Costa Crociere – Costa mit neuer Führung und verschärften Sicherheitsregeln

Nach der Havarie des Kreuzfahrtschiffes "Costa Concordia" verschärft die italienische Reederei Costa Crociere ihre Sicherheitsvorschriften. Alle Routen der Costa-Schiffe werden in Echtzeit verfolgt , um nichtautorisierte Abweichungen umgehend feststellen zu können. Außerdem wird die international vorgeschriebene SNRÜ noch vor der Abfahrt durchgeführt, und alle Passagiere werden über das Verhalten in Notfällen aufgeklärt. Außerdem werden die Befugnisse des Kapitäns beschnitten, und andere Crewmitglieder erhalten mehr Befugnisse bei Entscheidungen.
 
Bei der Reederei gibt es auch einen Führungswechsel. Der amtierende Chef übergibt die Spitzenposition an den Aida-Boss Michael Thamm.
 
Am heutigen Sonntag, 06.05.2012, wird die neue Kreuzfahrt-Diva COSTA FASCINOSA (3800 Passagiere) im italienischen Savona getauft, doch bereits im Oktober 2014 soll das neue Flaggschiff bereits durch einen weiteren Neubau mit einer Passagierkapazität von fast 5000 Gästen abgelöst werden.
 
 

Costa Kreuzfahrten – Verdoppeltung der Abfertigungskapazitäten in Savona

Costa Crociere wird sich in Savona, dem Basishafen vieler Costa Schiffe in der Sommer- und Wintersaison, verstärkt engagieren und beteiligt sich mit rund neun Millionen Euro am Bau eines zusätzlichen Passagierterminals für Kreuzfahrtschiffe. Die Arbeiten sollen im Mai 2012 beginnen und Ende August 2013 abgeschlossen sein. Auf einer Fläche von rund 3.500 Quadratmetern bietet das neue Terminal unter anderem Wartebereiche für Gäste und eine schnelle Gepäckabfertigung. Das neue Terminal wird als Satellit zum Palacrociere, dem bestehenden Kreuzfahrtterminal, gebaut, dessen Einrichtungen und Services bei Bedarf ebenfalls genutzt werden können.

Mit dieser Investition bekennt sich Costa noch stärker zum Standort Savona, zumal sich mit dem neuen Terminal die Kapazitäten des ligurischen Hafens verdoppeln. Costa betreibt bereits den im November 2003 eröffneten Palacrociere, an dessen Bau die Reederei mit 3,6 Millionen Euro beteiligt war.

Mit hohen Wachstumszahlen in den vergangenen Jahren hat sich Savona zu einem populären Kreuzfahrthafen am Mittelmeer entwickelt. So erwartet der Hafen für das laufende Jahr 220 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen und rund 900.000 Kreuzfahrtgäste. Einen wesentlichen Anteil daran haben Costa Schiffe wie zum Beispiel die „Costa Serena“, die „Costa Magica“ und die „Costa Mediterranea“, die Savona während des Sommers als Basishafen nutzen. Der Kreuzfahrttourismus stellt damit auch einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor für die Stadt dar.
 
Quelle: Costa Pressemeldung vom 13.04.2012

Costa Kreuzfahrten – Bestnoten für die Costa-Flotte

Costa Kreuzfahrten bleibt in den Schlagzeilen, aber es ist eine äußerst positive Meldung. Die italienische Reederei hat für die unangemeldete, auf dem Kreuzfahrtschiff Costa Atlantica durchgeführte Inspektion der dem US-Gesundheitsministeriums unterstellten Behörde „Centers for Disease Control and Prevention“ vom 8. März 2012 die Bestnote von 100 Punkten erhalten. Die Vergabe der Punkte erfolgte auf einer Skala von 1 bis 100. Inspiziert werden anhand einer Checkliste von 48 Bewertungskriterien zur Hygiene.
 
