Kreuzfahrten – Nord-Ostsee-Kanal: Magnet für Kreuzfahrer und Kanalgucker

 

Der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) ist die meist befahrene künstliche Seeschifffahrtsstraße der Welt und die kürzeste Verbindung  zwischen Nord- und Ostesee. Er ist willkommene Abwechslung für die Kreuzfahrer auf den Traumschiffen, die den Nord-Ostsee-Kanal als festen Bestandteil ihrer Reisen um die Welt etabliert haben, und außerdem eine ordentliche Touristenattraktion.  Wenn die Kreuzfahrtschiffe in langer Fahrt durch den Kanal fahren, begleiten sie stets wehmütige Blicke der Kanalgucker.

Viele Reedereien bieten  die Fahrt auf dem Nord-Ostsee-Kanal als Reisehighlight an. Mehr als 100 Passagen von 38 verschiedenen Schiffen sind für 2014 gemeldet. Am häufigsten ist die „AIDAcara“, die am 4. April 2014 die Kreuzfahrt-.Saison eröffnet,  zu sehen, gefolgt von den Kreuzfahrtschiffen   „Europa“, „Europa 2“, „Le Boreal“ und „L’Austral“. Am  16. Dezember 2014 befährt die „Adonia“ als letztes Kreuzfahrtschiff den Nord-Ostsee-Kanal.

Daten des Nord-Ostsee-Kanals

° Eröffnung am 21. Juni 1895 als Kaiser-Wilhelm-Kanal

° Name 1948 in Nord-Ostsee-Kanal geändert

° Länge: 98,637 km

° Bauzeit: 1887 – 1895

° Nach Bau:

Breite: 58 m, Sohlenbreite: 22 m; Wassertiefe: 8,5m

1. Erweiterung:

Breite: 102,5m; Sohlenbreite: 44m; Wassertiefe: 11m

2. Erweietrung:

Breite: 162 m; Sohlenbreite: 90 m; Wassertiefe: 11 m

° Fahrtdauer: ca. acht Stunden

Passat Kreuzfahrten – Mit dem König von Mallorca durch den Nord-Ostsee-Kanal

Eine große Party mit Jürgen Drews zwischen Elbstrand & Förde erleben die Gäste der MS Delphin auf der zweitägigen Kreuzfahrt vom 4./5. Mai 2013 von Hamburg nach Kiel. Stargast an Bord ist der König von Mallorca Jürgen Drews, der in seiner unvergleichlichen Art die Gäste der MS Delphin

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Foto: Passat Kreuzfahrten

musikalisch unterhalten und begeistern wird. Die MS Delphin ist auf dieser zweitägigen Kurzreise auf dem Nord-Ostsee—Kanal unterwegs, in ruhigen Gewässern, so dass die maximal 470 Gäste auch in aller Ruhe das Kreuzfahrtschiff erkunden und nach der Drews-Show auf dem Pool-Deck und in der Disco im Sky Club das Tanzbein schwingen können.

Wer kennt nicht die Hits „Ich bau Dir ein Schloss“, „Ein Bett im Kornfeld“! Nicht nur mit diesen Hits wird Jürgen Drews nach einem festlichen Galadinner für eine ausgelassene Stimmung an Bord sorgen. Nach einem reichhaltiges Frühstücksbuffet am Sonntagmorgen geht der Kurztrip in Kiel zu Ende.

Schnupperkreuzfahrten mit der „AIDAcara“

In der Zeit vom 11. Juni bis zum 13. Augsut 2010 bietet AIDA an acht Terminen – Abfahrt jeweils freitags – auf der Reiseroute Kiel – Nord-Ostsee-Kanal – Bergen – Oslo – Göteborg – Kopenhagen – Kiel Schnupperkreuzfahrten auf der „AIDAcara“ an, die sich besonders für Kreuzfahrtneulinge eignen, die erstmals eigene Eindrücke von dieser komfortablen Reiseform gewinnen möchten.

Ein deutliches Zeichen für die Zukunft der Rostocker Reederei A-Rosa

 

Die zwei baugleichen Schwesternschiffe A-ROSA AQUA und A-ROSA VIVA werden 2009 bzw. 2010 die bisherige A-ROSA-Flotte „A-ROSA bella/riva/stella/luna/mia/donna“ auf insgesamt acht Schiffe aufstocken und einen komplett neuen Schiffstyp verkörpern. Das neue Flusskreuzfahrtschiff „A-Rosa Aqua“ verließ am 1. Juli 2009 die Rostocker Werft mit Zielhafen Köln am Rhein. Sie passierte erst den Nord-Ostsee-Kanal über Holtenau und Brunsbüttel, um dann über Eemshaven das niederländischen Delfzijl anzulaufen. Dort wird die endgültige Ausstattung mit losen Hotelaccessoires wie Stühlen, Bettwäsche, Geschirr und Sonnenliegen, die nach Werft-Angaben wegen der Seeüberfahrt nicht an Bord sein durften, vorgenommen.  Am 7. Juli wird die „A-Rosa Aqua“ Delfzijl verlassen und am 24. Juli in Köln zur Taufe erwartet. Das Flusskreuzfahrtschiff ist 11,40 Meter lang und bietet über 200 Passagieren Platz. Die Taufe soll am 24. Juli sein.
Es wird jetzt von Rostock- Warnemünde nach Köln gebracht. Die A-ROSA AQUA wird ab August dann in verschiedenen 5-und 8-tägigen Routen ab/bis Köln den Rhein auf- und abwärts fahren und demnach in den Ländern Deutschland, Holland, Frankreich, Belgien und Schweiz im Einsatz sein.

Die ebenfalls 135 Meter lange und 11 Meter breite A-ROSA VIVA  mit  einem Tiefgang von 1,6 Meter wird über 99 Außenkabinen verfügen und bis zu 202 Passagiere aufnehmen und bietet den gleichen hohen Standard und eine luxuriöse Ausstattung wie die anderen A-ROSA-Flussschiffe. Die A-ROSA Viva wird ab 2010 die Flüsse Rhein, Mosel und Main durchkreuzen. Gebaut wird das Schiff Arosa Viva ebenfalls in Warnemünde in der Neptun Werft. Vor ein paar Tagen wurde die A-ROSA VIVA auf der Warnemünder Neptun Werft feierlich auf Kiel gelegt, so acomplia prescription dass die Terminplanung eingehalten und im kommenden Jahr der „Neuling“ aufs Wasser entlassen werden kann. 

