Kreuzfahrt: Lockerungen zielen auf einen Restart

Gibt es bald einen Restart für Kreuzfahrten nach Corona? canva.com
Restart für Kreuzfahrten

Eine Lockerungswelle bietet der Covid-19-Pandemie die Stirn. Doch werden diese für alle Kunden positive Nachrichten bereits dadurch getrübt, dass mit den Lockerungen beispielsweise einem Kirchgang und/oder einem Schulbesuch wieder eine Zurücknahme der lange ersehnten Erleichterungen einhergehen. Lockerungen mit verbindlichen Auflagen werden aber zum Teil nicht mehr so ernst genommen und erneute behördlich angeordnete Schließungen sind die Folge.

Urlauber freuen sich auf ihren Urlaub

Der Urlauber, der sich nach mehrmonatigen Beschränkungen auf den Antritt eines Urlaubs freut, verfolgt die ständig sich ändernden Ankündigungen der Anbieter und ist auf die Reisewarnungen ins Ausland seitens des Auswärtigen Amtes angewiesen. Wer demnach in diesem Sommer eine Reise ins Ausland antritt, entscheidet sich auf seine eigene Verantwortung. Wie verlautet, wird Deutschland beispielsweise eine erneute großangelegte Rückholaktion in diesem Jahr nicht mehr durchführen.

Reedereien bereiten sich vor

Ein Blick auf die Anbieter von Flussreisen und Kreuzfahrten zeigt, dass die Reedereien und Reiseveranstalter gewissenhaft die aktuellen Entwicklungen unter dem Aspekt des Wohls und der Sicherheit aller Gäste und Besatzungsmitglieder beobachten und bewerten und daher auch bereits angekündigte Änderungen auf die dynamisch fortschreitenden Entwicklung anpassen, die Durchführbarkeit von Fluss- und Seereisen neu bewerten und die erforderlichen Anpassungen vornehmen.

Gehen Kreuzfahrten wieder ab Ende Juli los?

Ein Blick auf die Informationen der einzelnen Reedereien und Unternehmen zeigt, dass die Durchführungen der maritimen Reisen voraussichtlich erst zum Ende des Monats Juli 2020 möglich sein dürfte. Derzeit wird noch an einem umfangreichen und detaillierten Hygiene- und Gesundheitskonzept gearbeitet, das dann für alle Gäste verbindlich sein wird. Alle Anbieter arbeiten derzeit intensiv an einem Konzept für die zeitnahe Wiederaufnahme des Fluss- und Seereisebetriebs. Abhängig ist aber der Restart von der Erreichbarkeit der Häfen und den ländereigenen detaillierten Reisebestimmungen.

Kreuzfahrt buchen in Zeiten des Corona Virus. Wer zahlt bei Stornierungen?

Längst ist es amtlich geworden. Kreuzfahrten sind durch Hafensperren und Einreiseverbote derzeit unmöglich geworden. Bis zu welchem Datum allerdings Kreuzfahrten ausgesetzt sind, ist nicht einheitlich geregelt. Das Auswärtige Amt meint:

Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in das Ausland wird bis mindestens Ende April 2020 gewarnt, da mit starken und weiter zunehmenden drastischen Einschränkungen im internationalen Luft- und Reiseverkehr, und der weltweiten Einreisebeschränkungen, Quarantänemaßnahmen und der Einschränkung des öffentlichen Lebens in vielen Ländern zu rechnen ist. Das Risiko, dass Sie Ihre Rückreise aufgrund der zunehmenden Einschränkungen nicht mehr antreten können, ist in vielen Destinationen derzeit hoch.“

Den Reisebüros liegt eine Liste vor, in der die verschiedenen Kreuzfahrt-Anbieter unterschiedliche Zeitangaben machen. AIDA hat beispielsweise für die gesamte Flotte alle Reisen mit Startdatum bis einschließlich 31. Mai 2020 abgesagt, auch Costa und Hapag-Lloyd Cruises schließen sich dieser Zeitgrenze an. Die meisten Redereien schließen aber aus, dass vor Mitte Mai wieder Kreuzfahrten angeboten werden können.

Eine wesentliche Überlegung beschäftigt allerdings alle Kreuzfahrt-Kunden, die jetzt eine Kreuzfahrt buchen möchten, sich aber zu recht fragen, wer die Kosten trägt, wenn sie ihre Kreuzfahrt dann doch stornieren. Der Kunde bleibt vermutlich auf den Kosten sitzen, wenn er aus Angst vor dem Corona-Virus die gebuchte Reise nicht antreten möchte, diese aber durchgeführt wird.

Anders verhält sich die Rechtslage, wenn die Kreuzfahrt von der Reederei abgesagt wird, dann gibt es in der Regel das Geld oder einen Gutschein zurück. Auch eine Umbuchung auf einen anderen Termin ist dann meist möglich.

Aber Vorsicht, wenn der Kunde am Corona-Virus selbst erkrankt und unter Quarantäne gestellt wird, zahlen die Reiseversicherungen, da es sich um eine Pandemie handelt, nicht.

Kann man trotz Coronavirus noch eine Kreuzfahrt buchen?

