Restart von Kreuzfahrten unter strengen Auflagen

Der Reiz einer Hochseekreuzfahrt ist verblichen. Zwar versuchen einzelne Reedereien mit Mini- und Kurzreisen zur Wiederbelebung der Kreuzfahrt beizusteuern, doch bleibt es bisweilen beim Versuch, wieder eine Rückkehr zur gewohnten Normalität zu erzeugen.

Schlagworte wie „Borderlebnis pur“ können nicht darüber weg täuschen, dass Kreuzfahrten ohne Landgänge, ohne besondere Attraktionen und Ausflüge, aber mit Social Distancing, Maskenpflicht und Hygieneregeln keine Rückkehr zur Normalität bedeutet.

Eingeschränkt bleiben an Bord das soziale Leben und die Unterhaltung, und jeder Gast, der sich auf das Wagnis Kreuzfahrt einlässt, muss die Frage, ob diese derzeitige Form von Urlaub auf See noch attraktiv ist, für sich selbst beantworten.

Die Reedereien haben zwar Notfallpläne ausgearbeitet, um bei Verdachtsfällen Gäste schnellstmöglich an Bord zu isolieren und zur Weiterbehandlung in ein geeignetes Krankenhaus an Land bringen zu können, doch können diese Strategien kaum die bislang gewohnte Sicherheit gewährleisten. Sicher ist, dass Kreuzfahrten erst dann wieder wie vor der Krise gelingen können, wenn der ersehnte Impfstoff vorhanden ist.

Wenn auch die Kreuzfahrt langsam wieder angelaufen ist, gibt es ebenso rasch auch wieder Rückschläge. So wurden vier Besatzungsmitglieder der Roald Amundsen (Hurtigruten) positiv auf das Coronavirus getestet, und alle 160 Crewmitglieder ging es umgehend in Quarantäne. Doch Hurtigruten ist nicht der einige Kreuzfahrt-Anbieter, bei dem sich Probleme mit dem Restart ergeben haben. Auch bei Crewmitgliedern anderer Redereien, die von ihren fernen Heimatländern eingeflogen wurden, wurden Infektionen festgestellt.

Auf manche Reedereien stürzen noch weit größere Probleme ein. Manche Reedereien geben einige ihrer Kreuzfahrtschiffe zur Verschrottung bei. Die Liste der Schiffe, die auf dem Weg zur Abwrackwerft Aliaga (Türkei) sind bzw. bereits dort angelangt sind, wird stetig größer.

Kreuzfahrt – Quo vadis?

Dass die Corona-Flaute der Kreuzfahrtbranche erheblich zu schaffen macht, liegt auf der Hand. Das Covid-19-Virus hat die Kreuzfahrtindustrie in die Knie gezwungen. Statt den erwarteten Einnahmen schlagen nunmehr recht hohe Ausgaben zu Buche. Allein das Bonner Kreuzfahrtunternehmen Phoenix Reisen muss mehr als fünf Millionen Euro für ihre Flotte investieren, die in den Häfen bzw. auf den Docks kleinere Reparaturaufgaben erledigen. Hinzu kamen bislang noch ca. 15 Millionen Euro für die Rückführung der auf den Weltmeeren gestrandeten Gäste und Crewmitglieder sowie für die Rückerstattungen der abgesagten Schiffsreisen. Aber nicht nur Phoenix Reisen musste bereits mehrstellige Millionen-Kredite bei den Banken anfordern.

Obwohl die Schiffe beispielsweise in den Docks Millionen Euro täglich verschlingen, setzen die Reedereien alles daran, ihre Schiffe für den Betrieb nach einem Restart zu erhalten, und sie nutzen die Zeit auch für die Zukunft. Es ist allerdings nicht leicht, machbare Lösungen für den Wiedereinstieg zu finden, da es nicht leicht fällt, die unterschiedlichsten Konzepte zu koordinieren.

