Urlaub mit Lust auf Me(h)(e)r

Trotz der Wirtschaftskrise setzen die weltweiten Reedereien auf eine verstärkte Nachfrage und erweitern ihre Kreuzfahrt-Flotten mit immer längeren, größeren und exklusiveren „schwimmenden Hotels“. So werden von Juni 2009 bis Ende des Jahres 2010 zwanzig neue Luxusliner in Dienst gestellt. 

Name

Costa

Pacifia

Costa

Luminosa

Seaborn

Odyssey /

Seaborn Sojourn

Reederei

Costa

Kreuzfahrten

Costa

Kreuzfahrten

Seaborn Cruise Line

Länge

290 m

294 m

198 m

Breite

33,5 m

32,25 m

25,6 m

Tiefgang

8,00 m

8,00 m

6,40 m

Kabinen

1504

1130

225

Passagiere

3000

2260

450

Crew

1100

900

330

Werft

Fincantieri

Italien

Fincantieri

Italien

Mariotti

Italien

Passagierdecks

13

12

10

Restaurants

5

4

3

 

Name

MSC

Splendida

Celebrity

Equinox und

Celebrity Eclipse

Carnival

Dream

Reederei

MSC

Kreuzfahrten

Celebrity

Cruises

Carnival

Cruise Line

Länge

333 m

315 m

306 m

Breite

38 m

37 m

36 m

Tiefgang

8,50 m

8,00 m

8,20 m

Kabinen

1650

1424

1823

Passagiere

3274

2850

3646

Crew

1325

1250

1367

Werft

Aker Yards

Saint-Nazaire

Meyer Werft

Papenburg

 

Passagierdecks

13

13

14

Restaurants

6

10

 

 

Name

Oasis of the Seas /

Allure of the Seas

Silver

Spirit

AIDA Blu

Reederei

Royal

Caribean

Silversea Cruises

Aida Cruises

Länge

360 m

198,50 m

252 m

Breite

47 m

26,20 m

32,20 m

Tiefgang

8,50 m

 

7,20 m

Kabinen

2700

270

1087

Passagiere

5400

540

2050

Crew

 

376

607

Werft

Aker Yards

Turku Finnland

Fincantieri

Italien

Meyer Werft

Papenburg

Passagierdecks

16

8

13

Restaurants

 

 

7

 

Name

MSC

Magnifica

Sea Cloud

Hussar

Norwegian

Epic

Reederei

MSC

Kreuzfahrten

Sea Cloud

Cruoses

Norwegian

Cruise Line

Länge

293,80 m

126 m

325 m

Breite

32,20 m

17,20 m

40 m

Tiefgang

 

5,65 m

8,70 m

Kabinen

1275

69

 

Passagiere

2550

136

4200

Crew

987

90

1730

Werft

STX

Frankreich

 

STX

Frankreich

Passagierdecks

12

 

15

Restaurants

 

 

14

 

Name

Le Boreal /

L´Austral

Queen

Elisabeth

Nieuw

Amsterdam

Reederei

Ponant Cruises

Cunard Seaborn

Holalnd

America Line

Länge

142 m

294 m

285,30 m

Breite

18 m

32 m

32,20 m

Tiefgang

4,70 m

8,00 m

7,80 m

Kabinen

132

1029

 

Passagiere

264

2058

2106

Crew

134

 

929

Werft

 

Fincantieri

Italien

Fincantieri

Italien

Passagierdecks

 

12

 

Restaurants

 

 

 

 

Die in vorgenannter Aufstellung aufgelisteten Neubauten sind für den deutschen Markt vorgesehen bzw. können im hiesigen Markt gebucht werden.