Kann man aktuell eine Kreuzfahrt buchen?

Blick vom Mast auf den Ozean Foto von id23

Tagtäglich wird auch der Freund von Schiffsreisen mit Informationen überschüttet, dass die Kreuzfahrt durch die weltweite Ausbreitung des Coronavirus in einer tiefen Krise steckt. Kreuzfahrtschiffe müssen ständig ihre Routen ändern, können die geplanten Häfen zum Teil nicht mehr anlaufen, auch wenn es an Bord noch keine Infektionen gibt.

Jeder, der eine Kreuzfahrt derzeit plant, muss sich damit beschäftigen, wie groß das Risiko ist, sich auf einer Kreuzfahrt anzustecken. Jeder weiß, wie leicht Viren übertragen werden, wo Menschen auf engem Raum zusammenleben. Auf Kreuzfahrtschiffen kann es durchaus sehr rasch zu einer recht gefährlichen „Infektionsgemeinschaft“ kommen, selbst auch dann, wenn das ständige Händewaschen und auch die Benutzung von Desinfektionsmittel an Bord Pflicht ist.

Es ist derzeit eine nicht zu unterschätzende Tatsache, dass Reisende, die zu Beginn der Kreuzfahrt noch ohne Symptome sind, durchaus aber das Virus bereits weitertragen und andere Mitreisende anstecken können. Reedereien können leider ihre Gäste vor Antritt der Kreuzfahrt diesbezüglich nicht überprüfen, so dass derzeit – leider – jeder Gast sich des Risikos bewusst sein muss, sich während einer Kreuzfahrt mit dem Virus anzustecken.

Trotzdem werden bereits wieder Kreuzfahrten gebucht. Echte Kreuzfahrer lassen sich wohl auch nicht vom Corona Virus abschrecken. Aber ob eine Innenkabine trotz finanzieller Ersparnis heute noch eine Alternative ist? Wohl nur für die ganz Furchtlosen. Viele schreckt bereits die Vorstellung, während einer eventuellen Quarantäne bei einem eventuell neuen Ausbruch für Tage oder Wochen in eine Innenkabine ohne Fenster eingesperrt zu werden.

Kreuzfahrt Glossar: was ist eine Schiffstaufe?

Bei einer Schiffstaufe dabei zu sein, ist für viele Kreuzfahrtliebhaber ein Traum.

Warum gibt es eigentlich Schiffstaufen und wie läuft sowas ab?

Was ist eine Schiffstaufe?

Die Schiffstaufe ist, einfach gesagt, eine feierliche Namensgebung eines neugebauten Schiffes vor dem Stapellauf. Die Taufe zählt mit zu den ältesten Bräuchen der Seefahrt und soll symbolisch das Eintauchen des Schiffes ins Meer darstellen. Heutzutage, wo alles oft werbewirksamer gestaltet werden muss und möglichst viel Publikum ansprechen soll, findet eine Schiffstaufe oftmals auch erst in einem großen oder besonderen Hafen oder zu einem besonderen Event statt.

Bei einer Schiffstaufe gibt es die Taufpatin, die nach einer kurzen Rede eine Champagnerflasche am Bug des Schiffes zerschellen lässt. Und auch hier gilt das Sprichwort: Scherben bringen Glück.

Eine Champagnerflasche, die nicht zerbricht, gilt als schlechtes Omen. So geschehen zum Beispiel bei der MS Queen Victoria, deren Taufpation, die Herzogin von Cornwall, Camilla Mountbatten-Windsor, es auch nach wiederholten Versuchen nicht schaffte, die Flasche am Bug zersplittern zu lassen. Die einen sagen, es wäre Zufall, für andere ist es eindeutig auf das schlechte Omen der Taufe zurückzuführen, dass kurze Zeit nach der Taufe zahlreiche Passagiere an Bord des Schiffes an einer Infektion erkrankten.

Warum wird ein Schiff getauft?

In erster Linie soll eine Schiffstaufe dem Schiff samt Besatzung und Passagieren Glück bringen. Schiffstaufen gibt es schon seit dem vierten Jahrhundert vor Christus und waren besonders in vergangenen Jahrhunderten zum Schutz gedacht: sei es vor bösen Geistern, Seeungeheuern, Stürmen, Eisbergen etc.. Kurios: die Schiffstaufe sollte auch ein Schutz davor sein, dass das Schiff nicht plötzlich von der Erde kippt, wenn man das Ende der Erde (von der man ja früher dachte, dass sie eine Scheibe sei) erreicht hat.

Wenn ein Schiff nicht getauft wird und ungetauft in See sticht, gilt das als böses Omen. Eins der berühmtesten Beispiele dafür ist die Titanic: da sie als unsinkbar galt und damals hochmodern war, sah man keinen Grund für eine Schiffstaufe und verzichtete darauf. Der Rest ist Geschichte…

Wer kann Schiffspate werden?

