Frankreich bestätigt Restart für A-ROSA

Die A-ROSA Flussschiff GmbH hat – wie berichtet – erfolgreich den Restart auf dem Douro mit dem Flussschiff A-ROSA Alva bestanden. Das ausgeklügelte Hygiene- und Gesundheitskonzept wurde dabei erfolgreich getestet. Nun haben auch die französischen Behörden den geplanten Neustart der Flussreisen in Frankreich nach Beendigung des gesundheitlichen Notstandes ab dem 11. Juli 2020 offiziell bestätigt.

Durch die positiven Erfahrungen mit dem verbindlichen Hygiene- und Sicherheitskonzept kann nun A-ROSA wieder Flussreisen auf Donau, dem Rhein, dem Douro und ab dem 11. Juli 2020 auch wieder in Frankreich anbieten. Alle Flussreisen werden aber mit einer unterschiedlichen Auslastung durchgeführt. Aufgrund von behördlichen Verordnungen und sich ständig verändernden Gegebenheiten in den einzelnen Ländern wird sich A-ROSA anpassen müssen und auch weiterhin hoffen, dass auch die Gäste die geänderten Bedingungen annehmen und damit zum erfolgreichen Weiterbestehen der Flussreisen beitragen.

Die Postschiffe der Hurtigruten sind wieder in Norwegen unterwegs

Sonnenuntergang auf Kreuzfahrt in Norwegen

Hurtigruten, der weltweit führende Anbieter von Expeditions-Seereisen, der seit 1893 in polaren Gewässern unterwegs ist, rechnet mit der Aufhebung der norwegischen Reisebeschränkungen zum 15. Juli 2020, so dass dann auch deutsche Gäste an Bord der berühmten Postschiffe die norwegische Küste erkunden können. Bereits im vergangenen Monat konnte Hurtigruten ihren norwegischen Gästen einen erfolgreichen Start der Seereisen anbieten. Mittlerweile fährt Hurtigruten den Linienbetrieb mit vier Schiffen bei reduzierter Kapazität und unter strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen.

Nun plant Hurtigruten im August und September mit 14 von 16 Schiffen Reisen an der norwegischen Küste zwischen Bergen und Kirkenes durchführen. Bereits Ende September 2020 sollen dann bereits elf Postschiffe mit der „ schönsten Seereise der Welt“ ihre Gäste wieder erfreuen können.

Mit dem brandneuen Hybrid-Expeditionsschiff Fridtjof Nansen begeisterte die Reederei bereits am 26. Juni 2020 mit der ersten von sechs Seereisen mit Kurs auf die norwegische Küste.

Bereits in den zurückliegenden Jahren konnte Hurtigruten mit ihren Seereisen die klassischen Höhepunkte wie die Umrundung des Nordkaps, Einfahrten in den Geiranger- und den Trollfjord und Fahrten zur Inselgruppen der Lofoten ihre Gäste begeistern. Nun sollen auch wieder die deutschen Gäste mit dem Hybrid-Expeditionsschiff ab Hamburg die Reisen zu den norwegischen Fjorden erleben dürfen. Geplant sind Einfahrten zu neuen spektakulären Fjorde und der Besuch von Inseln, die abseits der ursprünglichen Hurtigruten-Route liegen.

Seit je her nimmt bei Hurtigruten die Gesundheit und Sicherheit der Gäste und Crew höchste Priorität ein. Die bisherigen umfassenden Hygiene- und Sicherheitsstandard wurden nunmehr durch neue Maßnahmen ergänzt, so beispielsweise durch eine reduzierte Gästekapazität, eine konsequente Abstandswahrung, strenge Hygieneprotokolle, Gesundheitskontrollen und Gesundheitsscreenings, häufige Temperaturmessungen an Bord. Auf der Grundlage von Reiserichtlinien der lokalen Regierung können allerdings Reiseroute und Ausflüge geändert werden.

