Zum ewigen Eis nach Spitzbergen

 

Teil 1/3

Kurz entschlossen wollten auch wir den “Vorstoß in den weißen Kosmos” wagen. Unsere Reise wird in der nördlichsten Siedlung der Welt, in Longyearbyen, beginnen. Dort soll es alles geben, außer genügend Sonnenlicht, an 112 Tages des Jahres nur Finsternis. Und weitere interessante Informationen liefert uns das Internet:

Die Zivilisation ist nur eine hauchfeine Schicht über der unerbittlichen arktischen Natur. Als man auf Spitzbergen Steinkohle entdeckt, rückten die ersten Grubengesellschaften an, und mit ihnen kam der Bostoner Geschäftsmann  Munro Longyear, der 1906 seinen Claim dort absteckte, wo heute die Stadt Longyearbyen liegt. 80 Jahre war Longyearbyen nicht mehr als eine triste Bergarbeiter-Siedlung, rund 1200 km vor dem Nordpol.

Neben wunderschönen Lanschaftsformen, bizarren Glet-scherformationen, einer wundersamen Welt aus “weißen Scherben”, einer Stille der Einsamkeit erwarten wir aber auch aufregende Tierbeobachtungen. Aber erzählen wir zunächst einmal von vorn.

Mittwoch, 22. 06.

In knapp 5 Stunden fliegt uns die HHI von Frankfurt nach Longyearbyen. Erst kurz vor der Landung reißt die Wolkendecke auf und gibt einen Blick auf Spitzbergen, die Inselgruppe im Nördlichen Eismeer, frei.

Es ist zwar bereits Mitternacht vorbei, doch fahles Tageslicht beleuchtet die Szenerie, die vom Kohleabbau bestimmt ist.  Das Panorama ist nicht berauschend. Wir blicken auf Förderbänder, Kohlenhalden und Blech- und Holzhütten. Da uns dieser Anblick ohnehin nicht gefangen nimmt, wenden wir uns unmittelbar nach der Landung dem Begrüßungskomitee und der Phoenix-Reiseleitung zu, die fröstelnd auf uns gewartet haben. Longyearbyen ist, so erklärt man uns auf der kurzen Fahrt zur Schiffsanlegestelle,  die größte norwegische Siedlung auf Spitzbergen.

Donnerstag, 23. 06.

Eigentlich ist es ja schon Morgen, als wir kurz vor dem Pier anhalten, von Kreuzfahrtdirektor Winfried Prinz persönlich begrüßt werden und nach kurzer Erledigung der Formalitäten unsere Kabine aufsuchen. Auf das Gepäck müssen wir noch warten. So gönnen wir uns so wie auch die anderen 146 Neuankömmlinge im Veranda-Restaurant – es ist mittlerweile 01-00 Uhr geworden – eine heiße Suppe und schauen von der Reling auf die unmittelbare Umgebung von Longyearbyen, die sich im Sonnenschein von uns verabschieden möchte.

Nach einem kurzen ersten Erkundungsgang suchen wir unsere Kabine ( A 31 ) auf. Die Koffer sind zwischen-zeitlich gebracht worden. So können wir auch schon einräumen und uns häuslich in unserem Domizil für die nächste Woche niederlassen.  Um 3.00 Uhr nimmt die Alexander von Humboldt Fahrt auf mit Kurs auf den 146 sm entfernten Magdalenenfjord.

Schlaf haben wir in der ersten Nacht kaum gefunden. Und als wir unsere Kabine zum Frühstück verlassen, lernen wir auch unserer Stewardess Princess kennen. Trotz Spritzen, die ich mir in der Heimat vom Hausarzt noch geben ließ, haben sich die Beschwerden nicht gebessert. Kaum kann ich mich bewegen. Doch an Bord ist glücklicherweise ein Arzt. Und das Glück ist mir doppelt hold. Dr. Koller ist Orthopäde und gleichzeitig auch Mannschaftsarzt der Nationalelf der deutschen Hockeydamen. Da bin ich ja in besten Händen. Acht Spritzen werden mir sicherlich Linderung verschaffen.

Die obligatorische Rettungsübung ist unmittelbar nach dem Frühstück angesetzt. Im Musiksalon zeigt man uns das richtige Anlegen der Rettungswesten und erläutert uns das richtige Verhalten im Notfalle. Einen weiten Raum nimmt dann auch die Instruktion für die Benutzung der Zodiacs ein.

Mit seinem Beitrag “Auf ein Wort” beschließt Winfried Prinz die Morgenveranstaltungen, und wir können schon erahnen, was auf uns zukommt, als Winfried Prinz zitiert: “Wir sind nicht hier zum Schlafen, sondern um etwas zu erleben.”

Auf dieser Route werden wir, so Winfried Prinz, nicht die einzelnen Punkte des Katalogangebots abhaken, sondern nach Rücksprache mit Behörden und bei Anpassung an die situativen Bedingungen Änderungen vornehmen, um allen Gästen einzigartige Erlebnisse anzubieten. Die Alexander von Humboldt ist ein Expeditionsschiff mit hoher Eisklasse 1B. Durch seine hohe Manövrierfähigkeit kann es noch in Fjorde einfahren und wenden, was andere Kreuz-fahrtschiffe nicht realisieren können. Von großem Vorteil erweist sich das Promenadendeck, das alle Passagiere umlaufen können. Das großzügige Kino bieten 98 Personen Platz, und die Bibliothek ist bestens, wenn auch vorwiegend mit englischer Literatur, ausgestattet.

Dem Urteil, dass es sich bei der Alexander von Humboldt um ein gemütliches Schiff handelt, können wir uns nur anschließen. Auch die lockere Ordnung bei den Mahlzeiten kommt an. Die aktuellen Informationen von der Brücke kann jeder Gast gut in seiner Kabine über Kanal 1 empfangen. Auch das sensible Thema “Trinkgeld” spricht Winfried Prinz an.

Noch vor dem Mittagessen werfen wir einen Blick auf die Fjord- und Küstenlandschaft. Leider scheinen uns dichte Nebelschwaden diese besonderen Landschaftsformen verwehren zu wollen. Und während des Mittagessens aktiviert eine Borddurchsage “Walross backbord” die Massen. Auch uns erfasst dieser Sog. Doch wir bekommen nur Robben auf treibenden Eisschollen zu Gesicht und vor die Linse.

