Antarktis – Rettungs-Aktion der MV Akademik Shokalskiy ist angelaufen

Noch vor wenigen Stunden wurde die Meldung verbreitet, dass die Rettungsaktion der 52 im Packeis der Antarktis eingeschlossenen Expeditionsteilnehmer wegen der ungünstigen Eisverhältnisse erneut abgebrochen wurde. Nun aber gibt es eine erfreuliche Nachricht. Der Hubschrauber des chinesischen Eisbrechers Snow Dragon holt die 52 Wissenschaftler und Touristen  ab die seit Heiligabend  im Eis fest sitzen.

Der Helikopter kann bei jedem Flug 10 Personen mitnehmen. In wenigen Stunden wird dann die ersehnte Rettungsaktion abgeschlossen sein. Der australische Eisbrecher „Aurora Australis“ nimmt die Geretteten  an Bord.Die 22-köpfige Besatzung wird allerdings  zunächst auf dem Schiff im Eis zurückbleiben.

Hurtigruten – Abenteuer-Nacht in der Antarktis

 
Hurtigruten setzt mit den Expeditionsreisen in den weißen Kontinent den berühmten Punkt auf den Buchstaben „i“ und bietet den Gästen der MS Fram eine Übernachtung in der Antarktis unter freiem Himmel. Diese speziellen Abenteuer-Nächte werden vor Ort von einem erfahrenen Expeditionsteam begleitet. Die Teilnehmer der Abenteuer-Nacht in der unendlichen Weite des weißen Kontinents werden mit einer speziellen Outdoor-Ausrüstung – mit wärmenden Winterschlafsäcken und Exepeditiosnzelten – ausgestattet und in kleinen Gruppen an Land gebracht. Jeweils 15 Antarktis-Camper werden von zwei erfahrenen Mitgliedern des MS Fram-Expeditionsteam betreut.
 
Dieses Antarktis-Programm wurde in Zusammenarbeit mit dem Norwegischen Polarinstitut entwickelt, um die Sicherheit der Gäste und den Schutz der sensiblen Umwelt vor Ort zu garantieren. Diese speziellen Abenteuer-Nächte können die Gäste lediglich an Bord der MS Fram buchen. Zeitpunkt und Ort werden erst während der Reise entschieden. Nach einer aufregenden Antarktis-Nacht unter freiem Himmel kehren die Gäste an Bord des Expeditionsschiffes zurück und werden mit einem exzellenten Frühstück begrüßt.

Felix Federhahns Erfahrungen in der Antarktis

„Behutsamkeit und Respekt vor den Geschöpfen“ hatten ihm, dem Felix Federhahn, noch vor der Ankunft in dem weißen Kontinent die Referenten an Bord des Eisbrechers eingetrichtert. Daran wollte er sich unbedingt auch halten.

Nun stand er auf einer riesigen Eisfläche, stand nur da, wo er von dem Expeditionsschlauchboot abgesetzt worden war, und wusste wirklich nicht, wie er der übermächtigen Gruppe der Pinguine begegnen sollte. Er sollte ja unbedingt Abstand wahren, dieses Tiere auf keinen Fall stören und sich auch nicht hektisch bewegen. Wie denn? Kaum konnte Felix Federhahn ein paar Schritte zur Seite wagen. Überall hockten, lagen, standen oder kackten die Pinguine. Auch zur anderen Seite konnte er sich nicht bewegen, und nach vorn und hinten buying acomplia online gab es die gleichen Probleme.

Kein Reiseleiter war zugegen, den er hätte um Rat fragen können. So blieb ihm nichts anderes übrig, als sich überhaupt nicht zu bewegen, schon gar nicht hektisch, blieb wie eine erstarrte Säule vor Ort – er wollte ja auch niemanden stören – und blieb auf Maximalabstand.

Felix Federhahn hielt sich an die Vorgabe, sich ja nicht hektisch zu bewegen und auch Abstand zu halten. Wie konnte er diese Frackträger denn stören! Allerdings hielten sich nicht alle Pinguine an den Referenten-Auftrag. Ein Prachtexemplar löste sich alsbald aus der Gruppe , scherte aus und watschelte schnurstracks auf den ungebetenen Gast zu, blieb vor ihm stehen, bewegte sondierend seinen Kopf hin und her, starrte gebannt auf das rechte Bein von Felix Federhahn und hackte zielsicher zu. Damit aber nicht genug, das Pinguinmännchen – oder war es doch ein Pinguinweibchen – zog und zerrte an seiner Hose, zog und zerrte und schlug wie wild mit den Stummelflügelchen. Endlich ließ der Antarktisbewohner unter erbärmlichem Krächzen los und verabschiedete sich mit einem weißen, stinkenden Strahl auf Felix Federhahns Hose.