Quarantäne für Kreuzfahrtschiff

 

Nun hat es doch noch ein Kreuzfahrtschiff erwischt. Alarm für ein Kreuzfahrtschiff: Schweinegrippe an Bord! An Bord des Kreuzfahrtschiffes „Pacific Dawn“ sind Besatzungsmitglieder an der Schweinegrippe erkrankt. Deshalb durfte der Liner zunächst keinen Hafen ansteuern und in Australien anlegen.  Die „Pacific Dawn“ musste 420 Kilometer vor Cairns im Nordosten Australiens Anker werfen. Die 2000 Passagiere mssten bis auf Weiteres an Bord bleiben, dürfen das Kreuzfahrtschiff auf keinen Fall verlassen.

Die aktualisierten Nachrichten geben nun bekannt, dass bei acht Passagieren und einem Besatzungsmitglied das Virus A (H1N1) diagnostiziert wurde. Die mehr als 2000 Passagiere mussten sich in Sydney für eine Woche in Quarantäne begeben, entweder zu Hause oder im Hotel bleiben. Wie die australischen Behörden weiter mitteilten, hätten insgesamt 175 Menschen an Bord des Kreuzfahrtschiffes Zeichen von Atemwegserkran-kungen gezeigt.

Inselhopping in der Karibik

Der Duden gibt folgende Definition: „Inselhopping ist ein touristische Unternehmung,bei der nacheinander mehrere Inseln eines Archipels besucht werden.“  Nun gibt es verschiedene Möglichkeiten, ein solches Unternehmen in die Tat umzusetzen. In der Karibik angekommen kann der Gast den Binnenflugverkehr nutzen oder auf Fähren ausweichen, um seine Ziele zu verwirklichen.

Am interessantesten und freilich auch am bequemsten lässt sich ein erlebnisreiches Inselhopping an Bord einer Segelyacht realisieren. An Bord einer Segelyacht – umgeben von der sanften Karibischen See –  entdeckt der Passagier  fast jeden Tag neue einsame Buchten, kann auch bei Häfen anlegen, die Kreuzfahrtschiffe wegen ihres Tiefgangs nicht anladen können, ist keinem Kleiderzwang unterworfen und muss nicht einmal einen Segelschein besitzen.

Dem Zwang, „wer die Wahl hat, hat die Qual“, ist der Segelfreund nicht unterworfen, die Wetterverhältnisse nehmen dem Gast manche Entscheidung ab. Trauminseln gibt es in der Karibik wie Sand am Meer, und jedes karibische Kleinod hat seinen ganz eigenen Charakter. Der Neuling wird sich dem Urteil und der Erfahrung des Skippers anschließen und auf alle Fälle gut dabei fahren.

Im Samsara-Spa die Seele baumeln lassen

Seit einem Jahr eilt der „Costa Serena“ der Ruf als ein wahres Paradies für Wellness-Freunde voraus. Über zwei Decks erstreckt sich diese Wohlfühloase im Bug des Flaggschiffes von Europas führender Kreuzfahrtreederei. Das fernöstliche Interieur der Samsara-Spa verbindet die spirituelle Atmosphäre Indiens mit der besonderen Eleganz Indonesiens sowie den Traditionen Japans.  Das komfortable Spa kann von den Passagieren der Samsara-Kabinen und Samsara-Suiten kostenfrei genutzt werden.

Die Kreuzfahrtschiffe von Costa Crociere haben nunmehr alle dieses Angebot, Körper, Seele und Geist i9n Einklang zu bringen, übernommen und bieten zahlreiche Anwendungen zur Wahl an.

Die Thalassotherapie verbindet ein entspannenden Bad im 33° warmen Wasser mit einer sanften Massage durch Luftströme.

Durch die Behandlung mit Heilerde bewirkt ein antikes, orientalisches Ritual samtweiche Haut.

Ein weiteres Angebot stellt das Aromaspa-Meerbad mit Seegras und ätherischen Ölen dar, das sich revitalisierend auf Geist und Körper auswirkt.

Neben einer Sauna bieten die Spa-Abteilungen das Türkische Bad mit verschiedenen Essenzen an.

Der Gast kann auch Anwendungen wie Kopfmassagen sowie indische Maniküre und Pediküre buchen.

