Mitsegeln – Mitanfassen – Miterleben

„Meer ja – Kreuzfahrtschiff nein“ , dies vertritt Uwe, ein alter „Segel-Hase“, und setzt sich dafür ein, dass er auch unerfahrene „Landratten“ für seinen geliebten Sport begeistern kann. „Was macht das Segeln so interessant“, frage ich Uwe, der gar nicht verstehen kann, dass es immer noch sportlich Aktive gibt, die abseits von „Kreuzfahrtzwängen“ nicht auch das Meer erleben wollen.  „Das Wetter bestimmt jeden Törn und bringt so tägliche Überraschungen mit sich. Dies macht das Segeln so interessant und keiner weiß im voraus, ob ein kleiner Hafen oder eine idyllische Bucht das nächste Ziel ist.“

Nun kommt  Uwe richtig ins Schwärmen.“Mitsegeln kann jeder, egal ob Anfänger oder Segelprofi. Ein mitreisender Skipper beteiligt sich stets an der Schiffsführung und leitet die Neulinge gerne an, damit sie in kurzer Zeit schon sicher das Steuer halten können.“

Bislang bevorzugte ich per Kreuzfahrt die Welt kennen zu lernen. Doch Uwe gibt sich alle Mühe, mir einen Segeltörn schmackhaft zu machen. „Hast du dich einmal für einen Törn entschlossen, kommst du immer wieder. Das Segeln wird zur Sucht. Und ich kann mir nichts Schöneres vorstellen.“

„Was ist auf einem Segelschiff anders als auf einem Kreuzfahrtschiff?“, will ich wissen. „Für manchen, vor allem für Segeltörn-Einsteiger, mag ja das Leben auf einer Yacht ungewohnt sein, aber solche Törns werden doch zu unkomplizierten Erlebnisreisen. Du bist zwar räumlich etwas beengt an Bord, doch braucht du keine Angst vor großer Nähe zu haben. Du kannst dich in deine Koje zurückziehen oder an Deck oder im Salon deine Leselektüre genießen. Am besten ist es aber, wenn du dich baldmöglichst zum Mittun entschließt und auch Kompromisse schließt.“

„Wie ist es mit der Seekrankheit?“ , frage ich. „Da brauchst du keine Angst zu haben. An Bord eines Segelschiffs wird die Seekrankheit selten ein Problem.“

„Kann jeder an Bord wirklich machen, was er will?“, ist meine nächste Frage. Eine plausible Antwort bleibt mir Uwe auch da nicht schuldig. „Der Skipper hat aus Sicherheitsgründen stets das letzte Wort, beteiligt sich „angemessen“ an der Yachtführung und gestaltet auf Grund seiner Erfahrung den Törn mit. Vor Beginn eines Törn wird ein Crewvertrag abgeschlossen, der in den Reisebedingungen das gegenseitige Verständnis und die Rücksichtsnahme präzisiert. „

Ich will Uwe zwar nicht auf den Zahn fühlen, möchte aber dennoch einiges wissen, bevor ich mich zu einem Törn entschließe. „Wer segelt eigentlich auf diesen Törn mit?“ Uwe könnte genügend Geschichten über den Umgang mit Segelkameraden erzählen, doch er geht auf meine Frage ein. „Auf den Segeltörns begegnen sich Menschen jeglichen Alters, wenn die Altersspanne auch meistens zwischen 25 und 50 Jahren liegt. Die Interessenten kommen entweder allein oder auch zu zweit. Aber auch viel Jüngere und Ältere kommen an Bord. Alle reizt das aktive Yachtleben.“

Uwe will mich unbedingt für einen Segeltörn gewinnen und legt mir daher sogleich einige Angebote vor:

23.05.-30.05.2009    –     Sardinien

Segelabenteuer für kleine und große Wasserratten

23.05. – 30.05.2009  –     Balearen

Umsegeln der Inseln, baden und schnorcheln

30.05.-06.06.2009    –     Sardinien

Unterwegs in wildromantischer Ursprünglichkeit

30.05.-13.06.2009

Pfingstaktivreise für die ganze Familie

30.05.-08.06.2009

In 9 Tagen von Kos nach Samos

04.07.-11.07.2009

Familientörn Türkei

04.07.-10.07.2009

Familiensegeltörn auf dem Ijsselmeer

18.07.-25.07.2009

Segeltörn Rhodos

Ob auch bei mir eine Begeisterung für Segeltörns ausgelöst werden kann, vielleicht sogar die Begeisterung für solche aktiven sportlichen Erlebnisse  erhalten bleibt und, wie mir Uwe versichert, „keine gruppen-bedingten Verschleißerscheinungen eintreten“ , kann nur die Praxis beantworten.

Also gilt auch für mich:

Mitsegeln – miterleben – mittun – berichten!

Werbung

Autor: Peter

alter Seebär und Kreuzfahrer

Schreibe einen Kommentar