Felix Federhahn blieb immer noch ruhig stehen, machte keine hektischen Bewegungen und vermochte auch niemanden zu stören. Der Pinguin hatte sich längst wieder zu seinesgleichen begeben und berichtete triumphierend von seiner Begegnung mit dem regungslosen Zweibeiner, der sich nicht bewegen konnte. Felix Federhahn hatte für heute genug Vorgaben eingehalten und ließ sich umgehend zum Expeditionsschiff zurückbringen, wo er sogleich die Bord-Wäscherei aufsuchte.

Eine Frage ließ ihn in den nächsten Stunden nicht mehr los. Warum hatte er sich für diese Expeditionsreise in die Antarktis entschlossen? Da gab es schon viele Antworten. Die grenzenlose Schönheit wollte er erleben, die Wunder mit eigenen Augen sehen, die blau schimmernden Eisberge beobachten und unvergessliche Landgänge genießen. Die erste Bilanz auf dem weißen Kontinent fiel alles andere als beglückend aus. Die Fahrt durch die Drake-Passage hatte Felix Federhahn nur mit einem Klebepflaster hinter seinem rechten Ohr einigermaßen überstanden, hatte die ersten Mahlzeiten an Bord meistens allein zu sich genommen, obwohl er sich für einen Sechsertisch hatte einteilen lassen, und vermisste die versierte Mittelsechzigerin, die auf dem Flug neben ihm gesessen und ihm ununterbrochen die Vorzüge einer solchen Antarktisreise eingeredet hatte, zumal sie – sie hatte sich übrigens als Veronika vorgestellt – bereits zum dritten Mal die gleiche Reise angetreten hatte.

Kaum war das Expeditionsboot am Ziel eingetroffen, herrschte äußerste Aufregung an Bord. Die Mitreisenden stürmten von links nach rechts, nach vorn und nach hinten, immer wieder lockte eine Durchsage des Kapitäns die Massen in die bevorzugte Beobachtungsecke. Mal war eine schneebedeckter Berggipfel in Sicht, dann faszinierte ein riesiger Tafeleisberg, dann tauchte ein Wal auf, und die Mitreisenden blieben ständig in Bewegung, das durften sie ja auch an Bord, nur an Land sollten sie sich kaum und schon gar nicht hektisch bewegen. Die Hektik tobten die meisten selbsternannten Entdecker an Bord aus.

Felix Federhahn wollte sich unbedingt an seine Flugnachbarin halten, die doch so viel über die örtlichen Begebenheiten zu berichten wusste, und er als völliger Antarktis-Neuling vom Erfahrungsgut der Veronika profitieren wollte. Doch wo war Veronika? Die Teilnehmer dieser Expeditionsreise trugen alle die gleichen Expeditionsjacken, waren mit Schals, Mützen und bisweilen sogar mit übertriebenen Gletscherbrillen zur Unkenntlichkeit vermummt, so dass Felix Federhahn mehrere Versuche starten und dieses Vermummungspotential ansprechen musste, bevor er endlich Veronika vor sich hatte und die ihn dann – wie erwartet – mit einem überschwänglichen Redeefluss überfiel.

Veronika führte ihn dann auch schon am gleichen Nachmittag beim Bord-Kaffee in die Antarktisgesellschaft ein. Er lernte die äußerst schlanke Marie aus Korsika kennen, die eher einer Bohnenstange als einem weiblichen Modell glich, sollte sich mit der Tischnachbarin Vanessa aus dem hohen Norden unterhalten, die ihn allerdings ständig und konsequent mit einem falsettähnlichen Gepiepse überhäufte und er sich überhaupt nicht vorstellen konnte, wie er die nächsten Tage bei diesen verbalen Attacken überleben sollte. Lange wusste Felix Federhahn auch nicht, wen er am meisten bedauern sollte, Vanessa, Mari, Veronika oder doch sich selbst. So entschloss er sich, die Antwort auf diese schwerwiegende Frage zunächst zurückzustellen.

Da Felix Federhahn liebevoll in den Kreis dieser Damen eingeführt und auch aufgenommen worden war, konnte er sich beim nächsten Landgang auch nicht dieser Damenriege entziehen, entschloss sich aber, mehr auf die Natur zu achten, Abstand zu halten, keine hektischen Bewegungen zu machen und auch niemanden zu stören.

