Cruisen und Landgänge trotz Corona-Pandemie

Kreuzfahrten ohne Landgang? Echte Kreuzfahrt-Fans konnten sich für eine solche Entscheidung nicht erwärmen. Doch die Anbieter von Flusskreuzfahrten haben Konzepte entwickelt, die Flussreisen ermöglichten und trotz Einschränkungen und zusätzlichen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen den Gästen erholsame und abwechslungsreiche Tage an Bord bieten konnten. Die Reedereien wählten ganz besondere Routen durch heimatliche Gewässer aus. Landgänge waren meistens tabu, Flussreisen mit Rambazamba keinesfalls en vouge.

Die ersten Kreuzfahrten wurden möglich, weil die Reedereien neue Gesundheits- und Sicherheitskonzepte umsetzte. So erhielt beispielsweise bei Kreuzfahrten jeder Gast ein eigenes Zeitfenster bei der Einschiffung. Die erforderlichen Gesundheitskontrollen umfassten eine Temperaturmessung, den medizinischen Check des Gesundheitsbogens und auch einen Covid-19-Antikörper-Abstrich. Social Distancing an Bord wurden ebenso überwacht wie auch die Einhaltung der Maskenpflicht.

Die Passagierzahl wurde auf ca. 60% beschränkt, die Tische mit erforderlichem Abstand platziert, die Kellner trugen Handschuhe und Mundschutz und das gewohnte Buffet gehörte der Vergangenheit an. Durch solche Maßnahmen konnte der Neustart gelingen, der kontrolliert, besonnen und professionell gemanagt wird. Die Gäste ordneten sich bewusst den neuen Rahmenbedingungen unter und konnten somit an Bord neben Sicherheit viel Freude und Erlebnisse erhalten.

PONANT beispielsweise plante für die Reisen exklusive Destinationen ein, und die Gäste konnten auch Ausfahrten mit dem Zodiac und auch Landgänge an einsamen Stränden und in abgelegene Buchten erleben. Durch dieses Konzept „An vom Schuss“ wurden wieder viele und abwechslungsreiche Aktivitäten trotz Pandemie möglich.

Frankreich bestätigt Restart für A-ROSA

Die A-ROSA Flussschiff GmbH hat – wie berichtet – erfolgreich den Restart auf dem Douro mit dem Flussschiff A-ROSA Alva bestanden. Das ausgeklügelte Hygiene- und Gesundheitskonzept wurde dabei erfolgreich getestet. Nun haben auch die französischen Behörden den geplanten Neustart der Flussreisen in Frankreich nach Beendigung des gesundheitlichen Notstandes ab dem 11. Juli 2020 offiziell bestätigt.

Durch die positiven Erfahrungen mit dem verbindlichen Hygiene- und Sicherheitskonzept kann nun A-ROSA wieder Flussreisen auf Donau, dem Rhein, dem Douro und ab dem 11. Juli 2020 auch wieder in Frankreich anbieten. Alle Flussreisen werden aber mit einer unterschiedlichen Auslastung durchgeführt. Aufgrund von behördlichen Verordnungen und sich ständig verändernden Gegebenheiten in den einzelnen Ländern wird sich A-ROSA anpassen müssen und auch weiterhin hoffen, dass auch die Gäste die geänderten Bedingungen annehmen und damit zum erfolgreichen Weiterbestehen der Flussreisen beitragen.

Skepsis zur Kreuzfahrt Zukunft bleibt bestehen

Der Corona-Schock sitzt tief. Die Flussreisen-Branche hat sich zwar, nachdem das Auswärtige Amt von der Teilnahme an Kreuzfahrten mit Ausnahme von Flusskreuzfahrten innerhalb der EU bzw. Schengen mit besonderen Hygienekonzepten dringend abgeraten hatte, wieder langsam Fahrt aufgenommen, doch die Skepsis zur Kreuzfahrt-Zukunft bleibt bestehen.

