Eine monatelange Odyssee findet in Bremerhaven ein glückliches Ende

MS Artania zurück in Bremerhaven. Ende einer Odyssee canva.com

Die MS Artania war das letzte Kreuzfahrtschiff, das nach einer am 22. Dezember 2010 begonnenen Weltreise nach äußerst belastender Quarantäne und emotionaler Irrfahrt den Heimathafen Bremerhaven am 8. Juni 2020 erreichte. Die Weltreise nahm durch die ausgebrochene Corona- Pandemie im März ihr bitteres Ende in Australien.

In Fremantle durfte die MS Artania anlegen, Notausschiffungen erfolgten, die an Corona erkrankten Gäste wurden in Krankenhäusern gebracht, zwei Passagiere und auch ein Crewmitglied fanden leider den Tod.

Erst am 18. April durfte die MS Artania nach Ende der behördlich angewiesenen und überwachten Quarantäne Fremantle verlassen und trat mit 8 Passagieren – die restlichen Passagiere waren bereits mit vier von Phoenix Reisen gecharterten Flugzeugen nach Hause geflogen worden – und 403 Besatzungsmitglieder unter der umsichtigen Leitung des norwegischen Kapitäns Morten Hansen am 18 April 2020 die Heimreise an. Am 23. April durften 50 Crewmitglieder die Heimreise antreten, im Hafen von Manila nochmals 200 Besatzungsmitglieder.

Phoenix Fans fiebern im Internet mit

Die Phoenix-Fangemeinde verfolgte im Internet diese emotionale Odyssee „ihrer“ MS Artania und nutzte alle erreichbaren Quellen, um dieses einmalige Rückreise verfolgen zu können. So konnten die Fans auf dem Screenshot des Schiffsradars erkennen, dass die MS Artania ein seltsames Manöver fuhr. Glücklicherweise war dies aber keine Rettungsübung und auch kein Notfall, sondern Kapitän Morten Hansen zeichnete mit der MS Artania ein Herz aufs Meer, um allen Müttern einen ganz besonderen Muttertagsgruß zu senden.

Mit ganz besonderer Umsicht kümmerte sich Morten Hansen um Besatzungsmitglieder und die 8 Gäste, ließ jeden Tag die Temperatur aller an Bord befindlichen Personen kontrollieren. Die Crew war damit beschäftigt, das Schiff in gutem Zustand zu erhalten, und die wenigen Gäste hatten alsbald eine tägliche Routine entwickelt.

Glückliches Ende einer Odyssee in Bremerhaven

Am 8. Juni 2020 fand nunmehr diese einmalige Odyssee das glückliche Ende in Bremerhaven, und Morten Hansen begrüßte den Heimathafen Bremerhaven mit den Worten. „Ich bin so froh, die Tränen sind fast geflossen.“ Die MS Artania fährt nun nach Emden in die Werft, und alle wünschen dem umsichtigen und erfahrenen Kapitän Morten Hansen eine gesunde Heimkehr zu seiner Familie in Österreich, um dort am 10. Juni seinen Geburtstag feiern zu können.

MS Artania: Hoffnung auf Ende einer dramatischen Kreuzfahrt

Kapitän Morten Hansen an Bord eines Phoenix Schiffs
Kapitän Morten hält sprichwörtlich Ausschau nach einem Hafen

Nach 14-tägiger Quarantäne im Hafen der westaustralischen Stadt Fremantle konnte der 60-jährige im norwegischen Tromsø gebürtige und höchst erfahrene Kapitän Morten Hansen die MS Artania endlich auf Kurs Heimat bringen.

Ein erster Anlauf auf Bali, um dort indonesische Crewmitglieder in ihre Heimat entlassen zu können, scheiterte, doch konnte Morten Hansen einen ersten Zwischenstopp im Hafen von Manila realisieren. Da allerdings mehrere Kreuzfahrtschiffe mit gleichem Ziel in Manila ankerten, konnte das Vorhaben, die auf den Philippinen lebenden 236 Crewmitglieder, die für die Aufrechterhaltung des Schiffsbetriebs nicht mehr erforderlich waren, in ihre Heimat zu entlassen, zunächst nicht umgehend vollzogen werden. Erst am 1. Mai konnte schließlich die Mitglieder der Crew ausgeschifft werden.

