AIDAsol erstmals über die LNG Hybrid Barge mit emissionsarmem Strom versorgt

Am 30. Mai 2015 feierten AIDA Cruises und Becker Marine Systems im Hamburger Hafen eine Weltpremiere. Nach erfolgreichem Abschluss der letzten technischen Tests wurde AIDAsol während ihrer Liegezeit in der Hamburger Hafencity erstmals über die LNG Hybrid Barge mit emissionsarmem Strom aus Flüssigerdgas (LNG) versorgt.

„Mit diesem bisher weltweit einmaligen Pilotprojekt für die Energieversorgung von Kreuzfahrtschiffen mittels LNG während der Liegezeiten haben wir heute ein neues, zukunftsweisendes Kapitel für den Umweltschutz im Hamburger Hafen aufgeschlagen“, sagte AIDA Präsident Michael Ungerer.

Nach dem erfolgreichen Testbetrieb einzelner Bordsysteme soll AIDAsol bereits bei ihrem nächsten Anlauf in Hamburg (09. Juni 2015) erstmals komplett über die LNG Hybrid Barge mit Energie versorgt werden.

Die LNG Hybrid Barge funktioniert wie ein schwimmendes Kraftwerk. In der Gasaufbereitungsanlage wird das tiefkalte (-163°C), flüssige Gas erhitzt und anschließend zu den Generatoren weitergeleitet, die den Strom für den Schiffsbetrieb während der Liegezeit erzeugen. Die Leistung, die durch insgesamt fünf Gasmotoren auf der LNG Hybrid Barge bereitgestellt wird, beträgt 7,5 Megawatt.

Durch den Einsatz von Flüssigerdgas zur Energieversorgung von Schiffen wird der Emissions- und Partikelausstoß erheblich reduziert. Im Vergleich zur Nutzung von herkömmlichem Marinediesel mit 0,1 Prozent Schwefelanteil werden keine Schwefeloxide und keine Rußpartikel emittiert. Die Emission von Stickoxiden verringert sich um bis zu 80 Prozent, der Ausstoß von Kohlendioxid um 30 Prozent.

Für das gemeinsam mit AIDA Cruises entwickelte Projekt der LNG Hybrid Barge wurde die Firma Becker Marine Systems vor wenigen Tagen mit dem GreenTec Award 2015 in der Kategorie „Reise“ vom DRV (Deutscher Reiseverband) ausgezeichnet.

Im Frühjahr 2016 wird mit AIDAprima das erste Schiff der neuen AIDA Generation erstmals in seinem zukünftigen Heimathafen Hamburg festmachen. AIDAprima ist das erste Kreuzfahrtschiff, das sowohl über einen Landstromanschluss, ein umfassendes System zur Abgasnachbehandlung sowie einen Dual Fuel Motor verfügt. Dieser kann, je nach Verfügbarkeit, auch mit LNG betrieben werden.

 

AIDA Cruises – Verabschiedung eines Investitionsprogramms in modernste Umwelttechnologie

 

Am 16. Mai veröffentlichte AIDA Cruises seinen aktuellen Nachhaltigkeitsbericht AIDA cares 2014, der sich am international anerkannten Standard der Global Reporting Inititiative (GRI) orientiert.

„Einen Meilenstein setzte AIDA Cruises im August 2013 mit der Verabschiedung eines Investitionsprogramms in modernste Umwelttechnologie in Höhe von 100 Millionen Euro“, sagte Dr. Monika Griefahn, Direktorin für Umwelt und Gesellschaft AIDA Cruises. Kernstück des Programms ist die Installation eines umfassenden Systems zur Abgasnachbehandlung auf den AIDA Neubauten 2015 und 2016 sowie die Nachrüstung der bestehenden AIDA Flotte. Dank dieser innovativen Technologie werden die Emissionen von Rußpartikeln, Stickoxiden und Schwefeloxiden um 90 bis 99 Prozent reduziert sowie Kohlenmonoxid und unverbrannte Kohlenwasserstoffe gefiltert.

Darüber hinaus setzt AIDA Cruises auf weitere innovative Konzepte, um die Emissionen während der Hafenliegezeiten zu reduzieren. AIDAsol wurde 2013 als erstes Schiff der Flotte komplett für Landstrom ausgerüstet. Die weltweit erste LNG Hybrid Barge zur nahezu emissionsfreien Energieversorgung von AIDA Schiffen wird im Sommer 2014 im Hamburger Hafen in Betrieb genommen. Für diesen Beitrag zum Emissionsschutz wurden AIDA Cruises und Becker Marine Systems mit dem „Baltic Sea Clean Maritime Award 2013“ ausgezeichnet.

Im Berichtszeitraum 2013 verbesserte AIDA Cruises seine Umweltbilanz erneut in wichtigen Bereichen. So sank beispielsweise der Treibstoffverbrauch der AIDA Flotte pro Gast und Tag im Vergleich zum Vorjahr um fünf Prozent. Pro Person an Bord wurden acht Prozent weniger Frischwasser verbraucht. Durch die Einführung von Carsharing und Firmenfahrrädern, die den Mitarbeitern auch in der Freizeit zur Verfügung stehen, leistete das Unternehmen auch am Firmensitz in Rostock einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Für sein nachhaltiges Flottenmanagement erhielt AIDA Cruises den „Green Fleet Award 2013“. An Land bezieht das Kreuzfahrtunternehmen zu 100 Prozent Ökostrom. Insgesamt konnte der Energieverbrauch an den Standorten in Rostock und Hamburg um 20 Prozent reduziert werden.

Als Marktführer auf dem deutschen Kreuzfahrtmarkt übernimmt AIDA Cruises soziale Verantwortung. Das Unternehmen unterstützt verschiedene soziale und kulturelle Einrichtungen und leistet Nothilfe. Allein 233.000 Euro gingen 2013 an die Opfer des Taifuns Haiyan auf den Philippinen, 100.000 Euro kamen den Betroffenen des Elbe-Hochwassers zugute.

Mehr Informationen zum Engagement für Umwelt und Gesellschaft von AIDA Cruises stehen im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht AIDA cares 2014 auf www.aida.de/aidacares.

 

Quelle: AIDA Cruises Presseinformation v.16.05.14

AIDA Cruises – Reederei setzt auf neue schwimmende Blockheizkraftwerke

 

AIDA Cruises verfolgt ein zukunftsweisendes Ziel.  Vor wenigen Tagen wurde im slowakischen Kormanó die Kielllegung der ersten LNG – Hybrid – Barge gefeiert. AIDA Cruises will in Sachen umweltfreundlichere Stromversorgung die AIDAsol im Hamburger Hafen durch das schwimmende Blockheizkraftwerk mit der umweltfreundlichen Energie versorgen. Mit dieser Innovation können die Umweltschützer aufatmen, da dann die Hilfsdieselmotoren an Bord der AIDAsol abgestellt werden können und die Umgebung nicht mehr mit giftigen Abgasen verpesten.

Wie sieht die neue umweltfreundliche wasserseitige Versorgungstechnik aus?

  • Fünf Blockheizkraftwerkmotoren und fünf Generatoren wandeln das LNG, das in mobilenContainern geladen wird, in elektrische Energie um.
  • Der erzeugte Strom wird durch mächtige Kabel zu den Schiffssteckdosen geleitet.
  • Die LNG-Hybrid-Barge wird dann im Winter das Energieunternehmen Eon Hanse Strom und Wärme liefern

 

Andere Reedereien und Häfen zeigen bereits heute besonderes Interesse an der innovativen Stromerzeugung und werden dem Hamburger Beispiel  folgen.