Lust auf Kreuzfahrten scheint ungebrochen

Viel Wochen sind nunmehr vergangen, seit die Corona-Pandemie wie ein Blitz in die Welt der Kreuzfahrten eingeschlagen hat und nach vielen Jahren fortwährender Expansion zum absoluten Stillstand geführt hat.

Einige Flussreisen-Anbieter haben zwar zunächst mit einem zögerlichen Restart begonnen und auch die großen Reedereien blicken hoffnungsvoll auf die kommende Zeit nach der Pandemie. Die Buchungen für Kreuzfahrten haben ebenfalls wieder zugenommen, obwohl kein Zeitpunkt der Wiederaufnahme eines Regelbetrieb mit Sicherheit festgelegt werden kann. Die anscheinend gute Buchungslage scheint zu bestätigen, dass die Lust der Deutschen auf Kreuzfahrt ungebrochen ist. Anscheinend wird schon fleißig für 2021 gebucht.

Rücksprachen mit den Werften zeigen, dass diverse Reedereien ihren unglaublichen Appetit auf Wachstum längst gezügelt haben, so dass davon ausgegangen werden muss, dass sich Neubestellungen von Kreuzfahrtschiffen an die Entwicklung anpassen müssen und auch werden.

Buffets & Co sind Opfer der Pandemie

Buffets werden bis auf Weiteres der Pandemie zum Opfer fallen und auch an die Abstandsregelungen und das Tragen eines Mundschutzes werden sich die Gäste eine Weile halten müssen. Neue Sicherheits- und Hygienekonzepte werden künftig zum Schiffsalltag zählen.

Bei einem Restart wird sicherlich alles, was die Buffets betrifft, limitiert. Auf das ständige Säubern und Desinfizieren der Außen- und Treppenbereiche sowie aller öffentlichen Bereiche wird ebenfalls Aufmerksamkeit geschenkt. Die neuen Sicherheits- und Hygienekonzepte werden im Detail alles berücksichtigen, damit die Sicherheit und das Wohlbefinden der Gäste gewährleistet ist. Nicht alle erforderlichen Details können im vorhinein geplant werden, da die Redereien auch im besonderen abhängig von den Vorschriften in den verschiedenen Ländern abhängig sind. Trotz aller Bechränkungen bleibt die Lust der Gäste und Reedereien auf Kreuzfahrten ungebrochen.

Flussreisen Reedereien wagen den Restart im Juni 2020

Auf diesen Hinweis des Auswärtigen Amtes haben die Anbieter von Kreuzfahrten gewartet. „Von der Teilnahme an Kreuzfahrten wird aufgrund der besonderen Risiken dringend abgeraten.

Hiervon ausgenommen sind Flusskreuzfahrten innerhalb der EU bzw. Schengen mit besonderen Hygienekonzepten.“ Bei dieser Formulierung ist allerdings nicht ein Verbot gemeint, sondern lediglich eine dringende Empfehlung. Flussreisen können daher auf alle Fälle innerhalb von Deutschland in Abhängigkeit von den Regelungen der einzelnen Bundesländer angeboten und auch durchgeführt werden. Dies bedeutet, dass der komplette Lockdown offenbar ein Ende gefunden hat.

So wird auch gemeldet, dass die erste 13-tägige Flussreise der Schweizer Reederei Scylla an Bord der Nicko Vision nach dem Corona-Lockdown auf Donau, Main und den Rhein von Straubing nach Düsseldorf erfolgreich verlief und die Passagiere sich sehr zufrieden mit diesen Cruise-Erfahrungen und den neuen Sicherheitsstandards an Bord zeigten. Sehr rasch gewöhnten sich Passagiere und Crew an die Einbahn-Streckenführungen an Bord und auch an die regelmäßigen Temperaturmessungen. Die Schweizer Reederei ist sich sicher, dass die Flussreisen-Saison nunmehr unter den bekannten Bedingungen und Einschränkungen erfolgreich fortgeführt werden kann.

