Trauerspiel für Kreuzfahrtfans

Noch nie zuvor hat es in der Kreuzfahrtbranche einen Wandel gegeben, wie er sich derzeit den Kreuzfahrtfans offenbart. Zu Beginn der Coronakrise versuchten die großen Kreuzfahrtkonzerne, sich Liquiditäten zum Erhalt ihrer Flotten zu besorgen, mussten allerdings bald erkennen, dass weitere tiefgreifende Maßnahmen erforderlich werden, um den Abwärtstrend aufzuhalten und den Erhalt der Unternehmen zu sichern.

Bereits vor Wochen überraschten Meldungen die Kreuzfahrtfans, dass verschiedene Unternehmen damit beginnen, ihre Flotten zu verjüngen und auch zu verkleinern. Kleinere Unternehmen mussten bereits Insolvenz anmelden und haben den Kreuzfahrtbetrieb komplett eingestellt. Ein Schreckgespenst hat alle Kreuzfahrtfans aufgeschreckt: Verschrottung!

Die Meldungen überschlagen sich, teils haben sie sich längst bewahrheitet, andere sind noch in die Schublade „Gerüchte“ einzuordnen. Gesichert scheinen die Meldungen, dass die Costa Victoria, MS Monarch, MS Sovereign, MS Horizon, Carnival Fantasy und Carnical Inspiration bereits die Abwrackwerft Aliaga (Türkei) erreicht haben.

Unklarheit herrscht noch über das Schicksal der Carnival Fascination und Carnival Imagination: Verkauf oder Verschrottung?

Das Trauerspiel setzt sich ständig fort. Sicherlich werden auch weitere in Deutschland beliebte Kreuzfahrtschiffe vom Kreuzfahrtmarkt verschwinden. Belegbare Meldungen liegen allerdings noch nicht vor. So muss abgewartet werden, ob sich einige Konzerne oder deren Schiffe, wieder einen Neustart wagen oder vom Kreuzfahrtmarkt verschwinden werden.

Queen Elizabeth 2 entgeht der Verschrottung

Queen Elizabeth 2 war von 1969 bis 2008 als Oceanliner und Kreuzfahrtschiff fast sechs Millionen Seemeilen gefahren, hatte rund 2,5 Millionen Passagiere befördert und 806 Mal den Atlantik überquert. Doch die „alte Dame“ wurde nun ausgemustert und hatte dabei Glück, Nicht der Verschrottung wurde das ehemalige Kreuzfahrtschiff preisgegeben, sondern geht nun nach umfassenden Umbauarbeiten als schwimmendes Luxushotel nach Asien, nach Singapur oder nach Hong Kong.
 
Durch diesen Coup scheiterte die Investorengruppe mit Projektnamen „QE2London“ , die das legendäre Schiff zurück nach Großbritannien  bringen und als Hotelschiff und Konferenzzentrum auf der Themse direkt in London nutzen wollte.