Auffällig ist, dass ausschließlich Frauen Taufpaten von Schiffen zu sein scheinen. Männliche Taufpaten sollen der Überlieferung nach Unglück bringen. So gab in den letzten Jahrzehnten lediglich zwei Ausnahmen zur weiblichen Besetzung: 1998 taufte Richard von Weizäcker die MS Deutschland und der Sänger Pitbull ist Taufpate der amerikanischen Norwegian Escape. Warum für diese beiden Schiffe männliche Taufpaten gewählt wurden, ist nicht wirklich bekannt.

Mittlerweile sind es meist prominente Frauen, die Patinnen für Schiffstaufen sind. Je nach Land gibt es bestimmte, manchmal kuriose Kriterien, die die Taufpatin eines Schiffes erfüllen muss.

Die Patinnen dürfen von Natur aus keine roten Haare haben. Rote Haare sollen den (ebenfalls rothaarigen) Klabautermann herbeilocken. Auch dürfen keine grünen Kleider getragen werden, da dies ebenfalls den gefährlichen Klabautermann aufs Schiff bringen würde.

Schiffstaufe – andere Länder, andere Sitten

Nicht in allen Ländern verläuft die Schiffstaufe gleich.

In Schottland zum Beispiel wird der Champagner durch Whiskey ersetzt.

Die afrikanische Tradition sieht vor, dass die Taufpatin Palmwein trinkt und ihn gegen die Bordwand spuckt.

In Frankreich darf keine schwangere Frau Taufpatin eines Schiffes werden.

In Indien und anderen asiatischen Ländern gibt es statt einer Champagnerflasche eine Kokosnuss, die gegen den Schiffsbug geworfen wird und auf dem Bug des Schiffes liegt ein Blütenkranz aus Rosen und Nelken. Die zerbrochenen Teile der Kokosnuss sollen dem Kapitän dann als Talisman dienen.

Wird ein Polarschiff getauft, gibt es Eisblöcke statt Champagnerflaschen.

Die Namensgebung eines Schiffes

Weibliche Namen spielen bei der Namensfindung für Schiffsnamen eine große Rolle. Früher wurden Schiffe auch oft nach weiblichen Heiligen benannt, so wie zum Beispiel die Santa Maria, das Schiff von Kolumbus. Auch Frauennamen aus der Mythologie oder Namen von Göttinnen waren beliebte Schiffsnamen und sollten zum Schutz des Schiffes dienen.

Heutzutage ist die Namensgebung eines Kreuzfahrtschiffes je nach Reederei manchmal noch an diese Tradition angelehnt, aber oftmals spielen andere Faktoren eine Rolle.

Kreuzfahrten: Sicherheit kontra Faktor Mensch

Die Sicherheit der Passagiere hat auf allen Kreuzfahrtschiffen oberste Priorität. Diese Tatsache lässt sich nicht leugnen. Der Passagier, der einen maritimen Urlaub bucht, weiß sicherlich um die Sicherheitsstandards, die von den Reedereien eingehalten werden müssen, und kennt ggf. auch die Vorschriften, die eingehalten werden müssen.

Es besteht kein Zweifel darüber, dass ein Kreuzfahrtschiff ein sehr sicheres Verkehrsmittel ist und alarmierende Zwischenfälle daher auch äußerst selten sind. Kommt es aber dennoch zu einem bedenklichen Zwischenfall mit Kreuzfahrtschiffen, schaukeln sich die Berichte einerseits hoch, andererseits werden nicht nur die Reedereien hellhörig und treffen Maßnahmen um künftig entsprechende Zwischenfälle auszuschalten, wenigstens aber zu minimieren.

Der Passagier informiert sich auf alle Fälle, wie viele Rettungsboote und auch wie viele Rettungswesten und sonstige Rettungshilfen an Bord sein müssen. Wenig Informationen erhält der Gast allerdings, inwieweit alle technischen Vorgaben eines Kreuzfahrtschiffes eingehalten werden müssen.

Für Kreuzfahrtschiffe stellen Brände wohl das allergrößte Risiko dar. Daher verbieten die Veranstalter auch das Mitbringen eigener elektrischer Geräte ebenso wie das offene Feuer in den Kabinen. Um alle Passagiere mit den Verpflichtungen an Bord vertraut zu machen, werden die Passagiere innerhalb von 24 Stunden mit dem Verfahren einer Evakuierung vertraut gemacht. So erhält der Passagiere bei dieser für alle verbindlichen Seenotrettungsübung auch die Information, dass an Bord mehr als genügend Sicherheitseinrichtungen vorhanden sind, neben den Rettungswesten in den Kabinen auch noch andere Rettungswesten an ausgewiesenen Plätzen.

Doch bei allen Informationen über das Verhalten im Notfall, kollidieren hier bereits die vorhandenen Vorschriften mit dem Faktor Mensch. Nicht jeder Passagier sieht die Notwendigkeit solcher Seenotrettungsübungen ein und verschließt sich den detaillierten Ausführungen und Informationen. Für manchen Passagier ist das eigene Foto viel wichtiger als die notwendigen Informationen. Die verbindlichen Fluchtwegpläne hängen zwar in jeder Kabine, doch wer prägt sich schon diesen geprüften Fluchtweg ein und übt ihn ggf. auch einmal nach der erfolgten Übung? Was macht der Passagier,wenn an Bord das Notsignal ertönt, der Ehepartner oder auch die Kinder sich nicht in der Nähe befinden? Wie gelangt dann der betreffende Passagier zu der lebenswichtigen Rettungsweste? Hat der Passagier tatsächlich auch überprüft, ob ihm auch die in der Kabine zugewiesenen Rettungsweste passt?