Dann dreht die “Alex” auch schon bei und geht im Magdalenenfjord auf Reede. In landschaftlicher Hinsicht ist dieser vergleichsweise kleine Fjord wohl der bekannteste Spitzbergens, da eine Mischung aus alpiner Bergwelt, steilen Fjordwänden und in den Fjord abstürzenden Gletscher sehr reizvoll ist.

Auf der Südseite ragt eine kleine flache Landzunge in den Fjord, auf die mehrere alte Gräber zusammengelegt wurden und vom norwegischen Staat 1930 mit einem Gedenkstein an die Walfänger versehen wurden, die dort vor 200 – 300 Jahren während der “Großen Jagd” ihr Leben verloren.

Trotz Nebel erweist sich diese Anlegestelle als eine Topadresse für alle Kreuzfahrtschiffe. Auch wir sind begeistert. Die vielfältig geformten und gefärbten Eisschollen erzeugen im Sonnenlicht märchenhafte Farb- und Lichtimpressionen.

Das Meer ist weiterhin recht ruhig. Meeresvögel demonstrieren uns bei der Einfahrt ihre Flugkünste.

Leblos erscheinen uns die Berge,  aber bei genauerem Hinsehen mit dem Fernglas entdecken wir Flecken von Moos und Flechten. Kleinere und größere Gletscherzungen sind bis zum Meer vorgedrungen. Kleinere Bruchstücke – grob als auch bizarr – weiß bis türkisblau gefärbt ziehen an uns vorüber

Und wir haben erneutes Glück. Seevögel und Robben zeigen uns ihre “Wohnungen”.

Zodiac-Boote bringen jeweils zehn Personen auf die öde, felsenübersäte Halbinsel an Land und wir gelangen auf einem “breiten Pfad” (jeder sucht sich einen  Weg ) zum Denkmal in der Nähe der Hütte, die den Sysselmannen als Quartier dient.

Vier Ranger achten auf die Einhaltung der Verhaltensregeln in diesem Naturschutzgebiet und achten aber auch im Besonderen darauf, dass keine Eisbären für eine unliebsame Überraschung sorgen. Spuren von Eisbären sind sehr wohl in der Nähe, der frische Abdruck einer Tatze und Fellhaare, die ein Bär beim Wälzen auf dem Boden hinterlassen hat. Aber nicht alle haben ein Auge für diese kleinen Überraschungen: Der Glühweinstand und auch die Würstchenbude lockt manche an.

Vor Betreten dieses Naturschutzgebietes wurden wir speziell auch darum gebeten, auf die brütenden Meeresvögel zu achten, doch mancher der Gäste muss am eigenen Körper erfahren, wie hartnäckig und wirkungsvoll diese Tiere ihr Gelege verteidigen und die “Angreifer” oder zumindest “Eindringlinge” in die Flucht schlagen.

Lediglich eine Stunde dauert der erste Landgang. Wir kehren auf die Alexander von Humboldt zurück, bleiben aber an Deck und blicken auf die Gletscher und Gebirgszüge des Festlandes zurück. Welche Ruhe strahlt diese majestätische Landschaft aus! Bald lichten sich die Nebelschwaden und geben den Blick frei auf die prächtige Bergwelt.  Unbeeindruckt von uns “Störenfrieden” treibt eine Robbe auf einer Eisscholle vorbei.  Mit der Ruhe ist es aber vorbei, als die Borddurchsage “Beluga backbord” alle aufschreckt . Doch der “Sänger der Meere” ist längst wieder abgetaucht, bis alle fotohungrigen Gäste mit Fotoapparat und Videokamera bewaffnet an Deck erscheinen. Der Beluga bleibt in seinem Revier. Eine Borddurchsage muntert uns auf. Wir sollen nicht traurig sein, wenn wir dieses Mal  keinen Erfolg beim Beobachten hatten. Wir sollten uns viel häufiger an Deck aufhalten, das Meer mit dem Fernglas absuchen.

Die “Alex” nimmt um 16.30 Uhr wieder Fahrt auf und erreicht eine Stunde später das offene Meer Richtung Norden. In vier Stunden soll der zweite Landgang erfolgen. Isolde widmet sich kaum den Durchsagen. Sie will einfach raus, hält es in der Kabine nicht mehr aus. Doch alle Informationen sind auf dem ganzen Schiff zu hören, als Winfried Prinz die weitere Planung bekannt gibt.

Gegen 19.40 Uhr wurde die Wasa-Halbinsel umrundet, und die “Alex” fährt nun in den Raudfjord ein. Derzeit herrscht eine Außentemperatur von 1°Celsius. Eine Entscheidung wird erst gegen 21 Uhr getroffen. So hofft jeder, dass sich der dichte Nebel lichtet und uns die prächtigen Ausblicke nicht weiterhin verschließt. Gegen 20 Uhr ist es spannend geworden. Auf der Steuerbordseite machen wir die Hügel- und Bergketten der Fjordlandschaft aus. Darüber hängt aber immer noch eine dichte Dunstglocke, und die Sonne hält sich weiterhin verborgen, was Winfried Prinz lakonisch kommentiert: ”Wie Sie sehen, sehen Sie nichts.” Wir erfahren, dass an dieser Stelle der Fjord fünf Kilometer breit ist und die Berge bis 800 Meter ansteigen.

Dann startet ein Scoutboot um 20.30 Uhr mit den vier Rangern, Winfried Prinz, dem Vizekapitän Michael Block sowie den beiden Lektoren. Und sie kehren mit erfreu-licher Nachricht zurück. Sie haben eine günstige Anlegestelle gefunden.

Überraschend viele Mitreisende entscheiden sich für diesen Landgang, eine Fahrt mit den Zodiacs auf eine Insel, die mit Geröll, Schnee- und Eisflächen, Baumstämmen aus Sibirien und auch Wohlstandsmüll übersät ist. Selbst kleine Korallenästchen finden wir auf diesem Eiland. Das Packeis muss sie von weither hergebracht haben. Der Nebel ist noch dichter geworden. Unser Zodiacfahrer orientiert sich mit dem Kompass und trifft auch ohne Umschweife auf die Alexander von Humboldt.

Die Eindrücke müssen wir erst noch verarbeiten und suchen die Bar auf. Ein “Blue ice” und ein Bier werden uns in den Schlaf wiegen, Doch mein Rücken schmerzt auch noch nach der zweiten Spritzenbehandlung.

Freitag, 24. 06.