Phoenix Reisen überzeugt mit neuem Hygiene- und Sicherheitskonzept für Flussreisen

Hygiene- und Sicherheitskonzept auf Phoenix Kreuzfahrten canvas

Mit Stand vom 29. Mai 2020 hat das Bonner Unternehmen Phoenix Reisen wichtige Informationen für ihre Gäste publiziert, die wir nachstehend unverändert übernehmen:

„Gerade in den heutigen Zeiten mit allen bestehenden behördlichen Auflagen und Vorgaben für das soziale Miteinander herrscht bei jeder noch so großen Vorfreude eine gewisse Unsicherheit, was das Reisen angeht, die wir Ihnen gern nehmen möchten. Wir sind uns der Verantwortung gegenüber unseren Gästen und der Schiffsbesatzung bewusst. Wir versichern Ihnen, dass wir gemeinsam mit unseren Reedereipartnern alles Erdenkliche tun, um Ihre Flusskreuzfahrt zu einem sicheren und wunderschönen Erlebnis werden zu lassen. Dies bedeutet neben der Umsetzung aller aktuellen behördlichen Vorgaben auch das Reisen mit reduzierter Gästezahl, um allen Gästen den gewohnten Komfort bieten zu können.

 Bereits vor Corona waren die Hygiene- und Sicherheitsstandards an Bord der Phoenix Schiffe hoch und wurden stets eingehalten. All unsere Partner wie auch wir sind mit den herrschenden Abläufen in Bezug auf die Hygiene und Sicherheit an Bord eines Schiffes bestens vertraut. Natürlich wurden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die besondere Situation rund um Covid-19 mit Schulungen vorbereitet. Auch kommen alle Besatzungsmitglieder mit einem entsprechenden Gesundheitszeugnis an Bord.

 Die Freude am Reisen soll Ihnen bitte erhalten bleiben, dafür möchten wir sorgen. Eine Flusskreuzfahrt ist eine traumhafte Reiseform, auf die Sie sich mit aller Vorfreude und einigen aktuellen Hinweisen sehr gut vorbereiten können. Wir machen Sie heute mit wichtigen offiziellen Informationen vertraut, die für Ihre Voraborganisation wie auch den Ablauf an Bord und an Land zu beachten sind. Überdies erhalten Sie an Bord natürlich von Ihrer Phoenix-Kreuzfahrtleitung wie gewohnt auch weitere Informationen.

 Wir sind sicher, dass wir alle gemeinsam dazu beitragen, dass Sie wunderbare Tage an Bord verleben können.

 Wir freuen uns sehr, Sie bald an Bord begrüßen zu dürfen.
Willkommen an Bord! – Willkommen zu Hause!

Vor Ihrer Flusskreuzfahrt

• In Ihren Reiseunterlagen finden Sie alle wichtigen und interessanten Informationen zu Ihrer bevorstehenden Flusskreuzfahrt, die Ihre Vorfreude sicherlich steigern.
• Bitte beachten Sie, dass Sie nur an der Flusskreuzfahrt teilnehmen können, wenn Sie keine typischen Symptome der Covid-19-Erkrankung wie Erkältungserscheinungen, erhöhte Temperatur, o.ä. aufweisen. Sollten Sie derlei Symptome aufweisen, kontaktieren Sie bitte in Ihrem eigenen und dem Interesse Ihrer Mitmenschen Ihren Hausarzt sowie im Anschluss auch uns.
• Bitte denken Sie daran, geeigneten und genügend Mund-/Nasenschutz einzupacken, sowohl in Ihr Hand- wie auch Reisegepäck.


• Da es uns aufgrund der behördlichen Vorgaben zurzeit nicht möglich ist, Ihnen die Schiffsbibliothek zur Verfügung zu stellen, empfehlen wir Ihnen, persönliche Lektüre von zu Hause mitzunehmen.

