Die Postschiffe der Hurtigruten sind wieder in Norwegen unterwegs

Sonnenuntergang auf Kreuzfahrt in Norwegen

Hurtigruten, der weltweit führende Anbieter von Expeditions-Seereisen, der seit 1893 in polaren Gewässern unterwegs ist, rechnet mit der Aufhebung der norwegischen Reisebeschränkungen zum 15. Juli 2020, so dass dann auch deutsche Gäste an Bord der berühmten Postschiffe die norwegische Küste erkunden können. Bereits im vergangenen Monat konnte Hurtigruten ihren norwegischen Gästen einen erfolgreichen Start der Seereisen anbieten. Mittlerweile fährt Hurtigruten den Linienbetrieb mit vier Schiffen bei reduzierter Kapazität und unter strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen.

Nun plant Hurtigruten im August und September mit 14 von 16 Schiffen Reisen an der norwegischen Küste zwischen Bergen und Kirkenes durchführen. Bereits Ende September 2020 sollen dann bereits elf Postschiffe mit der „ schönsten Seereise der Welt“ ihre Gäste wieder erfreuen können.

Mit dem brandneuen Hybrid-Expeditionsschiff Fridtjof Nansen begeisterte die Reederei bereits am 26. Juni 2020 mit der ersten von sechs Seereisen mit Kurs auf die norwegische Küste.

Bereits in den zurückliegenden Jahren konnte Hurtigruten mit ihren Seereisen die klassischen Höhepunkte wie die Umrundung des Nordkaps, Einfahrten in den Geiranger- und den Trollfjord und Fahrten zur Inselgruppen der Lofoten ihre Gäste begeistern. Nun sollen auch wieder die deutschen Gäste mit dem Hybrid-Expeditionsschiff ab Hamburg die Reisen zu den norwegischen Fjorden erleben dürfen. Geplant sind Einfahrten zu neuen spektakulären Fjorde und der Besuch von Inseln, die abseits der ursprünglichen Hurtigruten-Route liegen.

Seit je her nimmt bei Hurtigruten die Gesundheit und Sicherheit der Gäste und Crew höchste Priorität ein. Die bisherigen umfassenden Hygiene- und Sicherheitsstandard wurden nunmehr durch neue Maßnahmen ergänzt, so beispielsweise durch eine reduzierte Gästekapazität, eine konsequente Abstandswahrung, strenge Hygieneprotokolle, Gesundheitskontrollen und Gesundheitsscreenings, häufige Temperaturmessungen an Bord. Auf der Grundlage von Reiserichtlinien der lokalen Regierung können allerdings Reiseroute und Ausflüge geändert werden.

Phoenix Reisen überzeugt mit neuem Hygiene- und Sicherheitskonzept für Flussreisen

Hygiene- und Sicherheitskonzept auf Phoenix Kreuzfahrten canvas

Mit Stand vom 29. Mai 2020 hat das Bonner Unternehmen Phoenix Reisen wichtige Informationen für ihre Gäste publiziert, die wir nachstehend unverändert übernehmen:

„Gerade in den heutigen Zeiten mit allen bestehenden behördlichen Auflagen und Vorgaben für das soziale Miteinander herrscht bei jeder noch so großen Vorfreude eine gewisse Unsicherheit, was das Reisen angeht, die wir Ihnen gern nehmen möchten. Wir sind uns der Verantwortung gegenüber unseren Gästen und der Schiffsbesatzung bewusst. Wir versichern Ihnen, dass wir gemeinsam mit unseren Reedereipartnern alles Erdenkliche tun, um Ihre Flusskreuzfahrt zu einem sicheren und wunderschönen Erlebnis werden zu lassen. Dies bedeutet neben der Umsetzung aller aktuellen behördlichen Vorgaben auch das Reisen mit reduzierter Gästezahl, um allen Gästen den gewohnten Komfort bieten zu können.

 Bereits vor Corona waren die Hygiene- und Sicherheitsstandards an Bord der Phoenix Schiffe hoch und wurden stets eingehalten. All unsere Partner wie auch wir sind mit den herrschenden Abläufen in Bezug auf die Hygiene und Sicherheit an Bord eines Schiffes bestens vertraut. Natürlich wurden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die besondere Situation rund um Covid-19 mit Schulungen vorbereitet. Auch kommen alle Besatzungsmitglieder mit einem entsprechenden Gesundheitszeugnis an Bord.