 

Höhepunkte der Ostsee – Teil 3/3

9. Tag

Wer ließe sich morgens nicht gerne wachküssen! Musikalisch besorgt dies um 7.30 Uhr unser Bordwecker, doch nicht uns, denn bereits ab 6,15 Uhr sind wir in die Schärenlandschaft Schwedens eingefahren und genießen diese Landschaft. Wir widmen uns nach dem Aufstehen dem Frühstücksbuffet und haben dann noch genügend Zeit, bis uns die örtliche Reiseleiterin zur Stadtrundfahrt verbunden mit einem Altstadtrundgang abholt. Erstmals erleben wir leider eine völlig inkompetente Botschafterin ihres Landes. Doch wir haben uns glücklicherweise vorinformiert und können dennoch bei der unverständlichen Hektik mit nur einem Fotostopp Schwedens Metropole kennen  lernen. In eindrucksvoller Lage, dort, wo sich das Kobaltblau des Mälarsees mit den dunkleren Ostseewassern mischt, breitet sich die Stadt mit über 14 Inseln aus, die 40 Brücken miteinander verbinden. Die verschiedenen Eilande gleichen sich oft so wenig, dass sie wie eine Reihe nur entfernt miteinander verwandter Miniaturstädte wirken.

Jeder Teil hat seinen eigenen Charakter. In der auf Inseln erbauten Metropole ist Wasser nie weit weg. Vor dem Schloss entlassen wir uns selbst und unternehmen einen Spaziergang durch die Altstadt. Die Sträßchen mit Kopfsteinpflaster und verwinkelten Gassen folgen dem mittelalterlichen Bauplan und sind so eng, dass die Hausgiebel fast zusammenstoßen. Den nördlichen Teil der Altstadt beherrscht das Königsschloss. Erstmals geben wir der örtlichen Reiseleiterin kein Trinkgeld, wir sind zu sehr enttäuscht von ihrer „Leistung“.

Auch am 9. Tag unserer Kreuzfahrt ist die Sonne unser ständiger Begleiter. Erst um 16.00 Uhr erreicht das Verwöhnprogramm unseres Luxusliners an der Bar bei Waffeln einen ersten Tageshöhepunkt. Und um 18.00 Uhr dürfen wir das Gala-Buffet kurz fotografieren. Wir sind in der zweiten Gruppe zum Gala-Dinner bestellt, und auch wir bestaunen den vollendeten kulinarischen Zauber. Nahtlos reiht sich der nächste Termin ein: Gala-Show-Express mit den Bordkünstlern und dem Showorchester. Die Künstler servieren einen Unterhaltungscocktail mit Musik, Tanz und Humor. Wir machen zwar noch lange nicht schlapp, hören aber auf unserer Körper, der sich nach Ruhe und Entspannung sehnt.

10. Tag

Heute ist Seetag. Unser Bordwecker lockt uns schon um 7.30 Uhr gut gelaunt aus den Träumen. Beim Studium des Tagesprogramms können wir uns nicht sogleich entscheiden, welche Termine wir wahrnehmen wollen. Zu viele Angebote erwarten uns:

10.00 Uhr Blick auf die eigenen Urlaubsfotos
10.15 Uhr Premiere des 1. Teils der Filmdokumentation „Höhepunkte der Ostsee“
10.30 Uhr Phantastisches aus Eis: Der philippinische Küchenartist zeigt, wie aus einem Eisblock bezaubernde Eisfiguren entstehen.
11.00 Uhr Frühschoppen mit Weißwurst und Brezel
12.00 Uhr VIP-Sprechstunde
12.30 Uhr Mittagessen
14.00 Uhr Gemüse-Schnitzereien und Marzipan-Figürchen

Aber auch das Sportprogramm ist verlockend:

9.30 Uhr Fat-Burner mit der Sportlehrerin
10.30 Uhr Bauch-pur-Gymnastik
15.30 Uhr Bauch-Beine-Po-Gymnastik
17.30 Uhr Stretching
17.30 Uhr Walk a mile

Den Auswirkungen des Gala-Buffets kann jeder nach Herzenslust zu Leibe rücken, und außerdem steht ja auch noch der Fitnessraum jedem zur Verfügung. „Sportlich“ nehmen wir auch die Durchsicht der Bilderflut über das Gala-Buffet.

Glutrot verabschiedet sich die Sonne um 19.00 Uhr. Und nach dem Abendessen treffen wir uns noch in gemütlicher Runde an der „Lästerpromenade“. Doch noch können wir nicht unsere Kabine aufsuchen. Schon um 20.30 Uhr ist unser Kreuzfahrtschiff in den Großen Belt eingefahren. Um 23.30 Uhr soll unser Schiff die Storebelt-Brücke passieren. Doch bereits eine Viertelstunde vor „Termin“ erreichen wir die zweitgrößte Hängebrücke zwischen Sproge und Halskov. Nun erst geben wir unserer Müdigkeit nach.

11.Tag

Seit Stockholm bis Kopenhagen musste unser Schiff eine Strecke von 664 Seemeilen zurücklegen. Um 6.00 Uhr passieren wir die engste Stelle im Sund zwischen Helsinger (Dänemark) und Helsingborg (Schweden). Um 6.30 Uhr holt uns unser Bordwecker aus den Federn und verspricht uns ein Frühstück mit Butterzopf und Tatar. Mit dem Frühstück müssen wir uns heute beeilen, denn die Landausflüge beginnen bereits um 8.20 Uhr. Einem Fährschiff müssen wir den Vorrang lassen, und so verspätet sich auch die Ankunft in Kopenhagen. Gespannt sind wir auf „Die kleine Meerjungfrau“. Sie gilt als das Wahrzeichen Kopenhagens. Die 1913 geschaffene Skulptur wurde mehrmals Opfer von Anschlägen. Mehrmals schlug man ihr den Kopf ab, ein anderes Mal verlor sie einen Arm. Da jedoch die Originalformen aufbewahrt werden, waren Nach-bildungen einzelner Teile jederzeit möglich.

Unsere Reiseleiterin zeigt sich umgehend als versierte Botschafterin Dänemarks. Nach dem Besuch der erhofften Sehenswürdigkeit gibt sie uns einen Überblick über ihre Heimatstadt ebenso wie in die sozialen Verhältnisse ihrer Bewohner. Mehrfach legt sie Fotostopps ein, so dass wir mit einer reichen Ausbeute aufs Schiff zurückkehren können. Der Gefion-Brunnen stellt die Sage der nordischen Göttin Gefion dar, die ihre vier Söhne in Ochsen verwandelte, um mit ihnen die Insel Seeland aus Schweden herauszupflügen.Ein weiteres Highlight bietet das Schloss Amalienborg der Königsfamilie an einem achteckigen gepflasterten Platz. Im Mittelpunkt dieser herrlichen Rokoko-Anlage steht ein vorzügliches Reiterdenkmal für König Frederik V. Wir haben Glück. Anne hat die Besich-tigungsabfolge bestens eingeteilt und wir können der Wachablösung vor dem Schloss beiwohnen.

