Kein Einzelkabinenzuschlag für Alleineisende

Eine ganz besondere Ankündigung erweckt Aufmerksamkeit, Begeisterung und Zufriedenheit. MSC Cruises informiert ihre Gäste, dass ab sofort für Kreuzfahrten auf der MSC Seaview und der MSC Splendida der Einzelkabinenzuschlag entfällt, der bislang und normalerweise für den Gast eine erhebliche Mehrbelastung der Kreuzfahrtkosten betrug und auch viele Einzelreisende davon abhielt, eine Kreuzfahrt zu buchen.

Betroffen von diesem Einzelkabinenzuschlag sind Kreuzfahrten der MSC Seaview zwischen dem 3. Juli 2021 und dem 2. Oktober2021 in Nordeuropa und der MSC Splendida im östlichen Mittelmeer in den Zeiten vom 12. Juni 2021 bis 18. September 2021.

Hurtigruten nimmt Linienverkehr auf der klassischen Postschiffroute zwischen Bergen und Kirgenes auf

Auch n Krisenzeiten ist auf Hurtigruten Verlass. Seit 1893 sind die Schiffe von Hurtigruten an der malerischen norwegischen Küste entlang unterwegs und verbinden somit die 34 der wichtigsten Gemeinden. Auch während der Pandemie erfüllten die Postschiffe ihren ursprünglichen Auftrag und waren ohne Unterbrechung im Einsatz.

Nun hat Hurtigruten in enger Abstimmung mit den norwegischen Behörden einen umfassenden Sicherheits- und Hygieneplan entwickelt und einen aktuellen Wiedereröffnungsplan erstellt, damit neben der verbindlichen Güterversorgung die „schönste Seereise der Welt“ wieder belebt werden kann.

Wie verlautet wird Hurtigruten im Juli 2021 wieder zu dem ursprünglichen Linienverkehr zurückkehren und für die Gäste wieder mit sieben Postschiffen die norwegische Küste erkunden.

Geplant sind ab 30. Juni eine 15-tägische Seereise „Die große Norwegen-Panorama-Reise“, ab 3. Juli eine 13-tägische Fahrt „Facettenreiches Norwegen“ und beispielsweise auch ab 1. Oktober eine 12-tägige Reise „Nordlicht & Sterne“.

Flexibilität von AIDA Cruises zahlt sich aus

Nach siebenmonatiger Zwangspause konnte die Rostocker Kreuzfahrtreederei AIDA Cruises mit der „AIDAblu“ eine siebentägige Kreuzfahrt entlang der italienischen Westküste anbieten und den 1000 Gästen ein Kreuzfahrterlebnis bis Civitavecchia anbieten. Wenn auch coronabedingt die „AIDAblu“ nur zur Hälfte besetzt war, konnten die Rostocker Anbieter dennoch eine erste positive Bilanz ziehen.

Nunmehr aber sieht sich die Kreuzfahrtreederei gezwungen, die entstandenen Risikogebiete zu umfahren, die bisherige Reiseroute zu ändern und aus dieser ersten „Bella Italia“-Kreuzfahrt eine reine Sizilien-Kreuzfahrtreise zu gestalten.

Mit Civitavecchia kann AIDA Cruises zwar den Zielhafen erhalten, obwohl Civitavecchia zu den Risikogebieten zählt, doch dieser Hafen wird lediglich als Transit und nicht als fester Aufenthalt gezählt.

Die neue Reiseroute heißt nun: Civitaveccia – Seetag – Palermo -Messina – Syrakus – Catania – Seetag – Civitavecchia.

