1 AVista Reisen – 224 Pfoten auf Hundekreuzfahrt 1

Fotoalbum Teil 1

Ein Pferd sollte man ja bekanntlich nicht vom Schwanz her aufzäumen, doch die Flussreise des Spezialisten für Flusskreuzfahrten, 1 AVista Reisen, mit der MS Rigoletto in der Zeit vom 16. bis 21. Oktober 2011 sowie das äußerst positive Résumé muss an den Anfang des folgenden Berichtes gestellt werden; denn diese fünftägige Rhein-Flussreise „Frauchen, Herrchen und Hund gemeinsam auf Kreuzfahrt“ übertraf alle Erwartungen.

Gedachte Bedenken, ein Hund könnte über Bord fallen, Hunde hätten keinen ausreichenden Auslauf, die großen und kleinen Hunde könnten bei Bedarfni9cht ihre Nordurft verrichten, den Vierbeinern könnte es langweilig werden, ein nächtliches Hundegebell könnte die Nachtruhe beeinträchtigen, die Hunde müssten sich mit aggressive Artgenossen auseinandersetzen und einem Dauerstress ausgesetzt sein …, wurden keinesfalls Realität. Ganz im Gegenteil!

In der Ankündigung dieser Frauchen-Herrchen-Hundereise hatte der Kölner Anbieter dieser einmaligen und einzigartigen Hundekreuzfahrt darauf verwiesen, dass Hunde an Bord absolut willkommen seien und als Gast im Vordergrund stünden. Dass die 96 Gäste bei den 56 mitreisenden Hunden auf die „Kleine Hausordnung “ achteten, versteht sich letztlich von selbst. Es war auch kein leeres Gerede, dass das Serviceteam an Bord alles versuchen werde, um allen Zwei- wie auch Vierbeinern einen schönen Urlaub zu bereiten. Die 1 AVista Reisen-Verantwortlichen hatten mit den beiden Kapitänen Marco Bergsma und Jaap Lamme die Anlegestellen der MS Rigoletto so günstig gelegt, dass jeden Tag regelmäßige Landgänge mit mindestens drei Stopps meist in kleineren Orten mit angrenzenden Grünflächen eingelegt wurden. Außerdem stand den vierbeinigen Lieblingen auf dem Sonnendeck eine kleine Hundewiese für die Pippi-Stopps zwischendurch zur Verfügung. Auf der kleinen Wiese mit Rollrasen konnten sich die kleinen und großen Vierbeiner gegenseitig beschnuppern und auch die eine oder andere Freundschaft schließen. An Bord waren alle Hunde angeleint, so dass auch kein Vierbeiner über Bord fallen konnte.

Bei der äußerst freundlichen und warmherzigen Betreuung durch das Service-Team fühlten sich alle wohl. Die Hunde konnten sich über mangelnde und persönliche Zuwendung nicht beklagen; denn das gesamte freundliche Personal hatte stets ein Leckerli dabei und bedachte die 56 Hunden stets mit Streicheleinheiten. Frisches Trinkwasser stand in allen öffentlichen Räumlichkeiten als auch in den Kabinen zur Verfügung. Die Rezeption war stets mit Leckerchen bestückt, die kostenlos abgeholt werden konnten. Tagtäglich konnten die Gäste hautnah miterleben, dass diese Hundereise für das gesamte Rigoletto-Team der Saison-Höhepunkt war und die kleinen und großen VIPS mit vielen Streicheleinheiten verwöhnte.

Wen wundert´s da, dass die allermeisten Vierbeiner jetzt bereits von der nächsten Hundekreuzfahrt träumen, die 1 AVista Reisen als dreitägige in der Zeit vom 20. bis 23. Oktober 2012 und als siebentägige in der Zeit vom 23. bis 30. Oktober 2012 mit der MS Normandie gestalten. Der Urlaub mit Gleichgesinnten hat allen Gästen so gut gefallen, dass einige bereits die nächste Hundekreuzfahrt 2012 bereits an Bord der MS Rigoletto buchten, und auch die Vierbeiner freuen sich auf die erneute Begegnung mit ihren neuen Freunden. Das Angebot von 1 AVista, Flusskreuzfahrten mit Hunden durchzuführen, ist einmalig in Deutschland, und die Anzahl der Wiederholer belegt, dass Hundebesitzer bislang jahrelang auf einen gemeinsamen Urlaub mit Hund an Bord eines Schiffes gewartet haben, sich nunmehr aber dieser Traum mit der 1 AVista-Reiseform erfüllen lässt.