Gemeinsam mit den Drei-Mädel-Club hatte Felix Federhahn die Brutkolonie von Kaiserpinguinen betreten. Vanessa übte sich gerade wieder mit höchsten Wortfetzen, war sie doch nicht sicheren Fußes auf der Eisfläche gestrandet, sondern hatte vor lauter Gerede den sicheren Abstand von Wasser zu Eis verpasst und mit dem rechten Fuß im eiskalten Wasser gelandet. Doch sie wollte nicht aufs sichere Schiff zurück, sondern unbedingt Bekanntschaft mit dem Pinguin-Empfangskomitee machen. Das Glück klebte Vanessa allerdings an diesem Tag nicht auf den Sohlen. Während sie sich wirklich vorbildlich an die Referenten-Vorgaben hielt, sich nicht hektisch bewegte, niemanden zu stören versuchte und auch Abstand hielt, hatte sie allerdings die Rechnung ohne die gefiederten Bewohner gemacht. Kaum hatte sich Vanessa von der eiskalten Begegnung erholt, stürzte sich ein Prachtexemplar von Sturmvogel im Sturzflug auf Vanessas Kopfbedeckung, erwischte sie auch mit dem festen Schnabel, ließ sie aber nach wenigen Metern wieder plumpsen. Doch die Beute fiel nicht auf die Eisfläche, sondern landete im Wasser, was die Stimmlage der Beraubten noch höher anschwellen ließ.

Doch diese Attacke war nicht die einzige, die Vanessa an diesem Tag überstehen musste. Denn auch der Besuch einer Robbenkolonie stand auf dem Tagesprogramm. Die meisten Bewohner ließen sich von den Eindringlingen nicht stören, beachteten sie auch kaum, und selbst hektische Bewegungen hätten diese Fleischrollen kaum aus der Ruhe bringen können. Einen kurzen Augenblick vergaß Vanessa allerdings, was die Referenten allen Mitreisenden dringend ans Herz gelegt hatten: Abstand halten!

Sie näherte sich einer Robbe, die anscheinend tot neben ihren Genossen lag. Vanessa wollte sich sogar davon überzeugen, dass dieses Prachtexemplar wirklich nicht mehr lebte. Doch als Bewegung in die Robbe kam, sie fauchend auf Vanessa zurobbte und eindringlich zeigte, wer Herr des Landes war, floh Vanessa kreischend zum Landungssteg. Nach dieser Begegnung wurde es still um Vanessa, sie entschwand nach Rückkehr aufs Schiff in ihrer Kabine und kehrte erst am nächsten Tag in den Kreis der Mädel-Riege zurück.

Felix Federhahn beschloss, sich erst einmal am Buffet zu stärken, bevor auch er in den Kreis der mitreisenden Damen zurückkehrte, die sich bereits wieder für die nächste Expeditionsreise interessierten, ihre Adressen austauschten und auch Felix Federhahn animierten, Gleiches zu tun. Doch der Angesprochene litt plötzlich unter Gedächtnisverlust und gab Veronika, Vanessa und auch Marie die Anschrift seines betagten Freundes. Ein nochmaliges Treffen wollte er auf alle Fälle vermeiden, selbst wenn er sich zu einer Wiederholung dieser Reise entschließen sollte. Er hielt sich an die Vorgaben der Referenten, die eigentlich doch nur auf die Begegnung mit der Tierwelt gedacht waren: Abstand halten, niemanden stören!

Eisige Schönheit Antarktis

Viele Fotobände über die Schönheit des eisigen Lebensraums am Südpol wurden bereits publiziert. Neu auf dem Markt ist das Buch „Abenteuer Antarktis“ von Thomas Haltner, der die Leser auf 128 Seiten und mehr als 220 Bildern in die ferne Antarktis entführt und in dieser weitreichenden Dokumentation Momente einzigartiger Schönheit online acomplia aufzeigt. Der Leser wird über die nie gesehenen Landschaften ebenso begeistert sein wie über Haltners dramatische Tierbegegnungen und die Lichtspiele am Südpol von erhabener Pracht.

Der Autor hat den sechsten Kontinent in den vergangenen zehn Jahren dreimal mit einem Kreuzfahrtschiff, und so verbindet Thoams Haltner die Antarktis-Doku mit Einblicken in das Leben an Bord. Mit fantastischen Aufnahmen und spannenden Texten können die Leser diese Reisen nachvollziehen, sich selbst auf eine Tour vorbereiten oder einfach nur von einem Besuch in dieser abenteuerlichen Welt träumen.