Der Bremer Kreuzfahrtanbieter Plantours Kreuzfahrten wird einen Restart der Flussreisen am 17. Juni 2020 mit der MS Sans Souci von Berlin-Spandau nach Kiel vornehmen und am 25. Juni 2020 mit dem Neubau MS Lady Diletta das Moseltal und die Loreley erkunden.

Die Flusskreuzfahrt-Reederei 1AVista startet am 30. Juni 2020 mit dem Flussschiff Vista Sky von Köln nach Passau. Auch das Bonner Unternehmen Phoenix Reisen hat bereits mehrere Flussreisen angekündigt, so beispielsweise mit der MS Switzerland die Flussreise „Rheinromantik und Moselzauber“ ab 26. Juni, mit der MS Andrea die Flussreise „Weinzauber entlang der Mosel“ ab 30. Juni 2020, mit der MS Aurelia die Flussreise „Donaugeflüster“ ab 2. Juli 2020, mit der MS Sofia die Flussreise „Donauimpressionen“ ab 3. Juli 2020 und weitere Flussreisen.

Hoffnung keimt wieder auf, dass mit der Akzeptanz der neuen Sicherheitsbestimmungen und Hygienemaßnahmen an Bord die Flussreisen – Saison wieder Fahrt aufnimmt, zumal bekannt geworden ist, dass Crew und Passagiere die neuen Herausforderungen an Bord der bereits erfolgten Flussreisen mit Bravour gemeistert haben und die Gäste nunmehr wieder in den Genuss von erlebnisreichen Flusskreuzfahrten auf den schönsten Wasserstraßen des Kontinents kommen können.

Skepsis zur Kreuzfahrt Zukunft bleibt bestehen

Der Corona-Schock sitzt tief. Die Flussreisen-Branche hat sich zwar, nachdem das Auswärtige Amt von der Teilnahme an Kreuzfahrten mit Ausnahme von Flusskreuzfahrten innerhalb der EU bzw. Schengen mit besonderen Hygienekonzepten dringend abgeraten hatte, wieder langsam Fahrt aufgenommen, doch die Skepsis zur Kreuzfahrt-Zukunft bleibt bestehen.

Bei Flussreisen kann jederzeit bei aufkeimenden Virus-Verdachtsmomenten von Land aus ein Arzt zu Rate gezogen und Hilfen eingesetzt werden, doch auf Kreuzfahrten, die dann zum Teil tagelang auf den Weltmeeren unterwegs sind und keine spezielle medizinische Hilfe in Anspruch nehmen können, wird der Kunde noch einen ganze Weile verzichten müssen. Erst, wenn funktionale Medikamente und Impfstoffe zur Verfügung stehen, kann es zu einem langsamen Restart kommen.

Wenn überhaupt, werden wohl die großen Kreuzfahrtschiffe zunächst lediglich Kurzreisen anbieten. Ein weiteres Hindernis sind dann wohl auch die für die abgesagten ausgegebenen Gutscheine. Die Kunden werden diese Gutscheine für zukünftige Kreuzfahrten einlösen, und die Reedereien müssten sich mit den wenigen Einnahmen über den Bordverkauf begnügen.

Schwimmende Kleinstädte werden wohl erst einmal nicht sehr gefragt sein

Viele Experten gehen des weiteren davon aus, dass die „schwimmenden Kleinstädte“ bei Wiederaufnahme des Seereisebetriebs kaum in Anspruch genommen würden. Anfangs wird der Kundenkreis nicht mehr die Größe der einstigen Kreuzfahrten erreichen können.