Anreise / Einschiffung

• Falls Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder über Phoenix organisiert per Bus oder Flug anreisen, denken Sie bitte an passenden Mund-/Nasenschutz. Bitte orientieren Sie sich an den geltenden Richtlinien des jeweiligen Transportunternehmens bzw. der Fluggesellschaft.
• In Ihren Reiseunterlagen befindet sich ein Fragebogen zu Ihrem Gesundheitszustand und Ihrer Befindlichkeit, den Sie bitte erst am Tag der Einschiffung ausfüllen und vollständig ausgefüllt zum Schiff mitbringen.
• Die Einschiffungszeit wurde auf den Zeitraum von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr ausgeweitet, so dass alle Gäste bequem und stressfrei ihre Kabine beziehen können.
• Die Einschiffung erfolgt nach den behördlichen Vorgaben mit dem einzuhaltenden Mindestabstand und ggf. mit behördlich vorgegebenen weiteren Schutzmaßnahmen seitens der Besatzung.
• Bevor Sie an Bord gehen, erfolgt eine kontaktlose und schnelle Messung Ihrer Körpertemperatur und das sorgfältige Händedesinfizieren. Ist Ihre Körpertemperatur erhöht oder zeigen Sie andere typische Symptome ist die Schiffsleitung dazu verpflichtet, Ihnen zunächst die Einschiffung an Bord verweigern zu müssen.
• Nur gebuchte Gäste sowie die Besatzung dürfen das Schiff betreten. Schiffsbesuche sind während der Reise nicht erlaubt.
• Ihr Handgepäck nehmen Sie bitte selbst mit an Bord. Ihr weiteres Reisegepäck wird von der Besatzung am Griff desinfiziert und vor Ihre Kabinentür gestellt. Wir empfehlen Ihnen in diesem Zusammenhang für die sichere Beförderung von Ihrem Zuhause bis zum Schiff den Gepäckservice unseres Partners TeFra (Informationen liegen den Reiseunterlagen bei).

An Bord

• Sowohl Passagiere als auch Besatzungsmitglieder sind aufgrund der behördlichen Verordnungen verpflichtet, in öffentlichen Bereichen einen geeigneten Mund-/Nasenschutz zu tragen. Nach Erreichen Ihres Sitzplatzes im Innenbereich können Sie Ihre Maske gern ablegen. Auf den Außen- und Sonnendecks können Sie überall gern mit dem nötigen Mindestabstand ohne Maske die Aussicht genießen. Die Maskenpflicht gilt dort nur für die Besatzung.
• Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen werden im permanenten Rhythmus von der Besatzung durchgeführt, Handdesinfektionsständer stehen für Sie bereit.
• Zu Ihrer Information sind vorsorglich für einfachere Abläufe an Bord vorgegebene Streckenläufe ausgeschildert.
• Alle Phoenix Flusskreuzfahrtschiffe sind mit einer Belüftungs-/Klimaanlage ausgestattet, deren Systeme nicht miteinander verbunden sind. In den öffentlichen Bereichen sind die Klimaanlagen während der Reisen so eingerichtet, dass sie mit 100-prozentiger Außenluftzufuhr funktionieren, so dass keine Luft zirkuliert.
• Auch die Klimaanlage in den einzelnen Kabinen funktioniert mit 100 Prozent Außenluft. Diese Luft zirkuliert dann nur in der jeweiligen Kabine und kann nach persönlichem Bedarf aufgeheizt oder herabgekühlt werden. Die Filter der Klimaanlagen werden an jedem Aus-/Einschiffungstag gewechselt.
• Die öffentlichen Toiletten bleiben für die Dauer der Reise geschlossen. Bitte benutzen Sie die Toilette in Ihrer Kabine.
• Wir freuen uns, Ihnen unsere Wellnessangebote wie Friseur, Fitness und Massage sowie vorhandene Whirlpools weiterhin offerieren zu können. Bitte beachten Sie, dass die Nutzung nach erfolgter Voranmeldung an Bord ermöglicht wird.
• Geschultes Personal führt die obligatorischen Gesundheitschecks für Gäste und Besatzung durch und misst in regelmäßigen Abständen kontaktlos ihre Temperatur.
• An Bord stehen Covid-19-Schnelltests zur Verfügung, falls durch eventuelle Verdachtsfälle ärztliche Maßnahmen erforderlich werden.
• Um den behördlich vorgegebenen Mindestabstand einzuhalten, wird Ihnen für die Dauer Ihrer Flusskreuzfahrt ein fester Sitzplatz im Restaurant zugewiesen. Sie erhalten einen Zweiertisch, auf Wunsch auch einen Tisch für mehrere Personen. Wenn Sie mit bestimmten Personen gemeinsam am Tisch sitzen mögen, bitten wir um Ihre diesbezügliche Information bis spätestens 10 Tage vor Reiseantritt. Ihre Tischnummer erhalten Sie an Bord.
• Alle Mahlzeiten und Getränke in den Restaurants und Salons werden in gewohnt hohem Standard am Tisch serviert.
• Während Ihrer Flusskreuzfahrt können Sie auch ganz individuell und bequem in Ihrer Kabine die kulinarischen Leckereien der Speisekarte genießen. Hierfür steht Ihnen ein ständiger Kabinenservice zur Verfügung, der Ihnen während der Restaurantzeiten Speisen und auch Getränke von 07:00 – 24:00 Uhr direkt in die Kabine liefert. Natürlich liefern wir Ihnen ebenso gern auf Wunsch den Phoenix-Nachmittagskaffee/-Tee und den Phoenix-Mitternachtssnack in Ihre Kabine.
• Eine Reinigung Ihrer Kabine erfolgt wie gewohnt zwei Mal täglich in Ihrer Abwesenheit.
• In Ihrer Kabine finden Sie einen Spender für Handdesinfektion vor. Bitte nutzen Sie diesen regelmäßig beim Verlassen und Betreten Ihrer Kabine.
• Wir empfehlen Ihnen, Zahlungen an Bord, auch die Endabrechnung, bargeldlos per GiroCard oder Kreditkarte zu erledigen.