Bei Flussreisen kann jederzeit bei aufkeimenden Virus-Verdachtsmomenten von Land aus ein Arzt zu Rate gezogen und Hilfen eingesetzt werden, doch auf Kreuzfahrten, die dann zum Teil tagelang auf den Weltmeeren unterwegs sind und keine spezielle medizinische Hilfe in Anspruch nehmen können, wird der Kunde noch einen ganze Weile verzichten müssen. Erst, wenn funktionale Medikamente und Impfstoffe zur Verfügung stehen, kann es zu einem langsamen Restart kommen.

Wenn überhaupt, werden wohl die großen Kreuzfahrtschiffe zunächst lediglich Kurzreisen anbieten. Ein weiteres Hindernis sind dann wohl auch die für die abgesagten ausgegebenen Gutscheine. Die Kunden werden diese Gutscheine für zukünftige Kreuzfahrten einlösen, und die Reedereien müssten sich mit den wenigen Einnahmen über den Bordverkauf begnügen.

Schwimmende Kleinstädte werden wohl erst einmal nicht sehr gefragt sein

Viele Experten gehen des weiteren davon aus, dass die „schwimmenden Kleinstädte“ bei Wiederaufnahme des Seereisebetriebs kaum in Anspruch genommen würden. Anfangs wird der Kundenkreis nicht mehr die Größe der einstigen Kreuzfahrten erreichen können.

Skeptiker der Kreuzfahrt-Branche bringen die derzeitige Situation auf den Punkt, indem sie sich sicher scheinen, dass das laufende und auch das nächste Jahr einen erheblichen Einbruch in die Kreuzfahrtindustrie bringen werden. Vielleicht werden die Kunden bei äußerst attraktiven Angeboten sich zur Rückkehr entscheiden. Pessimismus und Optimismus halten sich derzeit noch nicht die Waage, zumal versierte Virologen davon ausgehen, dass bis zum Einsatz eines wirkungsvollen Impfstoffen wahrscheinlich noch 18 Monate vergehen werden.

Kreuzfahrt: Lockerungen zielen auf einen Restart

Gibt es bald einen Restart für Kreuzfahrten nach Corona? canva.com
Restart für Kreuzfahrten

Eine Lockerungswelle bietet der Covid-19-Pandemie die Stirn. Doch werden diese für alle Kunden positive Nachrichten bereits dadurch getrübt, dass mit den Lockerungen beispielsweise einem Kirchgang und/oder einem Schulbesuch wieder eine Zurücknahme der lange ersehnten Erleichterungen einhergehen. Lockerungen mit verbindlichen Auflagen werden aber zum Teil nicht mehr so ernst genommen und erneute behördlich angeordnete Schließungen sind die Folge.

Urlauber freuen sich auf ihren Urlaub

Der Urlauber, der sich nach mehrmonatigen Beschränkungen auf den Antritt eines Urlaubs freut, verfolgt die ständig sich ändernden Ankündigungen der Anbieter und ist auf die Reisewarnungen ins Ausland seitens des Auswärtigen Amtes angewiesen. Wer demnach in diesem Sommer eine Reise ins Ausland antritt, entscheidet sich auf seine eigene Verantwortung. Wie verlautet, wird Deutschland beispielsweise eine erneute großangelegte Rückholaktion in diesem Jahr nicht mehr durchführen.

Reedereien bereiten sich vor

Ein Blick auf die Anbieter von Flussreisen und Kreuzfahrten zeigt, dass die Reedereien und Reiseveranstalter gewissenhaft die aktuellen Entwicklungen unter dem Aspekt des Wohls und der Sicherheit aller Gäste und Besatzungsmitglieder beobachten und bewerten und daher auch bereits angekündigte Änderungen auf die dynamisch fortschreitenden Entwicklung anpassen, die Durchführbarkeit von Fluss- und Seereisen neu bewerten und die erforderlichen Anpassungen vornehmen.

Gehen Kreuzfahrten wieder ab Ende Juli los?

Ein Blick auf die Informationen der einzelnen Reedereien und Unternehmen zeigt, dass die Durchführungen der maritimen Reisen voraussichtlich erst zum Ende des Monats Juli 2020 möglich sein dürfte. Derzeit wird noch an einem umfangreichen und detaillierten Hygiene- und Gesundheitskonzept gearbeitet, das dann für alle Gäste verbindlich sein wird. Alle Anbieter arbeiten derzeit intensiv an einem Konzept für die zeitnahe Wiederaufnahme des Fluss- und Seereisebetriebs. Abhängig ist aber der Restart von der Erreichbarkeit der Häfen und den ländereigenen detaillierten Reisebestimmungen.