Mit einer frühen Durchsage um 7.15 Uhr bringt uns Winfried Prinz auf die Beine. Bereits um 5 Uhr war die “Alex” am Lieftefjord angekommen, aber bald wieder umgekehrt, weil keine Sichtweite garantiert war. Dann trifft die Crew eine folgerichtige Entscheidung. Kapitän John Moulds will seinen Gästen unbedingt etwas bieten und fährt ganz in den Norden Spitzbergens zur Insel Moffen. Und tatsächlich: ein Volltreffer!

Eine Walrosskolonie sonnt sich auf der flachen Insel. Bis 700 Meter kann John Moulds das Schiff heranbringen, und all die Gäste sind im Vorteil, die mit einem besonderen Fotoequipment ausgestattet sind und die Walrösser heranzoomen können.

Gegen 12 Uhr brechen wir zum Magdalenenfjord auf. John Moulds will dicht an die Gletscher heranfahren, sofern der Fjord überhaupt eisfrei ist. Und die Fahrt wird nicht langweilig. Viele Naturbeobachtungen erweitern unseren Horizont. So beobachten wir beispielsweise, wie eine Raubmöve eine Eidermöve tötet.

Mit seinem Vortrag über die Region gibt uns Sven Achtermann Einblick in die klimatischen Zusammenhänge und das reichliche Tierleben. Im Gegensatz zur Antarktis ist das Nordpolarmeer von Land umgeben. Bei 80° Nördlicher Breite haucht der Golfstrom seinen letzten Atem aus, bevor er bei Spitzbergen abknickt und Richtung Süden auf eine salzreiche Tiefenströmung trifft. Während des Vortrags passieren wir die Däneninsel, die sich hinter einer gewaltigen Nebelbank versteckt. Unsere “Alex” wird von allerlei Meeresvögeln begleitet, die ihre Flugkünste vorführen.

Und beim Mittagessen fahren wir in den Madgalenenfjord ein. Der Kapitän hat die richtige Entscheidung getroffen. Bei strahlendem Sonnenschein und bester Sicht nähert sich die “Alex” – vorbei an der gestrigen Anlegestelle –  bis auf 700 Meter an den Gletscher Gullybreen und dann noch vorbei am mächtigen Waggonwaybreen. Deutlich können wir die Bruchkante der Gletscher erkennen und diese tollen Motive auf die Platte bannen.

Gemächlich dreht die “Alex”,  und wir fahren wieder aufs offene Meer hinaus. Mächtige und bizarre Eisschollen bilden eine fotogene Eskorte.

Um 15 Uhr hält Joe einen Informationsvortrag über die geplanten Ausflüge, die der Bericht lediglich stichwortartig erfasst:

Tromso.

Stadtrundfahrt mit Eismeerkathedrale, Botanischer Garten, Universitätsstadt, Tromso-Palme, typische bunte Holzhäuser, teures Urlaubsland, Seefahrerdenkmal am Marktplatz, größter Holzdom Norwegens, Roald Amundsen-Denkmal, 1036 m lange Brücke zur Eismeerkathedrale mit 140 m² Glasfenster.

Tromso.

Stadtrundfahrt mit Storsteinen, Dom, Denkmale, Museum mit Samen, Tromso-Brücke, Eis-meerkathedrale, Kabinenfahrt zu den Storsteinen.

Lofoten.

Fahrt nach Svolvaer und Henningsvaer, Lofotenaquarium, Kunstausstellung mit Filmvorführung.

Kristiansund.

Panoramafahrt zum Klippfischmuseum, interessanter Friedhof (spanische Erde ).

Olden.

Briksdalgletscher, Oldensee mit schönen Fotomotiven, Fußweg zum Gletscher oder Fahrt mit einem Elektrofahrzeug; oder: Jostedalgletscher mit Nationalpark, Fahrt mit 19 Serpentinen und 600 Höhenmetern, Botanischer Garten, Filmdokumentation, danach traditionelles Gebäck “Svele”.

Da im Musiksalon recht “arktische” Temperaturen herrschten, bevorzugen wir nach kurzem Nachmittagskaffee eine heiße Dusche in unserer Kabine. Seit Stunden zieht die “Alex” an Landschaften vorbei, die wir allerdings wegen des Nebels nicht zu Gesicht bekommen. Gut erwärmt  begeben wir uns dann schon um 18 Uhr zum Polar-Galadinner, bei dem alle Gäste, die in Longyearbyen zugestiegen sind,  erwartet werden. Kleidersorgen hat Isolde ausnahmsweise überhaupt keine!

Um 19.30 Uhr werden alle neuen Gäste offiziell durch Kapitän John Moulds und Kreuzfahrtdirektor Winfried Prinz begrüßt, die uns ihre jeweilige Crew vorstellen. John Moulds ist – wie er selbst bestätigt – ein typischer Engländer. Er beherrscht lediglich eine Sprache, kennt aber das deutsche Wort “Buckelwal” und arbeitet derzeit am zweiten Wort “Zwergwal”. Seine Crewmitglieder beherrschen allerdings mindestens zwei Sprachen, viele sogar bis zu sieben Sprachen.   Winfried Prinz bringt in seinen Begrüßungsworten  die Ereignisse der letzten beiden Tage auf den Punkt: “Die letzten beiden Tage sind wir durch Himmel und Hölle gegangen. Nach der Phase der Depression folgte glücklicherweise nun die der Euphorie.” Alle Gäste konnten in dieser kurzen Zeit bereits wichtige und einmalige Highlights erleben getreu des Mottos: das Beste für die Gäste! Trotz neuer Orientierungen und Abstimmungen sei die “Alex” im Zeitplan. Eine echte und gute Teamarbeit habe die beste Lösung  zwischen Anspruch und Machbarkeit gefunden.

Im Anschluss an die Begrüßung nehmen wir die Beiträge der Polar-Galashow mit Künstlern wie Olga Caspruk und Oscar Vadillo auf, die mit einem bunten Potpourri unter der musikalischen Begleitung der Metrogold-Band einen bunten Melodienstrauß offeriert.

 Während wir uns während der Happy Hour noch einen Drink in der Bar genehmigen, denken wir auch über das heutige Motto nach. “Man sollte nie die gleiche Dummheit zweimal machen – die Auswahl ist groß genug.”

Mitternacht ist längst vorbei. Doch die Faszination über ein unglaubliches Panorama lässt uns nicht zur Ruhe kommen. Die Sonne hat sich zwar hinter einer dichten Wolkenbank versteckt, doch ist es immer noch taghell. Die Eisbarriere begleitet uns an der Backbordseite. Hier am 80. Breitengrad erstreckt sie sich nicht als feste Eismasse, sondern in Form Tausender dicht gedrängter Eisschollen.                         