Erschienen ist der Fotoband bei:

  • Edition Stürtz
  • Verlagshaus Würzburg GmbH & Co. KG
  • Beethovenstraße 5 B, 97080 Würzburg
  • ISBN 978-3-8003-1943-5
  • 19,95 Euro

Aktive Naturerlebnisse bei Polar-Expeditionen

Die niederländische Reederei Oceanwide Expeditions hat mit dem ehemaligen Marineschiff „MS Plancius“ ein neues Expeditionskreuzfahrtschiff aufgenommen. Die „MS Plancius“, 1976 gebaut, diente bis 2004 als ozeanografisches Forschungsschiff für die Königliche Holländische Marine. Im Jahre 2009 wird das Schiff komplett umgebaut und startet nun ab Januar 2010 auf technisch neustem Stand als modernes Expeditionsschiff für Polarfahrten.

Bis zum Winter 2010/2011 bricht die „MS Plancius“ zu insgesamt 19 Antarktis-Routen auf, in die Arktis führen noch zwölf Seereisen. Die Reederei setzt bei ihren Expeditionsreisen auf aktive Naturerlebnisse wie Campen, Kajakfahren, Tauchen und Schneeschuhwandern.

Eine spezielle Trekking-Tour gibt es im Sommer 2010 in Spitzbergen. Im Oktober 2010 werden sich die Gäste mit Skiern und Schlitten in Südgeorgien den Spuren des Polarforschers Sir Ernest Shackleton folgen.

Die hautnahen Naturerlebnisse bei den Expeditionsreisen der „MS Plancius“ sind in den Katalogen vieler deutscher Veranstalter zu finden.

Expeditionskreuzfahrten 2010 von Ikarus Tours

In seinem 92-seitigen Sonderkatalog „Expeditionskreuzfahrten 2010“ bietet Ikarus Tours u.a. auch Kreuzfahrten zur Arktis und Antarktis an.

Ein Höhepunkt des Arktis-Programms ist sicherlich die Sonderreise zum Franz-Josef-Land im Norden Russlands mit dem Eisbrecher „Kapitan Dranitsyn“ in der Zeit vom 26. Juli bis 7. August 2010. Die Gäste fliegen zunächst über Oslo nach Kirkenes an der russischen Grenze, danach fahren sie mit dem Bus nach Murmansk, dem Starthafen dieser Kreuzfahrt. Ziel ist das weit im Norden liegende Franz-Josef-Land, Russlands nördlichster Außenposten im arktischen Eismeer. Keine Landmasse liegt näher am Nordpol als Franz-Josef-Land und die Unterschiede der Inseln sind erstaunlich. Sind die meistens Inseln auch von Eiskuppen bedeckt, die entweder direkt ins Meer abbrechen oder als Gletscher das Wasser erreichen, so sind die flachen Küstenebenen von zahlreichen Seen bedeckt und von Flüssen durchzogen. Aufgrund der extrem arktischen Bedingungen ist die Flora übersichtlich.

Der Atomeisbrecher „50 Years of Victory“ lädt die Gäste in der Zeit vom 23. Juli bis 6. August 2010 zu einer interessanten und spannenden Nordpol-Tour ein. Die Gäste können dabei den Eisbrecher als auch die Eismassen aus einem Helikopter aus betrachten. Der Atomeisbrecher „50 Years of Victory“ wurde in Sankt-Petersburg nach 20 Jahren Bauzeit im Jahr 2006 fertig gestellt. Das Schiff entspricht allen internationalen Standards und ökologischen Anforderungen, die an Schiffe solcher Kategorie, aber auch an Passagierschiffen gestellt werden. Es verfügt über die modernsten Einrichtungen für Sicherheit und Navigation und ist als einziges Schiff mit einer besonderen Bugform gebaut, die es ermöglicht, bis zu 3 Meter dickes Eis zu durchbrechen

Auf besonderes Interesse stoßen auch die beiden Expeditions-kreuzfahrten in die Antarktis an Bord der „MS Plancius“. Mehr als jedes andere Reiseziel fordert die Antarktis von allen Besuchern Respekt und Behutsamkeit. Im größten intakten Ökosystem der Erde präsentiert sich die Natur in ihrer Urform:  Blauschimmernde Eisberge, Tiere, die den Gästen ohne Scheu begegnen, und unberührte und schneebedeckte Weiten, eine unberührte Wildnis am Ende der Welt.