Eine hervorragende Auswahl an besten Ayuveda-Tees offeriert das Japanische Teehaus.

Diese vielseitige Angebotspalette erweitert Costa Crociere durch einen separaten Sportbereich mit Aerobic- Yoga-, Spinning- und Pilateskursen.

Fitness- und Meditationsstunden kann der Gast ebenso wählen wie auch ein UVA-Solarium. 

Das Konzept von Costa Crociere mit der Entscheidung für Samsara-Spa ist aufgegangen. Die Passagiere kehren an Körper, Geist und Seele gestärkt in den Alltag zurück.

Investitionen in den chinesischen Kreuzfahrtenmarkt

Costa Crociere, Europas führende Kreuzfahrtreederei, schloss ein Joint Venture mit der Shanghai Port International Group (SPIG) und hat damit  seit dem Frühjahr 2009 mit der „Costa Classica“ das erfolgreiche Engagement in China verdoppelt und damit deutlich ausgeweitet. 

„Chinas Kreuzfahrtenmarkt besitzt ohne Zweifel ein enormes Wachstumspotential. Shanghai als wichtigste Hafenstadt und führendes Wirtschaftszentrum des Landes fällt dabei eine Schlüsselrolle zu“, erläutert Pier Luigi Foschi, Chairman und CEO von Costa. „Shanghai ist seit Beginn unseres Engagements in der Region im Juli 2006 auch der Abfahrtshafen für viele unserer Kreuzfahrten durch Fernost mit der ‚Costa Allegra‘. Die jetzt geschlossene Vereinbarung mit der SPIG, dem größten Hafenbetreiber des Landes, ist ein weiterer Meilenstein für unsere Aktivitäten in China, gerade auch vor dem Hintergrund, dass wir ab April 2009 mit der ‚Costa Classica‘ ein weiteres Schiff in Asien positionieren.“

Lu Hai Hu, Chairman der Shanghai Port International Group: „Costa ist der Pionier auf dem chinesischen Kreuzfahrtenmarkt und wird auch in Zukunft wegweisend die Kreuzfahrtindustrie Shanghais und Chinas mitgestalten. Wir freuen uns daher sehr über das gemeinsame Joint Venture.“

Seit Jahren liegt die Zufriedenheitsrate der chinesischen Kreuzfahrtgäste, die besonders kürzere Kreuzfahrten von vier bis sechs Tagen Dauer schätzen,  an Bord der Costa Schiffe über 98% . 

Die Reederei hat fünf weitere Schiffe bestellt, die bis 2012 ausgeliefert werden.

Mitsegeln – Mitanfassen – Miterleben

„Meer ja – Kreuzfahrtschiff nein“ , dies vertritt Uwe, ein alter „Segel-Hase“, und setzt sich dafür ein, dass er auch unerfahrene „Landratten“ für seinen geliebten Sport begeistern kann. „Was macht das Segeln so interessant“, frage ich Uwe, der gar nicht verstehen kann, dass es immer noch sportlich Aktive gibt, die abseits von „Kreuzfahrtzwängen“ nicht auch das Meer erleben wollen.  „Das Wetter bestimmt jeden Törn und bringt so tägliche Überraschungen mit sich. Dies macht das Segeln so interessant und keiner weiß im voraus, ob ein kleiner Hafen oder eine idyllische Bucht das nächste Ziel ist.“

Nun kommt  Uwe richtig ins Schwärmen.“Mitsegeln kann jeder, egal ob Anfänger oder Segelprofi. Ein mitreisender Skipper beteiligt sich stets an der Schiffsführung und leitet die Neulinge gerne an, damit sie in kurzer Zeit schon sicher das Steuer halten können.“

Bislang bevorzugte ich per Kreuzfahrt die Welt kennen zu lernen. Doch Uwe gibt sich alle Mühe, mir einen Segeltörn schmackhaft zu machen. „Hast du dich einmal für einen Törn entschlossen, kommst du immer wieder. Das Segeln wird zur Sucht. Und ich kann mir nichts Schöneres vorstellen.“