Bei dieser Inspektion wurden die hygienischen Bereiche in der Küche von der Lagerung bis zur Zubereitung, das Wasser, das Schiffspersonal sowie das Schiff insgesamt. Bereits zu Jahresbeginn hatte die Costa Deliziosa eine Bestätigung des ordnungsgemäßen Status erhalten, wobei sich diese Inspektion auf die Ausbildung und Kompetenz der Crew im Bereich der technischen Einrichtungen und Ausstattungen bezog.
 
Neben der Costa Atlantica und der Costa Deliziosa erhielt auch die Costa Mediterranea in den Vorjahren Spitzenwerte bei ganz verschiedenen Inspektionen.

Costa Kreuzfahrten – Licht ins dunkelste Kapitel der Costa-Firmengeschichte

Unter dem Eindruck der gravierenden Ereignisse vom Jahresanfang nimmt nun das Unternehmen Costa Kreuzfahrten Stellung, hat Hintergrundinformationen für seine Reisebüro-Partner zusammengestellt, damit diese auch kritische Kunden mit Fakten überzeugen können. Costa Kreuzfahrten betont und versichert, dass sich das Unternehmen der Verantwortung für die Gäste bewusst ist und sich dazu verpflichtet, Service und Qualität der Costa-Kreuzfahrtschiffe weiter zu optimieren.
 
In dieser Stellungnahme führt Costa Kreuzfahrten aus, dass
 
  • die Costa-Schiffe die höchsten Standards in den Bereichen Sicherheit, soziale Verantwortung, Umweltschutz und Qualität erfüllen,
  • die gesamte Costa-Flotte mit modernster Navigationstechnik – Radars, GPS, elektronische Seekarten, Gyroskope – ausgerüstet und die Offiziere im Umgang damit speziell ausgebildet sind,
  • Costa im Zusammenhang mit dem Brand auf der Costa Allegra alles getan hat, um die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten und Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten,
  • das Unternehmen so gut aufgestellt ist, um das traurige Unglück der Costa Concordia finanziell zu verkraften,
  • Costa nach wie vor ein starkes Unternehmen und ein verlässlicher Partner ist und
  • auf mehr als 60 Jahre Kreuzfahrterfahrung zurückblicken kann.
 
Als völlig falsch stuft Costa Kreuzfahrten die Behauptungen und Spekulationen ein, dass
 
  • es an Bord der Costa Concordia nicht genügend Rettungsboote gegeben habe(Richtig: 95 Rettungsbote für 6115 Personen, für jeden Gast eine Rettungswest    in der Kabine und zusätzliche Ausrüstung an der zentralen Sammelstelle),
  • große Kreuzfahrtschiffe weniger sicher seien
    (Richtig: Die neuen, großen Schiffe sind extrem sicher; alle Gäste können im Extremfall innerhalb von 30 Minuten evakuiert werden)
  • die Crewmitglieder hätten nicht gewusst, was im Notfall zu tun sei
    (Richtig: Jedes Crew-Mitglied besitzt ein BST-Zertifikat / Basic Safety Training. Sämtliche Offiziere und Crew-Mitglieder absolvieren regelmäßig Trainingseinheiten),
  • keiner bei dem Unglück in der Lage war, ein Rettungsboot zu steuern(Richtig: Auf jedem Rettungsboot gibt es gemäß internationaler Vorschriften zwei Crew-Mitglieder, di8e im Besitz eines MAMS-Zertifikats (Mariner Enabled to the conduct of lifeboats)
  • in der Unglücksnacht Crew-Mitglieder die Rettungsboo0te besetzt hätten(Richtig: Auf allen Costa-Rettungsboten müssen mindestens 7 Crew-Mitglieder sein, um die Boote zu navigieren und die Abläufe zu koordinieren.),
  • sich an Bord blinde Passagiere befunden hätten (Richtig: Ohne Erlaubnis und Registrierung darf keine Person das Schiff betreten.),
  • die Gäste keine Notfallübung mitgemacht hätten(Richtig: Für die am 13. Januar 2012 in Civitavecchia zugestiegenen Gäste war die international vorgeschriebene Seenotrettungsübung am Folgetag im Rahmen des 24-Stunden-Fensters auf 17 Uhr festgesetzt worden.),
  • Costa Kreuzfahrten eine „Verbeugung vor der Küste verlangt habe(Richtig:Costa hat das „Touristische Navigieren“ weder gefordert noch unterstützt.),
 