Skeptiker der Kreuzfahrt-Branche bringen die derzeitige Situation auf den Punkt, indem sie sich sicher scheinen, dass das laufende und auch das nächste Jahr einen erheblichen Einbruch in die Kreuzfahrtindustrie bringen werden. Vielleicht werden die Kunden bei äußerst attraktiven Angeboten sich zur Rückkehr entscheiden. Pessimismus und Optimismus halten sich derzeit noch nicht die Waage, zumal versierte Virologen davon ausgehen, dass bis zum Einsatz eines wirkungsvollen Impfstoffen wahrscheinlich noch 18 Monate vergehen werden.

A-Rosa Restart mit umfangreichem Hygiene- und Gesundheitskonzeptes

Der Flussreisen-Anbieter A-ROSA bot bislang stets stilvolle 4-Sterne-Flussreisen auf den schönsten Flüssen Europas an. Abseits vom hektischen Alltag konnten die Gäste die modernen Metropolen Bratislava, Budapest und Wien sowie die atemberaubenden Landschaften rund um Donau, Rhein, Rhône Seine und Douro erleben.

Doch während des corona-bedingten Zwangsstopps bemühte sich das Unternehmen, ein ausgewogenes Hygiene- und Gesundheitskonzept zu erstellen, um möglichst zeitnah wieder die ausgesetzten Flussreisen aufnehmen zu können.

Vor wenigen Tagen hat nun A-ROSA Kreuzfahrten erfolgreich den Restart auf dem Douro bestanden. An Bord der A-ROSA Alva sollen sich allerdings lediglich ca. zwei Dutzend Gäste befunden haben. Getestet wurde an Bord ein ausgeklügeltes Hygiene- und Gesundheitskonzept. Mit dieser ersten Flussreise auf dem Douro lag die Flussreisebranche zwar noch in den „Babyschuhen“, doch nach diesem erfolgreichen Restart in Portugal wurden weitere Flussreisen auf Rhein und Donau durchgeführt.

Ein erstes Fazit des Unternehmens belegt, dass das erste Feedback recht positiv ausgefallen ist. Für die unmittelbare Zukunft plant A-ROSA Kreuzfahrten weitere Flussreisen, wenn auch mit einer reduzieren Auslastung. Für die Sicherheit der Gäste sind die Sitzgruppen mit Abstand eingerichtet. Unter Beachtung der Hygienevorschriften können sogar die Pools und Fitnessräume benutzt werden. Ausflüge finden in kleineren Gruppen statt. Die Gäste müssen sich darauf einstellen, dass aufgrund von behördlichen Verordnungen oder sich verändernden Gegebenheiten vor Ort zu Anpassungen kommen wird.

Kreuzfahrt: Lockerungen zielen auf einen Restart

Gibt es bald einen Restart für Kreuzfahrten nach Corona? canva.com
Restart für Kreuzfahrten

Eine Lockerungswelle bietet der Covid-19-Pandemie die Stirn. Doch werden diese für alle Kunden positive Nachrichten bereits dadurch getrübt, dass mit den Lockerungen beispielsweise einem Kirchgang und/oder einem Schulbesuch wieder eine Zurücknahme der lange ersehnten Erleichterungen einhergehen. Lockerungen mit verbindlichen Auflagen werden aber zum Teil nicht mehr so ernst genommen und erneute behördlich angeordnete Schließungen sind die Folge.

Urlauber freuen sich auf ihren Urlaub

Der Urlauber, der sich nach mehrmonatigen Beschränkungen auf den Antritt eines Urlaubs freut, verfolgt die ständig sich ändernden Ankündigungen der Anbieter und ist auf die Reisewarnungen ins Ausland seitens des Auswärtigen Amtes angewiesen. Wer demnach in diesem Sommer eine Reise ins Ausland antritt, entscheidet sich auf seine eigene Verantwortung. Wie verlautet, wird Deutschland beispielsweise eine erneute großangelegte Rückholaktion in diesem Jahr nicht mehr durchführen.