Ausflüge & Landgänge

• An Bord wie auch an Land freut man sich sehr auf Sie. Alle Flusskreuzfahrtenziele bieten viel Interessantes und Sehenswertes, das Sie erkunden können.
• Unser attraktives Ausflugsangebot können Sie bereits online vorab über „Mein Phoenix“ buchen.
• Während der jeweiligen Liegezeiten können Sie natürlich auch individuell lt. Bordinformation an Land gehen. Informationen und Tipps zu privaten Landgängen hält Ihre Phoenix-Kreuzfahrtleitung gern an Bord für Sie bereit.
• Auch für gebuchte Ausflüge gelten die geltenden Hygienevorschriften. Die maximale Teilnehmerzahl wird je nach Ausflug und Durchführbarkeit an Bord bekannt gegeben.
• Das Ihnen zur Verfügung gestellte Audiosystem für Ausflüge erhalten Sie in desinfiziertem Zustand, es verbleibt bis zum Ende der Kreuzfahrt bei Ihnen. Bitte geben Sie es vor der Ausschiffung am Abreisetag wieder ab.
• Bitte achten Sie an Land auf die behördlichen Vorgaben wie Mindestabstand und tragen, wo nötig, entsprechenden Mund-/Nasenschutz.
• Bitte reinigen Sie bei jeder Rückkehr an Bord Ihre Hände.

Wir sind sicher, dass Sie die Tage während Ihrer Flusskreuzfahrt genießen werden. Freuen Sie sich auf die typische Phoenix Atmosphäre mit allen Annehmlichkeiten und den gewohnt hohen Phoenix Standard.

Sämtliche Regelungen in diesem Hygienekonzept, die von den ausgeschriebenen Leistungsmerkmalen auf Ihrem gebuchten Schiff abweichen, richten sich nach den aktuellen behördlichen Vorgaben und gelten vorübergehend bis zur gesetzlichen Aufhebung. Änderungen werden tagesaktuell berücksichtigt und an Bord umgesetzt. Bitte beachten Sie, dass der Inhalt sich geringfügig von Schiff zu Schiff unterscheiden kann.“

(Quelle: Phoenix Reisen 20.05.2020)

Flussreisen Reedereien wagen den Restart im Juni 2020

Auf diesen Hinweis des Auswärtigen Amtes haben die Anbieter von Kreuzfahrten gewartet. „Von der Teilnahme an Kreuzfahrten wird aufgrund der besonderen Risiken dringend abgeraten.

Hiervon ausgenommen sind Flusskreuzfahrten innerhalb der EU bzw. Schengen mit besonderen Hygienekonzepten.“ Bei dieser Formulierung ist allerdings nicht ein Verbot gemeint, sondern lediglich eine dringende Empfehlung. Flussreisen können daher auf alle Fälle innerhalb von Deutschland in Abhängigkeit von den Regelungen der einzelnen Bundesländer angeboten und auch durchgeführt werden. Dies bedeutet, dass der komplette Lockdown offenbar ein Ende gefunden hat.