Am Rathausplatz verlassen wir den Bus, nicht ohne unsere Reiseführerin für ihre vorzüglichen Erklärungen und Planungen mit einem Trinkgeld belohnt zu haben. Unser Spaziergang bringt uns in Kopenhagens berühmte Fußgängerzone Strøget mit ihren zahlreichen Straßencafés, Bars und Läden. Leider sind am Sonntag die meisten Geschäfte geschlossen! Den Rückweg finden wir allein, vorbei am Straßenknotenpunkt mit dem Reiterstandbild von König Christian V. und  dem Königlichen Theater.

Ein herausragendes Ereignis am Abend ist eine Travestie-Show.

Es gelingt eine tolle Performance, die mit einem schier endlos anhaltenden Beifall belohnt wird. In unserem Treff hinter der Bar müssen wir noch lange über diese Glanzleistung reden, und es wird wiederum Mitternacht, bis wir in unsere Kabinen zurückkehren.

12. Tag

Um 6.30 Uhr weckt uns unser fröhlicher Bordwecker. Das norwegische Arandal in Sicht? Nein, dichter Nebel behindert den gesamten Schiffsverkehr. Der Hafen ist geschlossen.  Um 8.00 Uhr will der Kapitän einen weiteren Versuch starten, um dennoch am Kai festmachen zu können. Unser „Yakee-Wetter“ lässt uns auch am letzten Ausflugstag nicht im Stich. Gegen 8.00 Uhr lichtet sich der Nebel. Und die Hafenbehörde gibt ihr Okay. Das Morgenprogramm kann wie geplant starten. Wir legen am Kai neben den drei deutschen Kriegsschiffen Main, Ammersee und Feeman an.

Die malerische Hafenstadt breitet sich auf sieben Inseln aus. Ein Spaziergang bringt uns durch die Altstadt, vorbei am Marktplatz mit dem eindrucksvollen Rathaus. Leider nehmen die Geschäfte keine Euro. Lediglich der Schokoladenbäcker hat sich auf deutsche Kunden eingestellt. Unseren Blick gefangen hält die Dreifaltigkeitskirche mit ihrem 85 m hohen Kirchturm, der die Altstadt überragt.

Die Auslaufparty verbinden wir mit dem Frühschoppen an der Außen-Bar. Zur Stärkung werden Nürnberger Bratwürste und Sauerkraut gereicht. Zum Mittagessen gönnen wir uns deswegen lediglich Kalamarisringe. Nach der alkoholischen Einstimmung an der Bar und den obligatorischen zwei Gläschen Tischwein rufen die Bettfedern. Aber lange können wir uns diese Ruhephase nicht gönnen. Sporttermine und der zweite Teil der Filmdokumentation warten auf uns. Bis zum Abschiedscocktail verkürzt das „Kofferpacken“ die Wartezeit.

Das Abschiedsdinner wird in festlicher Atmosphäre um 19.30 Uhr serviert. Die Männer mögen ja wegen des Anzugszwangs gestöhnt haben, den Frauen kam die Kleiderordnung aber recht. Endlich, und dies zum letzten Male, können sie ihre Gala-Garderobe ausführen. Und nach dem Festessen erinnern wir uns an eine Aussage einer berühmten Persönlichkeit: Es ist besser, Genossenes zu bereuen, als zu bereuen, dass man nichts genossen hat.

Zum letzten Mal treffen sich alle Gäste im Salon zur Abschiedsparty. Do Swidanja! Nun heißt es Abschied nehmen vom Reiseleiter-Team, vom Kreuzfahrtdirektor und von allen Künstlern. Und vor Mitternacht gehen die Bedienungen mit kleinen Appetithäppchen auf großen Platten durch alle Räumlichkeiten. Mit einem Hefenweizenbier sorgen wir für die nötige Bettschwere. Nur noch einen Termin müssen wir erfüllen. Bis spätestens 4.00 Uhr müssen unsere Koffer vor der Kabinentür stehen. Da sind kleinere Pannen vorprogrammiert. Der Schlafanzug ist längst im Koffer eingepackt! Uns passiert glücklicherweise nicht ein berichtetes Malheur, dass auch die gesamte Kleidung im Koffer liegt und dieses Versäumnis erst dann bemerkt wird, als die Koffer längst abgeholt sind. Lediglich ein Kabinenschlüssel befindet sich in dem bereits gepackten Koffer. Doch dieses Missgeschick wird noch rechtzeitig erkannt.

13. Tag

„Time to say goodbye!“ Anja bleibt es vorbehalten, uns zum letzten Male zu wecken. Und zum Frühstück fallen die Massen ein und stürzen sich aufs Buffet. Mehrmals gehen die Angebote zur Neige, doch satt wird jeder. Um 9.00 Uhr legt die unser „schwimmendes Hotel“ am Kolumbuskaje an. Es wird dauern, bis alles Gepäck zu den wartenden Bussen gebracht wird. Wir nutzen diese Zeit, um die freundlicherweise zur Verfügung gestellten Daten und Auflistungen zu studieren.

Auf der Kreuzfahrt „Höhepunkte der Ostsee“ hat unser Kreuzfahrtschiff Gorki eine Strecke von 2842 Seemeilen, das sind 5264 km, zurückgelegt. Die größte Teilstrecke war die Entfernung von Stockholm nach Kopenhagen mit 123o km, die kleinste von St. Petersburg nach Helsinki mit 333 km.

Interessant ist auch der Verbrauch an Lebensmitteln während dieser Reise.

Fisch

5.560 kg

Fleisch

8.650 kg

Gemüse

11.890 kg

Obst

15.800 kg

Speiseeis

1.600 Liter

Eier

22.150 Stück

Kuchenstücke

33.700 Stücke

Tischwein rot

2.700 Liter

Tischwein weiß

1.690 Liter

Wodka

209 Liter

Fassbier

1.350 Liter

Flaschenbier

1.247 Flaschen

Mahlzeiten

38.800 Stück

Wir können uns dem Dank des Kreuzfahrtdirektors und des Kapitäns nur anschließen. Wir haben eine ereignisreiche, abwechslungsreiche, harmonische und interessante Reise erlebt. Gerne nehmen wir die chinesische Spruchweisheit aus China in uns auf:

Leuchtende Tage, nicht weinen,
dass sie vergangen,
lächeln, dass sie gewesen,
denn Ihr habt sie erlebt.