Als nächsten Zwischenstopp plant Morten Hansen nunmehr den Hafen von Singapur an und hofft, am 5. Mai 2020 in Singapur einen technischen Stopp zur Aufnahme von Proviant und zum Bunkern  von Treibstoff einlegen zu können. Das nächste und letzte Reiseziel ist dann Bremerhaven, das Morten Hansen nach einer 10.000 Seemeilen langen Überfahrt voraussichtlich am 3. Juni erreichen wird.

Alle Besatzungsmitglieder und auch die Freunde des Bonner Unternehmen Phoenix Reisen drücken ihrem geschätzten Kapitän Morten Hansen alle Daumen, dass er rechtzeitig vor seinem Geburtstag am 10. Juni 2020 in seine Wahlheimat Österreich zurück sein und mit seiner Familie feiern kann.

Die skurrilsten Kreuzfahrterlebnisse der MS Artania

Noch niemals zuvor hat der bekannte und beliebte Kapitän Morten Hansen aus Tromsømit der „MS Artania“ eine ähnliche Kreuzfahrt bei 14-tägiger Isolation in seiner eigenen Kabine,belastet durch Hassbotschaften, dem Verlust von Crewmitgliedern und auch Passagieren erleben und durchstehen müssen.

Mit dem Aufbruch aus dem australischen Freemantle zum deutschen Hafen Bremerhaven hofft nunmehr Morten Hansen, dass diese dramatische Kreuzfahrt ein glückliches Ende finden wird. Doch es werden noch viele Tage auf See vergehen, bis der Kapitän seine „MS Artania“ nach den vergangenen skurrilsten Kreuzfahrterlebnissen aller Zeiten sicher zum deutschen Heimathafen gebracht hat.

Es sind mittlerweile bereits elf Wochen dieser dramatischen Kreuzfahrt vergangen. Ursprünglich wollte der norwegische Kapitän Deutsche, Österreicher und Schweizer auf einer 137-tägigen Kreuzfahrt um die Welt segeln.

In Perth – Covid 19 an Bord

Doch bald musste Morten Hansen mit noch nie erlebten Besonderheiten kämpfen, denn durch die weltweite Pandemie bleiben Häfen geschlossen und die Passagiere konnten zunächst nicht von Bord. Da einige Passagiere die Symptome des Corovid-19 zeigten, musste ärztliche Hilfe der Kranken Häuser in Perth in Anspruch genommen werden. Immer wieder bedauerte Morten Hansen, dass ihm nicht alle erforderlichen Hilfen der australischen Gesundheitsbehörde in Freemantle gewährt wurde.

Es begann an Bord eine äußerst zermürbende Zeit. Alle an Bord gebliebenen Passagiere mussten isoliert zwei Wochen in der eigenen Kabine ausharren. Kameras und spezielles Sicherheitspersonal überwachten rund um die Uhr die Einhaltung der an Bord erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen.

Das Essen wurde in Säcken geliefert

In Säcken wurde das Essen vom Ufer geliefert und an die Kabinentüren gehängt. Auch mit ständigen Tests wurde der Gesundheitszustand jedes einzelnen überwacht. Nach Ablauf der von australischen Behörde angeordneten 14-tägigen Quarantäne konnte das Bonner Unternehmen Phoenix Reisen mit Chartermaschinen die Passagiere nach Hause holen.

Hassbotschaften aus Freemantle

Morten Hansen wird niemals Hassbotschaften und Bedrohungen vergessen können. Die Anwohner der kleinen australischen Hafenstadt Freemantle zeigten sich äußerst frustriert darüber, dass nun Kreuzfahrtpassagiere des deutschen Schiffes die Bettenkapazität des Krankenhauses in Freemantle in Anspruch nahmen.

Doch Kapitän Morten Hansen zeigte Übersicht und Würde zugleich. In den sozialen Medien bedankte er sich bei den Einwohner der Stadt Freemantle für die ganz besondere Hilfe in dieser äußerst schwierigen Situation. Mit dem Bekenntnis „Wir sind nur Menschen“ hat er trotz allen Bedenken zahlreiche Anwohner für die Überwindung der Schwierigkeiten gewinnen können.

Danke von Schülern der Stadt Perth

Andererseits wird Morten Hansen auch nicht vergessen, dass Schüler der Stadt Perth und Umgebung jedem einzelnen Crewmitglied eine ganz persönliche Postkarte geschrieben und damit sowohl den Dank aber auch Anerkennung ausgesprochen hatten.