So wird auch gemeldet, dass die erste 13-tägige Flussreise der Schweizer Reederei Scylla an Bord der Nicko Vision nach dem Corona-Lockdown auf Donau, Main und den Rhein von Straubing nach Düsseldorf erfolgreich verlief und die Passagiere sich sehr zufrieden mit diesen Cruise-Erfahrungen und den neuen Sicherheitsstandards an Bord zeigten. Sehr rasch gewöhnten sich Passagiere und Crew an die Einbahn-Streckenführungen an Bord und auch an die regelmäßigen Temperaturmessungen. Die Schweizer Reederei ist sich sicher, dass die Flussreisen-Saison nunmehr unter den bekannten Bedingungen und Einschränkungen erfolgreich fortgeführt werden kann.

Der Bremer Kreuzfahrtanbieter Plantours Kreuzfahrten wird einen Restart der Flussreisen am 17. Juni 2020 mit der MS Sans Souci von Berlin-Spandau nach Kiel vornehmen und am 25. Juni 2020 mit dem Neubau MS Lady Diletta das Moseltal und die Loreley erkunden.

Die Flusskreuzfahrt-Reederei 1AVista startet am 30. Juni 2020 mit dem Flussschiff Vista Sky von Köln nach Passau. Auch das Bonner Unternehmen Phoenix Reisen hat bereits mehrere Flussreisen angekündigt, so beispielsweise mit der MS Switzerland die Flussreise „Rheinromantik und Moselzauber“ ab 26. Juni, mit der MS Andrea die Flussreise „Weinzauber entlang der Mosel“ ab 30. Juni 2020, mit der MS Aurelia die Flussreise „Donaugeflüster“ ab 2. Juli 2020, mit der MS Sofia die Flussreise „Donauimpressionen“ ab 3. Juli 2020 und weitere Flussreisen.

Hoffnung keimt wieder auf, dass mit der Akzeptanz der neuen Sicherheitsbestimmungen und Hygienemaßnahmen an Bord die Flussreisen – Saison wieder Fahrt aufnimmt, zumal bekannt geworden ist, dass Crew und Passagiere die neuen Herausforderungen an Bord der bereits erfolgten Flussreisen mit Bravour gemeistert haben und die Gäste nunmehr wieder in den Genuss von erlebnisreichen Flusskreuzfahrten auf den schönsten Wasserstraßen des Kontinents kommen können.

A-Rosa Restart mit umfangreichem Hygiene- und Gesundheitskonzeptes

Der Flussreisen-Anbieter A-ROSA bot bislang stets stilvolle 4-Sterne-Flussreisen auf den schönsten Flüssen Europas an. Abseits vom hektischen Alltag konnten die Gäste die modernen Metropolen Bratislava, Budapest und Wien sowie die atemberaubenden Landschaften rund um Donau, Rhein, Rhône Seine und Douro erleben.

Doch während des corona-bedingten Zwangsstopps bemühte sich das Unternehmen, ein ausgewogenes Hygiene- und Gesundheitskonzept zu erstellen, um möglichst zeitnah wieder die ausgesetzten Flussreisen aufnehmen zu können.

Vor wenigen Tagen hat nun A-ROSA Kreuzfahrten erfolgreich den Restart auf dem Douro bestanden. An Bord der A-ROSA Alva sollen sich allerdings lediglich ca. zwei Dutzend Gäste befunden haben. Getestet wurde an Bord ein ausgeklügeltes Hygiene- und Gesundheitskonzept. Mit dieser ersten Flussreise auf dem Douro lag die Flussreisebranche zwar noch in den „Babyschuhen“, doch nach diesem erfolgreichen Restart in Portugal wurden weitere Flussreisen auf Rhein und Donau durchgeführt.

Ein erstes Fazit des Unternehmens belegt, dass das erste Feedback recht positiv ausgefallen ist. Für die unmittelbare Zukunft plant A-ROSA Kreuzfahrten weitere Flussreisen, wenn auch mit einer reduzieren Auslastung. Für die Sicherheit der Gäste sind die Sitzgruppen mit Abstand eingerichtet. Unter Beachtung der Hygienevorschriften können sogar die Pools und Fitnessräume benutzt werden. Ausflüge finden in kleineren Gruppen statt. Die Gäste müssen sich darauf einstellen, dass aufgrund von behördlichen Verordnungen oder sich verändernden Gegebenheiten vor Ort zu Anpassungen kommen wird.