„Was ist auf einem Segelschiff anders als auf einem Kreuzfahrtschiff?“, will ich wissen. „Für manchen, vor allem für Segeltörn-Einsteiger, mag ja das Leben auf einer Yacht ungewohnt sein, aber solche Törns werden doch zu unkomplizierten Erlebnisreisen. Du bist zwar räumlich etwas beengt an Bord, doch braucht du keine Angst vor großer Nähe zu haben. Du kannst dich in deine Koje zurückziehen oder an Deck oder im Salon deine Leselektüre genießen. Am besten ist es aber, wenn du dich baldmöglichst zum Mittun entschließt und auch Kompromisse schließt.“

„Wie ist es mit der Seekrankheit?“ , frage ich. „Da brauchst du keine Angst zu haben. An Bord eines Segelschiffs wird die Seekrankheit selten ein Problem.“

„Kann jeder an Bord wirklich machen, was er will?“, ist meine nächste Frage. Eine plausible Antwort bleibt mir Uwe auch da nicht schuldig. „Der Skipper hat aus Sicherheitsgründen stets das letzte Wort, beteiligt sich „angemessen“ an der Yachtführung und gestaltet auf Grund seiner Erfahrung den Törn mit. Vor Beginn eines Törn wird ein Crewvertrag abgeschlossen, der in den Reisebedingungen das gegenseitige Verständnis und die Rücksichtsnahme präzisiert. „

Ich will Uwe zwar nicht auf den Zahn fühlen, möchte aber dennoch einiges wissen, bevor ich mich zu einem Törn entschließe. „Wer segelt eigentlich auf diesen Törn mit?“ Uwe könnte genügend Geschichten über den Umgang mit Segelkameraden erzählen, doch er geht auf meine Frage ein. „Auf den Segeltörns begegnen sich Menschen jeglichen Alters, wenn die Altersspanne auch meistens zwischen 25 und 50 Jahren liegt. Die Interessenten kommen entweder allein oder auch zu zweit. Aber auch viel Jüngere und Ältere kommen an Bord. Alle reizt das aktive Yachtleben.“

Uwe will mich unbedingt für einen Segeltörn gewinnen und legt mir daher sogleich einige Angebote vor:

23.05.-30.05.2009    –     Sardinien

Segelabenteuer für kleine und große Wasserratten

23.05. – 30.05.2009  –     Balearen

Umsegeln der Inseln, baden und schnorcheln

30.05.-06.06.2009    –     Sardinien

Unterwegs in wildromantischer Ursprünglichkeit

30.05.-13.06.2009

Pfingstaktivreise für die ganze Familie

30.05.-08.06.2009

In 9 Tagen von Kos nach Samos

04.07.-11.07.2009

Familientörn Türkei

04.07.-10.07.2009

Familiensegeltörn auf dem Ijsselmeer

18.07.-25.07.2009

Segeltörn Rhodos

Ob auch bei mir eine Begeisterung für Segeltörns ausgelöst werden kann, vielleicht sogar die Begeisterung für solche aktiven sportlichen Erlebnisse  erhalten bleibt und, wie mir Uwe versichert, „keine gruppen-bedingten Verschleißerscheinungen eintreten“ , kann nur die Praxis beantworten.

Also gilt auch für mich:

Mitsegeln – miterleben – mittun – berichten!

Nebenkosten bei der Kreuzfahrt

Im „Hamburger Abendblatt“ vom 16. Mai 2009 findet sich ein ausführlicher Beitrag von Gudrun Herzig zum Thema „Ausgaben des persönlichen Bedarfs auf Kreuzfahrtschiffen“.

„Extras“, so führt die Autorin aus, „können auf Schiffen durchaus ins Geld gehen.“Im Folgenden beschreibt sie, was im Preis bereits enthalten ist und welche Kosten als Nebenkosten noch anfallen.