Die Pandemie hat aber nicht nur die Konzerte in mehrerer Hinsicht getroffen. Allein in Deutschland stecken mehr als 11.000 Reisebüros in der größten Krise der Reisewirtschaft. Christian Baumann, beispielsweise, der jahrelang als Zweiter Offizier bei Phoenix Reisen zur See gefahren ist, setzte nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst auf das stetige Wachstum der Kreuzfahrtbranche. Doch das Covid-19-Virus zerbrach ein lohnendes Geschäft und statt Verkaufen von Kreuzfahrten heißt es nunmehr nur noch vertrösten. Lediglich die Tatsache, dass statt Storno der Reisen nun auch Umbuchungen stattfanden, ließ die Hoffnung auf einen glimpflichen Ausgang der Pandemie wieder aufkeimen.

Für den Naturschutzbund Deutschland ist der Stopp der Kreuzfahrtindustrie ein zweischneidiges Schwert. Die CO2-Emission der Kreuzfahrtschiffe wurde zwar durch den allseitigen Stopp drastisch reduziert, doch diese Verbesserungen sind keineswegs nachhaltig. Sobald die Kreuzfahrtbranche wieder in sichere Fahrwasser gelangt, treten die gleichen Probleme wieder zutage. Der Schadstoffausstoß durch die Luft belastet nach wie vor die Städte, in den die Kreuzfahrtschiffe gerade liegen.

In der Zwischenzeit geht die Suche nach alternativen Brennstoffen weiter. Statt Schweröl wird künftig vorwiegend Marineöl eingesetzt. Die Kreuzfahrtindustrie übernimmt quasi eine Vorreiterrolle für die gesamte Schifffahrt, ist der Innovationstreiber. Durch den öffentlichen Druck zielen die gesamten Entscheidungen in die richtige Richtung. Wichtig ist aber auch, zu wissen, dass ohne das Geld aus der Kreuzfahrtbranchen nicht in umweltfreundliche Antriebe investiert wird. Fehlen die Milliarden aus der Kreuzfahrtbranche, kommt es zu einem Stillstand bei der Suche nach umweltfreundlicheren Technologien.

Dem Branchenverband CLIA (Cruise Line International Association) stiegen in den letzten zehn Jahren die jährlichen Passagierzahlen von 17,8 Millionen auf 30 Millionen. Auch für 2020 ging CLIA von einer weiteren Steigerung aus. Doch das Corona-Virus zwang die Kreuzfahrt in die Knie. Wie es wirklich weitergehen wird, ist schwer einzuschätzen. Von einer Euphorie ist nichts zu spüren. Doch die Hoffnung bleibt erhalten, zumal die Zahl der Vorbuchungen für Kreuzfahrten enorm ist. Weltweit muss es zu einheitlicheren Regelungen beim Umgang mit der Pandemie kommen. Die Frage bleib, ob es tatsächlich zu einem zeitnahen Comeback ohne einen wirksamen Impfstoff kommen kann. Geplant sind eine Weiterfahrt mit Social Distancing-Plänen, einer geringeren Auslastung von ca. 50 bis 60%, ständigen Temperaturmessungen, Absage an Buffets, keine Landgänge und eine effiziente Umsetzung detaillierter Hygiene- und Sicherheitskonzepte an Bord.

Die Frage bleibt: Sind Passagiere, Länder und Städte für diese geplanten Maßnahmen schon bereit? Wird die Maßzahl „Mehr Meer statt mehr Land?“ die erwartete Akzeptanz finden? Quo vadis Kreuzfahrt? Wer kennt schon eine verbindliche Antwort?

TUI Cruises: Cruises to Nowhere

TUI Cruises to Nowhere

Die gesamte Kreuzfahrtbranche, sowohl für Flussreisen als auch für Hochseereisen, hat nach dem gewaltigen Schock, den die Covod-19-Pandemie auslöste, detaillierte neue Hygiene- und Sicherheitskonzepte entwickelt, um bei einem Restart die Sicherheit von Gästen und Crew zu gewährleisten. Nachdem einige Flussreiseanbieter erfolgreich erste Flussreisen absolvierten, folgte AIDA Cruises mit der Ankündigung, Hochseereisen in drei Phasen anzubieten.

Nun steigt auch TUI Cruises wieder in das Hochseegeschäft ein und bietet ab Ende Juli bis Anfang August besondere Schiffsreisen unter dem Titel “Cruises to Nowhere“ an, bei denen ausschließlich Seetage stattfinden, Landgänge aber ausgeschlossen werden. Im Unterschied zu den bisherigen routinemäßigen Seereisen starten und enden diese kürzeren Schiffsreisen in deutschen Häfen.