Kreuzfahrt-Boom erstmals beendet

Die Kreuzfahrtbranche kann einigermaßen aufatmen. Trotz Covid-19 ist sie glimpflich davongekommen, es hat an Bord der vielen Kreuzfahrtschiffe glücklicherweise kaum Tote gegeben.

Dank Eigeninitiative konnten die Reedereien nie allermeisten Kreuzfahrtschiffe ihrer Flotte in die Heimat zurückholen, und dank des ganz besonderen Einsatzes der Verantwortlichen wurden Passagiere mit Charterflugzeugen in die Heimat zurückgebracht.

Einige Kreuzfahrtschiffe unterziehen sich in den Werften kleinerer Schönheitskorrekturen, andere dümpeln herum oder liegen auf Reede. Die Crews der Kreuzfahrtschiffe sind entweder an Bord geblieben oder konnten auf Umwegen in ihre Heimatländer gebracht werden. Dennoch ist die Zukunft düster, denn niemand kann vorhersagen, wann die geplanten Kreuzfahrten wieder aufgenommen werden können. Doch die Hoffnung auf bessere Zeiten ist längst nicht beerdigt.

Reedereien bitten um Verständnis und Geduld

In dieser durch die Pandemie bedingten Ausnahmesituation sind die Reedereien darauf angewiesen, dass alle Beteiligten Verständnis und Geduld aufbringen. Die einzelnen Reedereien müssen sich täglich einem enormen Aufkommen an Telefonaten und E-Mails stellen, so dass es nicht möglich, die ständigen Anfragen der Reisebüros und Kunden umgehend zu beantworten, so dass alle nunmehr gebeten werden, Verständnis zu zeigen, dass Wartezeiten derzeit nicht zu vermeiden sind, obwohl die Reedereien ihr Personal aufgestockt haben und nahezu rund um die Uhr antworten.

Reiseguthaben und Preisvorteile locken Kunden

Die verschiedenen Reedereien reagieren auf die durch die Pandemie entstandenen Probleme ganz verschieden. TUI Cruises beispielsweise setzt alles daran, Reisebüros und ihre Kreuzfahrer als treue Kunden zu erhalten. TUI Cruises vertraut darauf, dass ihre bisherigen Gäste nach Abklingen der Pandemie ihren lang ersehnten Urlaub auf einem Kreuzfahrtschiff zu einem späteren Zeitpunkt durchführen wollen. Daher bietet die Reederei Reiseguthaben mit Preisvorteilen für eine neue Buchung an. Diese Reiseguthaben können allerdings nur bei der Agentur eingelöst werden, bei der die ursprüngliche Kreuzfahrt gebucht wurde.

Tui lockt mit 10% Nachlass auf den Reisepreis

TUI Cruises hat mitgeteilt, dass ihre Gäste als Dankeschön für das Vertrauen und die Treue mit der Einlösung dieses „Mein Schiff Reiseguthabens“ bis Ende Oktober 2020 eine Ermäßigung in Höhe von 10% auf den neuen Reisepreis erhalten. Gästen, die sich erst später für eine neue Kreuzfahrt entscheiden können, bietet TUI Cruises immer noch 5% Ermäßigung bei Einlösung des Reiseguthabens bis Jahresende 2021 an.

Nicko Cruises nimmt operativen Betrieb wieder auf

Auch der Flussreisenspezialist Nicko Cruises beobachtet sehr sorgfältig die aktuelle Lage hinsichtlich der Covid-19-Pandemie. Den gesamten Schiffsbetrieb hat das Unternehmen über den 30. April hinaus ausgesetzt. Doch geht Nicko Cruises davon aus, ab 1. Juni 2020 erneut den operativen Betrieb wieder aufzunehmen und mit Arbeitsgruppen zu planen, wie eine Wiedereröffnung des gesamten Kreuzfahrtbetriebs wieder gestaltet werden kann.

Exakte Planungen wie die Abstandsregeln im Bordrestaurant, der Einsatz medizinischer Testgeräte und auch das Angebot lediglich einer Essenssitzung fließt in die Planungen ebenso ein wie die Regelung des Einbahnverkehrs auf den Gängen.

