Costa Crociere – Costa Fascinosa bestätigt Fortbestand der Marke Costa

 

Nach dem verheerenden Unglück der Costa Concordia zu Beginn des Jahres 2013 hat das italienische Kreuzfahrtunternehmen Costa Crociere alle erdenklichen Anstrengungen unternommen, um den Fortbestand der Marke Costa zu sichern und das vertrauen der Kreuzfahrer zurückzugewinnen. Das neue Flaggschiff wurde im Mai in Venedig durch Elsa Gnudi, der Tochter des italienischen Tourismusministers, getauft. Nachdem das italienische Unternehmen durch die Havarie der Costa Concordia und den Verkauf der beiden Kreuzfahrtschiffe Costa Marina und Costa Allegra nahezu 600 Betten eingebüßt hatte, konnte der auf der Fincantieri-Werft in Marghera bei Venedig gebaute Neubau wieder mit insgesamt 1508 Kabinen die schmerzliche Lücke wenigstens einigermaßen schließen.

Damit Costa Crociere wieder in die Spur der langen Tradition zurückkehren kann, haben sich die Italiener auf eine Sieben-Punkte-Programm geeinigt, das noch strengere Sicherheitsübungen ebenso beinhaltet wie auch eine strengere Überwachung der gesamten Abläufe. Jeder Gast erhält nach Betreten der Costa-Schiffe in seiner Kabine eine „Drill-Card“, die sicherstellt, dass auch alle Gäste ohne Ausnahme an der gesetzliche vorgeschriebenen und noch vor Verlassen des Hafens durchgeführten SNRÜ teilnimmt.

Aber auch die Kapitäne und Offiziere werden verbindlich in das neue Sicherheitskonzept integriert. Mitarbeiter der Schiffsführung sind angehalten, künftighin laut mitzudenken und ggf. auch die Entscheidungen der Kapitäne zu hinterfragen. Eine weitere Überwachung erfolgt durch die Reedereizentrale in Genua. Alle 14 Costa-Kreuzfahrtschiffe werden durch das „Hightech Monitoring System“ überwacht. Verläuft künftighin ein Costa-Schiff den vorher genehmigten Routenkurs, wird in der Landeszentrale in Genua ein Alarm ausgelöst und der diensthabende Wachleiter der Zentrale hinterfragt umgehend beim Kapitän an Bord die Kursänderung.

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Autor: Peter

alter Seebär und Kreuzfahrer

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