Der Passagier muss sich schon Gedanken darüber machen, wie der Faktor Mensch sich bisweilen konträr zu den ausgewiesenen Rettungsmaßnahmen verhält. Was geschieht auf hoher See, wenn Passagiere in Panik sich aus großer Höhe ins Wasser stürzen? Haben alle Passagiere auch die körperliche Kondition, danach noch in die Rettungsboote zu klettern? Was geschieht mit Passagieren mit körperlichen Beeinträchtigungen.Kann der einzelne Passagier wirklich darauf vertrauen, dass die Regel Frauen und Kinder zuerst“ auch eingehalten wird? Weicht im Notfall nicht der persönlichen Einsicht der Drang, das eigene Leben zu retten und sich ggf. auch über alle verbindlichen Vorschriften hinwegzusetzen? Wie verhalten sich in Notfällen aber auch die Crewmitglieder? Das Unglück der Costa Concordia hat ja eindringlich das Fehlverhalten einzelner Crewmitglieder, auch das des Kapitäns, aufgezeigt!

Bei der Bewertung darf ebenfalls nicht vergessen werden, dass auf Kreuzfahrtschiffen bisweilen der Alkohol in Strömen fließt und bei Notfällen dann die menschlichen Reaktionen auf alle Fälle eingeschränkt sind und auch nicht kalkuliert werden können.

Der verantwortungsvolle Passagier wird sich auf alle Fälle Gedanken über das eigene Verhalten machen müssen, um vermeidbare Fehler bei Notfällen von vornherein auszuschalten. Keinen Einfluss kann er allerdings auf die Ausbildung der Besatzung, vor allem des Kapitäns, nehmen.Auch in diesem Bereich steht der Faktor Mensch der Sicherheit eines Kreuzfahrtschiffes ggf. negativ gegenüber.

Der einzelne Passagier kann sich wohl kaum vorstellen, wie Rettungsmaß´nahmen in Notfällen auf Kreuzfahrtschiffen ablaufen, wenn die Passagierkapazität der neuen Schiffsgeneration längst die 6000er Marke überschritten hat. Mit den mittlerweile recht großen und komplexen Kreuzfahrtschiffen haben aber auch die moderne Technik und bewährte Maßnahmen und Vorkehrungen Einzug gehalten, so dass die Sicherheit an Bord verbessert und auch die Unfallrisiken weitgehend verringert wurden.

Kreuzfahrten: Harmony of the Seas oder Disharmony on the Sea?

Mit der 362 Meter langen und 66 Meter breiten „Harmony of the Seas“ ist Mitte Mai 2016 das derzeit größte Kreuzfahrtschiff der Welt in See gestochen. An dem 120.00 – Tonnen Giganten ist alles riesig: Ausmaße, Ausstattung, Passagierzahl (6360!), Anzahl der Besatzungsmitglieder (2100!), Angebote, Unterhaltung, virtuelle Balkone, 20 Speisesäle, 23 Pools, Park mit 12.000 Pflanzen, Wasserrutschen, … Gebaut wurde der „Klassenprimus“ im französischen Saint-Nazzaire für die US-Reederei Royal Caribbean Cruises. .

Der maritime Riese wurde für den US-Markt gebaut, und die amerikanischen Passagiere stellen ganz andere Erwartungen an ein Kreuzfahrtschiff als beispielsweise die deutschen Gäste. Für die US-Gäste gilt das Motto „Das Schiff ist die Destination!“, und die deutschen Kreuzfahrtgäste wollen mit dem Kreuzfahrtschiff andere Länder und Kulturen entdecken.

Wer als Kreuzfahrt-Neuling unvorbereitet eine Kreuzfahrt auf einem dieser Meeresgiganten, die eigentlich diesen Namen gar nicht verdient hat, bucht, sieht sich an Bord fast unüberwindbaren Hindernissen ausgesetzt. Da muss der deutsche Gast schon die „Fremdsprache“ beherrschen, wenn er die vorwiegend in Englisch gehaltenen Informationen verstehen will. Gut zu Fuß muss der Gast ebenfalls sein; denn es gilt weite Wege zu den verschiedensten Schiffsdestinationen zurückzulegen.

Bis er beispielsweise „sein“ Restaurant gefunden hat, ist ihm vielleicht bereits der Hunger vergangen. An Bord werden dem Gast zwar vielfältige Hilfen angeboten, um auch alle anvisierten Schiffsziele zu finden, doch er muss jeweils Zeit investieren und Übersicht bewahren können. Die vielfältigsten Angebote „erschlagen“ den deutschen Gast förmlich, und mit dem Slogan „Das Schiff ist die Destination“ auf dieser „maritimen Kleinstadt“ kann er sich kaum anfreunden. Statt „Harmony“ ist der Alltag des deutschen Kreuzfahrt-Neulings sicherlich stärker von einer „Disharmony“ geprägt. Zu groß sind die Herausforderungen an einen Kreuzfahrt-Neuling!