Dieses “Pfannkucheneis” umschwirren zahlreiche Meeresvögel. Dann müssen wir noch Abschied von den beiden Sysselmannen nehmen.

                                                                                                                    Ein Zodiac nimmt die beiden treuen Begleiter an Bord, wassert und fährt sie einem anderen Boot entgegen, das sich aus der Tiefe nähert. Es dauert, bis beide nebeneinander anlegen können. Die “Fahrrinne” ist ständig blockiert, aber die wendigen Boote haben keine Mühe, sich durch die Eisbrocken zu bahnen.

Der zweite Teil des Reiseberichtes „Zum ewigen Eis nach Spitzbergen“ folgt.

Höhepunkte der Ostsee – Teil 3/3

9. Tag

Wer ließe sich morgens nicht gerne wachküssen! Musikalisch besorgt dies um 7.30 Uhr unser Bordwecker, doch nicht uns, denn bereits ab 6,15 Uhr sind wir in die Schärenlandschaft Schwedens eingefahren und genießen diese Landschaft. Wir widmen uns nach dem Aufstehen dem Frühstücksbuffet und haben dann noch genügend Zeit, bis uns die örtliche Reiseleiterin zur Stadtrundfahrt verbunden mit einem Altstadtrundgang abholt. Erstmals erleben wir leider eine völlig inkompetente Botschafterin ihres Landes. Doch wir haben uns glücklicherweise vorinformiert und können dennoch bei der unverständlichen Hektik mit nur einem Fotostopp Schwedens Metropole kennen  lernen. In eindrucksvoller Lage, dort, wo sich das Kobaltblau des Mälarsees mit den dunkleren Ostseewassern mischt, breitet sich die Stadt mit über 14 Inseln aus, die 40 Brücken miteinander verbinden. Die verschiedenen Eilande gleichen sich oft so wenig, dass sie wie eine Reihe nur entfernt miteinander verwandter Miniaturstädte wirken.

Jeder Teil hat seinen eigenen Charakter. In der auf Inseln erbauten Metropole ist Wasser nie weit weg. Vor dem Schloss entlassen wir uns selbst und unternehmen einen Spaziergang durch die Altstadt. Die Sträßchen mit Kopfsteinpflaster und verwinkelten Gassen folgen dem mittelalterlichen Bauplan und sind so eng, dass die Hausgiebel fast zusammenstoßen. Den nördlichen Teil der Altstadt beherrscht das Königsschloss. Erstmals geben wir der örtlichen Reiseleiterin kein Trinkgeld, wir sind zu sehr enttäuscht von ihrer „Leistung“.

Auch am 9. Tag unserer Kreuzfahrt ist die Sonne unser ständiger Begleiter. Erst um 16.00 Uhr erreicht das Verwöhnprogramm unseres Luxusliners an der Bar bei Waffeln einen ersten Tageshöhepunkt. Und um 18.00 Uhr dürfen wir das Gala-Buffet kurz fotografieren. Wir sind in der zweiten Gruppe zum Gala-Dinner bestellt, und auch wir bestaunen den vollendeten kulinarischen Zauber. Nahtlos reiht sich der nächste Termin ein: Gala-Show-Express mit den Bordkünstlern und dem Showorchester. Die Künstler servieren einen Unterhaltungscocktail mit Musik, Tanz und Humor. Wir machen zwar noch lange nicht schlapp, hören aber auf unserer Körper, der sich nach Ruhe und Entspannung sehnt.

10. Tag

Heute ist Seetag. Unser Bordwecker lockt uns schon um 7.30 Uhr gut gelaunt aus den Träumen. Beim Studium des Tagesprogramms können wir uns nicht sogleich entscheiden, welche Termine wir wahrnehmen wollen. Zu viele Angebote erwarten uns:

10.00 Uhr Blick auf die eigenen Urlaubsfotos
10.15 Uhr Premiere des 1. Teils der Filmdokumentation „Höhepunkte der Ostsee“
10.30 Uhr Phantastisches aus Eis: Der philippinische Küchenartist zeigt, wie aus einem Eisblock bezaubernde Eisfiguren entstehen.
11.00 Uhr Frühschoppen mit Weißwurst und Brezel
12.00 Uhr VIP-Sprechstunde
12.30 Uhr Mittagessen
14.00 Uhr Gemüse-Schnitzereien und Marzipan-Figürchen

Aber auch das Sportprogramm ist verlockend:

9.30 Uhr Fat-Burner mit der Sportlehrerin
10.30 Uhr Bauch-pur-Gymnastik
15.30 Uhr Bauch-Beine-Po-Gymnastik
17.30 Uhr Stretching
17.30 Uhr Walk a mile

Den Auswirkungen des Gala-Buffets kann jeder nach Herzenslust zu Leibe rücken, und außerdem steht ja auch noch der Fitnessraum jedem zur Verfügung. „Sportlich“ nehmen wir auch die Durchsicht der Bilderflut über das Gala-Buffet.

Glutrot verabschiedet sich die Sonne um 19.00 Uhr. Und nach dem Abendessen treffen wir uns noch in gemütlicher Runde an der „Lästerpromenade“. Doch noch können wir nicht unsere Kabine aufsuchen. Schon um 20.30 Uhr ist unser Kreuzfahrtschiff in den Großen Belt eingefahren. Um 23.30 Uhr soll unser Schiff die Storebelt-Brücke passieren. Doch bereits eine Viertelstunde vor „Termin“ erreichen wir die zweitgrößte Hängebrücke zwischen Sproge und Halskov. Nun erst geben wir unserer Müdigkeit nach.

11.Tag

Seit Stockholm bis Kopenhagen musste unser Schiff eine Strecke von 664 Seemeilen zurücklegen. Um 6.00 Uhr passieren wir die engste Stelle im Sund zwischen Helsinger (Dänemark) und Helsingborg (Schweden). Um 6.30 Uhr holt uns unser Bordwecker aus den Federn und verspricht uns ein Frühstück mit Butterzopf und Tatar. Mit dem Frühstück müssen wir uns heute beeilen, denn die Landausflüge beginnen bereits um 8.20 Uhr. Einem Fährschiff müssen wir den Vorrang lassen, und so verspätet sich auch die Ankunft in Kopenhagen. Gespannt sind wir auf „Die kleine Meerjungfrau“. Sie gilt als das Wahrzeichen Kopenhagens. Die 1913 geschaffene Skulptur wurde mehrmals Opfer von Anschlägen. Mehrmals schlug man ihr den Kopf ab, ein anderes Mal verlor sie einen Arm. Da jedoch die Originalformen aufbewahrt werden, waren Nach-bildungen einzelner Teile jederzeit möglich.

