Die skurrilsten Kreuzfahrterlebnisse der MS Artania

Noch niemals zuvor hat der bekannte und beliebte Kapitän Morten Hansen aus Tromsømit der „MS Artania“ eine ähnliche Kreuzfahrt bei 14-tägiger Isolation in seiner eigenen Kabine,belastet durch Hassbotschaften, dem Verlust von Crewmitgliedern und auch Passagieren erleben und durchstehen müssen.

Mit dem Aufbruch aus dem australischen Freemantle zum deutschen Hafen Bremerhaven hofft nunmehr Morten Hansen, dass diese dramatische Kreuzfahrt ein glückliches Ende finden wird. Doch es werden noch viele Tage auf See vergehen, bis der Kapitän seine „MS Artania“ nach den vergangenen skurrilsten Kreuzfahrterlebnissen aller Zeiten sicher zum deutschen Heimathafen gebracht hat.

Es sind mittlerweile bereits elf Wochen dieser dramatischen Kreuzfahrt vergangen. Ursprünglich wollte der norwegische Kapitän Deutsche, Österreicher und Schweizer auf einer 137-tägigen Kreuzfahrt um die Welt segeln.

In Perth – Covid 19 an Bord

Doch bald musste Morten Hansen mit noch nie erlebten Besonderheiten kämpfen, denn durch die weltweite Pandemie bleiben Häfen geschlossen und die Passagiere konnten zunächst nicht von Bord. Da einige Passagiere die Symptome des Corovid-19 zeigten, musste ärztliche Hilfe der Kranken Häuser in Perth in Anspruch genommen werden. Immer wieder bedauerte Morten Hansen, dass ihm nicht alle erforderlichen Hilfen der australischen Gesundheitsbehörde in Freemantle gewährt wurde.

Es begann an Bord eine äußerst zermürbende Zeit. Alle an Bord gebliebenen Passagiere mussten isoliert zwei Wochen in der eigenen Kabine ausharren. Kameras und spezielles Sicherheitspersonal überwachten rund um die Uhr die Einhaltung der an Bord erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen.

Das Essen wurde in Säcken geliefert

In Säcken wurde das Essen vom Ufer geliefert und an die Kabinentüren gehängt. Auch mit ständigen Tests wurde der Gesundheitszustand jedes einzelnen überwacht. Nach Ablauf der von australischen Behörde angeordneten 14-tägigen Quarantäne konnte das Bonner Unternehmen Phoenix Reisen mit Chartermaschinen die Passagiere nach Hause holen.

Hassbotschaften aus Freemantle

Morten Hansen wird niemals Hassbotschaften und Bedrohungen vergessen können. Die Anwohner der kleinen australischen Hafenstadt Freemantle zeigten sich äußerst frustriert darüber, dass nun Kreuzfahrtpassagiere des deutschen Schiffes die Bettenkapazität des Krankenhauses in Freemantle in Anspruch nahmen.

Doch Kapitän Morten Hansen zeigte Übersicht und Würde zugleich. In den sozialen Medien bedankte er sich bei den Einwohner der Stadt Freemantle für die ganz besondere Hilfe in dieser äußerst schwierigen Situation. Mit dem Bekenntnis „Wir sind nur Menschen“ hat er trotz allen Bedenken zahlreiche Anwohner für die Überwindung der Schwierigkeiten gewinnen können.

Danke von Schülern der Stadt Perth

Andererseits wird Morten Hansen auch nicht vergessen, dass Schüler der Stadt Perth und Umgebung jedem einzelnen Crewmitglied eine ganz persönliche Postkarte geschrieben und damit sowohl den Dank aber auch Anerkennung ausgesprochen hatten.

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Autor: Peter

alter Seebär und Kreuzfahrer

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