 Die Freude am Reisen soll Ihnen bitte erhalten bleiben, dafür möchten wir sorgen. Eine Flusskreuzfahrt ist eine traumhafte Reiseform, auf die Sie sich mit aller Vorfreude und einigen aktuellen Hinweisen sehr gut vorbereiten können. Wir machen Sie heute mit wichtigen offiziellen Informationen vertraut, die für Ihre Voraborganisation wie auch den Ablauf an Bord und an Land zu beachten sind. Überdies erhalten Sie an Bord natürlich von Ihrer Phoenix-Kreuzfahrtleitung wie gewohnt auch weitere Informationen.

 Wir sind sicher, dass wir alle gemeinsam dazu beitragen, dass Sie wunderbare Tage an Bord verleben können.

 Wir freuen uns sehr, Sie bald an Bord begrüßen zu dürfen.
Willkommen an Bord! – Willkommen zu Hause!

Vor Ihrer Flusskreuzfahrt

• In Ihren Reiseunterlagen finden Sie alle wichtigen und interessanten Informationen zu Ihrer bevorstehenden Flusskreuzfahrt, die Ihre Vorfreude sicherlich steigern.
• Bitte beachten Sie, dass Sie nur an der Flusskreuzfahrt teilnehmen können, wenn Sie keine typischen Symptome der Covid-19-Erkrankung wie Erkältungserscheinungen, erhöhte Temperatur, o.ä. aufweisen. Sollten Sie derlei Symptome aufweisen, kontaktieren Sie bitte in Ihrem eigenen und dem Interesse Ihrer Mitmenschen Ihren Hausarzt sowie im Anschluss auch uns.
• Bitte denken Sie daran, geeigneten und genügend Mund-/Nasenschutz einzupacken, sowohl in Ihr Hand- wie auch Reisegepäck.


• Da es uns aufgrund der behördlichen Vorgaben zurzeit nicht möglich ist, Ihnen die Schiffsbibliothek zur Verfügung zu stellen, empfehlen wir Ihnen, persönliche Lektüre von zu Hause mitzunehmen.

Anreise / Einschiffung

• Falls Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder über Phoenix organisiert per Bus oder Flug anreisen, denken Sie bitte an passenden Mund-/Nasenschutz. Bitte orientieren Sie sich an den geltenden Richtlinien des jeweiligen Transportunternehmens bzw. der Fluggesellschaft.
• In Ihren Reiseunterlagen befindet sich ein Fragebogen zu Ihrem Gesundheitszustand und Ihrer Befindlichkeit, den Sie bitte erst am Tag der Einschiffung ausfüllen und vollständig ausgefüllt zum Schiff mitbringen.
• Die Einschiffungszeit wurde auf den Zeitraum von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr ausgeweitet, so dass alle Gäste bequem und stressfrei ihre Kabine beziehen können.
• Die Einschiffung erfolgt nach den behördlichen Vorgaben mit dem einzuhaltenden Mindestabstand und ggf. mit behördlich vorgegebenen weiteren Schutzmaßnahmen seitens der Besatzung.
• Bevor Sie an Bord gehen, erfolgt eine kontaktlose und schnelle Messung Ihrer Körpertemperatur und das sorgfältige Händedesinfizieren. Ist Ihre Körpertemperatur erhöht oder zeigen Sie andere typische Symptome ist die Schiffsleitung dazu verpflichtet, Ihnen zunächst die Einschiffung an Bord verweigern zu müssen.
• Nur gebuchte Gäste sowie die Besatzung dürfen das Schiff betreten. Schiffsbesuche sind während der Reise nicht erlaubt.
• Ihr Handgepäck nehmen Sie bitte selbst mit an Bord. Ihr weiteres Reisegepäck wird von der Besatzung am Griff desinfiziert und vor Ihre Kabinentür gestellt. Wir empfehlen Ihnen in diesem Zusammenhang für die sichere Beförderung von Ihrem Zuhause bis zum Schiff den Gepäckservice unseres Partners TeFra (Informationen liegen den Reiseunterlagen bei).