Bei diesen neuen Schiffsreisen steht das Mein-Schiff-Erlebnis im Vordergrund. Die Gäste sollen sich endlich wieder eine Auszeit auf dem Meer gönnen können bei einem angepassten und erweiterten Gesundheits- und Sicherheitskonzept.

Neu ist auch, dass die Belegung der Schiffe auf 60% begrenzt ist. Die Unterbringung der Gäste erfolgt ausschließlich in Balkonkabinen und Suiten. Passagiere ab 65 Jahren müssen durch ein ärztliches Attest ihren Gesundheitszustand nachweisen,, der die Teilnahme an einer Schiffsreise rechtfertigt. Durch die Möglichkeit, an Bord Schnelltests zu Covid19 durchzuführen, können erkrankte Gäste umgehend in ein geeignetes Krankenhaus gebracht werden.

AIDA sticht wieder in See nach Corona

Nachdem die Flussreisen-Branche erste zaghafte Schritte zur Normalisierung unternommen hat, mit neuen detaillierten Hygiene- und Sicherheitskonzepten ihren Gästen wieder die gewohnte Sicherheit auf den Flussreisen vermittelt, erwacht nun auch die Kreuzfahrt-Branche mit neuem Hygienekonzept zum Leben. Die Kreuzfahrtindustrie erarbeitete gemeinsam mit den Hafenverwaltungen und deutsche Behörden ein neues Hygienekonzept. Damit soll alsbald der Neustart des Kreuzfahrtbetriebs realisiert werden.

Wie die Cruise Lines International Association jüngst mitteilte, wird die Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs allerdings in drei Phasen erfolgen. Die ersten Ausfahrten der AIDA-Schiffe erfolgen mit einer angepassten Passagierkapazität. In der ersten Phase werden die Schiffe von Hamburg, Rostock, Kiel oder Bremerhaven allein mit Passagieren aus dem deutschsprachigen Raum an Bord auslaufen und nach maximal sieben Tagen wieder zum Starthafen zurückkehren. Die AIDA-Gäste erwartet an Bord ein vielfältiges Urlaubsprogramm, mehr Service für den Gast unter Beachtung aller gebotenen Hygienestandards und den Regeln zur Kontaktvermeidung. In der zweiten Phase sollen auch ausländische Häfen angefahren werden können. Schließlich sollen dann die Reedereien in der dritten Phase zur gewohnten Routengstaltung zurückkehren.

Unter dem Motto „Mit Sicherheit der schönste Urlaub“ informiert AIDA Cruises transparent und umfassend über die erweiterten Maßnahmen zum Schutz von COVID-19 (www.aida.de/sichererurlaub):

Als AIDA Familie tragen wir Verantwortung füreinander. Die Gesundheit unserer Gäste und Crew steht immer an erster Stelle. Deshalb gelten an Bord unserer Schiffe seit jeher hohe Hygiene- und Sicherheitsstandards, die über gesetzliche Vorgaben hinausgehen und die wir nun um zusätzliche Maßnahmen verstärkt haben. Wir sind sicher, dass Sie Verständnis für die Wichtigkeit haben und uns bei der Umsetzung unterstützen. Im Namen der gesamten AIDA Familie danken wir Ihnen herzlich für Ihre Hilfe und Ihr Vertrauen!“

A-ROSA setzt Restart auf der Rhône fort

A-ROSA konnte dank der Umsetzung eines speziell entwickelten Hygiene- und Gesundheitskonzepts erfolgreich in den Flussreiseneustart starten.

Vor ein paar Tagen konnte A-ROSA auch wieder Frankreich „erobern“ und mit einer Flussreise auf der Rhône nunmehr ihre Kussmundflotte auf alle europäischen Flüsse wieder zurückbringen.

Auf dieser ersten Frankreich-Flussreise konnte A-Rosa die neu entwickelten Konzepte einsetzen und erhielten von den Gästen ein sehr gutes Feedback. Gestartet wurde die Flussreise wieder in Lyon und brachte die Gäste wieder bis ans Mittelmeer nach Arles, wo die Passagiere die berühmten weißen Pferde und die Flamingos entdecken konnten.

