Kreuzfahrtschiff als Notunterkunft

Die Diskussionen reißen nicht ab, wie den auf der Insel Lesbos untergebrachten Moria-Flüchtlingen nachhaltig geholfen werden könnte. Deutschland hat leider im europäischen Lager keine Mitstreiter gefunden, um den Geflüchteten und damit aber auch den Inselbewohnern Entlastung zu schaffen. Zwar haben Europaabgeordnete Vorschläge unterbreitet, diese Flüchtlinge auf Kreuzfahrtschiffen vor der Küste oder am Hafen von Lesbos einzuquartieren, doch nun sichert ein Stacheldrahtzaun eine eiligst aufgebaute Zeltstadt davor, dass die Flüchtlinge weiterziehen können. Stimmen mehren sich, dass nicht nur die griechische Asylpolitik nach wie vor gescheitert ist.

Spontan reagierte auch das Kölner Reiseunternehmen Phoenix Reisen mit dem Angebot, nach Bekanntwerden der Brandkatastrophe ein Kreuzfahrtschiff nach Lesbos zu schicken, um den Flüchtlingen und auch der Inselbevölkerung vor Ort zu helfen. Phoenix Reisen signalisierte sogar die Bereitschaft, ggf. ein Kreuzfahrtschiff zweckgebunden zu verschenken.

Ach TUI Cruises signalisierte Hilfsbereitschaft. Da aber die Umsetzung von humanitären Schutz- und Unterbringungsmaßnahmen stattliche Aufgabe ist, haben die Reiseunternehmer nur wenig Kompetenz und die „Lösung“ heißt nach wie vor Zeltstadt.