Schönheitsreparaturen statt Kreuzfahrten

Alle Kreuzfahrten sind derzeit abgesagt. Der Kreuzfahrtbegeisterte fragt sich nun, was geschieht derzeit mit den Kreuzfahrtschiffen? Das Bonner Unternehmen Phoenix Reisen gibt Auskunft über den derzeitigen Aufenthalt ihrer Hochseeschiffe.

Die MS Artania liegt derzeit immer noch im Hafen von Freemantle fest und wartet das Ende der 14-tägigen Quarantäne ab, bevor das Kreuzfahrtschiff die 28-tägige Heimreise antreten darf. Am 19. April 2020 werden aber mit einer Condor-Maschine die Passagiere der MS Artania, die in Perth in Krankenhäusern behandelt wurden, nach Deutschland geflogen.

MS Amadea liegt derzeit in der Lloyd Werft in Bremerhaven. Es werden gemeinsam mit dem Kapitän und seinem Team kleine Schönheitsreparaturen durchgeführt.

Das gleiche Prozedere erfolgt bei der MS Albatros und der MS Amera, die seit dem 9. April 2020 in der Emder Werft und Dock GmbH in Emden liegen. Auch hier werden bei beiden Hochseeschiffe kleinere Schönheitsreparaturen durchgeführt.

Hochseereisen mit Abreisen zwischen dem 15.06.2020 und 31.08.2020 können kostenfrei auf eine in den veröffentlichten Katalogen aufgelisteten Reisen umgebucht werden.

Rückholaktion von Passagieren der MS Artania während der Corona Krise

MS Artania Gäste wurden während der Quarantäne Zeit gut an Bord versorgt

In besonderen Notfällen zeigt sich, welche Reederei derzeit sich in ganz besonderem Maße um die Rückkehr ihrer auf den Kreuzfahrtschiffen „gefangenen“ Gästen sorgt. Als langjähriger Fan des Bonner Unternehmen Phoenix Reisen sehe ich mich erneut darin bestätigt, wie auf dieses Bonner Reiseunternehmen Verlass ist.

Für das im Hafen der Stadt Fremantle liegende Phoenix-Kreuzfahrtschiff „MS Artania“ hat nunmehr die 14-tägige Quarantänezeit begonnen. Zuvor hatten die Gesundheitsbehörden Passagiere und Crewmitglieder der MS Artania auf Covid-19-Viren getestet. Bei sieben Personen wurden positive Ergebnisse erzielt. In enger und verantwortungsvoller Zusammenarbeit von Phoenix Reisen mit dem Auswärtigen Amt konnten Passagiere und Crewmitglieder mit vier eigens bei Condor gecharteten Maschinen von Perth über Phuket nach Frankfurt geflogen zu werden. Nach besonderer Aufforderung der australischen Behörden durften die Phoenix Reisen-Gäste lediglich ein Handgepäckstück à sieben Kilogramm auf den vier Rückhol-Flügen mitnehmen. Das weitere Gepäck wird das Bonner Unternehmen zu einem späteren Zeitpunkt nach Deutschland holen und den Gästen zustellen.

Den nach Deutschland zurückgekehrten Gästen wurde dringend angeraten, sich beim zuständigen Gesundheitsamt zu melden und sich umgehend auch in eine vierzehntägige Quarantäne zu begeben. 16 Reisegäste haben sich allerdings dazu entschieden, mit der Crew an Bord der MS Artania unter der aufmerksamen und verantwortungsvollen Obhut von Kreuzfahrtdirektor Klaus Gruschka und von Kapitän Morten Hansen zu bleiben.

Phoenix Reisen – Ein Herz für Rollstuhlfahrer

Rollstuhlfahrer sind auch Kreuzfahrer, ohne Zweifel, wenn diese Gäste auch weit mehr Schwierigkeiten und Probleme meistern müssen, um eine Kreuzfahrt zum Traumurlaub werden zu lassen. Die aktiven Rollstuhlfahrer, die sich nicht auf ihre Behinderung zurückziehen, sondern weiterhin aktiv und interessiert am Alltag teilnehmen wollen, gönnen sich durchaus auch Kreuzfahrten, informieren sich aber bei den Reedereien oder auch bei den favorisierten Reisebüros über die Gegebenheiten vor Ort, damit sie keine unliebsamen Überraschungen erleben müssen.
 