Auf der Flussreise entlang der bisher geschätzten Routineroute konnten die Gäste wieder einen erholsamen Urlaub verbringen, bewunderten die Landschaften Südfrankreichs, die bunten Lavendelfelder, die wunderschöne Ardèche und auch einen ereignisvollen Rundgang durch Avignon.

Das speziell für die Flussreisen entwickelte Hygiene- und Gesundheitskonzept gewährleistete die Sicherheit und Gesundheit der Passagiere und Crew, unterstrich aber auch bei diesem „Praxistest“ wie wichtig ein konsequente Einhaltung der neuen Regelungen ist. Es genügt keinesfalls, allein auf die Einsicht aller Personen an Bord zu Vertrauen, stetige Kontrolle und konsequente Einforderung und Kontrolle sind wichtig und bringen dann auch den erhofften Erfolg.

Frankreich bestätigt Restart für A-ROSA

Die A-ROSA Flussschiff GmbH hat – wie berichtet – erfolgreich den Restart auf dem Douro mit dem Flussschiff A-ROSA Alva bestanden. Das ausgeklügelte Hygiene- und Gesundheitskonzept wurde dabei erfolgreich getestet. Nun haben auch die französischen Behörden den geplanten Neustart der Flussreisen in Frankreich nach Beendigung des gesundheitlichen Notstandes ab dem 11. Juli 2020 offiziell bestätigt.

Durch die positiven Erfahrungen mit dem verbindlichen Hygiene- und Sicherheitskonzept kann nun A-ROSA wieder Flussreisen auf Donau, dem Rhein, dem Douro und ab dem 11. Juli 2020 auch wieder in Frankreich anbieten. Alle Flussreisen werden aber mit einer unterschiedlichen Auslastung durchgeführt. Aufgrund von behördlichen Verordnungen und sich ständig verändernden Gegebenheiten in den einzelnen Ländern wird sich A-ROSA anpassen müssen und auch weiterhin hoffen, dass auch die Gäste die geänderten Bedingungen annehmen und damit zum erfolgreichen Weiterbestehen der Flussreisen beitragen.

Die Postschiffe der Hurtigruten sind wieder in Norwegen unterwegs

Sonnenuntergang auf Kreuzfahrt in Norwegen

Hurtigruten, der weltweit führende Anbieter von Expeditions-Seereisen, der seit 1893 in polaren Gewässern unterwegs ist, rechnet mit der Aufhebung der norwegischen Reisebeschränkungen zum 15. Juli 2020, so dass dann auch deutsche Gäste an Bord der berühmten Postschiffe die norwegische Küste erkunden können. Bereits im vergangenen Monat konnte Hurtigruten ihren norwegischen Gästen einen erfolgreichen Start der Seereisen anbieten. Mittlerweile fährt Hurtigruten den Linienbetrieb mit vier Schiffen bei reduzierter Kapazität und unter strengen Hygiene- und Sicherheitsmaßnahmen.

Nun plant Hurtigruten im August und September mit 14 von 16 Schiffen Reisen an der norwegischen Küste zwischen Bergen und Kirkenes durchführen. Bereits Ende September 2020 sollen dann bereits elf Postschiffe mit der „ schönsten Seereise der Welt“ ihre Gäste wieder erfreuen können.

Mit dem brandneuen Hybrid-Expeditionsschiff Fridtjof Nansen begeisterte die Reederei bereits am 26. Juni 2020 mit der ersten von sechs Seereisen mit Kurs auf die norwegische Küste.

Bereits in den zurückliegenden Jahren konnte Hurtigruten mit ihren Seereisen die klassischen Höhepunkte wie die Umrundung des Nordkaps, Einfahrten in den Geiranger- und den Trollfjord und Fahrten zur Inselgruppen der Lofoten ihre Gäste begeistern. Nun sollen auch wieder die deutschen Gäste mit dem Hybrid-Expeditionsschiff ab Hamburg die Reisen zu den norwegischen Fjorden erleben dürfen. Geplant sind Einfahrten zu neuen spektakulären Fjorde und der Besuch von Inseln, die abseits der ursprünglichen Hurtigruten-Route liegen.