„Das richtige Schiff ist gefunden, die Kabine ausgesucht, alles gebucht, der Koffer gepackt, die Rechnung vom Reisebüro bezahlt: Die Kreuzfahrt kann beginnen. Bleibt nur die Frage: Welche Kosten fallen eigentlich unterwegs noch an? Die Antwort darauf hängt vom gewählten Kreuzfahrtschiff ab.

Grundsätzlich sind in jedem Kreuzfahrtpreis eingeschlossen: Unterbringung in der gebuchten Kabine, Vollpension (bis zu sechs Mahlzeiten pro Tag), das Unterhaltungsprogramm (wie Tanzkurs und Abendshows) an Bord, Hafengebühren, Gepäcktransfer, Willkommens- und/oder Abschiedscocktail mit dem Kapitän, Lektoren-Vorträge über Land und Leute, Benutzung der Schiffseinrichtungen wie Sauna (mit einer Ausnahme!), Fitnessraum und – falls vorhanden – Diskothek sowie Kino.

An Bord müssen jedoch noch zusätzlich die „Ausgaben des persönlichen Bedarfs“, wie es in den meisten Katalogen formuliert wird, bezahlt werden. Dazu gehören üblicherweise die Getränke an den Bars, im Restaurant, aus der Minibar in der Kabine sowie Einkäufe in der Boutique, die Landausflüge und Dienstleistungen wie Massage, Kosmetikbehandlungen, Friseur und Wäscherei/Reinigung.

Häufig lohnt es sich, die Katalogbeschreibungen sehr gründlich zu lesen – und vielleicht nachzurechnen, wie viel die Urlaubskasse tatsächlich noch über den Reisepreis hinaus hergeben muss.

Zumindest kleine Extras sind – je nach Schiff – oft noch zusätzlich inklusive. So wird auf der „Albatros“ von Phoenix Seereisen und der „Vistamar“ von Plantours & Partner der Tischwein zu Mittag- und Abendessen gratis ausgeschenkt, auf letzterem Kreuzfahrer beginnt sogar das Frühstück mit Sekt auf Kosten der Reederei. Auf der „Europa“, „Hanseatic“ und „Bremen“ werden Softdrinks und Bier in der Minibar während der gesamten Reise kostenlos aufgefüllt.

Mitunter ist es aber auch andersherum: Auf der „Delphin Renaissance“ etwa muss der Passagier, Kreuzfahrt-untypisch, für den Saunagang zahlen.

Eine noch größere Rechenaufgabe fürs Budget stellen die internationalen Reedereien dar. Die Getränkepreise auf den Barkarten wie zum Beispiel der „Queen Mary 2“ sind nur Netto-Preise, am Ende des fröhlichen Abends kommen noch einmal bis zu 15 Prozent „Service charge“ hinzu. Auch in den zusätzlichen Spezialitätenrestaurants heißt die Extra-Zahlung vornehm „Unkostenbeitrag“ und beträgt pro Person rund sieben US-Dollar. Immerhin ist das Geldausgeben an Bord eines Schiffes bequem und einfach: Beim Check-in bekommt jeder Passagier eine scheckkartengroße Plastikkarte, die gleich drei Funktionen erfüllt: Sie ist Kabinenschlüssel, persönlicher Bordausweis (muss beim Verlassen und Betreten des Schiffes vorgezeigt werden) und bargeldloses Zahlungsmittel für alle Extra-Ausgaben. Der Gast unterschreibt – wie im Hotel – nach jedem Verzehr oder Einkauf, erhält dann eine Kopie und bekommt am Ende der Reise schließlich die detaillierte Gesamtrechung. Auf längeren Reisen ab drei Wochen werden auch Zwischenabrechnungen vom Zahlmeister erstellt.

