Kreuzfahrten – Erheblicher Imageschaden der italienischen Reederei Costa Crociere

Nach dem Feuer im Maschinenraum der Costa Allegra wird das manövrierunfähige Costa-Kreuzfahrtschiff mittlerweile von drei Schiffen nach Mahé auf den Seychellen geschleppt.Mit dem zweiten Zwischenfall innerhalb von sechs Wochen ist die italienische Reederei erneut in die Schlagzeilen geraten. Doch ist sind zwei ganz verschiedene Fälle: einerseits die havarierte Costa Concordia am 13. Januar 2012 und andererseits die Costa Allegra am 27. Februar 2012.
  • Der Kapitän der Costa Allegra hat unmittelbar nach Feststellung des Feuers im Maschinenraum SOS gefunkt und sich mit der Schifffahrtsbehörde und auch mit der Reederei Costa Crociere in Verbindung gesetzt.
  • Der Costa Allegra Kapitän stand auf der Brücke und war auf keinen Fall durch eine Liebelei, wie Geliebte des Chaos-Kapitäns behauptet, abgelenkt.
  • Der Kapitän der Costa Allegra bewies in der Unglückssituation hohe Verantwortungsgefühl und Führungsqualität.
  • Er blieb auf dem Kreuzfahrtschiff und ließ nicht die 636 Passagiere und 413 Crewmitglieder verantwortungslos im Stich.
  • An Bord der mit 4200 Personen besetzten Costa Concordia spielte sich ein totales Drama mit über 30 Toten ab. Beim Unglück auf der Costa Allegra gab es weder Verletzte noch Opfer.
  • Da die Stromversorgung und damit auch die Klimaanlage ausfiel, beorderte der Allegra-Kapitän alle Passagiere auf die Außendecks.
Erfreulich sind die Meldungen, dass die Passagiere und die Crew der Costa Allegra wenigstens ein kaltes Frühstück erhielten. Sowohl der französische Thunfisch-Trawler versorgte spontan das manövrierunfähige Costa-Kreuzfahrtschiff, mittlerweile konnten auch Hubschrauber die Costa Allegra mit Satelitten-Telefone, Taschenlampen und frischen Lebensmitteln versorgen.
Wenn auch der erneute Zwischenfall auf einem Costa-Kreuzfahrtschiff glimpflich abgelaufen ist, muss doch auch im Vergleich zum Costa Concordia-Drama mit mehr als 4200 Personen an Bord die Frage gestellt werden, ob nicht auch der Trend zu einem Schiffsgigantismus die Kreuzfahrtbranche zerstören wird. Der derzeitige Imageschaden und auch die erneute Verunsicherung der Gäste sind auf alle Fälle ganz erheblich.
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Autor: Peter

alter Seebär und Kreuzfahrer

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