Unsere Reiseleiterin zeigt sich umgehend als versierte Botschafterin Dänemarks. Nach dem Besuch der erhofften Sehenswürdigkeit gibt sie uns einen Überblick über ihre Heimatstadt ebenso wie in die sozialen Verhältnisse ihrer Bewohner. Mehrfach legt sie Fotostopps ein, so dass wir mit einer reichen Ausbeute aufs Schiff zurückkehren können. Der Gefion-Brunnen stellt die Sage der nordischen Göttin Gefion dar, die ihre vier Söhne in Ochsen verwandelte, um mit ihnen die Insel Seeland aus Schweden herauszupflügen.Ein weiteres Highlight bietet das Schloss Amalienborg der Königsfamilie an einem achteckigen gepflasterten Platz. Im Mittelpunkt dieser herrlichen Rokoko-Anlage steht ein vorzügliches Reiterdenkmal für König Frederik V. Wir haben Glück. Anne hat die Besich-tigungsabfolge bestens eingeteilt und wir können der Wachablösung vor dem Schloss beiwohnen.

Am Rathausplatz verlassen wir den Bus, nicht ohne unsere Reiseführerin für ihre vorzüglichen Erklärungen und Planungen mit einem Trinkgeld belohnt zu haben. Unser Spaziergang bringt uns in Kopenhagens berühmte Fußgängerzone Strøget mit ihren zahlreichen Straßencafés, Bars und Läden. Leider sind am Sonntag die meisten Geschäfte geschlossen! Den Rückweg finden wir allein, vorbei am Straßenknotenpunkt mit dem Reiterstandbild von König Christian V. und  dem Königlichen Theater.

Ein herausragendes Ereignis am Abend ist eine Travestie-Show.

Es gelingt eine tolle Performance, die mit einem schier endlos anhaltenden Beifall belohnt wird. In unserem Treff hinter der Bar müssen wir noch lange über diese Glanzleistung reden, und es wird wiederum Mitternacht, bis wir in unsere Kabinen zurückkehren.

12. Tag

Um 6.30 Uhr weckt uns unser fröhlicher Bordwecker. Das norwegische Arandal in Sicht? Nein, dichter Nebel behindert den gesamten Schiffsverkehr. Der Hafen ist geschlossen.  Um 8.00 Uhr will der Kapitän einen weiteren Versuch starten, um dennoch am Kai festmachen zu können. Unser „Yakee-Wetter“ lässt uns auch am letzten Ausflugstag nicht im Stich. Gegen 8.00 Uhr lichtet sich der Nebel. Und die Hafenbehörde gibt ihr Okay. Das Morgenprogramm kann wie geplant starten. Wir legen am Kai neben den drei deutschen Kriegsschiffen Main, Ammersee und Feeman an.

Die malerische Hafenstadt breitet sich auf sieben Inseln aus. Ein Spaziergang bringt uns durch die Altstadt, vorbei am Marktplatz mit dem eindrucksvollen Rathaus. Leider nehmen die Geschäfte keine Euro. Lediglich der Schokoladenbäcker hat sich auf deutsche Kunden eingestellt. Unseren Blick gefangen hält die Dreifaltigkeitskirche mit ihrem 85 m hohen Kirchturm, der die Altstadt überragt.

Die Auslaufparty verbinden wir mit dem Frühschoppen an der Außen-Bar. Zur Stärkung werden Nürnberger Bratwürste und Sauerkraut gereicht. Zum Mittagessen gönnen wir uns deswegen lediglich Kalamarisringe. Nach der alkoholischen Einstimmung an der Bar und den obligatorischen zwei Gläschen Tischwein rufen die Bettfedern. Aber lange können wir uns diese Ruhephase nicht gönnen. Sporttermine und der zweite Teil der Filmdokumentation warten auf uns. Bis zum Abschiedscocktail verkürzt das „Kofferpacken“ die Wartezeit.

Das Abschiedsdinner wird in festlicher Atmosphäre um 19.30 Uhr serviert. Die Männer mögen ja wegen des Anzugszwangs gestöhnt haben, den Frauen kam die Kleiderordnung aber recht. Endlich, und dies zum letzten Male, können sie ihre Gala-Garderobe ausführen. Und nach dem Festessen erinnern wir uns an eine Aussage einer berühmten Persönlichkeit: Es ist besser, Genossenes zu bereuen, als zu bereuen, dass man nichts genossen hat.

Zum letzten Mal treffen sich alle Gäste im Salon zur Abschiedsparty. Do Swidanja! Nun heißt es Abschied nehmen vom Reiseleiter-Team, vom Kreuzfahrtdirektor und von allen Künstlern. Und vor Mitternacht gehen die Bedienungen mit kleinen Appetithäppchen auf großen Platten durch alle Räumlichkeiten. Mit einem Hefenweizenbier sorgen wir für die nötige Bettschwere. Nur noch einen Termin müssen wir erfüllen. Bis spätestens 4.00 Uhr müssen unsere Koffer vor der Kabinentür stehen. Da sind kleinere Pannen vorprogrammiert. Der Schlafanzug ist längst im Koffer eingepackt! Uns passiert glücklicherweise nicht ein berichtetes Malheur, dass auch die gesamte Kleidung im Koffer liegt und dieses Versäumnis erst dann bemerkt wird, als die Koffer längst abgeholt sind. Lediglich ein Kabinenschlüssel befindet sich in dem bereits gepackten Koffer. Doch dieses Missgeschick wird noch rechtzeitig erkannt.

13. Tag

„Time to say goodbye!“ Anja bleibt es vorbehalten, uns zum letzten Male zu wecken. Und zum Frühstück fallen die Massen ein und stürzen sich aufs Buffet. Mehrmals gehen die Angebote zur Neige, doch satt wird jeder. Um 9.00 Uhr legt die unser „schwimmendes Hotel“ am Kolumbuskaje an. Es wird dauern, bis alles Gepäck zu den wartenden Bussen gebracht wird. Wir nutzen diese Zeit, um die freundlicherweise zur Verfügung gestellten Daten und Auflistungen zu studieren.

