Arosa Neustart

Neustart mit umfangreichem Hygiene- und Gesundheitskonzept

Die Rostocker A-ROSA Flussschiff GmbH hat vor dem Eintritt in die „neue Normalität“ die Umsetzung der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln an Bord ihrer Schiffe bis ins Detail definiert und über 20 Maßnahmen prognostiziert, damit nach Ende der Corona-Pandemie der Restart problemlos beginnen kann. A-ROSA ist sich sicher, dass auf ihren verhältnismäßig kleinen Flussschiffen mit verhältnismäßig wenigen Gästen sich die erforderlichen Hygiene- und Abstandsregeln sehr gut realisieren lassen. Damit auch weiterhin die Sicherheit und das Wohlergehen der Gäste und Besatzungsmitglieder höchste Priorität haben, wurden die notwendigen Vorgaben und Empfehlungen sorgfältig überprüft und angepasst. A-ROSA vertraut auch darauf, dass ihre Flussschiff-Flotte mit einer Raum-Luft-Anlage ausgestattet ist, die in den Kabinen die Frischluft von außen ansaugt, filtert und zuführt, so dass jeder Bereich und jede Kabine ihre eigene Abluft und Frischluftzufuhr hat.

Im einzelnen hat das eigens eingerichtete A-ROSA Care-Team bestehend aus internen und externen Spezialisten ein detailliertes Hygiene- und Gesundheitskonzept, das sich an den Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts orientiert, mit über 20 Maßnahmen erarbeitet.

Maßnahmen für Gäste vor Antritt der Flussreise

Überprüfung des Gesundheitszustandes der Gäste mittels einer Erklärung zur Reisetauglichkeit, Temperaturmessung und Kontrolle der Symptome. Alle Gäste werden dringend ersucht, nur anzureisen, wenn sie keine relevanten Symptome aufweisen.

Maßnahmen für die Gäste an Bord

Mittels Plakaten, Schiffsdurchsagen und Info-Videos werden den Gästen die neuen Verhaltensregeln kommuniziert.

An Bord gilt stets ein Mindestabstand von 1,5 Metern, der durch ein besonderes Wegleitsystem, durch entsprechende Bodenmarkierungen sowie durch eine reduzierte Auslastung der gastronomischen Bereiche ebenso umgesetzt wird wie auch durch eine geschickte Platzierung der Sitzgruppen.

Die Gäste nehmen alle Mahlzeiten am fest zugewiesenen Tisch und zu je zwei versetzten Zeiten ein. Getränkebestellungen werden direkt am Tisch aufgenommen und auch dorthin gebracht.

Es wird besonders darauf geachtet, dass alle Angebote im SPA-ROSA zunächst reduziert und unter Beachtung der festgelegten Hygiene- und Abstandsregeln durchgeführt werden. Allerdings bleibt der Saunabereich geschlossen.

Alle Unterhaltungsprogramme werden kontaktlos gestaltet und zeitlich gestaffelt angeboten.

Reduziert werden ebenso die Gruppengrößen bei Landausflügen.

In allen öffentlichen Bereichen müssen die Gäste durchgängig auf eine Mund- und Nasen-Bedeckung achten. Diese Verpflichtung gilt aber nicht zu den Essenszeiten und in den Freiluftbereichen.

Allgemeine Maßnahmen

An allen Eingängen des Schiffs, zu den Restaurants, zum Sonnendeck, zur Lounge und zu den diversen Arbeitsbereichen werden wirksame Desinfektionsmittel bereitgestellt und auch deren Nutzung regelmäßig kontrolliert.

Zuständig für die Durchführung und Einhaltung der festgelegte Regularien ist das spezielle Care-Team sowie ein Hygienemanager.

Wichtig ist auch, dass die Reinigungs- und Desinfektionsintervalle verdichtet und intensiviert werden.

Verzichtet wird auf Menükarten, Besteckständer, Papierauslagen und Dekorationen.

Der Zutritt von Externen wird nunmehr auf das notwendige Minimum beschränkt.