Reedereien bereiten sich vor

Ein Blick auf die Anbieter von Flussreisen und Kreuzfahrten zeigt, dass die Reedereien und Reiseveranstalter gewissenhaft die aktuellen Entwicklungen unter dem Aspekt des Wohls und der Sicherheit aller Gäste und Besatzungsmitglieder beobachten und bewerten und daher auch bereits angekündigte Änderungen auf die dynamisch fortschreitenden Entwicklung anpassen, die Durchführbarkeit von Fluss- und Seereisen neu bewerten und die erforderlichen Anpassungen vornehmen.

Gehen Kreuzfahrten wieder ab Ende Juli los?

Ein Blick auf die Informationen der einzelnen Reedereien und Unternehmen zeigt, dass die Durchführungen der maritimen Reisen voraussichtlich erst zum Ende des Monats Juli 2020 möglich sein dürfte. Derzeit wird noch an einem umfangreichen und detaillierten Hygiene- und Gesundheitskonzept gearbeitet, das dann für alle Gäste verbindlich sein wird. Alle Anbieter arbeiten derzeit intensiv an einem Konzept für die zeitnahe Wiederaufnahme des Fluss- und Seereisebetriebs. Abhängig ist aber der Restart von der Erreichbarkeit der Häfen und den ländereigenen detaillierten Reisebestimmungen.

Eine monatelange Odyssee findet in Bremerhaven ein glückliches Ende

MS Artania zurück in Bremerhaven. Ende einer Odyssee canva.com

Die MS Artania war das letzte Kreuzfahrtschiff, das nach einer am 22. Dezember 2010 begonnenen Weltreise nach äußerst belastender Quarantäne und emotionaler Irrfahrt den Heimathafen Bremerhaven am 8. Juni 2020 erreichte. Die Weltreise nahm durch die ausgebrochene Corona- Pandemie im März ihr bitteres Ende in Australien.

In Fremantle durfte die MS Artania anlegen, Notausschiffungen erfolgten, die an Corona erkrankten Gäste wurden in Krankenhäusern gebracht, zwei Passagiere und auch ein Crewmitglied fanden leider den Tod.

Erst am 18. April durfte die MS Artania nach Ende der behördlich angewiesenen und überwachten Quarantäne Fremantle verlassen und trat mit 8 Passagieren – die restlichen Passagiere waren bereits mit vier von Phoenix Reisen gecharterten Flugzeugen nach Hause geflogen worden – und 403 Besatzungsmitglieder unter der umsichtigen Leitung des norwegischen Kapitäns Morten Hansen am 18 April 2020 die Heimreise an. Am 23. April durften 50 Crewmitglieder die Heimreise antreten, im Hafen von Manila nochmals 200 Besatzungsmitglieder.

Phoenix Fans fiebern im Internet mit

Die Phoenix-Fangemeinde verfolgte im Internet diese emotionale Odyssee „ihrer“ MS Artania und nutzte alle erreichbaren Quellen, um dieses einmalige Rückreise verfolgen zu können. So konnten die Fans auf dem Screenshot des Schiffsradars erkennen, dass die MS Artania ein seltsames Manöver fuhr. Glücklicherweise war dies aber keine Rettungsübung und auch kein Notfall, sondern Kapitän Morten Hansen zeichnete mit der MS Artania ein Herz aufs Meer, um allen Müttern einen ganz besonderen Muttertagsgruß zu senden.

Mit ganz besonderer Umsicht kümmerte sich Morten Hansen um Besatzungsmitglieder und die 8 Gäste, ließ jeden Tag die Temperatur aller an Bord befindlichen Personen kontrollieren. Die Crew war damit beschäftigt, das Schiff in gutem Zustand zu erhalten, und die wenigen Gäste hatten alsbald eine tägliche Routine entwickelt.