Auf einigen Kreuzfahrtschiffen ist das Trinkgeld bereits im Reisepreis eingeschlossen oder wird nicht erwartet. Jedem Gast ist es natürlich freigestellt, besonders ausgezeichneten Service individuell anzuerkennen. Aber auch auf den anderen Schiffen deutscher Anbieter herrscht kein „Trinkgeldzwang“, jedoch gehört dort der „Tip“ zum guten Ton. Die Reedereien geben lediglich Empfehlungen heraus, die zwischen fünf und 14 Euro pro Passagier und Tag liegen. Diese Summe sollte am Ende der Reise unter Tischsteward/-dess, Kabinensteward/-dess und eventuell Barkeeper aufgeteilt werden.

Auf internationalen Schiffen sind Trinkgelder (ca. 50 US-Dollar pro Woche und Passagier) allerdings quasi Pflicht, da diese das tatsächliche Gehalt der Crewmitglieder ausmachen.“

Wer bereits auf Kreuzfahrten unterwegs war, weiß, dass jede Reederei ihre eigene Definition von „all inclusive“ hat. Bis zu sechs Mahlzeiten bieten die Luxusliner auf den Fahrten an, alle sind im gebuchten Preis enthalten. Was die Getränke während des Aufenthaltes auf Kreuzfahrtschiffen betrifft, werden erhebliche Unterschiede festgestellt. AIDA Cruises und TUI Cruises haben die Tischgetränke in den Buffetrestaurants inkludiert, andere Reedereien allerdings kassieren extra oder bieten Getränkepakete für Alkoholika. Manche Reedereien bieten spezielle Kinder-Getränkepreise.

Bisweilen übersieht der Passagiere bei der eigenen Urlaubskalkulation die Preise für die Landausflüge. Die Preise variieren zwischen 45 und 99 Euro pro Tag. Der Halbtag kostet zwischen 16 und 38 Euro.

„All inclusive“ bezieht sich bei den Schiffen teils sogar auf den Spa-Bereich oder das Unterhaltungsprogramm: Bei MSC etwa können Sauna und Dampfbad nur gegen einen Aufpreis benutzt werden.

Schließlich sollte jeder Gast auch der Frage nach den erwarteten Trinkgeldern nachgehen. Bei TUI ist das Trinkgeld für Kellner und Co. Bereits im Reisepreis enthalten. Andere  Reedereien geben Trinkgeldempfehlungen heraus. Auf manchen Kreuzfahrtschiffen wird das Trinkgeld gleich vom Bordkonto abgebucht.

Um vor unliebsamen Überraschungen bewahrt zu sein, empfiehlt es sich, dass der Passagier im Reisebüro sich entsprechende Informationen einholt und beispielsweise die anfallenden Nebenkosten vor der Fahrt vergleicht und den persönlichen Gesamtpreis errechnet.

Hamburg feierte Taufparty für „Mein Schiff“

 

Mit einem Volksfest an der Hamburger Fischauktionshalle feierte der Reiseveranstalter TUI am Abend des 15. Mai die Taufe seines ersten Kreuzfahrtschiffes „Mein Schiff“, das zuvor unter dem Namen „MS Galaxy“ für die Celebrity Cruises in der Karibik gefahren war und in einer Bauzeit von nur 38 Tagen restauriert und modernisiert wurde.  Zehntausende verfolgten vor Ort die Taufparty, Hunderttausende konnten am Fernseher die Übertragung des NDR genießen.

Pünktlich um 20 Uhr hieß es „Leinen los“ und Kapitän Kjelll Holm brachte „Mein Schiff“ vom Kreuzfahrtterminal am Grasbrook zur richtigen Position für die Schiffstaufe auf der Elbe. Der feierlichen Taufe wohnten zahlreiche Prominente bei. Als Taufpatin hatte der TUI-Cruises-Chef Richard Vogel die hamburger Sängerin und Moderatorin Tina Müller gewinnen können, die aus zweihundert Meter Entfernung um 21.30 Uhr unter dem Jubel der Zuschauer lediglich einen Hebel umlegen musste und dadurch einen Mechanismus der „Taufmaschine“  auslöste, der die Champagnerflasche am Bug der „MSW Mein Schiff“ zerbersten ließ. Zur Überraschung von TUI-Cruises-Chef Richard Vogel hielt Tina Müller die Taufrede in Plattdeutsch und wünschte dem Ozeanriesen allzeit gute Fahrt.