Nicko Cruises befasst sich rechtzeitig mit den erforderlichen Planungen, damit bei Wiedereröffnung des Reisebetriebs die einzelnen Flussreisen planvoll und ohne Schwierigkeiten realisiert werden können.

Bereits derzeit macht sich das Unternehmen auch Gedanken darüber, wie bei Tagesausflügen ein ausreichender Abstand zwischen den Reiseteilnehmern gewährleistet werden kann. Es wird daher kein Weg daran vorbeiführen, eine Vielzahl von Bussen einzuplanen.

Kreuzfahrtumzug in heimische Gewässer

Die Kreuzfahrtunternehmen sind dabei, ihre Flotten in die heimatlichen Gewässer zurückzuführen.

Das Bonner Unternehmen Phoenix reisen hat bereits vier ihrer Hochseeschiffe zurückgebracht und den Werften für die Durchführung kleinerer Schönheitsreparaturen überstellt. Lediglich die MS Artania ist noch auf den Weltmeeren unterwegs und wird erst Ende Mai nach Bremerhaven zurückkehren können. Derzeit bemüht sich Kapitän Morten Hansen einen sicheren Hafen zu finden, um auftanken und erneut Lebensmittel an Bord nehmen zu können. Danach wird er versuchen, die Philippinen anzulaufen, um einen Großteil der Crew in ihre Heimat zurückzubringen.

Auch das Hamburger Kreuzfahrtunternehmen Hapag-Lloyd Cruises bringt die Flotte nach Hause zurück. Vier der fünf Hochseeschiffe werden Anfang Mai 2020 in Hamburg erwartet. Die MS Bremen bleibt allerdings vor Auckland (Neuseeland).

Die Werft Blohm+Voss wird auf den Expeditionsschiffen „Hanseatic nature“ und „Hanseatic inspiration“ die geplanten Reparaturarbeiten ausführen. Die „Europa 2“ und die „Europa“ werden dann am O`Swaldkai liegen.

Durch Eigeninitiative und dem Einsatz von Charterflügen konnte das Hamburger Kreuzfahrtunternehmen bereits alle Gäste in die Heimat zurückfliegen lassen.

Obwohl sich nunmehr keine Gäste mehr an Bord befinden, steht das Bordleben der in die Heimat zurückehrenden Crewmitglieder nicht still. Es werden an Bord Meetings abgehalten, kleinere Reparaturen durchgeführt und auch Seewachen sowie Inspektionsrunden absolviert. Damit die Crewmitglieder körperlich fit bleiben, haben  sich die Verantwortlichen ein ganz besonderes Fitnessprogramm ausgedacht. Auf der „Hanseatic nature“ legen alle Crewmiglieder täglich 28 Runden zu je 135 Metern, d.h. 3,8 Kilometer, auf Deck 9 gehend oder joggend zurück. Die Gesamtdistanz dieser Tagesleistungen entspricht der Reisedistanz der „Hanseatic nature“ von insgesamt 7.600 Seemeilen während der Rückkehr zum Heimathafen Hamburg.

Kreuzfahrtschiffe weltweit an der Leine

canva.com

Derzeit sind weltweit alle Kreuzfahrten gestoppt, und die Kreuzfahrtschiffe befinden sich in Warteposition auf ihre Gäste. Niemand kann allerdings voraussagen, wann die verschiedenen Reedereien wieder Kreuzfahrten anbieten können.

Die Reedereien versuchen aus der Not eine Tugend zu schaffen, haben die Crew in den Kabinen der Passagiere untergebracht, lassen die Kreuzfahrtschiffe gründlich reinigen und versuchen, durch „Schönheitsreparaturen“ noch attraktiver für die neuen Kunden zu werden.

Aus der Erfahrung, dass auf den stets gründlich gesäuberten Kreuzfahrtschiffen keine Infektion ausbrechen kann, hingegen nach Landgängen Viren aufs Schiff eingeschleppt werden können, werden diverse Anbieter sich mit Überlegungen anfreunden, die Anzahl der Landgänge wesentlich zu reduzieren und den Seetagen den Vorzug zu geben.

