TUI Cruises: Rückkehr in die Heimatländer gestoppt, Aufstand an Bord

Mein Schiff 3 Unruhen an Bord
Crewmitglieder können nicht von Bord

Nach Ausbruch der Pandemie hatte TUI Cruises alle Crewmitglieder ihrer Flotte, die an Bord nicht mehr benötigt wurden, eingesammelt und auf der „Mein Schiff 3“ nah Cuxhaven gebracht. Von dort aus sollten dann die Crewmitglieder in ihre Heimatländer ausgeflogen werden. Kein leichtes Unterfangen, denn an Bord befinden sich 2.900 Besatzungsmitglieder aus 73 Nationen. Zunächst wurde durch die örtlichen Gesundheitsbehörden lediglich ein Besatzungsmitglied positiv auf Covid-19 getestet. Mittlerweile befinden sich nach weiteren Tests neun Personen in den umliegenden Krankenhäusern und werden dort medizinisch versorgt.

Heftige Unruhen unter der Crew der Mein Schiff 3

Ein Großteil der Besatzung verhielt sich zunächst ruhig, zeigte noch Verständnis für die angeordneten Maßnahmen. Doch mit zunehmenden Wartezeiten auf die Rückführung in ihre Heimatländer wurde die Stimmung an Bord desolater. Einzelne Crewmitglieder konnten nicht verstehen, weshalb bei vereinzelten positiven Testergebnissen die anderen an Bord festgehalten und auf eine spätere Rückführung vertröstet wurden. So ist der Frust bei einzelnen Crewmitgliedern groß, dass sie „kurz vor dem Ziel gefangen genommen wurden“. Vereinzelt soll es sogar an Bord der „Mein Schiff 3“ zu Sachbeschädigungen gekommen sein. Das Virus bedroht in besonderem Maße auch die Psyche der an Bord festgehaltenen Personen, und trotz aller Bemühungen der Verantwortlichen sind Auseinandersetzungen nicht vermeidbar.

Von Bord gehen ist nicht möglich

Inwieweit durch die Nichteinhaltung der körperlichen Abgrenzungen weitere Crewmitglieder infiziert wurden, können nur durch weitere Tests geklärt werden. Von Bord dürfen allerdings nur die Personen, die zweimal negativ auf Covid-19 getestet wurden. Durch diese negativen Befunde wurde es möglich, dass nun erneut 190 Crewmitglieder ab Flughafen Hamburg in ihre Heimatländer geflogen wurden. Es ist auch bekannt geworden, dass trotz negativer Testergebnisse Crewmitglieder die Heimreise in ihre Heimatländer an den Reiserestriktionen der Heimatländer gescheitert sind. So bleibt nur die Hoffnung, dass die Crew diesen Belastungen stand hält und keine schlimmen Dinge an Bord passieren.

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Autor: Peter

alter Seebär und Kreuzfahrer

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