Kreuzfahrtbranche im Sturzflug

Derzeit steckt die Kreuzfahrtbranche im eisernen Griff der Covid-19-Pandemie. Verzweifelt sucht die Branche nach Lösungen, um einen Fortbestand abzusichern. Die Meldungen darüber, dass in aller Welt Häfen geschlossen wurden und Passagiere nicht an Land durften, dass Kreuzfahrtschiffe in 14-tägiger Quarantäne festgesetzt waren, dass auf Kreuzfahrtschiffen zahlreiche Covid-19-Infektionen gegeben hat, leider auch Tote zu beklagen waren und Kreuzfahrtschiffe wochenlang auf den Weltmeeren herumirrten, werden nicht so rasch in Vergessenheit geraten.

Was kommt nach Corona?

Trotz dieser schlimmen Nachrichten beherrscht derzeit die Frage nach dem „DANACH“ die Kreuzfahrtbranche. Es wird nach Lösungen gesucht. Schließlich hängt eine Wiederaufnahme des Kreuzfahrt-Reisebetriebs von den Einreisebestimmungen der verschiedenen Länder ab. So hat das Auswärtige Amt Deutschland beispielsweise die Reisewarnungen jetzt bereits bis 14. Juni 2020 verlängert. Ob ab diesem Zeitpunkt die Kreuzfahrtbranche wieder zum „normalen“ Leben zurückfinden wird, bleibt allerdings anzuzweifeln.

Auch die Werften leiden

Die Pandemie hat auch die Werften weltweit hart getroffen. Einige Werften haben bereits Kündigungen ausgesprochen und Arbeitszeitanpassungen angeordnet. Einzelne Werften können sich noch darüber freuen, dass derzeit noch keine Auftragskündigungen eingegangen sind. Auch die Werftindustrie hofft auf staatliche Unterstützungen, damit die Auftragsbücher überhaupt noch abgearbeitet werden können. Nach Rückkehr in die Heimathäfen haben einzelne Reedereien ihre Kreuzfahrtschiffe zu kleineren Schönheitsreparaturen zu den Werften gebracht. Doch mit diesen Maßnahmen allein kann der teilweise Stillstand im Kreuzfahrtmarkt nicht behoben werden.

Neubuchungen für 2021

Trotz der gegenwärtigen kritischen Lage wird die Kreuzfahrtbranche „den Kopf nicht in den Sand stecken“, sondern optimistisch in die Zukunft blicken müssen. Es wird zu Lösungen kommen. Sicher wird die Kreuzfahrtindustrie wieder aufblühen, wenn ein entsprechender Impfstoff gegen Covid-19 gefunden wurde. Urlauber werden diese Form des Reisens weiterhin bevorzugen, weiter wieder Kreuzfahrten buchen und die Ziele in aller Welt erkunden wollen. Anlass für diesen Optimismus sind bereits Nachfragen und Buchungen für Kreuzfahrten 2021. Die Kunden werden nach Abflauen der Pandemie wieder zu Buchungen von Kreuzfahrten zurückkehren.

Ein Umdenken setzt ein

Es ist längst nicht alles verloren. Verschiedene Reedereien nutzen derzeit die ganz besondere Lage auf dem Kreuzfahrtmarkt, ihre Schiffe umzurüsten und beispielsweise mit Landstromanschlüssen auszustatten. Vielleicht wird aber auch die Sucht nach „Noch mehr, nach noch größer, nach noch exklusiver“ einer sicheren Basis weichen müssen, damit beispielsweise Städte wie Venedig und Dubrovnik nicht weiterhin in einem Overtourismus mit einer tausendfältigen Kreuzfahrerflut ersticken müssen.

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Autor: Peter

alter Seebär und Kreuzfahrer

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