 
Die Richtigkeit dieser Costa-Stellungnahme wird sicherlich nicht angezweifelt werden, doch gravierende Fragen bleiben noch unbeantwortet. Ausgeklammert ist das Fehlverhalten von Crewmitgliedern in diesem ganz besonderen Notfall. Todesangst und Panik haben mit Sicherheit zu Fehlreaktionen – auch bei Passagieren – geführt.
 
Keine Ausführungen macht Costa-Kreuzfahrten zur Schuldfrage. Es ist offensichtlich, dass keine technischen Fehler zu diesem Drama geführt haben. Der Faktor „Mensch“ ist entscheidend bei der Beurteilung der Situationen und deren Folgen. Da helfen kaum noch so viele Zertifikate, wenn die Theorie von der Praxis eingeholt wird.
 
Es wird sicherlich auch noch Wochen, Monate, vielleicht sogar Jahre dauern, bis ein Gericht über Schuld/Unschuld geurteilt hat und das Unternehmen auch alles daran setzen wird, um Reisebüros und Gäste über die getroffenen Urteile zu informieren.
 
Quelle: Stellungnahme von Costa Kreuzfahrten

Costa Kreuzfahrten – Costa zählt auf 60 Jahre Kreuzfahrterfahrung

Nach dem schrecklichen Drama um die Costa Concordia am 13. Januar 2012 mutmaßten viele, dass die italienische Reederei sich vom Kreuzfahrtfahrt verabschieden müsste. Doch in der gesamten Krisenphase des Brandes auf der Costa Allegra hat die Reederei sehr umsichtig gehandelt und bewiesen, dass bei Costa die Sicherheit der Passagiere an erster Stelle steht und während der gesamten Zeit alles unternommen hat, um die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten und Unannehmlichkeiten so gering wie möglich zu halten. Ständig war die italienische Reederei mit den Angehörigen der Gäste in Kontakt und informierte über die aktuelle Situation.
 
Nach dem tragischen Unglück der Costa Concordia hat die italienische Reederei wiederholt Stellung zu Vorwürfen und Spekulationen bezogen und Hintergrundinformationen publiziert und darin wichtige Dinge richtig gestellt, um das Vertrauen der Gäste und Partner zurückzugewinnen.
 
Für die neue Saison hat Costa Kreuzfahrten ihr Angebot weiterhin optimiert.
 
Schiff
Ziel
Verlauf
Termin
Costa
Mediterranea
Karibik
Miami – Bahamas – Grand Turk – Jamaika – Grand Cayman – Roatán – Cozumel – Miami
11 Tage
Dezember 2012 – Februar 2013
Costa
Classica
Westliches
Mittelmeer
Savona – Barcelona – Cádiz – Casablanca – Tanger (Tanjah) – Lissabon – Valencia – Civitavecchia (Rom) – Savona
12 Tage
06.01. / 28.01. / 20.02. / 14.03.2013
Costa
Classica
Östliches
Mittelmeer
Savona – Malta – Kreta – Rhodos – Izmir (Smyrna) – Piräus (Athen) – Katákolon (Olympia) – Civitavecchia (Rom) – Savona
12 Tage
November 2012 – März 2013
Costa
Pacifica
Westliches
Mittelmeer
Savona – Marseille – Barcelona – Mallorca (Balearen) – Sardinien – Sizilien – Civitavecchia (Rom) – Savona
8 Tage
Dezember 2012 – April 2013
Costa
Atlantica
Vereiigte
Arabische
Emirate
Dubai – Muscat – Fujairah – Abu Dhabi – Khasab – Dubai
8 Tage
Dezember 2012 – April 2013
Costa
Kreuzfahrten
Transatlantik
Südamerika
Savona – Marseille – Gibraltar – Lissabon – Madeira – Teneriffa (Kanaren) – Recife – Maceio – Salvador da Bahia – Ilheus – Rio de Janeiro
19-22 Tage
November 2012 & März 2013
Costa
Mediterranea
Transatlantik
Karibik
Miami – Bahamas – Dominikanische Republik – Tortola – St. Maarten – Antigua – Teneriffa (Kanaren) – Madeira – Malaga – Marseille – Savona
19 Tage
10.03. – 28.03.2013
 