Mit einem längeren Gedicht wartet Angelika Herbrand mit einer „Story aus der Sicht eines Hundes“ auf, und mit Genehmigung der Autorin webt der Berichterstatter immer wieder einzelne kursive Passagen ein und kennzeichnet diese Stellen mit einem Sternchen (*).

1. Reisetag: 16. 10. 2011

Aus allen Teilen der Bundesrepublik Deutschland sind die Hundefreunde mit ihren Vierbeinern angereist, die meisten etwas zu früh, denn Einchecken ist erst auf 15 Uhr vereinbart. Kaum haben die Gäste mit ihren Lieblingen das Oberdeck des eleganten 105 Meter langen und 10,5 Meter breiten Flussschiffes MS Rigoletto betreten, haben die VIPS die extra für sie eingerichtete Hundewiese entdeckt und auch in Beschlag genommen. Staunend, lächelnd, zweifelnd und grübelnd stehen viele Passanten vor dem Absperrgitter der Uferpromenade unweit des Schokoladenmuseums und beobachten das lebhafte Treiben an Bord des Flussschiffes, wie die vierbeinigen Gäste liebevoll von dem Serviceteam begrüßt werden, wie ein Begrüßungsfoto geschossen wird, wie sich erste Kontakte unter den Hundefreunden und Vierbeinern knüpfen., wie sich die Vertreter vieler Hunderassen auf der Pippi-Grasfläche tummeln, wie das Bord-Service-Team große Karton der Fa Royal Canin an Bord stapelt.

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Kurz vor 15 Uhr nehmen dann die kleinen und großen Urlauber „Besitz“ von der MS Rigoletto und freuen sich über das herzliche Willkommen der Crew. Dies sind für die nächsten fünf Tage die VIPS:

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All Star, Amica, Amira, Anni, Bella, Beuty, Buddy, Büffelchen, Cerry, Devil, Eddy, Eddy, Emeli von der Beyershöhe, Emma, Esperanza, Felix II, Flocke, Gizmo, Grischka, Holly, Jacki, Jerry, Jonny, Karli, Koncita, Laura, Lola, Lou, Lucky, Monty, Mozart, Naja, Nelly, Odin, Paint, Pascha, Paul, Rocky, Samira, Schnuppel, Sherry, Simba, Silvia, Sissi, Tiffany, Tina, Tessie, Tistie, Toxi, Zora

Kurz bevor die MS Rigoletto Fahrt aufnimmt, müssen sich die Besucher verabschieden. Die 96 Urlauber haben mit ihren insgesamt 56 Lieblingen bereits die Kabinen besichtigt, haben ihren Tisch im Restaurant reservieren lassen, finden sich im Salon zur Begrüßung durch die Reiseleiterin Anke Braun ein, genießen den ersten Kaffee und Leckerbissen an Bord und werden nach einem mehrstimmigen „Hundechoral“ mit den wichtigsten Schiffsinformation vertraut gemacht:

  • Hunde sind jederzeit an Bord an der Leine zu führen!

  • Der Aufenthalte der Tiere ist in allen öffentlichen Räumlichkeiten gestattet.

  • Überall an Bord sind Gefäße mit Trinkwasser für die Tiere aufgestellt.

  • In der Nähe der Hundewiese liegen spezielle Tüten bereit, damit die Hinterlassenschaften durch die Hundebesitzer umgehend eingesammelt und in den bereit stehenden Eimern entsorgt werden.

  • Zu den Landgängen müssen die Hundebesitzer stets einen dieser Beutel dabei haben und auch an Land die Hinterlassenschaften entsorgen.

  • Alle wichtigen Tagesinformationen gibt es in den Tagesprogrammen, die der Gast nach dem Abendessen in seiner Kabine vorfindet.

  • Leckerlis können rund um die Uhr an der Rezeption abgeholt werden.

  • Damit das Service-Team im Restaurant gefahrlos alle Tische erreichen kann, sollten sich die Hunde nicht in den Gängen aufhalten.

  • Vorsicht geboten ist an den Treppenaufgängen sowie auf dem Oberdeck, da nachts die Temperaturen durchaus auf 1° absinken und einzelne Stellen durch Frost gefährlich geworden sein können.

  • Alle öffentlichen Räumlichkeiten sind Nichtraucherbereiche.