Höhepunkte der Ostsee – Teil 2/3

5. Tag

Der Bordwecker holt uns um 7.30 Uhr schwungvoll aus den Federn. Sein Motto heißt „Jeden Tag ein Lächeln verändert die Welt“. Und wir haben allen Grund zu lachen. Wir erleben eine wunderschöne Reise zu den Höhenpunkten der Ostsee. Mit ihren Beiträgen betreibt sie eine lebendige Morgengymnastik für die Seele. Der Bordpfarrer hat herzlich zu einer ökumeni-schen Morgenandacht eingeladen. Keinem wird es an diesem langweilig. Die Bordband gestaltet heute einen  „Singenden Frühschoppen“. Neben musikalischen Beiträgen hat auch das Küchenteam Extras vorbereitet: Leberkäse und Kartoffelsalat. Das Mittagessen könnten wir ja ausfallen lassen! Aber …

Um 15.15 Uhr wird unser Ausflug „Tallinn und Freilichtmuseum Rocca al Mare aufgerufen. Die Reiseleiterin stellt uns während der Busfahrt ihr Land vor. Die Stadt Tallinn, so erfahren wir, besteht aus drei Städten: dem Domberg mit der Oberstadt, der Unterstadt und jenseits eines Grüngürtels und der Mauern, die noch zu einem Großteil erhalten sind, die Neustadt. Das frühere Reval liegt am Finnischen Meerbusen. Von der Burg auf dem Kalksteinhügel des Dombergs überblicken wir das faszinierende Gewirr von mittelalterlichen Dächern und Pflasterstraßen, aus dem hier und da schlanke Kirch- und trutzige Wehrtürme ragen. Auffällig sind auch die prächtig gestalteten Wetterfahnen, sichtbares Zeichen von Macht und Anerkennung. Die UNESCO hat 1997 die sanierte Altstadt mit dem Bollwerk als Weltkulturerbe gewürdigt. Estland, so versichert uns die örtliche Reiseleiterin, hat den Aufbruch aus der sozialistischen Eiszeit gemeistert.

Und die Esten sind stolz auf ihre Fortschrittlichkeit. Allerdings gelten die ehemaligen russischen Bewohner als Esten zweiter Klasse, die teilweise verarmt sind, ausgegrenzt sind, lediglich ihre russische Sprache verstehen und heimatlos im Lande sind, da sie keinen estischen Pass erhalten. Das moderne Estland ist das Land der 1000 Stimmen. Seit der „singenden Revolution“ in den 80er Jahren, als 200 000 Esten das verbotene Volkslied „Estland – meine Heimat“ sangen, richtet Estland  bedeutende und viel beachtete  Sängerfeste aus. Und zur Mittsommernacht geraten die Esten völlig aus dem Häuschen. Dann sind die Schatten der Vergangenheit ebenso vergessen wie die Sorgen der Zukunft. Und überdeutlich drückt Maria immer wieder ihren Hohn gegenüber den einstigen Machthabern aus. Die sowje-tischen Plattenbauten tituliert sie als Trotzkisten. Und ein Denkmal beschreibt sie folgendermaßen: He, Taxi, mein Mann ist besoffen, mein Kind ist müde, ich will nach Hause. Und gar beim Straßenbau muss alles Sozialistische weg, damit die Autos nicht so hopsen müssen.

Das Freilichtmuseum Rocca al Mare, an der Küste 10 km westlich der Stadt gelegen, bietet mit originalgetreu wieder aufgebauten Fischerkaten, Windmühlen und Bauernhöfen einen guten Einblick in das estnische Landleben der letzten 150 Jahre.

Den interessanten Ausflug in die estnische Geschichte beschließt eine Volkstanzgruppe.

Nach dem Abendessen genießen wir ein russisches klassisches Konzert „Polowetzer Tänze“. Dieses Konzert bleibt uns in Erinnerung, da sind wir sicher. Virtuos beherrschen alle drei Künstler ihre Instrumente. Und dieser Abend zählt auf unserer Reise zu den besonderen Erlebnissen. Es fällt zwar schwer, nach diesem Konzert wieder auf den Boden zurückzukehren, aber die „Late night spezial“ im Captain´s Club reizt uns dennoch.  Heute haben wir es lange ausgehalten. Um 2.00 Uhr beginnt endlich die Nachtruhe.

6. Tag

Der „fröhlicheBordwecker“ rüttelt uns nach kurzem Schlaf um 7.30 Uhr musikalisch wach. Eigentlich, meint sie, sei bei der Nebelsuppe kein Grund aufzustehen. Doch wir sind nicht zum Schlafen aufgebrochen. Kaum hat sich der Nebel gelichtet, passiert unsere Kreuzfahrtschiff um 9.30 Uhr die Befestigung Kronstadt auf der Insel Kotlin vor den Toren der Stadt zum Schutz vom Sankt Petersburg. Von den Nachfolgern Peter I. wurden die Pläne für den Bau einer Befestigungsanlage weiter fortgesetzt, so dass sich Kotlin in der Mitte des 18. Jahrhunderts zum wichtigsten russischen Flottenstützpunkt entwickelte. Die „traurigen“ Überbleibsel können wir bei der Vorbeifahrt erkennen.

Erst nach dem Mittagessen erreichen wir um 13.00 Uhr St. Petersburg. Der Ausflugsplan sieht für uns am Nachmittag die Besichtigung des Palastes Peterhof vor, am Abend dann einen Galaabend im Jusupovpalast. Eine Hafenband begrüßt uns mit forscher Musik. Danach heißt es: Abfahrt zum ältesten Zarensitz. Der Peterhof liegt 30 km westlich von St. Petersburg. Für Peter den Großen von Jean-Babtiste Leblond, dem Architekten Ludwigs XIV., errichtet, wurde die Anlage später von Rastrelli erweitert.

Peterhof war, so unsere russische Reileleiterin, eine Sommer-residenz der russischen Zaren, ein grandioses Park- und Schlossensemble am Ufer des Finnischen Meerbusen. Damit die Böden geschont werden, müssen alle Gäste in Überschuhe schlüpfen. Peter der Große wollte daraus eine Art Denkmal für den Sieg Russlands über die Schweden machen. So versinnlicht beispielsweise die Fontäne „Samson reißt dem Löwen den Rachen auf“ den Sieg bei Poltawa im Jahre 1709. Bevor wir uns aber m Park umsehen, werden wir durch die prunkvollen Räumlichkeiten des Peterhofes geleitet. Danach nimmt aber das prächtige Schauspiel der Großen Kaskade mit dem Samsonbrunnen im Zentrum unsere Aufmerksamkeit in Anspruch. Staunend verharren wir.

Wir kehren rechtzeitig um 18.00 Uhr an Bord zurück, bevor wir nach dem Essen um 19.30 Uhr zum Jusupovpalast aufbrechen. Olga übernimmt die Führung durch diesen Palast. Auf der großzügigen Freitreppe werden wir „standesgemäß“ von in Rokokokostümen gekleideten „Lakaien“ begrüßt. Das Palais der Fürsten Jusupov widerspiegelt den Glanz seiner Zeit. Olga geleitet uns durch die Prunksäle und verweilt im Zimmer des „Wunderheilers“ Rasputin, der zunehmend Einfluss auf die Zarin gewonnen hatte. Olga zeigt uns auch den Ort, wo der vermeintliche Wunderheiler und Zarenberater im Dezember 1916 von Angehörigen der Hofgesellschaft ermordet wurde. Unklar blieb lange Zeit der tatsächliche Hergang der Ermordung Rasputins. Zunächst reichte man Rasputin mit Zyankali vergifteten Kuchen, den er aber genussvoll vor der angekündigten Audienz bei der Zarin  verzehrte, ohne dass die gewünschte Wirkung eintrat. Die Verschwörer schossen danach kopflos auf Rasputin, und als er immer noch nicht sterben wollte, warf man ihn schließlich in ein Eisloch eines Nebenkanals der Mojka.