An Bord

• Sowohl Passagiere als auch Besatzungsmitglieder sind aufgrund der behördlichen Verordnungen verpflichtet, in öffentlichen Bereichen einen geeigneten Mund-/Nasenschutz zu tragen. Nach Erreichen Ihres Sitzplatzes im Innenbereich können Sie Ihre Maske gern ablegen. Auf den Außen- und Sonnendecks können Sie überall gern mit dem nötigen Mindestabstand ohne Maske die Aussicht genießen. Die Maskenpflicht gilt dort nur für die Besatzung.
• Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen werden im permanenten Rhythmus von der Besatzung durchgeführt, Handdesinfektionsständer stehen für Sie bereit.
• Zu Ihrer Information sind vorsorglich für einfachere Abläufe an Bord vorgegebene Streckenläufe ausgeschildert.
• Alle Phoenix Flusskreuzfahrtschiffe sind mit einer Belüftungs-/Klimaanlage ausgestattet, deren Systeme nicht miteinander verbunden sind. In den öffentlichen Bereichen sind die Klimaanlagen während der Reisen so eingerichtet, dass sie mit 100-prozentiger Außenluftzufuhr funktionieren, so dass keine Luft zirkuliert.
• Auch die Klimaanlage in den einzelnen Kabinen funktioniert mit 100 Prozent Außenluft. Diese Luft zirkuliert dann nur in der jeweiligen Kabine und kann nach persönlichem Bedarf aufgeheizt oder herabgekühlt werden. Die Filter der Klimaanlagen werden an jedem Aus-/Einschiffungstag gewechselt.
• Die öffentlichen Toiletten bleiben für die Dauer der Reise geschlossen. Bitte benutzen Sie die Toilette in Ihrer Kabine.
• Wir freuen uns, Ihnen unsere Wellnessangebote wie Friseur, Fitness und Massage sowie vorhandene Whirlpools weiterhin offerieren zu können. Bitte beachten Sie, dass die Nutzung nach erfolgter Voranmeldung an Bord ermöglicht wird.
• Geschultes Personal führt die obligatorischen Gesundheitschecks für Gäste und Besatzung durch und misst in regelmäßigen Abständen kontaktlos ihre Temperatur.
• An Bord stehen Covid-19-Schnelltests zur Verfügung, falls durch eventuelle Verdachtsfälle ärztliche Maßnahmen erforderlich werden.
• Um den behördlich vorgegebenen Mindestabstand einzuhalten, wird Ihnen für die Dauer Ihrer Flusskreuzfahrt ein fester Sitzplatz im Restaurant zugewiesen. Sie erhalten einen Zweiertisch, auf Wunsch auch einen Tisch für mehrere Personen. Wenn Sie mit bestimmten Personen gemeinsam am Tisch sitzen mögen, bitten wir um Ihre diesbezügliche Information bis spätestens 10 Tage vor Reiseantritt. Ihre Tischnummer erhalten Sie an Bord.
• Alle Mahlzeiten und Getränke in den Restaurants und Salons werden in gewohnt hohem Standard am Tisch serviert.
• Während Ihrer Flusskreuzfahrt können Sie auch ganz individuell und bequem in Ihrer Kabine die kulinarischen Leckereien der Speisekarte genießen. Hierfür steht Ihnen ein ständiger Kabinenservice zur Verfügung, der Ihnen während der Restaurantzeiten Speisen und auch Getränke von 07:00 – 24:00 Uhr direkt in die Kabine liefert. Natürlich liefern wir Ihnen ebenso gern auf Wunsch den Phoenix-Nachmittagskaffee/-Tee und den Phoenix-Mitternachtssnack in Ihre Kabine.
• Eine Reinigung Ihrer Kabine erfolgt wie gewohnt zwei Mal täglich in Ihrer Abwesenheit.
• In Ihrer Kabine finden Sie einen Spender für Handdesinfektion vor. Bitte nutzen Sie diesen regelmäßig beim Verlassen und Betreten Ihrer Kabine.
• Wir empfehlen Ihnen, Zahlungen an Bord, auch die Endabrechnung, bargeldlos per GiroCard oder Kreditkarte zu erledigen.