Costa Kreuzfahrten – Reederei bleibt auf Kurs

Der 13. Januar 2012 bleibt für alle unvergessen, nicht nur für die italienische Reederei, die nun alles daran setzt, die verständliche Unsicherheit von Kreuzfahrern zu zerstreuen, und mit einer beispielhaften Kampagne auf die Überprüfung der Sicherheitsmaßnahmen verweist. Der Name bleibt bestehen, und die Kritiker sind derzeit verstummt, die ein Verschwinden des Namens COSTA prognostiziert hatten. Das Geschäftsleben geht aber weiter, und Costa Kreuzfahrten legt ein vielseitiges Kreuzfahrtangebot für 2012 vor.

  • Costa Fortuna

Norwegische Fjorde & Baltikum

23.06.-07.07.2012

15 Tage

Warnemünde – Kopenhagen – Geiranger – Hellesylt – Flam – Stavanger – Oslo – Warnemünde – Kopenhagen – Stockholm – Tallinn (Reval) – St. Petersburg – Warnemünde

Weitere Termine: Termine: Juni – August 2012

  • Costa Deliziosa

Ostsee

14.05.-25.05.2012

12 Tage
Amsterdam – Kopenhagen – Stockholm – Helsinki – St. Petersburg – Tallinn (Reval) – Amsterdam

  • Costa Deliziosa

Norwegische Fjorde & Nordkap

25.05. – 05.06.2012

12 Tage

Amsterdam – Hellesylt – Geiranger – Honningsvag (Nordkap) – Tromsö – Leknes – Trondheim – Andalsnes – Bergen – Amsterdam

Weitere Termine:Mai – August 2012

  • Costa Deliziosa

Fjorde, Nordkap & Spitzbergen

19.07.-02.ö08.2012

15 Tage
Amsterdam – Bergen – Hellesylt – Geiranger – Honningsvag (Nordkap) – Bäreninsel – Magdalenenfjord – Longyearbyen – Tromsö – Olden – Amsterdam

 

  • Costa Fascinosa

Jungfernfahrt in der Adria

06.05.-11.05.2012

6 Tage
Venedig – Bari – Dubrovnik – Split – Koper – Venedig

  • Costa Fascinosa

Premieren-Kreuzfahrt mit Israel

11.05.-21.05.2012

11 Tage
Venedig – Bari – Korfu – Haifa – Izmir (Smyrna) – Dubrovnik – Venedig

Extras: Tolle Sonderpreise : Bis zu 2 Kinder bis einschließlich 18 Jahren reisen in der Kabine der Eltern gratis.

Costa Crociere – Italienische Reederei bleibt in der Kreuzfahrt-Spur

 

Nach den beiden Havarien der Costa Concordia und der Costa Allegra will die italienische Kreuzfahrtreederei Costa Crociere mit einer größeren Überprüfung aller Sicherheitsprozeduren und einer Werbekampagne aus der Krise kommen. Angestrebt wird nunmehr auch ein Verfahren bei der Auswahl der Kapitäne sowie ein besseres Team-Management auf den Kommandobrücken, die es auch Offizieren erlaubt, jederzeit einzugreifen und die erforderlichen Maßnahmen anzuordnen.