Flussreisen: Vorteile sprechen für eine Flussreise

 

Kaum ist der Jahreswechsel vollzogen, taucht die Frage der Urlaubsplanung auf. Jahr für Jahr nehmen Tausende und Abertausende lange Flugreisen in Kauf, um an ihren Urlaubsort zu gelangen. Dabei kann durchaus der Stressfaktor die Oberhand gewinnen. Dem weichen wiederum Tausende und Abertausende dadurch aus, dass sie sich für eine vergnügliche und erlebnisreiche Flussreise entscheiden. Die Vorteile einer Flussreise liegen auf der Hand.

Anreise

Ohne lange Anreisen kann der Gast sein Flussschiff erreichen, das ihn auf Donau, Rhein, Mosel,Main, Elbe, Havel … zu den ersehnten Destinationen bringt. Der Stressfaktor ist äußerst gering, denn manche Reedereien bieten eine Haustürabholung an oder der Gast kann auch sein Gepäck bei Bahnanreise von der Haustür abholen und zum Schiff bringen lassen. Entscheidet sich der Gast zu einer Flussreise auf der französischen Rhône oder auf dem portugiesischen Douro, so bringt ihn ein moderner Reisebus direkt zur Anlegestelle des ausgewählten Flussschiffes. Lediglich bei exotische Flussreisen in Asien muss der Gast eine Flugreise in Kauf nehmen.

Gesundheit

Eine Flussreise beginnt bereits an der Haustür. Ohne Stress gelangt der Gast zu seinem gebuchten Flussschiff. Die Veranstalter legen großen Wert darauf, dass jeglicher Stress für den Gast vermieden wird. Am Flussschiff angekommen, fühlt ich der Gast rasch zu Hause, einmal den Koffer ausgepackt und seine Kabine, ein Vorteil sind auch die Außenkabinen auf den Flussschiffen, eingerichtet. Das war´s dann aber auch. Dann beginnt mit dem Ablegen des Flussschiffes auch schon die Entschleunigung des Alltags. Auf einem Flussschiff sind alle Gäste bestens aufgehogen; denn seekrank kann niemand auf einem Flussschiff werden.

Reisen ohne Umzug

Die Flussschiffe bringen während der Nacht ihre Gäste stets zu neuen Destinationen, die dann von Bord aus – organisiert – erkundigt werden können. Das lästige Kofferpacken entfällt, der Gast ist während der gesamten Flussreise zu Hause, jeglicher Umzug entfällt. Der Gast hat sich in seiner komfortablen Kabine, in seinem möblierten Hotelzimmer eingerichtet.

Neue Eindrücke, neue Landschaften

Für Einsteiger eignen sich Flussreisen als beste Urlaubsform. Neben den bereits aufgezeigten Vorteilen erlebt der Gast eine Urlaubsreise ohne Sprachprobleme. Die Flussreise bringt zudem eine ständige Abwechslung der Sehenswürdigkeiten. Der Naturliebhaber schätzt das langsame Vorbeigleiten an sich ständig ändernden Flusslandschaften. Für Kulturliebhaber gibt es beim umfangreichen Angebot auch literarische und musikalische Flusskreuzfahrten. Sportlich kommen bei Wanderungen oder auch bei der Erkundung per Rad auf ihr Kosten.

Meistens legen die Flussschiffe im Herzen der Städte an, so dass die Sehenswürdigkeiten und historischen Stadtkerne leicht erreichbar sind. Auch Gäste mit leichten Behinderungen können bei der Erkundung der Sehenswürdigkeiten mitmachen, sind nicht ausgeschlossen. Der Gast kann an Bord Ausflugspakete buchen oder auch auf eigene Fast die Sehenswürdigkeiten erkunden.