Ausflüge & Landgänge

• An Bord wie auch an Land freut man sich sehr auf Sie. Alle Flusskreuzfahrtenziele bieten viel Interessantes und Sehenswertes, das Sie erkunden können.
• Unser attraktives Ausflugsangebot können Sie bereits online vorab über „Mein Phoenix“ buchen.
• Während der jeweiligen Liegezeiten können Sie natürlich auch individuell lt. Bordinformation an Land gehen. Informationen und Tipps zu privaten Landgängen hält Ihre Phoenix-Kreuzfahrtleitung gern an Bord für Sie bereit.
• Auch für gebuchte Ausflüge gelten die geltenden Hygienevorschriften. Die maximale Teilnehmerzahl wird je nach Ausflug und Durchführbarkeit an Bord bekannt gegeben.
• Das Ihnen zur Verfügung gestellte Audiosystem für Ausflüge erhalten Sie in desinfiziertem Zustand, es verbleibt bis zum Ende der Kreuzfahrt bei Ihnen. Bitte geben Sie es vor der Ausschiffung am Abreisetag wieder ab.
• Bitte achten Sie an Land auf die behördlichen Vorgaben wie Mindestabstand und tragen, wo nötig, entsprechenden Mund-/Nasenschutz.
• Bitte reinigen Sie bei jeder Rückkehr an Bord Ihre Hände.

Wir sind sicher, dass Sie die Tage während Ihrer Flusskreuzfahrt genießen werden. Freuen Sie sich auf die typische Phoenix Atmosphäre mit allen Annehmlichkeiten und den gewohnt hohen Phoenix Standard.

Sämtliche Regelungen in diesem Hygienekonzept, die von den ausgeschriebenen Leistungsmerkmalen auf Ihrem gebuchten Schiff abweichen, richten sich nach den aktuellen behördlichen Vorgaben und gelten vorübergehend bis zur gesetzlichen Aufhebung. Änderungen werden tagesaktuell berücksichtigt und an Bord umgesetzt. Bitte beachten Sie, dass der Inhalt sich geringfügig von Schiff zu Schiff unterscheiden kann.“

(Quelle: Phoenix Reisen 20.05.2020)

Geglückter Restart, aber auch mit Rückschlägen bei Flusskreuzfahrten

Die ersten Flussreiseanbieter haben ihre Planungen realisieren können. Mitte Juni hat A-ROSA ihren Restart erfolgreich vollzogen. An Bord weilten einige Gruppen und FIT-Gäste, die zur Umsetzung des Sicherheits- und Hygienekonzepts ein erfreuliches Feedback gaben.

Auch Nicko Cruises zählte zu den ersten Anbietern von Flussreisen wegen der Corona-Pandemie. Doch leider musste der Anbieter einen herben Rückschlag hinnehmen. Die aktuelle Reise der Rhein Symphonie musste wegen eines Maschinenschadens abgesagt werden. Als Ersatz soll nunmehr die River Voyager eingesetzt werden.

Während die Anbieter von Flussreisen den Kreuzfahrt-Anbietern bereits ein paar Schritte voraus sind, komplettieren sich allmählich die Reihen der Flussreisen-Anbieter. Auch das Bonner Unternehmen Phoenix Reisen hat auf dem Fluss wieder den Betrieb aufgenommen. Mit der MS Switzerland war der Bonner Reiseveranstalter auf dem Rhein und der Mosel unterwegs.

Alle Anbieter haben ein detailliertes Sicherheits- und Hygienekonzept entwickelt, damit sie der Sicherheit ihrer Gäste höchste Priorität einräumen können. Dazu gehört u.a. das Ausfüllen eines Gesundheitsfragebogens, die Messung der Körpertemperatur, das Tragen eines Mund-Nasenschutzes in den öffentlichen Bereichen und auch die Einhaltung des Mindestabstandes.

Mit den ersten positiven Erfahrungen verbindet sich aber auch die Hoffnung, dass sich auf den Schiffen nicht die Nachlässigkeit bei der Beachtung erforderlicher Maßnahmen zur Vermeidung einer weiteren Verbreitung des Corona-Virus einschleicht, die bereits vielerorts leider wieder zu beobachten ist.

Lust auf Kreuzfahrten scheint ungebrochen

Viel Wochen sind nunmehr vergangen, seit die Corona-Pandemie wie ein Blitz in die Welt der Kreuzfahrten eingeschlagen hat und nach vielen Jahren fortwährender Expansion zum absoluten Stillstand geführt hat.