Maßnahmen für die Crew

Für die Besatzungsmitglieder werden in speziellen Handbüchern alle erforderlichen Regularien aufgeführt, per E-Learning und auch Vor-Ort-Schulung eingeübt.

Für die Besatzungsmitglieder gibt es versetzte Arbeits-, pausen- und Essenszeiten.

Sichergestellt wird die regelmäßige Reinigung der persönlichen Arbeitskleidung durch die Bordwäscherei.

Der Arbeitsschutz wird den spezifischen Pandemiebedingungen angepasst, ggf. auch durch das Anbringen von Plexiglasschutz in allen Bereichen.

Kleine Brötchen für die Kreuzfahrtbranche

Die Corona-Pandemie hat die bislang verwöhnte Kreuzfahrtindustrie zum Erliegen gebracht. Die verschiedenen Redereien gaben zwar ganz verschiedene Verschiebungen für eine Wiederaufnahme des Seereisebetriebs an, mussten aber die recht knapp bemessenen Zeiträume stetig verlängern.

Niemand kann derzeit mit Sicherheit prognostizieren, wann tatsächlich die Fluss- und Seereisen wieder in sichere Gewässer gelangen können. Bekannt werden die intensiven Bemühungen beispielsweise von Flussreiseanbietern, durch eine Überprüfung und Neuorientierung der detaillierte Hygiene- und Gesundheitsmaßnahmen , die sich an den Vorgaben des RKI orientieren, auf einen Restart vorzubereiten.

Der Stillstand verschlingt Millionen, die stetig wachsenden Verluste steigen drastisch an. Sicher ist wahrscheinlich, dass die gesamte Kreuzfahrtbranche aus der Corona-Pandemie stärker als zuvor zurückkommen wird, allerdings mit einer Vielzahl von Änderungen.

Massentourismus wird abgespeckt

Angenommen wird, dass der bisherige Schiffsmassentourismus nur abgespeckt Fahrt aufnehmen wird. Da künftig auch auf den Fluss- und Kreuzfahrtschiffen die dringend erforderlichen Abstandsregeln eingehalten werden müssen, werden bisher gewohnte Menschenmassen auf Schiffen wesentlich reduziert. Dies kann und wird auf den kleineren Flussschiffen wesentlich besser gelingen als auch den „schwimmenden Kleinstädten“.

Neue Zielgebiete in der Nähe

Überlegungen konzentrieren sich derzeit auch auf neue Zielgebiete . „Warum in die Ferne schweifen, …“! Deutschlands Inselwelten und auch die ganz verschiedenen Uferlandschaften mit den Anrainern sind doch auch attraktiv und bergen einen attraktiven Zauber in sich.

Umstellungen wird es aber auch nicht nur bei den Zielführungen geben. Da beispielsweise die verschiedenen Büfetts als Virenschleudern verrufen sind, muss es international verbindliche Vorschriften und Regelungen geben, um die Sicherheit der Gäste und auch der Crewmitglieder zu gewährleisten.

Gäste benötigen mehr Zeit und Geduld

Darüber sind sich die Experten ebenfalls sicher: Passagiere werden in der Zukunft erheblich mehr Zeit und Geduld bei der Einschiffung aufbringen, denn die Gesundheitskontrollen benötigen Zeit. Doch der Gast wird sich rasch an die neuen Sicherheits- und Gesundheitsmaßnahmen gewöhnen. Die anfänglichen Skepsis wird zur neuen Normalität werden, so dass die strengeren Standards baldmöglichst zu gewohntem Tourismusbetrieb werden.

Kostendruck durch Corona

Kostendruck bei Reedereien

Unter der aktuellen Situation des Coronavirus leidet die Kreuzfahrtbranche enorm und ist gezwungen, Liquididäten zu sichern und Kosten zu senken, um die aktuelle Krise zu überstehen. Die Meldungen reißen nicht ab, dass diese erforderlichen Kostensenkungen sich immer mehr auf das Personal dieser Unternehmen auswirken. Die Unternehmen sehen sich daher gezwungen, starke Kosteneinsparungen im Bereich des Personals vorzunehmen. Dies soll durch Gehaltskürzungen ebenso gelingen wie auch durch Mitarbeiterbeurlaubungen.