Im Rahmen dieser Infostunde „Auf ein Wort“ erfahren die Gäste auch Details über ihr „schwimmendes Hotel“. Die MS Rigoletto wurde 1986/87 gebaut und in den Jahren 2002/2003 von 95 Meter auf 105 Meter verlängert. An Bord befinden sich 60 Kabinen. Der Dieselverbrauch beläuft sich auf 300 l/h. Stromaufwärts bewegt sich die MS Rigoletto mit einer Geschwindigkeit von 15 km/h, stromabwärts mit 22 km/h.

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An diesem ersten Schnuppertag gibt es im Salon auch einen Begrüßungscocktail, und Kapitän Marco Bergsma stellt den Gästen den 2. Kapitän Jaap Lamme, den Hotelmanager Aloys Hoogveld, den Küchenchef Norbert Pisak und alle weiteren Mitglieder der Besatzung vor.

Bevor das Willkommens-Abendessen im Restaurant serviert wird, bleibt allen Gästen noch ausreichend Zeit, ersten Blicke auf die atemberaubenden und ständig wechselnden Sehenswürdigkeiten der Flusslandschaften auf dem Weg nach Holland zu werfen. Möwenschwärme – zu Wasser und in der Luft – begleiten die MS Rigoletto, und an den Ufern erspähen die guten Beobachter bereits Enten, vereinzelt Schwäne, Angler und die verschiedenen Vertreter der Auenlandschaften.

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Vor und nach dem Abendessen unterhält der Bordmusiker Oliver – auch an allen Folgetagen – die Gäste unermüdlich mit internationalen Melodien.

(*) Plötzlich zog man mich auf ein schwankendes Gefährt,
zum langen Beschnüffeln war es leider zu spät.
Rigoletto nannte man diesen großen Kahn.
Hallo, Zweibeiner! Was habt Ihr vor? Das war nicht mein Plan.
Aus allen Ecken, Löchern, Ritzen
sah ich große und kleine Verwandte flitzen.
Beschnuppern konnte ich 56 meiner Leidensgenossen.
Vor Schreck hab´ ich sogleich diese Planken begossen.
20m² hatte man mit Gras und Sträuchern belegt,
wo ich mich sonst auf´nem Platz wie ein Fußballfeld beweg.
Hallo Verwandte von Adel, Straße und so!
Wie findet Ihr denn unser grünes Ersatzklo?
Doch wir sind bescheiden, denn wir haben Klasse,
wir Spezies auf 4 Beinen aller Hunderassen.
Leckerlis gibt´s en Masse und ohne Dressur.
Hier bleibe ich, mach Urlaub oder ´ne Kur.

Die wenigsten harrten im Salon bis zum Spätabends-Snack aus, sondern fielen nach der anstrengenden Anreise nach kurzem Pippi-Stopp ins gerichtete Bett(chen) und träumten von der kommenden, ereignisreichen und erholsamen Zeit an Bord der MS Rigoletto.

1 AVista Reisen – 224 Pfoten auf Hundekreuzfahrt 2

Fotoalbum Teil 2

2. Reisetag: 17. 10. 2011

Nach und nach wachen die Zwei- und Vierbeiner auf. Im Dunst taucht die Festungsstadt Gorinchen auf, die von einer Stadtmauer begrenzt wird. Die aufgehende Sonne verzaubert mit Nebelschwaden die Umgebung in eine verzauberte Landschaft. Von Ferne grüßt der Große Turm und eine Windmühle auf dem Deich. Der Rigoletto-Kapitän hält sein versprechen. Jetzt wird ein Pipi-Stopp eingelegt, und auf der ans Ufer angrenzenden Grünfläche können sich die Vierbeiner austoben, ihre Notdurft verrichten, sich gegenseitig beschnuppern, erste Freundschaften schließen und endlich ausgiebig die vier Beinchen vertreten. Auf einem kleinen Stadt-Rundgang erkunden die Gäste aus Deutschland den Stadtkern mit vielen historischen Gebäuden und einen kleinen Teil der typischen Wehranlage der „Nieuwe Hollandse Waterlinie“.

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Fast zwei Stunden können die Gäste das Frühstücksbuffet im Restaurant genießen, bevor sich die MS Rigoletto um 10.00 Uhr in Richtung s´Gravendeel aufmacht. „Extra“ – so Reiseleiterin Anke- hat ein Schiffsbagger die Fahrrinne für die MS Rigoletto ausgebaggert. Reiseleiterin Anke macht die Gäste auch mit der in Deutschland und Holland verschiedenen Kilometrisierung des Rheins bekannt.