Einige Flussreisen-Anbieter haben zwar zunächst mit einem zögerlichen Restart begonnen und auch die großen Reedereien blicken hoffnungsvoll auf die kommende Zeit nach der Pandemie. Die Buchungen für Kreuzfahrten haben ebenfalls wieder zugenommen, obwohl kein Zeitpunkt der Wiederaufnahme eines Regelbetrieb mit Sicherheit festgelegt werden kann. Die anscheinend gute Buchungslage scheint zu bestätigen, dass die Lust der Deutschen auf Kreuzfahrt ungebrochen ist. Anscheinend wird schon fleißig für 2021 gebucht.

Rücksprachen mit den Werften zeigen, dass diverse Reedereien ihren unglaublichen Appetit auf Wachstum längst gezügelt haben, so dass davon ausgegangen werden muss, dass sich Neubestellungen von Kreuzfahrtschiffen an die Entwicklung anpassen müssen und auch werden.

Buffets & Co sind Opfer der Pandemie

Buffets werden bis auf Weiteres der Pandemie zum Opfer fallen und auch an die Abstandsregelungen und das Tragen eines Mundschutzes werden sich die Gäste eine Weile halten müssen. Neue Sicherheits- und Hygienekonzepte werden künftig zum Schiffsalltag zählen.

Bei einem Restart wird sicherlich alles, was die Buffets betrifft, limitiert. Auf das ständige Säubern und Desinfizieren der Außen- und Treppenbereiche sowie aller öffentlichen Bereiche wird ebenfalls Aufmerksamkeit geschenkt. Die neuen Sicherheits- und Hygienekonzepte werden im Detail alles berücksichtigen, damit die Sicherheit und das Wohlbefinden der Gäste gewährleistet ist. Nicht alle erforderlichen Details können im vorhinein geplant werden, da die Redereien auch im besonderen abhängig von den Vorschriften in den verschiedenen Ländern abhängig sind. Trotz aller Bechränkungen bleibt die Lust der Gäste und Reedereien auf Kreuzfahrten ungebrochen.

Flussreisen Reedereien wagen den Restart im Juni 2020

Auf diesen Hinweis des Auswärtigen Amtes haben die Anbieter von Kreuzfahrten gewartet. „Von der Teilnahme an Kreuzfahrten wird aufgrund der besonderen Risiken dringend abgeraten.

Hiervon ausgenommen sind Flusskreuzfahrten innerhalb der EU bzw. Schengen mit besonderen Hygienekonzepten.“ Bei dieser Formulierung ist allerdings nicht ein Verbot gemeint, sondern lediglich eine dringende Empfehlung. Flussreisen können daher auf alle Fälle innerhalb von Deutschland in Abhängigkeit von den Regelungen der einzelnen Bundesländer angeboten und auch durchgeführt werden. Dies bedeutet, dass der komplette Lockdown offenbar ein Ende gefunden hat.

So wird auch gemeldet, dass die erste 13-tägige Flussreise der Schweizer Reederei Scylla an Bord der Nicko Vision nach dem Corona-Lockdown auf Donau, Main und den Rhein von Straubing nach Düsseldorf erfolgreich verlief und die Passagiere sich sehr zufrieden mit diesen Cruise-Erfahrungen und den neuen Sicherheitsstandards an Bord zeigten. Sehr rasch gewöhnten sich Passagiere und Crew an die Einbahn-Streckenführungen an Bord und auch an die regelmäßigen Temperaturmessungen. Die Schweizer Reederei ist sich sicher, dass die Flussreisen-Saison nunmehr unter den bekannten Bedingungen und Einschränkungen erfolgreich fortgeführt werden kann.

Der Bremer Kreuzfahrtanbieter Plantours Kreuzfahrten wird einen Restart der Flussreisen am 17. Juni 2020 mit der MS Sans Souci von Berlin-Spandau nach Kiel vornehmen und am 25. Juni 2020 mit dem Neubau MS Lady Diletta das Moseltal und die Loreley erkunden.

Die Flusskreuzfahrt-Reederei 1AVista startet am 30. Juni 2020 mit dem Flussschiff Vista Sky von Köln nach Passau. Auch das Bonner Unternehmen Phoenix Reisen hat bereits mehrere Flussreisen angekündigt, so beispielsweise mit der MS Switzerland die Flussreise „Rheinromantik und Moselzauber“ ab 26. Juni, mit der MS Andrea die Flussreise „Weinzauber entlang der Mosel“ ab 30. Juni 2020, mit der MS Aurelia die Flussreise „Donaugeflüster“ ab 2. Juli 2020, mit der MS Sofia die Flussreise „Donauimpressionen“ ab 3. Juli 2020 und weitere Flussreisen.