Bereits vor Wochen hat die schwedische Reederei Stena Line die Entlassung von Hunderten Mitarbeiter angekündigt, da die Fährverbindungen weitgehend zusammengebrochen sind.

Auch an den weltgrößten Kreuzfahrtanbietern geht die Pandemie-Krise nicht spurlos vorbei. Auch hier sind es zu erheblichen Mitarbeiterentlassungen bzw. zur Versetzung in einen Zwangsurlaub gekommen sein.

Aber es gibt auch positive Meldungen von Kreuzfahrtunternehmen, die beispielsweise durch Stundung der Abzahlung von Kreuzfahrtschiff-Neubauten über eine ausreichende Liquididät bis zum 2. Quartal des Jahres 2021 verfügen und dadurch ohne neue Umsätze so lange durchhalten können.

Über AIDA Cruises wird berichtet, dass Teile der Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt und finanzielle Weichen für die Zukunft gelegt wurden. Zunächst konnte AIDA Cruises alles noch selbst finanzieren, doch nunmehr ist auch dieses Unternehmen auf Hilfe angewiesen.

Leinen los bei Schweizer Flussreederei Scylla

Leinen los für die Reederei Scylla

Ein erster Lichtblick am Flussreisen-Horizont: Skylla-Flussschiffe nehmen wieder Fahrt auf.

Die Schweizer Flussreederei Scylla als Allround-Partner für Charterer wird als erste Reederei nach dem Corona-Lockdown wieder auf Europas Wasserstraßen präsent sein. Zur Scylla-Flussschiffflotte zählen insgesamt 34 Flussschiffe, die an verschiedene Veranstalter verchartert sind, u.a. an Nicko Vision und Phoenix Reisen.

Mit dem Restart nehmen der Scylla-eigene Veranstalter Viva Cruises und Nicko Vision am 1. Juni 2020 zunächst Miniflussreisen Flusskreuzfahrten zwischen Passau und Düsseldorf auf. Mit diesem Neubeginn wird ein sichtbares Zeichen für eine langsame Erholung der Flussreisen-Branche nach der weltweiten Pandemie gesetzt.

In den letzten Wochen hat die Schweizer Reederei ein besonderes Sicherheits- und Hygieneverfahren ausgearbeitet, das neben der Einhaltung des Sicherheitsabstandes weitere Einschränkungen beinhaltet. U.a. zählen dazu die Teilnahme nur registrierter Personen, eine geringere Schiffsauslastung, die Maskenpflicht, regelmäßige Desinfektionen und auch das Servieren von Mahlzeiten und Getränken am Tisch. Die Schweizer Reederei hat auch entschieden, dass die Flussreisen von einem Arzt begleitet wird, der bei der Crew und den Gästen regelmäßig Konsultationen durchführt.

Die Schweizer Reederei wird nach dem Corona-Lockdown zu Beginn der Lockerungen nicht alle bisherigen Wasserstraßen bereisen können, hofft aber, das Angebot an Flussreisen nach und nach erweitern zu können.

Humanitäre Hilfe für die MS Artania

Humanitäre Hilfe in Corona Zeiten für MS Artania

Durch die weltweite Corona-Pandemie konnte das Kreuzfahrtschiff MS Artania erst am 18. April 2020 nach erfolgreicher Beendigung der 14-tägigen Quarantäne den australischen Hafen von Fremantle verlassen und Kurs auf Europa nehmen.

Ohne den intensiven und aufopferungsvollen Einsatz von AUSMAT (Australian Medical Assistence Team), einer Gruppe von Ärzten, Krankenschwestern, Feuerwehrleuten und Logistikern, hätten die Verantwortlichen an Bord mit einer Crew-Stammmannschaft wohl kaum diese harte Zeit mit schweren Prüfungen derart problemlos überstehen können.