Kreuzfahrten: Ein Herz fürs Reisebüro-Beratung

Immer mehr Angebote für Kreuzfahrten und Flussreisen haben sich im schnelllebigen Internet angesiedelt. Die Kreuzfahrt-Profis kennen sich sicherlich aus und wissen die zum Teil unübersichtlichen Angebote richtig einzuschätzen. Doch für den Kreuzfahrt-Neuling bergen diese Internetangebot bisweilen richtige „Fallen“. Der Teufel steckt nämlich im Detail vorwiegend auch im Kleingedruckten. Die „Verwirrung“ beginnt bereits darin, dass das kleine Wörtchen „ab“ übersehen wird. Der Kunde weicht der gesamten Problematik dadurch am besten aus, dass er ein Reisebüro seines Vertrauens aufsucht und sich objektiv beraten lässt; denn die Reisebüromitarbeiter sind ständig unterwegs, kennen die Destinationen und die allermeisten Schiffe aus persönlicher Erfahrung und können daher den Kunden objektive Beratung angedeihen lassen.

Der Kunde sollte nicht dem Vorurteil erliegen, dass eine Buchung im Internet stets günstiger als eine Buchung im Reisebüro ist. Mit wenigen Klicks ist es auf keinen Fall getan. Wer als Kunde keine unliebsamen Überraschu8negn erleben möchte, muss absichern, dass bei allen Internet-Auftritten der ganz verschiedenen Anbieter sicher gestellt ist, wer die angebotene Reiseleistung erbringt und auch für eventuellle Mängel haftet.

Die Stiftung Warentest, die erst vor kurzem wieder ein gutes Dutzend Portale geprüft hat, kommt zu dem Ergebnis, dass die Anbieter zwar telefonisch oder per E-Mail schnell erreichbar seien, aber oft selbst einfache Nachfragen nicht beantworten könnten. Was geschieht aber, wenn der Internet-Bucher einen Flug umbuchen möchte, wenn er vor Ort in eine Notlage gerät und umgehend Hilfe benötigt? Wo ist dann der kompetente Ansprechpartner?

Der Leser spürt bereits, dass das Herz des Autors fürs Reisebüro schlägt, weil er die Vorteile nicht mehr missen möchte. Der Kreuzfahrer-Neuling, aber nicht nur dieser Personenkreis, sollte im besuchten Reisebüro nachfragen, ob der betreffende Mitarbeiter mit der Materie bestens bewandert ist und über einen erforderlichen persönlichen Erfahrungsschatz verfügt und somit auch stets auf dem neusten Stand ist. Ein gutes Reisebüro weiß und vertraut darauf, dass eine fundierte und optimale Beratung Dreh- und Angelpunkt jeden Erfolges ist und aus Kreuzfahrt-Neulingen auch Kreuzfahrt-Wiederholer schafft.

Welches sind nun u.a. die ganz besonderen Vorteile einer Reisebüro-Beratung?

  • Die Mitarbeiter kennen den besten Buchungszeitpunkt.

  • Aufgrund ihrer Erfahrung können die Reiseprofis Auskunft darüber geben, ob sich ein angebotener Ausflug rentiert oder ob die Destination auch auf eigene Faust erkundet werden kann.

  • Die Reisebüros erledigen die Formalitäten einer günstigen An- und Abreise zu/von dem Ein-/Ausstiegshafen.

  • Die Reiseprofis beraten über die Wichtigkeit einer Reiserücktrittsversicherung und ggf. auch einer Auslandskrankenversicherung, kennen die einzelnen Tarife und Konditionen.

  • Aus persönlicher Kenntnis der Kunden kann der Reiseprofi auch darüber beraten, ob sich für diesen Kunden Getränke- oder auch Ausflugspakete rentieren.

  • Gerade aber auch für ältere Kunden ist der Weg zum Reisebüro unverzichtbar. Dort erhalten sie beispielsweise auch gezielte Informationen über Lage und Ausstattung der Kabinen.

  • Die Reiseprofis können auch bereits am Buchungstag Kosmetik- und Massagetermine vereinbaren und somit diesem Kundenkreis bereits vor Ort behilflich sein.

  • Die Reiseprofis geben gezielte Auskunft darüber, ob es sich bei dem zunächst gewünschten Kreuzfahrtschiff um ein Fun-Schiff handelt oder ob bei dem Seeurlaub ein breiter Raum für Erholung, Entspannung und Relaxen gegeben ist.

  • Gezielte Auskunft erteilen die Reiseprofis auch über Sport- und Wellnessangebote an Bord, über Freizeitaktivitäten, Entertainment, ärztliche Betreuung, kulinarischer Versorgung und Verwöhnung. Diese Informationen geben die Reisebüros aufgrund persönlicher Erfahrung, und der Kunde muss sich nicht auf die die schriftlichen Ausführungen der Kataloge verlassen.

  • Im persönlichen Gespräch mit dem Kunden kann der Reisebüro die allermeisten Vorurteile gegenüber Kreuzfahrten ausräumen.