Service

Flussschiffe haben auch den Vorteil, dass die Anzahl der Gäste überschaubar ist. Dadurch kann das Serviceteam alle Passagiere individuell und auch intensiv betreuen, auch ganz persönliche Wünsche erfüllen.

Kontakte

Durch die überschaubare Größe gelingt es den Gästen in kürzester Zeit, Kontakte zu den Mitreisenden zu knüpfen. Auch Singles finden Anschluss, werden an Bord nicht ausgegrenzt.

Kulinarisches Angebot

Alle Gäste lieben aber das kulinarische Angebot an Bord mit vielen landestypischen Spezialitäten. Die Urlaubsfreude geht bei Flussreisen auch durch den Magen. Das Küchenteam setzt alles daran, seine Gäste zu verwöhnen. Die Gäste genießen meistens das vielseitige Büffet-Angebot oder lassen sich am Tisch bedienen.

Freizeit

Nach den täglichen Erkundungen kann der Gast nach Rückkehr entweder relaxen oder auch Entspannung durch die Fitness- und Wellnessangebote suchen. Abends muss sich der Gast nicht auf Unterhaltungsshows und Kleiderwechsel einstellen,denn an Bord herrscht ein familiäres und entspanntes Ambiente. Zur Abendunterhaltung treffen sich die Äste in der Lounge, lauschen der Musik eines Alleinunterhaltes, schwingen das Tanzbein oder lassen den Tag bei unterhaltsamen und entspannten Gesprächen ausklingen.

Preisgestaltung

Die meisten Angebote enthalten Inclusivleistungen, d.h. Transfer von/zu dem Heimatort sind ebenso enthalten wie beispielsweise auch die Trinkgelder.

Flussreisen – Im Fokus: Exotische Flussreisen mit Abenteuer für Genießer

Fans von Flussreisen haben längst die heimatlichen Grenzen überwunden und lenken  ihren Blick auf exotische Flüsse in aller Welt, so auf die Flüsse in Asien, Afrika und Amerika. Mit den exotischen Flussreisen auf Amazonas, Brahmaputra, Gambia, Ganges, Irawadi,Jangtse. Mekong und auch  Senegal verbinden die Gäste die Begegnung mit faszinierenden Landschaften, spannenden Tierbeobachtungen, fremden Kulturen und komfortabler Sicherheit.

Der besondere Reiz dieser exotischen Flussreisen liegt darin, dass die Routen vornehmlich abseits der ausgetretenen touristischen Pfade liegen, an Bord der kleineren Boutique-Flussschiffe stets eine familiäre Atmosphäre herrscht, diese Flussschiffe die Gäste zu Destinationen bringt, die mit regulären Verkehrsmitteln nicht zu erreichen sind, und dass die Gäste auf alle Fälle nicht seekrank werden können.

Hinzu kommt, dass Flussreisen bisweilen auch in eine Rundreise eingebunden sind und die Angebote von Vor- und Nachprogrammen die Möglichkeit anbieten, noch tiefer und intensiver in das jeweilige Land einzutauchen und Landschaften und Kulturen kennenzulernen. Solche Angebote vertiefen noch das Abenteuer auf dem Wasser.

Flussreisen – Externe Umstände beeinträchtigen Nachfrage – Ergebnis 2013

 

Für die Flusskreuzfahrtbranche war das Jahr 2013 das zweite schwierige Jahr in Folge. Das Hochwasser und Streiks der Schleusenwärter in Deutschland sowie die politischen Unruhen in Ägypten wirkten sich negativ auf die Buchungslage aus. Die Anbieter von Flusskreuzfahrten mussten daher Rückgänge sowohl bei den Passagierzahlen als auch beim Ticketerlös verkraften. Trotz der Einbußen hat sich das deutsche Gesamtpassagieraufkommen 2013 mit einem Anstieg von 2,4 Prozent innerhalb des europäischen Fahrtgebietes gegenüber 2012 positiv entwickelt. Das ist das Ergebnis der gemeinsamen Studie „Der Fluss-Kreuzfahrtmarkt Deutschland 2013“ des Deutschen ReiseVerbandes (DRV) und der IG RiverCruise, der Vereinigung der in Europa tätigen Flusskreuzfahrtreedereien, die heute im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz während der ITB Berlin präsentiert wurde.