Hoffnung keimt wieder auf, dass mit der Akzeptanz der neuen Sicherheitsbestimmungen und Hygienemaßnahmen an Bord die Flussreisen – Saison wieder Fahrt aufnimmt, zumal bekannt geworden ist, dass Crew und Passagiere die neuen Herausforderungen an Bord der bereits erfolgten Flussreisen mit Bravour gemeistert haben und die Gäste nunmehr wieder in den Genuss von erlebnisreichen Flusskreuzfahrten auf den schönsten Wasserstraßen des Kontinents kommen können.

Skepsis zur Kreuzfahrt Zukunft bleibt bestehen

Der Corona-Schock sitzt tief. Die Flussreisen-Branche hat sich zwar, nachdem das Auswärtige Amt von der Teilnahme an Kreuzfahrten mit Ausnahme von Flusskreuzfahrten innerhalb der EU bzw. Schengen mit besonderen Hygienekonzepten dringend abgeraten hatte, wieder langsam Fahrt aufgenommen, doch die Skepsis zur Kreuzfahrt-Zukunft bleibt bestehen.

Bei Flussreisen kann jederzeit bei aufkeimenden Virus-Verdachtsmomenten von Land aus ein Arzt zu Rate gezogen und Hilfen eingesetzt werden, doch auf Kreuzfahrten, die dann zum Teil tagelang auf den Weltmeeren unterwegs sind und keine spezielle medizinische Hilfe in Anspruch nehmen können, wird der Kunde noch einen ganze Weile verzichten müssen. Erst, wenn funktionale Medikamente und Impfstoffe zur Verfügung stehen, kann es zu einem langsamen Restart kommen.

Wenn überhaupt, werden wohl die großen Kreuzfahrtschiffe zunächst lediglich Kurzreisen anbieten. Ein weiteres Hindernis sind dann wohl auch die für die abgesagten ausgegebenen Gutscheine. Die Kunden werden diese Gutscheine für zukünftige Kreuzfahrten einlösen, und die Reedereien müssten sich mit den wenigen Einnahmen über den Bordverkauf begnügen.

Schwimmende Kleinstädte werden wohl erst einmal nicht sehr gefragt sein

Viele Experten gehen des weiteren davon aus, dass die „schwimmenden Kleinstädte“ bei Wiederaufnahme des Seereisebetriebs kaum in Anspruch genommen würden. Anfangs wird der Kundenkreis nicht mehr die Größe der einstigen Kreuzfahrten erreichen können.

Skeptiker der Kreuzfahrt-Branche bringen die derzeitige Situation auf den Punkt, indem sie sich sicher scheinen, dass das laufende und auch das nächste Jahr einen erheblichen Einbruch in die Kreuzfahrtindustrie bringen werden. Vielleicht werden die Kunden bei äußerst attraktiven Angeboten sich zur Rückkehr entscheiden. Pessimismus und Optimismus halten sich derzeit noch nicht die Waage, zumal versierte Virologen davon ausgehen, dass bis zum Einsatz eines wirkungsvollen Impfstoffen wahrscheinlich noch 18 Monate vergehen werden.

A-Rosa Restart mit umfangreichem Hygiene- und Gesundheitskonzeptes

Der Flussreisen-Anbieter A-ROSA bot bislang stets stilvolle 4-Sterne-Flussreisen auf den schönsten Flüssen Europas an. Abseits vom hektischen Alltag konnten die Gäste die modernen Metropolen Bratislava, Budapest und Wien sowie die atemberaubenden Landschaften rund um Donau, Rhein, Rhône Seine und Douro erleben.

Doch während des corona-bedingten Zwangsstopps bemühte sich das Unternehmen, ein ausgewogenes Hygiene- und Gesundheitskonzept zu erstellen, um möglichst zeitnah wieder die ausgesetzten Flussreisen aufnehmen zu können.