Mit äußerst günstigen Angeboten wirbt die italienische Reederei um das Vertrauen der Kreuzfahrer und hofft auch damit wieder in die Gunst der See-Urlauber zurückzukehren. Vielfältige Angebote zielen auf die faszinierendsten Regionen des Mittelmeers mit den lebendigen Metropolen, den endlos langen Sandstränden und die kulturellen Highlights. Manche dieser 5- bis 7-tägigen Kreuzfahrten werden bereits ab 200 Euro angeboten. Wer der Reederei nach wie vor das Vertrauen entgegenbringt, kann diese Mittelmeer-Kreuzfahrten zu einem Schnäppchenpreis buchen.

Costa Crociere – Vertrauen für Costa-Kreuzfahrtschiffe

Die Diskussion über Ursache und Folgen der Schiffskathastrophe eines Costa-Kreuzfahrtschiffes wird noch lange keine Ruhe finden. Doch, so hart es auch klingt, das Leben mit und auf Kreuzfahrtschiffen geht weiter. Doch die Costa-Kunden wollen Antworten auch auf berechtigte Fragen.
Den Passagieren für die Abfahrten am 21. Januar 2012 wird der volle Reisepreis erstattet. Des weiteren sagt Costa Crociere den Kunden zu, auf Wunsch zusätzlich in diesem Jahr kostenlos mit einem anderen Schiff aus der Costa-Flotte eine Kreuzfahrt unternehmen zu können. Die Reederei sagt allen Betroffenen, die benanntes Angebot nicht in Anspruch nehmen wollen, eine Rückerstattung des bezahlten Reisepreises plus 30 Prozent auf eine zukünftige Costa-Kreuzfahrt zu. Eine bereits erfolgte Buchung kann allerdings der Gast auch kostenfrei stornieren. Es ist allerdings noch keine Regelung bekannt, wie mit Buchungen für spätere Reisetermine entschieden wird.
Bekannt sind aber auch die exakten Konditionen für die Erstattung der Reisen mit der Costa Concordia für die Abfahrt am 21. Januar 2012. Für die Erstattung des Reisepreises sollen die betroffenen Agenturen demnächst Verrechnungsschecks zur Weitergabe an die Kunden erhalten. Der volle Provisionsbetrag für die Agenturen bleibt erhalten.
Des weiteren hat die Reederei Costa Crociere bekannt gegeben, dass Kunden, die nun die Abfahrt der Costa Concordia am 14. Januar 2012 aus den bekannten Gründen nicht realisieren konnten, zusätzlich zum erstatteten Reisepreis für eine kostenlose Kreuzfahrt in der gleichen Kategorie im Januar, Februar oder März mit der Costa Luminosa, Costa Mediterranea, Costa Favolosa oder Costa Serena unternehmen können.

Costa Kreuzfahrten – Grenzenloses Vertrauen in die Technik / Verdunklungs- und Fluchtgefahr des Kapitäns