Nach einer kleinen Pause bringt uns Olga zum Sektempfang im großen Saal und danach zum kleinen Theater, wo unter der Leitung von Michael Winogradow  die Solosänger vom St. Petersburger Theater für Oper und Ballett ein Gala-Konzert für die Gäste der Maxim Gorki zelebrieren von hoher Qualität, begeisternder Stimmführung und Ausstrahlung. Ohne die Qualität der Künstler schmälern zu wollen, bleiben die Auftritte der Nina Arsentjrva mit „Sizilianische Vesper“ und „Nachtigall“ in besonderer Erinnerung.

7. Tag

Was zwitschert denn da in unserer Kabine? Liegen wir wirklich im Bett? Wir sind doch erst vor ein paar Minuten zu Bett gegangen! Ein Blick auf die Uhr belehrt uns eines Besseren. Es ist zwar erst 6.30 Uhr, und der „Störenfried“ ist wieder unser Bordwecker, der uns aus den Träumen und Federn lockt. Ein ereignisreicher zweite Tag in St. Petersburg erwartet uns: die große ganztägige Stadtrundfahrt ab 8.45 Uhr.

Wir sind die Ersten, die heute die prächtigen Gebäude, u.a. auch die Eremitage und die 47 m hohe Alexandersäule, die an den russischen Sieg über Napoleon erinnern soll, bewundern dürfen. Wie Venedig und Amsterdam ist St. Petersburg eine Wasserstadt, kreuz und quer von 65 Kanälen durchzogen und von Hunderten von Brücken zusammengehalten. Die bedeutendste Wasserstraße ist die Newa, die sich in den Finnischen Meerbusen ergießt. Innerhalb von St. Petersburg wurde sie durch Granitufer eingedämmt. Der Zauber der Stadt geht von der Anordnung der im 18. Jahrhundert entstandenen Plätzen, Parkanlagen, Paläste und Monumente aus.

Unser Reiseleiter hat ein Herz für die Fotografen. An bedeutenden Stellen lässt er den Bus anhalten und Fotostopps einschieben. Nördlich der Newa beherrscht die Peter-Pauls-Festung die Szenerie. Dieses Bollwerk, das die Flussschifffahrt überwachen sollte, wurde 1703 mit Mauern aus Holz und Lehm begonnen, danach aber beeindruckende Schutzwälle aus rotem Backstein gebaut. Das dominierende Gebäude innerhalb der Festung ist die Peter-Pauls-Kathedrale. Die zierliche vergoldete Spitze des Glockenturms trägt einen Engel mit Kreuz.  Einen weiteren Fotostopp legen wir am Ende des Petrogradskaja-Kais ein. Hier liegt der Panzerkreuzer Aurora vor Anker, der 1917 mit einem Schuss das Zeichen zum Angriff auf den Winterpalast gab. Bewundern können wir auch ein weiteres Wahrzeichen der Stadt, den Turm der Admiralität mit seiner goldenen Spitze, die in einer Wetterfahne in Bootsform endet.

Charakteristisch für die Silhouette der Stadt ist auch die 1858 vollendete Isaac-Kathedrale mit ihrer riesigen, von Engelsfiguren umgebenen Goldkuppel.  Die Paläste, erklärt uns unser Reiseleiter, sind vorwiegend in Privatbesitz. Mit einem Kaufvertrag haben sich die neuen Besitzer verpflichtet, die Ge-bäude zu renovieren. Uns fällt vornehmlich die dichte Bebauung auf – Gebäude reiht sich ohne Zwischenraum an das nächste Gebäude – und unser Guide berichtet, dass allein in St. Petersburg 40000 Häuser renovierungsbedürftig sind. Unser versierter Reiseleiter versteht es, seine Gäste zu unterhalten. Er fragt uns: Warum klauen die Russen in Deutschland zwei Autos? Antwort: Sie müssen noch durch Polen. Weiterhin fällt uns auf, dass wir keine Radfahrer zu Gesicht bekommen.

Das Mittagessen nehmen wir in einem Restaurant des Katharinenpalastes ein. Welche Pracht empfängt uns an diesem Ort! Nach dem gewöhnungsbedürftigen Mahl betreten wir die Parkanlage durch ein goldenes Tor. Und wiederum schlüpfen wir in leichte Überzieher, bevor uns unser Guide durch alle dem Publikum zugängigen Räumlichkeiten führt. Besondere Beachtung findet freilich das Bernsteinzimmer, das wir leider nicht fotografieren dürfen. Aber auch die Außenanlage besticht durch Eleganz und Formschönheit. Glücklicherweise müssen wir uns nicht einer höfischen Steife unterwerfen und dürfen uns frei bewegen, bis unsere Gruppe zur Besichtigung aufgerufen wird.

Fast geblendet von diesem Prunk kehren wir zu unserem Kreuzfahrtschiff zurück. Einen schwungvollen Abend gestaltet das Showballett „Vom Tango bis Kalinka“. Seit unserer ersten Begegnung mit diesem jungen Ensemble können wir einen mächtigen Fortschritt bei der Wahl der Kostüme und der Tanztechnik erkennen. Dem Angebot „Kaiserschmarren“ können heute beim Mitternachtssnack nicht alle widerstehen und lassen sich zu später Stunde noch verwöhnen. Beim obligatorischen Hefenweizenbier beschließen wir den Abend im Separee hinter der Bar. Die Uhr wird heute eine Stunde zurückgestellt, so dass wir noch vor Mitternacht ins Bett kommen.

8. Tag

Für die Strecke von St.Petersburg bis nach Helsinki muss unser Kreuzfahrtschiff 180 Seemeilen zurücklegen. Schon um 6.30 Uhr ruft unser Bordwecker den neuen Tag aus. Nur 13° beträgt die Außentemperatur. Dichter Nebel verhindert jegliche Sicht. Wir haben uns dazu entschlossen, nach dem Frühstück ab 9.00 Uhr die finnische Metropole auf eigene Faust zu erkunden. Entgegen unserer Erstplanung „Fußweg“ bringt und ein Shuttlebus ins Zentrum der Stadt. Die Haltestelle liegt dicht am Tagesmarkt, auf dem neben Gemüse und Obst auch Kunstprodukte des Landes angeboten werden. Doch nicht zu lange halten wir uns hier auf, besichtigen die Uspenski-Kathedrale und machen uns dann auf den Weg zum prächtigen Dom. Den klassizistische Dom (Entwurf:Carl Ludwig Engel ), mit nur einer Kuppel geplant, doch ab 1840 durch vier kleine Kuppeln mit vergoldeten Sternen erweitert, besichtigen wir, nachdem wir eine großzügige Außentreppe bestiegen haben. Der Fries ist mit Kopien der Kathedrale von Kopenhagen geschmückt. Das Innere des lutheranischen Gotteshauses ist schlicht und nüchtern, enthält aber Statuen von Luther, Melanchton und Agricola.

