Phoenix Reisen – Sommerkreuzfahrten nach Island, Spitzbergen und Grönland

Das Bonner Unternehmen Phoenix Reisen präsentiert ab sofort den druckfrischen Sonderprospekt „Traumreisen Nordland Sommer 2014“.  Mit ausgewählten Reiseangeboten zeigt Phoenix Reisen die besondere Verbundenheit mit dem Norden Europas auf und bietet nicht nur den Phoenix-Fans die schönsten Sommerrouten nach Island, Spitzbergen und Grönland an. Der 20-seitige  Spezialprospekt weckt beim Leser die Lust, einen Kreuzfahrttraum zu realisieren und mit Phoenix Reisen die Schönheiten des Nordlandes zu entdecken. 2014 kann Phoenix Reisen auf 25 Jahre Seereisen zurückblicken und feiert dieses Jubiläum mit faszinierenden Kreuzfahrten in den hohen Norden Europas.

° Norwegens Fjorde exklusiv mit MS Artania und MS Amadea

Im September 2014 brechen die beiden Phoenix Reisen-Kreuzfahrtschiffe MS Artania

(  7 Tage: 13.09.-20.09.2014)  und MS Amadea (21.09.-28.09.2014) zu den

westnorwegischen Fjorden mit beeindruckender Naturkulisse auf.

° Auf zwei Traumrouten erkunden die MS Artania (18.05.-30.05.2014) und die MS Albatros

(23.08.-05.09.2014) die norwegische Küste, herrliche Innenpassagen und das Nordkap.

° Auf weiteren Nordland-Expeditionen bringen die MS Artania (29.06.-13.07.2014) und die

MS Amadea (11.07.-29.07.2014) die Phoenix Reisen-Gäste zu Norwegens zerklüftete Küstenlandschaft mit dem Archipel Spitzbergen. Spannende Destinationen dieser

Nordland-Kreuzfahrten sind die Hansestadt Bergen, die Inselgruppe der Lofoten sowie

Gletscher und Eislandschaften auf Spitzbergen.

° Zu einem fantastischen Erlebnis werden die beiden spektakulären Kreuzfahrten der MS

Amadea (06.06.-24.06.2014) und der MS Artania (13.07.-30.07.2014) nach Norwegen, Spitzbergen und Island.

° Zu einem großen Grönland-Abenteuer brechen die beiden Phoenix Reisen-Kreuzfahrtschiffe

MS Albatros (28.07.-23.08.2014) und die MS Artania (30.07.-23.08.2014) auf.

Hurtigruten – Spitzbergen unter der Mitternachtssonne mit der MS FRAM erkunden

 
 
Helle Sommernächte in der Arktis: Spitzbergen mit Hurtigruten zu Land und Wasser erkunden
 
Am 19. April ist es so weit: Die Zeit der Mitternachtssonne hält in Spitzbergen Einzug und beschert dem Archipel am 80. Breitengrad 134 helle Sommernächte. Erst am 23. August neigt sich die Mitternachtssonnen-Saison Spitzbergens ihrem Ende zu. Die Hurtigruten Expeditions-Seereisen sind eine ideale Möglichkeit, die lichten Nächte der Arktis zu nutzen – ob zu Wasser mit dem Expeditionsschiff MS Fram oder zu Land im Rahmen der neuen Landprogramme. Das entlegene Spitzbergen ist ab diesem Jahr flexibler zu erreichen, denn eine zweite Fluglinie hat regelmäßige Flüge zum Hauptort Longyearbyen aufgenommen.
 
Gemeinsam mit der Mitternachtssonne hält auch der Frühling Einzug in Spitzbergen und trifft auf die letzten Ausläufer des Winters – eine tolle Kombination, denn jetzt können die winterlichen Aktivitäten der Spitzbergen Erlebnispakete an Landim hellen Tageslicht und im Schein der Mitternachtssonne unternommen werden. Beispielsweise im Rahmen des Spitzbergen Erlebnispakets „Helle Sommernächte in der Arktis“, das Hurtigruten im Mai im Expeditions-Programm hat, können eine Schneemobil-Safari und eine Hundeschlittentour unternommen sowie ein Abend in der Wildnis verbracht werden.
 
Die Schneemobil-Safari umfasst eine ca. 50 Kilometer lange Fahrt durch Spitzbergens eindrucksvolle Landschaft mit phänomenalen Ausblicken über den Tempelfjord und auf die Tempel-Berge. Vorkenntnisse, außer dem Führerschein, sind für diese Fahrt mit dem Schneemobil nicht erforderlich. Auch bei der Hundeschlittentour erhalten die Teilnehmer zunächst eine Einweisung vom erfahrenen Guide und können mit seiner Hilfestellung die Schlittenhunde einspannen und sich dann selbst als Hundeschlittenführer probieren. Nach ein paar Übungsrunden geht es ins Bolterdalen, umgeben von einem wunderschönen Bergpanorama, und weiter in Richtung Scott Turner-Gletscher. Nicht selten können Rentiere, manchmal sogar Polarfüchse beobachtet werden. Viele Stopps geben Gelegenheit für Fotoaufnahmen und den Genuss der herrlichen Landschaft.
 
Den Abend in der Wildnis schließlich erleben die Teilnehmer in einem entlegenen Husky-Camp außerhalb Longyearbyens – rund 100 Hunde empfangen sie in der Wildnis und freuen sich über den Besuch. Dabei bietet sich von hier ein fantastisches Panorama mit Blicken über das Adventdalen, das Operafjellet und Hiorthfjellet sowie den Isfjord.In einer gemütlichen Hütte lädt ein knisterndes Lagerfeuer zum Verweilen ein, während der Guide vom Leben auf Spitzbergen berichtet. Auch die kulinarischen Eindrücke kommen nicht zu kurz: Lokale Spezialitäten wie beispielsweise Arktischer Saibling und Rentier werden gereicht und die Teilnehmer können diese Köstlichkeiten selbst auf dem heißen Stein zubereiten.
 
Die Spitzbergen Erlebnispakete können im Rahmen von drei-, vier- oder fünftägigen Aufenthalten gebucht werden. Das Paket „Helle Sommernächte in der Arktis“ wird vom 1. bis zum 31. Mai 2013 angeboten. Weitere Erlebnispakete sind für Oktober, Dezember und März buchbar. Kosten: ab 586 Euro pro Person.
 
Wer den Archipel am 80. Breitengrad lieber von der Wasserseite aus erkundet, ist auf dem Hurtigruten Expeditionsschiff MS Fram richtig, verschiedene Reisearrangements sind im Juli und August buchbar: Das „Erlebnis Spitzbergen“ führt die Gäste auf MS Fram entlang der eindrucksvollen Westküste Spitzbergens, auf den drei Terminen der Reise „Im Land der Eisbären“ umrundet MS Fram die Hauptinsel des Archipels.
 
In diesem Jahr hat neben Scandinavian Airlines auch die Fluglinie Norwegian regelmäßige und direkte Verbindungen von Oslo nach Longyearbyen aufgenommen, so dass sich die An- bzw. Abreise zum entlegenen Svalbard-Archipel nun noch flexibler gestaltet.

Hurtigruten – Highlights auf den FRAM-Expeditionen 2014/2015

Der Hurtigruten Expeditions-Seereisen-Katalog 2014/2015verlängerte Antarktisreisen, der ab sofort verfügbar ist, bietet neue Reiserouten: Während der Inselumrundung „Im Land von Feuer und Eis“ besuchen Entdeckernaturen das sagenumwobene Island, auf der Tour „Eisbären, Inseln und Fjorde“ lernen MS Fram Gäste die Westküste Spitzbergens und die Fjordküste Norwegens kennen und bei der neuen Europa-Reise „Inseln des ewigen Frühlings“ stehen die Azoren und Kanaren im Mittelpunkt. Neue Landprogramme auf Spitzbergen sorgen für weitere Abwechslung bei der Reiseplanung. Auf Frühentschlossene warten attraktive Ermäßigungen.
 
Die neue Reise „Im Land von Feuer und Eis“ ist das Highlight des Hurtigruten Grönland-Island-Programms 2014/2015: Die Island-Umrundung auf dem Hurtigruten Expeditionsschiff MS Fram startet und endet in Reykjavík, der nördlichsten Hauptstadt der Welt. Zwischenstopps sind unter anderen die Halbinsel Snæfellsnes mit ihren beeindruckenden Lava- und Bergformationen,  der imposante Breidarfjord, der Vogelfelsen Hornbjarg, mit der größten Seevögel-Kolonie Islands sowie Europas größten Gletscher, der Vatnajökull. Nach einer abschließenden Fahrt um die Westmänner-Inseln, einer fasnzinierenden Ansammlung von insgesamt 15 Inseln sowie rund 30 Schären, geht es ab Reykjavík schließlich per Flugzeug zurück nach Hause.  Die 11-tägige Reise vom 25.5. bis zum 4.6.2014 ist ab 4.648 Euro pro Person buchbar.
 
Eine weitere Neuerung im Grönland-Island-Programm. Die „Expedition Nordmeer“ wird zum ersten Mal an zwei Reiseterminen im August und September 2014 angeboten. Die 15- oder 16-tägige Reise hat jeweils die arktischen Inseln Island, Spitzbergen und Grönland im Programm und ist ab 7.783,- Euro pro Person buchbar.
 
Spitzbergen: Neue Reise mit MS Fram und neue Landprogramme
Die neue MS Fram Reise „Eisbären, Inseln und Fjorde“ führt ab Spitzbergens Hauptort Longyearbyen entlang der Westküste Svalbards zum Nationalpark Nordwest-Spitzbergen mit seiner faszinierenden arktischen Flora und Fauna. Nach einer Stippvisite auf Bjørnøya, der südlichsten Insel des Svalbard-Archipels, überquert das Hurtigruten Expeditionsschiff den Nordatlantik: Über die bunte Universitätsstadt Tromsø geht es mit Zwischenstopps auf den Lofoten und am Polarkreis entlang der norwegischen Fjordküste bis zur Hansestadt Bergen. Die 12-Tage Reise vom 18. bis zum 29.9.2014 kostet ab 4.022 Euro pro Person (inklusive Flügen ab/nach Deutschland).
Erstmals im Hurtigruten Expeditions-Seereisen-Katalog zu finden sind mehrtägige Spitzbergen Landprogramme, die die Reederei gemeinsam mit dem Tochterunternehmen Spitsbergen Travel entwickelt hat. Die drei-fünf Tage Touren sind ganzjährig buchbar und bieten den Jahreszeiten entsprechende Höhepunkte: Von Eishöhlen-Wanderungen über Hundeschlitten- und Schneemobiltouren bis zu Polarcirkel-Boot-Safaris. Die Pakete beinhalten wahlweise zwei, drei oder vier Übernachtungen und sind ab 586 Euro pro Person buchbar.
 