Und die Sichtweise des kompetenten Reisebüros? Wer nicht nur ein schnelles Geschäft abwickeln möchte, sondern bei allen Beratungen auch das Ziel Stammkundschaft vor Augen hat, wird sich durch objektive Beratung als zuverlässiger Berater auszeichnen und den Kunden ein eine optimale Kreuzfahrt ermöglichen. Ziel der Reisebüros ist es auch, alle Kunden vor schlechten Erfahrungen zu schützen. Kommt es an Bord des ausgewählten und empfohlenen Kreuzfahrtschiffes dennoch zu Problemen, die sich an Bord nicht umgehend ausräumen lassen, hat der Kunde in seinem Reisebüro einen verbindlichen Helfer bei der Durchsetzung berechtigter Ansprüche.

Gerade ältere Personen machen sich Gedanke, wie sie nach Buchung einer Kreuzfahrt zum Abfahrtshafen kommen. Da kreisen die Gedanken bei den schweren Gepäckstücken, dem Verkehr und den Jahreszeiten, vorwiegend bei winterlichen Beeinträchtigungen. Die Aussage „Die Kreuzfahrt beginnt bereits zu Hause“ ist kein aufbauschender Werbeslogan, sondern durchaus Realität.

  • Jeder Gast kann völlig sorglos von zu Hause aus ohne Stress zum Abfahrtshafen anreisen. Bei privater Anreise mit der Bahn beispielsweise hat der Gast die Möglichkeit, sein Gepäck durch die Firma TEfra Travel Logistics GmbH von zu Hause zum Schiff und auch wieder zurück gegen eine Gebühr befördern zu lassen. Der Preis je Strecke nach Hamburg und Bremerhaven beträgt derzeit 39 Euro je Gepäckstück und Strecke. Ohne Gepäck kann der Gast auch zu den Abfahrtshäfen Genua, Venedig, Nizza, Monaco, Marseille und Amsterdam reisen. Dann beträgt die Gepäckgebühr allerdings 65 Euro. Gerade zur Winterzeit nehmen viele Gäste, die mit der Bahn anreisen, diesen Gepäckservice in Anspruch, im Besonderen auch dann, wenn sie bei der Bahn-Anreise noch umsteigen müssen. Wer unbeschwert in die schönste Zeit des Jahres startet möchte, nutzt diese Gepäckservice.

  • Wer mit dem eigenen PKW zu den deutschen Häfen anreisen möchte, muss sich nicht mehr um die Pkw-Unterstellung kümmern. Die Firma Kuehne+Nagel übernimmt den Pkw vor dem Kreuzfahrtschiff und bringt ihn in einer trockenen Halle sicher unter. Da ausreichende Platzkapazität zur Verfügung steht, ist eine langfristige Reservierung nicht notwendig. Nach Rückkehr stellt die gleiche Firma den Pkw wieder vor der Einschiffungshalle zur Abfahrt bereit.

  • Ebenfalls stressfrei kann der Gast bei schnellen und komfortablen Reisemöglichkeiten mit der Bahn zum Einschiffungshafen anreisen. Viele Reedereien bieten dem Gast RIT-Fahrkarten ab ICE-, EC- und IC-Bahnhöfen bei Schiffsabfahrten und Schiffsankünften in Deutschland an. Die RIT-Fahrkarte hat einen maximalen Gültigkeitszeitraum von 30 Tagen und gilt am Tag vor der Einschiffung, am Einschiffungstag selbst und auch am Ausschiffungstag sowie am Tag danach. Dauert die Kreuzfahrt allerdings länger, muss der Gast zwei einfache Fahrten buchen.

  • Auch per Bus kann der Gast bequem, stressfrei und ohne Kofferschleppen im modernen Nichtraucher-Fernreisebus zum Einschiffungshafen gelangen. Die Reedereien bieten verstärkt diesen Service an.Die Fahrzeiten sind speziell auf die jeweilige Kreuzfahrt abgestimmt. Der Gast gibt am Bus sein Gepäck ab und findet es dann wieder vor oder auch in seiner Kabine des Kreuzfahrtschiffes vor. Viele Gäste nutzen die direkte Gepäckzustellung bis zur Kabine. Sollte sich dieser Reisebus verspäten, braucht sich der Gast ebenfalls keine Gedanken zu machen. Das Kreuzfahrtschiff wartet bei solchen Situationen auf alle Gäste. Bei der Rückreise stellt der Gast in der Nacht vor der Abreise sein Gepäck wieder vor die Kabinentür, nachdem er einen im Kreuzfahrtschiff erhaltenen speziellen Anhänger ausgefüllt und am Gepäckstück befestigt hat. Das Serviceteam bringt dann das Gepäck von der Kabine zum Bus. Vor dem Einsteigen muss sich aber der Gast aber versichern, dass sein Gepäck auch vor dem richtigen Bus zum Verladen bereit steht.