Die MS Rigoletto passiert ab Kilometer 960 verschiedene Schiffswerten, u.a. auch die Werft, in der die MS Rigoletto 1086/87 gefertigt wurde. Auch den Neubau „Armelia“ (Phoenix Reisen) entdecken die aufmerksamen Beobachter. Neben Werften befinden sich holz- und metallverarbeitende Industrieanlagen sowie kleinere Seehäfen an diesem Reiseabschnitt. Leider hüllt ein Dunstschleier die interessante Uferlandschaft ein, doch immer wieder wird ein Blick auf die Wasservögel frei, so auch auf Kormorane, die nach der Jagd an exponierten Stellen sich niederlassen haben und ihr Gefieder trocknen lassen. Ein Schlepper befördert auf dem Strom ein ganzes Haus gen Norden. Vorbei geht die Fahrt an der mittelalterlichen Stadt Dordrecht, der drittgrößten Stadt der Provinz Südholland. Das sog. „Drei-Flüsse-Eck“ im Norden der Insel Dordrecht ist eine der am meisten befahrenen Wasserwege der Niederlande. Die zunächst geplante Destination s´Gravendeel wird zügig passiert, und die MS Rigoletto bevorzugt einen längeren Stopp in Willemstad, der Festungsstadt am Wasser.

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 Die Vierbeiner sind wieder voller Tatendrang, freuen sich auf den langen Pipi-Stopp und begleiten Frauchen und Herrchen auf der fesselnden Erkundung dieser Festungsstadt. Vorwiegend die Altstadt, deren Bauwerke aus dem 17. Jahrhundert stammen, gilt es auf dem Weg durch die gepflasterten Straßen vorbei an ansehnlichen Gebäuden zu besuchen. Die Wanderung schafft Begegnungen mit der geschichtsträchtigen Vergangenheit und erschließt auf dem kleinen Tripp auf dem die Stadt Willemstad umgebenden Befestigungswall auch einen faszinierenden Blick auf eine wechselhafte Naturschönheit. Und die deutschen Gäste sind angetan von den kleinen, schlanken Backsteinhäuschen ebenso wie von den prunkvollen Prachtbauten der Stadt, so der reformierten Kirche, der Kuppelkirche, dem ehemaligen Rathaus, dem Pulverhaus, den verschiedenen Wachthäusern, dem Arsenal und dem Touristenmueum Mauritshuis, wo sich die Gäste die monumentale Stadtansicht innerhalb der Verteidigungswälle im Modell ansehen können.

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Die Zeit von der Kaffeestunde und der Cocktail-Stunde im Salon bis zum Abendessen können sich die Gäste mit dem Lösen einiger Scherzfragen vertreiben, die Reiseleiterin Anke für alle vorbereitet hat, so beispielsweise

  • Welche Vögel, die aus Eiern schlüpfen, legen selbst keine Eier? Alle Männchen

  • Welche Bilder kann man nur im Dunkeln sehen? Die Sternbidler

  • Was ist das? Im Sommer ist er bekleidet, im Winter nackt? Der Laubbaum

  • Kann ein Mann, der südlich von Hamburg lebt, nördlich der Donau begraben sein? nein, denn erlebt noch…

Das heutige „Nachtlager“ der MS Rigoletto löst zwiespältige Gefühle aus, die der „Angelika-Hund“ folgendermaßen formuliert:

(*) Nach diesem glückseligen Tag
folgte der Schock mit einem Schlag.
Meine Kur geht zum Teufel, ich kann nur hoffen.
Containerplatz: War der Kapitän vielleicht besoffen?
Zum Trost nimmt uns Frauchen ganz lieb in den Arm.
Im Salon bei Musik ist es mollig und warm.

Vor der Kabine finden die Gäste ein Schreiben der Reiseleiterin Anke mit der erhofften Programmänderung. Um 6.00 Uhr, dem frühstmöglichen Zeitpunkt, wird die MS Rigoletto Bergen op Zoom verlassen und nach Willemstad zur Pipi-Pause zurückkehren.

(*) Und dann noch ein Leckerli, welches gute Laune macht.
Morgens schnell wieder weg, wieder nach Willemstad.,
Dort konnte man auch nicht richtig toben,
denn nun kam das Wasser auch noch von oben.