Das 18 Personen zählende AUSMAT-teamaus allen Teilen Australiens sorgte an Bord dafür, dass es zu keiner weiteren Corona-Ausbreitung an Bord des Phoenix Reisen-Kreuzfahrtschiffes kam. Alle Personen auf dem Kreuzfahrtschiff wurden in Einzelkabinen untergebracht, erhielten einmal pro Tag eine Tüte Essen an die Tür gebracht.

Durch diese großartige logistische Leistung für 400 Personen konnte die 14-tägige Quarantäne erfolgreich beendet und mit den allerbesten Wünschen für eine glückliche Heimkehr nach Bremerhaven verabschiedet werden.

Nach kurzen Aufenthalten in Jakarta, Singapur und Colombo konnte die MS Artania nunmehr bereits den Suez-Kanal erreichen und wird Anfang Juni in Deutschland ankommen.

Hygiene und Sicherheitskonzepte auf Flusskreuzfahrten

Was sich nach Corona bei Flusskreuzfahrten ändern muss canva

Auch derr Flusskreuzfahrtbranche ist die gesamte Kundschaft weggebrochen. Fieberhaft arbeiten die Verantwortlichen an neuen Sicherheitskonzepten, die bei der Wiederaufnahme der Flusskreuzfahrten nach der Pandemie greifen müssen, um die Sicherheit der Besatzungsmitglieder und aller Gäste garantieren zu können. Es bleibt abzuwarten, mit welchen detaillierten Vorsichts- und Hygienemaßnahmen die Verantwortlichen aufwarten werden, damit das Flussreisegeschäft wieder angekurbelt werden kann.

Abstandsregeln und zwei Essenszeiten

Im besonderen werden die Veranstalter darauf achten müssen, auf einen besseren Abstand der Gäste zu achten. Statt einer gemeinsamen Essenszeit werden auf den Flusskreuzfahrtschiffen sicherlich zwei Essenszeiten angeboten.

Geringere Auslastung und Gesundheitsfragebogen

Des weiteren wird von einer 100%-igen Auslastung der einzelnen Flussschiffe Abstand genommen werden müssen.

Es bleibt noch abzuwarten, wie ganz besondere Hygienemaßnahmen greifen müssen, um die Sicherheit aller an Bord zu garantieren. Vielleicht werden alle Gäste rechtzeitig vor Antritt einer Flussreise einen detaillierten Gesundheitsfragebogen erhalten, den sie dann bei der Einschiffung vorlegen müssen. Inwieweit es vor Betreten der Flussschiffe zu Körpertemperaturmessungen kommt, bleibt ebenso abzuwarten.

Hygiene an Bord

An Bord werden die Verantwortlichen sicherlich die bisherigen Hygienemaßnahmen verstärken und auf alle Fälle prophylaktische Desinfektionsmaßnahmen in Form von Desinfektionsgeräten bereit stellen.

Es ist auch davon auszugehen, dass die täglichen Reinigungs- und Desinfektionszyklen in allen Bereichen der Flussschiffe ausgeweitet werden. So werden die Gäste vermehrt an verschiedenen Stellen des Flussschiffes, nicht nur in den Kabinen und vor den Restaurants, auf regelmäßiges Händewaschen und Desinfektion der Hände hingewiesen.

In welcher Art und Weise die wichtigen Abstände der Gäste beispielsweise auf den Decks und den Treppenbereichen gewährleistet werden können, bedarf weiterer Überlegungen und Entscheidungen.

Alle Überlegungen und Entscheidungen hängen aber davon ab, inwieweit die betreffenden Länder, in den Flussreisen durchgeführt werden könnten, erhebliche Fortschritte im Kampf gegen das Corona-Virus erzielen können.

Was bleibt ist die Sehnsucht

Kreuzfahrten in Corona Zeiten was bleibt ist die Sehnsucht canva

Weltweit ist der Kreuzfahrtbetrieb eingestellt. Trotz Corona-Pandemie bleibt die Sehnsucht nach der Begegnung mit Menschen und Kulturen anderer Länder erhalten. So wundert´s auch nicht, dass der Ruf nach Wiederaufnahme von Kreuzfahrten immer stärker wird.