Neue Europa-Reise: Inselhopping im Atlantik
Die faszinierende Inselwelt des Atlantiks steht im Mittelpunkt der neuen Reise „Inseln des ewigen Frühlings“: Vom Starthafen Las Palmas bringt MS Fram die Gäste über die kleineren kanarischen Inseln El Hierro und La Gomera zur Blumeninsel Madeira. Danach nimmt das Hurtigruten Expeditionsschiff Kurs auf die entlegenen Azoren, bevor die 12-Tage Reise in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon endet. Die Reise ist für den Termin vom 1. bis zum 12. April 2014 ab 1.992 Euro pro Person buchbar.
 
Transatlantik-Reisen: Neue Häfen unterwegs
Die Reisen von Kontinent zu Kontinent auf MS Fram warten mit neuen Highlights auf: „Schätze des Atlantischen Ozeans“ führt vom 14.3. bis zum 1.4.2014 von Las Palmas nach Buenos Aires über neue Zwischenstopps: Die trubelige Hafenstadt, Montevideo, die im Kolonialstil erbaute Stadt Paraty, die paradiesische Insel Fernando de Noronha, das direkt am Äquator liegende St.-Peter-und-St.-Pauls-Archipel sowie die Kapverdische Insel São Vicente. Vom 14.10. bis zum 1.11.2014 unternimmt MS Fram die Reise in umgekehrter Richtung. Die 19-Tage Tour kostet ab 1.982,- Euro pro Person.
 
Verlängerte Reisen: Mehr Zeit in der Antarktis
Die Reisedauer der „Expedition Südpolarkreis“ wird von 13 auf 15 Tage verlängert: Damit reisen MS Fram Gäste insgesamt eine Woche durch die imposanten Eis- und Gletscherlandschaften und erleben die faszinierende Tierwelt der Antarktis. Die Reise ist für zwei Termine im Januar und Februar 2015 buchbar und kostet ab 7.570,- Euro pro Person. Die klassische Antarktis-Expedition dauert ab der Saison 2014/2015 drei Tage länger: Unter dem neuen Namen „Im Land der Pinguine“ führt die Tour für 13 Tage von Ushuaia durch die Drake-Passage zur antarktischen Halbinsel und zurück. Die Reise findet an drei Terminen von November 2014 bis Januar 2015 statt und ist ab 6.228,- Euro pro Person buchbar. Bei allen Hurtigruten Antarktisreisen ist der Charterflug von Buenos Aires nach Ushuaia und zurück inklusive.
 
Über die neuen Routen hinaus hält der Katalog weitere bewährte und beliebte Reisepakete um Grönland und Spitzbergen, in Europa und in die Antarktis bereit. Auch in diesem Jahr profitieren Schnellentschlossene von einem attraktiven Frühbucher-Preis: Wer seine Expeditions-Seereise bis zum 30.06.2013 bucht, erhält bis zu 25 Prozent Ermäßigung. Die Hurtigruten Expeditions-Seereisen werden stets von deutsch- bzw. englischsprachigen Expeditionsteams und Reiseleitern begleitet. Die Atmosphäre an Bord der Schiffe ist sportlich-leger. Im Mittelpunkt aller Reisen stehen die Natur, Kultur und Geschichte der bereisten Destinationen. Alle Expeditions-Seereisen-Pakete sind inklusive Seepassage mit MS Fram in der gebuchten Kabinenkategorie mit Vollpension, Charterflügen (wenn laut Reiseverlauf inkludiert) sowie diversen Landgängen und Polarcirkel-Boot-Fahrten. An- und Abreise-Pakete per Linienflug können individuell hinzugebucht werden, je nach Reisearrangement beinhalten diese neben dem Flug auch Transfers und gegebenenfalls Hotelübernachtungen.
 
Quelle: Hurtigruten Pressemitteilung v. 15.03.13

Hurtigruten – Entdeckerfahrt mit der MS Fram entlang der Westküste Spitzbergens

 
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Auch 2013 bricht das 114 Meter lange und 20 Meter breite Expeditionsschiff MS Fram zu Expeditionsreisen in den hohen Norden auf. Am 31. Juli 2013 und am 7. August 2013 startet die MS Fram mit maximal 256 Gästen zur Westküste Spitzbergens und beschert die Gäste auf diese beiden Seereisen mit faszinierenden Landschaften, atemberaubenden Fjorden, riesigen Gletschern und schroffen Berggipfeln.
 
Auf den neuntägigen Nordlandreisen erleben d9ie Gäste eine erstaunlich vielfältige Tierwelt und auf den Landgängen begegnen die Gäste historischen Stätten, die ihnen faszinierende Einblicke in die Geschichte der frühen Polarforscher erlauben.
 
 
 
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Der erste Reisetag beginnt mit dem Charterflug von Düsseldorf nach Longyearbyen. Der erste Stopp auf der Reiseroute ist die russische Bergarbeitersiedlung Barentsburg. Danach bringt die MS Fram die Gäste in den 25 km langen Hornsund. Besucht wird auch Spitzbergens größter Fjord an der Nordwestküste Spitzbergens, der Kongsfjord. Auch dem großen Monacogletscher stattet die FS Fram einen Besuch ab.
 
 
 
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Fotos: peter www.kreuzfahrt-blog.com
 
 
 
Am nächsten Tag überquert das Expeditionsschiff den 80. Breitengrad, und die Crew setzt alles daran, dass die Gäste mit den Polarcircle-Booten sicher anlanden und Landschaft und Tierwelt beobachten können. Wenn es die Eisverhältnisse zulassen, erleben die Gäste einen ganz besonderen Höhepunkt mit der Begegnung mit der gewaltigen Walross-Kolonie auf der Insel Moffen.
 
Bevor die MS Fram nach Longyearbyen zurückkehrt, stehen noch verschiedene Anlandungen auf dem abwechslungsreichen Programm. Mit einem besonderen Abschiedfest findet ein krönender Abschluss der Spitzbergen-Kreuzfahrt statt.

Phoenix Reisen – Mit der MS Albatros zu den schönsten Nordlandzielen des Atlantiks

Es vergeht zwar noch eine lange Zeit, bis die MS Albatros von Bremerhaven aus über Island in den hohen Norden aufbricht, Spitzbergen und das Nordkap besucht und auf der Postschiffroute nach Bremerhaven zurückkehrt. Wer allerdings eine Kabine für die beiden 17-tägigen Kreuzfahrten in den hohen Norden ab dem 5. Juni 2014 und dem 22. Juli 2014 erhalten möchte, muss sich rasch entscheiden; denn gerade diese Reisen zu Geysiren, Gletschern, Fjorden und Mitternachtssonne sind äußerst gefragt und die maximal 830 Plätze rasch vergeben.
 
Reiseroute
Bremerhaven – Thorshavn (Färöer-Inseln) – Reykjavik – Überqueren des Polarkreises – Spitzbergen – Honningsvåg mit Nordkap – Narvik – Geirangerfjord – Bergen – Bremerhaven
 
Auch die Gäste dieser beiden Nordland-Kreuzfahrten werden von den gewaltigen, vielseitigen Naturschauspielen, von den riesigen Gletschern, der Mitternachtssonne und der eindrucksvollen Fjordenwelt Norwegens in ihren Bann gezogen. Die tosenden Wasserfälle werden die Gäste ebenso wenig vergessen wie die schäumenden Geysire. Mancher Traum erfüllt sich für die Gäste, wenn sie auf dem steil aufragenden Schieferplateau des Nordkaps stehen und bei der Mitternachtssonne auf das Eismeer blicken und auch ein Erinnerungsfoto von der Meridiankugel schießen. Die eindrucksvollen Fjorde mit den majestätischen Gletschern und tosenden Wasserfällen zählen ebenso zu den aufregenden Erlebnissen dieser Kreuzfahrt, nicht zu vergessen, die eindrucksvollen Besuche norwegischer historisch wertvoller und bedeutender Städte. Wer mit Phoenix Reisen reist, kann sich auf ein freundliches Ambiente, aufmerksamen Service und abwechslungsreiches Entertainment freuen.
 
Erlebnisreiche und faszinierende Stationen auf diesen beiden 17-tägigen Seereisen sind u.a.:
 
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Färöer Inseln
Ein sechsstündiger Aufenthalt gibt den Gästen der MS Albatros die Gelegenheit, ab der Hauptstadt Thorshavn auf der geschützten Seite der größten Färöer-Insel Streymoy auf der Panoramatour Leynar, Kvivik & Sandavagur sich einen ersten Überblick über die „Schafsinseln“ zu verschaffen, auf deren Hochland heutzutage immer noch ca. 75 000 Schafe weiden. Lediglich 17 der 22 Inseln sind noch bewohnt. Die Färöer-Inseln sind ein Paradies für Seevögel, die zu Tausenden die Felsspitzen der schwarzen Basaltfelsen bevölkern.
 
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Reykjavik
Am fünften Tag dieser Seereise in den hohen Norden erreicht die MS Albatros Europas nördlichste Hauptstadt Reykjavik auf Island. Höchst interessante Ausflüge auf einer Insel, wo Eis und Feuer aufeinander treffen, begegnen die Gäste einer unbändigen, faszinierenden Natur. Die Landschaft Islands ist wild und romantisch zugleich. Auf Ausflügen zum Gulfoss-Wasserfall begleiten die Gäste stets Rauchsäulen, die aus vielfältigen heißen Quellen emporsteigen. Höchst beeindruckend sind die emporschießenden Geysire und auch die tosenden Wasserfälle.
 
Spitzbergen
Spitzbergen ist eine weitere interessante Destination der Nordlandreise mit vielen ganz verschiedenen Facetten. Die MS Albatros durchquert mehrere Fjorde, lädt zu Besuchen der doch schmucklosen Bergwerkstadt Longyearbyen ebenso ein wie auch der nördlichsten Siedlung Ny Ålesund ein. Den Erwerb von Briefmarken und Poststempeln im nördlichsten Postamt Europas lässt sich kaum ein Gast entgehen.
 