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Fotoalbum Teil 3

3. Reisetag: 18. 10. 2011

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Die düsteren Gedanken sind verschwunden. Mit der Entscheidung, nach Willemstad zurückzukehren und dort den großen und kleinen Gästen einen Stopp zu ermöglichen, kehrt die gewohnte Erleichterung und Begeisterung zurück. Lediglich der einsetzende Regen vermindert ein wenig die überaus positive Stimmung. Umsichtig sorgt sich die Crew um die nassen Vierbeiner und hat einen Stapel Handtücher zum Abtrocknen bereit gelegt und Frauchen und Herrchen für den Spaziergang ausreichend Regenschirme zur Verfügung gestellt.

Den Gästen fällt es trotz der häufigen Durchsagen und der im Rezeptionsbereich aufgehängten Reisekarte nicht leicht, sich in dem gesamten Rheindelta zurecht zu finden. An der niederländischen Grenze beginnt das eigentliche Delta des Rheins. Hier teilt sich der Rhein bei zwei teilungen auf drei Hauptdeltaarme, zuerst in Waal, dann in Nederrijn:

  • Rhein – Waal – Boven.Mervede – Nieuwe Merwede ist der wasserreichste Deltaarm und mündet in die ehemalige Meeresbucht Hollands Diep.

  • Nederrijn – Lek mündet westlich von Rotetrdam in die Neue Maas.

  • Issel zweigt bei Arnheim vom Nederrijn nach Norden abudn mündet bei Zwolle ins Ijsselmeer.

Nur gut, dass beide Kapitäne Bergsma und Lamme inmitten dieser vielfältigen Wasserläufe die Übersicht behalten und alle Passagiere sicher zum nächsten Reiseziel bringen. Am frühen Morgen nach dem ersten Pipi-Stopp für Cherry auf der Hundewiese trifft der Berichtserstatter einen Mitreisenden an der Raucherecke, der längst mit seinem Vierbeiner an Bord war, auf seine Frau wartet und meint:

Man muss jeder Frau die Möglichkeit geben, sich in Ruhe fertig zu machen.“

Für den Vormittag hat Reiseleiterin Anke das beliebte Kreuzfahrtspiel BINGO auf die „Tagesordnung“ gesetzt. Die speziellen Preise Hundebier und Hundepopkorn werden gerne angenommen. So stört der Regen kaum auf dem Weg zum nächsten Reiseziel Heusden, das um 13.45 Uhr erreicht wird und wo die MS Rigoletto auch über Nacht im Hafen bleibt.

Für ausgedehnte Wanderungen bleibt genügend Zeit. Heusden ist eine der schönsten Festungsstädtchen in Europa, die 1968 bis 1988 völlig restauriert wurde. Die Gäste können Heusden, die von Wällen und Gräben eingeschlossen ist, auch auf eigene Faust erkunden. Auf einem Spaziergang durch malerische Straßen, bemerkenswerte Fassaden, Türen, Hausschmuck und sehenswerten Galerien, vorbei an außergewöhnlichen Geschäften und zahlreichen Restaurants erhalten die Mitreisenden einen eindringlichen Eindruck über den unter Denkmalschutz stehenden und historisch bedeutenden Ort mit zwölfhundertjähriger Geschichte. Besonders prägt sich das auffallendste Merkmal des dekorativen Gebrauchs von Backsteinen sowie die wunderschönen Giebel in den ganz verschiedenen Stilen ein.

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Auch die interessanten Spaziergänge haben Kontakte unter den Mitreisenden schaffen können. Schlimme Hundeschicksale sind bekannt geworden, aber auch lustige Begebenheiten wurden ausgetauscht. Mancher Hund wurde als „Ersatz“ für einen frühzeitig verstorbenen Vierbeiner angeschafft, mancher Liebling wurde in einem Tierheim gefunden oder aus dem Ausland mitgebracht. Der „westfälische Kampfhamster“ fand an Bord ebenso Beachtung wie manch kleiner Hunde-Wirbelwind. Auch der Hundeadel „von der Beyershöhe“ oder „von Chanel“ war vertreten. Manch einer der großen Vertreter hatte stets die Ruhe weg. Ein Hundekreuzfahrer konnte lediglich mit einem Auge die Reisewelt erkunden. Ein Girlpower war ebenso vertreten wie ein Beschützer seines wesentlich kleineren älteren Bruders. Ein kleiner Mops verdrehte allen die Augen, und ein kleiner „Fuchs“ versuchte ständig durch das Ziehen am Hosenbein des Herrchens einen Happen beim Essen abzubekommen. Kontaktfreudig zeigten sich alle Lieblinge. Es wurde viel geschnuppert, Kontakte geschaffen, mit dem Schwanz gewedelt, geflirtet und die besten treuen Blicke aufgesetzt.