Es wird sicherlich aber noch Monate dauern, bis die einzelnen Länder und Behörden einen Startschuss für die Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs geben können.Die Verantwortlichen diverser Reedereien gehen von einem Neubeginn erst nach mindestens einem halben Jahr aus und auch in einem geringeren Maß wie zuvor.

Die Verbleibenden an Bord sind immer noch die Crews

Doch was geschieht in der Zwischenzeit mit der Crew der vielen Kreuzfahrtschiffe in aller Welt? Eine Vielzahl der Besatzungsmitglieder konnte nach Hause geflogen werden. Eine Stammmannschaft blieb an Bord. Wie einzelne Sondervereinbarungen für die Besatzungsmitglieder getroffen wurden, ist nicht bekannt.

Kündigungen und Basisgehälter

Bekannt ist, dass einzelnen Besatzungsmitgliedern bereits die Kündigungen ausgesprochen wurde, zum Teil noch für ein paar Monate die Grundvergütung ausbezahlt und diese Besatzungsmitglieder auf Kosten der jeweiligen Arbeitgeber nach Hause geflogen wurde.

Crewmitglieder, die noch an Bord der Kreuzfahrtschiffe benötigt werden, erhalten sicherlich weiterhin das Basisgehalt bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von ca. 40 Stunden. Bekannt geworden ist auch, dass auf manchen Kreuzfahrtschiffen die an Bord verbliebene Stammmannschaft Zugang zu allen öffentlichen Einrichtungen erhalten, kostenlos das Internet nutzen können um eine beständige Kontaktaufnahme mit den Familien zu garantieren und an Bord Maßnahmen zur Weiterqualifizierung getroffen werden.

Nicht jeder möchte nach Hause

Trotz dieser internen Serviceleistungen sind die Einstellungen der Crewmitglieder ganz verschieden. Viele wollen an Bord bleiben, da ihnen dadurch der sichere Lebensstandard gewährleistet wird. Andere zieht es in die Heimat wohl wissend, wie schwer es wird, in der Heimat Arbeit zu finden. Doch der drohende Verlust sozialer Bindungen ist sicherlich ein Hauptgrund dieser Entscheidung.

Motivation für die Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff ist sicherlich die finanzielle Basis für eine Familie. Personen aus den Philippinen beispielsweise entscheiden sich für eine Anstellung auf einem Kreuzfahrtschiff, da sie durch die Beschäftigung an Bord von ca. zehn Monaten so viel Geld verdienen, dass sie zu Hause die Familie ernähren können.

Geld ist nicht immer der Hauptmotivator

Der Verdienst an Bord macht sicherlich ein Fünf- bis Sechsfaches des Verdienstes aus, das sie zu Hause erzielen könnten. In wenigen Jahren kann ein Crewmitglied daher die sichere Basis zu einem Wohlstand erarbeiten, was zu Hause nicht möglich gewesen wäre. Bei manchem Bewerber steht nicht allein das Geld im Vordergrund, sich für die Arbeit auf einem Kreuzfahrtsiff zu bewerben, ist ist sicherlich auch der ganz besondere Lebensstil an Bord oder auch die Möglichkeit, eigene Grenzen zu erfahren, sich zu behaupten und ein Durchhaltevermögen zu etablieren.

Jeder, der sich für eine Arbeit auf einem Kreuzfahrtschiff bewirbt, weiß, dass der ausgehandelte Arbeitsvertrag lediglich eine Rahmenbedingung darstellt, die Wirklichkeit an Bord allerdings meist ganz anders ausfällt. Da fällt schon eine Menge unbezahlter Überstunden an. Die Unterbringung in einer engen fensterlosen Kabine mit einem anderen Crewmitglied muss der Bewerber ebenso einplanen wie den Verzicht auf einen arbeitsfreien Tag und die Privatsphäre. Schichtbetrieb ist ebenfalls an der Tagesordnung.

Der Verzicht auf ausreichenden Schlaf zehrt an den Kraftreserven, so dass manche Besatzungsmitglieder nach kurzer Zeit bereits körperlich ausgelaugt sind. Äußerst schwieg zu verkraften ist sicherlich ein monatelanger Verzicht auf die Familie. Mit Seefahrer-Romantik hat die Beschäftigung auf einem Kreuzfahrtschiff nichts zu tun.