  • Die verschiedenen Reedereien bieten An- und Abreise als Komplettpaket an. Es gibt die verschiedensten Alternativen, egal ob der Gast mit der Bahn oder dem Bus zum Einschiffungshafen anreisen möchte. Bei den meisten Reedereien ist der Bustransfer vom Bahnhof zu Kreuzfahrtschiff im Reisepreis inkludiert. Bei Buchung muss sich der Gast ausführlich über alle Gegebenheiten und Bedingungen in seinem Reisebüro informieren lassen. Vorteile dieser Komplettpakete sind u.a. die freie Zugwahl, keine Zugbindung,bequeme An- und Abreise ohne Stau.

In den Reiseinformationen der Kreuzfahrt-Kataloge sind die oftmals ganz verschiedenen Modalitäten der einzelnen Reedereien ausführlich dargelegt. Es spricht daher auch aus diesem Grund für den Besuch eines fachkundigen Reisebüros und die entsprechenden Informationen und Beratungen in Bezug auf An- und Abreise zum Einschiffungs- und ab Ausschiffungshafen. Auch in dieser Frage sollte der Gast dem Reisebüro gegenüber dem Internet den Vorzug geben.

Kreuzfahrten: Gretchenfrage? Buchung im Internet oder im Reisebüro?

Wie in den allermeisten Bereichen des täglichen Lebens muss eine Antwort auf die Frage, ob eine Kreuzfahrt im Reisebüro oder im Internet gebucht werden sollte, aus der persönlichen Erfahrung gefunden werden. Nahezu jeder tummelt sich im Internet und verbringt auch täglich eine nicht zu unterschätzende Zeit im Internet. Was liegt daher auch naher, eine geplante Kreuzfahrt auch über das Internet zu buchen!

Nun, als Viel-Kreuzfahrer kann ich ganz gewiss auf meine persönlichen Erfahrungen zählen, und meine persönliche Entscheidung, in dem mir bekannten und persönliche geschätzten Reisebüro eine Kreuzfahrt zu buchen, deckt sich mit den Erfahrungen meiner Bekannten und Freunde, die nach dem Ausweichen aufs Internet nun wieder zu ihrem Reisebüro zurückgekehrt sind.

Was spricht nun aber für eine Buchung der geplanten Kreuzfahrt im Reisebüro. Da kann ich lediglich zunächst meine persönlichen Erfahrungen einbringen. In „meinem“ Reisebüro habe ich stets den mir bekannten und versierten Ansprechpartner. Die Chefin meines Reisebüros lässt alle ihre Angestellten jährlich auf mehrfachen Kreuzfahrten persönliche Erfahrungen sammeln und wertet dies dann mit allen Angestellten aus. Sie achtet darauf, dass ihre Angestellten mit ganz verschiedenen Reedereien, auf verschiedenen Kreuzfahrtschiffen und auch auf verschiedenen Routen unterwegs sind. Dadurch verfügt „mein“ Reisebüro über einen differenzierten Erfahrungs- und Beratungsschatz. Diese Erfahrungen kommen dann nicht nur mir als Kunden zugute.

Nicht nur ich habe durch meinen persönlichen Ansprechpartner im Reisebüro auch dann einen Ansprechpartner, der meine Kundentreue hoch einschätzt und sich ganz besonders einsetzt, wenn mal etwas schief geht. Wen sollte ich im Bedarfsfalle im Internet ansprechen können, die den „Kunden“ lediglich zu einer Telefon-Hotline abschieben? Wer kümmert sich um den Kunden, wenn während der Reise etwas geschieht? Das Internet?

Zu behaupten, eine Kreuzfahrt-Buchung sein stets wesentlich billiger als die Buchung der gleichen Kreuzfahrt im Reisebüro, ist auf alle Fälle haltlos. Mein Reisebüro verfügt über Buchungssysteme, die ständig die tagesaktuellen Preise liefern und somit dem Kunden die günstige Kreuzfahrt bieten können. Mein Reisebüro kennt nicht nur seine Stammkunden und Kreuzfahrt-Wiederholer, sie kennt auch die Unsicherheit der Kreuzfahrtneulinge, weiß, welche Informationen vor der Buchung nötig sind und kann dem Kunden zu der Sicherheit verhelfen, die dann beim Kunden auch die Vorfreude auf die Kreuzfahrt verstärkt. Bei den Kunden-Beratungsgesprächen gehen die Mitarbeiter meines Reisebüros auf die persönlichen Bedürfnisse und Erwartungen der Kunden ein, beraten sie ausführlich, nehmen sich für die Beratung auch ausreichend Zeit und finden dann auch das Kreuzfahrtschiff, das den Bedürfnissen des jeweiligen Kunden entspricht.

Das von mir erwähnte Reisebüro ist nicht an einen Veranstalter oder nur an wenige Anbieter gebunden. Auch diese Tatsache kommt den Kunden zugute. Die Angestellten „meines“ Reisebüros können nicht nur auf eigene Erfahrungen zurückgreifen, sondern profitieren durch die wöchentlich fundierten „hausinternen“ Fortbildungsmaßnahmen.

Für mich kann ich nur sagen: Medikamente kaufe ich in der mir bekannten Apotheke, die mich beispielsweise auch stets über Dosierungen, Wechselwirkungen und Verträglichkeiten informiert. Kreuzfahrten buche ich in „meinem“ Reisebüro, das sich stets für mich Zeit nimmt, mich stets freundlich und auch zeitintensiv berät.