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Nordkap
Von Honningsvåg aus fährt der Bus den 71. Breitengrad überquerend auf das Nordkap-Plateau, einen 307m hoch aus dem Nordmeer ragenden Schieferfelsen. Den Namen erhielt der Felsen 1553 von dem britischen Seefahrer Richard Chancellor. Der nördlichste Punkt Norwegens ist zwar das et-was westlicher gelegene und weniger bekannte Kap Knivskellodden, aber das nimmt dem Nordkap nichts von seiner Wirkung. Unterwegs erleben die Gäste  die baumlose arktische Natur der Insel Magerøy und sehen im Sommer mit großer Wahrscheinlichkeit Rentiere. Im Breitleinwand-Kino der elegant in den windumtosten Felsen gebauten Nordkap-Halle informiert ein Film über das Nordkap und die norwegische Region Finnmark.
 
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Geirangerfjord
Was wäre eine Nordlandreise ohne den Geirangerfjord, der auf 20 Kilometern beeindruckende Landschaften mit steil aufragenden Felswänden und den berühmten Wasserfällen, u.a. den Sieben Schwestern – bietet, getoppt durch die tolle Aussicht vom Berg Dalsniba auf die Bergwelt und den tief unten im Fjord liegende MS Albatros. Die Gäste erleben bei der geruhsamen Fahrt durch den langen, tiefen und steilwandigen Geirangerfjord die ganze landschaftliche Pracht Norwegens. Nicht umsonst zählt dieser Fjord zum UNESCO-Welterbe.
 
 
 
 
Bergen
Bevor die MS Albatros wieder zum Ausgangshafen dieser Nordlandtouren zurückkehrt, besuchen die Gäste noch die regenreichste Stadt Bergen, die zweitgrößte Metropole Norwegens. Der Geburtsort des Komponisten Edvard Gried, BERGEN, ist für die MS Albatros die letzte Destination ihrer Nordlandreisen. Die Passagiere erhalten die Gelegenheit, dieser internationalen Stadt mit langer Geschichte und alten Traditionen einen Besuch abzustatten. Und der lohnt sich auf alle Fälle, ob bei Sonnenschein oder – meistens – bei Regen, denn Bergen ist auch die „Stadt des Regens“ und ist mit ca. 2548 mm Niederschlag an 248 Regentagen im Jahr die regenreichste Großstadt Europas. es regnet hier an den meisten Tagen des Jahres.
 
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 Die Stadt ist geprägt durch die am Naturhafen Vågen verlaufende Bryggen, eine alte Handelseinrichtungen der Hanse. Aus dieser Zeit stammen die Marienkirche und weitere Bauten. Durch die typisch norwegische Holzbauweise wurden verheerende Stadtbrände begünstigt, so in den Jahren 1702, 1855 und 1916.
Der Bau von Holzhäusern auf dem Stadtgebiet wurde durch eine Stadtverodnung zwar nicht mehr gestattet, aber das Hafenviertel Bryggen, das bei den Stadtbränden mehrmals nicht verschont blieb, wurde nach jeder Zerstörung nach originalen Plänen wieder aufgebaut. Bryggen gilt als Beispiel hanseatischer Baukunst in Norwegen und wurde 1979 durch die UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.
Zu Zeiten der Hanse dienten die wegen Brandgefahr unbeheizten Häuser den Kaufleuten als Kontore. Ebenfalls im Hanseviertel Bryggen steht die Marienkirche, eine romanische Basilika, die im zwölften Jahrhundert nach dem Vorbild des Speyerer Doms erbaut wurde. Bergen bietet ein Fülle von Sehenswürdigkeiten an. Wer als Besucher die Stadt Bergen zunächst von oben betrachten möchte, fährt mit der Seilbahn auf den 320 Meter hohen Hausberg Fløyen. Zu Bergens Top-Attraktionen zählen neben Bryggen, der Standseilbahn Fløibanen auch im Besonderen der Fischmarkt, das Griegmuseum in Troldhaugen und die Stabkirche Fantoft.
Das Bryggen Museum zeigt archäologische Ausgrabungen von Bryggen, die ein lebendiges Bild von Handel, Handwerk und Alltagsleben im Mittelalter geben. Auch der Besuch des Edvard Grieg Museums in Troldhaugen an, der einstigen Wohnstätte von Norwegens berühmtestem Komponisten, Edvard Grieg (1843–1907), lohnt sich. Grieg lebte hier 22 Jahre und komponierte viele seiner bekanntesten Stücke in der kleinen Gartenhütte am Ufer des Sees Nordås.
Unweit von Troldhaugen steht die berühmte Fantoft Stabkirche. Die alte Stabkirche wurde ursprünglich 1150 in Fortun in Sogn erbaut und 1883 nach Fantoft versetzt, brannte aber 1992 nieder. Nach einer umfassenden Renovierung zeigt sie sich heute wieder wie vor dem Brand.
Wer mit dem Kreuzfahrtschiff in Bergen ankommt, hat leider nur wenig Zeit, die besonderen Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen zu lernen, aber immerhin wird er Bryggen und den Fischmarkt besuchen können und sich auch der Seilbahn anvertrauen können. Er mag dies zwar bedauern, aber nichts hindert ihn daran, nochmals wiederzukommen und sich intensiver dieser besonderen Stadt zu widmen.
 
Fotos: peter www.kreuzfahrt-blog.com

TransOcean Kreuzfahrten – Mit der MS Astor ins Land der Geysire, Gletscher und Fjorde

702 457 312 Warnschild Eisbären

 

 

Die 17-tägige Aktiv-Kreuzfahrt „Wohlbefinden für Körper und Geist“ auf der 176,5 Meter langen und 23,6 Meter breiten MS Astor beginnt für die maximal 578 Gäste am 30. Mai 2013 in Bremerhaven und offeriert den Passagieren mit Yoga, Pilates und Nordic Walking ein sportliches Angebot und ergänzt den aktiven Part mit Vorträgen, Kursen und Workshops zu Themen wie Ernährung, Entspannung und geistiger Fitness. Mit an Bord ist Stefan Kloppe, Fitnesstrainer der deutschen Handball-Nationalmannschaft.

Diese Reise ins Land der Geysire, Gletscher und Fjorde bringt die Gäste in die eisigen Weiten des ewigen Eises und die eindrucksvolle Einsamkeit Spitzbergens. Über die Orkney Inseln schippert die MS Astor ins Land der Geysire und mit etwas Glück taucht das faszinierende Polarlicht die isländische Hafenstadt Akureyri und die Metropole Reykjavik in ein ganz besonderes Licht. Nach der Überquerung des Polarkreises können die Gäste von Ålesund, dem nördlichsten Postamt der Welt, Urlaubsgrüße in die Heimat senden. Der Magie der Mitternachtssonne erliegen die Gäste beim Anblick der schimmernden Gletscher und schneebedeckten Berge ebenso wie beim Besuch des Nordkaps.

Zu den unvergesslichen Eindrücken zählt schließlich auch die futuristische Eismeerkathedrale in der lebhaften Stadt TromsØ.

Dies ist die gesamte Reiseroute vom 30. Mai 2013 bis 15. Juni 2013: Bremerhaven, Orkney Inseln, Reykjavik, Akureyri, Überquerung des Polarkreises, Spitzbergen, Magdalenenfjord, Nordkap, TromsØ, Bergen, Bremerhaven.

Zum ewigen Eis nach Spitzbergen

Eine Kreuzfahrt nach Spitzbergen ist überwältigend. Die einmaligen udn faszinierenden Eindrücke haften fest in der Erinnerung. Ein Höhepunkt reiht sich an den anderen. Allein die Beschreibung dieser „Entdeckungen“ reicht nicht aus, um einen Reisebericht über eine solche Kreuzfahrt in den hohen Norden zu verfassen. Die persönlichen Erlebnisse und selbst erlebte Begebenheiten sind „das Salz in der Suppe“.

Teil 1/3

Kurz entschlossen wollten auch wir den “Vorstoß in den weißen Kosmos” wagen. Unsere Reise wird in der nördlichsten Siedlung der Welt, in Longyearbyen, beginnen. Dort soll es alles geben, außer genügend Sonnenlicht, an 112 Tages des Jahres nur Finsternis. Und weitere interessante Informationen liefert uns das Internet:

Die Zivilisation ist nur eine hauchfeine Schicht über der unerbittlichen arktischen Natur. Als man auf Spitzbergen Steinkohle entdeckt, rückten die ersten Grubengesellschaften an, und mit ihnen kam der Bostoner Geschäftsmann Munro Longyear, der 1906 seinen Claim dort absteckte, wo heute die Stadt Longyearbyen liegt. 80 Jahre war Longyearbyen nicht mehr als eine triste Bergarbeiter-Siedlung, rund 1200 km vor dem Nordpol.

Neben wunderschönen Landschaftsformen, bizarren Gletscherformationen, einer wundersamen Welt aus “weißen Scherben”, einer Stille der Einsamkeit erwarten wir aber auch aufregende Tierbeobachtungen. Aber erzählen wir zunächst einmal von vorn.

Mittwoch, 22. 06.

In knapp 5 Stunden fliegt uns die HHI von Frankfurt nach Longyearbyen. Erst kurz vor der Landung reißt die Wolkendecke auf und gibt einen Blick auf Spitzbergen, die Inselgruppe im Nördlichen Eismeer, frei.

Es ist zwar bereits Mitternacht vorbei, doch fahles Tageslicht beleuchtet die Szenerie, die vom Kohleabbau bestimmt ist. Das Panorama ist nicht berauschend. Wir blicken auf Förderbänder, Kohlenhalden und Blech- und Holzhütten. Da uns dieser Anblick ohnehin nicht gefangen nimmt, wenden wir uns unmittelbar nach der Landung dem Begrüßungskomitee und der Phoenix-Reiseleitung zu, die fröstelnd auf uns gewartet haben. Longyearbyen ist, so erklärt man uns auf der kurzen Fahrt zur Schiffsanlegestelle, die größte norwegische Siedlung auf Spitzbergen.

Donnerstag, 23. 06.

Eigentlich ist es ja schon Morgen, als wir kurz vor dem Pier anhalten, von Kreuzfahrtdirektor Winfried Prinz persönlich begrüßt werden und nach kurzer Erledigung der Formalitäten unsere Kabine aufsuchen. Auf das Gepäck müssen wir noch warten. So gönnen wir uns so wie auch die anderen 146 Neuankömmlinge im Veranda-Restaurant – es ist mittlerweile 01-00 Uhr geworden – eine heiße Suppe und schauen von der Reling auf die unmittelbare Umgebung von Longyearbyen, die sich im Sonnenschein von uns verabschieden möchte.

Nach einem kurzen ersten Erkundungsgang suchen wir unsere Kabine ( A 31 ) auf. Die Koffer sind zwischen-zeitlich gebracht worden. So können wir auch schon einräumen und uns häuslich in unserem Domizil für die nächste Woche niederlassen. Um 3.00 Uhr nimmt die Alexander von Humboldt Fahrt auf mit Kurs auf den 146 sm entfernten Magdalenenfjord.