Durch die Informationsflut, welche nunmehr die Havarie der Costa Concordia ausgelöst hat, ändern sich die Angaben der Polizei, Hafenbehörde, Reederei und Staatsanwaltschaft nahezu stündlich. Dadurch werden auch Spekulationen genährt. Doch lediglich durch eine exakte Auswertung der zwischenzeitlich aufgefunden „Black Box“ können viele Aussagen und Informationen auf ihren Wahrheitsgehalt überprüft werden; denn auf der „Black Box“ werden alle Navigationsinformationen aufgezeichnet.
Welche Vorwürfe stehen im Raum?
  • Liegt ein menschliches oder technisches Versagen oder gar beides vor?
  • Haben die modernen Navigationssysteme an Bord versagt?
  • Ist diese Havarie die Folge eines blinden Vertrauens in die Technik?
  • Ist der Strom an Bord bereits vor der Havarie ausgefallen oder erst eine Folge des Auflaufens auf Grund?
  • Kann ein technischer Defekt als Unfallursache ausgeschlossen werden?
  • Warum geriet das hochmoderne und mit allen Sicherheitsvorkehrungen (Hightech für Navigation, Antrieb und Manöver) ausgestattete Kreuzfahrtschiff in diese dramatische Situation?
  • Waren der Kapitän, sein Staff oder Navigationsoffizier überhaupt auf der Brücke?
  • Wieso hat niemand auf der Brücke die auf allen neuzeitlichen Seekarten eingezeichneten Felsformationen geachtet?
  • Sind der Kapitän und sein erster Offizier allein für diese Katastrophe verantwortlich?
  • Weshalb hat der Kapitän nicht alle Evakuierungsmaßnahmen an Bord koordiniert und gegen alle Regeln und Ehrbegriffe überstürzt und voreilig die Costa Concordia verlassen?
  • Warum hat der Kapitän den erforderlichen Sicherheitsabstand zur Insel Giglio verlassen? Wollte er die Inselbewohner auf fahrlässige Weise mit einem verwegenen Manöver „begrüßen“ und bei den Passagieren Eindruck schinden?
  • Wer hat eine Änderung der offiziellen Route veranlasst und festgelegt?
  • Konnte ein unprofessionell ausgebildete Personalmix überhaupt in der Lage sein, auf eine solch bedrohliche Situation zu reagieren und professionelle Hilfs- und Rettungsmaßnahmen einleiten?
  • Kann es eine Reederei überhaupt vertreten, eine hinsichtlich von Notfällen schlecht ausgebildete Crew ohne ausreichende Sprachkenntnisse vertreten und verantworten, Kreuzfahrten mit einer internationalen Gästeschar zu unternehmen?
  • Ist nicht ein solch großer Megaliner, der zwar auf die Bedürfnisse der Passagiere ausgerichtet ist, sowohl äußerst verwundbar und anfällig für Pannen als auch kaum kontrollierbar in Extremsituationen und Notfällen?
  • Falls an Bord eines Kreuzfahrtschiffes tatsächlich das Navigations- und Sicherheitssystem infolge Stromausfall ausfällt, können diese Systeme dann nicht erneut gestartet werden?
  • Warum wurde die Küstenwache erst 58 Minuten nach der Kollision über die Havarie informiert?
  • Warum ertönte erst 45 Minuten nach der Ansage das Signal zur Evakuierung?
  • Warum haben die Verantwortlichen an Bord es versäumt, rechtzeitig SOS zu funken?
  • Warum hat das Kommandosystem an Bord nicht angemessen reagiert?
Die Fülle der offenen Fragen wird sich fortsetzen. Die Untersuchung der Ermittler wird sich nicht nur mit den widersprüchlichen Angaben zum Verlauf der Havarie auseinandersetzen müssen. Fest zu stehen scheint aber, dass die nautische Karte nicht fehlerhaft ist und durchaus der Felsen „Le Scole“ eingezeichnet sind, mit den die Costa Concordia kollidierte. Berichten zu Folge ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen vorzeitigem Verlassen des Kreuzfahrtschiffes, fahrlässiger Tötung und Herbeiführung eines Schiffbruchs und wirft dem Kapitän massives Fehlverhalten vor. Die Experten rätseln weiterhin, wie es zu diesem Unglück kommen konnte, warum der Kapitän das Kreuzfahrtschiff so nah an die Insel Giglio heran manövrierte, anstatt diese in weitem Bogen zu umfahren.
Es ist für keinen eine Beruhigung, dass die Branche Kreuzfahrten zu den sichersten Verkehrsmitteln zählt. Wenn wir uns auch in einer Welt bewegen, wo solche Unfälle passieren können, ist jeder Todesfall einer zu viel! Aber auch der voreilige Schluss „Nie wieder eine Kreuzfahrt“ ist und bleibt unrealistisch, denn Unfälle passieren als Fußgänger, Radfahrer, mit dem Auto, mit dem Bus, mit der Eisenbahn und auch bei Fügen.
Letztlich grenzt es bei bei aller Trauer um die Opfer, bei allem Respekt vor den wirklichen Helfern und der Hilfsbereitschaft der Inselbewohner fast an ein Wunder, dass es das Schicksal doch noch glimpflich mit den über 4200 Gästen und Crewmitgliedern meinte.

