste
Aurora 1. Mai 270,0 m 1878 Gäste
Carnival Victory 18. August 272,0 m 2758 Gäste
Explorer of the Seas 28. Oktober 311,1 m 3114 Gäste
Costa Atlantica 16. Juli 292,5 m 2112 Gäste
Olympic Yoyager 24. Juni 180,4 m  840 Gäste
Celebrity Millenium 1. Juli 294,0 m 1950 Gäste
Silver Shadow 15. September 186,0 m  388 Gäste
Royal Clipper Oktober 134,0 m  228 Gäste
Zaandam 6. Mai 237,0 m 1440 Gäste

Das Thema „Piraterie“ ist bei der Kreuzfahrtbranche noch nicht vom Tisch

 

Aufmerksam verfolgen die Kreuzfahrtreedereien und auch die Kreuzfahrtfans die Berichte in den Medien über die Piraterie vor der Küste Somalias. Allein im ersten Halbjahr 2009 gab es 146 Attacken von Piraten auf vorwiegend Frachtschiffe. Nur wenige dieser Attacken waren bislang erfolgreich, sicherlich ein Erfolg des Einsatzes der Seestreitkräfte aus der Europäischen Union. Unter den Reedereien gibt es nunmehr Kreuzfahrtunternehmen, die explizit die Fahrt durch das gefährdete Gewässer ihren Kunden nicht mehr anbieten. Andere Kreuzfahrtschiffe durchfuhren den Golf von Aden ohne Passagiere. Die Devise heißt: „Ja kein Risiko eingehen.“

Nicht jedes Schiff benötigt einen militärischen Schutz, wie ihn die EU-Operation Atalanta anbietet, lediglich verwundbare. Die allermeisten Kreuzfahrtschiffe gehören nicht zu den „verwundbaren“ Schiffen. Ihre Bordwand ist über der Wasseroberfläche mehr als fünf Meter hoch und kann mehr als 18 Knoten schnell sein.

Dennoch achten die Reedereien auf erhöhte Aufmerksamkeit. Auf der Brücke befinden sich stets zwei Wachoffiziere mit starkem Fernglas Die Mannschaft kontrolliert vom Heck aus kontinuierlich das Meer. Manch ein Ozeanliner verfügt über eine Schallkanone, deren unerträglich lauter Ton die Angreifer vertreiben soll. Durch Zick-Zack-Fahren werden hohe Wellen erzeugt, welche die Schnellbote der Piraten in Bedrängnis bringen. Manche Reedereien sprechen von einem hohen Sicherheitsstandard. Ob die Crew allerdings mit Waffen ausgerüstet werden kann, diese Frage bleibt noch offen.

Und wie werden „verwundbare Schiffe“ geschützt? Der Auftrag der EU-Operation Atalanta  ist der Schutz der Schiffe des Welternährungsprogrammes.  Einzelschiffe werden aber grund-sätzlich nicht eskortiert. Wenn Kapazitäten frei sind, begleitet eine militärische Eskorte solche Schiffe in Gruppen, die sich zuvor aber beim Maritime Security Centre Horn of Africa angemeldet haben. Fünf bis zehn Schiffe fahren dann bei gleicher Geschwindigkeit durch den gefährdeten Korridor.

Täglich werden auch uneskortierte Group Transit angeboten, die von Kriegsschiffen beobachtet werden, die entlang des Verkehrskorridors stationiert sind. Eskortierte Gruppen befahren in der Regel einmal pro Richtung den Korridor.

Doch so lange das Land Somalia über keine funktionierende Staatsgewalt verfügt, wird die Piraterie in dieser Region auf der Tagesordnung bleiben.

 

Die kleine Meerjungfrau in Kopenhagen

 

Nahezu auf jeder Ostsee-Kreuzfahrt ankern die Kreuzfahrt-schiffe im Hafen von Kopenhagen. Jeder Gast möchte einmal in seinem Leben die berühmte kleine Meerjungsfrau sehen und fotografieren. Die berühmteste Meerjungfrau der Welt sitzt auf einem Granitstein und schaut sehnsüchtig aufs Meer hinaus. Sie ist aus Bronze, stolze 175 kg schwer und mit ihren 125 cm weitaus kleiner, als viele Touristen erwarten. Finanziert und ermöglicht wurde die Figur durch den Carlsberg Bierbrauer Carl Jacobsen (1842-1914), der 1909 Hans Beck’s Ballettaufführung „Die kleine Meerjungfrau“ besuchte und von der traurigen Geschichte des dänischen Schriftstellers Hans Christian Andersen, als auch von der Primaballerina Ellen Price (1878-1968) als kleine Meerjungfrau, so angetan war, dass er zu Ehren der Ballettkunst eine Statue in Auftrag gab, dessen Umsetzung sich der Bildhauer Edward Eriksen (1876-1959) annahm. Für das Gesicht der Nixe, stand Ellen Price höchstpersönlich Modell. Weil sich diese jedoch nicht entkleiden mochte, diente Eriksens Ehefrau Eline als Vorlage für den Oberkörper.