Seit je her nimmt bei Hurtigruten die Gesundheit und Sicherheit der Gäste und Crew höchste Priorität ein. Die bisherigen umfassenden Hygiene- und Sicherheitsstandard wurden nunmehr durch neue Maßnahmen ergänzt, so beispielsweise durch eine reduzierte Gästekapazität, eine konsequente Abstandswahrung, strenge Hygieneprotokolle, Gesundheitskontrollen und Gesundheitsscreenings, häufige Temperaturmessungen an Bord. Auf der Grundlage von Reiserichtlinien der lokalen Regierung können allerdings Reiseroute und Ausflüge geändert werden.

Phoenix Reisen überzeugt mit neuem Hygiene- und Sicherheitskonzept für Flussreisen

Hygiene- und Sicherheitskonzept auf Phoenix Kreuzfahrten canvas

Mit Stand vom 29. Mai 2020 hat das Bonner Unternehmen Phoenix Reisen wichtige Informationen für ihre Gäste publiziert, die wir nachstehend unverändert übernehmen:

„Gerade in den heutigen Zeiten mit allen bestehenden behördlichen Auflagen und Vorgaben für das soziale Miteinander herrscht bei jeder noch so großen Vorfreude eine gewisse Unsicherheit, was das Reisen angeht, die wir Ihnen gern nehmen möchten. Wir sind uns der Verantwortung gegenüber unseren Gästen und der Schiffsbesatzung bewusst. Wir versichern Ihnen, dass wir gemeinsam mit unseren Reedereipartnern alles Erdenkliche tun, um Ihre Flusskreuzfahrt zu einem sicheren und wunderschönen Erlebnis werden zu lassen. Dies bedeutet neben der Umsetzung aller aktuellen behördlichen Vorgaben auch das Reisen mit reduzierter Gästezahl, um allen Gästen den gewohnten Komfort bieten zu können.

 Bereits vor Corona waren die Hygiene- und Sicherheitsstandards an Bord der Phoenix Schiffe hoch und wurden stets eingehalten. All unsere Partner wie auch wir sind mit den herrschenden Abläufen in Bezug auf die Hygiene und Sicherheit an Bord eines Schiffes bestens vertraut. Natürlich wurden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die besondere Situation rund um Covid-19 mit Schulungen vorbereitet. Auch kommen alle Besatzungsmitglieder mit einem entsprechenden Gesundheitszeugnis an Bord.

 Die Freude am Reisen soll Ihnen bitte erhalten bleiben, dafür möchten wir sorgen. Eine Flusskreuzfahrt ist eine traumhafte Reiseform, auf die Sie sich mit aller Vorfreude und einigen aktuellen Hinweisen sehr gut vorbereiten können. Wir machen Sie heute mit wichtigen offiziellen Informationen vertraut, die für Ihre Voraborganisation wie auch den Ablauf an Bord und an Land zu beachten sind. Überdies erhalten Sie an Bord natürlich von Ihrer Phoenix-Kreuzfahrtleitung wie gewohnt auch weitere Informationen.

 Wir sind sicher, dass wir alle gemeinsam dazu beitragen, dass Sie wunderbare Tage an Bord verleben können.

 Wir freuen uns sehr, Sie bald an Bord begrüßen zu dürfen.
Willkommen an Bord! – Willkommen zu Hause!

Vor Ihrer Flusskreuzfahrt

• In Ihren Reiseunterlagen finden Sie alle wichtigen und interessanten Informationen zu Ihrer bevorstehenden Flusskreuzfahrt, die Ihre Vorfreude sicherlich steigern.
• Bitte beachten Sie, dass Sie nur an der Flusskreuzfahrt teilnehmen können, wenn Sie keine typischen Symptome der Covid-19-Erkrankung wie Erkältungserscheinungen, erhöhte Temperatur, o.ä. aufweisen. Sollten Sie derlei Symptome aufweisen, kontaktieren Sie bitte in Ihrem eigenen und dem Interesse Ihrer Mitmenschen Ihren Hausarzt sowie im Anschluss auch uns.
• Bitte denken Sie daran, geeigneten und genügend Mund-/Nasenschutz einzupacken, sowohl in Ihr Hand- wie auch Reisegepäck.


• Da es uns aufgrund der behördlichen Vorgaben zurzeit nicht möglich ist, Ihnen die Schiffsbibliothek zur Verfügung zu stellen, empfehlen wir Ihnen, persönliche Lektüre von zu Hause mitzunehmen.