Costa Kreuzfahrten – Kapitäns-Dinner / Navigationsfehler / Spekulationen

Die Schuldfrage zu klären, weshalb die Costa Concordia am 15. Januar 2012 unweit der Insel Giglio havarierte, wird intensiv betrieben und die Abklärung wird seine Zeit brauchen. Doch bereits jetzt, unmittelbar nach dem Schiffs-Drama der Costa Concordia, schießen die Spekulationen in die Höhe. Bildmaterial, das von den verschiedensten TV-Sendern ausgestrahlt wird und andere Bilddokumentation in der Presse zeigen zwar das vorläufige Endergebnis: Die Costa Concordia liegt wenige Meter vor der Insel Giglio nunmehr 90° nach Steuerbord geneigt im Mittelmeer.
Doch, die Frage, warum es zu dieser Schiffstragödie kommen konnte, bleibt zunächst noch ungeklärt. Schiffs- und Navigationsexperten können bislang keine übereinstimmende Aussage über die Ursache dieses Unglücks treffen.
Da häufen sich die Fragen:
  • Wurde bei der Costa Concordia mehr Wert auf Luxus als auf Sicherheit gelegt?
  • Hat an Bord das Krisenmanagement versagt?
  • Waren die Crewmitglieder professionell geschult, auch mit der Steuerung der Rettungsboote vertraut?
  • Wurden die Gäste nicht eindeutig, rechtzeitig und ausgiebig über das tatsächliche Ereignis informiert?
  • Wurden die Gäste lediglich beschwichtigt?
  • Drängten Crewmitglieder vor den Passagieren in die Rettungsboote?
  • Standen dem Kapitän veraltete Karten zur Verfügung, in denen das Riff vor der Insel Giglio nicht eingezeichnet war?
  • Versagte die Navigationstechnik oder liegt ein Navigationsfehler vor?
  • Führte ein Stromausfall verbunden mit einem Komplettausfall der Technik zu dieser Havarie?
  • Wollte der Kapitän den Kreuzfahrtgästen ganz in der Nähe der Insel ein besonderes Panorama bieten, da die Route normalerweise rund drei Seemeilen östlich an der Insel Giglio vorbeiführt?
  • Hat die Costa Concordia die ursprüngliche Route verlassen, um sich effektvoll von den Inselbewohnern zu verabschieden?
  • Liegt ein menschliches Versagen insofern vor, als lange Zeit nicht auf die Seekarten geschaut wurde?
  • Hat der zum Zeitpunkt des Unglücks der verantwortliche Navigationsoffizier an Bord ständig das Echolot im Auge behalten?
  • Hat sich dieser Navigationsoffizier blind auf die Angaben des Computers verlassen und keinesfalls einmal die Position nachgerechnet?
  • Kann ein Kapitän überhaupt zum bedingungslosen Bleiben an Bord verpflichtet werden und ist dann die Verhaftung des Kapitäns lediglich eine hilflose, sinnlose Aktion der Staatsanwälte?
Alle Fragen werden gewissenhaft überprüft werden müssen. Derzeit mangelt es sicherlich noch an entscheidenden Fakten. Eine gerechte Beurteilung kann sich nicht auf Vermutungen stützen.