Auf der Kreuzfahrt „Höhepunkte der Ostsee“ hat unser Kreuzfahrtschiff Gorki eine Strecke von 2842 Seemeilen, das sind 5264 km, zurückgelegt. Die größte Teilstrecke war die Entfernung von Stockholm nach Kopenhagen mit 123o km, die kleinste von St. Petersburg nach Helsinki mit 333 km.

Interessant ist auch der Verbrauch an Lebensmitteln während dieser Reise.

Fisch

5.560 kg

Fleisch

8.650 kg

Gemüse

11.890 kg

Obst

15.800 kg

Speiseeis

1.600 Liter

Eier

22.150 Stück

Kuchenstücke

33.700 Stücke

Tischwein rot

2.700 Liter

Tischwein weiß

1.690 Liter

Wodka

209 Liter

Fassbier

1.350 Liter

Flaschenbier

1.247 Flaschen

Mahlzeiten

38.800 Stück

Wir können uns dem Dank des Kreuzfahrtdirektors und des Kapitäns nur anschließen. Wir haben eine ereignisreiche, abwechslungsreiche, harmonische und interessante Reise erlebt. Gerne nehmen wir die chinesische Spruchweisheit aus China in uns auf:

Leuchtende Tage, nicht weinen,
dass sie vergangen,
lächeln, dass sie gewesen,
denn Ihr habt sie erlebt.

Das A-ROSA SOMMER-SPECIAL Donau

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  • Transfer Bahnhof Passau – Schiff – Bahnhof Passau
  • 8 Tage Kreuzfahrt in der gebuchten Kabinenkategorie
  • VollpensionPlus an Bord
  • Trinkgeld und Mineralwasser zu den Hauptmahlzeiten
  • Nutzung der meisten Bordeinrichtungen (Sauna, SPA)
  • Abendveranstaltungen
  • Hafengebühren

Reisetermine:  27.06., 04.07., 18.07., 19.07., 25.07., 26.07., 01.08., 02.08., 08.08., 09.08., 15.08., 16.08., 22.08., 23.08., 29.08., 30.08.2009

Route: Passau – Melk – Krems – Wien – Bratislava – Esztergom – Budapest – Passau
Specials für Singles: Für die Termine 27.06., 04.07., 25.07., 09.08., 29.08. und 30.08. 2009 entfällt der Einzelkabinenzuschlag.

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Châteauneuf-du-Pape. Der Hochgenuss dieser Reise liegt vier Kilometer  nördlich von Lyon: das Restaurant von Paul Bocuse „L’Abbaye deCollonges“. Dort kommen Sie in den Genuss der Nouvelle Cuisine des großen Meisters.

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Reise: A-ROSA Rhône Route Gourmet – 8 Tage
Termine: 04.07.09, 22.08.09 und 26.09.09″

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Ost- & Westkaribik

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Kiel – Oslo – Kiel

Kreuzfahrt auf einem Schiff der Premiumklasse inkl. Hotel-übernachtung im Komforthotel in Oslo und Frühstück

Ostsee Kopenhagen – Oslo

Minikreuzfahrt auf dem Fährschiff inkl. Halbpension, Vor- bzw. Nachübernachtung buchbar

Transatlantik-Passage

Kreuzfahrt auf der „Queen Mary 2“ inkl. Vollpension an Bord, einer Nacht in New York und Stadtrundfahrt

Großbritannien – Nordengland – Newcastle

Minikreuzfahrt auf dem Fährschiff inkl. Halbpension und Tchibo Romantik-Package, Vor- bzw. Nachübernachtung buchbar

Rhône

Flusskreuzfahrt auf einem Schiff der Premiumklasse inkl. VollpensionPlus an Bord, Fluganreise ab Frankfurt zubuchbar

Südamerika & Antarktis

Kreuzfahrt auf einem Schiff der Luxusklasse inkl. Vollpension an Bord und Stadtrundfahrt in Buenos Aires

Transsuez – Savona – Dubai

Kreuzfahrt auf einem Schiff der Komfortklasse inkl. Vollpension an Bord

Transatlantik

Kreuzfahrt auf einem Schiff der Premiumklasse inkl. Vollpension an Bord, Weinpaket Superior bei Buchung bis 30.06.09 und Stadtrundfahrt in Buenos Aires, Vor- und Nachübernachtungen buchbar

Weltkreuzfahrt

Weltkreuzfahrt auf einem Schiff der Luxusklasse inkl. Vollpen-sion an Bord, Stadtrundfahrten in New York City, San Fransisco, Sydney und Singapur

Westliches Mittelmeer

Kreuzfahrt auf einem Schiff der First Class inkl. Vollpension an Bord, großer Show-Abend an Bord mit Howard Carpendale & Band und Radio-Moderator Reiner Meutsch,

Flusskreuzfahrt im Land der Pharaonen

 

Viele Urlaubssuchende haben das Schmuddelwetter im deutschen Winter satt und sehnen sich nach Sonne. Dieser Wunsch lässt sich leicht erfüllen. Viele Anbieter  haben gerade während dieser Saison attraktive Reisereise im Angebot. Da kann der Gast ohne weiteres eine 7-tägige Nilkreuzfahrt ab 300 bis 400 Euro buchen. Allerdings muss er das kleine Wörtchen „ab“ richtig deuten und auch aufs Kleingedruckte achten.

Diese Lockangebote beschränken sich auf festgesetzte Zeiten (so z.B. Anfang Dezember bis  Mitte Dezember). Zu einem anderen Zeitpunkt liegt der Reisepreis, der allerdings auch den inkludierten Flug ausweist, etwas höher. Hinzu kommen das Ausflugspaket (ca. 150 Euro ), die Visaausstellung (ca. 18 Euro ), Trinkgelder ( ca 4 Euro/Tag/Person) und die fakultativen Ausflüge ( z.B. Abu Simbel) sowie all die Zusatzkosten für die Anreise zum Flughafen, Flughafensteuer, Kerosinzuschlag …

Eine solche Nilkreuzfahrt habe ich im Dezember vorigen Jahres bei Phoenix Reisen gebucht.  Der Bonner Anbieter hat seine Nilschiffe sorgfältig ausgewählt und auf die deutschsprachigen Gäste zugeschnitten. Eine freundliche und zuvorkommende ägyptische Schiffscrew hat sich bestens um alle Passagiere gekümmert. Klagen habe ich keine vernommen. Auch die Ausflüge, begleitet durch deutschsprachige, geschulte und lizenzierte ägyptische Reiseführer, haben die Gäste sicher betreut.