Glückliches Ende einer Odyssee in Bremerhaven

Am 8. Juni 2020 fand nunmehr diese einmalige Odyssee das glückliche Ende in Bremerhaven, und Morten Hansen begrüßte den Heimathafen Bremerhaven mit den Worten. „Ich bin so froh, die Tränen sind fast geflossen.“ Die MS Artania fährt nun nach Emden in die Werft, und alle wünschen dem umsichtigen und erfahrenen Kapitän Morten Hansen eine gesunde Heimkehr zu seiner Familie in Österreich, um dort am 10. Juni seinen Geburtstag feiern zu können.

Sammelklage gegen Kreuzfahrtunternehmen

Nach den ersten Schockwellen, die die Öffentlichkeit erschütterten, geraten immer mehr Details über Vergehen und Nachlässigkeiten an die Öffentlichkeit.

So hat beispielsweise die australische Polizei gegen die Betreiberfirma eines Kreuzfahrtschiffes, die trotz mehrerer Corona-Verdachtsfälle mehrere Hundert Passagiere im Hafen von Sydney von Bord gehen ließ, Ermittlungen erhoben. Trotz eines geltenden Anlegeverbots soll ein Anlegen des Kreuzfahrtschiffes erlaubt gewesen sein und damit hätten auch nahezu 3000 Passagiere das Schiff verlassen.

Einige hundert Passagiere seien später positiv auf das Coronavirus getestet worden. Erhoben wird der Vorwurf, dass die Schiffsbesatzung den Behörden den tatsächlichen Gesundheitszustand der Passagiere und Crewmitglieder verschwiegen hätten. Dies scheint allerdings kein Einzelfall zu sein.

Wie verlautet, sollen 63 Passagiere der „Grand Princess“ eine Sammelklage gegen den Kreuzfahrtkonzern erhoben haben. Diese Klage beinhaltet den Vorwurf, dass die Hygienemaßnahmen an Bord mangelhaft gewesen seien und die Passagiere der Folgereise über diese Zustände an Bord nicht informiert wurden. Bemängelt werde außerdem, dass das Kreuzfahrtschiff, auf dem in der zuvor erfolgten Kreuzfahrt mehr als 100 Personen an Corona erkrankten, nicht intensiv genug gereinigt wurde, bevor die Gäste der Folge-Kreuzfahrt an Bord gelassen wurden.

Leinen los für die MS Karlsruhe

Wie ein Blitz hat die Corona-Pandemie auch bei den Passagierschiffen eingeschlagen. Monatelang musste auch das Passagierschiff MS Karlsruhe pandemiebedingt im Karlsruher Hafen vor Anker liegen. Für die „schneeweiße Botschafterin“ der badischen Metropole ist nunmehr glücklicherweise nach dem Lockdown eine neue Zeit angebrochen.

Bei neuen Sicherheits- und Hygienekonzepten kann die badische Botschafterin nunmehr den Gästen entschleunigende Stunden auf dem Rhein bescheren. Normalerweise haben auf der MS Karlsruhe 600 Fahrgäste Platz, doch die MS Karlsruhe muss sich nunmehr zunächst auf ihren Ausfahrten mit maximal 150 Fahrgästen mit nunmehr auch üppigen Platzverhältnissen begnügen. Jeder zweite Tisch ist mit Klebefolien für die Gäste gesperrt. Pfeile auf dem Boden markieren die erforderlichen Laufrichtungen des Einbahnsystems.

Um den monatelangen Ausfall aufzufangen und die dringend benötigten Gelder zu generieren, fungiert das Fahrgastschiff Karlsruhe von montags bis samstags abends in der Zeit zwischen 17 und 23 Uhr als Restaurant. Bis 22 Uhr gibt es warme Küche.

