Die Irrfahrt der MS Amera

Die fröhlichen Zeiten an Bord der Amera sind Vergangenheit
so fröhlich geht es normalerweise vor Brasilien an Bord zu.

Der Kapitän des Phoenix-Kreuzfahrtschiffes „MS Amera“, Elmar Mühlebach, kennt sich als erfahrener Seemann mit gefährlichen Situationen aus. Er sieht seine Berufung als Kreuzfahrtschiff-Kapitän auch darin, bei besonderen Situationen an Bord stets für Entspannung zu sorgen. Diese Haltungen und Einstellungen konnte der Zuschauer bei einem jüngst vom ZDF ausgestrahlten Interview des anerkannten und äußerst geschätzten Kapitäns des Bonner Unternehmen Phoenix Reisen erneut erkennen.

Ein Schiff irrt umher

In kurzen Zügen umriss Kapitän Mühlenbach die besonderen Herausforderungen und Belastungen seiner abenteuerlichen Kreuzfahrt mit der „MS Amera“, die am 24. Februar 2020 in Argentinien begann und nach wochenlanger Irrfahrt vor der Atlantikküste Brasiliens schließlich in Manaus gestoppt wurde. Das ganz große Brasilienabenteuer wurde zur größten Belastung, die ein Kreuzfahrtschiff jemals auszuhalten hatte. Ein ausgestrahltes Interview mit der deutschen Bundeskanzlerin Merkel verdeutlichte die Gefahren, die plötzlich nicht nur auf Deutschland hereingebrochen war. Nach Abwägen der auch für die „MS Amera“ entstandenen Situation entschloss sich Kapitän Elmar Mühlebach, umgehend das Ziel und Ende einer begonnenen Traumreise in Manaus mitten im Amazonasgebiet anzusteuern.

Passagiere und Crew bleiben eingesperrt

Zweimal überprüfte die brasilianische Gesundheitsbehörde intensiv den Gesundheitszustand an Bord und erklärte ihn als unbedenklich und virenfrei. Dennoch widersprach der Gouverneur des Bundesstaates Wilson Lima vehement dem Ansinnen des Phoenix Reisen-Kapitäns und verbot eine Ausschiffung der Passagiere, die ab Manaus in die Heimat zurückfliegen wollten. Nun blieben alle 568 Passagiere und 423 Crewmitglieder an Bord der „MS Amera“ eingesperrt.

In dieser durch die ausgesprochene Quarantäne entstandenen besonderen Situation der emotionalen Belastung setzte Elmar Mühlebach alle Hebel in Bewegung, um die !MS Amera“ aufzutanken, um mit vollen Tanks die Heimreise nach Deutschland antreten zu können. Doch es dauerte, bis zwei Tankschiffe das Kreuzfahrtschiff aufgetankt hatten. Durch die ständigen Informationen über die Lage in Deutschland und auch auf der Welt trug der Kapitän wesentlich zur allseitigen Entspannung an Bord bei, Die Passagiere zeigten Verständnis, und den „MS AMERA“ -Gästen wurde sicherlich erst wenige Tage vor Rückkehr nach Bremerhaven bewusst, in welcher Lage alle durch die von der Pandemie ausgelösten Situation befanden.

Glückliche Rückkehr der MS Amera

Am 5. April 2020 kehrte die „MS Amera“ glücklich nach Bremerhaven zurück. Das glückliche Ende hatte Elmar Mühlebach sorgfältig geplant und allen Passagieren vor Verlassen des Kreuzfahrschiffes noch zwei Masken ausgehändigt. Trotz der wochenlangen Belastung fiel der Abschied der Passagiere von dem Kreuzfahrtschiff, dem umsichtigen Kapitän Elmar Mühlebach und der gesamten Crew schwer. Am Vorabend bedankte sich der Kapitän mit bewegten Worten für die aufrechte Haltung, die Besonnenheit, das Verständnis und die Mithilfe bei der Bewältigung der äußerst schwierigen Situation dieser Horrorschiffsreise, und die Gäste sprachen der Schiffsführung und der Crew eine hohe Anerkennung für die disziplinierte und umsichtige Fürsorge, die allen Gästen entgegengebracht wurde, aus.

De „MS Amera“ ist zwar ohne weitere Schwierigkeiten sicher im Heimathafen gelandet, doch es bleibt, dass nunmehr die gesamte Kreuzfahrt vor der härtesten Prüfung in ihrer Geschichte bleibt. Alle Kreuzfahrtschiffe sind an die Häfen „gekettet“ und werden in naher Zukunft sicherlich keine beliebten Reiseziele mehr anlaufen können.

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Autor: Peter

alter Seebär und Kreuzfahrer

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