Restart von Kreuzfahrten unter strengen Auflagen

Der Reiz einer Hochseekreuzfahrt ist verblichen. Zwar versuchen einzelne Reedereien mit Mini- und Kurzreisen zur Wiederbelebung der Kreuzfahrt beizusteuern, doch bleibt es bisweilen beim Versuch, wieder eine Rückkehr zur gewohnten Normalität zu erzeugen.

Schlagworte wie „Borderlebnis pur“ können nicht darüber weg täuschen, dass Kreuzfahrten ohne Landgänge, ohne besondere Attraktionen und Ausflüge, aber mit Social Distancing, Maskenpflicht und Hygieneregeln keine Rückkehr zur Normalität bedeutet.

Eingeschränkt bleiben an Bord das soziale Leben und die Unterhaltung, und jeder Gast, der sich auf das Wagnis Kreuzfahrt einlässt, muss die Frage, ob diese derzeitige Form von Urlaub auf See noch attraktiv ist, für sich selbst beantworten.

Die Reedereien haben zwar Notfallpläne ausgearbeitet, um bei Verdachtsfällen Gäste schnellstmöglich an Bord zu isolieren und zur Weiterbehandlung in ein geeignetes Krankenhaus an Land bringen zu können, doch können diese Strategien kaum die bislang gewohnte Sicherheit gewährleisten. Sicher ist, dass Kreuzfahrten erst dann wieder wie vor der Krise gelingen können, wenn der ersehnte Impfstoff vorhanden ist.

Wenn auch die Kreuzfahrt langsam wieder angelaufen ist, gibt es ebenso rasch auch wieder Rückschläge. So wurden vier Besatzungsmitglieder der Roald Amundsen (Hurtigruten) positiv auf das Coronavirus getestet, und alle 160 Crewmitglieder ging es umgehend in Quarantäne. Doch Hurtigruten ist nicht der einige Kreuzfahrt-Anbieter, bei dem sich Probleme mit dem Restart ergeben haben. Auch bei Crewmitgliedern anderer Redereien, die von ihren fernen Heimatländern eingeflogen wurden, wurden Infektionen festgestellt.

Auf manche Reedereien stürzen noch weit größere Probleme ein. Manche Reedereien geben einige ihrer Kreuzfahrtschiffe zur Verschrottung bei. Die Liste der Schiffe, die auf dem Weg zur Abwrackwerft Aliaga (Türkei) sind bzw. bereits dort angelangt sind, wird stetig größer.

Kreuzfahrten – Magen-Darm-Infekt auf Kreuzfahrtschiffen

Erneut schrecken Meldungen über den Ausbruch einer Magen-Darm-Infektion auf zwei Kreuzfahrtschiffen die Kreuzfahrt-Gemeinde auf. Mittlerweile wurden 15 Kreuzfahrtschiffe im Jahr 2012 von diesem Brechdurchfall betroffen. Wie die US-Behörde für Seuchenbekämpfung CDC (Disease Control and Prevention) mitteilte, wurden auf der Queen Mary 2 insgesamt 200 Mitreisende von diesem Magen-Darm-Virus angesteckt, und auf der Emerald Princess waren 189 Passagiere betroffen.
 
Ob es sich bei diesen Erkrankungen auf den beiden Luxuslinern um eine milde Magen-Darm-Erkrankung handelt oder ob tatsächlich Noroviren die Ursache sind, ist noch nicht geklärt. Auf alle Fälle wurden auf beiden Kreuzfahrtschiffen umgehend verstärkte Sicherheits- und Hygienemaßnahmen getroffen. Beide Schiffe wurden sorgfältig gereinigt und desinfiziert, nachdem diese Vorfälle an die Gesundheitsbehörde gemeldet worden waren. Außerdem mussten die Kellner mit Einweghandschuhen das Essen servieren.
 
Infizierte Passagiere mussten in den Kabinen bleiben, bis die Symptome abgeklungen waren.
 
Alle Passagiere wurden erneut aufgefordert, dem Ausbruch des Norovirus durch entsprechendes Verhalten vorzubeugen. Übertragen wird das Virus hauptsächlich über direkten Kontakt zu Infizierten oder indirekt über verseuchte Flächen wie Waschbecken, Toiletten und Türgriffe, aber auch über Lebensmittel.
 
Oft reicht allein schon ein Passagier aus,d er das Virus an Bord bringt, um den anderen Reisenden die Kreuzfahrt zu verderben. Da das Virus wegen der hohen Umweltstabilität besonders schwer zu entfernen ist und durch deine geringe Infektionsdosis sich auch sehr leicht verbreitet, können sich diese Viren leicht auf Türgriffen, Treppengeländern, Stühlen und Toiletten festsetzen.
 
Außerhalb des Körpers sind die Viren resistent und überleben auch das desinfizierende Schrubben der Putzkolonnen an Bord. Novoviren sind über Kontaktinfektion und Schmierinfektion äußerst ansteckend und befallen durch fäkal-orale Ansteckung, durch orale Ansteckung und Kontaktinfektion durch Gegenstände die Mitreisenden. Eine sorgfältige Hygiene ist an Bord im Interesse aller, der Passagiere und er Crew, besonders wichtig.
 
Wichtige Hygieneregeln, die jeder Gast ohne Ausnahme und konsequent beachten sollte:
 
  1. Auf der Kreuzfahrt vor und auch nach dem Essen die Hände waschen!
  2. Erhöhte Ansteckungsgefahr geht ständig von Türgriffen, Handläufen, der Reling und allen Bedienungsknöpfen aus; auch das Händewaschen zwischendurch ist selten verkehrt.
  3. Nach dem Toilettengang sollte es zwar bei jedem Menschen eine selbst auferlegte Pflicht sein, die Hände gewissenhaft zu waschen, doch nicht alle Gäste auf einem Kreuzfahrtschiff halten sich leider daran.
  4. An verschiedenen Stellen eines Kreuzfahrtschiffes sind Desinfektionsspender installiert, aber nicht nur zum Ansehen! Auch vor Betreten der Restaurants achten Bord-Bedienstete darauf, dass alle Gäste – ohne Ausnahme – den Desinfektionsspender auch benutzen.
  5. Wer das Pech hat und angesteckt wurde, sollte auf alle Fälle in der Kabine bleiben und über die Rezeption bzw. das Hospital ärztliche Hilfe anfordern.