Veranstalter haften nicht für Arzt – Entscheidungen

Wie das Amtsgericht Offenbach entschied, sind Reiseveranstalter nicht für Entscheidungen des Schiffsarztes haftbar zu machen (Az.: 39C 317/07). Das Reiseunternehmen ist gegenüber dem Schiffsarzt nicht weisungsbefugt und hat dementsprechend keinen Einfluss auf seine Anordnungen. Wenn ein Passagier daher aus medizinischen Gründen auf den bereits gebuchten Landgang verzichten sollte, berechtigt dies nicht zu einer Minderung des Reisepreises. Dies gilt auch dann, wenn der Passagier die Diagnose im Nachhinein anzweifelt, wie die Deutsche Gesellschaft für Reiserecht berichtet. Im konkreten Fall hatte ein zweiter Arzt eine Fehldiagnose des Schiffsarztes attestiert. Die Kläger forderten daraufhin eine Minderung des Reisepreises, da sie auf drei bereits bezahlte Landausflüge verzichtet hatten.

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Autor: Peter

alter Seebär und Kreuzfahrer

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