Costa Kreuzfahrten – Costa Concordia mit defekter Black Box unterwegs

 

Die exakten Ursachen der Havarie der Costa Concordia bleiben nach wie vor gänzlich ungelöst. Da wird noch geraume Zeit verstreichen, bis die Recherchen und Zeugenvernehmungen zu einem klaren Ergebnis – wenn überhaupt – führen. Bereits vor Monaten hatte die Vermutung Runde gemacht, dass die „Black Box“ der Costa Concordia zum Zeitpunkt des Unglücks funktionsuntüchtig gewesen sei und durch diesen unerträglichen Zustand die „Black Box“ nach Ankunft im Hafen von Savona umgehend repariert werden sollte.

Lediglich eine Fehlermeldung räumte bislang die italienische Reederei ein, bestreitet aber nach wie vor die vermutete Funktionsuntüchtigkeit. Ob nun Fehlermeldung oder Funktionsuntüchtigkeit, durch die fehlenden Daten auf der „Black Box“ wird es äußerst schwer sein, die genauen Zusammenhänge der Kursabweichung zu rekonstruieren und damit die genauen Ursachen zu klären.

Dieser Makel bleibt allerdings so lange an Costa Kreuzfahrten kleben, bis der Hergang von Schettinos Fahrkünste geklärt sind, ein Urteil gesprochen ist und damit die Schuldigen einer gerechten Strafe zugeführt wurden. Costa Kreuzfahrten bemüht sich seit Monaten, durch ein Sieben-Punkte-Programm mit strengeren Sicherheitsmaßnahmen und strengerer Überwachung der gesamten Abläufe in die Spur der langen Tradition zurückzukehren. Durch eine „Drill Card“ stellt die italienische Reederei sicher, dass alle Passagiere an der gesetzlich vorgeschriebenen Seenotrettungsübung teilnehmen.Aber auch die Kapitäne und Offiziere werden verbindlich in das neue Sicherheitskonzept integriert, und alle 14 Costa-Kreuzfahrtschiffe werden durch das „Hightech Monitoring System“ überwacht, das in der Landeszentrale in Genua sofort Alarm auslöst, wenn ein Costa-Schiff den vorher genehmigten Routenkurs verlässt.

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Autor: Peter

alter Seebär und Kreuzfahrer

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