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Nach dem Abendessen wartete Reiseleiterin Anke mit dem Quiz „Eine Reise durch die Welt“ auf. Manch ein Team fühlte sich als „Team Alzheimer“, doch auch manche Teams konnten bis zu 18 der insgesamt 28 Fragen richtig beantworten. An Hand der Diashow und der eingeblendeten Musikbeispiele unternahmen die Gäste eine unterhaltsame Reise.

Und wie sah der „Bordhund“ von Angelika diesen Quiz?

(*) Am Rateabend kamen die Menschen ganz schön ins Grübeln.
Was die alles nicht wussten, das war ziemlich übel.

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Fotoalbum Teil 4

4. – 6. Reisetag

4. Reisetag: 19. 10. 2011

Wieder mitten in der Nacht gegen 3.00 Uhr legt die MS Rigoletto von Heusden Richtung Nijmegen ab. Die auf einem Höhenrücken an den Ufern der Waal gelegene Stadt erreicht die MS Rigoletto pünktlich um 8.00 Uhr. Allen Gästen bleibt noch genügend Zeit, um sich nach dem reichhaltigen Frühstück auf den Ausflug vorzubereiten. Aber auch Regen hält die 40 Mitreisenden nicht davon ab, mit dem örtlichen Reiseleiter Jan, der erstmals eine Stadtführung mit Hundebegleitung durchführt, eine Stadt zu besuchen, die mitten in der Natur liegt, mit viel Wasser und Grün. Die Waalkade und die Silhouette der Innenstadt bilden eine imposante Einheit. Nach einem treppenreichen Aufgang trotzen die Mitreisenden mit ihren geduldigen Begleitern dem Regen und der Kälte. Über die Prachtbauten an der einstigen Via Romana gelangt die Besuchergruppe schließlich zur Altstadt, die allerdings in der jetzigen Form erst nach dem Zweiten Weltkrieg entstanden ist. Glücklicherweise klart das Wetter noch auf, doch die gesamte Reisegruppe muss auf zwei Nachzügler warten, die unverständlicherweise 40 Minuten nach vereinbartem letztem Einschiffungstermin zur MS Rigoletto zurückkehren und den weiteren Ablauf der Flussreise erheblich beeinträchtigen.

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Die Weiterfahrt nach Wesel gestaltet ich dennoch unterhaltsam. Zum einen ist es die beeindruckende Natur der angrenzenden Flusslandschaften. Fauna und Flora dieser Landschaftsteile nehmen jeden Beobachter in Beschlag, seien es Wasservögel, die in Schwärmen die MS Rigoletto umfliegen oder am Ufer und auf den Buhnen sitzen, seien es die verästelten Wasserläufe mit einer Artenvielfalt an Pflanzen, seien es die vielen Buhnen, Sandstrände, Pappelalleen, die weiten Wiesenflächen mit grasenden Rindern und Pferden, seien es die Schafsherden an den Uferbezirken, seien es aber auch Begegnungen mit dem fließenden Schiffsverkehr und auch der Aussicht auf die angrenzenden Orte sowie die Erläuterungen von Reiseleiterin Anke und des Kapitäns Marco Bergsma:

  • Bei Kilometerstand 884 beginnt die imaginäre Grenze zwischen Deutschland und Holland.

  • Auf Grund des durch ein Zuspätkommen verursachten Zeitverlustes wird die MS Rigoletto bei voller Fahrt betankt.

  • Um 14.30 Uhr lenkt die MS Rigoletto von der Waal in den Rijn ein.

  • Bei Kilometerstand 865 ist links Holland, rechts Deutschland.

  • Nach Passieren der ehemaligen Zollstation Lobith herrscht auf dem Fluss wieder Rechtsverkehr.

  • Die geplante Destination Xanten wird in Wesel abgeändert, die lediglich 9 km von Xanten entfernt liegt.

  • Bei Kilometerstand 858 heißt es „Willkommen in Deutschland!“.

  • Bei Emmerich (km 853) bestaunen die Gäste Europas längste Hängebrücke,

  • bei km-Stand 842 den Reaktorkomplex Kalka, der allerdings niemals ans Netz ging und mit Hilfe von einflussreichen Investoren in einen Vergnügungspark umgewandelt wurde. Das Kernkraftwerk Kalkar wurde zwar 1985 fertig gestellt, wurde aber aber wegen sicherheitstechnischer und politischer Bedenken 1991 eingestellt.