Anreise / Einschiffung

• Falls Sie mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder über Phoenix organisiert per Bus oder Flug anreisen, denken Sie bitte an passenden Mund-/Nasenschutz. Bitte orientieren Sie sich an den geltenden Richtlinien des jeweiligen Transportunternehmens bzw. der Fluggesellschaft.
• In Ihren Reiseunterlagen befindet sich ein Fragebogen zu Ihrem Gesundheitszustand und Ihrer Befindlichkeit, den Sie bitte erst am Tag der Einschiffung ausfüllen und vollständig ausgefüllt zum Schiff mitbringen.
• Die Einschiffungszeit wurde auf den Zeitraum von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr ausgeweitet, so dass alle Gäste bequem und stressfrei ihre Kabine beziehen können.
• Die Einschiffung erfolgt nach den behördlichen Vorgaben mit dem einzuhaltenden Mindestabstand und ggf. mit behördlich vorgegebenen weiteren Schutzmaßnahmen seitens der Besatzung.
• Bevor Sie an Bord gehen, erfolgt eine kontaktlose und schnelle Messung Ihrer Körpertemperatur und das sorgfältige Händedesinfizieren. Ist Ihre Körpertemperatur erhöht oder zeigen Sie andere typische Symptome ist die Schiffsleitung dazu verpflichtet, Ihnen zunächst die Einschiffung an Bord verweigern zu müssen.
• Nur gebuchte Gäste sowie die Besatzung dürfen das Schiff betreten. Schiffsbesuche sind während der Reise nicht erlaubt.
• Ihr Handgepäck nehmen Sie bitte selbst mit an Bord. Ihr weiteres Reisegepäck wird von der Besatzung am Griff desinfiziert und vor Ihre Kabinentür gestellt. Wir empfehlen Ihnen in diesem Zusammenhang für die sichere Beförderung von Ihrem Zuhause bis zum Schiff den Gepäckservice unseres Partners TeFra (Informationen liegen den Reiseunterlagen bei).

An Bord

• Sowohl Passagiere als auch Besatzungsmitglieder sind aufgrund der behördlichen Verordnungen verpflichtet, in öffentlichen Bereichen einen geeigneten Mund-/Nasenschutz zu tragen. Nach Erreichen Ihres Sitzplatzes im Innenbereich können Sie Ihre Maske gern ablegen. Auf den Außen- und Sonnendecks können Sie überall gern mit dem nötigen Mindestabstand ohne Maske die Aussicht genießen. Die Maskenpflicht gilt dort nur für die Besatzung.
• Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen werden im permanenten Rhythmus von der Besatzung durchgeführt, Handdesinfektionsständer stehen für Sie bereit.
• Zu Ihrer Information sind vorsorglich für einfachere Abläufe an Bord vorgegebene Streckenläufe ausgeschildert.
• Alle Phoenix Flusskreuzfahrtschiffe sind mit einer Belüftungs-/Klimaanlage ausgestattet, deren Systeme nicht miteinander verbunden sind. In den öffentlichen Bereichen sind die Klimaanlagen während der Reisen so eingerichtet, dass sie mit 100-prozentiger Außenluftzufuhr funktionieren, so dass keine Luft zirkuliert.
• Auch die Klimaanlage in den einzelnen Kabinen funktioniert mit 100 Prozent Außenluft. Diese Luft zirkuliert dann nur in der jeweiligen Kabine und kann nach persönlichem Bedarf aufgeheizt oder herabgekühlt werden. Die Filter der Klimaanlagen werden an jedem Aus-/Einschiffungstag gewechselt.
• Die öffentlichen Toiletten bleiben für die Dauer der Reise geschlossen. Bitte benutzen Sie die Toilette in Ihrer Kabine.
• Wir freuen uns, Ihnen unsere Wellnessangebote wie Friseur, Fitness und Massage sowie vorhandene Whirlpools weiterhin offerieren zu können. Bitte beachten Sie, dass die Nutzung nach erfolgter Voranmeldung an Bord ermöglicht wird.
• Geschultes Personal führt die obligatorischen Gesundheitschecks für Gäste und Besatzung durch und misst in regelmäßigen Abständen kontaktlos ihre Temperatur.
• An Bord stehen Covid-19-Schnelltests zur Verfügung, falls durch eventuelle Verdachtsfälle ärztliche Maßnahmen erforderlich werden.
• Um den behördlich vorgegebenen Mindestabstand einzuhalten, wird Ihnen für die Dauer Ihrer Flusskreuzfahrt ein fester Sitzplatz im Restaurant zugewiesen. Sie erhalten einen Zweiertisch, auf Wunsch auch einen Tisch für mehrere Personen. Wenn Sie mit bestimmten Personen gemeinsam am Tisch sitzen mögen, bitten wir um Ihre diesbezügliche Information bis spätestens 10 Tage vor Reiseantritt. Ihre Tischnummer erhalten Sie an Bord.
• Alle Mahlzeiten und Getränke in den Restaurants und Salons werden in gewohnt hohem Standard am Tisch serviert.
• Während Ihrer Flusskreuzfahrt können Sie auch ganz individuell und bequem in Ihrer Kabine die kulinarischen Leckereien der Speisekarte genießen. Hierfür steht Ihnen ein ständiger Kabinenservice zur Verfügung, der Ihnen während der Restaurantzeiten Speisen und auch Getränke von 07:00 – 24:00 Uhr direkt in die Kabine liefert. Natürlich liefern wir Ihnen ebenso gern auf Wunsch den Phoenix-Nachmittagskaffee/-Tee und den Phoenix-Mitternachtssnack in Ihre Kabine.
• Eine Reinigung Ihrer Kabine erfolgt wie gewohnt zwei Mal täglich in Ihrer Abwesenheit.
• In Ihrer Kabine finden Sie einen Spender für Handdesinfektion vor. Bitte nutzen Sie diesen regelmäßig beim Verlassen und Betreten Ihrer Kabine.
• Wir empfehlen Ihnen, Zahlungen an Bord, auch die Endabrechnung, bargeldlos per GiroCard oder Kreditkarte zu erledigen.