Schlaf haben wir in der ersten Nacht kaum gefunden. Und als wir unsere Kabine zum Frühstück verlassen, lernen wir auch unserer Stewardess Princess kennen. Trotz Spritzen, die ich mir in der Heimat vom Hausarzt noch geben ließ, haben sich die Beschwerden nicht gebessert. Kaum kann ich mich bewegen. Doch an Bord ist glücklicherweise ein Arzt. Und das Glück ist mir doppelt hold. Dr. Koller ist Orthopäde und gleichzeitig auch Mannschaftsarzt der Nationalelf der deutschen Hockeydamen. Da bin ich ja in besten Händen. Acht Spritzen werden mir sicherlich Linderung verschaffen.

Die obligatorische Rettungsübung ist unmittelbar nach dem Frühstück angesetzt. Im Musiksalon zeigt man uns das richtige Anlegen der Rettungswesten und erläutert uns das richtige Verhalten im Notfalle. Einen weiten Raum nimmt dann auch die Instruktion für die Benutzung der Zodiacs ein.

Mit seinem Beitrag “Auf ein Wort” beschließt Winfried Prinz die Morgenveranstaltungen, und wir können schon erahnen, was auf uns zukommt, als Winfried Prinz zitiert: “Wir sind nicht hier zum Schlafen, sondern um etwas zu erleben.”

Auf dieser Route werden wir, so Winfried Prinz, nicht die einzelnen Punkte des Katalogangebots abhaken, sondern nach Rücksprache mit Behörden und bei Anpassung an die situativen Bedingungen Änderungen vornehmen, um allen Gästen einzigartige Erlebnisse anzubieten. Die Alexander von Humboldt ist ein Expeditionsschiff mit hoher Eisklasse 1B. Durch seine hohe Manövrierfähigkeit kann es noch in Fjorde einfahren und wenden, was andere Kreuz-fahrtschiffe nicht realisieren können. Von großem Vorteil erweist sich das Promenadendeck, das alle Passagiere umlaufen können. Das großzügige Kino bieten 98 Personen Platz, und die Bibliothek ist bestens, wenn auch vorwiegend mit englischer Literatur, ausgestattet.

Dem Urteil, dass es sich bei der Alexander von Humboldt um ein gemütliches Schiff handelt, können wir uns nur anschließen. Auch die lockere Ordnung bei den Mahlzeiten kommt an. Die aktuellen Informationen von der Brücke kann jeder Gast gut in seiner Kabine über Kanal 1 empfangen. Auch das sensible Thema “Trinkgeld” spricht Winfried Prinz an.

Noch vor dem Mittagessen werfen wir einen Blick auf die Fjord- und Küstenlandschaft. Leider scheinen uns dichte Nebelschwaden diese besonderen Landschaftsformen verwehren zu wollen. Und während des Mittagessens aktiviert eine Borddurchsage “Walross backbord” die Massen. Auch uns erfasst dieser Sog. Doch wir bekommen nur Robben auf treibenden Eisschollen zu Gesicht und vor die Linse.

Dann dreht die “Alex” auch schon bei und geht im Magdalenenfjord auf Reede. In landschaftlicher Hinsicht ist dieser vergleichsweise kleine Fjord wohl der bekannteste Spitzbergens, da eine Mischung aus alpiner Bergwelt, steilen Fjordwänden und in den Fjord abstürzenden Gletscher sehr reizvoll ist.

Auf der Südseite ragt eine kleine flache Landzunge in den Fjord, auf die mehrere alte Gräber zusammengelegt wurden und vom norwegischen Staat 1930 mit einem Gedenkstein an die Walfänger versehen wurden, die dort vor 200 – 300 Jahren während der “Großen Jagd” ihr Leben verloren.

Trotz Nebel erweist sich diese Anlegestelle als eine Topadresse für alle Kreuzfahrtschiffe. Auch wir sind begeistert. Die vielfältig geformten und gefärbten Eisschollen erzeugen im Sonnenlicht märchenhafte Farb- und Lichtimpressionen.

Das Meer ist weiterhin recht ruhig. Meeresvögel demonstrieren uns bei der Einfahrt ihre Flugkünste.

Leblos erscheinen uns die Berge, aber bei genauerem Hinsehen mit dem Fernglas entdecken wir Flecken von Moos und Flechten. Kleinere und größere Gletscherzungen sind bis zum Meer vorgedrungen. Kleinere Bruchstücke – grob als auch bizarr – weiß bis türkisblau gefärbt ziehen an uns vorüber.

Und wir haben erneutes Glück. Seevögel und Robben zeigen uns ihre “Wohnungen”.

Zodiac-Boote bringen jeweils zehn Personen auf die öde, felsenübersäte Halbinsel an Land und wir gelangen auf einem “breiten Pfad” (jeder sucht sich einen Weg ) zum Denkmal in der Nähe der Hütte, die den Sysselmannen als Quartier dient.

Vier Ranger achten auf die Einhaltung der Verhaltensregeln in diesem Naturschutzgebiet und achten aber auch im Besonderen darauf, dass keine Eisbären für eine unliebsame Überraschung sorgen. Spuren von Eisbären sind sehr wohl in der Nähe, der frische Abdruck einer Tatze und Fellhaare, die ein Bär beim Wälzen auf dem Boden hinterlassen hat. Aber nicht alle haben ein Auge für diese kleinen Überraschungen: Der Glühweinstand und auch die Würstchenbude lockt manche an.

Vor Betreten dieses Naturschutzgebietes wurden wir speziell auch darum gebeten, auf die brütenden Meeresvögel zu achten, doch mancher der Gäste muss am eigenen Körper erfahren, wie hartnäckig und wirkungsvoll diese Tiere ihr Gelege verteidigen und die “Angreifer” oder zumindest “Eindringlinge” in die Flucht schlagen.

Lediglich eine Stunde dauert der erste Landgang. Wir kehren auf die Alexander von Humboldt zurück, bleiben aber an Deck und blicken auf die Gletscher und Gebirgszüge des Festlandes zurück. Welche Ruhe strahlt diese majestätische Landschaft aus! Bald lichten sich die Nebelschwaden und geben den Blick frei auf die prächtige Bergwelt. Unbeeindruckt von uns “Störenfrieden” treibt eine Robbe auf einer Eisscholle vorbei. Mit der Ruhe ist es aber vorbei, als die Borddurchsage “Beluga backbord” alle aufschreckt . Doch der “Sänger der Meere” ist längst wieder abgetaucht, bis alle fotohungrigen Gäste mit Fotoapparat und Videokamera bewaffnet an Deck erscheinen. Der Beluga bleibt in seinem Revier. Eine Borddurchsage muntert uns auf. Wir sollen nicht traurig sein, wenn wir dieses Mal keinen Erfolg beim Beobachten hatten. Wir sollten uns viel häufiger an Deck aufhalten, das Meer mit dem Fernglas absuchen.

Die “Alex” nimmt um 16.30 Uhr wieder Fahrt auf und erreicht eine Stunde später das offene Meer Richtung Norden. In vier Stunden soll der zweite Landgang erfolgen. Isolde widmet sich kaum den Durchsagen. Sie will einfach raus, hält es in der Kabine nicht mehr aus. Doch alle Informationen sind auf dem ganzen Schiff zu hören, als Winfried Prinz die weitere Planung bekannt gibt.

Gegen 19.40 Uhr wurde die Wasa-Halbinsel umrundet, und die “Alex” fährt nun in den Raudfjord ein. Derzeit herrscht eine Außentemperatur von 1°Celsius. Eine Entscheidung wird erst gegen 21 Uhr getroffen. So hofft jeder, dass sich der dichte Nebel lichtet und uns die prächtigen Ausblicke nicht weiterhin verschließt. Gegen 20 Uhr ist es spannend geworden. Auf der Steuerbordseite machen wir die Hügel- und Bergketten der Fjordlandschaft aus. Darüber hängt aber immer noch eine dichte Dunstglocke, und die Sonne hält sich weiterhin verborgen, was Winfried Prinz lakonisch kommentiert: ”Wie Sie sehen, sehen Sie nichts.” Wir erfahren, dass an dieser Stelle der Fjord fünf Kilometer breit ist und die Berge bis 800 Meter ansteigen.

Dann startet ein Scoutboot um 20.30 Uhr mit den vier Rangern, Winfried Prinz, dem Vizekapitän Michael Block sowie den beiden Lektoren. Und sie kehren mit erfreu-licher Nachricht zurück. Sie haben eine günstige Anlegestelle gefunden.

Überraschend viele Mitreisende entscheiden sich für diesen Landgang, eine Fahrt mit den Zodiacs auf eine Insel, die mit Geröll, Schnee- und Eisflächen, Baumstämmen aus Sibirien und auch Wohlstandsmüll übersät ist. Selbst kleine Korallenästchen finden wir auf diesem Eiland. Das Packeis muss sie von weither hergebracht haben. Der Nebel ist noch dichter geworden. Unser Zodiacfahrer orientiert sich mit dem Kompass und trifft auch ohne Umschweife auf die Alexander von Humboldt.

Die Eindrücke müssen wir erst noch verarbeiten und suchen die Bar auf. Ein “Blue ice” und ein Bier werden uns in den Schlaf wiegen, Doch mein Rücken schmerzt auch noch nach der zweiten Spritzenbehandlung.

Freitag, 24. 06.

Mit einer frühen Durchsage um 7.15 Uhr bringt uns Winfried Prinz auf die Beine. Bereits um 5 Uhr war die “Alex” am Lieftefjord angekommen, aber bald wieder umgekehrt, weil keine Sichtweite garantiert war. Dann trifft die Crew eine folgerichtige Entscheidung. Kapitän John Moulds will seinen Gästen unbedingt etwas bieten und fährt ganz in den Norden Spitzbergens zur Insel Moffen. Und tatsächlich: ein Volltreffer!

Eine Walrosskolonie sonnt sich auf der flachen Insel. Bis 700 Meter kann John Moulds das Schiff heranbringen, und all die Gäste sind im Vorteil, die mit einem besonderen Fotoequipment ausgestattet sind und die Walrösser heranzoomen können.

Gegen 12 Uhr brechen wir zum Magdalenenfjord auf. John Moulds will dicht an die Gletscher heranfahren, sofern der Fjord überhaupt eisfrei ist. Und die Fahrt wird nicht langweilig. Viele Naturbeobachtungen erweitern unseren Horizont. So beobachten wir beispielsweise, wie eine Raubmöve eine Eidermöve tötet.