Vor wenigen Tagen hat nun A-ROSA Kreuzfahrten erfolgreich den Restart auf dem Douro bestanden. An Bord der A-ROSA Alva sollen sich allerdings lediglich ca. zwei Dutzend Gäste befunden haben. Getestet wurde an Bord ein ausgeklügeltes Hygiene- und Gesundheitskonzept. Mit dieser ersten Flussreise auf dem Douro lag die Flussreisebranche zwar noch in den „Babyschuhen“, doch nach diesem erfolgreichen Restart in Portugal wurden weitere Flussreisen auf Rhein und Donau durchgeführt.

Ein erstes Fazit des Unternehmens belegt, dass das erste Feedback recht positiv ausgefallen ist. Für die unmittelbare Zukunft plant A-ROSA Kreuzfahrten weitere Flussreisen, wenn auch mit einer reduzieren Auslastung. Für die Sicherheit der Gäste sind die Sitzgruppen mit Abstand eingerichtet. Unter Beachtung der Hygienevorschriften können sogar die Pools und Fitnessräume benutzt werden. Ausflüge finden in kleineren Gruppen statt. Die Gäste müssen sich darauf einstellen, dass aufgrund von behördlichen Verordnungen oder sich verändernden Gegebenheiten vor Ort zu Anpassungen kommen wird.

Kreuzfahrt: Lockerungen zielen auf einen Restart

Gibt es bald einen Restart für Kreuzfahrten nach Corona? canva.com
Restart für Kreuzfahrten

Eine Lockerungswelle bietet der Covid-19-Pandemie die Stirn. Doch werden diese für alle Kunden positive Nachrichten bereits dadurch getrübt, dass mit den Lockerungen beispielsweise einem Kirchgang und/oder einem Schulbesuch wieder eine Zurücknahme der lange ersehnten Erleichterungen einhergehen. Lockerungen mit verbindlichen Auflagen werden aber zum Teil nicht mehr so ernst genommen und erneute behördlich angeordnete Schließungen sind die Folge.

Urlauber freuen sich auf ihren Urlaub

Der Urlauber, der sich nach mehrmonatigen Beschränkungen auf den Antritt eines Urlaubs freut, verfolgt die ständig sich ändernden Ankündigungen der Anbieter und ist auf die Reisewarnungen ins Ausland seitens des Auswärtigen Amtes angewiesen. Wer demnach in diesem Sommer eine Reise ins Ausland antritt, entscheidet sich auf seine eigene Verantwortung. Wie verlautet, wird Deutschland beispielsweise eine erneute großangelegte Rückholaktion in diesem Jahr nicht mehr durchführen.

Reedereien bereiten sich vor

Ein Blick auf die Anbieter von Flussreisen und Kreuzfahrten zeigt, dass die Reedereien und Reiseveranstalter gewissenhaft die aktuellen Entwicklungen unter dem Aspekt des Wohls und der Sicherheit aller Gäste und Besatzungsmitglieder beobachten und bewerten und daher auch bereits angekündigte Änderungen auf die dynamisch fortschreitenden Entwicklung anpassen, die Durchführbarkeit von Fluss- und Seereisen neu bewerten und die erforderlichen Anpassungen vornehmen.

Gehen Kreuzfahrten wieder ab Ende Juli los?

Ein Blick auf die Informationen der einzelnen Reedereien und Unternehmen zeigt, dass die Durchführungen der maritimen Reisen voraussichtlich erst zum Ende des Monats Juli 2020 möglich sein dürfte. Derzeit wird noch an einem umfangreichen und detaillierten Hygiene- und Gesundheitskonzept gearbeitet, das dann für alle Gäste verbindlich sein wird. Alle Anbieter arbeiten derzeit intensiv an einem Konzept für die zeitnahe Wiederaufnahme des Fluss- und Seereisebetriebs. Abhängig ist aber der Restart von der Erreichbarkeit der Häfen und den ländereigenen detaillierten Reisebestimmungen.

Eine monatelange Odyssee findet in Bremerhaven ein glückliches Ende

MS Artania zurück in Bremerhaven. Ende einer Odyssee canva.com

Die MS Artania war das letzte Kreuzfahrtschiff, das nach einer am 22. Dezember 2010 begonnenen Weltreise nach äußerst belastender Quarantäne und emotionaler Irrfahrt den Heimathafen Bremerhaven am 8. Juni 2020 erreichte. Die Weltreise nahm durch die ausgebrochene Corona- Pandemie im März ihr bitteres Ende in Australien.