  • Bei der ältesten Stadt Rees am Niederrhein fallen zunächst die hohen Uferbefestigungen auf. Bisweilen erreichen die Aufschichtungen der Eisschollen drei Meter. Beim Vorbeigleiten erkennen die Beobachter die Rheinpromenade mit zahlreichen Cafés. Bekannt ist dieser Ort auch wegen der Bronze-Statue „Zwiegespräch“. Der "Rhinkieker" ist eine vom Bildhauer und Künstler Dieter von Levetzow geschaffene Skulptur, die auf den vorbeifließenden Rhein blickt.

Die Sonne meint es gut mit den Flusskreuzfahrern. Immer wieder durchbricht sie die aufgezogenen Wolkenbänke. Vor dem Abendessen können Mensch und Tier noch einen ausgedehnten Spaziergang unternehmen. Am Abend heißt es dann „Eben noch im Dienst, nun auf der Showbühne!“ Die Besatzung hat eine Überraschung vorbereitet und bietet eine lustige Show mit einem Matrosen- und Reinigungschor, einem Seiltänzer, einem Putzbalett, einer Mupped-Show, der musikalischen Inszenierung der „Glocken von Rom“ sowie dem Auftritt der Rigoletto-Nonnen für die Flusskreuzfahrer zusammengestellt, die mit viel Beifall mit lautstarker Unterstützung aller Vierbeiner bedacht werden, und Hotelmanager und „holländische Nachtigall“ Aloys Hoogveld muss sein Gesangstalent gleich viermal unter Beweis stellen.

(*) Der Abend begann mit ´ner tollen Show,
kein Augen blieb trocken, wow – wow -wow.
Man bot uns Tanz und Glockenspiel.
Für uns Hundeohren zwar ziemlich viel.
Doch den Menschen wurde viel geboten:
Ballett, Klamauk, so manche Zoten.
Hotelmanager war unser Sängerheld
und verzauberte die Damenwelt.
Die Crew brachte viel mit Tam und Tam:
ein super geiles Abendprogramm.
Ich als Hund muss dies mal sagen:
So viel Schön´s ist fast nicht zu ertragen.

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Im Anschluss an diese mitreißende Crew-Show werden noch die Gewinne der Tombola gezogen und ausgegeben und der Hauptpreis springt aus der Kiste!

 

5. Reisetag: 20. 10. 2011

Während der letzten Nacht haben die Gäste weniger Schlaf gefunden. Nach der Crewshow gab´s noch viel zu bereden, und mancher verfolgte noch die Abfahrt der MS Rigoletto um 3.30 Uhr in Richtung Krefeld. Ab 8.30 Uhr bis 11.00 Uhr hatten die großen und kleinen Mitreisenden wieder festen Boden unter den Beinen und konnten nach der Ankunft in Krefeld-Uerdingen einen ausgedehnten Spaziergang im angrenzenden Park unternehmen.

Zu den Ausschiffungsinformationen im Salon fanden sich alle Reisenden wieder pünktlich ein, und mit dem beliebten Kreuzfahrtspiel BINGO überbrückte Reiseleiterin die Zeit bis zum Mittagessen. Den Hauptgewinn stiftete die Gewinnerin der Crew. Chapeau!

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Gegen 13.30 Uhr machte die MS Rigoletto im Dusiburger Hafen fest. Nach kurzer Stipvisite der völlig überfüllten Innenstadt Düsseldorf zogen es aber die allermeisten Hundebesitzer vor, mit ihren Lieblingen einen ausgedehnten Spaziergang am Rheinufer zwischen den Rheinbrücken zu unternehmen und gerne das Pflasterareal gegen eine weitläufige Wiese eintauschten.

Mit einem Kapitäns-Dinner verabschiedete sich Kapitän Marco Bergsma von allen Mitreisenden, fand Dankesworte vor allem für Reiseleiterin Anke Braun und die gesamte Crew, die sich erneut bestens auf dieser Flusskreuzfahrt bewährt hatte, für den zweiten Kapitän Jaap Lamme und die gute Zusammenarbeit mit Hotelmanager Aloys Hoogveld. Und auch Anke Braun revanchierte sich mit einem Geschenk für die harmonische, freundliche und zuvorkommende Zusammenarbeit.