Mit seinem Vortrag über die Region gibt uns Sven Achtermann Einblick in die klimatischen Zusammenhänge und das reichliche Tierleben. Im Gegensatz zur Antarktis ist das Nordpolarmeer von Land umgeben. Bei 80° Nördlicher Breite haucht der Golfstrom seinen letzten Atem aus, bevor er bei Spitzbergen abknickt und Richtung Süden auf eine salzreiche Tiefenströmung trifft. Während des Vortrags passieren wir die Däneninsel, die sich hinter einer gewaltigen Nebelbank versteckt. Unsere “Alex” wird von allerlei Meeresvögeln begleitet, die ihre Flugkünste vorführen.

Und beim Mittagessen fahren wir in den Madgalenenfjord ein. Der Kapitän hat die richtige Entscheidung getroffen. Bei strahlendem Sonnenschein und bester Sicht nähert sich die “Alex” – vorbei an der gestrigen Anlegestelle – bis auf 700 Meter an den Gletscher Gullybreen und dann noch vorbei am mächtigen Waggonwaybreen. Deutlich können wir die Bruchkante der Gletscher erkennen und diese tollen Motive auf die Platte bannen.

Gemächlich dreht die “Alex”, und wir fahren wieder aufs offene Meer hinaus. Mächtige und bizarre Eisschollen bilden eine fotogene Eskorte.

Um 15 Uhr hält Joe einen Informationsvortrag über die geplanten Ausflüge, die der Bericht lediglich stichwortartig erfasst:

Tromso.

Stadtrundfahrt mit Eismeerkathedrale, Botanischer Garten, Universitätsstadt, Tromso-Palme, typische bunte Holzhäuser, teures Urlaubsland, Seefahrerdenkmal am Marktplatz, größter Holzdom Norwegens, Roald Amundsen-Denkmal, 1036 m lange Brücke zur Eismeerkathedrale mit 140 m² Glasfenster.

Tromso.

Stadtrundfahrt mit Storsteinen, Dom, Denkmale, Museum mit Samen, Tromso-Brücke, Eis-meerkathedrale, Kabinenfahrt zu den Storsteinen.

Lofoten.

Fahrt nach Svolvaer und Henningsvaer, Lofotenaquarium, Kunstausstellung mit Filmvorführung.

Kristiansund.

Panoramafahrt zum Klippfischmuseum, interessanter Friedhof (spanische Erde ).

Olden.

Briksdalgletscher, Oldensee mit schönen Fotomotiven, Fußweg zum Gletscher oder Fahrt mit einem Elektrofahrzeug; oder: Jostedalgletscher mit Nationalpark, Fahrt mit 19 Serpentinen und 600 Höhenmetern, Botanischer Garten, Filmdokumentation, danach traditionelles Gebäck “Svele”.

Da im Musiksalon recht “arktische” Temperaturen herrschten, bevorzugen wir nach kurzem Nachmittagskaffee eine heiße Dusche in unserer Kabine. Seit Stunden zieht die “Alex” an Landschaften vorbei, die wir allerdings wegen des Nebels nicht zu Gesicht bekommen. Gut erwärmt begeben wir uns dann schon um 18 Uhr zum Polar-Galadinner, bei dem alle Gäste, die in Longyearbyen zugestiegen sind, erwartet werden. Kleidersorgen hat Isolde ausnahmsweise überhaupt keine!

Um 19.30 Uhr werden alle neuen Gäste offiziell durch Kapitän John Moulds und Kreuzfahrtdirektor Winfried Prinz begrüßt, die uns ihre jeweilige Crew vorstellen. John Moulds ist – wie er selbst bestätigt – ein typischer Engländer. Er beherrscht lediglich eine Sprache, kennt aber das deutsche Wort “Buckelwal” und arbeitet derzeit am zweiten Wort “Zwergwal”. Seine Crewmitglieder beherrschen allerdings mindestens zwei Sprachen, viele sogar bis zu sieben Sprachen. Winfried Prinz bringt in seinen Begrüßungsworten die Ereignisse der letzten beiden Tage auf den Punkt: “Die letzten beiden Tage sind wir durch Himmel und Hölle gegangen. Nach der Phase der Depression folgte glücklicherweise nun die der Euphorie.” Alle Gäste konnten in dieser kurzen Zeit bereits wichtige und einmalige Highlights erleben getreu des Mottos: das Beste für die Gäste! Trotz neuer Orientierungen und Abstimmungen sei die “Alex” im Zeitplan. Eine echte und gute Teamarbeit habe die beste Lösung zwischen Anspruch und Machbarkeit gefunden.

Im Anschluss an die Begrüßung nehmen wir die Beiträge der Polar-Galashow mit Künstlern wie Olga Caspruk und Oscar Vadillo auf, die mit einem bunten Potpourri unter der musikalischen Begleitung der Metrogold-Band einen bunten Melodienstrauß offeriert.

Während wir uns während der Happy Hour noch einen Drink in der Bar genehmigen, denken wir auch über das heutige Motto nach. “Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen – die Auswahl ist groß genug.”

Mitternacht ist längst vorbei. Doch die Faszination über ein unglaubliches Panorama lässt uns nicht zur Ruhe kommen. Die Sonne hat sich zwar hinter einer dichten Wolkenbank versteckt, doch ist es immer noch taghell. Die Eisbarriere begleitet uns an der Backbordseite. Hier am 80. Breitengrad erstreckt sie sich nicht als feste Eismasse, sondern in Form Tausender dicht gedrängter Eisschollen.

Dieses “Pfannkucheneis” umschwirren zahlreiche Meeresvögel. Dann müssen wir noch Abschied von den beiden Sysselmannen nehmen.

Ein Zodiac nimmt die beiden treuen Begleiter an Bord, wassert und fährt sie einem anderen Boot entgegen, das sich aus der Tiefe nähert. Es dauert, bis beide nebeneinander anlegen können. Die “Fahrrinne” ist ständig blockiert, aber die wendigen Boote haben keine Mühe, sich durch die Eisbrocken zu bahnen.

Der zweite Teil des Reiseberichtes „Zum ewigen Eis nach Spitzbergen“ folgt.

Teil 2/3

Samstag, 25. 06.

Die Anstrengung der beiden letzten Tage sind auch bei Winfried Prinz nicht spurlos vorüber gegangen. Er wirkt etwas müde. Wir haben uns in der Zeit vertan und sind bereits um 6.45 Uhr fertig und an Deck. Die ganze Nacht sind wir an der Eiskante entlang gefahren. Kapitän John Moule hat für alle ein weiteres Highlight bereit. Er fährt nochmals ins Eis hinein, und wir können kaum glauben, was wir zu Gesicht bekommen.

Tausende von Sattelrobben liegen auf den Eisschollen. Die “Alex” nähert sich ganz vorsichtig den Tieren. Erst kurz bevor dem Bug die Eisscholle berührt, kommt Bewegung in die Massen, und die Sattelrobben tauchen nacheinander unter, tauchen etwas später wieder auf und schwimmen in gleichem Rhythmus zu einer anderen sicheren Eisscholle. Es herrschen zwar nur 0,5° Außentemperatur, doch keiner der “Kreuzfahrer” rührt sich von seinem Beobachtungsplatz.

Fast lautlos steuert John Moulds die “Alex” durch die Eisgrenze. Immer wieder liegen kleinere und größere Gruppen von Sattelrobben auf diesen Plattformen, verharren, starren auf den nahenden Koloss, doch dann ist die Fluchtdistanz erreicht. Sie tauchen unter.

Auf der Brücke ist man sich einig, noch niemals zuvor auf den vielen Nordlandreisen eine solche Ansammlung von Robbenkolonien gesehen zu haben. Die Finger sind bei der Temperatur um den Nullpunkt klamm geworden, und wir ziehen uns kurz in unsere Kabine zurück, um uns aufzuwärmen. Der Himmel ist wieder total bewölkt. Wir nutzen nun die Zeit vor dem Mittagessen mit einem Einkaufsbummel. Isolde benötigt dringend eine Uhr und eine dicke, windabweisende Fliesjacke.

Um 11 Uhr werden wir zu Winfrieds “Plauderstunde” gehen. Im Musiksalon angekommen, spüren wir erstmals die Bewegungen der “Alex”. Beim Blick durch die großen Fenster senkt und hebt sich der Horizont merklich. Dennoch verspüren wir noch keine unangenehmen Gefühle. In seiner “Plauderstunde” streift Winfried viele Themen wie auch die Havarie 1989 im Eis, stellt alle Schiffe – auch die neue MS Amadea – vor.

Die Alexander von Humboldt ist ein äußerst familiäres Kreuzfahrtschiff. Gerade die letzten Tage haben auch gezeigt, dass mit dem Expeditionsschiff viel mehr als mit den anderen zu machen ist. Für Ende Juni gab es ungewöhnlich viel Eis an der Südspitze des Eisfjords. Es gab keine Möglichkeit, in den Hornsund einzufahren. Die beiden anderen Phoenix-Schiffe. Maxim Gorki und Albatros, waren zeitweise im Eis gefangen, denn die Meeresströmung hatte den Eingang zum Eisfjord ver-schlossen. Sie verloren viel Zeit und müssen Landgänge ausfallen lassen, um die Zeit wieder einzuholen. Viel mehr Glück war aber der “Alex” beschieden. Sie weist zwar mit 1B eine hohe Eisklasse auf, ist aber kein Eisbrecher.

Das Flaggschiff Maxim Gorki genießt in Deutschland große Popularität. 1988 wurde sie von Neckermann abgegeben und nahtlos von PhoenixReisen übernommen. Es gibt wohl kein Schiff, das so viele Weltreisen unternommen hat. Derzeit werden Ge-spräche geführt, um über das Jahr 2007 einen Verlän-gerungsvertrag abschließen zu können. Die Albatros ist das günstigste Schiff bei PhoenixReisen.

Die Alexander von Humboldt bietet lediglich eine Tischzeit an. 1996 als Minerva gebaut, fuhr sie als Saga Pearl und seit Jahren bei den USA als Discovery 2. Mitte November bis März eines Jahres bleibt die “Alex” in der Antarktis. Kapitän und Besatzung bleiben aber ganzjährig.