Ausflüge & Landgänge

• An Bord wie auch an Land freut man sich sehr auf Sie. Alle Flusskreuzfahrtenziele bieten viel Interessantes und Sehenswertes, das Sie erkunden können.
• Unser attraktives Ausflugsangebot können Sie bereits online vorab über „Mein Phoenix“ buchen.
• Während der jeweiligen Liegezeiten können Sie natürlich auch individuell lt. Bordinformation an Land gehen. Informationen und Tipps zu privaten Landgängen hält Ihre Phoenix-Kreuzfahrtleitung gern an Bord für Sie bereit.
• Auch für gebuchte Ausflüge gelten die geltenden Hygienevorschriften. Die maximale Teilnehmerzahl wird je nach Ausflug und Durchführbarkeit an Bord bekannt gegeben.
• Das Ihnen zur Verfügung gestellte Audiosystem für Ausflüge erhalten Sie in desinfiziertem Zustand, es verbleibt bis zum Ende der Kreuzfahrt bei Ihnen. Bitte geben Sie es vor der Ausschiffung am Abreisetag wieder ab.
• Bitte achten Sie an Land auf die behördlichen Vorgaben wie Mindestabstand und tragen, wo nötig, entsprechenden Mund-/Nasenschutz.
• Bitte reinigen Sie bei jeder Rückkehr an Bord Ihre Hände.

Wir sind sicher, dass Sie die Tage während Ihrer Flusskreuzfahrt genießen werden. Freuen Sie sich auf die typische Phoenix Atmosphäre mit allen Annehmlichkeiten und den gewohnt hohen Phoenix Standard.

Sämtliche Regelungen in diesem Hygienekonzept, die von den ausgeschriebenen Leistungsmerkmalen auf Ihrem gebuchten Schiff abweichen, richten sich nach den aktuellen behördlichen Vorgaben und gelten vorübergehend bis zur gesetzlichen Aufhebung. Änderungen werden tagesaktuell berücksichtigt und an Bord umgesetzt. Bitte beachten Sie, dass der Inhalt sich geringfügig von Schiff zu Schiff unterscheiden kann.“

(Quelle: Phoenix Reisen 20.05.2020)

Geglückter Restart, aber auch mit Rückschlägen bei Flusskreuzfahrten

Die ersten Flussreiseanbieter haben ihre Planungen realisieren können. Mitte Juni hat A-ROSA ihren Restart erfolgreich vollzogen. An Bord weilten einige Gruppen und FIT-Gäste, die zur Umsetzung des Sicherheits- und Hygienekonzepts ein erfreuliches Feedback gaben.