(*) Zum Kapitäns-Dinner geh auch ich.
Mein Platz ist leider unterm Tisch.
Dort reicht man mir oft kleine Happen,
die größten könnt´ man oben ergattern.
Doch Frauchen und Herrchen passen schön auf,
sonst platz´ ich und bekomm´ einen Bauch.


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Und was gab´s zum Dinner?

Thunfischsalat – Ochsenschwanzsuppe – gegrillte Ananas mit Rahmkäse – erfrischendes Melonensorbet -gebratenes Schweinsfilet in Madeira-Weinsauce an einem Gemüsebouquet und Schlosskartoffeln – Eisparade „MS Rigoletto“.

Im Anschluss gab´s noch viel zu bereden, Gedanken und Eindrücke auszutauschen. Jeder Mitreisende konnte diese Kreuzfahrt auf ganz verschiedene Weise erleben und genießen. Da wurden Erlebnisse aus dem Vierbeinerleben ausgetauscht, Hundeschicksale besprochen, Futter- und Fress- und Kleidungstipps ausgetauscht. So entwickelte sich diese Kreuzfahrt „Vier Pfoten auf Kreuzfahrt“ zu einer vielseitigen Börse . Unfassbar schöne Tage verachten die Flusskreuzfahrer an Bord der MS Rigoletto, und als Dank für die tierisch gute Zusammenarbeit fanden die Mitreisenden für ihre Lieblinge in der Kabine ein reichhaltiges Futtergeschenk von Royal Canin mit vielen Anregungen und Tipps vor. Streicheln war auf der MS Rigoletto nicht verboten, im Gegenteil die einzelnen Crewmitglieder hatten sich ihre eigenen Lieblinge aus der gesamten Hundeschar erkoren und wetteiferten mit Zuwendungen.

6. Reisetag: 21. 10. 2011

Mitten in der Nacht reiste die MS Rigoletto um 2.00 Uhr nach Köln ab. Die einzelnen Regularien für die Abreise waren am Vorabend geklärt, so dass die Abreise aller 96 Erwachsenen problemlos verlief. Alle Mitglieder der Crew legten Hand an, damit die einzelnen vor die Kabinentür abgestellten Koffer und Gepäckstücke auch richtig zugeordnet und zum Abtransport sortiert wurden.

Ein Schlusswort wird auch dem imaginären Bordhund gewidmet, der seine Eindrücke so in Worte fasst:

(*) Viel Neues konnte man erschnuppern,
2-Beiner hatten sehr Gutes zu futtern.
Gesehen haben Land und Leute,
Frauchen und Herrchen und Hundemeute.
Dank sag´ ich in aller Namen,
die zum Gelingen beigetragen.
Mit spitzer Feder, das ist klar,
schrieb nicht ich, sondern ANGELIKA.

Ab 8.30 Uhr traten die begeisterten Hunde-Flusskreuzfahrer die Heimreise an und dachten noch lange an die mitgegebene Aussage nach:

„Schöne Stunden – sei nicht traurig, dass sie vorüber,

sondern glücklich, dass sie gewesen sind.“

 

 

 

 

1AVista Reisen „auf den Hund gekommen“

Ende Oktober2009 startete die „MS Rigoletto“ des Veranstalters 1AVista Reisen eine bisher einmalige Hundekreuzfahrt,die bei den Hundebesitzern gleich großen Anklang fand. Die 20 Vierbeiner und ihre Zweibeiner konnten sich an Bord des geschmackvollen, eleganten Flussschiffes ab Köln vier Tage verwöhnen lassen.

Die Crew hatte sich ganz speziell auf die „anderen“ Gäste eingestellt, bot einen Hundefrühschoppen stilecht mit Hundebier an und gestaltete diesen Vormittag mit gemeinsamen „Gesangs-einlagen“. Der Kapitän der „MS Rigoletto“, der selbst ein Hundenarr ist, sorgte für ausreichende Zwischenstopps für die vierbeinigen Passagiere.

Auch 2010 wird 1A Vista Reisen dank der großen Resonanz eine solche Hundekreuzfahrt in den Niederlanden anbieten. Die „ehemaligen“ zwei- und vierbeinigen Gäste freuen sich bereits heute auf dieses Angebot. Nähere Einzelheiten konnten allerdings dem neuen Flussreisen-Katalog 2010 noch nicht entnommen werden. Hoffentlich bleibt es nicht bei einer einzigen und einmaligen „Neuheit 2009“!