Mit Zuversicht zum Kreuzfahrt Restart

Wer einmal positiv vom „Kreuzfahrtvirus“ infiziert wurde, lässt sich die Hoffnung auf ein glückliches Comeback der Kreuzfahrt-Erlebnisse nicht nehmen. Bevor die Covi-19-Pandemie die blühende Kreuzfahrtbranche zum Stillstand zwang, beherrschte eine Euphorie, die Buchungszahlen und ein nahezu ausufernder Schiffsneubau alle Beteiligten und Verantwortlichen. Die einst überschaubaren Kreuzfahrtschiffe mutierten zu gewaltigen Kleinstädten, die Ausstattungen überschritten nie zuvor bekannte Technologien und die Passagierzahlen nagten bald an der 6000-Grenze. Ein gigantisches Wachstum der modernen Mega-Kreuzfahrtschiffe ließ die Verantwortlichen zu Jubelstürmen hinreißen, denn trotz enorm gestiegener Reisepreise blieben Kreuzfahrten nicht mehr einer exklusiven Bevölkerungsschicht vorbehalten, sondern bildeten einen Massenmarkt.

Die Covid-19 Pandemie bringt die Branche zum Erliegen

Dann aber platzte zu Beginn des Jahres 2020 die „Bombe“. Die Covid-19-Pandemie bedrohte die gesamte Kreuzfahrtbranche mit einer gewaltigen Pleite, zwang sie zum Stillstand; Bilder von Kreuzfahrtschiffen, die auf den Weltmeeren auf der Suche nach einem sicheren Hafen herumirrten prägten sich ebenso in das Bewusstsein ein als auch die Berichte über die Folgen der für Kreuzfahrtschiffe behördlich angeordneten Quarantänen.

Nach diesem beispiellosen Absturz verbunden mit riesigen Kosten wurde allerdings die Hoffnung auf ein Wiedererstarken keinesfalls ausgelöscht. Mit Rückzahlungen, Gutscheinen und neuen Angeboten keimte auch die Zuversicht auf einen baldmöglichen Restart auf. Ermutigend ist sicherlich auch die Feststellung, dass nahezu lediglich ein Drittel der Kreuzfahrtgäste, die ein Reise gebucht hatten und von den unvermeidbaren Absagen der Kreuzfahrten betroffen wurden, ihr Geld nicht zurück verlangten, sondern einen kleinen Beitrag zur Liquididätssicherung der Kreuzfahrtanbieter leisteten und damit auch ihre Verbundenheit zum Anbieter dokumentierten.

Kreuzfahrten lassen sich nicht unterkriegen

Die gewaltigen Anstrengungen zur Verbesserung der Sicherheits- und Hygienemaßnahmen führten bereits zu positiven Buchungstrends. Der durch die Pandemie ausgelösten Starre folgte – wenn auch mit kleinen Schritten – eine Zuversicht. Eines ist aber auch auf alle Fälle klar. Das bisher bewohnte Kreuzfahrt-Erlebnis wird es nicht mehr geben. „Social Distancing“ wird bei einer Wiederaufnahme des Kreuzfahrt-Betriebs bleiben müssen. Liebgewonnene Gewohnheiten müssen einem Sicherheits- und Hygienekonzept weichen. Ein Händeschütteln mit dem Kapitän wird ebenso der Vergangenheit angehören, wie Unterhaltungs- und Ausflugsangebote für größere Gruppen. Doch die Gäste werden diese Einschränkungen akzeptieren.

Arosa Neustart

Neustart mit umfangreichem Hygiene- und Gesundheitskonzept

Die Rostocker A-ROSA Flussschiff GmbH hat vor dem Eintritt in die „neue Normalität“ die Umsetzung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln an Bord ihrer Schiffe bis ins Detail definiert und über 20 Maßnahmen prognostiziert, damit nach Ende der Corona-Pandemie der Restart problemlos beginnen kann. A-ROSA ist sich sicher, dass auf ihren verhältnismäßig kleinen Flussschiffen mit verhältnismäßig wenigen Gästen sich die erforderlichen Hygiene- und Abstandsregeln sehr gut realisieren lassen. Damit auch weiterhin die Sicherheit und das Wohlergehen der Gäste und Besatzungsmitglieder höchste Priorität haben, wurden die notwendigen Vorgaben und Empfehlungen sorgfältig überprüft und angepasst. A-ROSA vertraut auch darauf, dass ihre Flussschiff-Flotte mit einer Raum-Luft-Anlage ausgestattet ist, die in den Kabinen die Frischluft von außen ansaugt, filtert und zuführt, so dass jeder Bereich und jede Kabine ihre eigene Abluft und Frischluftzufuhr hat.