 

„Mein“ Schiff war komfortabel ausgestattet, es gab nur eine Tischzeit und da es auf allen Nilschiffen nur Außenkabinen gibt, konnte jeder Gast verschiedene Tempelanlagen, das Leben und Treiben der Bewohner an den Flussufern und die vorbeiziehende Nillandschaft auf dem 350 km langen Nilabschnitt zwischen Luxor und Assuan beobachten. Einige Gäste haben sich darüber aufgeregt, dass sie bei den Anliegestellen nicht auf die Landschaft, sondern auf ein anderes Schiff blicken mussten. Wer aber eine Nilreise bucht, muss wissen, dass er bisweilen über andere Schiffe erst sein Schiff erreichen kann. Lästig waren allenfalls die ständig geöffneten Hände der „Bettler“ und die Aufdringlichkeit der Verkäufer.

Unverfälschte Naturerlebnisse in Kanada und Alaska

 

Eine faszinierende Reise per Reisebus und Kreuzfahrtschiff 

Thomas Cook Reisen bietet ab 7. Juni, 21, Juni, 18. August und 30. August eine faszinierende Reise durch Kanadas Rockies und kombiniert mit einer Alaska-Kreuzfahrt an. Von der Naturschönheit der Rocky Mountains  wird der Gast ebenso begeistert sein wie von den Gletschern Alaskas.  Auf der  Kreuzfahrt wird der Passagier die beeindruckenden Küstenlandschaften, die imposanten Gletscher sowie auch beeindruckende Begegnungen mit den Tieren erleben dürfen.

Die Erkundung der Rocky Mountains beginnt in Calgary, die Einschiffung auf das 4-Sterne-Schiff „Norwegian Sun“ in Vancouver. Das 2004 renovierte Kreuzfahrtschiff ist 260 Meter lang und 32 Meter breit. In elf Restaurants und elf Bars wird sich der Gast den Köstlichkeiten hingeben können. Mit dem Angebot des Swimmingpools, den fünf Whirlpools, des Fitness Centers und der Spa-Abteilung  kann der Gast die ent-sprechende Vorsorge treffen, dass er zu Hause nicht umgehend den Schneider aufsuchen muss. In den ca. 14 m² großen Kabinen, die alle mit Telefon, TV, Kühlschrank, Safe, Bad mit Dusche sowie Haartrockner ausgestattet sind,  wird sich der Gast wohlfühlen

Auf diese Zusatzkosten muss sich jeder Gast einstellen:

  • Ausflugsprogramm während der Kreuzfahrt (fakultativ vor Ort buchbar)
  • Aufpreis in den Spezialitätenrestaurants 10 US$ bis 25 US$ pro Person
  • Trinkgelder auf Wellnessbehandlungen 18%
  • Trinkgelder auf Getränke an Bord 15%
  • Servicepauschale von 12 US$ /Tag

Mit der Star Clipper auf Segeltörn

Wer sich der Star Clipper anvertraut, genießt keine Kreuzfahrt im üblichen Sinne, sondern bewegt sich auf einem sportlichen Segeltörn ungezwungen an Deck und kann auch selbst einmal anpacken und kleinere Handgriffe erledigen.

Vom 15. Oktober bis zum 8. November 2009 führt die Star Clipper den Segeltörn „Rotes Meer und Indischer Ozean“ durch. Gestartet wird von Piräus, u8dn auf dieser faszinierenden Reise lernt der Gast Mykonos, Rhodos, Alexandria, Port Said, den Suez-Kanal, Sharm al Sheik, Safaga, Salalah und Goa kennen.

Hautnah erlebt der Passagier die exotische Vielfalt dieser Reise, kann in die farbenfrohen Korallengärten des Indischen Ozeans abtauchen oder auch einfach an Bord entspannen.

Zu den eingeschlossenen Leistungen zählen  die Kreuzfahrt mit voller Bordverpflegung, allerdings ohne Getränke, die Benutzung aller Bordeinrichtungen und Teilnahme an den Bordveranstaltungen, die Benutzung von Surfbrettern, der Schnorchelausrüstung und Segeljollen. Includiert sind auch Hafengebühren und die Insolvenzversicherung. Nicht eingeschlossen sind die Kosten für Landausflüge, Reiseversicherung und Rücktrittskosten, für Trinkgelder, Tauchausrüstung und An- und Abreisearrangement.

Noch ein Wort zu der Star Clipper: 

Reederei  Starclippers
Länge  115 m
Breite  16 m
Tiefgang  6 m
Geschwindigkeit    11 Knoten, unter Segel 17 Knoten
Baujahr  1991
Segelfläche  3365 m²
Masten  4
Masthöhe  63 m
Passagierdecks  4
Passagierzahl  170
Crew-Mitglieder  70
Bordsprache  Englisch, Deutsch
Bordwährung  US$, Euro
Zahlungsmittel  Kreditkarten Amex, Mastercard, Visa

Nebenkosten bei der Kreuzfahrt

Im „Hamburger Abendblatt“ vom 16. Mai 2009 findet sich ein ausführlicher Beitrag von Gudrun Herzig zum Thema „Ausgaben des persönlichen Bedarfs auf Kreuzfahrtschiffen“.

„Extras“, so führt die Autorin aus, „können auf Schiffen durchaus ins Geld gehen.“Im Folgenden beschreibt sie, was im Preis bereits enthalten ist und welche Kosten als Nebenkosten noch anfallen.

„Das richtige Schiff ist gefunden, die Kabine ausgesucht, alles gebucht, der Koffer gepackt, die Rechnung vom Reisebüro bezahlt: Die Kreuzfahrt kann beginnen. Bleibt nur die Frage: Welche Kosten fallen eigentlich unterwegs noch an? Die Antwort darauf hängt vom gewählten Kreuzfahrtschiff ab.

Grundsätzlich sind in jedem Kreuzfahrtpreis eingeschlossen: Unterbringung in der gebuchten Kabine, Vollpension (bis zu sechs Mahlzeiten pro Tag), das Unterhaltungsprogramm (wie Tanzkurs und Abendshows) an Bord, Hafengebühren, Gepäcktransfer, Willkommens- und/oder Abschiedscocktail mit dem Kapitän, Lektoren-Vorträge über Land und Leute, Benutzung der Schiffseinrichtungen wie Sauna (mit einer Ausnahme!), Fitnessraum und – falls vorhanden – Diskothek sowie Kino.