Bei der Stadterkundung treffen wir auf Aktivitäten des Roten Kreuzes und auf einen Aktionstag der Europaunion. Über die elegante Einkaufsstraße Esplanadi gelangen wir zum Konzerthaus Filandia, lassen unsere mit einer Visitenkarte versehenen Luftballone in den blauen Himmel steigen. Den Weg zum Sibelius-Park schaffen wir aber nicht mehr, kehren um und füttern am Hafen die zahlreichen Möven, die uns umschwirren und nach Futter betteln.

Pünktlich kehren wir in unser schwimmendes Hotel zurück, und um 16.00 Uhr verabschiedet sich unser Schiff von Helsinki und nimmt Kurs auf Stockholm. Erstmals gerät unser Kreuzfahrtschiff beim Ablegen in Schwierigkeiten. Der starke Wind treibt den Luxusliner immer wieder an die Kaimauer zurück. Ein Schlepper bietet seine Dienste an.

Da wir das Mittagessen ausfallen ließen, finden wir uns ausnahmsweise in der Lounge zur Tee- und Kaffeestunde ein. Wir halten uns aber bei der Kuchenwahl zurück, denn bereits drei Stunden später wird das internationale Abendessen serviert. Am Abend wartet wieder eine besondere musikalische Attraktion im Musiksalon auf uns. Andy Bünger nimmt uns auf eine „Musikalische Weltreise“ mit und stellt seine vielseitige musikalische Begabung auf Marimbaphon, Panflöte, Hawaii-Gitarre, Schlagzeug, Trompete und Saxophon unter Beweis. Nach dem Konzert wollen wir im Captain´s Club bei der Dance-Night mit unserer Lieblingskellnerin ein Tänzchen wagen. Doch sieist zu beschäftigt und ausgepowert, um sich noch Dienstschluss den Gästen widmen zu können. Dafür haben wir Verständnis, zumal wir uns davon überzeugen können, dass ihre Augen am Morgen „noch schlafen“. Entschädigt werden wir aber dann noch in der Lounge mit einer Tanzeinlage des Reiseleitungsteams.

Höhepunkte der Ostsee – Teil 1/3

In diesem Jahr beschließt unsere Yakee travel-Reisegruppe, bei der Kreuzfahrt „Höhepunkte der Ostsee“ die Metropolen der Anrainerstaaten kennen zu lernen. Ganz besonders freuen wir uns auf den zweitägigen Aufenthalt in St. Petersburg. Als uns vor fünf Jahren die MS Maxim Gorki zum Nordkap gebracht hatte, war sich unsere Reisegruppe einig, dass es keine schönere und bequemere Art gibt, unsere herrliche Welt zu entdecken;denn wer nur durchs eigene Fenster schaut, lernt nie die Welt kennen ( russisches Sprichwort). Diese Vergangenheit ist  in diesem Jahr wieder für uns Gegenwart geworden. Auf dem Kreuzfahrtschiff fühlen wir uns wie zu Hause und können die Ereignisse und Erlebnisse der kommenden 14 Tage kaum erwarten.

1. Tag

Alle Teilnehmer/innen unserer erneuten Gruppenreise finden sich pünktlich am Treffpunkt unseres Heimatortes  ein, und auch der Busfahrer von Airport Express ist überpünktlich zur Stelle. Bereits um 5.20 Uhr sind wir in Karlsruhe und erwarten den Zubringerbus der Firma Steck nach Bremerhaven. Ohne Verzögerungen erreichen wir den Kolumbuskaje in Bremerhaven, wo uns die Reiseleitung begrüßt. können wir die Schon eine Stunde später beginnt unsere die Kreuzfahrt. Das Auslaufen genießen wir bei einem Drink an der Bar bei flotter Musik der Bordband. In legerer Kleidung finden wir uns schon um 19.30 Uhr zum „Gute-Reise-Abendessen“ ein. Schon am ersten Abend müssen wir die ersten Termine erfüllen: Buchung der Ausflüge an den drei Folgetagen. Jeder kann sich gemäß seiner individuellen Neigungen und Erwartungen entscheiden, und jeder lässt den ersten Abend auch auf seine Art ausklingen. Einige Teilnehmer bedauern allerdings, dass während der Nacht die Passage „Nord-Ostsee-Kanal“ erfolgt. Die Nordsee beginnt sich leicht zu regen und wiegt uns sanft in den verdienten Schlaf.

2. Tag

Bevor wir am Abend einschlafen konnten, hat uns die Reiseleitung noch wichtige Informationen über den Nord-Ostsee-Kanal übermittelt:

Der Kanal zwischen Nord- und Ostsee ist die drittgrößte und meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Mit rund 55000 Schiffen jährlich ist das Verkehrsaufkommen mehrfach höher als das des Suez- oder Panamakanals.  Das maritime Meisterwerk hat eine Länge von 98,7 km. Die Schleusen befinden sich in Kiel-Holtenau und Brunsbüttel. Der bekannteste Ort entlang des Kanals ist Rendsburg. Eröffnet wurde der Kanal 1895, wurde ständig erweitert und vertieft. Seine Tiefe beträgt ca. 11 m.Die Schleusenanlage von Holtenau ist mit 310 m Länge, 45 m Breite und 14 m Tiefe  weltweit die größte.

Bevor uns der „fröhlicher Bordwecker“ ab 7.30 Uhr in den neuen Tag begleitet, treffen sich die Frühaufsteher bereits um 7.00 Uhr auf den Außendecks. Fahles Licht verbreiten die Laternen, die den Uferpfad säumen. Und die Sonne bemüht sich, die dichte Wolkendecke zu durchdringen. Dann passieren wir auch schon die ersten Brücken. In einsamer Stille sitzen Fischer am Ufer und warten auf Anglerglück. Eine Schulklasse hat sich am Ufer eingefunden und begrüßt uns lautstark. Bald sind die Außendecks propervoll,  und an der Bugseite drängen sich die Massen in mehreren Reihen hintereinander. Unbeeindruckt von diesen Menschenmassen ziehen Schwäne am Uferbereich ihre Bahnen. Bald ist es 9.30 Uhr geworden. Die Brücke informiert uns über die gewaltige Schleusenanlage Kiel-Holstein, in die unser Kreuzfahrtschiff einfährt. Die kleinere Anlage bleibt den Segelschiffen und kleineren Booten vorbe-halten. Bei dem regen Verkehr hat die Crew alle Hände voll zu tun, muss sich erheblich konzentrieren. Bald fahren wir in das Hauptbecken ein, und das hintere Schleusentor schließt sich. Wenige Meter abgesenkt kann unser Schiff bald wieder ihre Fahrt in der Kieler Fjörde fortsetzen.

