Kleine Brötchen für die Kreuzfahrtbranche

Die Corona-Pandemie hat die bislang verwöhnte Kreuzfahrtindustrie zum Erliegen gebracht. Die verschiedenen Redereien gaben zwar ganz verschiedene Verschiebungen für eine Wiederaufnahme des Seereisebetriebs an, mussten aber die recht knapp bemessenen Zeiträume stetig verlängern.

Niemand kann derzeit mit Sicherheit prognostizieren, wann tatsächlich die Fluss- und Seereisen wieder in sichere Gewässer gelangen können. Bekannt werden die intensiven Bemühungen beispielsweise von Flussreiseanbietern, durch eine Überprüfung und Neuorientierung der detaillierte Hygiene- und Gesundheitsmaßnahmen , die sich an den Vorgaben des RKI orientieren, auf einen Restart vorzubereiten.

Der Stillstand verschlingt Millionen, die stetig wachsenden Verluste steigen drastisch an. Sicher ist wahrscheinlich, dass die gesamte Kreuzfahrtbranche aus der Corona-Pandemie stärker als zuvor zurückkommen wird, allerdings mit einer Vielzahl von Änderungen.

Massentourismus wird abgespeckt

Angenommen wird, dass der bisherige Schiffsmassentourismus nur abgespeckt Fahrt aufnehmen wird. Da künftig auch auf den Fluss- und Kreuzfahrtschiffen die dringend erforderlichen Abstandsregeln eingehalten werden müssen, werden bisher gewohnte Menschenmassen auf Schiffen wesentlich reduziert. Dies kann und wird auf den kleineren Flussschiffen wesentlich besser gelingen als auch den „schwimmenden Kleinstädten“.

Neue Zielgebiete in der Nähe

Überlegungen konzentrieren sich derzeit auch auf neue Zielgebiete . „Warum in die Ferne schweifen, …“! Deutschlands Inselwelten und auch die ganz verschiedenen Uferlandschaften mit den Anrainern sind doch auch attraktiv und bergen einen attraktiven Zauber in sich.

Umstellungen wird es aber auch nicht nur bei den Zielführungen geben. Da beispielsweise die verschiedenen Büfetts als Virenschleudern verrufen sind, muss es international verbindliche Vorschriften und Regelungen geben, um die Sicherheit der Gäste und auch der Crewmitglieder zu gewährleisten.

Gäste benötigen mehr Zeit und Geduld

Darüber sind sich die Experten ebenfalls sicher: Passagiere werden in der Zukunft erheblich mehr Zeit und Geduld bei der Einschiffung aufbringen, denn die Gesundheitskontrollen benötigen Zeit. Doch der Gast wird sich rasch an die neuen Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen gewöhnen. Die anfänglichen Skepsis wird zur neuen Normalität werden, so dass die strengeren Standards baldmöglichst zu gewohntem Tourismusbetrieb werden.

Kreuzfahrten – Landausflüge im Trubel des Massentourismus

Kreuzfahrten boomen nach wie vor. Der Kreuzfahrer hat sich für eine Seereise entschieden, um echtes Kreuzfahrterlebnis zu spüren sowie Land und Leute kennenzulernen. Gemeinsam mit den örtlichen Agenturen planen die Reedereien an den verschiedensten Destinationen Landausflüge. Da aber in den letzten Jahren die Anzahl der Kreuzfahrtschiffe zugenommen hat, werden auch die einzelnen Sehenswürdigkeiten der Destinationen von einer Touristenflut überhäuft im besonderen auch dann, wenn diese Sehenswürdigkeiten unmittelbar in der Nähe der Anliegestellen der Kreuzfahrtschiffe liegen oder auch zu Fuß von den Gästen erreicht werden können.
 
Ein ganz typisches Beispiel für einen solchen Massenandrang bildet sicherlich die kroatische Stadt Dubrovnik, in deren historische Altstadt regelmäßig Tausende von Kreuzfahrtgäste pro Tag eindringen, die Gassen verstopfen. Die Stadt mit den beachtlichen Sehenswürdigkeiten platzt dann förmlich aus den Nähten, und es fällt den Passagieren der Kreuzfahrtschiffe schon schwer, die wunderschöne Stadt mit den vielen historischen und baulichen Highlights zu genießen. Doch kaum ein Kreuzfahrer bleibt an Bord zurück, wenn die beliebte kroatische Stadt ruft und die Gäste aus aller Welt einlädt.
 
Wenn gar in Zukunft die riesigen Mega-Liner mit mehr als 4000 Passagieren an Bord ebenfalls die Destination Dubrovnik anlaufen wollen, werden die Altstadtresourcen kaum noch den erwarteten Andrang verkraften können. Da wird dann Dubrovnik ein Opfer der eigenen Beliebtheit; denn bereits in den letzten Jahren hat der Zustrom von Gästen der Kreuzfahrtschiffe bereits die Million-Marke übertroffen. Besonders in den Monaten Mai bis August wird die touristische Belastung der kroatischen Hafenstadt zunehmen.
 
 

Entspannte Flussreisen mit einem Schuss Abenteuer und Exotik

Längst haben die Flussreisen-Fans die europäischen Flüsse „abgehakt“ und die exotischen Flüsse auf anderen Kontinenten ins Visier genommen. Wer eine entspannte Flussreise mit einem Schuss Exotik und Abenteuer erleben möchte, entscheidet sich für eine Flussreise aus dem breitgefächerten Angebot vieler Anbieter, die die Gäste zu interessanten Destinationen in Thailand, Indien, Botswana, Senegal, Sibirien, Vietnam, China, Brasilien … bringen.
 
ARosa Rhone v. 08.bis 12.04.09 002
 
Aus Sicht der Flussreisen-Anbieter ist die romantische Loreley im Mittelrheintal bereits ein alter Zopf. Mittlerweile bevorzugen Flussreisende u.a. die exotischen Flussfahrten auf dem Mekong, Irrawaddy, Jangtse, Amazonas, Gambia-Fluss, Ganges, Brahmaputra.
 
Diese Flüsse und Ströme bieten eine faszinierende Fülle an unbekannten Schönheiten und exotischen Kulturen, und auf den exklusiven Flusskreuzfahrtschiffen finden die Gäste ihre persönlichen Abenteuer mit fachkundiger Betreuung und Begleitung. Besonders geschätzte Vorteile solcher Flussreisen sind die verhältnismäßig kleinen Flussschiffe mit überschaubarer Größe ebenso wie die Zusammensetzung der Gäste aus aller Welt und schließlich die Destinationen fernab einem  gefürchteten Massentourismus.