Das neue Schiff mit Namen Asuka wurde 1991 gebaut. Sie ist knapp 200 Meter lang und weist eine Breite von sieben Metern auf. Von den 300 Kabinen sind 108 mit Balkon ausgestattet, was allerdings auch einen Nachteil mit sich bringt; denn das Sozialleben an Bord wird doch merklich beeinträchtigt. Die Asuka, bei Phoenix nunmehr MS Amadea, hat ein offenes Promenadendeck. Ab 7. März 2006 wird sie in Diensten von PhoenixReisen ganzjährig auch die klassischen Routen befahren. Bei der neuen MS Amadea werden günstige Preisangebote angestrebt, die zwischen Maxim Gorki und Albatros liegen werden.

Auch auf den anhaltenden Trend der Flusskreuzfahrten geht Winfried in der “Plauderstunde” ein. Allein 48 Schiffe fahren in Diensten von PhoenixReisen.

Zum Schluss seiner Ausführungen gerät Winfried nochmals ins Schwärmen. “Auf der Alexander von Humboldt macht die Arbeit einfach Spaß. Die Antarktis ist das Schönste, das beste, was man machen kann.” Die Intensität der Erlebnisse sei nicht mehr zu toppen. Man staune nur über die gigantische Naturkulisse. Vom Eis gehe eine unvorstellbare Attraktivität und Anziehungskraft aus.

Der filmische Rückblick auf Spitzbergen von Sven Achtermann ergänzt am Nachmittag die überwältigenden Eindrücke dieser Fahrt. Auch für den Lektor Achtermann war diese Reise nach Spitzbergen gespickt mit Highlights:

  • die Beobachtung der Minkwale, die mehrfach aus dem Wasser sprangen und fast senkrecht wieder eintauchten.
  • Jagd der Belugawale
  • Bartrobbe auf einer Eisscholle
  • Kolonie der Sattelrobben – Fellwechsel – “Sattelrobben on the rocks”
  • Walrösser auf der Insel Moffen
  • Abdruck einer Bärentatze
  • Verteidigung der Brutgelege durch die Küstenmöven
  • Jagdverhalten der Schmarotzerraubmöven
  • Treibholz aus Sibirien
  • Küstenseeschwalben im Nebel
  • Färbungsvarianten der Eisschollen
  • gewandter Flug der Eissturmvögel
  • fliegende Zäpfchen in Gruppen
  • Papageientaucher mit dem markanten Schnabel

Mitten im Vortrag unterbricht Winfried Prinz für eine wichtige Mitteilung. Wir eilen an Deck und dürfen die unglaubliche Jagd zweier Buckelwale verfolgen.

Die großen Meeressäuger treiben den Fischschwarm an die Wasseroberfläche, legen einen Blasring und schlagen auch mit der Schwanzflosse auf den Fischschwarm. Das Wasser nimmt eine andere Färbung an, weithin sichtbar. Die Fische sind bewe-gungsunfähig geworden und landen größtenteils im Maul der Jäger. Die übrigen Fische werden Beute der die Jagd begleitenden Dreizehenmöven. Immer wieder stellen wir uns die Frage, wo die Buckelwale nochmals auftauchen werden. Die Kameras sind aufs Meer gerichtet, und das Warten wird auch belohnt.

Nach der Naturbeobachtung steht auch Fußball auf dem Programm. In der Halbzeitpause widmen wir uns dem “Russischen Nachtessen”, allerdings nur dem Salatbuffet und einem Dessert. Sehr attraktiv ist heute das Angebot ausnahmsweise nicht. Nach der zweiten Halbzeit steht es 3:2 für Brasilien. Doch die deutschen Fans sind nicht enttäuscht. Sie haben eine kämpferische und einsatzwillige deutsche Elf gesehen. Das trübe Wetter lockt uns nach der Sportschau nichts mehr nach draußen.

O mit O² ( Olga mit Oper und Operette ) schenken wir uns. In der Pianobar ist es heute besonders laut. So treffen wir die richtige Entscheidung und gehen um 22.30 Uhr ins Bett, um wieder einmal richtig auszuschlafen.

Teil 3 des Reiseberichtes „Zum ewigen Eis nach Spitzbergen“ folgt.

Teil 3/3

Sonntag, 26. 06.

Heute herrscht leider kein Sonntagswetter. Die Außentemperatur von 7° lässt ebenfalls keine Hochstimmung aufkommen. Nichts als Nebel können wir an Deck ausmachen.

Ali zieht mit seiner Sportgruppe “um die Häuser”, und bei einer Schiffslänge von 133 hat er bald auch seine Meile erreicht. An Deck sind die allermeisten Gäste in Bewegung. Ali hat sie an-scheinend angesteckt. Immer wieder kommt es daher durch die gegenläufigen Laufrichtungen zu Stockungen, zumal auch manche Gäste mitten auf der Umlaufbahn gehen. Doch keine Meeres-vögel umkreisen die “Alex”. Nieselregen setzt ein und vertreibt die Bewegungs-hungrigen.

Noch drei Stunden werden vergehen, bevor wir in Tromso am Pier festmachen. Norwegens Küste können wir zwar schon erkennen, doch die fehlende Sonne und der Regen lassen kaum Fotos zu.

Wir nutzen die Zeit bis zum Tagesausflug, dass wir uns bei Sven Achtermann Informationen über Eisbären abholen, die wir leider auf Spitzbergen nicht zu Gesicht bekommen haben, aber doch vorwiegend am Treibeis des Nordpolarmeeres und an den umgebenden arktischen Landstrichen beheimatet ist:

  • Körperlänge 2,5 m, Schulterhöhe 1,6 m
  • Normalgewicht 500 kg, vor dem Winterschlag 700 kg
  • schmaler Kopf mit kleinen abgerundeten Ohren
  • guter Geruchssinn
  • besitzen kaum Mimik oder Gebärden
  • gelten daher als unberechenbar
  • gelblich weißes Fell

(ideal Tarnung im Eis )

  • Fußsohle dicht behaart ( Kälteschutz und Rutschfestigkeit )
  • Füße sind “Schneeschuhe” und “Paddel” zugleich
  • hervorragende Schwimmer und Taucher
  • haben kein festes Revier;
  • schnelle und ausdauernde Läufer

( 40km/h )

  • gewaltige Sprungkraft, überspringen leicht Gletscherspalten bis 5m Breite
  • vorwiegend Fleischfresser, bis zu 60-80 Robben pro Jahr;
  • aber auch Allesfress (Vorräte der Forschungsstationen )
  • typische ruppige Einzelgänger
  • halten Winterschlaf für 4 Monate; Herzfrequenz wird um 50% reduziert, verlieren dabei ¼ ihres Körpergewichts
  • Alter: 20 Jahre

Gegen 11.30 Uhr kreuz die Alexander von Humboldt vor den Fjorden der Nordküste. Der Lotse kommt an Bord, und auch die “Begleitmöven” finden sich wieder ein. Den Tagesausflug schenken wir uns und machen uns allein auf, die Stadt zu besichtigen, zumal wir im Vorjahr an einem geführten Tagesausflug teilgenommen haben. Die Hafenstadt liegt auf einer kleinen Insel, die mit dem Festland durch eine 1036 m lange und 43 m hohe Brücke verbunden ist. Tromso ist ein bedeutender Fischereiplatz, die Vegetation üppig. Auffällig ist besonders die “Tromso-Palme”, eine Mischung aus Farn, Palme und Brennnessel. Tromso war Ausgangspunkt vieler Arktis-Expeditionen ( Tor zur Arktis ). Die “Alex” muss die ganze Insel umfahren, bevor sie im Stadtzentrum anlegen kann.

Uns ist diese Entscheidung recht. Nun können wir zu Fuß die wichtigsten Stationen in der Stadt besuchen.

Selbst der Regen hält uns heute nicht zurück. Wichtige Stationen ist für uns das Seefahrerdenkmal auf dem Marktplatz und am Südende der Storget – Fußgängerzone die Domkirche ( 1861 aus Holz erbaut ). Die Straßen sind ziemlich leer. Am heutigen Sonntag sind alle Läden geschlossen, ein Einkaufsbummel fällt daher buch-stäblich ins Wasser. Aber wir entschließen uns, über die Tromso-Brücke zur Eismeerkathedrale zu wandern.

1965 wurde sie von Architekt Jan Inge Hovig entworfen und gebaut. Ihre beiden Giebel stellen die Polarnacht und das Nordlicht dar. Unsere Aufmerksamkeit wird aber auf das 140m² große Glasgemälde gelenkt, das die Wiederkehr Christi darstellt. Ohne Umschweife legen wir den Rückweg zum Schiff zurück bei 7° Außentemperatur und völlig aufgeweicht. Nach zwei-stündigem Fußweg triefen wir, doch im Bügelzimmer gegenüber unserer Kabine können wir die Jeans wieder trocknen. Die Jacken hängen wir dekorativ in unserer Kabine auf. Heute werden wir im Restaurant das Nachtessen einnehmen. Wir sind angenehm überrascht, was Angebot und Service betrifft.

Und auch der interessante und lebendige Dia-Vortrag von Winfried Prinz (Erstes Abenteuer Antarktis mit der Alexander von Humboldt) trägt dazu bei, dass wir wieder einmal einen ereignisreichen und abwechslungsreichen Tag auf der “Alex” verbringen durften. Der Bar statten wir heute nur einen kurzen Besuch ab, denn morgen steht ab 6.30 Uhr ein wichtiges Ereignis an: Wir passieren den Eingang zum Troll-Fjord.

Montag, 27. 06.

Heute sind wir schon früh auf den Beinen. Ab 4 Uhr können wir nicht mehr schlafen. Wir blicken auf das Meer, es ist bewegt, aber noch nicht unangenehm. Um 5.30 Uhr hält´s uns nicht mehr im Bett: aufstehen, duschen, anziehen. Nach Ankündigung von Winfried Prinz werden wir um 6.30 Uhr den Eingang zum engen Trollfjord passieren. Der Wind frischt auf, und da sind wir doppelt froh, um 6.45 Uhr tatsächlich in den Trollfjord einzubiegen.

Langsam gleitet die “Alex” an den steilen Felswänden vorbei. Wasserfälle springen in den Fjord, dennoch umgibt uns eine unglaubliche Ruhe.

An einem Felswandabschnitt haben sich die Besucherschiffe mit großen aufgemalten Schriftzügen verewigt. John Mouls lenkt die “Alex” bis zum Fjordende, dreht dann langsam auf der Stelle und kehrt zurück.

Leider verdirbt dann doch starker Regen die Fotoausbeute auf dem Rückweg.