Die russische Operndiva Anna Netreobko hätte eigentlich die eigens komponierte Schiffshymne „Ocean of Love“ singen sollte, hatte aber wegen einer Pollenallergie kurzfristig abgesagt. Die Sängerin Aino Laos, die an der Erarbeitung des Liedtextes mitgewirkt hatte, sprang im roten Abendkleid ein und begeisterte die jubelnden Zuhörer. Vor und nach der Taufzeremonie durften sich die Taufgäste über ein hochkarätiges Musik- und Show-Programm mit den Künstlern Udo Lindenberg, Jan Delay, Max Mutzke und der Showgruppe „Firedancer“ erfreuen.

Unter dem Goldregen eines imposanten Feuerwerks nahm „Mein Schiff“ Fahrt auf. Ein Chor aus 60 Kindern und auch die Zuschauer stimmten gemeinsam „In Hamburg sagt man Tschüss“ an.  Doch lediglich für eine Nacht hieß es „Auf Wiedersehen“ , denn „Mein Schiff“ kehrt am 16. Mai nochmals in den Hamburger Hafen zurück und wird dann ab 23. Mai die ersten deutschen Urlauber zu fremden Gewässern  schippern.

Ästhetische Chirurgie auf Kreuzfahrten

Auf einer mit ästhetischer Chirurgie kombinierten Kreuzfahrt erwartet TUI Cruises die Gäste an Bord von „Mein Schiff“ mit  einem besonderen Beauty Service. Das Kreuzfahrtschiff ist mit speziellen Räumlichkeiten für Plastische und Ästhetische Chirurgie ausgestattet. So können interessierte Gäste zwischen den Landgängen auf Wunsch Botoxbehandlungen oder Liftings buchen.

Mit modernsten und hochwirksamen Fillern können Falten unterspritzt und mit sofort sichtbarem Effekt geglättet werden, aber auch Straffungen und kleine Liftings werden mit  einem schonenden, minimalinvasiven Eingriff angeboten.

Gäste, die ihre Zähne professionell verschönern lassen wollen, können sich für  eine Zahnreinigung oder ein Zahnbleaching entscheiden. Diese Behandlungen werden von ausgebildetem Fachpersonal ausgeführt.

Auf Wunsch können sich Passagiere auch über das gesamte Spektrum der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie informieren lassen.

Schiff des Jahres 2009

Das Kreuzfahrtschiff der Hapag-Lloyd Kreuzfahrten, MS Hanseatic, überzeugt mit dem einmaligen Konzept, Expeditionsfahrten in entlegene Gebiete mit Service und Küche der Luxusklasse anzubieten, und wurde zum „Schiff des Jahres 2009″ gekürt. Diese Expeditionsfahrten verbinden Komfort mit Erlebnischarakter. Die Hanseatic hat lediglich einen Tiefgang von 4,8 Metern und kann deshalb auch abgelegene und kleinere Häfen anlaufen und auch Flüsse wie den Amazonas befahren.

1993 wurde das MS Hanseatic in Finnland gebaut. Hapag-Lloyd Kreuzfahrten bietet mit dem MS Hanseatic für 184 Passagiere unter anderem Kreuzfahrten zu entlegenen Orten der Arktis und Antarktis an. Es besitzt das Sicherheitszertifikat „Höchste Eisklasse“ und kann als Expeditionsschiff mit den bordeigenen Zodiacs sowohl in argentinische Flusslandschaften als auch in der Antarktis und Arktis Passagiere ganz nah an Sehens-würdigkeiten heranführen.