Kreuzfahrt ade

Nun ist bereits ein Jahr vergangen, dass einige Kreuzfahrtschiffe keine keine Passagiere mehr aufnehmen konnten, vor den Häfen dümpelten oder auf den Docks Schönheitsreparaturen durchführten. Die Pandemie hat über die allermeisten Kreuzfahrtschiffe einen traurigen Schleier gelegt. Die doch so stolzen Weltmeereroberer durften keine Gäste mehr an Bord begrüßen, und auch Hunderttausende Kreuzfahrtfans wurden von den Auswirkungen der Pandemie betroffen.

Die ständigen Verlegungen und Absagen müssen darauf schließen, dass die Anzahl der Kreuzfahrtschiffe, ein Jahr ohne Passagiere bleiben mussten, diese traurige Marke ebenfalls knacken müssen. Viele Kreuzfahrtschiffe werden noch dazukommen, und es ist nicht abzusehen, wann die Kreuzfahrt-Flotten wieder ihren Regelbetrieb aufnehmen können.

Die Landesregierungen unternehmen zwar besondere Anstrengungen, um die Pandemie endlich eindämmen zu können, doch auch die begonnenen Impfstrategien müssen sich nun noch gegen aufkommende Mutationen zur Wehr setzen.

Doch nicht nur die pausierenden Kreuzfahrtschiffe müssen erhebliche Einbußen erleiden, verschiedene Reedereien mussten ihre Kreuzfahrtschiffe sogar verkaufen bzw. sie in Alang und Aliaga verschrotten lassen.

So bleibt derzeit nur die Hoffnung, dass es möglichst bald wieder SCHIFF AHOI statt SCHIFF ADE heißt.

Kreuzfahrtschiffe weltweit an der Leine

canva.com

Derzeit sind weltweit alle Kreuzfahrten gestoppt, und die Kreuzfahrtschiffe befinden sich in Warteposition auf ihre Gäste. Niemand kann allerdings voraussagen, wann die verschiedenen Reedereien wieder Kreuzfahrten anbieten können.

Die Reedereien versuchen aus der Not eine Tugend zu schaffen, haben die Crew in den Kabinen der Passagiere untergebracht, lassen die Kreuzfahrtschiffe gründlich reinigen und versuchen, durch „Schönheitsreparaturen“ noch attraktiver für die neuen Kunden zu werden.

Aus der Erfahrung, dass auf den stets gründlich gesäuberten Kreuzfahrtschiffen keine Infektion ausbrechen kann, hingegen nach Landgängen Viren aufs Schiff eingeschleppt werden können, werden diverse Anbieter sich mit Überlegungen anfreunden, die Anzahl der Landgänge wesentlich zu reduzieren und den Seetagen den Vorzug zu geben.

Durch die verheerenden Auswirkungen der derzeitigen weltweiten Coronavirus-Pandemie kann aber nicht gefolgert werden, dass es zu einer Abkehr vom Kreuzfahrttourismus kommt. Der Blick der Kreuzfahrtverantwortlichen ist auf alle Fälle positiv in die Zukunft gerichtet. Die Krise wird vorüber gehen und die Kreuzfahrten werden – ggf. in veränderter Form – wieder die Zustimmung der bisherigen Kundschaft finden.

Überlegungen werden publiziert, dass nach Bewältigung der derzeitigen Krise Kunden beispielsweise bei der Einschiffung einen Impfnachweis vorlegen müssen. Diskutiert wird auch eine künftige Maskenpflicht auf Kreuzfahrtschiffen. Gefordert wird auch die Vorgabe, dass das Bordhospital PCR-Test durchführen kann. Meinungen werden auch geäußert, dass künftige Kreuzfahrten vermehrt von jüngeren Kunden gebucht werden, da die älteren zur gefährdeten Risikogruppe zählen.

Warum aber den berühmten Teufel an die Wand malen? Warten wir doch erst einmal die Entwicklungen ab. Es werden mit Bestimmtheit Lösungen angeboten werden können, damit allen Generationen künftighin Kreuzfahrten nicht verwehrt bleiben.

Schönheitsreparaturen statt Kreuzfahrten

Alle Kreuzfahrten sind derzeit abgesagt. Der Kreuzfahrtbegeisterte fragt sich nun, was geschieht derzeit mit den Kreuzfahrtschiffen? Das Bonner Unternehmen Phoenix Reisen gibt Auskunft über den derzeitigen Aufenthalt ihrer Hochseeschiffe.

Die MS Artania liegt derzeit immer noch im Hafen von Freemantle fest und wartet das Ende der 14-tägigen Quarantäne ab, bevor das Kreuzfahrtschiff die 28-tägige Heimreise antreten darf. Am 19. April 2020 werden aber mit einer Condor-Maschine die Passagiere der MS Artania, die in Perth in Krankenhäusern behandelt wurden, nach Deutschland geflogen.

MS Amadea liegt derzeit in der Lloyd Werft in Bremerhaven. Es werden gemeinsam mit dem Kapitän und seinem Team kleine Schönheitsreparaturen durchgeführt.

Das gleiche Prozedere erfolgt bei der MS Albatros und der MS Amera, die seit dem 9. April 2020 in der Emder Werft und Dock GmbH in Emden liegen. Auch hier werden bei beiden Hochseeschiffe kleinere Schönheitsreparaturen durchgeführt.

Hochseereisen mit Abreisen zwischen dem 15.06.2020 und 31.08.2020 können kostenfrei auf eine in den veröffentlichten Katalogen aufgelisteten Reisen umgebucht werden.