In Fremantle durfte die MS Artania anlegen, Notausschiffungen erfolgten, die an Corona erkrankten Gäste wurden in Krankenhäusern gebracht, zwei Passagiere und auch ein Crewmitglied fanden leider den Tod.

Erst am 18. April durfte die MS Artania nach Ende der behördlich angewiesenen und überwachten Quarantäne Fremantle verlassen und trat mit 8 Passagieren – die restlichen Passagiere waren bereits mit vier von Phoenix Reisen gecharterten Flugzeugen nach Hause geflogen worden – und 403 Besatzungsmitglieder unter der umsichtigen Leitung des norwegischen Kapitäns Morten Hansen am 18 April 2020 die Heimreise an. Am 23. April durften 50 Crewmitglieder die Heimreise antreten, im Hafen von Manila nochmals 200 Besatzungsmitglieder.

Phoenix Fans fiebern im Internet mit

Die Phoenix-Fangemeinde verfolgte im Internet diese emotionale Odyssee „ihrer“ MS Artania und nutzte alle erreichbaren Quellen, um dieses einmalige Rückreise verfolgen zu können. So konnten die Fans auf dem Screenshot des Schiffsradars erkennen, dass die MS Artania ein seltsames Manöver fuhr. Glücklicherweise war dies aber keine Rettungsübung und auch kein Notfall, sondern Kapitän Morten Hansen zeichnete mit der MS Artania ein Herz aufs Meer, um allen Müttern einen ganz besonderen Muttertagsgruß zu senden.

Mit ganz besonderer Umsicht kümmerte sich Morten Hansen um Besatzungsmitglieder und die 8 Gäste, ließ jeden Tag die Temperatur aller an Bord befindlichen Personen kontrollieren. Die Crew war damit beschäftigt, das Schiff in gutem Zustand zu erhalten, und die wenigen Gäste hatten alsbald eine tägliche Routine entwickelt.

Glückliches Ende einer Odyssee in Bremerhaven

Am 8. Juni 2020 fand nunmehr diese einmalige Odyssee das glückliche Ende in Bremerhaven, und Morten Hansen begrüßte den Heimathafen Bremerhaven mit den Worten. „Ich bin so froh, die Tränen sind fast geflossen.“ Die MS Artania fährt nun nach Emden in die Werft, und alle wünschen dem umsichtigen und erfahrenen Kapitän Morten Hansen eine gesunde Heimkehr zu seiner Familie in Österreich, um dort am 10. Juni seinen Geburtstag feiern zu können.

Sammelklage gegen Kreuzfahrtunternehmen

Nach den ersten Schockwellen, die die Öffentlichkeit erschütterten, geraten immer mehr Details über Vergehen und Nachlässigkeiten an die Öffentlichkeit.

So hat beispielsweise die australische Polizei gegen die Betreiberfirma eines Kreuzfahrtschiffes, die trotz mehrerer Corona-Verdachtsfälle mehrere Hundert Passagiere im Hafen von Sydney von Bord gehen ließ, Ermittlungen erhoben. Trotz eines geltenden Anlegeverbots soll ein Anlegen des Kreuzfahrtschiffes erlaubt gewesen sein und damit hätten auch nahezu 3000 Passagiere das Schiff verlassen.

Einige hundert Passagiere seien später positiv auf das Coronavirus getestet worden. Erhoben wird der Vorwurf, dass die Schiffsbesatzung den Behörden den tatsächlichen Gesundheitszustand der Passagiere und Crewmitglieder verschwiegen hätten. Dies scheint allerdings kein Einzelfall zu sein.

Wie verlautet, sollen 63 Passagiere der „Grand Princess“ eine Sammelklage gegen den Kreuzfahrtkonzern erhoben haben. Diese Klage beinhaltet den Vorwurf, dass die Hygienemaßnahmen an Bord mangelhaft gewesen seien und die Passagiere der Folgereise über diese Zustände an Bord nicht informiert wurden. Bemängelt werde außerdem, dass das Kreuzfahrtschiff, auf dem in der zuvor erfolgten Kreuzfahrt mehr als 100 Personen an Corona erkrankten, nicht intensiv genug gereinigt wurde, bevor die Gäste der Folge-Kreuzfahrt an Bord gelassen wurden.