Im einzelnen hat das eigens eingerichtete A-ROSA Care-Team bestehend aus internen und externen Spezialisten ein detailliertes Hygiene- und Gesundheitskonzept, das sich an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts orientiert, mit über 20 Maßnahmen erarbeitet.

Maßnahmen für Gäste vor Antritt der Flussreise

Überprüfung des Gesundheitszustandes der Gäste mittels einer Erklärung zur Reisetauglichkeit, Temperaturmessung und Kontrolle der Symptome. Alle Gäste werden dringend ersucht, nur anzureisen, wenn sie keine relevanten Symptome aufweisen.

Maßnahmen für die Gäste an Bord

Mittels Plakaten, Schiffsdurchsagen und Info-Videos werden den Gästen die neuen Verhaltensregeln kommuniziert.

An Bord gilt stets ein Mindestabstand von 1,5 Metern, der durch ein besonderes Wegleitsystem, durch entsprechende Bodenmarkierungen sowie durch eine reduzierte Auslastung der gastronomischen Bereiche ebenso umgesetzt wird wie auch durch eine geschickte Platzierung der Sitzgruppen.

Die Gäste nehmen alle Mahlzeiten am fest zugewiesenen Tisch und zu je zwei versetzten Zeiten ein. Getränkebestellungen werden direkt am Tisch aufgenommen und auch dorthin gebracht.

Es wird besonders darauf geachtet, dass alle Angebote im SPA-ROSA zunächst reduziert und unter Beachtung der festgelegten Hygiene- und Abstandsregeln durchgeführt werden. Allerdings bleibt der Saunabereich geschlossen.

Alle Unterhaltungsprogramme werden kontaktlos gestaltet und zeitlich gestaffelt angeboten.

Reduziert werden ebenso die Gruppengrößen bei Landausflügen.

In allen öffentlichen Bereichen müssen die Gäste durchgängig auf eine Mund- und Nasen-Bedeckung achten. Diese Verpflichtung gilt aber nicht zu den Essenszeiten und in den Freiluftbereichen.

Allgemeine Maßnahmen

An allen Eingängen des Schiffs, zu den Restaurants, zum Sonnendeck, zur Lounge und zu den diversen Arbeitsbereichen werden wirksame Desinfektionsmittel bereitgestellt und auch deren Nutzung regelmäßig kontrolliert.

Zuständig für die Durchführung und Einhaltung der festgelegte Regularien ist das spezielle Care-Team sowie ein Hygienemanager.

Wichtig ist auch, dass die Reinigungs- und Desinfektionsintervalle verdichtet und intensiviert werden.

Verzichtet wird auf Menükarten, Besteckständer, Papierauslagen und Dekorationen.

Der Zutritt von Externen wird nunmehr auf das notwendige Minimum beschränkt.

Maßnahmen für die Crew

Für die Besatzungsmitglieder werden in speziellen Handbüchern alle erforderlichen Regularien aufgeführt, per E-Learning und auch Vor-Ort-Schulung eingeübt.

Für die Besatzungsmitglieder gibt es versetzte Arbeits-, pausen- und Essenszeiten.

Sichergestellt wird die regelmäßige Reinigung der persönlichen Arbeitskleidung durch die Bordwäscherei.

Der Arbeitsschutz wird den spezifischen Pandemiebedingungen angepasst, ggf. auch durch das Anbringen von Plexiglasschutz in allen Bereichen.