„Die Kleine Meerjungfrau (dän. Den lille Havfrue) ist eine weltbekannte Figur aus einem gleichnamigen Märchen des dänischen Dichters Hans Christian Andersen. Es beruht auf der Undinensage und war eine der Keimzellen des Librettos für Antonín Dvořáks Oper Rusalka.

Der Kopenhagener Bildhauer Edvard Eriksen (1876–1959) schuf die Skulptur Kleine Meerjungfrau, die zum Wahrzeichen Kopenhagens wurde. Den Kopf gestaltete er nach dem Vorbild der Primaballerina Ellen Price (1878–1968), die 1909 in Kopenhagen als Hauptdarstellerin in einem gleichnamigen Ballett sehr beliebt war, und den Körper nach dem seiner Ehefrau Eline (1881–1963). Der Grund war, dass Ellen Price nicht nackt dem Künstler Modell sitzen wollte, so musste seine Frau einspringen.

Auftraggeber war der Kunstmäzen und Gründer der Kopenhagener Ny Carlsberg-Brauerei, Carl Jacobsen. Am 23. August 1913 wurde eine Kopie der Figur, die 175 kg wiegt und 125 cm groß ist, an ihrem heutigen Platz an der Uferpromenade der Langelinie aufgestellt. Das Original wird von den Nachfahren Eriksens an einem geheimen Ort aufbewahrt.

Immer wieder wurde die Statue von Unbekannten angemalt oder Opfer anderer Beschädigungen. So wurde ihr am 24. April 1964 und am 6. Januar 1998 der Kopf abgesägt, einmal der rechte Arm abgesägt und Anfang September 2003 die komplette Meerjungfrau, wahrscheinlich mit Hilfe von Sprengstoff, von ihrem Felsen gestürzt. Nach aufwändigen Restaurierungsarbeiten, bei denen auch eine der noch vorhandenen zwei Original-Gipsfiguren verwendet wurde, ist die Meerjungfrau seit 2004 wieder auf ihrem angestammten Platz zu besichtigen. Die letzte Schändung fand bei einer Demonstration in Kopenhagen am 3. März 2007 statt: Demonstranten besprühten sie mit pinker Farbe.

Im Unterschied zu anderen Wahrzeichen ist die Kleine Meerjungfrau mit einer Höhe von nur 125 cm sehr klein. Sie gilt auch als eines der kleinsten Wahrzeichen der Erde.

Quelle: Wikipedia

Eriksens Original-Gussformen sind bis heute erhalten geblieben und helfen regelmäßig bei der Rekonstruktion des Kunstwerkes. Für die Nachkommen des Bildhauers ist die kleine Nixe zur goldenen Gans geworden. Die Rechte an allen Kopien bringen ihnen jedes Jahr Hunderttausende ein.

 

Urlaub beginnt an der Haustür

 

Ohne die Koffer zu tragen und auch Unhandliches zum Kreuzfahrtschiff zu bringen, ist mit TEfra ganz einfach. Sie wählen einfach die Hotline 0800 – 500 23 – 50 /-51 /-52 und bestellen den TEfra-Gepäckservice.  Damit beginnt die Erholung bereits an der Haustür, denn TEfra holt Ihr Gepäck ein/zwei Tage vor Beginn der Kreuzfahrt ab und transportiert es zu Ihrem Kreuzfahrtschiff. In Ihrer Kabine können Sie dann Ihre Koffer auspacken.

Nach Ihrer Kreuzfahrt können Sie die Rückreise ebenfalls entspannt antreten. TEfra wird Ihr Gepäck wieder annehmen und ein/zwei Tage später wieder an Ihrer Haustür abliefern. Weitere Details erfragen Sie am besten unter der angegebenen Telefonnummer.

Luxusliner wegen H1N1 auf Irrfahrt

 

Irrfahrt statt Traumreise: Nach der Erkrankung dreier Crew-Mitglieder an der Schweinegrippe hat das spanische Kreuzfahrtschiff „Ocean Dream“ seine Karibikrundfahrt abgebrochen. Der Urlaubsdampfer habe Kurs auf die Insel Aruba genommen, wo die rund 800 Passagiere und Besatzungsmitglieder von Bord gehen sollen, teilte der Veranstalter Pullmantur gestern in Madrid mit. Unter den Touristen sei auch ein Deutscher,

Details zu ihm nannte der Veranstalter nicht. Die „Ocean Dream“ war zuvor von Grenada und Barbados abgewiesen worden, wo das Schiff normalerweise während der Kreuzfahrt zu Landgängen anlegt.

Der Luxusliner machte daraufhin im Hafen der zu Venezuela gehörenden Insel Margarita fest. Die örtlichen Behörden ordneten zunächst eine zehntägige Quarantäne an. Dann durften jedoch die etwa 380 venezolanischen Passagiere von Bord und die „Ocean Dream“ konnte weiterfahren. Rund 200 der übrigen Reisenden sind Spanier. Insgesamt Waren anfangs 1200 Menschen an Bord, davon etwa 400 Besatzungsmitglieder. Der Veranstalter will nur einen Teil der Reisekosten erstatten. Mitreisende kritisierten in Gesprächen mit ihren Familien einen Mangel an Information.