Auch Nicko Cruises zählte zu den ersten Anbietern von Flussreisen wegen der Corona-Pandemie. Doch leider musste der Anbieter einen herben Rückschlag hinnehmen. Die aktuelle Reise der Rhein Symphonie musste wegen eines Maschinenschadens abgesagt werden. Als Ersatz soll nunmehr die River Voyager eingesetzt werden.

Während die Anbieter von Flussreisen den Kreuzfahrt-Anbietern bereits ein paar Schritte voraus sind, komplettieren sich allmählich die Reihen der Flussreisen-Anbieter. Auch das Bonner Unternehmen Phoenix Reisen hat auf dem Fluss wieder den Betrieb aufgenommen. Mit der MS Switzerland war der Bonner Reiseveranstalter auf dem Rhein und der Mosel unterwegs.

Alle Anbieter haben ein detailliertes Sicherheits- und Hygienekonzept entwickelt, damit sie der Sicherheit ihrer Gäste höchste Priorität einräumen können. Dazu gehört u.a. das Ausfüllen eines Gesundheitsfragebogens, die Messung der Körpertemperatur, das Tragen eines Mund-Nasenschutzes in den öffentlichen Bereichen und auch die Einhaltung des Mindestabstandes.

Mit den ersten positiven Erfahrungen verbindet sich aber auch die Hoffnung, dass sich auf den Schiffen nicht die Nachlässigkeit bei der Beachtung erforderlicher Maßnahmen zur Vermeidung einer weiteren Verbreitung des Corona-Virus einschleicht, die bereits vielerorts leider wieder zu beobachten ist.

Lust auf Kreuzfahrten scheint ungebrochen

Viel Wochen sind nunmehr vergangen, seit die Corona-Pandemie wie ein Blitz in die Welt der Kreuzfahrten eingeschlagen hat und nach vielen Jahren fortwährender Expansion zum absoluten Stillstand geführt hat.

Einige Flussreisen-Anbieter haben zwar zunächst mit einem zögerlichen Restart begonnen und auch die großen Reedereien blicken hoffnungsvoll auf die kommende Zeit nach der Pandemie. Die Buchungen für Kreuzfahrten haben ebenfalls wieder zugenommen, obwohl kein Zeitpunkt der Wiederaufnahme eines Regelbetrieb mit Sicherheit festgelegt werden kann. Die anscheinend gute Buchungslage scheint zu bestätigen, dass die Lust der Deutschen auf Kreuzfahrt ungebrochen ist. Anscheinend wird schon fleißig für 2021 gebucht.

Rücksprachen mit den Werften zeigen, dass diverse Reedereien ihren unglaublichen Appetit auf Wachstum längst gezügelt haben, so dass davon ausgegangen werden muss, dass sich Neubestellungen von Kreuzfahrtschiffen an die Entwicklung anpassen müssen und auch werden.

Buffets & Co sind Opfer der Pandemie

Buffets werden bis auf Weiteres der Pandemie zum Opfer fallen und auch an die Abstandsregelungen und das Tragen eines Mundschutzes werden sich die Gäste eine Weile halten müssen. Neue Sicherheits- und Hygienekonzepte werden künftig zum Schiffsalltag zählen.

Bei einem Restart wird sicherlich alles, was die Buffets betrifft, limitiert. Auf das ständige Säubern und Desinfizieren der Außen- und Treppenbereiche sowie aller öffentlichen Bereiche wird ebenfalls Aufmerksamkeit geschenkt. Die neuen Sicherheits- und Hygienekonzepte werden im Detail alles berücksichtigen, damit die Sicherheit und das Wohlbefinden der Gäste gewährleistet ist. Nicht alle erforderlichen Details können im vorhinein geplant werden, da die Redereien auch im besonderen abhängig von den Vorschriften in den verschiedenen Ländern abhängig sind. Trotz aller Bechränkungen bleibt die Lust der Gäste und Reedereien auf Kreuzfahrten ungebrochen.