Insgesamt wurden innerhalb des deutschen Quellmarktes im vergangenen Jahr 406.614 Flusskreuzfahrten verkauft. Das sind 6,9 Prozent weniger als im Jahr 2012 (436.628 Passagiere). Der Ticketerlös – die Summe der Erlöse aller verkauften Flussreisen an Reisende aus dem deutschen Quellmarkt – nahm um 38,682 Millionen Euro auf 416,805 Millionen Euro ab. Das entspricht einem Minus von 8,5 Prozent. Ein Vergleich der Ergebnisse mit den Vorjahreszahlen ist allerdings nur eingeschränkt möglich, da es seit diesem Jahr eine Umstellung bei der Datenerhebung gibt und für 2013 die Umsatzberechnungen ausschließlich die Ticketerlöse ab/bis zum jeweiligen Hafen umfassen. In den Vorjahren hingegen waren in den Umsatzerlösen die Kosten für die An- und Abreisen teilweise enthalten (vgl.  DRV-Kreuzfahrtenmarktstudie Deutschland 1993 bis 2012). Vor diesem Hintergrund fällt der Rückgang der oben angegebenen Zahlen geringer aus.

Die durchschnittliche Tagesrate einer Flusskreuzfahrt stieg von 139,50 Euro (2012) leicht an auf 141,96 Euro. Der durchschnittliche Preis für eine Flusskreuzfahrt hingegen sank von 1.043 Euro (2012) auf 1.025 Euro. Auch hierbei gilt, dass ein Vergleich der Ergebnisse mit den Vorjahreszahlen nur eingeschränkt möglich ist, da in den Umsatzerlösen der Vorjahre die Kosten für die An- und Abreisen teilweise enthalten waren.

Zu den Ursachen für den Rückgang im Flusskreuzfahrtengeschäft zählte das Hochwasser Ende Mai bis Anfang Juni 2013, von dem fast alle Flüsse und Fahrtgebiete gleichzeitig betroffen waren. Hinzu kam ein deutschlandweiter Streik der Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes in der Zeit von Juli bis September. Beide Ereignisse führten mehrere Wochen zu massiven Reiseausfällen und Mehraufwendungen in Folge von erforderlich werdenden Umroutungen der Schiffe, ungeplanten Passagiertransporten und Störungen der Logistikketten.

Den größten Anteil am Rückgang der Passagierzahlen hatte allerdings die weiterhin instabile politische Lage in Ägypten, die erhebliche Auswirkungen auf die Nachfrage von Nilkreuzfahrten hatte. Die Anbieter verzeichneten für Flusskreuzfahrten in dem arabischen Land einen Rückgang von mehr als 40 Prozent des Passagieraufkommens aus Deutschland. „Werden die drei genannten Ereignisse, die alle singulären Charakter und damit keinen strukturellen Einfluss haben, außer Acht gelassen, so zeigt sich, dass das Gesamtpassagieraufkommen aus Deutschland innerhalb des europäischen Fahrtgebietes von Flusskreuzfahrtschiffen auch 2013 gewachsen ist“, macht Robert Straubhaar, Präsident IG RiverCruise, deutlich.

„Betrachtet man allein das europäische Fahrtgebiet, so verzeichnete die Flusskreuzfahrt hier einen Anstieg von 2,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2012 und eine Zunahme von rund 0,7 Prozent gegenüber dem bisherigen Rekordjahr 2011“, ergänzt Helge Grammerstorf, Geschäftsführer der IG RiverCruise, und weist darauf hin, dass man im Hinblick darauf berechtigt von einem positiven Trend in der Flusskreuzfahrt 2013 sprechen könne. Im Übrigen verzeichneten die außereuropäischen Quellmärkte für Flusskreuzfahrten auf europäischen Flüssen in 2013 erneut erfreulich hohe Zuwächse.