Quelle: BNN

 

Prognose: Kreuzfahrtmarkt legt zweistellig zu

Gerade das ältere Publikum mit einem begrenzten Budget hält den „alten“ Kreuzfahrtschiffen die Treue, insgesamt aber geht der Trend zu den großen „Neulingen“ im mittleren Preisbereich bei lässig legerer Atmosphäre. Das Image der schwimmenden Fitnesscenter mit angegliederter Dauer-Disco ist längst einem faszinierenden Angebot an kulinarischer Vielfalt und sportlicher Extravaganz und Vielfalt sowie einem angemessenen Preis-Leistungsverhältnis gewichen. Die großen Kreuzfahrtschiffe fahren durch ihre Attraktivität  immer größere Passagierzahlen ein und erwirtschaften eine Rendite, die zu weiteren Großbauten führt. Die Experten sind sich einig, dass es auch  künftighin nur dann neue Schiffe geben kann, wenn die Reederei hohe Renditen erwirtschaftet hat.

Wichtig ist aber, dass sich die „Neuen“ einer Gruppe von den bisherigen durch Innovationen, zusätzlichen Angeboten und attraktiven Details unterscheiden. Wichtig sind ebenfalls die hohen Auslastungen, die die Bordeinnahmen steigern; denn nur wenn alle Kabinen belegt sind, können auch Gewinne erwirtschaftet werden.

Der deutsche Kreuzfahrtmarkt muss sich auch mit dem Angebot der US-Reedereien auseinandersetzen und geeignete Gegen-mittel finden, da die US-Redereien unter der schwächelnden Nachfrage leiden und ihre Schiffe nun auch nach Europa beordert haben. So werben die Anbieter mit zweistelligen Sonderaktionen und Rabatten oder verramschen bisweilen auch einmal die eine oder andere Kreuzfahrt. Doch es bleibt fraglich, ob die US-Anbieter  mit ihren auf den amerikanischen Markt zugeschnittenen Schiffen und der englischen Bordsprache tatsächlich den deutschen Kreuzfahrtliebhaber gewinnen können. Skepsis ist diesbezüglich nicht nur angesagt!

 

 

Reederei Deilmann unterstützt Straßenkinder in Brasilien

 

Mit fünf Euro pro verkaufter Kreuzfahrt unterstützt die Reederei Deilmann das unter der Schirmherrschaft der UNICEF durchgeführte Projekt „Hilfe statt Haft“, das den Straßenkindern in Brasilien helfen soll. Das UNICEF konzentriert seine Hilfe auf   Brasiliens Straßenkinder, um sie auf der Straße, zu Hause und in staatlichen Institutionen vor Gewalt und Missbrauch zu schützen. UNICEF setzt sich besonders dafür ein, dass die Straftäter von Gewalt und Missbrauch an Kindern systematisch erfasst und verfolgt werden. Mit dem Projekt „Hilfe statt Haft“ will die UNICEF erreichen, dass das brasilianische Jugendstrafrecht reformiert und die Inhaftierung von Kindern vermieden wird.

Senioren auf Kreuzfahrt als Drogenschmuggler gefasst

 

Auf die verschiedensten Arten versuchen Dealer, Drogen zu schmuggeln. Mit einem besonderen Einfall fielen allerdings neun Drogenschmuggler herein, als Mitglieder einer Schmugglerbande Luxuskreuzfahrten buchten, um aus Südamerika unbehelligt Drogen in Spanien einzuschleusen. Doch die spanische Polizei ließ die betagten Drogendealer auffliegen. Die Senioren hatten sich zwar als Touristen getarnt, um die Kontrollen zu umgehen, doch die spanische Polizei entdeckte das Kokain.

In der Hafenstadt Cadiz verfingen sich zwei ältere Damen im Kontrollnetz, als sie versuchten, nach ihrer Kreuzfahrt von Brasilien nach Spanien Drogen von Bord eines Luxusliners an Land zu bringen. Als die Polizei die Kabinen der Seniorinnen durchsuchte, stieß sie auf 27 Kilogramm reines Kokain.

Aus Flusskreuzfahrtschiffen werden Wohnschiffe

 

Die niederländische Werft de Hoop in Lobith hat einen ungewöhnlciehn Auftrag erhalten. Sie wird im Auftrag von Wagenborg Shipping die beiden 110 Meter langen Flusskreuzfahrtschiffe MS Debussy und MS Ravel zu schwimmingen Unterkünften für einen Einsatz im kaspischen Meer umbauen. Bei den beiden Umbaukandidaten handelt es sich um zwei recht komfortabel eingerichtete Flusskreuz-fahrtschiffe,, die erst vor wenigen Jahren vom Stapel liefen. Für ihren Einsatz in Kasachstan werden auf beiden Flusskreuzfahrtschiffen zwei Zehn-Tonnen-Kräne montiert. Da es sich um zwei sehr flexibel einsetzbare Schiffe handelt, wird eine solche Entwicklung äußerst erstaunt aufgenommen.