An Bord müssen jedoch noch zusätzlich die „Ausgaben des persönlichen Bedarfs“, wie es in den meisten Katalogen formuliert wird, bezahlt werden. Dazu gehören üblicherweise die Getränke an den Bars, im Restaurant, aus der Minibar in der Kabine sowie Einkäufe in der Boutique, die Landausflüge und Dienstleistungen wie Massage, Kosmetikbehandlungen, Friseur und Wäscherei/Reinigung.

Häufig lohnt es sich, die Katalogbeschreibungen sehr gründlich zu lesen – und vielleicht nachzurechnen, wie viel die Urlaubskasse tatsächlich noch über den Reisepreis hinaus hergeben muss.

Zumindest kleine Extras sind – je nach Schiff – oft noch zusätzlich inklusive. So wird auf der „Albatros“ von Phoenix Seereisen und der „Vistamar“ von Plantours & Partner der Tischwein zu Mittag- und Abendessen gratis ausgeschenkt, auf letzterem Kreuzfahrer beginnt sogar das Frühstück mit Sekt auf Kosten der Reederei. Auf der „Europa“, „Hanseatic“ und „Bremen“ werden Softdrinks und Bier in der Minibar während der gesamten Reise kostenlos aufgefüllt.

Mitunter ist es aber auch andersherum: Auf der „Delphin Renaissance“ etwa muss der Passagier, Kreuzfahrt-untypisch, für den Saunagang zahlen.

Eine noch größere Rechenaufgabe fürs Budget stellen die internationalen Reedereien dar. Die Getränkepreise auf den Barkarten wie zum Beispiel der „Queen Mary 2“ sind nur Netto-Preise, am Ende des fröhlichen Abends kommen noch einmal bis zu 15 Prozent „Service charge“ hinzu. Auch in den zusätzlichen Spezialitätenrestaurants heißt die Extra-Zahlung vornehm „Unkostenbeitrag“ und beträgt pro Person rund sieben US-Dollar. Immerhin ist das Geldausgeben an Bord eines Schiffes bequem und einfach: Beim Check-in bekommt jeder Passagier eine scheckkartengroße Plastikkarte, die gleich drei Funktionen erfüllt: Sie ist Kabinenschlüssel, persönlicher Bordausweis (muss beim Verlassen und Betreten des Schiffes vorgezeigt werden) und bargeldloses Zahlungsmittel für alle Extra-Ausgaben. Der Gast unterschreibt – wie im Hotel – nach jedem Verzehr oder Einkauf, erhält dann eine Kopie und bekommt am Ende der Reise schließlich die detaillierte Gesamtrechung. Auf längeren Reisen ab drei Wochen werden auch Zwischenabrechnungen vom Zahlmeister erstellt.

Auf einigen Kreuzfahrtschiffen ist das Trinkgeld bereits im Reisepreis eingeschlossen oder wird nicht erwartet. Jedem Gast ist es natürlich freigestellt, besonders ausgezeichneten Service individuell anzuerkennen. Aber auch auf den anderen Schiffen deutscher Anbieter herrscht kein „Trinkgeldzwang“, jedoch gehört dort der „Tip“ zum guten Ton. Die Reedereien geben lediglich Empfehlungen heraus, die zwischen fünf und 14 Euro pro Passagier und Tag liegen. Diese Summe sollte am Ende der Reise unter Tischsteward/-dess, Kabinensteward/-dess und eventuell Barkeeper aufgeteilt werden.

Auf internationalen Schiffen sind Trinkgelder (ca. 50 US-Dollar pro Woche und Passagier) allerdings quasi Pflicht, da diese das tatsächliche Gehalt der Crewmitglieder ausmachen.“

Wer bereits auf Kreuzfahrten unterwegs war, weiß, dass jede Reederei ihre eigene Definition von „all inclusive“ hat. Bis zu sechs Mahlzeiten bieten die Luxusliner auf den Fahrten an, alle sind im gebuchten Preis enthalten. Was die Getränke während des Aufenthaltes auf Kreuzfahrtschiffen betrifft, werden erhebliche Unterschiede festgestellt. AIDA Cruises und TUI Cruises haben die Tischgetränke in den Buffetrestaurants inkludiert, andere Reedereien allerdings kassieren extra oder bieten Getränkepakete für Alkoholika. Manche Reedereien bieten spezielle Kinder-Getränkepreise.

Bisweilen übersieht der Passagiere bei der eigenen Urlaubskalkulation die Preise für die Landausflüge. Die Preise variieren zwischen 45 und 99 Euro pro Tag. Der Halbtag kostet zwischen 16 und 38 Euro.

„All inclusive“ bezieht sich bei den Schiffen teils sogar auf den Spa-Bereich oder das Unterhaltungsprogramm: Bei MSC etwa können Sauna und Dampfbad nur gegen einen Aufpreis benutzt werden.

Schließlich sollte jeder Gast auch der Frage nach den erwarteten Trinkgeldern nachgehen. Bei TUI ist das Trinkgeld für Kellner und Co. Bereits im Reisepreis enthalten. Andere  Reedereien geben Trinkgeldempfehlungen heraus. Auf manchen Kreuzfahrtschiffen wird das Trinkgeld gleich vom Bordkonto abgebucht.

Um vor unliebsamen Überraschungen bewahrt zu sein, empfiehlt es sich, dass der Passagier im Reisebüro sich entsprechende Informationen einholt und beispielsweise die anfallenden Nebenkosten vor der Fahrt vergleicht und den persönlichen Gesamtpreis errechnet.

Ohne Extrakosten die Welt entdecken

Für die Reisezeit 2009/2010 bietet die MS Columbus all-inclusive-Kreuzfahrten an, auf denen den Gästen keinerlei Nebenkosten für Landausflüge, Getränke der Barkarte und Trinkgelder anfallen. Auf dem 3-Sterne-plus-Kreuzfahrtschiff sind exakt neun Ausflüge pro Reise, alle 81 Getränke der Barkarte (Softdrinks und exotische Cocktails) sowie alle Trinkgelder inbegriffen.

Termine

  • 08.12.-21.12.2009, incl. Flug, 13 Tage, von La Guaira nach Progreso
  • 26.03.-16.04.2010, incl. Flug, 19 Tage, von Singapur nach Dubai

Hier direkt buchbar!