Wir sind beeindruckt von der gewaltigen Weite der Kieler Bucht, den zahlreichen Segelhäfen und den verschiedensten Schiffstypen, die unseren Weg kreuzen. Dann nimmt Laboe mit dem Marine-Ehrenmal und dem U-Boot-Museum sowie den langgestreckten Sandstränden unsere Aufmerksamkeit in Beschlag. Mittlerweile herrscht wieder das sprichwörtliche „Yakee-Wetter“. Die Sonne verwöhnt uns. Glatt liegt die Ostsee vor uns, als unser Kreuzfahrtschiff Fahrt zum ersten Reiseziel Gdynia aufnimmt. Zur Mittagszeit nimmt die Bewölkung leicht zu, aber wir haben ja die ersten „Verabredung“ mit dem Küchenchef, der sich mit gegrilltem Zackenbarsch und Schwäbischem Schweinenacken nicht sonderlich gut einführt.  Der Maitre de Hotel scheint über unsere „Kritik“ einigermaßen erstaunt zu sein, verspricht aber, dass der Service auf alle Fälle noch zu toppen sei, was, wie sich später herausstellt, auch zutrifft.

Für 14.15 Uhr ist ein für alle Gäste verbindliche Übungsalarm angesetzt. Dieser Alarm soll uns mit den Rettungseinrichtungen an Bord vertraut machen. Wir sollen die Schwimmwesten anlegen und vor der Kabine auf unsere Stewardess warten, die uns dann zum Bootsdeck zu dem zugewiesenen Rettungsboot führen wird. Nicht alle sind in der Lage, ihre Rettungsweste allein anzulegen. Doch die hilfsbereiten Stewardessen wissen Rat und helfen beim Anlegen. Je eine Stewardess ist jeder Gruppe am Anfang und Ende zugewiesen. Und auch an den Treppen und Gängen stehen Helfer bereit und leiten die Gruppen auf den richtigen Weg zu den Rettungsbooten. Reibungslos, so unser Eindruck, läuft dieser wichtige Übungsalarm ab.

Nach dem Übungsalarm ist keineswegs Ruhe angesagt. Ein volles Tagesprogramm erwartet uns:

15.00 Uhr Pässe mit Manifestnummer abholen (Kopie ist für den Landgang St. Petersburg)
15.10 Uhr Russisches TV_Studio „Danzig – Geschichte der alten Hansestadt und das heutige Danzig“
16.00 Uhr Landgangsinformationen über Danzig
17.00 Uhr „Auf ein Wort“; wichtige Informationen für alle Gäste rund um das Schiff und über die jetzige Reise
18.00 Uhr Persönliche Begrüßung aller Gäste in der Galerie vor dem Musiksalon durch den Kapitän und den Kreuzfahrtdirektor
19.00 Uhr Begrüßungscocktail
19.30 Uhr Kapitäns-Dinner in festlicher Atmosphäre in den Restaurants
21.45 Uhr „Welcome“: Die Künstler stellen sich vor, die uns auf dieser Reise begleiten, ebenfalls das Showorchester
22.30 Uhr Mitternachtssnack „Flambierte Früchte“
23.00 Uhr Die Nacht ist noch lange nicht zu Ende! Im Anschluss an die Willkommensshow legt ein DJ im Captain´s Club für die Nachtschwärmer Hits und Evergreens auf.

Beim Mitternachtssnack bleiben wir standhaft. Und in den Kabinen erwartet uns eine weitere Info-Flut. Nun müssen wir noch rasch alle Akkus aufladen bzw. während der Nacht die Geräte wechseln. Bevor wir zu Bett gehen, blicken wir noch aufs Meer hinaus. Der Vollmond wirft sein fahles Licht auf die Ostsee. Dann fallen uns aber doch noch die Augen zu.

3. Tag

Mit der Weckmelodie „Et les oiseaux chantaient“ aus der CD „Summer Dream“ von Sweet People stimmt uns der persönliche Bordwecker auf das Wochenende ein. Morgenmuffel haben bei ihr keine Chance. Nach aktuellen Infos über Wetter und Tagesprogramm sollen wir gut gelaunt in den neuen Tag starten. Um 7.30 Uhr treffen wir uns zum Frühstück, und um 9.00 Uhr kommen wir in Gdynia an. Überpünktlich macht sie am Kai fest. Die Sonne lädt uns zum Landgang ein.

Unsere Yakee travel-Reisegruppe ist Bus 6 zugeteilt. Aurelia ist unsere örtliche Reiseleiterin, Wittek der Busfahrer. Auf der Fahrt nach Danzig gibt uns Aurelia einen Einblick in die bewegte Geschichte dieser Stadt:

Als Ostsee-Bollwerk mit 1000-jähriger Vergangenheit ist Danzig tief in der nordeuropäischen Seefahrertradition verwurzelt, Sie liegt am Schnittpunkt der einst wichtigen Handelswege, die ihr zum wirtschaftlichen Aufschwung verhalfen. Danzig wurde von den Deutschordensrittern erobert, war Mitglied der mächtigen Hanse und Zankapfel für Preußen und Slawen. Das Tauziehen um Danzig zwischen Deutschland und Polen mit „Zwischenspielen“ auswärtiger Mächte währte Jahrhunderte. Als Danzig 1945 unter polnische Verwaltung kam, lag es beinahe in Schutt und Asche. Seither ist das glanzvolle architektonische Erbe aus stattlichen städtischen Bauten und prächtigen alten Häusern jedoch weitgehend restauriert und wieder aufgebaut worden. Heute ist das polnische Gdansk das führende Schiffsbauzentrum des Landes, und zusammen mit dem benachbarten Badeort Zoppot und Gdingen, Polens wichtigstem Seehafen, bildet es die „Dreistadt“, einen dicht besiedelten, rund 30 km langen Küstenstreifen an der Danziger Bucht.

Bald spüren wir, dass wir japanischen Besuchergruppen längst ebenbürtig sind: aussteigen, anschauen, fotografieren, ein-steigen, weiterfahren! Dennoch nehmen wir interessante Informationen auf. Humorvoll weist uns Aurelia auf die erste westliche Botschaft, Mc Donald´s, hin, zeigt uns die Plattenbaukomplexe, die zur Linderung der Wohnungsnot bis zu 7000 Personen aufnahmen, verhehlt aber auch nicht die unter westlichem Einfluss geschaffenen Neubauten. Kurzweilig gestaltet sich die Fahrt nach Danzig. Der Rundgang durch diese außergewöhnliche Stadt beginnt am Krantor.