Die Donau, der Rhein und der Nil waren im Jahr 2013 die bei Deutschen beliebtesten Fahrtgebiete. Das Ranking blieb damit im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Die durchschnittliche Reisedauer einer Flusskreuzfahrt lag mit 7,2 Nächten nur geringfügig unter dem Vorjahrswert von 7,5 Nächten. Innerhalb des europäischen Fahrtgebietes wurden durch den deutschen Quellmarkt die meisten Flusskreuzfahrten realisiert, gefolgt von den USA und Kanada. Die stetig steigende Nachfrage nach Flusskreuzfahrtreisen aus dem nordamerikanischen Quellmarkt spiegelt sich auch im Orderbuch der geplanten Neubauten für 2014 wider. Mehr als die Hälfte der 39 für 2014 geplanten Neubauten mit einer Bettenkapazität von 5.654 wurden von US-Reiseveranstaltern und -Reedereien zum Einsatz im europäischen Fahrtgebiet ausschließlich für den amerikanischen Quellmarkt in Auftrag gegeben.

Die europäische Flusskreuzfahrtbranche trägt in erheblichem Maß zur Wertschöpfung der Binnenschifffahrt bei. Sie produziert pro Jahr ein Volumen von über 850.000 Flusskreuzfahrten, sichert dabei direkt 9.700 Arbeitsplätze auf den Schiffen und weitere 3.000 bei Reedereien an Land. Hinzu kommen circa 9.300 indirekt von der Flusskreuzfahrt abhängige Arbeitsplätze bei Zulieferern und Serviceanbietern an Land. Nicht zuletzt nahm die deutsche Flusskreuzfahrt im vergangenen Jahr 22 neue Schiffe mit einem Investitionsvolumen von ca. 500 Millionen Euro von europäischen Werften ab.

Vor diesem Hintergrund wurden die Teilnehmer der Befragung nach ihrer persönlichen Erwartung zur künftigen Entwicklung der Flusskreuzfahrt gefragt. Dabei bewerteten 65 Prozent der 30 befragten Unternehmen die Aussichten als positiv.

Quelle: Presseinformation DRV v. 05.03.14

Flusskreuzfahrten auf Talfahrt

Trotz aller Versprechungen und positivem Ausblick hat die Havarie der Costa Concordia am 13.01.2012 mit insgesamt 32 Toten nicht nur zu Buchungseinbrüchen der Hochseekreuzfahrten geführt. Auch die Anbieter der Flusskreuzfahrten wurden von dem negativen Sog erfasst und mussten erhebliche Einbußen hinnehmen. Nach diesem enormen finanziellen Niederschlag blieb zunächst die Hoffnung auf eine baldige positive Wende. Doch auch hier gilt mal wieder: Ein Unglück kommt selten allein.

In diesem Jahr hatte der Autor eine Flussreise auf der Rhône gebucht. Doch das extreme Hochwasser führte zu erheblichen Routenführungen und Ausfällen. Nicht nur Rhône-Flussreisen waren von diesem erneuten maritimen Einbruch betroffen. Auch nahezu alle anderen europäischen Flüsse brachten eine erneute Flaute im maritimen Flussgeschäft. Durch Umbuchungen und Routenänderungen versuchten die Flussreisen-Anbieter noch ihr Geschäft einigermaßen zu retten, doch die Bilanz 2013 wird kaum günstig ausfallen können.

Als hätten das Flussreisengeschäft noch nicht genug unter diesen klimatischen Bedingungen zu leiden, auch der Faktor Mensch beeinflusste das Geschäft durch diverse Streiks. Ab 24.07.2013 legten die Schleusenwärter die Schifffahrt auf deutschen Flüssen und Kanälen lahm.

Alle guten Dinge sind drei, alle schlechten hingegen anscheinend vier. Denn die „Deutzer Platte“ auf dem Rhein bei Köln erlangte vor wenigen Tagen traurige Berühmtheit. In nur zwei Tagen liefen vier Schiffe auf Grund und sorgten dafür, dass die am stärksten befahrene Wasserstraße gesperrt werden musste.

Nun reicht´s aber! So bleibt zu hoffen, dass wenigstens noch ein „Goldener Herbst“ den Flussreisenanbietern eine „goldene“ Bilanz beschert und alle Flussreisen auf europäischen Flüssen nach Plan erfolgen können. Vielleicht aber führt die teilweise zeitliche Blockade an möglichen Flussreisen jetzt zu vermehrten Buchungen, was allen Flussreisen-Anbietern zu wünschen ist.

