Kreuzfahrt Corona-Ausbruch trotz Hygienekonzept

Zwei Drittel der meist 92 Schweizer Passagiere des Flussschiffes MS Swiss Crystal der Schweizer Reederei Scylla AG wurden nach der Musik-Kreuzfahrt von Passau nach Frankfurt positiv auf Corona getestet. Diese Information löste auch bei Experten insofern Entsetzen aus, als die bestehenden Corona-Maßnahmen anscheinend eingehalten wurden, aber eine Ausbreitung des Coronavirus nicht verhindern konnte.

An Bord des Flussschiffes MS Swiss Crystal befanden sich nach Aussage des Betreibers auch Schlagersänger und Blasmusiker. Nun fragen sich die Verantwortlichen, wie sich an Bord das Coronavirus trotz des detaillierten Hygienekonzepts mit Maskenpflicht und täglicher Fiebermessung ausbreiten konnte. Als Ursache könnte die Tatsache gelten, dass

  • sich Passagiere und Musiker über Stunden hinweg im gleichen Raum aufhielten,
  • gesungen und gejodelt wurde und dadurch es ggf. zu Tröpfchen- und Aerosolbildung kam,
  • beim Essen und Trinken auf engem Raum keine Maske getragen wurde,
  • alle Passagiere auf engem Raum über Tage zusammen sind,
  • bei Landgängen es zur Infizierung kam.

Die Betreiber von Schiffsreisen müssen sich sicherlich noch intensiver an die Einhaltung der Hygienemaßnahmen und des detaillierten Sicherheitskonzeptes halten und ebenso auch auf die strikte Einhaltung aller vorgegebenen und erforderlichen Regeln ohne Ausnahmen achten. Es ist wahrscheinlich aber auch davon auszugehen, dass gerade in den Landgängen und Ausflügen die Infektionsquelle zu suchen ist.

Werbung

Autor: Peter

alter Seebär und Kreuzfahrer

Schreibe einen Kommentar