Und wir spüren die geheime Macht, die es schafft, dass jeder Besuch in Danzig unvergessliche Eindrücke hinterlässt und den Wunsch offenbart, wiederzukommen. Bei der Marienkirche stoßen wir auf ein „Marinefest“, können in einer Seitenstraße echte Bernsteinprodukte einkaufen und individuell zum vereinbarten Treffpunkt am Neptunsbrunnen schlendern. Über die Lindenallee (1700 Bäume) kehren wir zum Hafen zurück. Aurelia lässt es sich nicht nehmen, uns musikalisch zu verabschieden. Ihrem Urteil können wir uns anschließen, einen wunderschönen Vormittag in der wunderschönen Stadt verbracht zu haben, in einer Stadt von besonderer Schönheit, reich gesegnet an historischen Gebäuden und Plätzen, von einer imponierenden Architektur geprägt. Unser Dank gilt einer Reiseleiterin, die es verstanden hat, uns Danzig, Stadt ihrer Träume, nicht nur vorzustellen, sondern auch lieben zu lernen.

Nach dem Mittagessen bleibt wenig Freizeit, denn schon um 14.30 Uhr hält Patric einen Informationsvortrag mit 264 Dias über die Ausflugsmöglichkeiten in St. Petersburg bis Kopenhagen. Zur Wodka-Probe können sich nicht alle entscheiden, und auch zur „Russischen Teestunde“ mit leckeren Süßigkeiten finden sich nicht alle ein. Wir  sind zum Cocktail- und Plauderstündchen mit dem Kapitän und dem Kreuzfahrtdirektor eingeladen. Die Zeit verfliegt wie im Nu, und nach dem „Russischen Abendessen“ werden je nach den farbigen Landgangskarten zwei Abendveranstaltungen angeboten: der Crewabend und ein klassisches Konzert „Polowetzer Tänze“.

Wir dürfen uns auf den Crew-Abend freuen, der die „Versteckten Talente“ der russischen und ukrainischen Besatzung längst entdeckt hat. Alle Mitwirkende liefern eine begeisternde Show ab. Lange bleibt die Erinnerung in uns haften, was Tamara und Svetlana gesanglich angeboten haben. Und die Tanzgruppe überzeugte durch Natürlichkeit, Witz und „Einfällen“. Bereits auf unserer Nordlandreise durften wir diese Gruppe bewundern und konnten in diesem Jahr eine wesentliche und beachtliche  Steigerung feststellen Galina führt einfühlsam in dieses besondere Programm ein und bittet alle Gäste, die Darbietungen nicht als „Profi-Show“ zu werten, sondern lediglich im Blick auf die Berufe der Akteure zu würdigen.Nach dieser erfrischenden Crew-Show gehen wir zur Black&White-Party, und bald füllt sich die Tanzfläche. Wieder ist es Mitternacht geworden, und wir sind kein bisschen müde. Bevor wir aber zu Bett gehen, müssen wir die Uhren noch eine Stunde vorstellen.

4. Tag

Ab 7.30 Uhr versucht der stets gut gelaunte Bordwecker, uns munter in den „Wahlsonntag“ einzustimmen. Zur musikalischen Morgendusche hält sie eine irische Künstlerin bereit. Ein Blick aus dem Kabinenfenster bestätigt wiederum unser „Yakee-Wetter“. Butterzopf und süße Crepes locken uns zum Frühstücksbuffet. Und danach begebe ich mich auf „Fotojagd“ an Deck. Sportliche Aktivitäten möchte ich einfangen. Doch die allermeisten unserer Gruppe halten sich äußerst bedeckt. Einige Gruppenmitglieder ziehen im Außenpool ihre Runden. Andere haben sich in den Fitness-Raum zurückgezogen. Und ganz Mutige freuen sich auf die Bauch-Beine-Po-Gymnastik. Da wird das Mittagessen um 12.00 Uhr doppelt so gut schmecken.

Die Ausflüge plündern ganz schön unsere Geldbörsen. Aber wenn wir schon zu den Metropolen an der Ostsee unterwegs sind, wollen wir auch die vielseitigen Angebote nutzen. Wir haben uns heute für den Ausflug „Jurmala & Altstadt Riga“ entschieden. Das Juwel des Baltikums wollen wir uns nicht entgehen lassen. Stolz steht die alte Handelsniederlassung Riga in der gleich-namigen Bucht an den Ufern der Daugava. Bald können wir uns davon überzeugen, weshalb die lettische Hauptstadt als eine der schönsten Städte im Nordwesten Europas gilt. Ungewöhnlich ist ihre architektonische Vielfalt: Bauwerke aus Romanik und Gotik, Renaissance und Barock, Klassizistik und Jugendstil, daneben auch die sowjetischen Plattenbauten und Wolkenkratzer.

Das außergewöhnlich schöne alte Zentrum wurde anlässlich des 800. Geburtstages von Riga im Jahre 2001 einer umfassenden Restauration unterzogen. Mit seinen Kopfsteinpflastergassen mit hanseatischen Speicherhäusern, schiefergedeckten Giebel-bauten und gotischen Kirchen zählt es zu den prächtigsten mittellterlichen Gebäudeensembles von Nordeuropa und wurde von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt.

Kaum 20 km von Riga entfernt liegt der populärste Badeort Jurmala am Golf von Riga. Neben altwürdigen Jugendstilhäusern fallen uns aber auch die prächtigen Neubauten wohlhabender Russen auf. 35 km Sandstrand erwarten uns. Der Spaziergang an der frischen Luft und später entlang der Einkaufsstraße, in der vornehmlich Frauen selbstgefertigte Waren anbieten, bekommt uns. Nach Rückkehr müssen wir uns in eine lange Warteschlange einreihen. Alle Busse sind fast gleichzeitig zurückgekehrt.

Bald ruft auch schon wieder das Abendessen, und den Abend gestalten die Pawlowskis mit einem politischen Kabarett „Verblüffende Nebenwirkungen“. Vater und Sohn beantworten die Frage, welche Nebenwirkungen es haben könnte, wenn man sich entschließt, morgens aus dem Bett zu steigen mit der Absicht, auf einem Wahlzettel ein Kreuzchen zu machen. Ihre Beiträge „Jammerseminar“, „Wir operieren jetzt zu Haus“ und das moderne Märchen „Rotkäppchen“ lösen Heiterkeit aus, und als beide Akteure die Anti-Aging-Sucht mit dem Beitrag „Altbausanierung“ aufs Korn nehmen, quittieren Gäste diesen Beitrag mit „standing ovations“.  In der Bar beschließen wir den mit Highlights angereicherten Abend mit einem Schlummertrunk. Die Seestärke hat zugenommen. Es wird eine unruhige Nacht geben.

Erfahren Sie im nächsten Teil wie es weiter geht.