STENA LINE – Ausstattung mit mobiler Windkraftanlage als Pilotprojekt

Über Umweltschutz sprechen viele, manche bewegen auch etwas, andere handeln! In der kommerziellen Schifffahrt bleibt die Reduzierung der Brennstoffkosten und der Emissionen ein aktuelles Thema. Bislang tragen lediglich Segel, Zugdrachen und Flettner-Rotoren zur Lösung des dringend benötigten Umweltschutzes bei. Neue Wege geht jetzt die schwedische Fährreederei Stena Line.

Auf der 184 Meter langen und 28 Meter breiten Fähre Stena Jutlandica hat sie die erste mobile Windkraftanlage auf See montiert, die während der Überfahrten zwischen Göteborg und Frederikshavn ca 23 000 kW in das Bordnetz der Fähre einspeist und zur Beleuchtung der Autodecks verwendet werden.

Die amerikanische Firma Urban Green Energy hat diese mobile Windkraftanlage geliefert. An vier Meter hohen Masten rotieren vertikal um die Mittelachse Flügel mit einer Generator-Leistung von 2×4 kW. Durch die Positionierung der Windräder auf dem Vorschiff wird der Schiffsbetrieb nicht behindert. Hinzu kommt die zusätzliche Nutzung des Fahrwindes während der Überfahrten. Durch diese mobile Windkraftanlage kann die Fähre Stena Jultlandica jährlich etwa 80 bis 90 Tonnen Treibstoff einsparen. Wesentlich reduziert werden auch die Kohlendioxid- und Schwefeldioxidemissionen.

Mit der Installation dieser mobilen Windkraftanlage realisiert die Fährreederei Stena Line zunächst ein einjähriges Pilotprojekt. So bleibt zu hoffen, dass sich positive Ergebnisse einstellen, damit auch die insgesamt 35 Fähren der Reederei mit der umweltschonenden Windkraftanlage nachgerüstet werden können.
 

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