Kreuzfahrtschiff als Notunterkunft

Die Diskussionen reißen nicht ab, wie den auf der Insel Lesbos untergebrachten Moria-Flüchtlingen nachhaltig geholfen werden könnte. Deutschland hat leider im europäischen Lager keine Mitstreiter gefunden, um den Geflüchteten und damit aber auch den Inselbewohnern Entlastung zu schaffen. Zwar haben Europaabgeordnete Vorschläge unterbreitet, diese Flüchtlinge auf Kreuzfahrtschiffen vor der Küste oder am Hafen von Lesbos einzuquartieren, doch nun sichert ein Stacheldrahtzaun eine eiligst aufgebaute Zeltstadt davor, dass die Flüchtlinge weiterziehen können. Stimmen mehren sich, dass nicht nur die griechische Asylpolitik nach wie vor gescheitert ist.

Spontan reagierte auch das Kölner Reiseunternehmen Phoenix Reisen mit dem Angebot, nach Bekanntwerden der Brandkatastrophe ein Kreuzfahrtschiff nach Lesbos zu schicken, um den Flüchtlingen und auch der Inselbevölkerung vor Ort zu helfen. Phoenix Reisen signalisierte sogar die Bereitschaft, ggf. ein Kreuzfahrtschiff zweckgebunden zu verschenken.

Ach TUI Cruises signalisierte Hilfsbereitschaft. Da aber die Umsetzung von humanitären Schutz- und Unterbringungsmaßnahmen stattliche Aufgabe ist, haben die Reiseunternehmer nur wenig Kompetenz und die „Lösung“ heißt nach wie vor Zeltstadt.

Die Kussmund Flotte bleibt im Hafen

Planungen können leider nicht immer realisiert werden. So hat sich AIDA Cruises entschlossen, vor dem 1.November 2020 kein Schiff der Kussmund-Flotte in See stechen zu lassen. Damit fallen auch alle Kreuzfahrten, die von den Häfen Hamburg und Kiel aufbrechen sollten, ersatzlos gestrichen worden.

Allerdings sieht die Planung vor, dass beispielsweise die „Aida mar“ ab Las Palmas auf Gran Canaria rund um die Inselwelt der Kanaren starten möchte. Mit gleichen Zielen soll dann die „Aida Perla“ ab 7. November 2020 folgen.

Weitere Kreuzfahrten plant AIDA Cruises ab 12. Dezember 2020 . Die „Aida Stella“ wird dann voraussichtlich ab Palma de Mallorca einige Metropolen der Region besuchen können.

Fans der Nordlandreisen müssen sich allerdings noch ein wenig gedulden. Die AIDA-Verantwortlichen hoffen, dass Norwegen zu Beginn des Jahres 021 die Einreisesperre für Gäste aus Deutschland aufhebt und dann AIDA Cruises ihre Kreuzfahrtgäste wieder nach Norwegen fahren kann.

Rückschlag für AIDA Cruises

Auf den Vorfall auf der Roald Amundsen, Hurtigruten, hat die norwegische Regierung reagiert und weitere Kreuzfahrten in norwegischen Hoheitsgewässern verboten, um weitere Corona-Infektionen zu verhindern.

Betroffen von dem erneuten Verbot sind vor allem die Kreuzfahrtschiffe von TUI Cruises und AIDA Cruises betroffen, die im September wieder in die norwegischen Gewässer reisen wollten. Auch Fähren haben mittlerweile ihren Betrieb nach Oslo eingestellt, da die Passagiere ansonsten 14 Tage in Quarantäne müssten.

Ausgenommen von dieser Regelung sind lediglich Schiffe, die mit einer Auslastung von 50% und maximal 200 Personen (inklusive Besatzung) fahren. So müssen die Reedereien abwarten, bis die norwegische Regierung eine neue Bewertung vornimmt und dann ggf. wieder Kreuzfahrten nach Norwegen zulässt.

Auch für AIDA Cruises bedeutet die erneute Entscheidung der norwegischen Regierung ein Rückschlag in seinen Planungen. Immer noch leidet das Unternehmen unter den Entscheidungen des italienischen Flaggenstaates , das zuletzt einen möglichen Neustart bis in den September verlegt hatte. Mit dem Verbot weiterer Küstenkreuzfahrten mit über 50% und über 200 Personen bis zum 1. November 2020 mehren sich erneut die Probleme für AIDA Cruises, das nunmehr zunächst auf Fahrten in die Fjorde und norwegischen Hoheitsgewässer verzichten muss. Wozu sich nun AIDA Cruises entscheidet, ob die Reederei eine Umroutung in die Ostsee vornimmt , bleibt abzuwarten.