Nach diesem eindrucksvollen Abstecher in den sagenumwobenen Trollfjord bringt uns die Alexander von Humboldt zum Hauptort und Verwaltungszentrum der Lofoten, nach Svolvaer an der südlichen Küste der Insel Austvagoy. Gerade einmal 4000 Einwohner leben hier, allerdings steigt diese Zahl um weitere 2000 Personen wäh-rend der Zeit des Dorschfangs zwischen Februar und April. Der Besuch der Lofoten lohnt sich. “Zerklüftete, mit ewigem Schnee überzuckerte Bergspitzen ragen jäh aus dem Meer auf. Die Inselgruppe liegt vollständig über dem nördlichen Polarkreis und bildet eine 120 km lange Kette, die vom Festland durch die dunklen Tiefen des Vestfjords getrennt wird.”

Viele kleinere und größere Inseln sind unsere ständigen Begleiter. Nackter Fels ist dominant, aber auch eine eigenartige Vegetation prägt diese Inselkette. Während wir vorbei gleiten, stellt sich die Frage: Sind alle Inseln unbewohnt? Wir können keine Häuser entdecken. Doch später beantworten Hütte und Häuser die gestellte Frage. In der geschützten Zone gleitet die “Alex” ruhig dahin, doch wir beobachten auch starke Brandung, die schäumend auf die Inselgruppe prallt. Um 8 Uhr sind wir noch 3 sm von Svolvaer entfernt. Die “Alex” verlangsamt ihre Fahrt. Der Wind nimmt zu. Seestärke 3 meldet die Brücke.

Schon bei der Hafenmole entdecken wir die leeren Trockengestelle für die Stockfische. Die Ausbeute wurde längst in alle Welt, vornehmlich auch nach Italien verschickt.

Für den Ausflug werden wir der Reiseleiterin Bettina und dem Busfahrer Knut zugewiesen. Die fünf Hauptinseln sind durch Tunnels verbunden. 25000 Einwohner leben hier auf 183 km². Die mittlere Insel Lofoda ( Luchsfuß ) hat der gesamten Inselgruppe den Namen gegeben. Die kleineren Berge wurden während der Eiszeit abgeschliffen, sind daher rund, die höheren Berg, die bis auf 900 m ansteigen, sind spitz, allerdings nicht mit Eis bedeckt.

In Kabelvog fällt die Holzkirche auf, die 1200 Personen Platz bietet. Viele Fischer werden zur Laichzeit der arktischen Dorsche angelockt. Früher lebten diese Fischer zunächst unter den umgedrehten Booten. Später ließ der König für diese Fischer kleine Holzhütten ( “rorbuer” ) bauen.

Jeweils 12 Personen fanden in diesen Hütten Platz und waren nun viel besser gegen die harte Witterung geschützt. Der Fischfang wurde gleich an Ort und Stelle verarbeitet: Kopf ab, ausgenommen, jeweils zwei Dorsche am Schwanz zusammengebunden und über die Trockengestelle gehängt. Während der Trockenphase verloren die Dorsche 80° ihres Gewichts. Die getrockneten Fische sind dann anbegrenzt haltbar.

Wir fahren mit dem Bus nach Henningsvaer weiter. Während des kaum einstündigen Aufenthalts gibt uns eine Diaschau einen instruktiven Einblick in den Jahresablauf der Bewohner. Nur noch 20% der Bevölkerung lebt derzeit von der Fischerei. Allerdings bildet die Lachszucht die drittgrößte Einnahmequelle des Staates. Bettina weiß zu berichten, dass 70% der Lachsproduktion aus norwegischen Zuchten stammt und die Fische etwa vier Wochen vor der “Ernte” für eine rote Färbung des Fleisches Betacaroton als Futterzusatz erhalten.

Auf der Insel gibt es zwei lokale Zeitungen. Besonders beliebt ist die Oktoberausgabe mit einer Auflistung aller Einwohner. In diese Liste sind auch die Angaben Verdienst, Steuern und Vermögen aufgenommen. Die Banken melden jeweils zum 31. 12. Die Kontostände aller Einwohner. Die Versicherungen melden alle Objekte. Somit steht für das Finanzamt die Vermögenssteuer fest. Das durchschnittliche Alter eines Pkw liegt bei 17 Jahren. Beim Kauf eines Autos erhebt der Staat Luxussteuern, die allerdings wieder in den Ausbau des Straßennetzes zurückfließen. Mit rund 35000€ Jahreseinkommen lie-gen die Inselbewohner deut-lich höher als ein mittleres Jahreseinkommen in Deutschland. Etwa 40% des Einkommens fallen auf den Lofoten für Steuern und Sozialabgaben an. Die Mehrwertsteuer liegt aber bei 25%. Schon in frühen Jahren erwirbt man sich ein Haus oder eine Eigentumswohnung.

Nach diesem gedanklichen Ausflug in das Realleben stat ten wir dem 1989 eröffneten Lofotenaquarium in Kabelvog einen Besuch ab. Jährlich bringt der Besucherstrom 50000 Interessierte nach Kabelvog. Dennoch müssen wir uns eingestehen, dass das Umfeld und die Außenanlagen keinen “berauschenden Ein-druck” auf uns machen.

Kurz nach 12 Uhr sind wir auf der Alexander von Humboldt zurück. Erstmals finden wir im Veranda-Restaurant zum Mittagessen keinen Platz und weichen in die angrenzende Bar aus. Danach gönnen wir uns eine längere Verschnaufpause. Die Auf- und Abwärtsbewegung der “Alex” schaukelt uns in den Schlaf. Den interessanten Vortrag des Ornithologen Sven Achtermann “Fas-zinierender Vogelflug” verpassen wir fast, können aber auf Kanal 2 des Fernsehens den Vortrag mitverfolgen.

Ein Blick nach draußen verspricht eine Wetterbesserung. Die Wolkendecke reißt stellenweise auf, und die Sonne lässt kleinere und größere Flächen schillernd aufleuchten. Die Seestärke frischt bisweilen auf 5 auf, die Außentemperatur bleibt mit 11° konstant. Isoldes “Takelage” dauert heute länger.

Das “Skandinavische Abendessen” hat längst begonnen, und sie fönt immer noch ihre Haare. Und mit einem “Totaler Stress!” schlüpft sie dann doch noch in das richtige Outfit.

Mit einer “Crewshow” ist das Abend programm gerettet. Der Zweite Kapitän Michael Block führt durch das abwechslungsreiche Programm. Einzelkünstler tragen Lieder aus ihrer Heimat vor, bieten Tänze aus den Philippinen dar. Ali führt in die Welt der Zauberei ein. Zur großen Überraschung trägt dann aber auch die “Alex-Band” unter Mitwirkung des Kapitäns, des Kreuzfahrtdirektors , des Bordarztes und des Sicherheitschefs bei. Und als sich als Abschluss alle Akteure zu einem furiosen Finale auf der Bühne einfinden, unterstreichen alle Gäste ihre Zustimmung und Begeisterung für die Aussage des Gesamtchors “We are the Champion” und ernten herzlichen Beifall, der vielleicht einer Profigruppe in diesem Maße nicht zuteil geworden wäre.

Isolde ist die Schaukelei nicht bekommen. Um 1 Uhr “opfert” sie wieder ihr Nachtessen.

Dienstag, 28. 06.

Der neue Tag beginnt, wie der Montag sich verabschiedet hat: Seestärke 4-6, Luftfeuchtigkeit 90%, Außentemperatur 9°. 25 sm von der norwegischen Küste entfernt fährt die “Alex” nach Süden. Um 11.15 Uhr sind wir noch 80 sm von Kristiansund entfernt. Ein Aufenthalt an Deck bei Nässe, Wind und Seestärke garantiert “Un-freundlichkeit”. Wir folgen der Empfehlung von Sven Achtermann (“Auch wer nicht selbst fotografiert, aber schöne Bilder liebt, der ist hier richtig.”) und folgen interessiert seinen Ausführungen zum Thema “Fototipps und Tricks für schöne Bilder”. Im Einzelnen unterstreicht der Referent folgende Kernpunkte, die es zu beachten gilt:

  • ran an das Objekt
  • Vordergrund wählen, wenn die Betonung auf einem Motiv im
  • Hintergrund liegt
  • Licht und Schatten ins Spiel bringen ( Wolken/Sonne)
  • unterschiedliche Wirkung von Hoch- und Querformat
  • Mut zum Detail
  • Z-Sprünge ( Versatz )
  • Objekt nicht in die Mitte setzen
  • Herunterziehen des Horizonts
  • ungewöhnliche Perspektive suchen
  • Mut zur Gegenlichtaufnahme ( scharfe Kontraste )
  • Personenfotografie ( um Erlaubnis fragen )
  • bei Tieren auf die gleiche Ebene gehen
  • Spiegeln der Sonne in den Augen des Tieres

Um 16.10 Uhr muss die “Alex” die Stabilisatoren einfahren, um den Lotsen an Bord nehmen zu können. Das Expeditionsschiff rollt dann ein bisschen stärker. Die Ankunft in Kristiansund verzögert sich um eine ganze Stunde. Jo informiert wieder über den Bordlautsprecher:

“Das Stadtgebiet südwestlich von Trondheim erstreckt sich über drei im Meer liegende Inseln, die über Brücken miteinander verbunden sind. Krifast heißt die Konstruktion der Superlative, die die Stadt seit 1992 mit dem Festland verbindet. Sie besteht aus der einzigen Schwimmbrücke der Welt ohne Seitenverankerung, dem längsten unterseeischen Straßentunnel und der längsten Hängebrückenkonstruktion Norwegens. “

Die Sonne lässt uns beim heutigen Ausflug im Stich. Reiseleiterin Manit bemüht sich, der Enttäuschung ihrer Gäste durch informative Ausführungen zu begegnen. Das “Klippfischweib” am Hafen erinnert an die Zeit, als hier der gesalzene Dorsch zum Trocknen auf die Klippen gelegt wurde. Heute spiele aber der Fischfang kaum noch eine Rolle.

Vom 1983 erbauten Aussichtsturm Verden haben wir einen guten Rundblick. Ins Auge fallen immer wieder die für die Gegend typischen bunten Holzhäuser. 1971 begann für Kristiansund das “Ölmärchen”. Allein 1000 Arbeitsplätzen verdankt die Stadt dem Erdöl.

Interessant für alle ist der Besuch des Klippfischmuseums, wo uns in Worten anschaulich und mit Bildern illustriert die Herstellung der Klippfische dargestellt wurde.

Vorwiegend Frauen wurden seinerzeit in diesem Gewerbe beschäftigt. Heute übernehmen Fabriken diese Knochenarbeit. Wir erfahren, dass der Klippfisch vorwiegend in katholische Länder exportiert wurde. Auf dem Rückweg von Spanien nach Norwegen brachten die Schiffe Erdreich mit, so dass viele verstorbene in “spanischer Erde” beigesetzt werden konnten.