Durch die verheerenden Auswirkungen der derzeitigen weltweiten Coronavirus-Pandemie kann aber nicht gefolgert werden, dass es zu einer Abkehr vom Kreuzfahrttourismus kommt. Der Blick der Kreuzfahrtverantwortlichen ist auf alle Fälle positiv in die Zukunft gerichtet. Die Krise wird vorüber gehen und die Kreuzfahrten werden – ggf. in veränderter Form – wieder die Zustimmung der bisherigen Kundschaft finden.

Überlegungen werden publiziert, dass nach Bewältigung der derzeitigen Krise Kunden beispielsweise bei der Einschiffung einen Impfnachweis vorlegen müssen. Diskutiert wird auch eine künftige Maskenpflicht auf Kreuzfahrtschiffen. Gefordert wird auch die Vorgabe, dass das Bordhospital PCR-Test durchführen kann. Meinungen werden auch geäußert, dass künftige Kreuzfahrten vermehrt von jüngeren Kunden gebucht werden, da die älteren zur gefährdeten Risikogruppe zählen.

Warum aber den berühmten Teufel an die Wand malen? Warten wir doch erst einmal die Entwicklungen ab. Es werden mit Bestimmtheit Lösungen angeboten werden können, damit allen Generationen künftighin Kreuzfahrten nicht verwehrt bleiben.

Katerstimmung bei der Kreuzfahrtindustrie

Die weltweite Corona-Virus-Pandemie gleicht einer Naturkatastrophe. Eine vergleichbare Situation war bislang für die Kreuzfahrtindustrie ausgeblieben. Doch nunmehr hat diese Pandemie auch die Kreuzfahrt weltweit hart getroffen. Diverse Reedereien machten sich gewaltige Sorgen über Kreuzfahrtschiffe, die keinen Hafen mehr anlaufen durften, die tagelang in den Weltmeeren herumirrten und schließlich von den Gesundheitsbehörden in aller Welt in Quarantäne gelegt wurden.

Derzeit befinden sich neben der MS Artania von Phoenix Reisen noch andere Kreuzfahrtschiffe auf dem Heimweg, bereits in der Heimat angekommene Kreuzfahrtschiffe haben für kleinere Schönheitskorrekturen die bekannten und favorisierten Werften aufgesucht.

Die Frage, wann die Kreuzfahrtindustrie wieder ihren Betrieb aufnehmen kann, steht sicherlich in den Sternen. Eine verbindliche Prognose, wann die ersten Kreuzfahrtschiffe wieder in See stechen können, kann niemand verbindlich geben. Zuverlässige Aussagen kann derzeit noch keine Reederei treffen. Derzeit herrscht die gewaltige Sorge um die wirtschaftliche Existenz vor. Ob alle Kreuzfahrtunternehmen diese finanzielle Durststrecke aushalten können, bleibt ebenso vage. Sicher sind sich die Experten allerdings darüber, dass bei den ganz Großen die Liquidität noch kein Problem ist.

Vorherrschend ist aber auch das Prinzip der Hoffnung, denn die verschiedenen Länder entwickeln auch ganz verschiedene Vorschriften, wann die Reisebeschränkungen wieder aufgehoben werden können. Hinzu kommt aber auch noch die Wirkung der verheerenden Schlagzeilen in jüngster Zeit. Die Verunsicherung der bisherigen treuen Kundschaft ist ebenso groß. Passagiere, der viele Tage in ihrer Kabine eingesperrt waren und dort die ausgesprochene Quarantäne aushalten mussten, werden diese Belastung kaum ohne bleibende Wirkung beiseite schieben. Gleichwohl werden auch Kreuzfahrer, die nach langen Wartefristen endlich per Flugzeug die Heimreise antreten und danach sich in 14-tägige Quarantäne begeben mussten, diese Einschränkungen und Beeinträchtigungen nicht so leicht vergessen.

Aber: Der Deutsche lässt sich seinen Urlaub nicht verbieten. Die geplagten Kreuzfahrtbegeisterten werden erlebte Dramen auf See auch verarbeiten. Nach Anfangsschwierigkeiten wird die Kreuzfahrtindustrie wieder Fahrt aufnehmen, und die Kunden werden erneut ihre Treue zu ihren Kreuzfahrtanbietern beweisen, wohl wissend und in der Überzeugung, dass die Ansteckungsgefahr an Bord, unter Beachtung der Hygienevorschriften auch nicht höher als an Land ist.