Flussreisen – Entschleunigung des Alltags


Kaum ist der Jahreswechsel vollzogen, taucht die Frage der Urlaubsplanung auf. Jahr für Jahr nehmen Tausende und Abertausende lange Flugreisen in Kauf, um an ihren Urlaubsort zu gelangen. Dabei kann durchaus der Stressfaktor die Oberhand gewinnen. Dem weichen wiederum Tausende und Abertausende dadurch aus, dass sie sich für eine vergnügliche und erlebnisreiche Flussreise entscheiden.

Die Vorteile einer Flussreise liegen auf der Hand. Zum einen ist die Reise das Ziel. Ohne lange Anreisen kann der Gast sein Flussschiff erreichen, das ihn auf Donau, Rhein,Mosel,Main, Elbe, Havel … zu den ersehnten Destinationen bringt. Der Stressfaktor ist äußerst gering, denn manche Reedereien bieten eine Haustürabholung an oder der Gast kann auch sein Gepäck bei Bahnanreise von der Haustür abholen und zum Schiff bringen lassen.

Am Flussschiff angekommen, fühlt ich der Gast rasch zu Hause, einmal den Koffer ausgepackt und seine Kabine, ein Vorteil sind auch die Außenkabinen auf den Flussschiffen, eingerichtet.Das war´s dann aber auch. Dann begi9nnt mit dem Ablegen des Flussschiffes auch schon die Entschleunigung des Alltags.

Entscheidet sich der Gast zu einer Flussreise auf der französischen Rhône oder auf dem portugiesischen Douro, so bringt ihn ein moderner Reisebus direkt zur Anlegestelle des ausgewählten Flussschiffes. Lediglich bei exotische Flussreisen in Asien muss der Gast eine Flugreise in Kauf nehmen.

Für Einsteiger eignen sich Flussreisen als beste Urlaubsform. Neben den bereits aufgezeigten Vorteilen erlebt der Gast eine Urlaubsreise ohne Sprachprobleme. Die Flussreise bringt zudem eine ständige Abwechslung der Sehenswürdigkeiten. Der Naturliebhaber schätzt das langsame Vorbeigleiten an sich ständig ändernden Flusslandschaften. Für Kulturliebhaber gibt es beim umfangreichen Angebot auch literarische und musikalische Flusskreuzfahrten. Sportlich kommen bei Wanderungen oder auch bei der Erkundung per Rad auf ihr Kosten.

Alle Gäste lieben aber das kulinarische Angebot an Bord mit vielen landestypischen Spezialitäten. Die Urlaubsfreude geht bei Flussreisen auch durch den Magen. Das Küchenteam setzt alles daran, seine Gäste zu verwöhnen.

An Bord herrscht eine freundliche, sogar herzliche Atmosphäre. An Bord der doch verhältnismäßig kleinen Flussschiffe mit ca. 110Meter Länge gibt es keinerlei Orientierungsschwierigkeiten.

Bei den ständigen Stopps kann sich der Gast der Reiseleitung des Schiffes anschließen oder auch auf eigene Faust die Umgebung erkunden. Jede Flussreise wird zum unvergesslichen Erlebnis.

Flussreisen – Welche Flüsse sind wegen des Hochwassers für die Schifffahrt gesperrt?

Reisebüros, die ihre Flusskreuzfahrtkunden über mögliche Folgen wie Einschränkungen und Sperren für den Schiffsverkehr in Deutschland informieren wollen, aber auch Kunden, die eine Flussreise gebucht haben oder buchen wollen, finden im Internet Informationen aus erster Hand. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes betreibt den Informations-Service “ELWIS“, der Nachrichten zur aktuellen Lage bereithält.
 
In der Suchmaske – aufzurufen unter unter https://www.elwis.de/mvc/main.php.html?modul=nfb – können die jeweilige Wasserstraßen und der Zeitraum ausgewählt werden, für den nach Einschränkungen gesucht werden soll.