Da kann auch das oft spärliche Trinkgeld nicht über die Realität an Bord hinwegsehen, zumal auch die Altersversorgung Privatsache des Beschäftigten ist.

Mit dem Blick auf die Arbeitsbedingungen der Besatzungsmitglieder auf einem Kreuzfahrtschiff muss sich aber abschließend der besondere Dank an diesen Personenkreis verbinden, der sich in besonderem Maße bemüht, den Gästen an Bord ein einmaliges Erlebnis zu schaffen.

Planungsspiele vor Wiederaufnahme von Kreuzfahrten

Was muss getan werden damit Kreuzfahrten nicht zum Gesundheitsrisiko werden
Planungsszenarien bei den Reedereien

Derzeit dringen immer mehr Informationen an die Öffentlichkeit, wie sich die verschiedenen Reedereien auf eine kurzfristige Wiederaufnahme der Kreuzfahrten vorbereiten. Alle Planungen sind zunächst aber nur Planungsspiele, die dann greifen sollen, wenn zu einem gewünschten Zeitpunkt die gesamte Kreuzfahrtbranche wieder aufatmen und das Seereisegeschäft wieder aktivieren kann.

Volle Schiffe wird es nicht geben

Eine Entscheidung scheint sich durchzusetzen, dass die Passagierkapazitäten an Bord der Kreuzfahrtschiffe zunächst nur zu einem Bruchteil ausgenutzt werden. Um größere Menschenansammlungen bei der Einschiffung zu vermeiden, scheint die Planung sich auf eine zeitlich gestaffelte Einschiffung einzustellen.

Hygienestandards müssen erst entwickelt werden

Zu den erforderlichen Hygienemaßnamen gibt es derzeit noch ganz verschiedene Planungsansätze. Mit Fragebögen werden vielleicht die Gäste in Bezug auf Corona-relevante Symptome überprüft. An Bord muss gewährleistet sein, dass erforderliche Hygienemaßnahmen vorgeschrieben, eingehalten und ständig überprüft werden. Neben dem Hinweis auf Desinfektion der Hände beispielsweise muss die Schiffsbesatzung angehalten sein, in kurzen Abständen alle durch Gäste und Besatzungsmitglieder häufig berührte Oberflächen zu säubern und zu desinfizieren.

Selbstbedienung war gestern

Selbstbedienung wird auf alle Fälle der Vergangenheit angehören. Es wird keine leichte Aufgabe sein, Lösungen für das morgendliche Frühstück zu finden, wenn das bislang gewohnte Buffet mit Selbstbedienung ausfällt.

Essensitzungen, Shows und Landausflüge

In die Planungsspiele werden auch Lösungsmöglichkeiten einbezogen werden, wie eine Sitzordnung bei den abendlichen Shows gewährleistet, dass eine Virus-Ansteckung vermieden werden kann. Gezielte Überlegungen müssen auch erfolgen, ob und wenn wie Landausflüge gestaltet werden, um die Sicherheit der Gäste zu gewährleisten.

Es muss davon ausgegangen werden, dass die Reedereien rechtzeitig vor einer möglichen Wiederaufnahme des Kreuzfahrtbetriebs detaillierte und verbindliche Aussagen zu den neuen Verhaltens- und Hygieneregeln publizieren.

Die gesamte Problematik wird aber nur dann aufgelöst werden, wenn es einen Impfstoff gegen Covid-19 gibt.

Infektionsquelle Kreuzfahrtschiffe?

Kreuzfahrtschiffe als Infektionsquelle

Die Kreuzfahrtbranche leidet unter der Last der Covid-19-Pandemie. Noch steht in den Sternen wie und wann Kreuzfahrten überhaupt wieder realisiert werden können. Erhebliche Kosten sind längst dafür aufgelaufen, Passagiere und auch Crewmitglieder in ihre Heimatländer zurückzubringen.