MSC Grandiosa mit Gästen aus den Schengen-Ländern

Lange musste MSC Cruises auf den Restart warten, der nun endlich möglich wurde, nachdem der Flaggenstaat Italien die behördlichen Genehmigungen erteilte. Dem Unternehmen war es gelungen, das richtige Maßnahmenpaket und ein Schutzpaket zu entwickeln, um die Gesundheit und Sicherheit der Gäste, der Besatzungsmitglieder und auch der Menschen in den besuchten Orten zu schützen.

Jedem Passagier wurde ein eigenes Zeitfenster für die Einschiffung zugeteilt, um die umfangreichen Gesundheitskontrollen zu gewährleisten, so die Temperaturmessung vor der Einschiffung, den medizinischen Check des Gesundheitsfragebogens und einen Covid-19-Antikörper-Abstrichtest. Nach der Desinfektion des Handgepäcks und des aufgegebenen Gepäcks wurde den Gästen ein kostenloses Armband mit der MSC for Ma Smart-Ship-Technologie übergeben, damit die Passagiere an Bord kontaktlos die Kabinentür öffnen und auch die Bordservices bezahlen können.

Erstmals kann nun auch eine Reederei auf Landgängen besondere Attraktionen besuchen. Dies geschieht mit einem vorab desinfizierten Transferbus, in dem auch Social Distancing eingehalten wird.

Restart und Leinen los für Mein Schiff 2

Angesichts der Covic-19-Pademie bleibt die Zukunft der Kreuzfahrtbranche ungewiss. Die Diskussionen reißen nicht ab, Pessimisten und Optimisten überbieten sich in Argumenten für einen Restart oder den weiteren Stillstand. Da heißt es beispielsweise: „Wer derzeit eine Kreuzfahrt bucht, ist selber schuld.“ oder „Das ist doch kein Urlaub, wenn ich den ganzen Tag eine Maske tragen muss.“ Das Lager ist gespalten. Eine Reederei will den Beweis antreten, dass eine Kreuzfahrt auch unter Corona-Bedingungen funktioniert.

TUI Cruises hat den Schritt gewagt. Seit ein paar Tagen ist die „Mein Schiff2“ nach monatelanger Zwangspause mit 1200 Passagieren zu einer dreitägigen Mini-Kreuzfahrt unterwegs über die Nordsee in Richtung Norwegen. Ist diese Kreuzfahrt genau so wie früher oder eben doch ganz anders?

Recht flexibel geht man nun an Bord der „Mein Schiff 2“ mit den Mahlzeiten um. Nicht nur in den Restaurants gilt „Social Distancing“. Auch auf regelmäßiges Händewaschen und desinfizieren wird beonders geachtet. Die Kellner tragen Masken, und die Gäste nehmen an den Tischen, die mit ausreichend Abstand von einander platziert sind, Platz. Die bislang gewohnten Besteckständer gehören der Vergangenheit an. Jeder Gast erhält, nachdem er Platz genommen hat, dicht in Papier verpackt sein Besteck.

Jeder Gast kann dann aufstehen, ans Buffet gehen, dort seine individuellen Bestellungen aufgeben, die dann ein Kellner umgehend erfüllt. Kein Gast kann sich nun mehr selbst bedienen, das gewohnte Buffet gehört der Vergangenheit an. Die Gäste verhalten sich äußerst diszipliniert. Die Erwartungen der Reederei, die auf ein verantwortungsvolles Verhalten aller Gäste gezählt hat, erfüllen sich. Die Gäste legen immer dann die Masken an, wenn ein Mindestabstand von 1,5 m nicht eingehalten werden kann.