125 Jahre Kreuzfahrt: Vom reichen Abenteuer zur Boombranche

Am 28. Januar 1991 begann mit der AUUSTA VICRORIA ein neues Kapitel des Reisens. Vor 125 Jahren war die erste Ausfahrt, die 57 Tag, 11 Stunden und 3 Minuten dauerte, nur reichen Abenteurern möglich, begleitet von dem Hamburger Reeder Albert Ballin. Für diese erste Abenteuerfahrt mussten die reichen 214 Gäste einen Betrag von 1.600 bis 2.00 Goldmark (heute ca. 28.500€ bis 42.800 €) investieren. 14 Häfen lief damals die Augusta Victoria an, und die Passagiere konnten auf 13 Landausflügen Häfen und Ländereien ums Mittelmeer besuchen.

Die Idee einer höchst luxuriösen Vergnügungsreise wurde später zur boomenden Kreuzfahrtbranche. Nachdem das Hapag-Flaggschiff nach Cuxhaven zurückgekehrt war, wurden Kreuzfahrten zum beständigen Angebot der Reederei. Hapa stellte 1900 das erste reine Kreuzfahrtschiff, die Prinzessin Victoria Luise, in Dienst.Was vor 125 Jahren lediglich wenigen Reichen möglich war, ist heutzutage auch Urlaubssuchenden mit schmalerem Geldbeutel möglich. Ständig wurde die Kreuzfahrt neu erfunden, und Jahr für Jahr wurden Kreuzfahrten mit Innovationen zum festen Reiseangebot. Die Reisebranche bietet Seereisen zum erschwinglichen Preis an, und die Reedereien kämpfen stets um neue Marktanteile.

Nahezu 2 Millionen deutsche Urlauber nutzen derzeit das Angebot Kreuzfahrten. Für jeden Geschmack bietet die boomende Reisebranche ein spezielles Kreuzfahrtschiff. Das Angebot reicht vom klassischen Kreuzfahrtschiff bis zu den Massenschiffen, die heute bereits die 6.000-Marke übersprungen haben. Gestiegen ist die Vielzahl der Schiffe ebenso wie die Destinations-Vielfalt, die Ausstattung, Größe, Dauer einer Kreuzfahrt, die von mehrtägigen Schnupperreisen bis zu Weltreisen mit einer Dauer bis über 100 Tagen reicht.

Sicherlich trugen auch das TRAUMSCHIFF und Fernsehserien wie „Verrückt nach Meer“ zum Anstieg der Kreuzfahrer bei. Die Vorurteile gegenüber Kreuzfahrten, die anscheinend lediglich einem kleinen Kreis betuchter Gäste vorbehalten war, sind längst gefallen. AIDA machte Kreuzfahrten in den 1990er Jahren lockerer. Pauschalurlauber wurden zu Kreuzfahrtgästen, die davon überzeugt wurde, dass eine Kreuzfahrt gegenüber einem Landurlaub gewisse Vorteile hat.

Die Konkurrenz aus dem Ausland ist groß. Längst bieten u.a. Norwegian Cruise Line, MSC Kreuzfahrten, Costa Crociere und auch Royal Caribbean International Kreuzfahrten für deutsche Urlauber an, so dass es kaum einen Urlaubswunsch gibt, den Kreuzfahrtschiffe nicht erfüllen könnten.

Kreuzfahrten – Drittes Kreuzfahrtterminal in Hamburg dringend erforderlich

 

Das 825. Hamburger Hafenfest hat erneut die große Bedeutung des Hamburger Hafens, nicht nur für die Kreuzfahrtbranche, eingehend unterstrichen. Für die Hansestadt ist der jährliche Hafengeburtstag zu einem weiteren wichtigen Standbei9n geworden. Die maritime Groß0veranstaltung lockt jährlich Hunderttausende an die Elbe, und auch in diesem Jahr wurde die Millionengrenze der Besucher über das vier Tage dauernde Hafenfest geknackt. Dass bei diesem maritimes Volksfest auch immer wieder Kreuzfahrtträume geweckt werden, ist nicht zu übersehen.

Die Kreuzfahrtbranche boomt nach wie vor. Längst ist noch nicht der Höhepunkt erreicht. Im vergangenen Jahr konnte der Hamburger Hafen 177 Anläufe von Kreuzfahrtschiffen mit mehr als 500.000 Gästen verzeichnen, die in den beiden Kreuzfahrtterminals in Altona und der Hafen City abgefertigt wurden. Für das neue Jahr wurden bereits 191 Anläufe angemeldet, so dass sich die Passagierzahlen jenseits der 600.000 bewegen dürften.

Die Forderung nach einem dritten Kreuzfahrtterminal scheint reale Züge anzunehmen. Vom Jahre 2016 soll das bestehende Provisorium in der Hafen City durch einen größeren Neubau ersetzt werden. Eine Fertigstellung soll für das Jahr 2018 geplant sein, zumal die Verantwortlichen bis 20121 mit mehr als einer Million Kreuzfahrtreisenden rechnen.