Reedereien läuft Zeit und Geld davon

Kreuzfahrtschiffe können nicht einfach wie Wohnungen leer stehen, sondern wenigstens ein Notbetrieb muss aufrecht erhalten bleiben. Dies Kosten für den Notbetrieb, aber auch die Löhne und Zinsen müssen auch weiterhin bezahlt werden. So kann es auch niemanden wundern, dass die Reedereien sich bemühen, so rasch wie möglich den Kreuzfahrtbetrieb wieder aufnehmen zu können, zumal die auflaufenden Kosten z.T. täglich einen siebenstelligen Betrag ausmachen.

Pläne ab wann die Kreuzfahrt wieder losgeht

Der weltweit größte Kreuzfahrtkonzern, Carnival Cruise Line, dem u.a. auch Aida, Costa und Cunard angehören, lässt mit der Ankündigung aufhorchen, im August 2020 wieder Kreuzfahrtschiffe in See stechen zu lassen. Bereits zu Beginn des Monats August sollen beispielsweise acht Kreuzfahrtschiffe mit Ziel Karibik aufbrechen. Die anderen Kreuzfahrtschiffe von Carnival Cruise Line sollen Ende August zu Zielen in Nordamerika und Australien unterwegs sein.

Ob der weltgrößte Kreuzfahrtkonzern allerdings diese Vorhaben in die Tat umsetzen kann, hängt sicherlich auch davon ab, inwieweit der US-Kongress mit den gegen Carnival Cruise Line eingeleiteten Untersuchungen zu positiven bzw. negativen Ergebnissen gelangt. Diese Untersuchungen sollen klären, ob und inwieweit der größte Kreuzfahrtkonzern für die Verbreitung des Covid-19.Virus in den USA mitverantwortlich ist.

Kreuzfahrtcrews müssen Geduld haben

Crewmitglieder müssen viel Geduld haben
Crewmitglieder sind stark belastet

Die durch die Covid-19 ausgelösten Hafensperren und Einreiseverbote stellen nunmehr auch für die noch auf diversen Kreuzfahrtschiffen verbliebenen Crewmitglieder auf eine harte Probe.

Die körperlichen und auch emotionalen Belastungen bewirken bei einzelnen Besatzungsmitglieder bisher ungewohnte Reaktionen. In den ganz verschiedenen Medien geistern traurige, aber auch hoffnungsvolle Begebenheiten herum.

Crewmitglieder stehen Anordnungen ohnmächtig gegenüber

Da wird beispielsweise eine Information über einen in seiner Kabine tot aufgefundenes Besatzungsmitglied erwähnt. Informationen über aufkommende Unruhen unter einzelnen Crews dringen nach außen.

Verzögerte Rückführungen von Crewmitgliedern in ihre Heimatländer nagen an dem Nervenkostüm von Besatzungsmitgliedern. Das nunmehr bereits wochenlange Ausharren der Crew auf Kreuzfahrtschiffen ohne Landgänge beeinträchtigen erheblich das seelische Wohlbefinden der Crew. Nahezu ohnmächtig stehen Crewmitgliedern den Anordnungen der Schiffsführungen gegenüber, und wie in einem solchen Zusammenhang bekannt wurde, sollen Crewmitglieder sogar in einen Hungerstreik getreten sein.

Durch Reiserestriktionen können manche Reedereien ihren auf den Kreuzfahrtschiffen „gefangenen“ Crewmitgliedern keine verbindlichen Termine über eine tatsächliche Rückführung in die Heimat bekannt geben.

Die Crews sind nicht vergessen

Die noch auf Kreuzfahrtschiffen ausharrenden Crews sind keineswegs vergessen. Die Redereien setzen alles daran, ihre treuen Mitarbeiten möglichst rasch nach Hause bringen zu können. Bekannt wurde auch eine fantastische Spendenaktion für die Crew eines Kreuzfahrtschiffes. So gesellt sich aber auch zu den traurigen Nachrichten an Bord von Kreuzfahrtschiffen die Hoffnung auf eine baldige Änderung der äußerst belastenden Situationen an Bord.