Das Abendessen nehmen wir heute recht spät ein. Der Ausflug war heute nicht berauschend, aber auch das schlechte Wetter beeinträchtigte den “Erfolg” des Ausflugs wesentlich.

Mittwoch, 29. 06.

Nur noch zwei Tage! Aber die wollen wir ausnutzen! Seit 5 Uhr befindet sich die “Alex” im Nordfjord, der sich 100 km tief ins Land zieht und doch eine durchschnittliche Wassertiefe von 500 – 600 Metern aufweist. Unser Tagesziel heißt Olden und liegt am Ende des südlichsten dreier Seitenarme. Wir haben die Panoramafahrt nach Fosnes zum Nationalparkzentrum gebucht. Vicky ist versiert und versteht es, in gutem Deutsch – nach der Schule weilte sie zwei Jahre in Deutschland und will Touristik studieren – uns ihre Heimat nahe zu bringen. Wir fahren mit dem Bus durch eine zauberhafte Landschaft mit hohen Bergen ( bis 1700 m ), Bergseen, Flussläufen, Wasserfällen und verstreuten Ansiedlungen zu-nächst die Küstenstraße entlang und dann hinauf die Bergregionen mit phantastischen Ausblicken auf die Bergregion und in die Täler.

An einem besonderen Aussichtspunkt sprudeln aus zwei Touristikbussen die “Alex”-Gäste, blicken auf Berghänge, Eisfelder, Schneekuppen und das üppige Grün eines Flusstales.

In Fosnes sind wir im Nationalparkzentrum zunächst zu einem informativen Film über die Region eingeladen, danach zu Kaffee und dem norwegischen Nationalgebäck Svele. Wir haben genügend Zeit, um die Pause zu genießen, uns in dem groß-zügig angelegten Botanischen Garten mit 325 einheimischen Pflanzen umzusehen und auch die Ausstellung des Geologieparkes mit Steinexemplaren aus ganz Norwegen zu besuchen.

Das Hauptgebäude ist im Wikingerstil errichtet und etwa so groß wie das größte Langhaus der Wikinger, das je in Norwegen gefunden wurde. Wir bedauern nicht, diesen Ausflug “aus Versehen” gebucht zu haben. Mit herrlichen Fotomotiven wird unser “Irrtum” belohnt.

Unsere “Wikingerin” gibt uns einen Einblick in Lebens-gewohnheiten der Norweger, zeigt die hohen Strafen bei Verstößen gegen die Verkehrsregeln auf, erläutert uns u. a. das norwegische Schulsystem und die Möglichkeiten einer Altersversorgung. Vicky berichtet uns während der fahrt, dass alljährlich unzählige Lawinen zu Tal donnern. Erhebliche Stein-massen stürzen dann in den See Lovatn. Eine solche Lawine löste 1936 eine 70 Meter hohe Flutwelle aus, die ein ganzes Dorf verschluckte und auch Todesopfer forderte.

Wenigstens am Abschlusstag herrscht “Kaiserwetter”, Sonne pur! Als wir auf die “Alex” zurückkehren, sind an Deck bereits die vielen Liegestühle aufgebaut. Es gerät zum Lotteriespiel, welche Seite wir belegen sollen, damit wir bei der Ausfahrt aus dem Fjord auch die volle Sonne genießen können. Und wir haben uns richtig entschieden. Das Wasser des heute spiegelglatten Fjords schenkt uns die atemberaubende Landschaft gleich zweimal, einmal im Original und dann auch als Spiegelbild im kristallklaren Wasser. Wir bewundern das Spiel der Wellenkämme mit Lichtreflexion, Spiegelung des blauen Himmels und der grandiosen Bergkulisse. Tausende “Glitzersterne” tanzen auf der Wasseroberfläche. Die “Alex”

gleitet langsam durch die vielen Windungen des Fjords dem offenen Meer zu. Neue Seitentäler öffnen sich und lassen immer wieder andere Einblicke zu, keine Wiederholungen, kein “da capo”. Die Eintönigkeit der Schiffsmotoren unterstreicht den Kontrast zu dieser einzigartigen Welt. Schmelzwasser rinnt über die glatt geschliffenen Felswände und springt dann als Wasserfall in die Tiefe.

Und dann bietet die Bordküche noch “Wiener Apfelstrudel-Variationen mit Vanillesoße” an. Keine Wasservögel begleiten unser Schiff. Kleine Boote am Fjordufer deuten darauf hin, dass die verstreuten Gehöfte doch noch bewohnt sind. Kurz vor Sonnenuntergang um 23.20 Uhr begegnen wir der “Jewel of the sea “, die mehr als 2000 Gäste aufnimmt.

Donnerstag, 30. 06.

Das Meer hat sich weiterhin beruhigt. Der Morgen beginnt mit einem strahlenden Blau.

Heute können wir uns am letzten Seetag vor Ankunft in Bremerhaven effektiv dem Tagesprogramm widmen. Um 10 Uhr sind wir Zuhörer bei Sven Achtermann im Musiksalon. Er widmet sich in seinem letzten Vortrag dem Thema “Helgoland – deutsche Hochseeinsel in der Nordsee”. Und anschließend sehen wir uns im Kino den 2. Teil der Filmdokumentation “Zum ewigen Eis nach Spitzbergen” von Longyearbyen nach Olden an.

Gegen 16 Uhr ist die Schönwetterperiode vorbei. Die Wolkendecke nimmt zu, und auch die Kälte ist auf dem Vormarsch. Wir haben uns in die Kabine zurückgezogen und haben keine Mühe, die Koffern zu packen bis auf die “Gala-Uniform”, die wir für das Abschiedsdinner benötigen. Wir legen die benötigten Kleider für die Busheimfahrt zur Seite und müssen am Abend nur noch den Abenddress einpacken. Vor 4Uhr müssen die Koffer vor der Kabine zur Abholung bereit stehen.

John Mouls dankt in seiner Abschiedsrede allen unsichtbaren und sichtbaren Geistern seiner “Alex” und auch den “besten Gästen, die er jemals gefahren habe” und schloss mit dem Versprechen, nie wieder vor Publikum zu singen.

Winfried Prinz richtete seinen Dank zunächst an den Kapitän, der wesentlich am Gelingen dieser außergewöhnlichen Reise bei-getragen habe. Trotz aller Widrigkeiten wie Nebel und Eisbarrieren habe er jeweils die richtige Entscheidung getroffen und den Gästen zu einmaligen und unübertrefflichen Erlebnisse verholfen. Mit seiner Crew sei er sich einig, dass keine Nordlandreise zuvor mit solchen Erlebnissen erfüllt gewesen sei.

Nach Rückkehr vom Nachtessen an der “Schwäbischen Tafel” liegt in unserer Kabine das komplette Ausschiffungsprogramm, das übersichtlich alle wichtigen Details für eine reibungslose Ausschiffung darlegt. So erfahren wir auch, dass wir auf der 2. Etappe dieser Nordlandreise von Longyearbyen nach Bremerhaven 2342 sm bzw. 4437 km zurückgelegt haben. Auch den Titel der Auslaufmelodie erfahren wir: “Chariots of Fire” von Vangelis. Wir fallen in einen tiefen Schlaf und bekommen auch nicht mit, als die Koffer vor den Kabinen abgeholt werden.

Freitag, 01. 07.

Der letzte Tag ist angebrochen. Nach dem Frühstück lernen wir noch Peter Tönninghoff, Rekateur der Jahreszeitschrift “Welcome aboard” kennen. Er hat ein Bild von Isolde (im Hintergrund die Maxim Gorki ) geschossen und holt ihr Einverständnis zur Veröf-fentlichung ein. Alle drei Phoenix-Schiffe laufen nacheinander in Bremerhaven ein und machen am Columbuskai fest. Wir haben keine Eile und können das Sektfrühstück ausdehnen. Nach vorher bekanntem Plan werden wir aufgerufen, um von Bord zu gehen.

Gemerkt haben wir uns noch den 14. August, wenn Winfried Prinz bei “FLIEGE” auftritt. Unsere Koffer stehen vor dem Bus bereit und können eingeladen werden. Leider können wir Bigi nicht treffen. Sie ist an Bord der Maxim Gorki geblieben, um wichtige Arbeiten zu erledigen. So können wir ihr lediglich einen Gruß ausrichten lassen

Die Rückfahrt mit dem Bus verläuft “fast nach Plan”. Durch mehrere Staus werden die Pausen verkürzt, so dass die angekündigte Rückkehr eingehalten werden kann. Unterwegs stimmen wir mit Mario und Silvia den Abholtermin ab, und kaum sind wir in Karlsruhe angekommen, trifft auch schon unser “Abholtaxi” ein.

Zum Schluss dieser Nordlandreise denken wir an das “Wort zum Tag”, das uns die Bordzeitung noch mit auf den Weg geben hat:

Leuchtende Tage – nicht weinen, dass sie vergangen,

sondern lächeln, dass sie gewesen, denn ihr habt sie erlebt.“

Dem Klimawandel auf der Spur

Das Hamburger Kreuzfahrtunternehmen Hurtigruten hat einen 67%-igen Zuwachs an Reisebuchungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen. Sowohl die Winter- als auch die Sommerangebote wurden von den Gästen gut angenommen.

Mit einer Neuheit wartet Hurtigruten im Mai kommenden Jahres mit der 12-tägigen Kreuzfahrt des Forschungsschiffes „MS Fram“ auf, wenn es heißt: „Auf den Spuren des Klimaphänomens“. Als Gastlektor wurde der bekannte Klimaforscher Prof. Mojib Latif vom Leibnitz-Institut für Meereswissenschaften an der Universität Kiel gewonnen. An Bord wird dieser renommierte Meteorologe und Klimaforscher an Bord der „MS Fram“ Vorträge auf deutsch halten.

Ehe aber die Gäste das Expeditionsschiff betreten, nehmen sie an einem Vorbereitungsprogramm im Norwegischen Polar Institut teil. Start der Kreuzfahrt ist Tromsö. Die Fahr geht Richtung Spitzbergen. Auf halber Strecke liegt die Insel Björnöya, wio trotz des kalten Klimas aber dank des Golfstromes viele Vogelarten brüten.

Höhepunkt dieser Expeditionsfahrt ist der Besuch von Ny Alesund, das auf dem 78. Breitengrad liegt und im Sommer der nördlichste eisfreie Hafen der Welt ist. Wenn es die Eisverhältnisse zulassen, wird das Expeditionsschiff die Gäste bis zum 80. Breitengrad bringen. Die Reise endet in Longyearbyen auf Spitzbergen.