Nicht alle, doch aber eine Vielzahl von Kreuzfahrtschiffen kann sich auf die Bedürfnisse von Menschen mit dieser speziellen Behinderung einstellen und Voraussetzungen schaffen, damit dieser Gästekreis problemlos an/von Bord gelangen kann, sich ohne nennenswerten Schwierigkeiten an Bord bewegen, die Nasszellen benutzen und die Kabinen ohne Schwellen befahren kann. Damit sind bereits die wesentlichen Vorbedingungen angesprochen, die ein Rollstuhlfahrer an Bord eines Kreuzfahrtschiffes antreffen muss.
 
Flussschiffe bleiben meistens den Rollstuhlfahrern verwehrt, weil die vorwiegend steilen Uferbereiche nicht mit dem Rollstuhl bewältigt werden können. Eine rühmliche Ausnahme bildet die MS Alegria, die mit dem Preis GOLDENER ROLLSTUHL als einziges Schiff seiner Größe als barrierefreies Flussschiff ausgezeichnet wurde, über 10 rollstu8hlgerechte Zweibett-Kabinen mit entsprechender Ausstattung verfügt und auch einen Aufzug an Bord anbietet, damit die Rollstuhlfahrer die verschiedenen Decks erreichen können.
 
Als langjähriger Fan der Phoenix-Flotte beziehen sich folgende Ausführungen auf das Angebot der MS Amadea, MS Albatros und MS Artania, die lediglich bedingt für Rollstuhlfahrer geeignet sind.
 
  • Zwei Junior-Suiten der MS Amadea sind rollstuhlfreundlich ausgestattet. Diese Kabinen haben breite Türeingänge, keine Schwelle zum Bad und auch eine Dusche mit Haltegriffen. Um die Bewegungsfreiheit von Rollstuhlfahrern zu erleichtern, sind diese Kabinen mit weniger Mobiliar ausgestattet.
  • Die MS Artania bietet insgesamt vier rollstuhlfreundliche Kabinen an. Durch die gleiche Ausstattung wie auf der MS Amadea kommen Rollstuhlfahrer in diesen Kabinen zurecht.
  • Auch auf der MS Albatros finden Rollstuhlfahrer die gleichen Bedingungen vor. Da aber an Bord kein spezielles Begleitpersonal gestellt werden kann, wird Rollstuhlfahrern dringend geraten, grundsätzlich eine Buchung mit Begleitperson vorzunehmen.
 
Wer sich als Rollstuhlfahrer für eine Kreuzfahrt auf einem vorgenannter Kreuzfahrtschiffe entscheidet, ist sich auch darüber bewusst, dass bestimmte Routen nicht zu empfehlen sind, wenn diese Schiffe beispielsweise auf Reede liegen und die Rollstuhlfahrer keinen behindertengerechten Zugang zum Tenderboot antreffen.
 
Was wünschen sich Rollschuhlfahrer von dem Bonner Unternehmen? Sie kennen die Informationen über Um- udn Ausbauten auf den Phoenix-Schiffen, wissen auch, dass jüngst auf der MS Artania Kabinen mit Balkonen nachgerüstet wurden. Vielelicht oder auch hoffentlich machen sich die Verantwortlichen bald auch Gedanken darüber, Phoenix Reisen-Kreuzfahrtschiffe so auszustetten bzw. nachzurüsten, damit auch Rollstuhlfahrer zum Stammkundenkreis gehören können.

Phoenix Reisen – Aufwertung der ARTANIA im Kabinenbereich

Das 231 Meter lange und 29 Meter breite Kreuzfahrtschiff MS Artania ist ein echter Hingucker. Mit der ARTANIA hat das Bonner Unternehmen seit Mai 2011 die Phoenix-Flotte verstärkt und mit diesem Kreuzfahrtschiff die Passagierkapazität um 1200 Gäste erweitert. MS ARTANIA wurde 1984 von Lady Diana getauft und als Royal Princess in Dienst gestellt.
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Derzeit wird die MS Artania im Kabinen-Bereich aufgewertet. Auf einer italienischen Werft erhalten 19 Außenkammern einen Balkon. Phoenix Reisen blickt zielstrebig in die Zukunft und wird die MS Artania 2014 mit einer neuen Maschinenanlage ausstatten.