Um die notwendigen Distanzregeln einzuhalten, müssen die Passagier, die ein Programmangebot annehmen möchten, über das kostenfreie Bordportal die Teilnahme reservieren lassen. Die Passagiere haben viel Platz, denn von möglichen 2.900 Passagieren sind lediglich 1.200 Gäste an Bord. Die Passagiere verlaufen sich an Bord, es ist – so die Beobachtungen – fast leer an Bord. Auch die Fahrstühle sind leer. Lediglich vier Personen dürfen gleichzeitig einen der geräumigen Fahrstühle benutzen. Was besonders an Bord außerdem auffällt, sind die Desinfektionsspender an allen Ecken. So wird Sicherheit geboten, und die Gäste, so werden die ersten Eindrücke geschildert, fühlen sich an Bord wohl und auch sicher.

Diese erste Ausfahrt der „Mein Schiff 2“ rechnet sich zwar nicht, doch die Reederei erhält ein wenig Liquidität in die stark lädierte Kasse, denn die Reedereien erwirtschaften ihre Gewinne nicht nur aus dem Preis für die Passage, sondern auch aus den besonderen Angeboten an Bord, aus der Gastronomie, den Boutiquen und den Landgängen, die allerdings bei diesem Neubeginn ausgeschlossen sind. Summa summarum: Die Zukunft der Kreuzfahrtbranche bleibt ungewiss, solange die Corona-Gefahr nicht gebannt ist.

Restart von Kreuzfahrten unter strengen Auflagen

Der Reiz einer Hochseekreuzfahrt ist verblichen. Zwar versuchen einzelne Reedereien mit Mini- und Kurzreisen zur Wiederbelebung der Kreuzfahrt beizusteuern, doch bleibt es bisweilen beim Versuch, wieder eine Rückkehr zur gewohnten Normalität zu erzeugen.

Schlagworte wie „Borderlebnis pur“ können nicht darüber weg täuschen, dass Kreuzfahrten ohne Landgänge, ohne besondere Attraktionen und Ausflüge, aber mit Social Distancing, Maskenpflicht und Hygieneregeln keine Rückkehr zur Normalität bedeutet.

Eingeschränkt bleiben an Bord das soziale Leben und die Unterhaltung, und jeder Gast, der sich auf das Wagnis Kreuzfahrt einlässt, muss die Frage, ob diese derzeitige Form von Urlaub auf See noch attraktiv ist, für sich selbst beantworten.

Die Reedereien haben zwar Notfallpläne ausgearbeitet, um bei Verdachtsfällen Gäste schnellstmöglich an Bord zu isolieren und zur Weiterbehandlung in ein geeignetes Krankenhaus an Land bringen zu können, doch können diese Strategien kaum die bislang gewohnte Sicherheit gewährleisten. Sicher ist, dass Kreuzfahrten erst dann wieder wie vor der Krise gelingen können, wenn der ersehnte Impfstoff vorhanden ist.

Wenn auch die Kreuzfahrt langsam wieder angelaufen ist, gibt es ebenso rasch auch wieder Rückschläge. So wurden vier Besatzungsmitglieder der Roald Amundsen (Hurtigruten) positiv auf das Coronavirus getestet, und alle 160 Crewmitglieder ging es umgehend in Quarantäne. Doch Hurtigruten ist nicht der einige Kreuzfahrt-Anbieter, bei dem sich Probleme mit dem Restart ergeben haben. Auch bei Crewmitgliedern anderer Redereien, die von ihren fernen Heimatländern eingeflogen wurden, wurden Infektionen festgestellt.

Auf manche Reedereien stürzen noch weit größere Probleme ein. Manche Reedereien geben einige ihrer Kreuzfahrtschiffe zur Verschrottung bei. Die Liste der Schiffe, die auf dem Weg zur Abwrackwerft Aliaga (Türkei) sind bzw. bereits dort angelangt sind, wird stetig größer.